Keiner findet eine Diagnose - seit einem halben Jahr gesundheitlich im Keller

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Es gibt auch auffällige Laborwerte die kein Krankheitswert haben. Die Cut Offs sind individuell.
Gibt Leute die haben 150 und mehr. An dem Wert kannst du eh nichts ändern außer du lebst gesünder. Was halt auch nicht immer möglich ist. Oder eben Schwermetallausleitung, Darmsanierung und Co. Aber da bist du ja jetzt schon dran.
 

Sternenlicht

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Hallo Leute,

in meiner "Mitochondrien - Mineralstoffe - NEMs"-Gruppe war man von dem obigen Blutbild nicht begeistert. Es würde viel zu wenige NEMs enthalten. Magnesium, Calcium, Kalium etc sei gar nicht drauf.

Man riet mir, eine hochwertige Vollblut-Mineralstoffanalyse zu machen, etwa die vom IMD Berlin:


Beim "großen" Laborbild für 80 Euro wäre dabei:

Magnesium, Selen, Zink, Calcium, Kalium, Natrium, Phosphor, Chrom, Kupfer, Mangan, Molybdän, Aluminium, Arsen, Blei, Cadmium, Nickel, Quecksilber.

Das ist natürlich direkt ne andere Hausnummer als die wenigen Werte, die bei mir oben dabei waren.

Meint ihr, das ist ne sinnvolle Investition?

PS: Heute hab ich wieder verstärkt ein Muskelzucken am rechten Oberarmmuskel. War schon sehr lange nicht mehr da. Weiß nicht, warum es jetzt wieder da ist. Ob das Stress ist, auch wenn ich mich nicht gestresst fühle?

Jedenfalls macht mir das alles immer noch Angst. Ich hatte das vorher alles nie. Kein Zucken, kein Brennen.. Da war einfach alles normal.
 
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Um einen kompletten Status zu haben gehören die Mineralien im Vollblut dazu.
Es ist aber nur ein kleiner Teil eines großen ganzen.

Wenn ein Treffer dabei ist, kann man es supplementieren und es kann dir helfen.
Normalerweise, hat man sofern man keine Stoffwechselerkrankung hat und der Darm halbwegs arbeitet dort eher selten Mängel.

Für die Muskeln sind in erster Linie B (6 und 12) Vitamine sowie Neurotransmitter/Aminosäuren zuständig.
Wobei ich den Nutzen von Kalium, Calcium und Magnesium nicht abstreiten will...
 
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30.04.21
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Also, dann will ich auch mal meine Erfahrungen zur Borreliose beisteuern:
Ganz offensichtlich können die Borrelien, die den Lues-Erregern sehr ähnlich sind, neben der bakteriellen Entzündung eine Art autoimmunologischer Reaktion im Körper auslösen, die NICHT durch Antibiotika zu beeinflussen ist. Auf jeden Fall sind langanhaltende und auch chronische Beschwerden - trotz vielfacher Antibiotika-Gaben- gar nicht so selten und kann die konventionelle Medizin damit noch nicht viel anfangen. Wissenschaftlich ist diese Seite der Borreliose_infektion noch wenig erforscht. Der LTT-Test ist aber in der Tat nicht richtig validiert.
Von den sog. "Borreliose-Gesellschaften" werden wiederholte intravenöse Antibiotika-Gaben empfohlen, die aber nur scheinbare (Kurze!) Erfolge erzielen, da auch Antibiotika neben der antibakteriellen Wirkung antientzündlich also dämpfend auf das autoimmunologische Geschehen wirken.
Interessant wären in der Tat einmal die exakten Lyme-Antkörpertiter (und die anderen Blut-Werte) im Verlauf (sofern nicht schon gepostet), denn man findet bei der autoimmun-chronischen Form oft latent erhöhte Lyme-IgM-Titer und als feines Zeichen einer Immunstörung eine diskrete Anämie und BKS-Erhöhung.
Die sonstigen Theorien sind natürlich nicht einfach auszuschließen, aber der zeitliche Verlauf spricht doch sehr für die Borrelien als Auslöser.
Was tun?
Da insgesamt sehr viel "sonderliche" Symptome bestehen hat der homöopathische Ansatz nach meinem dafürhalten gute Chancen.
 
