Ernährung aus spiritueller/religiöser Sicht

Themenstarter
Beitritt
28.06.21
Beiträge
1.302
Hallihallo,
ich finde es interessant, dass die Spezies "Mensch" rund um "optimale Ernährung" mMn mehr Fragen als Antworten hat.
Im Zuge meiner Recherchen zu Keto/Carnivore stieß ich auf Menschen, die mit ihrer Kirche oder gleich mit dem ganzen Religionskonzept/Glaubenskonzept gebrochen haben, weil sie sinngemäß meinten, dass es nicht vertrauenswürdig ist, wenn keine einzige Religion (oder konkret ihre) ein "vernünftiges Ernährungskonzept" bereit hält.

Sinngemäß: wenn nicht mal die Empfehlung für Nahrung für den Körper eindeutig ist, wie kann man dann vertrauen, dass Nahrung für die Seele gut ausbalanciert ist? (Anders gesagt: "warum wissen Götter/Propheten" so essenzielle Dinge nicht?)

Generell sehe ich viele - dem jeweiligen Ursprungsort oder der Ursprungszeit geschuldete positive Empfehlungen für menschliche Gesundheit/menschl. Zusammenleben.
zB:
Somit denke ich mir wieder: die ganzen "Fastenperioden" in div. Religionen sind kongenial vom Grundkonzept her. Immer wieder periodisch Körper erneuern/heilen lassen. Muslime - die im Ramadan vermutlich massive gesundheitl. Benefits hätten, wenn sie es bei einer kleinen (Keto-)Mahlzeit statt Völlerei nach Sonnenuntergang belassen würden.
Katholiken - die ein paar Wochen pro Jahr ihren Körper heilen lassen könnten (und leider mit den Carbs, die sie sich reinhauen, und dem Eiweißmangel, den viele da generieren, eher das Gegenteil bewirken).
usw...

Bzw. "kein Schweinefleisch" ist in mehreren Religionen verankert. Dies könnte dem Umstand geschuldet zu sein, dass div. Parasiten, zB Trichinen die damaligen Halbarkeitsmethoden überdauert haben/sehr krank machen konnten (nur mal so als Arbeitshypothese).
Somit "Gelehrte", die entweder beobachtet haben, oder die Eingebung hatten, das eher zu meiden.

Interessanter Weise scheint keine Religion vor giftigen Pflanzen zu warnen?

Keine scheint darauf zu schauen, dass Mensch gut versorgt ist (genug Eiweiß etc.), sondern eher div. Verbote auszusprechen (bzw. ev. sind die Verbote mehr und mehr in den Fokus gerutscht, im Laufe der Jahrhundert. Entspricht ja auch unserem Überlebensinstinkt).

Glaube - an Religion, Spiritualität, das einzig wahre Essenkonzept - scheint alles im selben Hirnareal anzudocken. Vermutlich kommt mir deswegen die diesbezügliche Diskussionskultur so austauschbar vor. (andere Themen, gleiche "Glaubenskriege").

In der Welt der "modernen Lichtarbeiter" gibt es viele, die "einen guten Draht nach oben" zu haben glauben. Die einen, plädieren für vegetarisch/vegan. Manche behaupten sogar, man können nur, wenn man "sauber isst" spirituell empfänglich sein. (Ich erlebe das Gegenteil: Richtung Carnivore gehend hat meinen diesbezüglichen Fähigkeiten gut getan/sie werden immer stärker).

Wenn ich mich richtig entsinne, hatten div. "Heilige" Fastenphasen, während derer sie bestimmte Eingebungen hatten. (10 Gebote; div. Manifestationen, wenn gerade gehungert wurde...)
Ich erlebe das auch so - in Ketose vA wenn Verdauungstrakt komplett leer ist, öffnen sich bestimmte Kanäle enorm.

Ev. wurde Fasten auch deswegen in div. Religionen verankert? Damit wir leichter "auf Frequenz" gehen können, um mit bestimmten Entitäten in Kontakt treten zu können?

Bezügl. der Fraktion "man muss tierische Produkte meiden, um spirituell sein zu können" glaube ich bei einigen wahrzunehmen, dass immer mehr Systeme runterbrechen. Sie daher "hochsensibel" sind und wenig vor die Tür können/schnell überlastet werden.

