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Keinerlei Besserung

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10.03.06
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Hallo zusammen,

ich möchte hier mal nachfragen, ob es anderen Leuten auch so geht wie mir.:confused:
Bei mir wurde vor etwa einem Jahr HPU festgestellt. Davor habe ich schon jahrelang hochdosiert Vitamin B6 geschluckt, phasenweise auch Mangan und Zink dazu. Es trat keinerlei Besserung ein.
Nun wurde mir nach dem positiven Test Kryptosan verordnet, welches ich mehrere Monate einnahm, aber mir ging es immer schlechter. Ich bin dann im Dezember umgestiegen auf Depyrrol plus, aber es wird immer noch nichts besser, im Gegenteil. Bin sehr enttäuscht.:mad:
Das einzige, was mir auffällt: sobald ich die Vitamin-B6-Dosis erhöhe, habe ich Traumerinnerung, was ich sonst nicht kenne. Dies hält aber immer nur kurzfristig an (drei bis vier Nächte), dann ist wieder alles wie gehabt.
Extrem verschlechtert hat sich meine ständige Übelkeit, oft wird mir direkt nach der Einnahme sowas von schlecht, dass gar nichts mehr geht außer hinlegen.
Habe nun seit einigen Tagen das Depyrrol plus abgesetzt und merke keinerlei Verschlechterung.
Irgendwann sollte man doch endlich mal eine Besserung spüren, wenn wirklich die ganzen Beschwerden von der HPU kommen sollen, oder?? An eine "Erstverschlimmerung" und Stoffwechselumstellung kann und mag ich nicht mehr glauben nach der langen Einnahme. Zumal sich ja überhaupt nichts bessert - im Gegenteil.
Ach ja: neurologische Ausfälle und Kribbeln der Gliedmaßen häufen sich mal wieder. Könnten Symptome einer Vitamin-B6-Überdosierung sein...
Wenn man mir Blut abnimmt, ist mein Vitamin-B6-Spiegel sowieso immer zu hoch, von daher leuchtet mir das mit dem Mangel auch irgendwie nicht ein.

Ratlose Grüße von
Finchen:confused:
 
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10.01.04
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Hallo Finchen,
das ist ja wirklich deprimierend. Aber zur Medikation kann ich nicht viel sagen. Hast oder hattest Du denn auch Amalgam- oder Palladiumfüllungen in den Zähnen? Gold? Hast Du ausgeleitet?
Weißt Du, wie Deine Leber- und Nierenwerte sind?

Ich habe neulich mal gehört, daß man den Vitamin-B-Spiegel nicht aus dem Blut bestimmt sondern aus dem 24-Stunden-Urin. Vielleicht wäre das mal eine Möglichkeit festzustellen, ob er wirklich zu hoch ist.
Wenn das so ist, macht es für mich wenig Sinn, trotzdem Vitamin B einzunehmen.

Gruss,
Uta
 
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10.03.06
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Hallo Uta,

vielen Dank für Deine Antwort!
Dass man den Vitamin-B-Spiegel über den Urin messen kann, ist mir jetzt neu, das ist ein interessanter Ansatz. Ich habe laut Blut nämlich auch Hypervitaminosen mit B12 und Folsäure. Werde meinen Arzt mal auf diesen Urintest ansprechen.
Amalgam habe ich noch, das soll auch entfernt werden, allerdings muss es mir dafür erst besser gehen. Ich bin insgesamt schwerkrank, kann gar nicht alle Diagnosen hier aufzählen, aber nichts bringt Linderung.
Ausleitungen wurden schon versucht, aber alle ohne Erfolg bzw. ich vertrug die Mittel nicht, auch die naturheilkundlichen nicht wie Chlorella und Co.
Meine Leber ist komplett am A..., um es auf deutsch zu sagen, die Entgiftung hinüber.
Ich hatte eben so Hoffnung, dass man mit der Behandlung der HPU zumindest eine gewisse Symptomverbesserung erreichen kann, das hätte mir schon genügt, aber war wohl Fehlanzeige.:rolleyes:
Naja, ich werde das mit den B-Vitaminen mal checken lassen, und dann mal schauen, wie ich weiter vorgehe.