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@Sternenlicht Als mein Tinnitus das erste Mal aufgetreten ist, war ich in der Wiedereingliederung und durch ein nerviges Telefonat mit einem altbekannten patzigen Nachunternehmer etwas gestresst. Plötzlich fing es an, in meinem Kopf sehr laut zu rauschen. Habe nicht gewusst, was los ist.
Das hatte ich dann öfter. Es hat sich später verändert in Geräusche im Ohr.
Monate später ist mir häufiger Nachts Flüssigkeit aus den Ohren gelaufen oder es war wie weißer Talk in den Ohren. Mein Arzt hat dann eine Untersuchung gemacht und gemeint, da wäre nichts. Naja. Es hat Monate gedauert, bis mir klar war, dass das Tinnitus ist.
Irgendwann habe ich vor einem Arzttermin eine Liste zu den möglichen Ursachen des Tinnitus erstellt. Dazu hatte ich etwas recherchiert. Mit zu den Ursachen gehören auch ziemlich viele Medikamente und AB. Bei mir waren es AB und Pantoprazol, die ototoxisch sind und das Innenohr schädigen können. Das Problem trat erst nach Einnahmeende auf.

Zu deiner Frage
Die Frage ist: woher kommt dann der Tinnitus. Laut diverser Studien, die ich mittlerweile genauso akribisch sammle und lese wie zur Borreliose, hat Tinnitus ganz spezifische Auslöser:
  • Knall-/Lärmtrauma (bei mir ausgeschlossen, er kam abends im Bett bei Ruhe)
  • Hörsturz mit anschließendem Absterben der Hörsinneszellen aufgrund mangelnder Durchblutung und das Gehirn versucht dann das ausbleibende Signal der abgestorbenen Hörsinneszellen durch "Aufdrehen" der Lautstärke zu kompensieren, dadurch Tinnitus-Ton.
  • Stress (auch wenn noch nicht verstanden ist, inwiefern Stress zu Tinnitus führt)

Bei mir ist vermutlich Punkt 2 und 3 relevant. Mir fiel mein rechts Ohr zu für wenige Sekunden, danach war dann der leise Ton da. Falls es denn ein Hörsturz war, dann muss ich mich aber wieder vollständig davon erholt haben, denn beim HNO gab es keinerlei Anzeichen dafür.

Warum blieb dann aber der Tinnitus, wenn alle Hörsinneszellen intakt sind?
war mir schon vor Wochen etwas aufgefallen. Das Einzige, bei dem ich eigentlich sofort einen zeitlichen Zusammenhang zu deinem Tinnitus gesehen habe, sind die Antibiotika.
Erst das Doxy, dann das Ceftriaxon, das Du ca. 3 Monate nach dem Zeckenstich intravenös verabreicht bekommen hast. In der Zeit ist auch der Tinnitus erstmals aufgetreten.
AB sind wohl fast alle mehr oder weniger, zumindest aber in geringem Umfang ototoxisch. Sie sind es offensichtlich auch, wenn es nicht erwähnt wird. Hatte letztens schonmal gesucht und im deutschsprachigen Raum nichts dazu gefunden. Es scheint nichts in den Packungsbeilagen zu stehen.

Etwas anders sieht es aus, wenn man im Ausland sucht. Da habe ich auch diverse Berichte in Foren, insbesondere zu Lyme-Disease, gefunden, dass Menschen nach einem der beiden AB oder einer Kombination genau dieser beiden AB nacheinander wie bei dir, Tinnitus bekommen haben.
Auch auf manchen Arztseiten wird insbesondere Doxycyclin als ototoxisch bezeichnet.
Bei allen ototoxischen Medikamenten steigt die Gefahr der Schädigung, wenn die Dosierung hoch ist.

Zudem gibt es eine Seite mit Auswertung der von Patienten an die FDA gemeldeten Nebenwirkungen.
43,603 people reported to have side effects when taking Doxycycline.
Among them, 324 people (0.74%) have Tinnitus.
Das sind gut 7 von 1.000 Patienten oder jeder 135. mit Nebenwirkungen hatte als Nebenwirkung Tinnitus.

26,172 people reported to have side effects when taking Ceftriaxone.
Among them, 6 people (0.02%) have Ototoxicity.
Das sind gut 2 von 10.000 Patienten.

Was mir noch einfällt, ich muss dazu sagen, dass ich ebenfalls gegen diese Dauerantibiosen bin und das für keinen Weg halte und mir deine Haltung dazu sehr gut gefällt, wir haben hier im Forum auch einige ältere Threads zur Behandlung von Borreliose-Beschwerden mit natürlichen Heilmitteln wie z.B. Samento, etc., die einigen gut geholfen haben, soweit ich erinnere.