Spannender Weise gibt es da auch mittlerweile den Gegentrend - jene, die 180 Gradwendung gemacht haben, und von "keine tierischen Produkte" voll zu Carnivore geschwenkt sind.

Die Infos "von oben" wurden korrigiert - "sie" (div. ausserirdische Rassen, für manche "als Heilige" verkleidet/wahrgenommen...) empfehlen nun doch Fleisch, da es auf der Erde nicht ohne geht. (selbst innerhalb einer Gruppe, zB unter den Plejadiern scheint es da gegenläufige Meinungen zu geben).

Bzw. scheint ohnehin sehr stark davon abhängig zu sein, wen man "am Rohr" hat, wenn man channelt/Botschaften empfängt. zB Antony Williams, der glaubt mit Gott zu reden/Gott zu hören, ist mWn sehr militant mit seinen div. Gemüsekuren. Menschen, die ihm folgen und sich vor lauter Oxalatoverload oder sonstiger UV kaum mehr rühren können, werden mit "das ist Entgiftung/da musst Du durch" mMn in die falsche (da schädliche) Richtung bestärkt.
(auch da - mir geht es nicht um generell gut/schlecht - sondern darum, dass jeder individuell andere Bedürfnisse hat. Was für einen ok/gut sein mag, kann dem anderen schaden).
AW scheint für manche eine Art Ersatzreligion zu sein - endlich mal "von oben", was man essen soll.
Auch wenn es das individuell falsche ist?

***
Für religiös Interessierte, gibt es einige Carnivore Berichte von Menschen, die ihre Kirchen deswegen verlassen haben.
Aus meiner Erinnerung zB ein Sieben-Tage-Adventist, der meinte der Draht zu Gott könne nicht sehr gut sein, wenn sie heilsames Fleisch/tierische Produkte verbieten und vegetarische Kost propagieren, die viele aus seiner Community sehr krank gemacht hat.
(er schilderte, wie krank viele Kirchenmitglieder trotz der ganzen Beterie waren. Wie sein Pastor, seine Mutter und viele im Umfeld elendiglich verreckt sind und keinem bewusst war, dass es an der Ernährung liegen könnte. Er selbst konnte vieles heilen (Energiemangel, Übergewicht, Brainfog, Herzprobleme etc...)
Kanal war - glaub ich - "no carb life".
Ja, Kanal ist "no carb life" - dort zB "How Leaving My Church's diet, going carnivore, saved my..." bzw. "Shocker: I left my church for Carnivore".

Grad in US ist viel von der jeweiligen Kirche abhängig (den jeweiligen Kirchenvorsitzenden). Somit kann Person A ganz andere Erfahrungen machen als Person B.
Und jeder Mensch reagiert anders auf "Ernährung". Was für einen Unverträglich ist, ist für den anderen gut verwertbar usw.
die Sieben-Tage-Adventisten mieden nur einige Fleischsorten, wie Schwein usw.
So wie die das in den Videos schildern, war der Druck (zumindest in "seiner Gemeinde" vegetarisch zu leben recht groß - er (2. Video) schildert, dass er das so empfunden hat (Huhn nur mit schlechtem Gewissen gegessen/geheim und Haut weggeschmissen, obwohl die am Besten geschmeckt hätte...)

Und man kann ja auch vegetarisch auf gute Eiweiß-Versorgung achten. Veganes Eiweiß scheint auch für manche gut genug zu funktionieren. Nur eben leider nicht für alle.
Ich seh das Dilemma eher im Fokus "was man alles meiden soll", statt drauf zu schauen, was Mensch braucht, um optimal versorgt zu sein.

lg togi
 
Zuletzt bearbeitet:
Fun Facts: Dr. Kellog von Kellogs Corn Flakes war ein 7 Tages Adventist/stand denen nahe. Seine getreidebasierte Kost hatte einzig das Ziel den Menschen zu helfen ihren Sexdrive los zu werden/möglichst enthaltsam zu leben.
Somit eine Ernährung zu finden, die sie müder/energieärmer werden lies, damit für Sexualiät keine Ressourcen mehr da sein würden.
(er selbst hatte das als generell Mission - zB Jungen beschneiden zu lassen, damit sie weniger Lust an Masturbation hatten und ähnliche Ideen).

(aus einem Chaffee Video. Hab kurz zu Kellog quergelesen/recherchiert und stelle fest, dass es bei den "Getreideflocken zum Frühstück" tatsächlich nicht um ein stärkendes, gesundes Frühstück ging, sondern drum "Fleischeslust" (aka Libido) runterzuregeln.)

