Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

Schoggitortemitrahm

Ja besser was zu nehmen als von der Brücke zu springen.
Noch besser keins von beidem.

Weisst du,
wenn man Angst davor hat einzuschlafen,
weil man könnte ja nicht mehr aufwachen...
kennst du das Gefühl?

lg
 
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01.06.12
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Bei mir ist es eher so, dass wenn ich einschlafe,
ich mir wünsche, nicht mehr aufwachen zu müssen...

Dieses Leben müssen einfach hinter sich zu haben.

Aber ich bin auch gerade sehr depressiv, glaub ich.

Und hab zuuviel Tavor und Wodkla.

melde mich morgen auch bei dir Ben

LG
 

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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kopf

Hallo ,

ich möchte hier nochmal folgendes zu bedenken geben !
ein völlig unterschätztes problem im kampf gegen die abhängigkeit ist das "Verlustigsein " von vitaminen ,mineralstoffen,spurenelementen , als folge von dauereinnahmen- medikamente !

s267274200.online.de/__oneclick_uploads/2008/12/naehrstoffraeuber.pdf

ein ausgleich der defizite wird enorm kraft bringen !
hier im forum gibt es spezialisten im bereich -nahrungsergänzungsmittel -!
also eine beste adresse hier !
ein gut gewählter vitamin/mineral/spurene.-komplex (nicht irgendeiner von drogerie) wird enorm reserven mobilisieren können , im kampf gegen etwas ganz schlimmes !

Liebe Grüsse ,kopf.
 
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14.06.09
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Baclofen: ein weitesthin unter Ärzten völlig unbekanntes (bzw. lediglich als Muskelrelaxanz) , hoch erfolgreiches mit wenig NW behaftetes Entzugsmittel (nicht nur für Alk) wurde hier schon beschrieben --->

http://www.symptome.ch/vbboard/alkohol/70001-prof-ameisen-ende-meiner-sucht-baclofen.html

Bei einigen Menschen scheint auch das frei erhältliche u. rezeptfreie GABA (bekannt v.a. als Sportler-Nahrungsergänzung) zu funktionieren. Das hängt vermutlich davon ab ob es die Blut-Hirn-Schranke passiert oder nicht - was von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Baclofen wirkt ebenfalls wie auch Benzodiazepin über die Gaba-Rezeptoren .

Edit sagt: Baclofen macht nicht abhängig
 
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01.06.12
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Guten Morgen :D
das klingt interessant, gerade das Bacolfen. Werde meinen Doc mal drauf ansprechen! Auch, ob er mir ein Mineralstoffpräparat empfehlen kann, wenns in die harte Phase geht (oder vielleicht schon jetzt, damit sich ein Speicher aufbauen kann)? Auf eigene Faust werd ich mir da lieber nix holen (komisch, da mach ich mir Gedanken, was ich mir sonst reinhaue ist mir egal :rolleyes:). Danke Euch zwei jedenfalls!
LG
 
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01.06.12
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@ Ben: (auch Dir einen schönen guten Morgen erstmal :))

Landau wäre für Arztbesuche wohl zu weit- wohne nordöstlich von Wiesbaden.

Du scheinst ja inzwischen zu wissen, was Du willst, wer Du sein willst, wie Du sein willst, und wie nicht. Das ist sicher ein Prozess, das rauszufinden. Ich stecke da noch mittendrin. Das ist aber wohl auch ein generelles Problem meiner Generation. Es sind zuviele Möglichkeiten, gleichzeitig aber auch verbunden mit Erwartungen, da. Früher war ich ganz anders, ich wusste so genau, was ich will und was nicht! Und das hab ich mit meinem Widderdickkopf dann auch durchgezogen. Ich glaube echt, dass die jahrelange Sucht diese Willenskraft verändert hat. Habe da mal ein interessantes Zitat gelesen, finde es nur leider gerade nicht. Natürlich habe ich mich durch die Sucht auch selbst gesellschaftlich etwas ins Aus geschossen. Beruflich hätte ich alle Türen zur Karriere offengehabt, wurde sogar mehrfach gefragt, ob ich gefördert werden möchte, um höher hinaus zu kommen- ich habe immer abgelehnt, weil ich mich wegen der Sucht dem nicht gewachsen gefühlt habe. Wenn die wüssten, in welchen Zuständen ich allein schon meine normale Arbeit manchmal bewältigen musste.....:eek:

Und zum Thema "outing" noch: meine meisten Freunde hätten dafür auch Verständnis, da bin ch mir fast sicher. Sicher würde ihnen auch im nachhinein einiges klar werden, was sie vielleicht nicht verstanden hatten. Aber ich wohne auf einem kleinen Ort, und sowas spricht sich gern rum- was ich wiederum nicht möchte. Der Hauptgrund sit aber, dass meine ohnehin schon schwer depressive Mutter völlig zusammenbrechen würde, wenn sie die ganze Wahrheit erführe. Sie kennt nur die Spitze des Eisbergs, und auch da habe ich sie viel zu oft angelogen, als das sie mir das nochmal verzeihen könnte. Und da sie die einzige ist, die mir aus meiner Familie noch geblieben ist, hänge ich sehr an ihr.

Manchmal glaube ich, ich bin einfach lebensunfähig.

Liebe Grüße

die Liz
 
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Du scheinst ja inzwischen zu wissen, was Du willst, wer Du sein willst, wie Du sein willst, und wie nicht. Das ist sicher ein Prozess, das rauszufinden. Ich stecke da noch mittendrin. ....... Beruflich hätte ich alle Türen zur Karriere offengehabt, ..... Wenn die wüssten, in welchen Zuständen ich allein schon meine normale Arbeit manchmal bewältigen musste.....:eek:

Und zum Thema "outing" noch: meine meisten Freunde hätten dafür auch Verständnis, da bin ch mir fast sicher. Sicher würde ihnen auch im nachhinein einiges klar werden, was sie vielleicht nicht verstanden hatten. Aber ich wohne auf einem kleinen Ort, und sowas spricht sich gern rum- was ich wiederum nicht möchte. Der Hauptgrund sit aber, dass meine ohnehin schon schwer depressive Mutter völlig zusammenbrechen würde, wenn sie die ganze Wahrheit erführe. ........., die mir aus meiner Familie noch geblieben ist, hänge ich sehr an ihr.

Manchmal glaube ich, ich bin einfach lebensunfähig.

Liebe Grüße

die Liz
Liebe Liz, für einen schönen guten Morgen bin ich zu spät, aber für einen restlichen schönen Sonntag nicht ;)

Zu wissen was man will: Ja, das ist ein Prozess, ich finde sogar einer der "Wichtigsten". Viele Menschen wissen, was sie nicht wollen, aber nicht wirklich was sie wollen. Außerdem ist es wichtig sich besser kennenzulernen um zu wissen, wer man ist und was dann wirklich zu einem passt. Ich für meinen Teil kann nur so in Richtung "was will ich" weiterkommen. Ansonsten weiss man eigentlich nie, ob es das "sollte so sein" ist oder Wunschvorstellungen, welche nicht der Realität entsprechen oder gar ein Weg der Flucht, also genau die falsche Richtung.

Ich wohne auch in einem kleinen Ort, aber ich kann verstehen, dass du die Probleme nicht "veröffentlichen" willst. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es dir helfen könnte, wenn du wenigstens einen kleinen Teil deiner Freunde einweihst - sollten aber wirkliche Freunde sein. Warum ist deine Mutter nur noch übrig? Sind keine anderen Familienmitglieder mehr am leben oder was ist passiert? Wie auch immer, meine Erfahrung ist, dass soziale Kontakte sehr wichtig und hilfreich sind. Ich habe für mich einen Wochenplan erstellt, dieser sieht vor, dass ich mich 2x die Woche mit Freunden, Familie oder Bekannten treffe, außerdem jeden zweiten Tag Sport und 5x die Woche Entspannung. Dieser Plan hat mir echt weitergeholfen. Es Bedarf aber einiger Disziplin um es auch umzusetzen, da die Trägheit meist stark ausgeprägt ist.
Es ist schon komisch...... es gibt immer wieder Dinge, von denen wir stark annehmen, dass sie uns gut tun würden/werden und doch müssen wir uns anfangs dazu zwingen. Die schlechten Gewohnheiten halten sich ohne Anstrengung. Genau da liegt die Schwierigkeit sich zu verändern.....wieder mal innere Überzeugung, Geduld und Disziplin sind gefragt.

Ich bin echt verwirrt, du schreibst öfter so klar und intelligent und doch zweifelst du so sehr an dir. Ich denke, dass du wertvoller bist, als du es von dir selbst annimmst.

Liebe Grüße
BEN
 
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01.06.12
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:p):p)Aha, ein Langschläfer! :sleep:
Naja wenn ich nicht müsste wär ich auch nicht immer so früh wach. Heute ists ja mal voll doof, nur am Regnen. Ich spiele kleines Mädchen, habe meinen halben Kleiderschrank ausgeräumt und suche mir ein Outfit für eine Hochzeit zusammen, zu der ich eingeladen bin (man bedenke, die Hochzeit ist Ende Juli, aber hauptsache, ich bin beschäftigt- und von den eigentlich wichtigen Dingen abgelenkt).

Nein Ben, bei mir leben kaum noch Familienmitglieder, und die Cousins die noch da sind, zu denen besteht kein Kontakt.

Hast Du das mit dem Wochenplan von Deinem Therapeuten? Ich hatte auch mal sowas. Aber mein Tag ist an sich schon ganz gut strukturiert, der Sport auch, nur die sozialen Kontakte leiden meistens etwas, weil ich ein Menshc bin, der auch viel seine Ruhe braucht (aber immer in dem Wissen, dass die anderen "da" sind!).

Wenn ich etwas wirklich will, kämpfe ich dafür, und meistens erreiche ich es dnan auch. Die ganzen Dinge, die ich in der Therapie lerne, erscheinen mir zwar sinnvoll, und ich merke auch, dass sie mir ganz gut tun, aber ich bin nicht von Herzen dabei und verliere daher schnell die Geduld (mache ich aber generell).

Vorhin stand spontan eine Freundin vor der Tür- ich hab sie weggeschickt, obwohl ich sonst nichts vorhabe, gar nichts. Aber ich fühle mich in sozialen Kontakten oft unwohl, vor allem ohne Drogen/Medikamente. Dann ist es manchmal sogar fast Horror. Selbst guten Freunden würde ich dann oft gern absagen.

Whatever, Du musst mich auch nicht versuchen, zu verstehen, das haben schon viele andere nicht geschafft - einschliesslich ich selbst :p)

Es ist einfach schön, sich hier zu schreiben.

Lisbeth, inmitten ihres Kleiderschrankinhalts

und zum Thema: heute sind, streng nach Plan, 7mg angesagt, und ich h alte mich bisher auch dran!
 

Schoggitortemitrahm

Ich kann dir Rezepte geben zum Entgifen, für die Nerven, die Leber etc. falls du gerne Tee trinkst.

lg
 
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01.06.12
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Schmeckt der Tee denn auch? :D
Ich trinke schon gern Tee, aber ich hatte mir in der Apotheke mal so nen Schlaftee mixen lassen, und der lässt sich echt nicht trinken....da kann ich schon allein vor lauter Ekel nicht schlafen.
Aber wenn Du leckere oder zumindest okaye Rezepte hast, gerne ;)
Also am ehesten bräucht ich wahrscheinlich was zum entgiften und für die Nerven, meine Leber funktioniert gut.
 
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01.06.12
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Langsam beginnt der Entzug, eklig zu werden. Schon die zweite Nacht mit sehr schlechtem Schlaf, und tagsüber beginnt das schwitzen und frieren, die Antriebslosigkeit....heftig, bei 7mg. Hatte gehofft, das lässt noch etwas auf sich warten. Hab gestern schon mittags meine Tagesdosis genommen (die ich normal über den Tag verteile), weil ichs nicht mehr ausgehalten hab, und den Abend dann mit Alkohol überbrückt. Keine Dauerlösung, aber für gestern wars ok. Man muss von Tag zu Tag leben im Entzug.....
 
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12.03.12
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Liebe Liz, hoffe du kommst zu recht, soweit dies beim Entzug möglich ist. Die Notwendigkeit Alkohol als Überbrückungshilfe zu sich zu nehmen, solltest du nicht zu oft nutzen. Das eine Übel darf das andere Übel nicht ersetzen. Aber das weisst du natürlich auch....
Wäre es nicht besser erst einmal dauerhaft mit einer Menge zu recht zu kommen?! Denke dran, dein Gehirn muss Zeit haben um Stück für Stück die normalen Angstbarrieren wieder aufzubauen und um die normale "Nervensteuerung" wieder zu übernehmen.
Ich wünsche dir viel Kraft!!! :kraft:
Liebe Grüße BEN
 
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12.03.12
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Liebe Marlene, wie ist dein Stand? Alles noch in der Spur? Was macht das schlafen?
Ich habe aktuell nicht die beste Phase, aber wohl alles noch auf dem richtigen Weg. Am Wochenende hatte ich relativ viele Probleme mit Schwitzen, auch das Schlafen geht noch nicht wie es sein sollte. Aber ist auch nicht mehr so schlimm wie es war. Ich denke alles in allem wird es von Woche zu Woche besser, wenn auch nur langsam......
Ab heute gehe ich in die 8. Woche ohne Diazepam (50 Tage ohne Benzos).
Liebe Grüße BEN
 
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01.06.12
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:bier:Hallo Ben,
ich muss aus halt so schnell wie möglich runter von den Benzos, sonst würde ich auch kleinere Schritte wählen, die etwas weniger wehtun, und dem körper mehr Zeit lassen. Aber es stehen Drogenscreenings an und da dürfen höchstens noch einmal Benzos drin sein. Heute hab ich die 7mg wieder nicht durchgehalten. Ich hab mich über zwei mir nahestehende Personen so geärgert, und es ist noch was heftiges passiert, so dass der Griff in die Tablettenpackung schon beinahe wieder Reflex war, zumal ich Besuch erwartete und die mich nicht in meinem Entzugs- und Ärgerzustand sehen sollten.

Klar, der Kopf findet immer einen Grund, wieder zu den Benzos zu greifen, das ist mir auch klar. Aber morgen gibts stur die 7mg und Donnerstag geh ich runter auf 6, das ist der Plan und ich werd alles geben ihn durchzuziehen.

Fühl mich halt auch total einsam und irgendwie "aus der Welt gefallen" gerade - melde mich aber andererseits auch bei niemanden, und die Leute, die sich bei mir melden, halte ich hin, weil ich denke, dass ich einem normalen Treffen in dem Zustand nicht gewachsen bin. Eher unverbindliche Kontakte, so wie hier, das ist mir grad am liebsten glaub ich. Aber ich will jetzt auch keine 10 verschiedenen Themen eröffnen und mich noch in x anderen Foren anmelden. Ich muss schon aushalten, was ich mir selber einbrocke.

Heute war meine Mama hier das hat mir ganz gut getan irgendwie. Waren kurz shoppen und ich hab mir zwei neue Oberteile gekauft, für falls es mal wieder Sommer wird ;) (hier in D ist das Wetter jedenfalls kaaaalt).

Und mit dem Alk, Ben, brauchste Dir in doppelter Hinsicht keine Gedanken zu mache. Mein Vater war Alkoholiker, das war abschreckend genug, und vor allem mag ich die Wirkung vom Alk nicht. Deswegen trink ich jetzt noch nen Rest Maibowle. Es ist schliesslich schon Juni, die muss weg! :bier:

Vielleicht werde ich auch endgültig verrückt gerade.

LG Liz
 
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17.04.12
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Hallo BEN,
Dank für Deine Nachfrage, heute an meinem 71. Tag ohne Benzos. Ja, es ist alles im grünen Bereich, glücklicherweise. Dir gratuliere ich auch zu Deinem Erfolg - wir sind eigentlich suuuuper, findest Du nicht? Aber das kann man auch nur schaffen, wenn man ganz zielbewußt das Problem angeht.
Selbstverständlich habe ich noch mit den "Erscheinungen" zu rechnen. Aber in dem Wissen, dass es immer weniger wird, kann man das durchstehen. Es geht mir jedenfalls besser mit den jetzt noch auftretenden Folgeerscheinungen, als unter der Dröhnung mit dem Benzo. Das mit dem Schlaf ist natürlich auch noch nicht dort, wo ich hinkommen möchte, aber wir haben ja auch noch Zeit. Das Wichtigste ist, glaube ich, dass ich überhaupt kein Verlangen nach dem Gift habe. Aber das ist auch eine Sache, die nur im und mit dem Kopf entschieden wird.
Wir sind auf dem richtigen Weg und können richtig glücklich sein, es bis hierhin geschafft zu haben.

Viele Grüße und weiterhin Daumen gedrückt
Marlene
 
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01.06.12
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Euch beiden meinen riesen Respekt, echt!! Was Ihr da geschafft habt, schaffen nicht viele - alle Entzugserscheinungen ertragen, weil man einfach keine Benzos mehr nehmen WILL, und sich daran aufzubauen, dass sie ja weniger werden und irgendwann ´-hoffentlcih bald- auch ganz aufhören. Und je größer der Abstand zum Gift wird, desto mehr schwindet auch das Verlangen danach, wie Marlene ja schrieb- weil man wieder die vielen kleinen, positiven Dinge im Leben entdeckt, die man unter den Benzos gar nicht mehr mitbekam.

Es motiviert mich immer, von Euch zu lesen, meistens liest man ja nur Gegenteiliges im Internet, und ich bin ja auch eher eine Kandidatin, die es wieder und wieder nicht schafft. Aber diesmal ging es echt zu weit, und so kann und will ich nicht mehr weitermachen.

Ein bisschen freue ich mich darüber, zu sehen, wie meine Tagesration immer weniger wird- früher hätte das eher Panik ausgelöst ;)

Euch ganz viel Kraft weiterhin, seid stolz auf Euch und belohnt Euch dafür!!!

LG Liz
 
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28.05.12
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Tagelang Kopfschmerzen , Vom Nacken zu den Augen. Ohrensausen wird lauter. ...der 10 Te Tag. Euch weiter viel Durchhaltevermogen. Seit dankbar nichts mehr nehmen zu müssen. Liz : Wie gehts Dir heute? Uns gings am Anfang allen nicht gut! Denk da dran. Und rechne mit allem , dann wirst Du zwar trotzdem kalt erwischt. Aber Du weisst es vorher. ..Ulli
 
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12.03.12
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@ Marlene: Schön, dass es bei dir weiter bergauf geht. Dann gehe ich mal davon aus, dass es bei mir in den nächsten Wochen ebenfalls weiterhin besser wird.
Ja, wir sind schon recht gut, wenn auch noch nicht endgültig davon, aber das Zwischenergebnis kann sich sicherlich sehen lassen. Auch dir weiterhin viel Kraft und ich drück die Daumen!!!

@ Liz: Der wichtige Teil, damit du dieses Zeug los wirst ist, ist wirklich dein Bezug dazu und zu dir selbst. Für mich ist es absolut hilfreich zu wissen, dass ein Benzo nicht wirklich helfen kann. Es kann nur für den Moment die Wahrnehmung verändern, aber es nimmt dir die Kontrolle und schickt dich in die Unselbständigkeit bzw. isoliert dich vom Leben. Ich wünsche dir, dass du dein Wissen in eine tiefe innere Überzeugung wandeln kannst. Dann schaffst auch du das!!!
Für mich war es auch wichtig "lernen mich anzunehmen". Auch die schlechten Seiten und Gefühle zu kennen und anzunehmen und ihnen bewusst zu werden. Je besser dies gelingt, umso besser geht es mir damit ;o)
Jeder für sich sollte mehr er selbst sein, als zu versuchen so zu sein, wie uns die Gesellschaft gerne hätte.
Ich denke, im inneren weichen doch die meisten Menschen von dem ab, was eigentlich gepredigt wird (Gesellschaft oder Religion, egal).
Wer kennt schon keinen Neid, keine Eitelkeit, kein Konkurenzkampf, keine Eifersucht, keine Wut, keine Angst, keinen Zorn,........)?!
Wer spricht schon über seine Fehler? Ich denke, es gibt mehr Menschen mit Problemen als man denkt.

Normal liest man im Internet ganz andere Dinge über den Entzug, da hast du vollkommen recht. Ich war am Anfang total erschrocken, was da alles zu lesen war. Ich hatte auch keinen Bericht gefunden, wo es Jemand geschafft hatte.
Ich schätze es könnte daran liegen, dass viele, wenn es ihnen besser geht, sich nicht mehr in den Foren aufhalten. Ist eigentlich sehr schade, weil es einem den Eindruck vermittelt, dass man davon nicht loskommt.

Liz, auch wenn du dieses Screening hast, ich denke es ist wenig hilfreich, wenn du zu schnell reduzierst. Was passiert, wenn noch Benzo nachgewiesen werden? Wenn du zu schnell machst, ist ein Erfolg sehr schwierig, dann hättest du auch Benzo drin. Kann man mit den "Testern" nicht reden, dass ein zu schnelles entziehen einfach nicht geht.
Es ist wie ein Wettkampt, in welchem keine Zeit zählt, sondern nur der Erfolg und, auch wenn ich mich wiederhole, GEDULD!
Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft auf deinem Weg!!!

Ich wünsche allen Betroffenen viel Überzeugung, Geduld, Disziplin und Kraft beim Überwinden der Benzoabhängigkeit!!! Liebe Grüße BEN
 
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01.06.12
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@Uli: oje, klingt nicht gut....kann man nur darauf hoffen, dass es, wie alles beim Benzoentzug, wellenförmig verläuft - und die Wellen werden imer schwächer, ich wünsch Dir ganz viel Kraft zum weiteren Durchhalten- Du bist auch schon so ein großes Stück des langen Weges gegangen!! LG

@Ben: Du hast sehr recht mit dem, was Du über das sich selbst annehmen und die anderen Leute schreibst. Ich bin gerade zu matt im kopf, um dir jetzt irgendwas intelligentes zu antworten, sorry. Aber ich empfinde das genauso.

Das Problem mit den Screenings ist: ich bin in einem spez. Therapieprogramm wegen dem Borderline. Da gibt es einen Behandlungsvertrag (ja, einen echten Vertrag), wo drinsteht, dass man keine Drogen nehmen, sich nicht selbst verletzen oder umbringen soll, mal ganz vereinfacht gesagt. Da ich schon mehrfach wegen Drogeneinnahme aufgefallen bin, wurde mein Vertrag verschärft, die Drogenscreenings wurden mit reingenommen, in zufälligen Abständen. Beide Therapeuten von mir wissen nicht, was da aktuell mit den Benzos abgeht. Ich weiß, das ist scheiße. Aber ich hab dummerweise angefangen mit der Lügerei, und komme da jetzt nicht mehr raus- denn würde ich beichten, verlöre ich meinen Therapieplatz- der mir an sich sehr wichtig ist. Bei mir gehts halt leider um noch so viel mehr als Sucht. Deswegen hoffe ich, unentdeckt schnell von den Benzos runterzukommen, und dann mit klarem Kopf weiter an mir zu arbeiten. Mein Hausarzt betreut den Entzug. Er war auch für langsameres Absetzen, aber er meinte, wenn ich es aushalte, könnte ich max alle 4 Tage 1mg runtergehen, solange ich noch so hoch dosiert bin. Wie´s dann aussieht, wenn ich bei 3,4mg bin, müssen wir dann neu besprechen. Aber hey: ab morgen sinds schon nur noch 6mg, und der Tag heute war echt erträglich, von ein paar Heulphasen mal abgesehen. Gerade gehts mir sogar fast gut (ja, ich wundere mich auch :D), und ich fasse neuen Mut und hab ein paar positive Gedanken. Vielleicht brauche ich einfach diesen harten Weg, um aus meiner Sucht herauszufinden- und nciht mehr zurückzukehren. Vielleicht hat alles Sinn so.

LG an Euch alle

Lisbeth
 
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01.06.12
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Ein neuer Tag, der erste mit 6mg. Draußen sind endlich ein paar Sonnenstrahlen zu sehen, und so sieht es auch gerade in mir drin aus. Ich bin dankbar, dass ich gut schlafen konnte, und habe das Gefühl, dass es zu schaffen sein wird- dass auch ich es schaffen kann. Ein paar positive Gedanken inmitten all des Selbstmitleids, die wollte ich Euch nur mitteilen ;)

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Tag! :wave:
 
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