Ich habe einen neueren älteren Thread herausgesucht, der in Bezug auf AB interessant ist und eine gutes Video enthält. Wobei ich für mich noch immer nicht weiß, was ich von Jod halten soll.
Wie man dem Link in Beitrag 3 entnehmen kann, ist manches wie Vitamin D3 viel effektiver als AB. Zudem zeigt es, wie einige in diesem Forum gepostete Studien, dass es oft die AB selbst sind, die die Spiros in die Zystenform treiben. Kommt mir vor, wie ein never ending Kreislauf.
 
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Sternenlicht

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@nicht der papa

Danke für deinen Beitrag. Etwas Zentrales muss ich allerdings korrigieren:

Der Tinnitus kam VOR der zweiten (intravenösen) Antibiose mit Ceftriaxon. Tinnitus trat Anfang September abends im Bett auf, als ich mich mal wieder geängstigt und gesorgt hatte bezüglich Borreliose und einen Erfahrungsbericht dazu gelesen hatte.

Die zweite intravenöse Antibiose mit Ceftriaxon war erst ca. 2 Wochen danach. Die erste Antibiose mit dem oralen Doxycyclin war ca. 2 Monate vorher.

Ob es aber tatsächlich vom Doxycyclin kommen soll? Mittlerweile stehen 3 engere Aspekte als Ursachen zur Auswahl:

1.) (psychischer) Stress / Ängste / Sorgen
2.) Halswirbelsäule/muskuläre Verspannungen (so diagnostiziert vom Orthopäden vor 2 Monaten). Zusätzlich lässt sich mein Tinnitus "triggern", indem ich die Innenohrmuskulatur anspanne. Es muss also mit irgendwas muskulösem zusammenhängen.
3.) Die Behandlung des Chiropraktikers im August mit seinen ruckartigen "Einrenkungen" der Halswirbelsäule...

@hehuhe und @nicht der papa
Bezüglich Borreliose:
Die habe ich, wie weiter oben geschrieben, eigentlich mittlerweile ad acta gelegt, denn die Antikörpertests waren konstant negativ zu jeder Zeit im Verlauf von fast einem Jahr. Der einzige jemals "positive" Test war eben der umstrittene und nicht offiziell anerkannte LTT-Borrelientest. Die sollen wohl oft falsch-positiv ausfallen, das schreibt man sogar im Borrelioseforum.

Nichtsdestotrotz habe ich aufgrund dieses "umstrittenen" Positivtests das Ceftriaxon noch obendrauf gekriegt. Mehr ist nun wirklich nicht mehr machbar aus meiner Sicht. Ich habe daher das Thema endlich abgehakt. Bringt ja auch nichts, mich nun den Rest meines Lebens damit rumzuschlagen, wenn ich außer einem umstrittenen LTT-Test sonst keine wirklichen Anzeichen dafür habe. Beim Nationalen Referenzzentrum für Borrelien sagte man mir, eine chronische Borreliose im späten Stadium ist eigentlich fast undenkbar bei konstant negativen Antikörpertests. Also im Spätstadium müsste man quasi was sehen bei den Antikörpertests. Das ist bei mir aber nach wie vor nicht der Fall.
 
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Hallo Sternenlicht,

wie hoch/niedrig ist eigentlich Dein Blutdruck, wenn der Tinnitus Dich plagt? Hast Du das mal im Zusammenhang beobachtet? Und wie sieht es mit einer möglichen Histaminintoleranz aus?


Grüsse,
Oregano
 
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@Sternenlicht

Was mir noch einfällt, ich muss dazu sagen, dass ich ebenfalls gegen diese Dauerantibiosen bin und das für keinen Weg halte und mir deine Haltung dazu sehr gut gefällt, wir haben hier im Forum auch einige ältere Threads zur Behandlung von Borreliose-Beschwerden mit natürlichen Heilmitteln wie z.B. Samento, etc., die einigen gut geholfen haben, soweit ich erinnere.

Ich habe einen neueren älteren Thread herausgesucht, der in Bezug auf AB interessant ist und eine gutes Video enthält. Wobei ich für mich noch immer nicht weiß, was ich von Jod halten soll.
Wie man dem Link in Beitrag 3 entnehmen kann, ist manches wie Vitamin D3 viel effektiver als AB. Zudem zeigt es, wie einige in diesem Forum gepostete Studien, dass es oft die AB selbst sind, die die Spiros in die Zystenform treiben. Kommt mir vor, wie ein never ending Kreislauf.
Man darf jetzt aber auch keine Äpfel mit Birnen vergleichen. Es wird nicht gerade einfach mit paar Kräuter eine akute Borreliose zu behandeln. Enzephalitis. Wenn da unterschwellig was brodelt ist das eine andere Sache. Das trifft wenn überhaupt hier eher zu.