Sachen gibts...
 
Eines der Bücher von Kellogg: https://archive.org/stream/J.H.Kellogg.TheLivingTemple1903/1903_kellogg_livingTemple_djvu.txt

(Eine der Wiegen des vegetarischen Grundgedanken)

Sehr interessante Gedanken hat er sich gemacht bzw. toll, was man damals (rund um 1900) schon wusste (und logischer Weise nicht alles wissen konnte).
Er schreibt über seine Beobachtungen der Natur. Wie Pflanzen gedeihen. Wie gut sie in Erde wachsen. Dass sie aber nicht gut in Kadavern wachsen würden. Fleisch ermöglicht ihnen kein Wachstum.

Gott hat für die Kühe Gras wachsen lassen und für die Menschen Kräuter/Pflanzen.

Das "vegetarische Konzept" scheint als Basis Weizen gehabt zu haben. Also ging es vA darum, wie man Weizen an Menschen/in Menschen rein bringt. Deswegen die Experimente, die zu den Frühstücksflocken führten. (davor hatten sie eher hartes, fades Brot, das schwer zu kauen war).

Gespeicherte Sonnenenergie sieht man lt. ihm uU daran, dass ein Baum bzw. Holz das verbrannt wird, rot glüht und so die gespeicherte Energie durch Verbrennung wieder abgibt.
(quasi Erklärung zu kcal.../Wärme)

Als schnelle Energiequelle für den Menschen nennt er schon ganz richtig Stärke, die zu Glukose verarbeitet wird. Die in der Leber und den Muskeln gespeichert wird.

Fett sieht er ebenfalls schon als Energiequelle. Als Notdepot für harte Zeiten.

Mein Fazit: für ihn war alles Verwesende "tote Nahrung" (da scheint er übersehen zu haben, dass es ja nur verwesen kann/weiterleben kann, indem es sich verändert. Mikroorganismen, die im Darm leben werden ebenfalls erwähnt.

Das Korn verändert sich nicht. Dadurch bleibt es für ihn lebendig. (Konzept von Antinährstoffe, die es schützen, scheint damals noch nicht bekannt gewesen zu sein).
Also legt er seinen Maßsstab an, um gute aka lebendige und schlechte/verwesende Nahrungmittel aufgrund dieser Kriterien zu unterscheiden.
(Gute, lebendige Nahrung für ihn = Antinährstoffe für uns).

Stärke und Zucker sind sein Hauptthema - diese tollen Substanzen, die in Getreide, Gemüse und Obst sind.

Auch eine dritte Kategorie, aus der Muskeln und Sehnen gemacht sind, die Proteine, erwähnt er. Er nennt sie in weiterer Folge "Albumin". Stellt fest, dass sie im Weizen, als Gluten reichlich enthalten sind. Also ist Weizen seine "Albuminquelle".
Auch Eier haben "Albumin". (er setzt in weiterer Folge Protein=Albumin. Hat die Unterscheidung also nicht verstanden. Albumin ist nur 1 Transportprotein im Blut. Für ihn ist Gluten=Albumin)
Da biegt er dann falsch ab. Er schreibt Albumin (meint Protein) in Pflanzen würde Tiere und Menschen ernähren.
Das Albumin (er meint Protein) in Eiern würde nur die jeweiligen Embryos ernähren können. Sei ok, aber eben für den Menschen das falsche Albumin (Protein).

Dann kommt noch eine 4 Kategorie. Die der Salze, die in Asche übrig bleiben, aber noch nicht von der Wissenschaft erforscht sind. (allerdings hat er auch eine recht genau Analyse, die schon Magnesium, Chlorid und andere Mineralstoffe beinhaltet, ebenfalls im Buch).
Er scheint da noch eine "geheime Substanz, ein geheimes Salz" zu vermuten.

Eine 5 Kategorie, die "Peptogene" (gemeint sind Enzyme) wurde gerade entdeckt. Die zersetzen die Nahrung.

Seinen Fokus auf pflanzliche Nahrung begründet er auch darin, dass ja Ochsen aus "dem richtigen Albumin (Protein/Eiweiß) aus Pflanzen dicke Muskeln bilden können.

