Eine weitere Veganerin, die nach 20 Jahren massiver Gesundheitsprobleme (und lt. ihrer Einschätzung "fanatischem Veganismus") Carnivore wurde und es sich nun zum Ziel macht, Menschen vor veganer Lebensweise zu warnen/aufzuzeigen, wie wichtig tierisches Eiweiß ist (zumindest Eier).
Bei ihren Erzählungen fand ich besonders spannend, dass sie mehr oder weniger das erlebt hat/die gleichen Symptome hatte, die ich vegetarisch essend auch erlebt habe (ich war zwar vegetarisch, aber die meiste Zeit eiweißarm/KH lastig unterwegs).
zB dass ihre Periode ausgeblieben ist und damals in der veganen Community (auch durch ÄrztInnen) kommunziert wurde, das sei toll, das würde zeigen, dass man es "richtig" macht/der Körper nichts zu entgiften hätte.
(ich hatte in meiner vegetarischen Zeit 10 Jahre keine Mens...). Nachdem ich begonnen habe Vitamine einzuwerfen + wieder Fleisch gegessen haben war der Spuk vorbei.
Mein Körper hatte damals gegen die Borrelien einfach keine Chance/keine Ressourcen mehr. (und ohne Borreliose wäre ich vermutlich in meiner vegetarischen Mangelernährung auf kleiner Flamme "dahingeköchelt" und langsam immer kränker geworden, statt dem Big Bang.)
Auch die ganzen kleinen und großen Symptome - div. Schmerzen am Skelettsystem, mehr und mehr Heißhunger (mit dem der arme Körper signalisiert hat, dass was fehlt, aber nicht gehört wurde).
Sie beleuchtet auch mWn sehr gut, wie man in die "Falle" tappt. Das Mitgefühl mit Tieren ist ja schnell geweckt.
Wie dann mehr und mehr Systeme im Körper zusammenbrechen und man das nicht sehen will/nicht erkennt woran es liegt.
Schmunzeln musste ich, wie sie erzählt hat, dass mehr und mehr ihrer veganen Community hin und wieder Mal Fleisch gegessen haben und ihr auch geraten haben, das zu machen - denn dann würde es eine Zeit lang wieder besser gehen. (sie blieb eisern, und litt weiter).
Ich kann mich gut erinnern, dass ich mit jener Freundin, die mich zu vegetarischer Lebensweise motiviert hat, immer wieder Mal Fisch gegessen habe. Denn Fische waren nichts zum Streicheln/lieb haben... Wir haben uns den Fisch dann jedes Mal voller schlechten Gewissens gegönnt. Selten aber doch. Und uns immer damit getröstet, dass es ja keine Säugetiere waren.
Die Ex-Veganerin schildert, wie sie sogar Schnecken aus ihren Gemüsebeeten eingesammelt hat und weggeführt hat, um sie nicht töten zu müssen.
Ihre Lösung war dann ihr Gemüse einfach im Geschäft zu kaufen (damit sie den Schädlingen rund um ihr Gemüse nichts tun musste).
Das war dann ihr "Turnaround" - sie hat begonnen darüber nachzudenken, dass nur weil sie ihr Gemüse von jemandem anderen kultivieren lässt, das Problem mit den div. Schädlingen ja nicht vom Tisch sei. Somit müsse jemand anderer die Schnecken und div. Insekten platt machen, damit sie etwas zu essen hätte.
Das hat ihr die Tür geöffnet und sie hat festgestellt, wie tot die Felder waren, auf denen ihr Gemüse wuchs. Wie viel "Blut an ihrem Gemüse" klebte. Je nach Pflanze - zB um Avocados wirtschaftlich anbauen zu können, müssen die Bauern Erdhörnchen in großer Zahl vernichten.
Beim Abernten von Kornfeldern sterben viele Tiere (vA Jungtiere, deren einzige Verteidigungsstrategie es ist, sich im Korn zu verstecken/ruhig liegen zu bleiben).
Ein Bekannter ist Jäger - die gehen tlw. durch die Felder durch um die Jungtiere auf dem Weg zu verjagen/zu retten. Aber er meinte auch, dass das ein großes Problem sei.
Ihr Fazit war: egal was sie aß, sie konnte ohnehin nicht verhindern, dass Tiere starben. Damit war für sie die Tür offen, auch tierisches Eiweiß zu essen.
Wie ich auch schon für mich ausgerechnet habe - durch 1 Kuh kann man gut 1-1,5 Jahre optimal mit Eiweiß versorgt werden.
Schön finde ich, wie sie nun unter Carnivore heilen konnte. Sie schildert was sich alles wieder verbessert hat. Dass sie das erste Mal seit Jahrzehnten wieder eine heile Haut hat. Aber auch dass manche Schäden geblieben sind.
Spannend finde ich auch jeweils die Kommentare unterhalb solcher Videos (wie viele Ex-Veganer dort schreiben).
Mein Kind hat beschlossen nun auch Carnivore zu essen. Von großer Affinität zu Nascherein, Pizza etc. hin zu "nur mehr Fleisch+Salz+Fett" bzw. Einstieg war mit Eiern. Fleischtiger war der meinige nie. Nun schwärmt er von Fleisch. Innerhalb kürzester Zeit hat sich sein Geschmack so verfeinert, dass er Wurst und alles Vorgewürzte verweigert. Selbst geliebte Zahnpasta (Weleda, sehr mild. Wurde immer sehr großzügig aufgetragen, da lecker...) ist ihm viel zu süß.
Gemüse, Milchprodukte testet er immer wieder einmal. Stellt aber fest, dass er ohne viel energiegeladener drauf ist. Auch die typischen Keto-Nachbauten (Proteinriegel, Proteinpuddings...) mag er nicht mehr (in den ersten Wochen war das aber eine gute Brücke).
Bacon Chips waren am Anfang "der Hit" für ihn. Nun ist ihm das auch alles zu salzig/zu "processed". Er schmeckt auch Fleischqualität (grasgefüttert vs. Stallfütterung) raus.
Wachstumsschub - in 2 Monaten 5cm (man konnte ihm quasi zuschauen, wie er in die Höhe geschossen ist, sobald der Körper Baustoffe in optimaler Zusammensetzung reinbekommen hat). Haare, Nägel wachsen wie wild. Ganze Statur hat sich komplett verändert (breite Schultern, muskulöser Oberkörper). Kiefer hat sich perfekt ausgerichtet/alle Zähne nun optimal etc.
Im Grunde 1:1 jene Effekte, die in der Carnivore Community bei Kindern genannt werden.
Ich bin dennoch überrascht, dass es so schnell so massive Effekte gibt. (und vA dass er sich da von sich aus so strikt entwickelt hat. Das wird in der Carnivore Community von Kleinkindern so geschildert - dass die fast alle bei "hauptsächlich Beef" landen. Hatte ich meinem Kind nie erzählt, sondern erst im Nachhinein recherchiert und bin auf das Muster gestoßen.
Ich hingegen bin "vom Pferd gefallen" und hab die Nachbauten, die ich für ihn gekauft habe aufgefuttert die letzten Tage. (man will ja nix verkommen lassen... Ok. Das ist ein Schmäh. Hätte schon noch länger gehalten und auch Hr. Togi geschmeckt...)
Und merke: tut mir gar nicht gut. Der Süß-Geschmack triggert meinen Appetit. Ich denke wieder öfter übers Essen nach.
Also geh ich auch wieder auf "pur"/die Basics zurück.
Energie ist einfach (auch für mich) soooo viel besser (ich merke es auch so stark an der Schlafdauer und Schlaftiefe). Und ich WILL mich einfach nicht mehr mit "was esse ich als Nächstes" beschäftigen. (da gibt es interessantere Themen mit denen ich mich beschäftigen will).
lg togi