Tinnitus:
Mit Stress und Verspannungen bist du auf der richtigen Fährte.
 

Sternenlicht

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Hallo Sternenlicht,

wie hoch/niedrig ist eigentlich Dein Blutdruck, wenn der Tinnitus Dich plagt? Hast Du das mal im Zusammenhang beobachtet? Und wie sieht es mit einer möglichen Histaminintoleranz aus?


Grüsse,
Oregano

Bezüglich Blutdruck:
Ich weiß gar nicht, wann der das letzte Mal gemessen wurde. Ich kann nur sagen, ich selber kann den nicht messen, denn das stammt noch aus meiner Herzangst-Phase von vor 5 Jahren. Da ging der automatisch sofort hoch, sobald ich selber gemessen habe. Langzeit-EKG war aber unauffällig. Und die letzte Blutdruckmessung im Zuge der Borreliose-Untersuchung ergab beim Arzt eher niedrigere Werte als sonst und das ist neu, denn normalerweise ist er beim Arzt auch immer höher aus Angst, es könnte ja was sein.

Würde also annehmen, Blutdruck ist normal. Bei 120 zu 70/80 oder so.

Bezüglich Histaminintoleranz: Geht das Richtung HPU? Da hab ich noch nie etwas untersuchen/testen lassen. Allergien habe ich aber keine Bekannten und war da bislang immer sehr dankbar dafür.


PS: Ich hatte mal vor, demnächst ein komplettes Aminogramm und einen kompletten Mikronährstoff-Status zu machen, sprich alle essentiellen Aminosäuren und Vitamine/Mineralien.

Sinnvoll? Eventuell zeigt sich da ja der Übeltäter hinter allem.
 
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24.02.18
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HPU und HIT sind zwei paar Schuhe.

Aminogramm und Micronährstoffe sind wichtig. Ist aber auch nur ein kleiner Teil für ein Gesamtüberblick. Für einen Gesamtüberblick darf man schonmal mit rund 1500€ rechnen. Das ist spätestens dann sinnvoll wenn man über Jahre leidet und nichts gefunden wird. Dann sollte man jeden Stein umdrehen. Irgendwas sinnvolles findet man in der Regel immer.

Allergien merke ich keine. Allerdings ist IGE und IGM bei mir erhöht. Wenn die Nummer Jahrzehnte bestehen, können dadurch Autoimmunerkrankungen entstehen.
 
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Hallo @Sternenlicht, zu diesem Triggern des Tinnitus durch Anspannen eines Muskels im Ohr: Kannst du das mal näher beschreiben, wie sich das anhört/anfühlt? Ich kann nämlich auch durch Anspannen eine Art Knattern erzeugen. Das ist nach meiner Recherche der Musculus stapedius, den manche Menschen willkürlich betätigen können, andere nicht. Manchmal, ganz selten, brummt er von alleine. Der Ton hat aber mit meinem gelegentlichen Tinnitus (nach meiner Einschätzung) nichts zu tun.
 
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18.11.09
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@Sternenlicht So ist das dann immer, dass man nachher nichts Genaues weiß.
Mein Tinnitus fing auch erst ca. 2 Monate nach dem Pantoprazol an. Und ja, es kann psychisch sein oder auch nicht. Man wird den genauen Auslöser wahrscheinlich sowieso niemals mit Sicherheit herausfinden. 🥴

Nichtsdestotrotz;) hast Du ja Symptome die eine Ursache haben und die Symptomatik scheint so dicht an Borreliose zu sein, dass Du dich lange intensiv damit beschäftigt hast.
Also denke ich z.B., dass es prinzipiell nichts schaden kann zu schauen, was Menschen alternativ in diesem Zustand genommen haben und ihnen geholfen hat. Denn das könnte dir ja trotzdem helfen und nebenbei auch noch Spirochäten beseitigen, falls doch einige da wären.
Vitamin D3 zu nehmen, was ja noch viele weitere Vorteile hat ausser bei Borreliose zu helfen, dazu habe ich schon etliche Beiträge geschrieben und pflanzliche Mittel, die in Zusammenhang mit Borreliose empfohlen werden, kann nicht schaden und ist nicht nur auf Borreliose beschränkt. Gesund Essen spielt auch eine große Rolle. Das wollte ich eigentlich damit ausdrücken.
Samento hat zwar eine nachweisliche Wirkung bei Borreliose, soll aber auch das Immunsystem stärken und einiges andere. Samento ist die Rinde der Katzenkralle und kann noch viel mehr. Nämlich auch gegen Entzündungen und Schmerzen helfen.
Seit 3 Jahren litt ich ununterbrochen an starken Schmerzen und Entzündungen. Ich konnte nicht mehr gehen, lag nur noch im Bett. Medikamente ärztlicherseits: Kortison, MTX, Sulfasalazin, Lefluonamid und Embrel-Spritzen. Alles in Kombination und alles hat nicht geholfen.
Jetzt wollte man mir Humira geben. Davor hatte ich Angst. Eine Kollegin wies mich auf die Katzenkralle hin. Seit dem 18.1.2013 begann ich mit der Einnahme. Und,-- Ihr werdet es nicht glauben --, die Entzündungen und auch die Schmerzen gingen zurück und ich kann sogar wieder gehen.
Zudem kann es sogar DNA-Schäden reparieren, wie ich selbst gerade das erste Mal entdecke.:oops:
Gibt es auch als Tee und wie du im ersten Link lesen kannst, auch als homöopathisches Mittel. Was mich betrifft, habe ich schon einige Male verblüffend positive Erfahrungen mit Tee gemacht und mit Homöopathie sowieso.
 
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26.07.09
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. . .
Die Ängste vor Krankheiten müssen schätzungsweise kurz nach Beginn des Studiums angefangen haben. Ich erinnere mich, dass es mal anfing, als ich eine überhaupt nicht begründete Angst hatte, HIV haben zu können, obwohl es dafür wirklich gar keinen Grund gegeben hätte. Ich las mich tage- und wochenlang damals durchs HIV-Forum und las alles über Tests und über Behandlungsmethoden.
. . .

Ich möchte noch einmal darauf verweisen, Sternenlicht, wie wahrscheinlich ist es, dass deine Krankheit(en) und auch Ängste und Sorgen darum, kurz nach Beginn des Studiums angefangen haben, ohne dass es da überhaupt einen Zusammenhang geben mag? Jetzt, nach gut 10 Jahren Studium, wenn ich das richtig verstanden habe, und praktisch am Ende des Studiums, sprichst du von Schwermetallbelastungen, Störungen der Mitochondrien und verschiedenen anderen (Ur-)Sachen. Kann man machen, klar. Aber auf Verdacht und Vermutung hin eine Entgiftung? Halte ich zumindest auch für frag-würdig, wie es hier auch schon von anderer Seite gebracht wurde.
 

Sternenlicht

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Kannst du das mal näher beschreiben, wie sich das anhört/anfühlt? Ich kann nämlich auch durch Anspannen eine Art Knattern erzeugen. Das ist nach meiner Recherche der Musculus stapedius, den manche Menschen willkürlich betätigen können, andere nicht. Manchmal, ganz selten, brummt er von alleine. Der Ton hat aber mit meinem gelegentlichen Tinnitus (nach meiner Einschätzung) nichts zu tun.

Also, bei mir war das so:

Anfang September lag ich, wie schon beschrieben, abends im Bett und las ein Erfahrungsbericht zur Borreliose (da war ich schon seit 3 Monaten täglich total angespannt und ängstlich wegen der Symptome seit Zeckenstich) und dann fiel mir mein rechtes Ohr zu. Ich hab mir da nix bei gedacht, denn in der Vergangenheit war das quasi für mich ganz normal, dass die Ohren mal kurzzeitig für 2, 3 Sek. zufallen, man ein Piepen/Ohrgeräusch hört und dann ist wieder gut.

Das ist glaub ich sogar im sprichwörtlichen Aberglaube festgehalten mit so Redewendungen wie "rechts, etwas schlecht's, links, da klingt's", so nach dem Motto: wenn das linke Ohr piept, spricht jemand gut über einen, beim rechten schlecht.

Jedenfalls war es diesmal aber anders: das rechte Ohr fiel zu, das Piepen kam (soweit war das noch normal und wie immer), allerdings kam es mir (und das kann ich heute nicht mehr sagen, ob ich das jetzt rückblickend nur anders wahrnehme als es war) wohl etwas lauter vor als sonst und es schwächte sich zwar innerhalb der 2, 3 Sek ab, ging aber nicht VOLLENDS weg, so wie das früher immer war, sondern es war ganz leise wahrnehmbar trotzdem noch da.

Mit leise meine ich: es reicht, wenn ich ganz leise Musik anmache oder es reicht auch schon, wenn ich nur raus gehe in die normale Umwelt, dass ich es nicht mehr hören kann. Im totstillen Zimmer ist es manchmal da, manchmal aber auch nicht. Das ist das Komische. Es ist gar nicht ständig präsent, durchgehend. Sondern es gibt Phasen, da ist es selbst im totstillen Zimmer bzw. nachts wenn ich schlafe überhaupt nicht hörbar, dann gibt es aber auch wieder Phasen, wo es dann doch ganz zart wahrnehmbar hörbar ist.

Und jetzt kommt das Merkwürdige: in den Phasen, wo es nicht wahrnehmbar ist und man schon meinen könnte, es wäre komplett weg, kann ich es durch diesen oben angesprochenen "Muskeltest" jedesmal konkret und präzise "triggern" bzw. auslösen.

Ich kann es nur schwer beschreiben, aber es gibt irgendwo im Innen/Mittelohr eine Art Muskulatur, die kann ich bewusst anspannen, derart, dass mein Gehör dann anfängt zu rauschen, so wie wenn bei einer Audioaufnahme zu viel Wind aufs Mikro trifft. So ein Windgeräusch, so ähnlich hört es sich an, wenn ich diese Muskulatur anspanne. Das Hören verschlechtert sich dadurch bzw. ich nehme die Umgebungsgeräusche währenddessen gedämpft und weniger stark wahr. Ich kann die aber nicht ewig lange halten, diese Muskeln.

Jedenfalls: Kurz nachdem ich diese Muskulatur wieder "loslasse" bzw. entspanne, dann wird der Tinnitus-Ton merklich lauter und schwächt sich dann aber nach 1 Sek oder so direkt wieder auf das ursprüngliche, leise Niveau ab.

Diese Muskel-Anspannung ist also sozusagen eine Art "Test", ob der Ton noch da ist. Ich denke nicht, dass der Muskel den Ton überhaupt "auslöst", sondern eben nach Entspannung nur kurz verstärkt, dann schwächt er sich wieder ab.

Wobei: in diesen Phasen, wo ich ihn gar nicht höre, ist er dann dennoch im Hintergrund da und mein Hirn blendet ihn nur aus, oder ist er tatsächlich nicht mehr da und der "Muskeltest" löst ihn dann nur aus? Schwierige Frage.

Ich glaube eher ersteres, denn als der im September frisch auftrat abends, war es mir auch auf irgendeine Art und Weise möglich, den Ton allein durch Gedankenkraft noch weiter abzuschwächen bzw. ganz auszublenden.

Dennoch hatte ich einige Tage lang nach dem ersten Auftreten eine Art komisches Gefühl am rechten Ohr. Das habe ich heute auch ab und an noch. Ich kann es nicht sagen, was es ist, aber manchmal fühlt es einfach komisch und nicht normal an. Aber vielleicht ist das auch nur Einbildung?

Ich war leider dank meines inkompetenten ersten HNOs viel zu spät erst dort. Normalerweise heißt es, sollte man bei Tinnitus oder Hörsturz so schnell wie möglich gehen. Allerdings ergaben sämtliche Hörtests und Messungen nichts. Ich hätte ein sehr gutes Gehör.

Nach meinem eingelesenen Kenntnisstand soll Tinnitus durch abgestorbene oder beeinträchtigte Hörsinneszellen entstehen (siehe weiter oben). Da mein Gehör aber angeblich keine Beinträchtigung hat, kann diese Theorie ja irgendwie nicht so richtig zutreffen. Die Frage ist, was ist es dann, was ihn auslöst, wenn nicht defekte Hörsinneszellen?

Ich kann auch nicht sagen, ob das, was ich da abends im Bett hatte, ein Hörsturz war. Normalerweise lösen Hörsturze Tinnitusse aus, indem durch Mangeldurchblutung Hörsinneszellen absterben oder teilweise kaputtgehen.

Das war durch die Hörtests und Untersuchungen aber anscheinend nicht nachweisbar.