Und in der Bibel(?)/irgend einer rel. Schrift steht:
In Gen. 1 : 29 we read, " Behold,
I have given you every herb bearing seed, which is upon the
face of all the earth, and every tree, in the which is the fruit
of a tree yielding seed; to you it shall be for meat."
("Ich habe euch jedes Kraut gegeben, das Samen trägt, das auf dem
Antlitz der ganzen Erde und jedes Baumes, in dem die Frucht ist
eines Baumes, der Samen hervorbringt; Euch wird es für Fleisch sein.)

Das sieht das als Bestätigung seiner Hypothese der pflanzenbasierten Nahrung und schildert, wie die Wissenschaft herauszufinden versucht, welche dieser vielen Pflanzen essbar sind für Menschen.

Er sieht, dass sich alle ziviliserten Völker Pflanzen von Pflanzen ernähren (vermutlich meint er da Ackerbau). Und alle Unzivilisierten... nach die..:
"mit Ausnahme von
ein paar degradierte und verspätete Stämme, die in Ermangelung anderer
bessere Nahrung, ernähren sich von Wurzeln, Insekten und Reptilien
auf einen Zustand herabgesetzt, der nur wenig über dem der Tiere der
Feld. "

Viele spannende Beobachtungen - wie wichtig das Kauen ist. Dass eine kranke Verdauung Probleme mit Gemüse hat. Aber Getreide ist Heilung pur für ihn. Also wenn Gemüse/Obst nicht mehr geht, dann alles, was aus dem Korn gewonnen wird.

Gallensaft, Pankreassäfte kennen sie auch schon.

Misteriös scheint zu sein, dass im Magen (durch Magensäure) zwar Fleisch verdaut wird, aber sich der Magen nicht selbst verdaut. Wie ist denn das möglich? Da das noch kein Wissenschaftler erklärt hat, muss man von einer immer vorhandenen, höheren Intelligenz ausgehen.

Bezüglich der Wertigkeit von Brot:
(Joh 6,51), "Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben
der Welt" (Joh 6,51), nannte er unsere
Aufmerksamkeit auf die Tatsache, dass Gott selbst in unseren Körper eindringt
bei der Nahrungsaufnahme "
(daher eben Korn=lebendige Nahrung. Im Sinne, lebendig=göttliche Energie)

Fleisch ist für ihn aus vielen Gründen minderwertig/kein Nahrungsmittel für Menschen. Einerseits argumentiert er mit Verwesung. (Qasi wenn ein Tier oder Mensch stirbt, beginnt der Verwesungsprozess. Das sieht er als Beweis, dass das in unserem Verdauungstrakt auch mit Fleisch passiert.
Er hat eine lange Liste an Erkrankungen, die alle vom Fleischessen kommen sollen (weil das ja verwesende Nahrung lt. ihm ist)

Im Krankheitsfall ist der Körper schon so geschwächt und voller Toxine, dass auch nur 1 Löffelchen (Fleisch)Brühe ihn umbringen könnte. Also bei Fieber auf keinen Fall was mit Fleisch reichen. Das wäre tödlich!
Man müsse da Obstsuppen reichen! Obstsuppe sei wissenenschaftlich das beste Mittel für Kranke!

wird später fortgesetzt....
 
weiter geht's (aus Kelloggs Fiebel zum "lebenden Tempel", aka Körper).
Für schwere Fälle empfiehlt er eine Obstdiät. Bestehend aus Früchten oder Fruchtsäften.

Man kann die Früchte auch mit "Brot" (div. Presslingen oder Zwieback) kombinieren. Immer alles aus Vollkorn.
Am Abend ev. ein paar Nüsse dazu.

Die abführende Wirkung sei gewollt/würde reinigend wirken.
(weil es grad so gut dazu passt: vieles aus der Pflanzenheilkunde scheint mir "auf der Basis" entstanden zu sein. Körper versucht durch Dünnpfiff oder massives Urinieren etwas loszuwerden. Nützt also Notventile, um Bedrohliches aus dem Körper zu bekommen. Mensch beobachtet das und sieht diese Mittel dann als Abführmittel bzw. Harntreibend. Ich denke zB an "Pflaumen, um den Stuhl weich zu machen". Wenn es unterm Strich gut für den Körper ist, passt es ja. Nur konkret hält der Körper Stuhl ja generell zurück, weil etwas fehlt/weil er versucht da noch mehr rauszufiltern. Man umgeht das dann mit Mitteln, die ihn quasi zwingen, sich von etwas zu trennen, was er noch behalten wollte).