Liebe Grüße
Finchen
 

Kate

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16.11.04
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Hallo Finchen,

das tut mir leid und ich verstehe, dass Du frustriert bist. Bei mir gibt es - nach einem Jahr Medikation - einige Verbesserungen. Das Allgemeinbefinden lässt aber auch noch zu wünschen übrig (sehr niedriger Energiepegel, extreme Empfindlichkeit gegenüber Stress aller Art, auch so Übelkeitsattacken wie bei Dir, oft gekoppelt mit Unterzuckerungszuständen, wenn die letzte Mahlzeit lange zurück liegt).

Hier ein paar spontane Ideen von mir zu Deiner Situation:

Uta hat recht bezüglich der B6-Messung. Prof. Kuklinski schreibt:

Da NO die Hämsynthese stört, ebenfalls die Funktion anderer hämhaltiger Substanzen, kommt es zu einer Kryptopyrrolurie. Sie zeigt im Tagesverlauf starke Schwankungen, ist als Stressfaktor für das Nervensystem zu werten und führt zu den bekannten Defiziten an Vitamin B6 und Zink. Diese Defizite sind weniger aus den Serumbestimmungen erkennbar. Wesentlich aussagekräftiger ist die Analyse auf Cystathionin im Urin. Es steigt an, wenn der Vitamin-B6-Bedarf im Organismus nicht gedeckt werden kann, Serumwerte können durchaus noch im Normbereich oder sogar erhöht vorliegen. Ein Zinkmangel zeigt sich besonders durch intrazelluläre Analysen, weniger durch Serumbestimmungen

Der KPU-doc meiner Schwester hat bei ihr einen erhöhten B6-Pool im Blut festgestellt und daraus geschlossen, dass sie das B6 nicht richtig verstoffwechseln kann. Deshalb empfahl er ihr Depyrrol Plus, das die aktive Form des B6 (P5P) enthält und nur wenig "normales" B6. Die These, dass der Pyrroliker-Stoffwechsel diese Umwandlung nicht hinkriegt, ist in der Fachwelt zwar nicht unumstritten, aber meine Schwester und einige hier im Forum fahren ganz gut mit dem Depyrrol. Allerdings muss man es sehr langsam einschleichen, hast Du das gemacht?

Zum Kryptosan fällt mir ein, dass es Folsäure enthält, die im Falle einer Histaminose/Histadelie (zu hoher Histaminspiegel im Blut) drastische Verschlechterungen bewirken kann. Dies war wohl bei mir der Fall. Hast Du Deinen Histamin-Spiegel untersuchen lassen?

Ich zitiere noch einmal Prof. Kuklinski:
Auffällig in unserem Krankengut war der hohe Prozentsatz mit pathologisch erhöhten Werten an freiem Histamin. Bei einigen Patienten konnten wir über mehrere Jahre diese hohen Werte verfolgen. Bedenkt man die histaminergen Reaktionen wie hyper-reagible Bronchialschleimhaut, Darmspasmen, Tachykardien bei niedrigem Blutdruck (und Unverträglichkeit von Beta-Blockern), erst recht chronische Urticaria u. a. Symptome, findet sich hier eine Erklärung. (...)

Da im Hirn Diaminoxidasen fehlen, können hohe regionale Histaminkonzentrationen massive neurologische Beschwerden auslösen.

Die chronische Histaminose (Histadelie) wirkt auf das Hirn erregend, peripher ist es eine Frage der Zeit, wann sich Allergien gegen äußere Faktoren (Pollen, Staub usw.) ausbilden.

Eine weitere Frage, die mir spontan einfällt, ist, ob Deine Schilddrüse ok ist. Hast Du sie untersuchen lassen? Bei KPU tritt gehäuft Hashimoto auf und das kann nach Schilderungen hier im Forum auch üble Probleme machen.

Nicht zuletzt kann es sowohl nach Aussagen der KEAC als auch von Prof. Kukliniski sein, dass die KPU-/HPU-Medikation schlicht nicht ausreicht. Die Behandlungsansätze unterscheiden sich. Übereinstimmen tut sie jedoch in dem Punkt, dass hier die Grenzen der Selbstmedikation erreicht sind, und kompetente Beratung sowie weitere Untersuchungen erforderlich.

Gruß und alles Gute für Dich
Kate
 
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10.01.04
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Hallo Kate,
interessant wie immer :) .
Gibt es eigentlich die Erkenntnisse vom Dr. Kuklinski irgendwie in Buchform oder so ähnlich?

Gruss,
Uta
 
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10.01.04
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Hallo Finchen,
was mir noch eingefallen ist: Du könntest Dich mal in diesem Forum kundig machen:https://www.csn-deutschland.de/home.htm
Da geht es um die Schädigung durch chemische Stoffe,und ich finde, daß die Infos dort wirklich gut sind.
Am Dienstag abend findet dort im allgemeinen ein Chat statt. Es lohnt, dort mal reinzuschauen. Manchmal ist das hochinteressant.

Und das ist mir auch noch eingefallen:
Könnte es sein, daß Du ein Stoffwechseltyp bist (langsam?), bei dem Medikamente, Vitamine und Spurenelemente sowieso schlechter vertragen werden als bei einem normalen Verstoffwechsler?

Gruss,
Uta
 

Kate

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16.11.04
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In Kürze erscheinen von Doz. Dr. sc. med. Bodo Kuklinski:

1. Die instabile Halswirbelsäule

LebensBaum Verlag,
ca. 300 Seiten,
ca. 30 Euro,
ISBN 3-928430-46-7

Wissenschaftlich fundierte Fachinformationen für interessierte Ärzte und Therapeuten.

2. Viele Krankheitssymptome eine Ursache: Schwachstelle Hals

Wie eine unbemerkt erfolgte Schädigung Ihrer Halswirbelsäule Ihr Leben bestimmen kann.

Aurum Verlag,
ca. 150 Seiten,
ca. 15 Euro,
ISBN 3-89901-068-x

Ein Buch für Betroffene und interessierte Laien

(Quelle: www.kpu-berlin.de)

Ich werde mal schauen, ob es schon im Buchhandel (Amazon?) ist, sollte eigentlich im Februar.

Eine Frage an Dich Uta: Wie diagnostiziert die Schulmedizin ein cervico-cephales Syndrom (instablile HWS)? Ich habe das mit hoher Sicherheit, möchte aber keine Röntgenstrahlen (schon viel zu viel gehabt) und eigentlich auch nicht in die Röhre...

Gruß
Kate
 
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10.01.04
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Vielen Dank, Kate :) .

Ich kenne ein paar Leute aus der Vergifteten-Ecke, die alle eine extrem instabile HWS aber auch Wirbelsäule überhaupt haben. Die sind so ziemlich alle bildgebenden Verfahren durch, aber gefunden wurde - leider - nichts, aber auch gar nichts :mad: .
Was es noch gibt und vielleicht weiterführt: das "bewegte Ultraschall": dabei wird eben mit Ultraschallsonde das Gelenk angeschaut, während es bewegt wird.
In diesem Thread wird noch von Diagnosen gesprochen, die ich auf jeden Fall lesenwert finde:
Da schrieb mir ein gewisser Ernst, ich solle mal zu einem gewissen Dr. Volle nach
München gehen, er sei ein begnadeter Radiologe.
Da keimte wieder Hoffnung in mir auf und ich ging zu diesem Radiologen und dieser diagnostizierte erstmals meine Schäden am
Kopfgelenk und überwies mich umgehend zu Dr. Montazem - einem Neurochirurgen. Dr. Montazem brauchte nur ein C-Arm-Röntgengerät
und ca. 5 Minuten, bis er mir erklärte, daß bei mir beide Ligg. alaria gerissen seien und eine Operation die einzige
vernünftige Therapieform sei. Ich entschloß mich umgehend zur Operation. Intraoperativ wurde die Diagnose bestätigt:
Instabilität C0/C1, C1/C2 UND C2/C3. Ruptur beider Alarbänder und Kapselgelenke beidseits gerissen.
C1 und C2 sind nicht mehr im Festen verbunden, sowie rotatorische Subluxation C1/C2,
Dens Axis läßt sich zur Massa lateralis von C1 verschieben.
https://www.med1.de/Forum/Neurologie/17996/
Ich meine gehört zu haben, daß der Dr. Volle ein "bewegtes MRT" macht, bei dem man natürlich mehr sieht als wenn man still in der Röhre liegt.
Genaueres weiß ich leider nicht.

Homepage von Dr. M. (netter Anfang): https://www.montazem.de/


Gruss,
Uta :)
 
Zuletzt bearbeitet:

Kate

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16.11.04
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Oh, das schockt mich jetzt ein bisschen...

Nicht nur Röntgen (habe meine Krebswahrscheinlichkeit schon schön erhöht damit), Röhre (da krieg ich Panik, außerdem ein Problem mit Reizblase und -darm), sondern sogar noch OP.

Ich verschwind erstmal...

Danke trotzdem! :)
Kate

P.S. Schade, dass Mario verschwunden ist. Der hat das von Dr. K. diagnostiziert bekommen und macht dagegen Übungen und Craniosacral-Therapie. Aber WIE Dr. K. das diagnostiziert hat, hat er nicht geschrieben. Als Umweltmediziner wird er aber wohl Röntgen eher nicht so lieben.
 
Themenstarter
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10.03.06
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Hallo Ihr Lieben!:wave:

Vielen Dank für die vielen Hinweise!

Ich habe schon oft gehört, dass man bei HPU so Übelkeitsattacken hat, aber bei mir ist es so, dass mir eigentlich ständig übel ist, und das seit über zehn Jahren. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in dem genannten Zeitraum jemals einen Tag ohne Übelkeit hatte, und das ist für mich doch sehr stark beeinträchtigend.

Als ich schon jahrelang B6 genommen habe, habe ich imm das P5P genommen, also die aktive Form, aber getan hat sich leider nichts.

Das Depyrrol habe ich langsam eingeschlichen und war jetzt zuletzt bei anderthalb Kapseln. Und fast jedesmal nach der Einnahme war mir dann noch schlechter als vorher.

Dass mich die Folsäure im Kryptosan umgehauen hat, stimmt leider, denn ich habe einen viel zu hohen Histaminspiegel. Ich leide - wie erst jetzt bekannt wurde - an einer systemischen Mastozytose, daher der hohe Wert. Meine Blut-Hirn-Schranke ist auch schon durchlässig durch die ständige Histamin- und sonstige Zellmediatorenfreisetzung. Darum vermutlich auch die neurologischen Symptome, die ich oft habe.

Meine Schilddrüse ist untersucht, Hashimoto habe ich nicht, die Werte sind auch alle okay, aber weil meine Symptome auf eine latente Unterfunktion hindeuten, nehme ich seit September L-Thyroxin ein. Die Gewichtszunahme war damit Schnee von gestern, habe nun wieder mein altes Gewicht, aber sonst ist rein gar nichts besser.

Was meinen Stoffwechsel angeht, so ist es tatsächlich so, dass die Leberentgiftung gestört ist, ich habe Polymorphismen der Cytochromoxidase und muss Medikamente seeehr vorsichtig dosieren, um keine Überdosiserscheinungen zu bekommen.

Die Diagnosen MCS und CFS hatte ich auch schon, diese zweifle ich aber stark an. Beziehungsweise sehe die Symptome, die darauf zurückgeführt werden, als Folge der lange nicht erkannten Mastozytose an. Ich reagiere total untypisch, auch wurden keine größeren Belastungen mit Chemikalien nachgewiesen. Ich kann auch nie einen Zusammenhang herstellen zwischen Beschwerden und dem Einatmen von z.B. Duftstoffen, mir geht es überall schlecht, egal wo ich mich aufhalte. Das ist alles eher untypisch für MCS. Naja, und CFS... starke Erschöpfung:sleep: ist typisch bei Mastozytose, und CFS ist ja auch nur eine Ausschlußdiagnose. Wenn man aber doch eine Grunderkrankung findet, die die starke Erschöpfung erklärt, ist diese hinfällig.

Tja, ist alles nicht so einfach. Mein ganzer Körper ist irgendwie total durcheinander, und keiner weiß, wo man anfangen soll, damit es besser wird.

Zum Glück habe ich ja einen sehr bemührten Arzt, der versucht, alle meine Diagnosen unter einen Hut zu bringen, und ich hoffe, dass ihm das doch noch gelingt.

Mich hätte eben einfach interessiert, ob es anderen Leuten auch so geht, dass die Depyrrol-Einnahme so gar nichts bringt oder es ihnen sogar schlechter geht damit.

LG Finchen
 
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13.03.05
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Hallo Finchen,

mir ging es ziemlich lange schlecht, aber das lag an der psychischen Umstellung, ich konnte die Veränderungen nicht einordnen.
Hast Du eigentlich schon die gängigsten Unverträglichkeiten ausgetestet?
  • Laktoseintoleranz
  • Fruktoseintoleranz
  • Zöliakie?
Besonders latente Zöliakie ist heimtückisch, weil sich keine Veränderungen in den Antikörpern/Darmschleimhaut feststellen lassen, da hilft nur ausprobieren.
Schon mal versucht, eine Weile auf Gluten und/oder Milch zu verzichten? Geht dann in Richtung Basisallergie, da gibt es eine Rubrik hier im Forum.
 
Themenstarter
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10.03.06
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Hallo Matthias,

schön, dass es Dir nun besser geht!

Jaja, die psychische Umstellung ist auch so eine Sache. Bei mir ist es halt so, dass ich körperlich immer weiter runterkomme und alles immer unerträglicher wird. Psychisch fühle ich mich an sich relativ gut - wenn der Körper ausnahmsweise mal mitmacht. Aber wenn der wieder total streikt, was ja meist der Fall ist, dann leidet natürlich auch die Psyche.

Keine Ahnung ob ich es doch weiterversuchen soll mit dem Depyrrol.:confused:

Die gängigsten Unverträglichkeiten wurden bei mir schon abgeklärt, und was soll ich sagen? Volltreffer! Hab´ alles: Glutenunverträglichkeit, Laktose- und Fructoseunverträglichkeit und halte auch die entsprechenden Diäten ein. Dazu histaminarme Kost. Trotzdem kann ich von keinem einzigen Nahrungsmittel sagen, dass ich es wirklich vertrage.:rolleyes: Kartoffel-Reis-Diät ging auch voll "nach hinten los", da Stärkeverdauung gestört. Aminosäurenahrung geht auch nicht wirklich gut, also bleibt nur ausprobieren, was im Moment am ehesten noch geht, aber langsam schmeckt mir auch gar nichts mehr richtig. Zum Glück bin ich noch normalgewichtig, aber wenn das so weitergeht, wird sich das vermutlich bald ändern...

LG Finchen
 
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13.03.05
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Hallo Finchen,

ich hatte schon manchmal den Eindruck, dass das, was bei mir psychisch nicht funktioniert, sich bei anderen auf körperlicher Ebene abspielt. Da kann man sich nun streiten, wer schlimmer dran ist ...
Ich komme aber immer mehr zu der Einsicht, dass die richtige Darmflora eine Rolle spielt.
Auf Candida bist Du sicher auch getestet.
Aber da gibt es noch das "Actimel-Prinzip". In England ist das Zeug, wie ich gehört habe, schon verboten.
Die Leute schlucken das literweise, die natürliche Darmflora geht kaputt und wird durch die Actimellen ersetzt, die sich auf Dauer nicht gegen patogene Keime halten können, was eine Actimel-Dauerzufuhr notwendig macht.
Ich probiere es zur Zeit mit den EM, https://www.em-technologie.info
weiß nicht, ob das wirkt, meine Mutter hat von dem Zeug schon die Scheißerei bekommen.
Na ja, was nicht tötet, härtet ab, vielleicht hilft es.
Die in diesem Forum oft erwähnten Darmreinigungskuren, hast Du da mal eine probiert? Hast Du eigentlich noch einen Darm oder ist der schon rausoperiert? Kauf Dir doch mal so ein Ozovit für 10 Euro und spüle den Darm durch, ob sich da was verändert.
 
Themenstarter
Beitritt
10.03.06
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Hallo Matthias,

ja, es ist schon schwer zu sagen, was nun schlimmer ist: psychische oder körperliche Beschwerden. Ich finde, man kann das gar nicht vergleichen. Für den einen ist dies schlimmer, für den anderen das. Ist alles irgendwie Käse. Am besten, man hat gar nichts von allem.
Candida hab´ ich schon seit über zehn Jahren als "Dauergast", und ich kriege den auch nicht los, trotz zahlreicher Darmsanierungen, Hydro-Colon-Therapie, Candida-Diät und was weiß ich noch allem.
Die Infos bezüglich Actimel sind aber echt der Hammer!!! :eek: Als ich noch nichts wusste von meiner Laktoseintoleranz hab´ ich das Zeug auch becherweise in mich reingeschüttet. Ohje...
Darm habe ich übrigens noch, in voller Länge.;)
Mal schauen, vielleicht sollte ich doch nochmal irgendwas in Richtung Darmreinigung versuchen. Ich bin inzwischen auch der Meinung: was mich nicht umbringt, härtet mich ab.:D
Ich drücke die Daumen, dass Dir die EM eine Besserung bescheren und nicht etwa auch nur die tollste Scheißerei!!

LG Finchen
 
Beitritt
17.09.05
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Hallo Finchen,

hast du es schon mal mit Kokosprodukten versucht? Allen voran Kokosöl statt aller anderen Pflanzenöle. Im Kokosöl sind mittelkettige Fettsäuren, vor allem Laurin- und Caprylsäure, enthalten, die Viren, Bakterien und Pilze, die eine fettlösliche Hülle haben schädigen und so letztendlich beseitigen. Candida gehört dazu und es wäre sicher einen Versuch wert. Leider gibts die meisten Infos dazu nur auf englisch, auf deutsch könntest du vielleicht mal nach Monolaurin, Laurinsäure, mittelkettige Fettsäuren googlen.

Das Fett belastet die Verdauung nicht, da es direkt in der Leber zu Energie abgebaut wird.

https://www.lauricidin.com/micro.htm
Viruses

Measles (Rubeola) virus
HIV
Herpes simplex virus- (HSV-1 & 2)
Vesicular stomatitis virus (VSV)
Visna virus
Cytomegalovirus (CMV)
Influenza virus
Pnuemonovirus
Syncytial virus
Bacteria

Gram-positive organisms
Listeria monocytogene
Groups A,B,F& G streptococci
Staphylococcus aureus
Clostridium botulinum
Streptococcus agalactiae
Neisseria gonorrhea

Gram-negative organisms
Chlamydia trachomatis
Helicobacter pylorus
Salmonella typhimurium
Vibrio parahaemolyticus
Others if used concurrently with a chelator

Yeasts. Fungi and Molds

Aspergillus niger
Penicillium citrinum
Candida utilis and C. albicans
Saccharomyces cerevisiae
Several species of Ringworm

samadhi
 
Themenstarter
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10.03.06
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Hallo samadhi,

vielen Dank für den Tipp! Das war mir jetzt total neu. Auf der Liste stehen jedenfalls ein paar wohlbekannte "Untermieter" von mir drauf, und zwar nicht nur Candida. Einen Versuch ist es jedenfalls wert. Kokosnuß als Nuß vertrage ich leider nicht, aber Kokosfett ist bisher immer gegangen, habe das aber nie über einen längeren Zeitraum in größeren Mengen zu mir genommen. Sollte ich vielleicht versuchshalber mal ändern.;)

LG Finchen
 
Beitritt
17.09.05
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Hallo Finchen,

vielleicht wäre dann für dich das Virgin Coconut Oil, VCO, angebracht. Wenn du es nicht zum Braten benutzt, sondern so isst, statt Butter zum Gemüse oder auf Brot, im Kaffee usw., oder äußerlich anwendest, relativiert sich der Preis wieder. Zum Braten würde ich eher preisgünstigeres verwenden. Sollte aber möglichst nicht gehärtet sein, im Asialaden von KTC oder im Reformhaus von Eden erhältlich.

samadhi
 
Beitritt
13.03.05
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1.648
Hallo Finchen,

da hast Du ja schon alles durch, was soll ich dann noch sagen. Mein Geheimtipp Brahmi scheint bei Dir auch nicht zuzutreffen, der ist vor allem fürs psychische.
Was ich mir inzwischen für Gedanken über den Darm mache: gestern habe ich gelesen, dass Erdwanzen, kleine Insekten im Boden, von denen manche Brutpflege betreiben, für ihren Nachwuchs am After kleine Tröpfchen absondern. Darin befinden sich symbiotische Bakterien, die für den Nachwuchs überlebensnotwendig sind. Auch von Termiten habe ich gelesen, dass die Holz nur darum verdauen können, weil das von ganz speziellen Bakterien im Darm aufgespalten wird, die haben dort wie einen kleine mikrobiellen Reaktor.
Was ich meine: ich kann mir vorstellen, dass auch der Mensch über/durch die Muttermilch irgendwelche Darmbakterien erhält, die er sonst nicht bekommt. Vielleicht, wenn er die nicht hat, weil er keine Muttermilch bekommt oder die durch irgenwelche Einflüsse aussterben, dann sind die in der normalen Ernährung nicht enthalten und kommen nicht wieder.
Das ist ein ganz persönlicher Gedanke, weil dann die gängigen Darmsanierungen, die alle darauf beruhen, irgendwas zu entfernen, nicht funktionieren.
https://www.lymenet.de/shgs/corryw/candida.htm schrieb:
Symbioselenkung/Darmaufbau mit z.B.:
  • Prosymbioflor (e-coli+enteroc.); Symbioflor 1 (e-coli); Symbioflor 2 (enterococ.)
  • Symbioflor comp. (lactobac.); Mutaflor (e-coli) (teuer);Rephalysin = billiger; Omniflora (lactobac.) 20 Kaps DM 16; Omnisept (acidolph.) 50 Kaps. DM 41;
  • Paidoflor (lactobac.); Acidophilus-Zyma 100gr DM 26; Colibiogen (e-coli) u.s.w.
Symbioselenkung

Beispiel einer Therapieempfehlung vom Institut für Mikroökologie, Herborn.
Prinzip: Stärkung der Abwehr durch Stimulation des Mukosa-Immunsystems.
  1. Pro-Symbioflor, etwa 4 Wochen, beginnend mit 2 x 5 Tropfen/Tag. Dosissteigerung um tägl. 1 Tr. Bis 2 x 20 Tr./Tag. Mit etwas Wasser verdünnt während der Mahlzeit.
  2. Symbioflor 1, anschliessend über etwa 8 Wo. , 2 x 30 Tr/Tag Einahme unverdünnt.
  3. Symbioflor 2 anschliessend über mind. 8 Wo. (unter Beibehaltung von Symb.1) be-ginnend mit 2 x 5 Tr/Tag, steigernd auf 2 x 20 Tr/Tag. Verdünnt in etwas Wasser, während der Mahlzeit.
Während Phase 2. und 3. kann eventuell eine Autovaccine-therapie angewendet werden. (die bei Borreliose mit Vorsicht zu geniessen ist - caw)
Zusätzlich ist eine Einnahme der (darmeigenen) Milchsäurebakterien förderlich. (z.B.Symbiolact A oder Symbiolact comp. oder ähnliches mit Acidophilus und Bifidusbakterien)
Das ist von einer Seite über Candida, weil ich über Symbioflor schon ab und zu was gelesen habe.
Deshalb weiß ich auch nicht, ob es auf Dauer gut ist, den Darm mit Ozovit zu behandeln, dass spaltet Sauerstoff ab, und die meisten guten Bakterien sind anaerob (sauerstoffhassend).
Aber ich kenne mich nicht so genau aus, welche Bakterien im Darm sein müssen, ist nur so ein Gedanke.
Ich nehme jeden Tag meinen Schluck EM, aber langsam wird mir das Zeug irgendwie unheimlich. 80 verschiedene Mikroorganismen, angeblich alle super nützlich - aber was ist, wenn sich da doch ein schwarzes Schaf eingeschlichen hat? Werde ich ja sehen. Jedenfalls habe ich jetzt Photosynthesebakterien im Bauch, die scheinbar in unserer natürlichen Umwelt gar nicht vorkommen, nur in Geysiren und Tiefseevulkanen, das ist schon mal was.
No risk, no fun.
 

Luz

Hallo Finchen,

ich kann sehr gut verstehen wie es Dir geht, ich kämpfe mir auch schon seit vielen Jahren wahnsinnig einen ab. Aber bitte glaub' mir, es kann sich wirklich bessern!

Hast Du schon einmal eine Leberreinigung gemacht? Du schreibst dass Deine Leber "komplett im A...." ist. Deine Leber ist verstopft und kann nicht richtig arbeiten. So lange Du die Leber nicht reinigst wirst Du auch den Candida mit seinen Folgen für die Gesundheit nicht in den Griff bekommen. Denn die Leber ist das übergeordnete Verdauungsorgan, und wenn die ihre Arbeit nicht richtig machen kann, wird nie richtig verdaut werden - mit der Folge der Dysbiose im Darm. Da helfen auf Dauer auch keine Diäten und kein Kolon-Hydro.

Gib' doch mal "Leberreinigung" hier in der Suchfunktion ein, ich (und andere) habe(n) schon einiges zu diesem Thema geschrieben.

LG

Luz
 

Kate

Moderatorin
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16.11.04
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Hallo Finchen,

auch ich kann Dich gut verstehen, gerade die Darmprobleme. Die Leberreinigung ist nicht so schlimm, wie sie sich anhört, selbst ich Hungerhaken habe sie letzten Sommer zweimal (im Abstand von 2 Wochen) gut überstanden.

Die Darmprobleme haben sich seitdem gebessert, u.a. vertrage ich wieder Fett, was besonders wichtig ist, wenn man Kohlenhydrate nicht richtig verwerten kann (Kuklinski schreibt, bei schwereren Formen der Mitochondropathie/KPU sollten 50-60% der Kalorienzufuhr über Fett erfolgen) und mir ermöglicht hat, endlich etwas zuzunehmen.

Ich nehme allerdings auch seit dem Herbst EM-1 ein, das hat noch einmal eine Verbesserung gebracht.

Alles Gute für Dich
Kate
 
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