Deswegen verfolge ich momentan die Spur, dass es muskulär bedingt sein könnte. Das würde zumindest dahingehend Sinn ergeben, dass ich ja auch schon die ganzen Wochen vor dem ersten Auftreten Probleme mit der Muskulatur hatte seit Zeckenstich. Die Symptome hatte ich ja beschrieben. Der Orthopäde hat zumindest muskuläre Dysbalancen und Myogelosen im HWS-Bereich festgestellt.

Den Tinnitus habe ich übrigens mittels folgender Website genau frequenzmäßig analysiert: https://www.szynalski.com/tone-generator/

Er ist bei mir ziemlich zwischen 1250 und 1300 Hertz. Eher näher an 1300 als an 1250. Also eher zwischen 1275 und 1300. Da ich musikalisch bin und Klavier spiele seit dem Alter von 5 Jahren kann ich sagen: ein 2-gestrichenes E.

Was mir aber seither auch aufgefallen ist und wo ich mir nicht sicher bin, ob ich es mir nur einbilde: manchmal kommt es mir so vor, als empfände ich Töne greller und lauter. Gerade das Klavier klingt irgendwie unnormal für mich, so als würde man an einer Stereoanlage den Treble-Fader hochdrehen. Ob das Richtung Hyperakusis geht? Aber wie gesagt, HNO-Untersuchungen waren ohne Auffälligkeit.

Ich weiß letztlich auch nicht, wieviel da die Psyche und die Ängste mit reinspielen. Lustig ist, dass die anderen Beschwerden in letzter Zeit fast weg sind und ich mich nun eher auf den Tinnitus zu konzentrieren scheine. Leider gab es in den letzten Tagen am besagten Ohr zusätzlich zu diesem leisen "E-Ton" noch ein paar sehr hochfrequente Geräusche, die mich jedes Mal total in Panik versetzen, die dann aber glücklicherweise wieder weg gingen. Jedes Mal hab ich danach sofort eine Gingium-Tablette genommen für die bessere Durchblutung, auch wenn man sich nicht einig ist, ob die überhaupt etwas bringen.

Ich hoffe nur, das geht alles wieder weg, auch wenn ich anscheinend noch spärlich davon gekommen bin mit dem sehr leisen Ton, der oftmals gar nicht da ist und nur, wenn ich ihn "triggere". Manchmal aber dann doch.
 
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12.05.11
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Ich kann vieles nachvollziehen, was du schreibst. Der "Rausche"-Muskel (musculus stapedius) hat exakt die Funktion, die du beschreibst, nämlich das Ohr per Reflex vor Krach zu schützen, daher ist es erwartbar, daß du leiser hörst, während du ihn anspannst. Ich spanne ihn auch beim Gähnen meist unwillkürlich mit an und höre dann auch dieses Rauschen oder Flattern. Auch bei mir ist es so, daß währenddessen ein melodiöser Tinnitus-Ton zu hören sein kann, den ich sonst nur morgens höre, wenn ich nachts falsch mit den Zähnen geknirscht habe, d.h. bei mir ist der Tinnitus eine Folge von Muskel(ver)spannungen oder Streß im Kiefergelenk. Sonst höre ich den Ton selten bis nie, aber vor einigen Jahren war er deutlich präsenter, damals auch oft als Wechselton in einem bestimmten Intervall (Terz?). Er ist glücklicherweise nicht unangenehm, weil er deutlich tiefer ist als dein Ton. Ich kann aber leider nicht sagen, was der Grund dafür ist, daß dieser Ton bzw. diese Töne sich wieder weitestgehend verloren haben. Direkt therapiert habe ich ihn nicht, ihn allerdings auch nicht besonders wichtig genommen.

Ich bin mir relativ sicher, daß es Töne im Ohr aus verschiedenen Gründen gibt, nicht immer müssen Hörzellen defekt sein. Wenn du den Eindruck hast, daß bei dir Angst/Stress/Anspannung eine Rolle spielen, dann solltest du auch die Kaumuskulatur (nicht nur Masseter, auch Schläfen, auch Kopfhaut!) mal durchchecken, weil sich dort solche Anspannung festsetzen kann, und das dann wieder aufs Ohr schlagen kann. Das ist angeblich auch ein Fall für bestimmte Persönlichkeitstypen, so für die Perfektionisten und Introvertierten, die ihren Streß per Zubeißen und Knirschen abarbeiten -- mit möglichen Folgen für das ganze System Nacken -- Kiefer -- Ohr -- CMD -- Kopfschmerzen etc.

Und auch hier gilt: mit dem Älterwerden verliert das System Kompensationsfähigkeit, d. h. was der Körper an Fehlbenutzung früher weggesteckt hatte, wird irgendwann zu einem Symptom. Das umzudrehen fordert ein Ansetzen weit unten in der Ursachenpyramide und ist nicht leicht.
 

Sternenlicht

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16.01.21
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Ich möchte noch einmal darauf verweisen, Sternenlicht, wie wahrscheinlich ist es, dass deine Krankheit(en) und auch Ängste und Sorgen darum, kurz nach Beginn des Studiums angefangen haben, ohne dass es da überhaupt einen Zusammenhang geben mag? Jetzt, nach gut 10 Jahren Studium, wenn ich das richtig verstanden habe, und praktisch am Ende des Studiums, sprichst du von Schwermetallbelastungen, Störungen der Mitochondrien und verschiedenen anderen (Ur-)Sachen. Kann man machen, klar. Aber auf Verdacht und Vermutung hin eine Entgiftung? Halte ich zumindest auch für frag-würdig, wie es hier auch schon von anderer Seite gebracht wurde.

Das heißt, du siehst hier psychosoziale Ursachen? Sprich, in Relation mit dem begonnenen Studium?
 
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26.07.09
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.... ich hatte ja (auch) eine Frage gestellt, allgemein:
... wie wahrscheinlich ist es, dass deine Krankheit(en) und auch Ängste und Sorgen darum, kurz nach Beginn des Studiums angefangen haben, ohne dass es da überhaupt einen Zusammenhang geben mag?
Erst einmal als Hinweis, auch an andere, die mitschreiben.

Von besonders viel Stress hast du nicht unbedingt geschrieben, kann natürlich auch sein. Mit nur einem Fach zu Anfang, wie beschrieben, dürfte es im Vergleich zu anderen relativ wenig stressig gewesen sein. Vielleicht. Ich hatte auch mal gefragt, ob du da weiter in deiner Heimatstadt warst, oder woanders, mit eigenem WG-Zimmer, eigener Wohnung, wie auch immer. Ob und wie es da Zusammenhänge geben mag, lässt sich so (leicht und schnell) kaum sagen.
 

Sternenlicht

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16.01.21
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.... ich hatte ja (auch) eine Frage gestellt, allgemein:

Erst einmal als Hinweis, auch an andere, die mitschreiben.

Von besonders viel Stress hast du nicht unbedingt geschrieben, kann natürlich auch sein. Mit nur einem Fach zu Anfang, wie beschrieben, dürfte es im Vergleich zu anderen relativ wenig stressig gewesen sein. Vielleicht. Ich hatte auch mal gefragt, ob du da weiter in deiner Heimatstadt warst, oder woanders, mit eigenem WG-Zimmer, eigener Wohnung, wie auch immer. Ob und wie es da Zusammenhänge geben mag, lässt sich so (leicht und schnell) kaum sagen.

Der Stress war am Anfang nicht so sehr gegeben wie jetzt, das stimmt. Wobei ich natürlich sagen muss, ich schon seit jeher ein sehr schlechtes Stress-Management habe und mich Dinge sehr schnell stressen. Egal was. Das ist ein großes Manko. Fehlende Stressresilienz.

Ich war zu Beginn des Studiums fast regelmäßig an den Wochenenden zuhause und bin dann nur unter der Woche in die Studienstadt gefahren, ja. Das hat sich mit der Zeit dann aber etwas verloren, auch, als ich in der Studienstadt mit der Zeit auch Kontakte kennengelernt hatte.

WG hatte ich nie, ich hatte von Anfang an eine eigene kleine Bude.
 

Sternenlicht

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Hallo,

ich möchte die Aufmerksamkeit noch einmal darauf lenken, das ist die aktuellste Untersuchung, die ich momentan habe:



Besteht da eurer Meinung nach Handlungsbedarf? Laut den "Cutler-Jüngern" seien die Werte viel zu niedrig (obwohl sie ja messtechnisch noch grade noch so im grünen Bereich wären). Sie empfahlen mir, die Nebenniere zu stärken.

Seht ihr das auch so? Falls ja, wie stärkt man die denn am Besten?

Ich muss dazu sagen, Cortisol-Bestimmung wurde ja im September schon mal gemacht, auch damals hatte man den Verdacht, dass meine Beschwerden aufgrund von anhaltendem Stress verursacht sind, was sich dann mit einer NN-Erschöpfung zeigt. Eventuell sollte ich diese Spur doch mal weiterverfolgen.
 

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