Banane als Superfood: Banane soll so Nährstoffreich und "Albuminreich" (aka eiweißreich) sein, wie Rindfleisch.

Er findet in der Bibel eine Stelle, in der er rauszulesen glaubt, dass Nüsse für den Menschen Fleisch sind.
Und vergleicht dann die "Albuminwertigkeit" von Fleisch und Nüssen.
(spannend, wie sie das damals berechnet haben?)

Es folgt allerdings nie die Info, wie viel "Albumin" (aka Eiweiß) der Mensch pro Tag braucht.

Alles, was nicht unter Getreide, Nüsse und Obst fällt, kommt dann in die Kategorie Gemüse.
In dieser Kategorie gibt es lt. ihm kaum etwas, das nennenswert ist, da diese Dinge so gut wie keinen Nährwert haben.
Ausnahmen sieht er in Kartoffeln, Bohnen, Erbsen, Mais (also nur stärkehaltigem Gemüse).
Alles andere könne man getrost vergessen (kaum Nährwert, nicht gut für unseren Verdauungstrakt).

Kartoffeln haben viele Nachteile im Vgl. zu Gemüse.

Pilze sind kein Essen für Menschen, eher Futter für Schweine.

Dem Kapitel "schädliche Milch" widmet er viel Energie. (Kuhmilch nur für Babykühe. Tausende Kinder sterben wegen Kuhmilch. Erwachsene werden sehr krank). (Anm., wenn ich es richtig im Kopf hab, war er lactoseintolerant).

Eier behandelt er nun doch milder. Wenn schon, dann sind Eier so wie pflanzliche Samen.
15 Eier/Tag würde man brauchen, um seinen Protein Bedarf zu decken.
9 Eier, um auf genug Fett zu kommen.

Eier - ganz frisch und richtig gekocht, sind lt. ihm ok. Aber Eier rotten sehr schnell und man kann beim Kochen viel falsch machen, da sind sie dann sehr schlecht.


Bezügl. Fleisch hat er festgestellt, dass Hunde und Katzen sich vorzüglich mit einer Getreide/Nussmischung ernähren lassen. Er hat einen Wolf, der freiwillig gut lebt mit dieser pflanzlichen Alternative. (für ihn ist "meat" ja auch auf Nüsse bezogen. Somit meint er, dass Hunde und Katzen auch gut mit pflanzlichem Fleisch (=Nüssen) gut versorgt sind.
Hund, die Fleisch fressen, sind bei der Jagd weniger ausdauernd.

In dem Stil glaubt er die Bibel richtig zu interpretieren, dass Menschen immer Pflanzenesser waren und nur in absoluter Notsituation Fleisch/Fisch gegessen haben.
Wenn Fleisch in der Bibel erwähnt wird, interpretiert er das in "Nüsse" um, weil die ja auch "Fleisch" innen haben.
Und von den Zähnen der Menschen her, die jenen von Affen entsprechen, geht er ebenfalls von rein pflanzlicher Nahrung aus (zur Erinnerung, selbst Gorillas essen in manchen Landstrichen erhebliche Mengen an Insekten. Ein Schimpanse lässt sich eine gute, tierische Eiweißquelle auch nicht entgehen - isst rohe Eier, Babyvögel, knackt gekonnt Schildkröten, um ans Fleisch zu kommen, ist also nicht vegan/ein reiner Pflanzenesser...)

In weiterer Folge geht es ihm um ein bescheidenes, enthaltsames Leben. Das besteht nur aus den pos. genannten Nahrungsmittelgruppen (vA Getreide, Obst, Nüsse).

(Fleisch, Alk... alles gleich böse/verunreinigt den Körper).

wird fortgesetzt....
 
Als meine Freundin und ich vor vielen Jahren in Ägypten in Luxor in einem Studentenhotel waren, hatten wir angeboten ein Menü für die Gäste zu kochen. Sie schickten uns Fleisch einkaufen und zeigten uns ein paar Läden.

Dort hing Fleisch überall draußen vor der Tür, mit Schmeißfliegen bedeckt. Mit gemischten Gefühlen haben wir von innen dann aus einer Box Fleisch erhalten, das wir dann einige Stunden gekocht hatten, bis es überhaupt durch war. Anscheinend kauft bei diesen Händlern die Bevölkerung (überwiegend ärmere Leute) ein, die auch keinen Kühlschrank haben.

