bleibender Zinkmangel - wie weiter vorgehen - Morbus Wilson

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Hallo liebe Forenmitglieder,

Ich möchte gleich vorweg nehmen es ist keine allgemeine Frage wie ich Morbus Wilson diagnostiziere. Das hab ich hier im Forum schon nachgelesen.

Aber zuerst einmal meine Geschichte:

Diagnostizierte Krankheiten:
Hashimoto
Lipödem
KPU


Schilddrüse ist soweit gut eingestellt. Betreffend Lipödem hab ich mich operieren lassen - Mein starkes Übergewicht bekomme ich immer besser in den Griff, ich bin aber noch immer übergewichtig.

Ich hatte auch diverse Vitamin und Mineralstoffmängel die ich schön langsam anfange in den Griff zu bekommen.

Im Sommer letzten Jahres waren dies unter anderem Vit D, Eisen, B12, Zink, Kupfer. (Mineralstoffe wurden im Vollblut gemessen, bei Eisen auch der Ferritinwert)

B6 und Mangan sind im Normalbereich

Ich nahm für alle diese Mängel NEMs ein (inkl ihren Begleitern wie K2, Magnesium, B12 Komplex etc).

Vitamin D, Eisen und B12 habe ich soweit gut aufgefüllt.

Im Dezember kam dann noch ein Mangel an Chrom und Q10 dazu (wurde erstmals getestet) Kupfer war im Normalbereich ebenso weiterhin B6 und Mangan.

ZINK war im Dezember weiterhin im tiefsten Keller. und das ist auch der Grund warum ich schreibe.

Ich nehme seit 1 Jahr Zink - angefangen mit 15 mg. Während meiner OPs im April/Mai 2017 nahm ich 30mg danach wieder 15 mg. Im Juli 2017 wurden dann die KPU und der gravierende Zinkmangel festgestellt (im Vollblut 5,3 mg/l Referenzwert 7,3-7,7). Ich fing (neben den anderen NEMS) an einen Monat Zink mit 60mg aufzufüllen, danach sollte ich wieder auf 30mg zurück. Der Test im Dezember gab keine großartige Besserung Wert im Vollblut von 5,9 mg/l (Referenzwert 7,3-7,7).

Ich dachte mich Ok vl waren zu viel Gegenspieler vorhanden da ich Eisen und Kupfer auch supplementiert habe (jedoch nahm ich die NEMs nie gemeinsam ein immer mit viel Abstand). Also haben wir uns seit Dezember auf Zink fokussiert und mit 60mg täglich (30mg in der früh nüchtern, 30mg am Abend 30-60 Minuten vorm Abendessen) aufgefüllt.

Ich ernähre mich seit September nach Aip wegen verdacht auf leaky-gut. Daher waren auch keine wie Phytinsäure in meiner Ernährung. Kein Alkohol, kein Kaffe, kein schwarz- oder Grüntee. Ich hab so gut wie möglich darauf geachtet Zink nüchtern zu nehmen.

Ergebnis nach ca 2 Monaten Zink im Vollblut von 6 mg/l (Referenzbereich 7,3-7,7) - also wirklich gar keine Verbesserung trotz Dosissteigerung.

Ich hab mich also auf die Suche gemacht, nach anderen Ursachen und bin auf dieses Forum gestoßen.

Habe einiges an Infos und weiterführende Test gefunden:

1. Zink responde test: wurde bei mir nicht gemacht - Keine Ahnung ob dies jetzt noch Sinn macht wenn ich Zink so hoch supplementiert hab und wie ich hier am besten vorgehe

2. Albuminmangel und Entzündungsstatus:

Albumin ist bei mir im Normalbereich 4,3 g/dl (Referenz 3,5-5,5)

CRP Wert war bei mir historisch immer leicht erhöht... 2016: 1 mg/dl und 1,3 mg/dl (Referenzbereich <0,5) - Juli 2017 0,71 mg/dl (Referenzbereich <0,6) und jetzt im Dezember habe ich dies geschafft wohl durch Ernährung und Darmsanierung CRP auf 0,35 mg/dl zu senken (Referenzbereich <0,6) und das erste mal keinen erhöhten CRP mehr.

3. B6 Status:

B6 im Vollblut war immer im Normalbereich Juli 2017 17,1 μg/l (Referenzbereich 5-30) und jetzt im Februar 19,3 μg/l (Referenzbereich 5-30).

4. Niereninsuffizienz, AP-Wert, Morbus Wilson

Niereninsuffizienz würde ich aufgrund der im Juli 2017 gemessenen Werte ausschließen Kreatin, Harnsäure, Glomeruläre Filtrationsrate waren alle im Normalbereich.

Ich werde die Werte aber demnächst nochmal testen lassen

Leberwerte wurden bei mir getestet aber leider nicht alle und eben auch nicht der AP Wert.

GOT 16 U/l (<35)
GPT 15 U/l (<45)
Bilirubin gesamt 0,2 mg/dl (bis 1,1)
GGT 12 U/l (<35)

es fehlt halt AP, GLDH, CHE und LDH - Ich möchte die Leberwerte demnächst wieder testen lassen und diese Parameter dazu nehmen.

Ich würde auch gerne auf Morbus Wilson testen, weil irgend einen Grund muss es ja geben warum dieses Zink so gar nicht ansteigt. Ich kann mir nicht vorstellen das es alleine von der KPU bedingt sein kann das sich hier gar nichts tut.

Letztendlich zu meinem eigentlichen Problem. Wie kann ich dies jetzt am besten bewerkstelligen die Parameter für Morbus Wilson zu testen wenn ich schon so lange und so hoch Zink supplementiert habe?

AP, Coeruloplasmin und freies Kupfer im Serum werden dadurch doch verfälscht oder?


Leider wurde Kupfer im Serum nie getestet - erst mit den Vollblutanalysen da war Kupfer im Juli 2017 auf 1,01 mg/l (Referenzwert 1,1-1
2) wurde dann supplementiert und ist dann auf 0,97 mg/l (Referenzbereich 0,85-1,05) ab da haben wirs dann wieder gelassen mit der Supplementation.

wenn mans genau nimmt eigentlich nur wegen dem geänderten Referenzbereich die erste Analyse im Sommer war wohl noch nach altem.

Ich weiß jetzt aufjedenfall nicht weiter wie ich Morbus Wilson testen kann oder was noch die Ursache sein kann warum ich Zink nicht in den Griff bekomme.

Vielleicht hat hier ja wer Erfahrungswerte.

Sorry für die lange Erklärung.

Danke und LG
Sandra
 
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Hallo liebe Forenmitglieder,

Ich möchte gleich vorweg nehmen es ist keine allgemeine Frage wie ich Morbus Wilson diagnostiziere oder ähnliches. Das hab ich hier im Forum schon nachgelesen.

Aber zuerst einmal meine Geschichte:

Diagnostizierte Krankheiten:
Hashimoto
Lipödem
KPU


Schilddrüse ist soweit gut eingestellt. Betreffend Lipödem hab ich mich operieren lassen - Mein starkes Übergewicht bekomme ich immer besser in den Griff, ich bin aber noch immer übergewichtig.

Ich hatte auch diverse Vitamin und Mineralstoffmängel die ich schön langsam anfange in den Griff zu bekommen.

m Sommer letzten Jahres waren dies unter anderem Vit D, Eisen, B12, Zink, Kupfer. (Mineralstoffe wurden im Vollblut gemessen, bei Eisen auch der Ferritinwert)

B6 und Mangan sind im Normalbereich (bei jeder Untersuchung im Vollblut bislang)

Ich nahm für alle diese Mängel NEMs ein (inkl ihren Begleitern wie K2, Magnesium, B12 Komplex etc).

Vitamin D, Eisen und B12 habe ich soweit gut aufgefüllt.

Im Dezember kam dann noch ein Mangel an Chrom und Q10 dazu (wurde erstmals getestet) Kupfer war im Normalbereich ebenso weiterhin B6 und Mangan.

ZINK war im Dezember weiterhin im tiefsten Keller. und das ist auch der Grund warum ich schreibe.

Ich nehme seit 1 Jahr Zink - angefangen mit 15 mg. Während meiner OPs im April/Mai 2017 nahm ich 30mg danach wieder 15 mg. Im Juli 2017 wurden dann die KPU und der gravierende Zinkmangel festgestellt (im Vollblut 5,3 mg/l Referenzwert 7,3-7,7). Ich fing (neben den anderen NEMS) an einen Monat Zink mit 60mg aufzufüllen, danach sollte ich wieder auf 30mg zurück. Der Test im Dezember gab keine großartige Besserung Wert im Vollblut von 5,9 mg/l (Referenzwert 7,3-7,7).

Ich dachte mich Ok vl waren zu viel Gegenspieler vorhanden da ich Eisen und Kupfer auch supplementiert habe (jedoch nahm ich die NEMs nie gemeinsam ein immer mit viel Abstand). Also haben wir uns seit Dezember auf Zink fokussiert und mit 60mg täglich (30mg in der früh nüchtern, 30mg am Abend 30-60 Minuten vorm Abendessen) aufgefüllt.

Ich ernähre mich seit September nach Aip wegen verdacht auf leaky-gut. Daher waren auch keine wie Phytinsäure in meiner Ernährung. Kein Alkohol, kein Kaffe, kein schwarz- oder Grüntee. Ich hab so gut wie möglich darauf geachtet Zink nüchtern zu nehmen.

Ergebnis nach ca 2 Monaten Zink im Vollblut von 6 mg/l (Referenzbereich 7,3-7,7) - also wirklich gar keine Verbesserung trotz Dosissteigerung.

Ich hab mich also auf die Suche gemacht, nach anderen Ursachen und bin auf dieses Forum gestoßen.

Habe einiges an Infos und weiterführende Test gefunden:

1. Zink responde test: wurde bei mir nicht gemacht - Keine Ahnung ob dies jetzt noch Sinn macht wenn ich Zink so hoch supplementiert hab und wie ich hier am besten vorgehe

2. Albuminmangel und Entzündungsstatus:

Albumin ist bei mir im Normalbereich 4,3 g/dl (Referenz 3,5-5,5)

CRP Wert war bei mir historisch immer leicht erhöht... 2016: 1 mg/dl und 1,3 mg/dl (Referenzbereich <0,5) - Juli 2017 0,71 mg/dl (Referenzbereich <0,6) und jetzt im Dezember habe ich dies geschafft wohl durch Ernährung und Darmsanierung CRP auf 0,35 mg/dl zu senken (Referenzbereich <0,6) und das erste mal keinen erhöhten CRP mehr.

3. B6 Status:

B6 im Vollblut war immer im Normalbereich Juli 2017 17,1 μg/l (Referenzbereich 5-30) und jetzt im Februar 19,3 μg/l (Referenzbereich 5-30).

4. Niereninsuffizienz, AP-Wert, Morbus Wilson

Niereninsuffizienz würde ich aufgrund der im Juli 2017 gemessenen Werte ausschließen Kreatin, Harnsäure, Glomeruläre Filtrationsrate waren alle im Normalbereich.

Ich werde die Werte aber demnächst nochmal testen lassen

Leberwerte wurden bei mir getestet aber leider nicht alle und eben auch nicht der AP Wert.

GOT 16 U/l (<35)
GPT 15 U/l (<45)
Bilirubin gesamt 0,2 mg/dl (bis 1,1)
GGT 12 U/l (<35)

es fehlt halt AP, GLDH, CHE und LDH - Ich möchte die Leberwerte demnächst wieder testen lassen und diese Parameter dazu nehmen.

Ich würde auch gerne auf Morbus Wilson testen, weil irgend einen Grund muss es ja geben warum dieses Zink so gar nicht ansteigt. Ich kann mir nicht vorstellen das es alleine von der KPU bedingt sein kann das sich hier gar nichts tut.

Letztendlich zu meinem eigentlichen Problem. Wie kann ich dies jetzt am besten bewerkstelligen die Parameter für Morbus Wilson zu testen wenn ich schon so lange und so hoch Zink supplementiert habe?

AP, Coeruloplasmin und freies Kupfer im Serum werden dadurch doch verfälscht oder?


Leider wurde Kupfer im Serum nie getestet - erst mit den Vollblutanalysen da war Kupfer im Juli 2017 auf 1,01 mg/l (Referenzwert 1,1-1
2) wurde dann supplementiert und ist dann auf 0,97 mg/l (Referenzbereich 0,85-1,05) ab da haben wirs dann wieder gelassen mit der Supplementation.

wenn mans genau nimmt eigentlich nur wegen dem geänderten Referenzbereich die erste Analyse im Sommer war wohl noch nach altem.


Vielleicht hat hier ja wer Erfahrungswerte wie man mit so einen hartnäckigen Zinkmangel umgehen kann.

Sorry für die lange Erklärung.

Danke und LG
Sandra


P.S.: Zinkpräperat habe ich zwischenzeitlich auch schon gewechselt von Zink Glycinat Chelat auf Zinkcitrat. Hatte auch keine steigernde Wirkung.
 
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Hallo Sandra,

wurde der Zink-Vollblutwert auch einmal mit dem zugleich gemessenen Hämatokrit-Wert in Beziehung gesetzt? Das Hämatokrit gibt den Zellanteil im Blut an. Ist der Zellanteil niedrig, ergibt das automatisch niedrige Zink-Vollblutwerte, obwohl die vorhanden Zellen optimal mit Zink gesättigt sind.
In diesem Fall hat man dann nur einen scheinbaren Mangel, tatsächlich ist aber alles in Ordnung.

Wenn ich das in diesem Thread...
https://www.symptome.ch/vbboard/nahrungsergaenzung/16668-vollblutanalysen-haematokrit-korrektur.html
... richtig verstanden habe, bedeuten Hämatokrit-Werte unter 42%, dass der Zink-Wert im Vollblut schlechter dargestellt ist, als er eigentlich ist.


Gruß
Hans
 
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Hallo Hans,

Danke für den Input... wird bei bio vis gemacht und ich hab eigentlich immer die werte die unter "Vollblutmineranalyse parameter blutbild adaptiert " stehen herangezogen... ist dies schon der korrigierte wert?

Hämatokrit wurde ebenso gemessen und war 0,43 l/l (referenzbereich 0.34-0.44).

Bei der Messung davor war er 0.39.
 
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wird bei bio vis gemacht und ich hab eigentlich immer die werte die unter "Vollblutmineranalyse parameter blutbild adaptiert " stehen herangezogen... ist dies schon der korrigierte wert?
Ich weiß es nicht - könnte sein.
Ich kenne es nur so, dass dann zwei Werte angegben werden, einmal der pure Vollblut-Wert und dann zusätzlich noch der Hämatokrit- korrigierte/korrelierte.
Bio vis kann das sicher aufklären.
Bei ganzimmun sieht das so aus:
https://www.ganzimmun.de/service/befunde/?get_file=1399

Hämatokrit wurde ebenso gemessen und war 0,43 l/l (referenzbereich 0.34-0.44).

Bei der Messung davor war er 0.39.
l/l, ist Maßeinheit richtig? Tippfehler? Sie ergibt keinen Sinn. Bei mir wird da ein Prozent-Wert angegeben. Aber es scheint da wohl bezgl des Normwerts von Labor zu Labor Unterschiede zu geben.
 
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Hallo Hans

Nein war kein Tippfehler - steht so im Befund :D

Aber kommt ja im Endeffekt aufs selbe - 0,43 von einem Ganzen (l/l Liter/Liter würde ich jedenfalls als ein ganzes interpretieren) sind 43% :bang:

Ich werde beim Labor nachfragen wie die Blutbild adaptierten Werte ermittelt werden - aber ich gehe davon aus das es ums Hämatokrit korrigiert ist.

Also befürchte ich liegt es nicht an den Messwerten.

Gibt es hier vielleicht KPU/HPUler die auch Probleme hatten das Zink aufzufüllen?

Und ist es normal das es nur am Zink hackt und B6 und Mangan sich "normal" verhalten? :confused:

LG Sandra
 
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Aber kommt ja im Endeffekt aufs selbe - 0,43 von einem Ganzen (l/l Liter/Liter würde ich jedenfalls als ein ganzes interpretieren) sind 43% :bang:
Ja, hast recht, ist mir später dann auch eingefallen:rolleyes:

Und ist es normal das es nur am Zink hackt und B6 und Mangan sich "normal" verhalten? :confused:
Das ist sehr unterschiedlich.

Öfter mangelt es m.E. am Magnesium, was wohl am schlechten B6-Stoffwechsel liegt. B6 wird zur Resorption des Magnesiums benötigt. Als mein B6-Stoffwechsel wieder rund lief, stiegen auch meine langjährig erniedrigten Serum-Magnesiumwerte.
Ich gehe davon aus, dass es sich beim Zink ähnlich verhält wie beim Magnesium:
"Vitamin B6 fördert die Zinkresorption, ein Vitamin B6 Mangel vermindert den Zinkspiegel im Blut"
Quelle: https://www.peak.ag/de/classic/peak-blog/zink-dieses-spurenelement-hat-es-in-sich


Du scheinst gute Magnesiumwerte zu haben...? Zumindest hast Du von keinem Magnesiummangel geschrieben. Dann scheint dein Körper vielleicht bevorzugt das Magnesium mit B6 zu versorgen, so dass für das Zink dann nur noch die B6-Reste übrig bleiben. Jeder Körper scheint die knappen B6-Ressourcen, genetisch bedingt, etwas anders zu verteilen.
Insofern würde ich mal klären, ob dein B6-Stoffwechsel richtig funktioniert. Hast Du mit der B6-Einnahme deutliche Verbesserungen in der Symptomatik verspürt?

Was deine B6-Werte angeht, die kann ich schwer beurteilen. Da im Vollblut gemessen hört sich das erst mal gut an, dennoch bin ich ein bissl skeptisch.
Meine Serum-B6-Werte waren, ohne Zink und B6, stark erhöht, das B6 kam nicht in die Zelle und hat sich kompensatorisch im Serum angestaut. Als der B6-Stoffwechsel rund lief sank der Serum-B6-Wert in den Normbereich.
Andere HPUler haben das nicht, die haben auch im Serum normale Werte. Auf dieses Phänomen, dass die B6-Werte niedrig, normal oder erhöht sein können, wird aber auch in der HPU-Literatur hingewiesen.
Beim Mangan gibt es auch eine hohe Spannbreite an Werten...

Bei mir lief der B6-Stoffwechsel übrigens erst dann rund, als ich ca doppelt so viel B2 wie B6 einnahm, die B6-Menge war dabei schinnbar nebensächlich. Diesen Effekt habe ich hier thematisiert:
https://www.symptome.ch/vbboard/kry...topfungs-vitamin-b2-reinigungs-hypothese.html

Vielleicht bewirkt das dieses Einnahmeverhältnis bei Dir ja auch was positives? Wie ich in dem Thread schrieb, konnte ich die positive Wirkung gut an einem steigenden AP-Wert ablesen. Die AP ist auch ein Leberwert und sie ist auch wichtig für den B6-Stoffwechsel.

Nochmal zur Leber, sie spielt ja eine wichtige Rolle im B6-Stoffwechsel. Du bist/warst ja übergewichtig, da liegt natürlich der Verdacht nahe, dass Du (immer noch) eine Fettleber hast. Die verschwindet ja nicht durch die Operation. Eine Fettleber behindert auch stark den Stoffwechsel, das könnte evtl. mit ein Grund dafür sein, dass es B6(?)/Zink noch nicht wie gewünscht funktionieren. Wurde eine Fettleber schon mal abgeklärt oder angegangen?

Gruß
Hans
 
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Hallo Hans,

Danke für die ausführliche Antwort.

Jetzt hab ich schon so viel zu HPU/KPU gelesen und trotzdem bleibt es etwas kompliziert :).

Aufjedenfall hab ich mich selbst schon ein bisschen beruhigt, weil ich herausgefunden hab das mein Labor sehr enge und hohe Referenzwerte für Zink hernimmt... 7,3-7,6 mg/l ist schon sehr hoch wenn man es mit anderen Laboren vergleich die 4,7-6,5 mg/l oder 4-7,5 mg/l als Referenz heranziehen.. Wenn ich meinen Wert mit den Referenzwerten in Vergleich setze sieht er eigentlich gar nicht so schlecht aus...

Ich werde das vl auch gleich nochmal mit dem Labor und meiner Ärztin besprechen.

Mein Magnesium im Vollblut ist derzeit im unteren Normalbereich, ich hab mir hier auch schon mal gedacht, dass dies zu wenig sein könnte da man es ja wirklich für viele Vitamine zum verstoffwecheln braucht. Ich werde dies auch mit meiner Ärztin besprechen.

B6 und B2 nehme ich derzeit nur im einem B-Komplex ein, dort ist das Verhältnis von B2 zu B6 1:1.

Wobei ich demnächst anfange mit der Jod-Therapie, da werde ich dann vermehrt B2 einnehmen. Ich werde beobachten ob mir das gut tut :)

Im Sommer waren meine Leberwerte top. Im Ultraschall hat man leider nicht so viel gesehen wegen Darmgasüberlagerungen. Ich werde meine Leberwerte nächste Woche nochmal testen, da ist dann auch der AP Wert dabei.

Ich würde jedenfalls eine Fettleber auch nicht ausschließen. Ich hab es seid den OPs geschafft einiges abzunehmen und bin nun um wieder fast 15 kg leichter aber leider immer noch Übergewichtig. Und die Leber erholt sich sicher nicht von heute auf morgen ;)

Danke dir jedenfalls für deinen Input, war sehr Hilfreich für mich... und ich kann mich wieder ein bisschen mehr vom Thema Morbus Wilson distanzieren :)

LG
Sandra
 
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Hallo,

die Angst mit Morbus Wilson hatte ich auch. Es gibt den REC Marker den man im Labor machen kann. Musst du mal googlen das ist ein spezielles Labor. Der REC Marker ist wohl ein Genmarker für Morbus Wilson. So spart man sich einiges an Untersuchungen wenn man eh das Gefühl hat es ist nicht unbedingt Morbus Wilson.

Wieviel P5P nimmst du denn?

Wegen des Zinkmangels habe ich das gleiche Problem.

LG Sturmfee
 
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20.09.14
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Hallo Sandra,
Aufjedenfall hab ich mich selbst schon ein bisschen beruhigt, weil ich herausgefunden hab das mein Labor sehr enge und hohe Referenzwerte für Zink hernimmt..
Vielleicht kannst Du das Zink ja irgendwann mal mit einem anderen Labor messen lassen.

Mein Magnesium im Vollblut ist derzeit im unteren Normalbereich, ich hab mir hier auch schon mal gedacht, dass dies zu wenig sein könnte da man es ja wirklich für viele Vitamine zum verstoffwecheln braucht.
Meine Magnesium-Vollblutwerte waren wärend meiner akuten Phase auch jahrelang erst nur im Vollblut im unteren Normdrittel, dann sanken auch die Serum-Werte ins untere Normdrittel. Die Magnesiummangelbeschwerden waren da schon deutlich zu spüren. Insofern sieht dein Magnesium-Wert für mich auch wie ein Mangel aus.

Wobei ich demnächst anfange mit der Jod-Therapie, da werde ich dann vermehrt B2 einnehmen. Ich werde beobachten ob mir das gut tut :)
Jod nehme ich auch ein bissl. Was das B2 betrifft, es hat bei mir mehrere Monate gedauert bis sich das dann auf Symptome und Blutwerte ausgewirkt hat. Da sollte man also m.E. nicht zu früh aufgeben.

Ich würde jedenfalls eine Fettleber auch nicht ausschließen. Ich hab es seid den OPs geschafft einiges abzunehmen und bin nun um wieder fast 15 kg leichter aber leider immer noch Übergewichtig. Und die Leber erholt sich sicher nicht von heute auf morgen ;)
Es gibt einen "Fatty Liver Index", damit kann man die Wahrscheinlichkeit einer Fettleber abschätzen: Fatty Liver Index (FLI)

Völlig ausschließen kann man eine Fettleber damit wohl nur, wenn man absolute Top-Werte hat - wenn dieser Index aber im Verlauf der Zeit sinkt, sieht man immerhin, dass man mit seiner Anti-Fettleber-Strategie auf dem richtigen Weg ist.
Es gibt, neben den B-Vitamien, aber auch andere Nährstoffe, die für den Fettabbau in der Leber sehr wichtig sind, bzw. sie dabei unterstützen. Dabei denke ich z.B. an das Cholin.

Als ich bei mir Ketone Diäten durchführte, war das anscheinend sehr belastend für die Leber, meine AP ging dabei in den Keller und viele meiner B2/B6-Mangelsymptome kamen wieder. Bei normalen Diäten hatte ich nicht dieses Problem. Insofern wäre ich, was ketone Diäten angeht, vorsichtig - sofern Du die machst.

Es freut mich, dass ich Dir helfen konnte. Viel Erfolg weiterhin!

:wave:
Hans
 
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