Sauerstoffsättigung im Blut erhöhen

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Hallo lafare,

Ja, ich kenne solche Gesichter von den Ärzten. Ich musste mich durch meine Krankheit auch selbst kämpfen (CFS). Mit der Histaminproblematik habe ich mich auch beschäftigt, nur nicht so ausführlich wie Du. In der CFS-Rubrik ist das auch ein Thema. Du hast dich richtig tief in die Materie eingearbeitet. Lange Zeit habe ich gegen Histamin gekämpft (u.a. durch die Ernährung, Daosin).

Das Allerwichtigste für Dich ist, „…den weiteren Umbau des Herzmuskels zu stoppen“ und alles, was Du machst, ist darauf gerichtet. Das kann ich gut nachvollziehen.

Ein „steifer Myokard“ oder eine Schädigung durch Histamin. Ich möchte eine sehr unerwartete Frage stellen.
Ist es wirklich so, dass Histamin dein Hertz schädigt? Ich stelle diese Frage nicht aus Unwissenheit, im Gegenteil. Ich weiß, was hier im Forum darüber geschrieben wird und auch sonst. Aber die Erfahrungen mit meiner eigenen Krankheit haben mich gelehrt, alles was man als „offiziell anerkannt“ hält, in Frage zu stellen.

Herzinsuffizienz und Histaminfreisetzung werden im Verbindung gebracht. Im Klartext heißt es, dass zwei Faktoren gleichzeitig auftreten. Es heißt aber nicht, dass diese Faktoren in einer Ursache -Wirkung Beziehung stehen. Das wird auch nicht behauptet. Es kann sich auch um eine Korrelation handeln. Und die wirkliche gemeinsame Ursache für diese beiden Faktoren wird nicht gesehen.

https://www.symptome.ch/vbboard/cfi...uedigkeitssyndrom-mastzellen.html#post1205336

Grüße, Panacea.
 
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wundermittel
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Hallo lafare,

Herzinsuffizienz und Histaminfreisetzung werden im Verbindung gebracht. Im Klartext heißt es, dass zwei Faktoren gleichzeitig auftreten. Es heißt aber nicht, dass diese Faktoren in einer Ursache -Wirkung Beziehung stehen. Das wird auch nicht behauptet. Es kann sich auch um eine Korrelation handeln. Und die wirkliche gemeinsame Ursache für diese beiden Faktoren wird nicht gesehen.

https://www.symptome.ch/vbboard/cfi...uedigkeitssyndrom-mastzellen.html#post1205336

Grüße, Panacea.

Interessanter Ansatz und nicht von der Hand zu weisen.
Werde mal unter dieser Prämisse recherchieren.
Vielleicht finde ich da Lösungswege.

Danke Panacea


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regulat-pro-immune
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Hallo LoveandHealthy,

Ich habe mich sehr lange mit CFS beschäftigt. HIT war auch das Problem. War! Jetzt nicht mehr.
" Alle Forscher tappen im dunkeln..." Das stimmt nicht ganz. "Sie forschen ja gar nicht..." Das ist es eher.

Es ist oft so, dass eine Reaktion des Körpers als pathologisch dargestellt wird, obwohl es sich um eine Abwehrreaktion des Immunsystems handelt. Das Fieber ist auch keine Krankheit, die um jeden Preis bekämpft werden muss.

Kann es sein, dass eine Histaminausschüttung auch so eine Reaktion ist? Ich schreibe jetzt hier einige Auszüge aus einem Fortbildungsvortrag für Ärzte zum Thema "Mastzellaktivierungssyndrom, Differentialdiagnostik zur Histaminintoleranz". Der Autor ist Dr.med.Volker von Baehr, Institut für Medizinische Diagnostik, Berlin.

Mastzellen: Parasitenabwehr als physiologische Aufgabe der Mastzellen.
Aufgabe der Mastzelle, Ziele: 1. Abtötung des nicht phagozytierbaren Parasiten
2. "Ausspülüng" des Parasiten (auch Bakterien,Pilze)
Darm - Durchfall
Lunge: Mukusproduktion (Schleim), Husten,Auswurf
Mastzellaktivierung: Wurmerkrankungen, Pilzinfektionen,Weichmacher, Acrylate, Biozide, Metalle u.ä.

Mein Kommentar dazu. Mastzellen gehören zu unserem Immunsystem. Ihre Aufgabe ist es, unseren Körper vor Parasiten und Umweltgiften zu schützen. Wenn Parasiten/Umweltgifte in den Körper gelangen, werden sie aktiv und schütten Histamin aus. Die Mastzellen schützen uns! Die schütten Histamin so lange aus, bis diese Ursache beseitigt ist. Jeder, der sich lange mit der Schulmedizin beschäftigt, wird wissen, dass das Thema Parasiten/Umweltgifte verneint, verschwiegen, belächelt wird. Man beschäftigt sich lieber mit "überaktivierten Mastzellen", als mit den wirklichen Ursachen für diese Aktivierung. Solche Krankheiten, die durch Umweltgifte/Parasiten entstehen, darf es einfach nicht geben!

Grüße
Panacea

Hallo Panacea,

da hast Du eine gute Fährte gelegt mit dem Histamin.
Und seit der gestrigen Auswertung des Darmprofils ist es klar.
Histamin ist zwar nicht der Auslöser, aber doch teilweise Schuld an einigen Reaktionen.

Unter anderem ist es Auslöser für die zytotoxische (Histotoxische) Hypoxie.
Sprich manchmal zu wenig Sauerstoff im Blut mit Schwäche und Luftnot.
Bei dieser Form der Hypoxie gelangt zwar genug Sauerstoff in die Zellen hinein, allerdings ist dessen Verwertung im Zellinneren zur Energiegewinnung (die Zellatmung) beeinträchtigt.
Mögliche Ursache ist zum Beispiel eine Vergiftung mit zu viel Histamin oder einem Bakterientoxin.
Beides trifft in meinem Fall zu.
Ein PH-Wert von 7,8 im Darm wurde ja schon das letzte mal festgestellt.
Somit befindet sich jede Menge Ammoniak in Darm und den Blutgefässen.
Was natürlich zu einer ungewöhnlich hohen Histaminausschüttung mit all ihren Folgen führt.
Da Ammoniak sehr alkalisch ist und den pH-Wert im Dickdarm stark anhebt, wird eine ungesunde Darmflora gefördert,
deren Stoffwechselprodukte zu einer weiteren Leberbelastung führen.

Aber wer oder was ist nun der Auslöser des Ganzen?

Blastozysten (Blastocystis hominis)

Eine Infektion mit dem Parasiten Blastocystis hominis verläuft häufig symptomfrei oder symptomarm.
Ist der Betroffene geschwächt, kommt es in Folge der Chronfizierung zu diffusen Symptomen.
Die Einzeller bleiben, wenn sie über Jahre jemanden besiedeln, nicht unbedingt im Darm, sondern wandern ein bisschen herum im Körper. (Gelenke, Organe, Gehirn…)
Es ist dann sehr schwierig, sie zu finden. Und auch ihre Behandlung ist erschwert.

Dank meiner Hartnäckigkeit haben wir sie aber gefunden.
Denn wer sucht schon nach Blastozysten.
Irgendwie wusste ich, da musste was sein was dem Darm und den Mitochondrien so zu schaffen macht.

Denn irgendwie ging es, nach anfänglich guten Erfolgen und jeder Menge verschiedener Therapien und NEM's seit einem halben Jahr nicht mehr weiter.
Und entsprechend frustriert ist man dann natürlich auch.

So nun habe ich den Feind zwar im Visier, aber leicht wird der Kampf gegen Blastocystis hominis nicht.
Zumindest was ich bisher heraus bekommen habe.
So gibt es bisher 17 nachgewiesene Mutationsformen von denen die meisten schon gegen die üblichen Mittelchen der Schulmedizin resistent sind........:mad:

Weiterhin ist der Stoffwechsel der Blastozysten fast der gleiche wie bei den Mitochondrien.
Sie nutzen also ähnliche Wege.
Sprich tue ich den Mitochondrien etwas gutes, dann gleichzeitig auch den Blastozysten....:mad:

Zu dem triggere ich auch immer die Histaminausschüttung.
This Parasite Triggers Histamine Intolerance

Also keine gute Ausgangsposition für einen Angriff.

Habe hier im Forum auch ein paar Themen dazu gefunden, würde mich da aber nicht überall zu 100% dran hängen wollen.
Werde also erst mal weiter suchen und lesen und dann berichten.
Falls jemand jetzt schon gute Ideen hat, kann er sie ruhig äußern.

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Hallo lafare,

da sieht man, dass die pathologischen Abläufe im Körper sehr komplex sind, und sie lassen sich nicht so leicht einordnen. Solche Einordnungen, wie „Ursache- Wirkung“ stimmen nicht immer. Es sind eher pathologische Regelkreise, Kettenreaktionen u.s.w.

Über die Auslöser einer Krankheit kann man sich bis aufs Blut streiten. Das Forum ist voll von solchen Diskussionen. Diese bringen uns aber nicht weiter. Es gibt einige pathologische Faktoren und Prozesse, die im Körper auftreten, unabhängig von der Art des Auslösers.

Diese Faktoren liegen direkt von deinen Augen: Infekte und deren Toxine. Wenn unser Körper schwächelt, egal aus welchen Grund (Stress, falsche Ernährung), kommen in diesem Moment die Infekte. Ein Infekt ist keine Lappalie, kein Schönheitsfehler. Auf lange Sicht ist es für den Körper ein Super - Gau.

Bei mir stand dieses Problem (Borna, EBV, Herpes…) an der ersten Stelle.
Ich bin gegen die Infekte und deren Toxine vorgegangen. Es ist ein Jahr her, als ich es angefangen habe. Ich habe meine Gesundheit weitgehend zurückgewonnen.

Grüße, Panacea.
 
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Herpes ist ja bei mir auch immer noch ein Thema.
Wie bist Du das angegangen?

Gruß Lafare


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Unter anderem ist es Auslöser für die zytotoxische (Histotoxische) Hypoxie.
Sprich manchmal zu wenig Sauerstoff im Blut mit Schwäche und Luftnot.
Bei dieser Form der Hypoxie gelangt zwar genug Sauerstoff in die Zellen hinein, allerdings ist dessen Verwertung im Zellinneren zur Energiegewinnung (die Zellatmung) beeinträchtigt.
Mögliche Ursache ist zum Beispiel eine Vergiftung mit zu viel Histamin oder einem Bakterientoxin.
Beides trifft in meinem Fall zu.
Ein PH-Wert von 7,8 im Darm wurde ja schon das letzte mal festgestellt.
Somit befindet sich jede Menge Ammoniak in Darm und den Blutgefässen.
Was natürlich zu einer ungewöhnlich hohen Histaminausschüttung mit all ihren Folgen führt.
Da Ammoniak sehr alkalisch ist und den pH-Wert im Dickdarm stark anhebt, wird eine ungesunde Darmflora gefördert,
deren Stoffwechselprodukte zu einer weiteren Leberbelastung führen.


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Dazu möchte ich noch ein paar Grundlegende Sachen ergänzen welche ich heraus gefunden habe.
Dadurch stellt sich auch einiges klarer dar, was das eigentliche Thema Sauerstoffsättigung im Blut anbelangt.

Die Regulation des Säurebasenhaushaltes bzw. des pH-Wertes erfolgt ja nach traditioneller schulmedizinischer Vorstellung durch Lunge und Nieren.
Neue Erkenntnisse und Untersuchungen aus dem Jahre 2000 zur Entsorgung und Elimination von Stoffwechselendprodukten,
wie z. B. CO², Ammoniak und säuernde Metaboliten (Milchsäure bzw. Laktat) lenkten die Aufmerksamkeit zusätzlich auf die Leber
und bestätigten frühere Annahmen von Häussinger, 1987; Zander, 1995; Nöldge-Schomburg 1995.

Dementsprechend ist die Durchblutung der Leber mit der Niere vergleichbar.
Sie erhält etwa 25% des Herzminutenvolumens, wobei das Blut zu etwa 2/3 über den Weg Vena portae – Vena hepatica und zu 1/3 über den Weg Arteria hepatica – Vena hepatica die Leber durchströmt.

Die jüngere Literatur zeigt deutlich, dass der Leber, entgegen der vorherrschenden Lehrmeinung, eine entscheidende Rolle im Säure-Basen-Haushalt zukommt.
Die Leber kann in einer Stunde soviel H+ Ionen eliminieren und damit Bikarbonat (HCO³) freisetzen, wofür die Nieren etwa 24 Stunden benötigen.
Für die schnelle Elimination der aus dem Milchsäuremetabolismus entstammenden H+ Ionen hat die Leber eine grosse Bedeutung, da sie bei Belastung bis zu 400 mmol Milchsäure in einer Stunde umsetzen kann. Voraussetzung für einen oxidativen Abbau ist jedoch eine entsprechende Steigerung des O² -Verbrauches (Cohen, 1991; Zander, 1995).
Damit wird klar, dass nach der Lunge die Leber das wichtigste Organ bei der Regelung des Säure-Basen-Haushaltes bei Belastung ist.
Da bei intensiven Belastungen (Bakterientoxine, Nitrosativer Stress) neben Laktat verstärkt Ammoniak gebildet wird, belastet dieses auch den Säure-Basen-Haushalt und muss abgebaut werden (Weicker und Strobel, 1994).
Durch den Verbrauch von Bikarbonat beim Abbau von Ammoniak zu Harnstoff säuert dieses zusätzlich zum Laktat das System an und trägt so zur Regulierung des Säure-Basen-Haushalt bei.
Sowohl der Ammoniakabbau als auch die Glukoneogenese befinden sich in der Leber in dem mit Sauerstoff besser versorgten Bereich der periportalen Hepatozyten.
Was natürlich eine gute Sauerstoffversorgung zur Voraussetzung hat.
Was wiederum für den Körper schwierig ist, bei schon erfolgter hoher Ammoniakbelastung.

Da beißt sich der Hund also wieder in den Schwanz.....:)

Hier müssen wir also unterstützend eingreifen um die Entgiftung wieder ordentlich in Gang zu bringen.
Empfohlen wird dafür ein sogenannter KEPC-Komplex (Kalium-Eisen-Phosphat-Citrat-Komplex) wie ihn auch schon Ardenne bei seiner Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie verwendet hat.
Welche natürlich auch zur Entgiftung und Unterstützung der Leber angewendet werden kann.
Aber ungleich teurer und schwerer zu realisieren ist als die Einnahme eines KEPC-Komplex.

Das genaue Wirkprinzip des KEPC-Komplexes ist bisher jedoch nicht vollständig bekannt.
Eine aktuelle Hypothese geht davon aus, dass das gering resorbierbares Eisen im Darm verstärkt Ammoniak bindet.
Die Anbindung des Phosphates an das Eisen behindert wiederum seine Resorption
und das Citrat hält in diesem Komplex die Bindungsfähigkeit des Eisens für Ammoniak frei (Diefenbach 1996).
Wird Ammoniak gebunden, kann die Leber damit spürbar entlastet werden.
Darüber hinaus kann die dabei erfolgende Änderung des pH-Wertes im Darm die Ammoniakfreisetzung zusätzlich verringern.
Dadurch, dass die Leber weniger Ammoniak in den periportalen Hepatozyten abbauen muss, bekommt sie freie Kapazität für den Milchsäureabbau und die Glukoneogenese.
Die bei der Laktatsynthese erzeugten fixen H+ Ionen werden in der Leber in äquimolaren Mengen eliminiert und dabei entsprechende Mengen Bicarbonat wieder freigesetzt
(Zander, 1995).

Die physiologische Beeinflussung des Laktatabbaus in der Leber bei Belastung ist eine mögliche Erklärung für die Wirkung des Kalium-Eisen-Phosphat-Citrat-Komplexes.
Unabhängig von den biologischen Schwankungen der Standardmessgrössen ergaben die Untersuchungen, dass die Steigung der Laktat / Ammoniakkonzentration signifikant geringer ausfiel. (G. Neumann, M. Diefenbach, P. Böhme Schweizerische Zeitschrift für «Sportmedizin und Sporttraumatologie» 48 (2), 70–75, 2000)

Die Probanden beschrieben, dass sie nach Aufnahme des KEPC-Komplexes höhere Belastungsstufen leichter bewältigten konnten.
Damit werden die Erfahrungen von praktisch tätigen Sportmedizinern bei der Aufnahme von Puffersubstanzen im Leistungssport bestätigt (Pottkämper, 1996).
Im Vergleich zu den bisher dabei benutzten Citrat- und Phosphatsalzen bietet sich beim KEPC-Komplexes ein neues Wirkprinzip an.
Die Verträglichkeit war ausgezeichnet und es traten in keinem Fall Beschwerden im Magen-Darm-Trakt auf.

Grundsätzlich zeigen diese Untersuchungen, dass die oxidative Kapazität der Leber eine bedeutende Rolle spielt.
Und grundsätzlich die Sauerstoffsättigung im Blut stark beeinflusst.
Aus diesem Grund werde ich die Sache auch weiter verfolgen und mir zu dem KEPC-Komplex weitere Infos verschaffen, um dann eine Therapie damit zu beginnen.






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Beitritt
17.10.18
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Hallo lafare,

Du hast so viel und so umfangreich recherchiert, dass der Stoff schon für eine Diplomarbeit in Biochemie reicht. Hochachtung. Oder hast Du schon ein Diplom?

Jetzt im Ernst. Wenn es um Körperbiochemie geht, dann ist die Leber eine sehr wichtige Instanz. Die Leber muss bei der Entgiftung unterstützt werden. Das war für mich auch ein sehr wichtiger Punkt. Ammoniak wird im Dickdarm gebildet. Deine Idee ist, Ammoniak dort zu binden, damit es gar nicht in die Leber kommt. Das eigentliche Problem wird dadurch nicht gelöst, aber es verschafft freie Entgiftungskapazitäten. Vor langer Zeit bin ich auch so vorgegangen. Ich habe damals zu diesem Zweck Lactulose benutzt, frei verkäuflich in der Apotheke. Man kann auch Gelum (KPEC) nehmen.

Es gibt noch einen Stolperstein, den Du nicht erwähnt hast. Die Leber entgiftet fettlösliche Stoffe durch die Galle. Die Gallenblase entleert sich, wenn genug Fette da sind. Das passiert reflektorisch. Deswegen sind die Fette in der Nahrung sehr wichtig für die Leberentgiftung. Nur gibt es einen Haken, der Großteil der Galle wird wieder zurückresorbiert. Das ist der sog. enterohepatische Kreislauf. Die Gifte, die mit der Galle in den Darm gelangen, kommen wieder zurück in die Leber (Selbstvergiftung). Dieser Ablauf muss im jedem Fall unterbrochen werden. Das sind schon zwei Mechanismen, die benutzt werden können, um die Leber zu entlasten.

Grüße, Panacea.
 
regulat-pro-immune
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Hallo Lafare,

Könnt Ihr Euch das Gesicht meines Kardiologen vorstellen, als ich versucht habe ihm das zu erklären.
Man bekommt ja leider wirklich mehr feedback, wenn man auf eine Wiese geht und es einer Kuh erzählt.

Herpes ist ja bei mir auch immer noch ein Thema.

Da würde ich L-Lysin nehmen.

Kennst du die Seite schon? https://www.histaminintoleranz.ch

Es lohnt sich wirklich das mehrmal zu lesen, auch wenn es Monate dauert.

Mal einige Threads die zu empfehlen sind.
https://www.symptome.ch/vbboard/histamin-intoleranz/98420-histaminintoleranz-typ-hnmt-boule.html

https://www.symptome.ch/vbboard/his...ntoleranz-chronische-verlaufsform-federl.html

Und hier die "Wichtig" Themen zum Thema Histaminintoleranz. Und es lohnt sich auch in den Alten Beiträgen aus den Anfängen des Forums zu stöbern. Da wurde unglaublich viel Wissen zusammengetragen. Vor allem Heather war da sehr fleisig.
https://www.symptome.ch/vbboard/histamin-intoleranz/

Dann halte ich es für das wichtigste Thema, welche Mikronährstoffe du so nimmst, in welcher Dosierung und welche genau eigentlich?

Kannst du da mal ne Liste machen? Du kannst deine Präparate gerne verlinken. Wenn man das nennt, was man selbst nimmt, gilt das nicht als Werbung.

Gerade wegen dem Herzen, halte ich Vitamin D, K2 und Magnesium für wichtig. Bist du an dem Thema schon dran?

Selen hattest du noch erwähnt. 200 mcg Natriumselenit pro Tag nehme ich.

Grüsse
derstreeck
 
Themenstarter
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27.12.18
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Hallo lafare,

Nur gibt es einen Haken, der Großteil der Galle wird wieder zurückresorbiert. Das ist der sog. enterohepatische Kreislauf. Die Gifte, die mit der Galle in den Darm gelangen, kommen wieder zurück in die Leber (Selbstvergiftung). Dieser Ablauf muss im jedem Fall unterbrochen werden. Das sind schon zwei Mechanismen, die benutzt werden können, um die Leber zu entlasten.

Grüße, Panacea.

Hallo Panacea,

hier kann ich nicht so ganz mitgehen mit Dir.
Der von Dir benannte enterohepatischer Kreislauf endet im terminalen Ileum (die letzten zehn bis 15 Zentimeter des Krummdarms).
Erst dort findet zu 95 % die Rückresorption der Gallensäuren/Salze statt, die von der Leber produziert und verpackt in der Gallenflüssigkeit in das Duodenum zur Fettverdauung abgegeben wurden.
Nach der Rückresorption der Gallensäuren als Gallensalze gelangt diese durch das Blut über das Pfortadersystem wieder direkt in die Leber.
Immer angenommen das Ileum ist ok und die Schleimhaut dort nicht beschädigt.

Außerdem wird im terminalen Ileum auch Vitamin B12 aus der Nahrung resorbiert und dem Kreislauf wieder zugeführt. Natürlich nicht zu 100%

Selbst wenn wir annehmen, Bakterientoxine würden aus der Leber über die Gallenflüssigkeit in das Duodenum gelangen, so könnten diese mit der Gallenflüssigkeit nur in Abhängigkeit von ihrer Lipidlöslichkeit dorthin gelangen.
Sprich diese Bakterientoxine müssten Lipidlöslich sein und ebenfalls dem enterohepatischen Kreislauf unterliegen.
Sprich sich im Ileum auch wieder wie Gallensalze, B12 oder Wasser verhalten um dort rückresorbiert zu werden.
Oder sich hinter diesen verstecken oder an diese anhängen, huckepack oder was auch immer (mal ganz salopp gesagt).
Wie gesagt immer davon ausgehend das Ileum ist ok!

Nun gibt es natürlich lipidgängige Bakterientoxine, dies steht ausser Frage.
Diese müssten sich aber dann, bis zum Ileum, wieder zu Salzen gewandelt haben.
Ob es davon welche gibt, vermag ich nicht zu sagen.
Wenn ja, dann kann diese Gruppe aber nur sehr klein und sehr speziell sein.
Bei reinen Umweltgiften, welche von außen zugeführt werden, sieht das natürlich schon ganz anders aus.

Aber wir nehmen mal an diese Bakterientoxine gibt es.
Frage wäre dann, wie sollen diese aus der Leber, bei ihrer Molekularstruktur und ihrer Molekülgröße, überhaupt in die Galle gelangen.
Jede halbwegs noch funktionierende Leber würde das verhindern.

Einer regelrechten Selbstvergiftung aus dem Darm über die Leber stehe ich von daher sehr skeptisch gegenüber.
Und wenn Ileum und Leber gleichzeitig derartig kaputt sind, so das dies passieren kann, dann dürften die Tage dieser Person wohl gezählt sein.

Dies ist sicherlich alles etwas laienhaft dargestellt, denn ich verfüge auch nur über angelesenes Wissen und bin kein ausgebildeter Biochemiker.
Da kann man schon mal von dem gelesenen auch was falsch interpretieren.
Deshalb lasse ich mich gerne auch eines besseren belehren.

Gruß Lafare


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17.10.18
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Hallo lafare,

mit dieser Thematik habe ich mich bereits vor langer Zeit beschäftigt. Ich schreibe mal aus meinem Gedächtnis. Das letzte Jahr über habe ich mich eher der Praxis gewidmet. Der Entero-hepatische Kreislauf war für mich im Zusammenhang mit der Schwermetallentgiftung und KPU/HPU von Bedeutung. Es handelt sich dabei tatsächlich um die giftigen fettlöslichen Substanzen. Mein primäres Ziel ist dabei nicht die Untersuchung der biochemischen Abläufe im Köper bis ins letzte Detail, sondern die effektive und möglichst ganzheitliche Verbesserung meiner Gesundheit.

Soweit ich es noch in Erinnerung habe, gehen die Fettsäuren aus dem Dünndarm direkt in die Lymphe und gelangen von dort ins Herz, ohne durch die Leber zu laufen. Wenn seitens der Leber fettlösliche Abfallstoffe ausgeschieden werden, so können diese ebenfalls auf diesem Wege ins Herz gelangen.

Grüße, Panacea.
 
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27.12.18
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Das ist richtig da geht einiges über die Lymphe.
Die Fette müssen aber zum Transport durch die Darmwand erst mal in eine wasserlösliche Phase überführt werden.
Was ja eigentlich die Aufgabe der Gallenflüsigkeit ist.
Weiterhin bestimmt aber hauptsächlich die Kettenlänge einer Fettsäure den Transportweg vom Darm in die Leber und im Organismus.
Kurz- und mittelkettigen Fettsäuren gehen den direkten Weg über die Pfortader zur Leber, während die langkettigen Fettsäuren den Umweg über die Lymphe benutzen müssen.

Langkettige Fettsäuren weisen 16 bis 22 Kohlenstoffatome aus und können schon von Ihrer Molekülgröße her nicht überall durch. (vereinfacht gesagt)

Wie sich ein Nahrungsfett darstellt, hängt davon ab, welche Fettsäuren es enthält. Die Fettsäuren unterscheiden sich dabei in der Kettenlänge (Anzahl der Kohlenstoffatome) und ihrem Sättigungsgrad.
Weiterhin unterscheidet man zwischen gesättigten sowie einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren kommen vor allem in tierischen Fetten vor, daneben auch in Pflanzenfetten wie Palm-, Palmkern- und Kokosöl. Einfach ungesättigte Fettsäuren werden auch als Monoensäuren bezeichnet.
Ein wichtiger Vertreter dieser Gruppe ist die Ölsäure, die im Olivenöl stark vertreten ist.
Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die auch als Polyensäuren bezeichnet werden, werden zwei Fettsäurefamilien unterschieden: die Omega-3-Fettsäuren und die Omega-6-Fettsäuren. Bei allen Omega3-Fettsäuren ist die erste Doppelbindung am 3. C-Atom lokalisiert, bei den Omega-6-Fettsäuren am 6. C-Atom, ausgehend vom Methylende der Kohlenstoffkette. Zu den Omega-3-Fettsäuren gehören die alpha-Linolensäure (in Leinöl), die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA), die in Kaltwasserfisch, Fischölen, Algen und in industriell damit angereicherten Produkten (z. B. Säuglingsnahrung) vorkommen.

Zu den Omega-6-Fettsäuren zählen die Linolsäure und die gamma-Linolensäure in Pflanzensamen und -keimen.

Damit hat sich in jüngster Zeit Basant Puri, anerkannter CFS/ME-Forscher am Hammersmith Hospital in London, beschäftigt.
Er hat in einem veröffentlichten Artikel die Bedeutung bestimmter Fettsäuren im Rahmen der Krankheitsmechanismen des CFS/ME aufgezeigt

Puris Arbeit beruht auf der mehrfach belegten Annahme, dass CFS mit einer persistierenden viralen Infektion im Zusammenhang steht.
Deren Stoffwechselprodukte aber nicht wie gedacht einfach an die Fettsäuren angehangen oder eingebaut werden.

Sondern solche Infektionen beeinträchtigen wahrscheinlich die Fähigkeit des Körpers, mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-3 und Omega-6) zu bilden und /oder zu verarbeiten.
Dies geschieht indem sie ein Enzym blockieren, das für deren Aufbau/ Umbau aus den Vorläufersubstanzen (Alpha-Linolensäure und Linolsäure) benötigt wird.
Dieses blockierte Enzym wird von Ihm als Delta-6-Desaturase bezeichnet.

Wir wissen ja nun, wenn diese Fettsäuren nicht in ausreichendem Maße gebildet werden können, dann beeinträchtigt dies die Funktion der Zellmembrane, die aus solchen Fettsäuren und Proteinen gebildet werden.
Auf diese Weise wird dann der Zellstoffwechsel und die Zellkommunikation beeinträchtigt.

Die meisten Fettsäuren können vom Körper aus Vorstufen selbst aufgebaut werden.
Bei einigen ist es unserem Organismus jedoch nicht möglich, ihre Zufuhr über die Nahrung ist deshalb essenziell.
Zu den essenziellen Fettsäuren gehören die Linolsäure (Omega 6) und die alpha-Linolensäure (Omega 3) sowie die Derivate dieser Fettsäuren.
Letztere wurden früher als "semi-essenziell" bezeichnet, gelten inzwischen jedoch ebenfalls als essenziell.
So wird aus Linolsäure im Organismus z. B. die gamma-Linolensäure und die Arachidonsäure gebildet, während die alpha-Linolensäure das Ausgangssubstrat für die Eicosapentaensäure und die Docosahexaensäure ist.
Die Umwandlung im Körper geschieht jedoch nur sehr langsam und unter konkurrierenden Bedingungen um das Enzymsystem, so dass eine ausreichende körpereigene Produktion nicht immer gewährleistet ist.
Das optimale Zufuhrverhältnis von Linolsäure zu alpha-Linolensäure beträgt 5 zu 1.
Ist das Verhältnis unausgewogen, kommt es zur Konkurrenz um das gemeinsame Enzymsystem, so dass die Fettsäurezusammensetzung der Gewebe nicht ausgeglichen ist.

Das predigt Kuklinski auch immer und ist bei ihm auch nach zu lesen.

Damit ist natürlich die Frage ob es nun lipidgängige Bakterien- oder Vierentoxine gibt nicht geklärt.
Und ob und wie diese fettlöslichen Abfallstoffe aus der Leber in den Blutkreislauf gelangen, dazu kann ich auch nichts bei steuern, da ich es nicht genau weiß und auch noch nichts darüber gefunden habe.

Was die durch die Virusinfektion hervorgerufene Blockade der Delta-6-Desaturase – und damit der Synthese der zum Aufbau der Zellen benötigten Fettsäuren anbleangt– kann diese nach Basant Puri umgangen werden.
Dies geschieht indem man den Patienten ein Kombinationspräparat mit Nachtkerzenöl gibt.
Dieses Präparat liefert die Bausteine, aus denen dann Dihomogammalinolensäure und Arachidonsäure gebildet werden können, sowie die langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäure Eicosapentaensäure (EPA – eine Omega-3-Fettsäure).
Man weiß, dass Arachidonsäure und Eicosapentaensäure bereits in relativ niedrigen Dosen eine antivirale Wirkung haben.
Sie hemmen Viren, die eine Hülle aus Lipiden haben. Hinzu kommt die antivirale Wirkung der Interferone, die aufgebaut werden können.

Basant Puri betont, es sei wichtig, kaltgepresstes, natives Nachtkerzenöl und keine raffinierten Öle zu verwenden.
Er setzt in seinen Studien VegEPA ein, das bereits viele CFS-Patienten mit teilweise erstaunlichen Erfolgen einnehmen sollen.

Studien dazu habe ich noch nicht gefunden.



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17.10.18
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„ Nochmal: Bicarbonatmangel ist die weltweit am häufigsten übersehene Gesundheitsstörung! Aus klinischen Untersuchungen weiß man, dass Sauerstoffmangel und Kohlenstoffdioxidmangel Hand in Hand gehen. Die therapeutische Verabreichung von Kohlenstoffdioxid durch Inhalation von mit diesem Gas angereicherter Luft stellt eine wirksame Methode zur Erhöhung der Sauerstoffversorgung von Blut und Geweben dar. (13) Die gleiche Wirkung erzielt man durch orale Einnahme von Bicarbonat, und überraschenderweise auch, wenn man in ein Bicarbonatbad eintaucht.“

Dr.Mark Sircus : „Natriumbicarbonat. Krebstherapie für jedermann".

13 Henderson, Y.: „Carbon Dioxide” in Encyclopedia of Medicine, 1940.

Grüße,Panacea.
 
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27.12.18
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Da kann ich Dir schon folgen.
Und ich sehe auch die Gefährlichkeit für das Herz.
Aber wie kann man praktisch diesen Kreislauf unterbrechen?
Mir tut sich da jetzt keine Lösung auf.

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27.12.18
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Hmm, mir ist noch nicht ganz klar wie das biochemisch funktionieren soll, aber ich werde es mir mal zu Gemüte führen.
Bicarbonat senkt ja nachweislich den PH-Wert im Körper.
Wenn wir von einer metabolische Azidose ausgehen, also eine stoffwechselbedingte Übersäuerung.
Dabei ist der pH-Wert und der Kohlendioxidpartialdruck im Blut abgesunken.
Auch das Bicarbonat ist dann erniedrigt.

Also Bicarbonat zuführen, darüber könnte es funktionieren.
Den Weg des O² kann ich aber noch nicht nachvollziehen.
Wie hängt das mit dem Kohlendioxidpartialdruck zusammen.
Aus Bicarbonat kann doch eigentlich nur Co² abgespalten werden.
Wie steigt also O² an und wodurch?
Ich knie mich da mal rein.
 
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17.10.18
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Bohr - Effekt

Unter diesem Effekt versteht man Folgendes: die „Bereitschaft“ (Affinität) des Hämoglobins, Sauerstoff an sich zu binden oder freizugeben, ändert sich

1. mit der Menge des im Blut gelösten Kohlenstoffdioxid sowie
2. mit dem jeweiligen pH – Wert

Hämoglobin wird zur „Freigabe“ von Sauerstoff angeregt, wenn das Blut „sauer“ wird und Hämoglobin wird zur „Freigabe“ von Sauerstoff angeregt, wenn die Kohlenstoffdioxidkonzentration steigt.

Wenn sich die Werte in die andere Richtung ändern (die pH-Wert des Blutes steigt, die Kohlenstoffdioxidkonzentration sinkt), steigt die „Bereitschaft“ (Affinität) des Hämoglobins, Sauerstoff aufzunehmen.

Grüße, Panacea.
 
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10.01.04
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Schade, daß dieser interessante Thread aufgehört hat.
Evtl. kann auch die Sauerstoff-Ozon-Therapie hier interessieren, die René Graeber in seinem letzen Newsletter erwähnt:


Grüsse,
Oregano
 
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22.11.14
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Die Lungen sind das Organ für die Sauerstoffversorgung des Körpers schlechthin. Daher dürfte besonders auch der Beitrag von Mara (siehe unten) hier von Interesse sein. In Bayern waren FFP2-Masken praktisch 2 Jahre (überall) in sämtlichen öffentlichen Räumen Pflicht! Teilweise sogar im Freien! 🤮💩

 
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