Bei dieser Hitze und den ganzen Insekten mag ich mir nicht ausdenken, was das alles für gesundheitliche Probleme auslösen kann. Da wäre ein (religiöses) Abraten von vermehrtem Fleischkonsum eher von Vorteil.

Beim Recherchieren wegen Proteingehalt in LM pro 100gr ist mir aufgefallen, dass Fleisch nicht soviel Proteine hat - um die 20 gr. Ich dachte immer, das wäre mehr.

Hanfprotein hat 50 gr Protein, manches sogar bis 70 gr.

Ich kann mir eben auch vorstellen, dass die ärmere Bevölkerung gar nicht das Geld hat(te) um solche Mengen Fleisch zu konsumieren, dass sie mit ausreichend Protein versorgt sind. Mit Hülsenfrüchten kommt man auch auf einen höheren Proteingehalt als mit Fleisch und es ist natürlich einiges günstiger.

Das (und auch gesundheitliche Aspekte) könnte auch mit ein Grund sein, warum manche religiösen Gemeinschaften beschlossen haben, Fleischverzehr zu minimieren oder ganz abzulehnen.

Die Adventisten leben doch in Loma Linda, einer blauen Zone:

In einer Langzeitstudie hat Gary Fraser von der Universität Loma Linda die Lebenserwartung von Adventisten untersucht: "Wir haben herausgefunden, dass Männer, im Unterschied zu anderen Kaliforniern, sieben Jahre länger leben, Frauen viereinhalb Jahre. Das ist ziemlich viel. So sehr steigt die Lebenserwartung einer ganzen Bevölkerung sonst in einer oder zwei Generationen."


Viele Hindus und Buddhisten essen auch kein Fleisch, Kühe sind heilig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Viele Hindus und Buddhisten essen auch kein Fleisch


Bei den Buddhisten wird Fleisch nicht abgelehnt. Dort gilt: man nimmt höflich an, was man angeboten bekommt. Und dieser Grundsatz gilt nicht nur bei dem "Bettelmönch-Ritual".
Auch der Dalai Lama isst Fleisch:

Der Dalai Lama ist kein Vegetarier. Er isst Fleisch wie viele Tibeter. Das energiereiche Nahrungsmittel erleichtert das Überleben in großer Höhe.

Von meinem Gesamteindruck der Lehre in Bezug auf Tiere (nicht nur Kühe, sondern im Buddhismus wird ebenso der kleinste Käfer als heilig angesehen und diesem geholfen, damit er überlebt)
widersprüchlich, was aber eben auch mit dem Weg der Mitte, Höflichkeit (da das Tier ja nun nicht mehr lebt) und vielleicht den Kräften in diesen Höhen förderlich ist. Jedenfalls darf ein Buddhist kein Tier selbst töten.
Sogar Alkohol (in Maßen) wird nicht abgelehnt.
 
Mein Stand ist, dass zumindest Hochland-Tibeter auf Fleisch, zumeist vom Yak, angewiesen waren.

Wie sich das mit Ihrer Religiosität vereinbaren ließ, gibt z.B. dieser Text wieder:
Auch Fleisch spielt in Tibet mit seinem extremen Klima als Nahrungsmittel eine wichtige rolle, insbesondere bei den Nomaden. Das Töten und Verzehren von Fleisch ist jedoch für alle Buddhisten, Mönche, Nonnen und auch Laien problematisch, da sie sich verpflichten, keine lebenden Wesen zu töten. Dahinter steht der Glaube, dass Töten als unheilsame Handlung die nächste Wiedergeburt negativ beeinflusst. Der Beruf des Metzgers ist daher wenig geachtet und besetzt das untere Ende der sozialen rangordnung. Nach Möglichkeit überließ man das Schlachten personen anderer religionszugehörigkeit, wie z. B. den Muslimen.

Um das Tier wenigsten gut zu nutzen, wurden alle Teile genutzt, wie beim Nose-To-Tail-Prinzip bei Carnivore oder Keto. Milchprodukte spielten womöglich noch eine größere Rolle, siehe z.B. https://www.shh.mpg.de/2272168/dairy-in-tibet, dort auch Interessantes zu Untersuchungsmethoden bezüglich der prä-/historischen Ernährung von Menschen über den Zahnstein). Laut dem erstgenannten Dokument hat die extreme Ernährung aber auch gesundheitliche Probleme verursacht.

