Immer wiederkehrende Magenprobleme

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21.06.20
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Seit über 30 Jahren leide ich unter wiederkehrenden Magen- und Darmproblemen, auch mit Blutungen. Ich bin mittlerweile 60 Jahre alt. Ich hatte drei Magen- und Darmspiegelungen. Die letzte Magenspiegelung war vor zwei Jahren und erbrachte den Befund leichte Speiseröhrenentzündung. Ansonsten gab es keine krankhaften Veränderungen.

Früher hatte ich öfters Durchfall, jetzt eher häufiger Stuhl, also mehr als dreimal am Tag, aber kein Durchfall.

Mittlerweile spielen die Magenbeschwerden eine größere Rolle als die Darmbeschwerden. Früher hatte ich ein- bis zweimal im Jahr Beschwerden wie Oberbauchschmerzen, starkes Sodbrennen, Aufstoßen und Erbrechen. Dieses Jahr hatte ich schon viermal starke Beschwerden und dreimal zusätzlich Erbrechen.

Zwischen diesen Schüben habe ich manchmal leichte Blähungen und leichtes Sodbrennen. Ansonsten keine Probleme.

Ein Ernährungsprotokoll führe ich schon lange. In letzter Zeit habe ich mehr Hülsenfrüchte und Tofu zu mir genommen, um den Eiweißgehalt meiner Nahrung zu erhöhen. Nach starken Blähungen habe ich das gestoppt, ebenso die anti-entzündlichen Gewürze. Ansonsten ergibt das Protokoll keine Anhaltspunkte.

Eine Laktoseintoleranz habe ich auch nicht.

Nun meine Frage:

Könnte ein Reizmagen dahinterstecken? Oder eine Magenschleimhautentzündung?

Vielen Dank für Antworten.

Widderchen
 
Zuletzt bearbeitet:
In letzter Zeit habe ich mehr Hülsenfrüchte und Tofu zu mir genommen, um den Eiweißgehalt meiner Nahrung zu erhöhen. Nach starken Blähungen habe ich das gestoppt, ebenso die anti-entzündlichen Gewürze. Ansonsten ergibt das Protokoll keine Anhaltspunkte.
Hallo Widderchen,

weißt Du denn, ob Du eine Allergie gegen Hülsenfrücht und speziell Soja hast? Soja wird ja von vielen Menschen nicht vertragen ...

Weißt Du, ob Du eine Histaminintoleranz hast? Denn damit verträgt man im allgemeinen Hülsenfrüchte und Soja auch nicht.

Grüsse,
Oregano
 
Hallo, Oregano,

vielen Dank für deine Antwort.

Hülsenfrüchte werden ja von vielen nicht gut vertragen, genauso Rohkost, Vollkornprodukte, Alkohol, Zigaretten. Die beiden letzteren Dinge genieße ich allerdings ohnehin nicht.

Mein Ernährungsrotokoll ergibt einfach nichts Richtiges. Kann ich eine Histaminintoleranz auch anders testen lassen?

Ich muss noch sagen, dass ich in letzter Zeit öfters unter Depressionen leide. Könnte das zu Magenproblemen führen?

LG

Widderchen
 
schon eine leichte Magenscheimhautentzündung kann Magenprobleme bereiten,
versuche es mal mit morgens auf nüchternen Magen mit Flohsamen im Glas Wasser aufgelösst
das gibt dem Magen einen natürlichen Schutz, 1 Löffel Leinöl morgens,
morgens Haferschleimsuppe,

Gasteo® Magentropfen lindern Bauchschmerzen, Völlegefühl, Übelkeit und andere leichte Magen-Darm-Beschwerden auf natürliche Weise, regen die Verdauung an,

kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt besser
als grosse auf einmal

Luvos Heilherde stärkt Magen und Darm
 
Ich muss noch sagen, dass ich in letzter Zeit öfters unter Depressionen leide. Könnte das zu Magenproblemen führen?
Magen-Darm-Beschwerden könnten auch ein Symptom einer Depression sein und wenn ein wenig mehr in die tiefe geschaut wird, dann könnte man sich tatsächlich auch fragen woher eine Depression kommt.

Sehr häufig liegen die Auslöser einer Depression sowie Magen/Darmprobleme in einer psychosoziale Belastung und sollte ruhig einmal in Ruhe betrachtet/rückverfolgt werden.

Denn dauerhaft anhaltender Stress erhöht leider die Anfälligkeit für eine psychische sowie auch für eine körperliche Erkrankung......

Gruß Ory
 
Hallo, Doringo,

das mit den mehr Mahlzeiten am Tag, fällt mir sehr schwer. Uns wurde doch seit längerer Zeit eingeimpft, höchstens drei Mahlzeiten zu essen, damit der Körper besser verdauen kann. Aber bei Magenproblemen ist das wohl besser, fünf Mahlzeiten zu essen.

Das vermehrte Zusichnehmen von Eiweiß in pflanzlicher Form ist wohl auch in die Hose gegangen. Manchmal ist es ziemlich frustrierend. Ich habe keinerlei ideologische oder religiöse Einschränkungen beim Essen und trotzdem klappt es nicht.

Hallo, ory,

ich habe ja eine bipolare Störung und bin daher anfälliger gegen Stimmungsschwankungen als andere. Was mir sehr nahe geht, ist etwas, was ich hier im Forum auch schon thematisiert habe, nämlich meine Stürze aus heiterem Himmel. Wieder habe ich die Lösung gesucht bei einer Neurologin. Die ist aber auch mit ihrem Latein am Ende. Ich kann es einfach nicht akzeptieren, wenn ich daran denke, was bei einem Sturz alles passieren kann. Aber es scheint neurologisch, kardiologisch, psychiatrisch und orthopädisch alles abgeklärt zu sein.

LG

Widderchen
 
wenn ich daran denke, was bei einem Sturz alles passieren kann.
Das stimmt ja auch! Weißt Du eigentlich, welche Höhe Dein Blutdruck hat, wenn es Dich einfach umhaut?

Ich finde , daß Du Dich mit dem Thema Histaminintoleranz weiter beschäftigen solltest. Denn es gibt Zusammenhänge zwischen ihr und der Depression:
...
Eine Histamin-Intoleranz kann unter anderem ein Leaky Gut-Syndrom (durchlässige Darmschleimhaut) auslösen – und umgekehrt. Bei einem Leaky Gut können Toxine und auch Histamin schneller in denBlutkreislauf gelangen und zahlreiche Beschwerden auslösen. Wenn unser Darm in seinen Funktionen eingeschränkt und geschädigt ist, kann es zudem zu Störungen und Entzündungen im Immunsystem kommen.
Das kann entweder zu weiteren Stoffwechsel-Störungen, aber auch psychischen Erkrankungen und Beschwerden führen. ...

Es ist eben blöd, daß es so schwierig ist heraus zu finden, welche Lebensmittel man verträgt und welche nicht.
Und solche Versuche, wie Du sie hinter Dir hast durch das Essen von mehr pflanzlischem Eiweiß, wirft einem eben zurück, so daß alles wieder von vorne anfängt.

Ich habe es oben schon gefragt: bist Du auf Hülsenfrüchte getestet worden?


Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
wie steht es eigentlich mit fettarmen Milchprodukten, wie Kefir, Hüttenkäse oder Magermilch? - Auch supergute Eiweißquellen!
Ich habe schon immer einen empfindlichen Magen gehabt und neige auch zu Reflux. Kefir hilft mir sehr, den Reflux unter erträglicher Kontrolle zu halten. Milch vertrage ich auch sehr gut, aber vor allem nur die Magermilch (0,3% Fett) Allgemein kriege ich Probleme bei zu fetter Kost. Aber so geht es mir und meinem Magen supergut, wenn ich die Fettmengen stark eingrenze. Außerdem habe ich Arthrose, und da soll man tierische Fette sowieso meiden, wegen der Arachidonsäure.
 
ich habe ja eine bipolare Störung und bin daher anfälliger gegen Stimmungsschwankungen als andere. Was mir sehr nahe geht, ist etwas, was ich hier im Forum auch schon thematisiert habe, nämlich meine Stürze aus heiterem Himmel.
welche Medikamente nimmst Du gegen die bibolare Krankheit ?
ich war in den 80 ziger Jahren mal länger in einem psychatrischen Krankenhaus und habe alle Formen der bibolaren Erkrankung kennengelernt,
damals bezeichntete man diese Krankheit noch als manisch-depressive Erkrankungen,
Deine Stürze könnten vielleicht auch auf eine Parkinson Erkrankung hinweisen,
das solltest Du beim Neurologen mal ausschliessen lassen,
 
@Eichhörnchen,

auch ich habe schon seit über 10 Jahren Arthrose, daher auch der Versuch einer anti-entzündlichen Ernährung.

Milch selbst schmeckt mir nicht, nur Milchprodukte und Käse. Kefir kann ich mal probieren.

Für mich ist mittlerweile mein Magen wichtiger als die ganzen üblichen Ernährungstipps.

@Wolfwoman

Meine Blutergebnisse bzgl. Leber sind immer normal. Wegen der Galle muss ich mal meinen Hausarzt fragen.

@Doringo

Ich nehme 450 mg Lithium und 50 mg Quetiapin unretardiert zum Einschlafen.

Ich habe mittlerweile alles durch an Untersuchungen, neurologisch, orthopädisch, kardiologisch, psychiatrisch. Meine letzte Neurologie war auch ratlos. Du kannst ja gerne mal in meinem anderen Thread stöbern.

Stürze aus heiterem Himmel

LG

Widderchen
 
@Mara1963

Ja, aber doch nicht nur ein- bis zweimal im Monat, oder? Müssten die Nebenwirkungen von Medikamenten nicht häufiger sein?

LG

Widderchen
 
Ich nehme 450 mg Lithium und 50 mg Quetiapin unretardiert zum Einschlafen.

Ich habe mittlerweile alles durch an Untersuchungen, neurologisch, orthopädisch, kardiologisch, psychiatrisch. Meine letzte Neurologie war auch ratlos. Du kannst ja gerne mal in meinem anderen Thread stöbern.
Quetiapin kann bei längerfristiger Einnahme zu Schwindel führen
alle diese Psychopharmaka haben nach längerfristiger Einnahme Nebenwirkungen
sie können die Schleimhäute in Magen und Darm austrocknen und so Magen und Darmprobleme und Gewichtszunahme verursachen

Ärzte sind oft ratlos wenn die Werte stimmen aber man trotzdem krank ist
meistens ist man dann schon chronisch krank

gestern erst wieder konnte man in der Sendung Visite sehen sehen wie ratlos Ärzte sein können
wo ein Patient auch immer schwindlig wurde und kein Arzt konnte etwas feststellen
bis ein Endokrinologe einen gutartigen Tumor an der Hirnanhangsdrüse feststellte
 
@Doringo

Bitte schau in meinen Thread, den ich dir in #11 verlinkt habe. Da steht drin, was ich schon alles untersuchen ließ und dass es mir nie schwindelig war. Auch Hormonspezialist habe ich durch.

LG

Widderchen
 
Hallo Widderchen,

entschuldige, falls ich nicht alles parat habe, was Du schon geschrieben hast. Ich habe Quetiapin eben nachgeschlagen und fand dabei auch dies
Ohnmachts- und Krampfanfälle

Du schreibst ja auch
Auch eine Bewußtlosigkeit konnte ich nicht feststellen. Aber vielleicht war sie auch ganz kurz.

Ärzte mögen sich manches Mal nicht gern mit möglichen Nebenwirkungen befassen, insofern müsste der Anstoß da dann eher vom Patienten kommen.
 
@Kate

mit dem Anstoß hast du sicher Recht. Allerdings war bei meinen immensen Schlafstörungen (ich habe gar nicht mehr geschlafen, war mehrmals im Schlaflabor) Quetiapin in sehr, sehr geringer Dosis (50 mg) mein letzter Strohhalm. Schlafhygiene oder pflanzliche Mittel haben alle nicht geholfen, auch bestimmte Anti-Depressiva zum Schlafen nicht. Mittel wie Benzodiazepine wollte ich nicht nehmen. Mit Quetiapin habe ich auch ein Mittel, das ich hochdosieren kann, wenn ich phasig bin. Das zu verlieren, würde mich wohl wieder an den Punkt bringen, nicht mehr schlafen zu können.

LG

Widderchen
 
Ich weiss nicht, ob du bei deinen Krankheiten Gaba oder das Hormon Progesteron nehmen darfst? Oder versucht hast.
Mir hilft auch Passiflora, Ashwaganda oder Rhodiola etwas, die haben irgendwie mit Gaba zu tun, auch Zitronenmelisse. Vll. Magst Du dir abends mal 1-2 Tassen Tee gönnen mit Zitronenmelisse und Pfefferminze?
Minze bzw. Minzöl ist auch gut für den Magen. Mir hilft es ein wenig, wenn der Magen drückt.

Ich leide auch oft unter Schlafstörungen. Fing mit meiner Angststörung vor 30 Jahren an und kam jetzt mit den Wechseljahren stärker wieder.
Echt ätzend, weil oft das Gedankenkarussell mit fährt.
 
vielleicht ist es möglich Widderchen, dass du mit der Zeit die Medikamente reduzieren kannst und du dich dann wieder besser fühlen darfst?
Wenns dir besser geht und in Absprache mit deinem Arzt meine ich.

Hier ist ein Artikel von Rene Gräber, wie du mit Probiotika deine Psyche stärken kannst, wie Darm und Hirn zusammen harmonieren:

und hier noch ein Artikel von Zentrum der Gesundheit, was du unterstützend tun kannst bei einer bipolaren Störung:

Vielleicht kann dir was unterstützend helfen.

Für den Magen finde ich Bitterstoffe wichtig, falls du mit der Nahrung zu wenige zu dir nimmst, dann in Tropfenform. Der Magen beruhigt sich mit der Zeit dann und es fühlt sich einfach wohler an.
 
Hallo Widderchen
Allerdings war bei meinen immensen Schlafstörungen (ich habe gar nicht mehr geschlafen, war mehrmals im Schlaflabor) Quetiapin in sehr, sehr geringer Dosis (50 mg) mein letzter Strohhalm.
das verstehe ich. Nur ist - bedauerlicherweise - vielleicht die Sturzgefahr dennoch eine Nebenwirkung davon und diese These (Wissen wäre ja im Moment zuviel gesagt) müsste in die Nutzen-Risiko-Abwägung einfließen, die nur Du letztlich machen kannst.

Es nur punktuell zu nutzen in diesen Situationen
Mit Quetiapin habe ich auch ein Mittel, das ich hochdosieren kann, wenn ich phasig bin.
könnte ja - nur so ein Gedanke - die Ausprägung der Sturzneigung vielleicht ändern? Weil es sich dabei vielleicht eher um eine Langzeitnebenwirkung handelt? Schwierig, schwierig... und ich wünsche Dir alles Gute und einen Arzt, mit dem Du offen reden kannst.
 
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