Wenn essen krank macht...

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Ich habe einen interessanten Artikel in einer Zeitschrift gelesen.

Selbst gesunde Lebensmittel können einem schaden - wenn der Körper sie nicht verträgt.
Bei einigen Lebensmitteln weiss man ja von selber das einem die nicht gut tun. Wie z.B. die Milch, viele bekommen Übelkeit nach dem Genuss..
Es gibt auch versteckte Reaktionen, die man nicht unbedingt einer Lebensmittelunverträglichkeit zuorden würde. Wie z.B. chronische Schmerzen und ja auch Übergerwicht können ein Hinweis darauf sein. Manchmal entstehen auch Reaktionen erst Tage später. Wer ahnt schon einen Zusammenhang, wenn man z.B. Nüsse isst und ein paar Tage später Kopfschmerzen bekommt?

Man kann anhand eines Bluttests Lebensmittel bestimmen, ob sie vertragen werden oder nicht.

In dem Bericht wird von einem Test Namens ImuPro300 gesprochen, in dem 300 Nahrungsmittel untersucht werden. Nach etwa 10 Tagen bekommt man das Ergebnis mit ausführlichen Informationen und einem Rezeptbuch.
Leider muss man das selber bezahlen und ist mit 455 Euro dabei.

Kennt jemand diesen Test und kann berichten?

VG
himmelsengel
 
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Jetzt ist mir wieder ein Bericht darüber in die Hände gefallen und ich bin hin- und hergerissen, ob ich den Test einfach mal machen lassen soll.

Sicher schreckt mich der Preis ab, aber bei mir ist jetzt schon so viel untersucht worden, immer ohne Befund und hier kommt mit Sicherheit was bei raus.

Hatte auch vor einem Jahr meinen Arzt darauf angesprochen, der aber dann meinte, dies wäre nur eine Momentaufnahme... diese Reaktionen im Blut können sich ständig ändern und habe dann wieder davon abgelassen.

Sicherlich habe ich sogar Angst davor, was alles an Unverträglichkeiten dabei rauskommen können... diese Listen können sehr lang sein. Macht man sich dann nicht wieder verrückt, wenn man eine Liste evtl. von sagen wir mal als Beispiel ca.50 Unverträglichkeiten hat? Denn dann kann man ja fast nix mehr essen. Ich würde dann bestimmt bei jeden Bissen, den ich zu mir nehme (vor allem, wenn man aus essen geht) fragen, was das drin ist und ob man das verträgt.

Leider hat wohl bisher noch keiner diesen Test hier machen lassen... Erfahrungen würden mich schon sehr interessieren, ob das nicht doch wieder nur rasgeworfenes Geld ist und eigentlich nur der Anbieter daran verdient :?

LG
himmelsengel
 

Malve

Hallo himmelsengel,

Einiges zum Thema Lebensmittelunverträglichkeitstests findest Du unter der Überschrift "Autoimmunerkrankung", vielleicht hilft es Dir weiter. Der Test, den Du ansprichst, scheint mit dem IgG4-Test identisch zu sein.

Es geht um meine eigenen Erfahrungen damit...

Liebe Grüße,

uma
 
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Hallo Himmelsengel
:) ,
dieser Test ist tatsächlich der Test auf IgG's. Meines Wissens bedeutet das, daß die Immunantwort auf Lebensmittel damit gemessen wird, und zwar auf die Lebensmittel, die man gegessen hat. Die, die man gemieden hat, tauchen darin nicht auf.
Je schlechter der Darm und die Darmschleimwände dran sind (leaky gut), desto mehr IgG's melden sich bei diesem Test. Letzten Endes nützt er - soviel ich weiß - gar nichts. Er verunsichert nur noch mehr, weil man dann laut Testergebnis wieder eine Menge Sachen meidet und am Ende erst recht nicht mehr weiß, was man eigentlich noch essen darf.
Ich würde sagen: investiere die 300,-- € lieber anders und besser ;)

Gruss, Uta
 
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14.05.05
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Hallo Himmelsengel
Mein Chef, er ist Arzt, hat mir diesen Test einmal angeboten, da er von meinen Problemen mit den Nahrungsmitteln weiss. Er hat ihn schon mehreren Patientinnen empfohlen und damit gute Erfolge erzielt, wie er sagt. Bei manchen kommen 70 und mehr Unverträglichkeiten heraus, diese Nahrungsmittel muß man dann unterschiedlich lange meiden, manche bis zu einem Jahr. Dazu gibt es ein Buch mit genauen Empfehlungen, was man statt der verbotenen Sachen essen soll, so eine Art Kochbuch scheinbar.
Ich habe mich gegen den Test entschieden, weil ich glaube, dass damit im Grunde wohl der Darm entlastet und vielleicht geheilt wird, aber das kann ich mit einer Mayr-Kur schneller haben. Ich kann auch nicht glauben, dass der Erfolg lange anhält. Meine unverträglichen Nahrungsmittel pendel ich schon lange aus und vermeide sie so gut es geht. Mein Allgemeinbefinden ist damit natürlich besser, aber sobald ich Diätfehler begehe, geht es wieder von vorne los. Am besten nützt bei mir immer noch der Versuch den Darm zu heilen, mit verschiedenen Tees habe ich auch schon Erfolge gehabt. Und um nur einen Versuch mit dem Test zu machen ist er mir eindeutig zu teuer.
Liebe Grüße
Gaby
 

Lukas

Erstellt von Uta

Hallo Himmelsengel
:) ,
dieser Test ist tatsächlich der Test auf IgG's. Meines Wissens bedeutet das, daß die Immunantwort auf Lebensmittel damit gemessen wird, und zwar auf die Lebensmittel, die man gegessen hat. Die, die man gemieden hat, tauchen darin nicht auf.
Je schlechter der Darm und die Darmschleimwände dran sind (leaky gut), desto mehr IgG's melden sich bei diesem Test. Letzten Endes nützt er - soviel ich weiß - gar nichts. Er verunsichert nur noch mehr, weil man dann laut Testergebnis wieder eine Menge Sachen meidet und am Ende erst recht nicht mehr weiß, was man eigentlich noch essen darf.
Ich würde sagen: investiere die 300,-- € lieber anders und besser ;)

Gruss, Uta
Hallo,

das stimmt so nicht. Ich selber habe den Test machen lassen und kann bestätigen, dass Nahrungsmittel aus allen Sparten als "nicht verträglich" getestet wurden. Einige von denen, die ich häufig gegessen habe, teils fast täglich, einige von denen, die ich eher selten gegessen habe und genauso auch viele, die ich noch nie im Leben (bewusst) zu mir genommen habe. Genauso waren auch Nahrungsmittel aus allen Sparten als "verträglich" getestet worden. Nach Austausch mit anderen stellte ich fest, dass es bei ihnen zu vergleichbaren Ergebnissen bzgl. der Unverträglichkeitsverteilungen gekommen war.

Da allerdings so viele Nahrungsmittel als "unverträglich" getestet wurden, dass mein hiernach erstellter Ernährungsplan extrem eingeschränkt worden wäre, habe ich mich lediglich etwa ein halbes Jahr strikt an die Vorgaben gehalten - ohne merkliche Veränderungen...

Viele Grüße
Lukas
 

Malve

Hallo Lukas,

mir ist es ähnlich ergangen wie Dir, nur mit dem Unterschied, daß ich die Einschränkungen nicht mal einen Monat durchgehalten habe. Für mich stellte sich die Frage der Lebensqualität - MIT Diät total eingeschränkt und in keinem Verhältnis zu dem, was MÖGLICHERWEISE die positive Auswirkung gewesen wäre (und wie Du schreibst - hast Du nach dem halben Jahr keine Veränderungen bemerkt, also war das Ganze im Grunde für die Katz...). Außerdem habe ich einige der erlaubten Lebensmittel nicht gut vertragen!

Es muß jeder für sich entscheiden, wie er die Sache angeht; wenn jemand krasse Beschwerden wie z.B. Verdauungsprobleme hat etc., dann ist die Diät wohl das kleinere Übel.

Ansonsten - lassen wir es uns schmecken... und ernähren uns möglichst gesund - ohne Diät, wenn sie nicht unbedingt sein muss! Im übrigen mußte ich in meinem Fall vieles durch Sojaprodukte ersetzen, und die enthielten teilweise Carrageen, was - laut Studien - im Tierversuch eine Schädigung des Darmes verursachen kann.

Gruss,

uma
 
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16.02.05
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Aktuelle Rezession unter "Bücherecke" beachten:

LifeStyle without Food!

hab das Werk bei der Suche nach Informationen über das hier angeschnittene Thema "ImuPro300" gefunden.


[geändert von Mike am 08-16-05 at 12:02 PM]
 
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Hallo himmelsengel;-)

also ich habe meinen Nahrungsmittelallergietest bei
www.pulsamed.de machen lassen. Es wurde ca.
144 Lebensmittel getestet und ich habe 299,-EUR
gezahlt. Ich habe damals lange hin und her überlegt,
weil das für mich sehr viel Geld war.
Ich habe den Test an sich auch nicht bereut, nur heute
würde ich lieber zu einem guten Heilpraktiker gehen
und per Kinesiologie die Lebensmittel austesten lassen.
Mein Test ist ca. 2 Jahre her und zum HP bin ich das erste
Mal vor 4 Monaten gefahren. Ich habe ihm von den Ergebnissen
nichts gesagt und trotzdem kamen die gleichen Unverträglich-
keiten heraus. Was mich damals sehr erstaunt (beim Bluttest),
dass ich mit 101% auf den Asperigillus Niger reagiert habe.

lg Anke
 
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02.01.05
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Zum IgG-Test:
Gestern kam im ZDF in "FRONTAL" ein Bericht darüber, dass der IgG-Test nutzlos sei. Die Reporter haben das Blut einer vollkommen gesunden Frau, die keinerlei Beschwerden hatte, 2 Mal innerhalb einiger Wochen untersuchen lassen und es stellten sich eine Vielzahl von Unverträglichkeiten bei der Frau heraus, beim einen Test über 20, beim anderen über 30. Es waren auch Nahrungsmittel dabei, die die Frau kurz vor dem Test gegessen hatte. Sie hatte aber noch nie Beschwerden und so hat man dieses Beispiel mit als Beweis aufgeführt, dass der Test sinnlos ist.
Es sprachen natürlich auch einige Ärzte und auch ein Vertreter einer Firma, die den Test anbietet (ich meine es war pulsamed).
Kritisiert wurde an dem Test vor allem, dass es durch die Vielzahl der unverträglichen Nahrungsmittel bei solchen Menschen, die diese Nahrungsmittel meiden, zu einer Mangelernährung gekommen ist. So habe ein Kind, das gegen Getreide, gegen Milch und gegen Eier Unverträglichkeiten hatte, fast nichts mehr Vernünftiges essen können.

Ich selbst habe diesen Test auch schon einige Male machen lassen. Es sind immer wieder andere Ergebnisse dabei herausgekommen, wobei ich selbst auch immer Zweifel an der Richtigkeit der Ergebnisse hatte. Wenn ich mich strikt an die Tests gehalten hätte, hätte ich wohl auch fast nichts mehr essen können. Da überlegt man sich dann schon, ob man wirklich gegen 20 oder mehr Nahrungsmittel gleichzeitig Unverträglichkeiten haben kann und wenn ich dann höre, dass dies bei anderen Menschen auch so sein soll, dann kommen mir erst Recht Zweifel.
Ich habe kürzlich mit einem Laborarzt eines Labores, das u. a. auch diese Untersuchungen anbietet gesprochen. Der Laborarzt sagte ganz offen, dass er selbst auch denke, dass dieser Test nichts Vernünftiges ergäbe.

Gruß
margie
 
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