Auch der Dalai Lama isst Fleisch:...
Aus seiner Biografie erinnere ich, dass eine Phase der veganen Ernährung mit viel Nüssen mit lebensbedrohlichen Leberproblemen endete, so dass Ärzte ihm dringend rieten, wieder Fleisch (statt der vielen Nüsse) zu essen.
 
Ad. Kellogg/Rest - unterm Strich moralisiert er über weite Strecken das Essen von Fleisch. Das triggert lt. ihm "tierische Instinkte", damit lese ich aus dem Kontext, meint er sexuelle Bedürfnisse, die es unbedingt zu meiden gilt (er selbst war verheiratet, lebte aber von seiner Frau räumlich getrennt und sie haben Kinder adoptiert).

Das Dilemma ist imho, dass er mit seiner "Fehlsteuerung" anscheinend in "seiner" Kirche mit vielen Ideen andocken konnte. Tlw. war er zu radikal, und ab diesem Buch dann auch nicht mehr in die Kirche
Aber das: Fleisch ist toxisch/Leichengift und triggert animalische Instinkte/Getreide hält bescheiden, devot und gesund blieb als Grundprinzip in der Kirche.

Interessant fand ich, dass viele aktuelle Sprüche/Argumente in der veganen/vegetarischen Community der heutigen Zeit damals ihren Ursprung hatten. zB findet man in seinem Buch sinngemäß den Satz, dass Fleisch ein verottender Kadaver ist.
Lebendige Nahrung war bei ihm keimfähige Nahrung (somit Samen). Nüsse (die ja auch der "keimfähige Samen" sind), hat er als Fleischgleich (im Sinne von "in der Bibel steht esst Fleisch - damit müssen Nüsse gemeint sein) uminterpretiert.

Der "Cornflakes Kaiser" war sein Bruder. (der hat bei ihm "gelernt" und da die Klinik am Anfang so erfolgreich war und die Menschen diese "Weizenflocken" auch für daheim haben wollten, hat sich dadurch ein gutes Geschäft entwickelt. Allerdings zerstritten sich die Brüder bis an ihr Lebensende.
Der "Cornflakes Kaiser" lebte bis er 91 war, da dann allerdings schon 10 Jahre erblindet. (da ist nicht bekannt, was er gegessen hat.)
Der Arzt mit Sexualstörung wurde ebenfalls 91 Jahre alt. (wäre spanennd, was er gegessen hat/wie seine Nährstoffaufteilung war). Anscheinend hatte er zeitlebens jeden Tag einen Einlauf.
Der Fokus auf den Darm als Gesundheitszentrale war auf alle Fälle ein Meilenstein in der Gesundheitsbewegung.

***
Ergänzung: Tierwohl ist kein Thema für ihn (wie es für die Kirche ist, kann ich nicht sagen. Allerdings war er der Berater der wichtigsten Kirchengründerin. Sie suchte nach Wegen ihren schwer kranken Mann zu heilen. Das gelang nicht mit der Ernährungslehre von Dr. Kelloggs).

Kellogs Thema war "argerechte" Ernährung. Damit meinte er "gottesfürchtige" Ernährung, die den Menschen von "wilden, unzivilisierten Tieren und ursprünglich lebenden Völkern" unterschied.
Somit der "religiöse Mensch" der durch seine Ernährung zeigt, dass er besser ist, als alle anderen Wesen auf der Welt. (so interpretiere ich das von ihm Gelesene).
Er war ja uA auch der Meinung, dass Katzen/Hunde ebenfalls vegetarisch essen würden, wenn sie die Wahl hätten (Nussknacker verwenden könnten)...
Ist so. Er hat sich bemüht/für seine Zeit sehr spannende Inhalte zusammengetragen. (ich stelle mir grad vor, wie mühsam seinen Recherchen sein mussten - so ganz ohne Internet). zB finde ich skurril, wenn ich so Sätze lese, dass "deutsche Wissenschaftler herausgefunden haben, dass Obstsuppe bei Infekten heilt und Brühe - auch kleinste Mengen - töten würde.."
Manche Dinge - anscheinend auch "blinder Glaube an DIE Wissenschaft" - ändert sich (leider) nie...
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben