Depression - Beziehungsprobleme - Midlifecrisis

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15.09.04
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Hallo Ingrid

Will mich, ebenso wie Löewe, nach deinem Befinden erkundigen. Ich hoffe du bist von der Grippe veschont worden!?

Lass doch wieder mal von dir hören.

E liebe Gruess

Colette
 
wundermittel

inga

in memoriam
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28.07.04
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Einen schönen guten Abend!

Erst mal herzlichen Dank für die Nachfrage! Ich hab auch etwas von der Grippe mitgekriegt. Bei mir hat sich zwar kein Fieber bemerkbar gemacht, aber ich war total müde. Jede Kleinigkeit hat extrem viel Kraft benötigt. Nun geht es mir besser.

Momentan befinde ich mich in einer "gelähmten" Phase. Ich hab mehrmals was ins Forum schreiben wollen, konnte aber irgendwie nicht. Mein Mann ist seit einiger Zeit mit dem Umzug beschäftigt. Verständlicherweise zieht sich das ganze in die Länge, da er nur die Zeit nutzen kann, wo er nicht schläft (bis Mittag) und nicht am PC sitzt! (von 20.30 Uhr bis open end) :) Er hat auch sämtliche Einkäufe nach Hause geschleppt und hier gestapelt. Als ich ihm den Vorschlag gemacht hab, er könnte doch nachfragen, ob er schon einen Schlüssel der Wohnung - die steht leer - bekommt, so könnte er die Einkäufe doch direckt dorthin bringen, war seine Antwort ziemlich genervt: "Denk du nicht für mich!" Zwei Tage später hatte er einen Schlüssel! :)

Da er ja weder Freunde noch Kollegen hat, ist er auf die Hilfe der Kinder angewiesen. Heute - besser gesagt gerade in diesem Augenblick - ist er dabei, die Büromöbel vom Untergeschoss ins Obergeschoss zu transportieren, damit er diese morgen (erst aber am Nachmittag) in die Wohnung bringen kann. Der PC bleibt aber noch stehen!

Letzte Woche hab ich in einem Prospekt ein freundliches Kinderzimmer entdeckt. Sowohl die Farbe wie auch der Preis haben mir sehr zugesagt. Hab es meinen Kindern gezeigt und gesagt, ich hätte im Sinn, ihnen diese Möbel zu kaufen. Irgendwie wollte ich ihnen eine Freude bereiten. Ihr Vater zieht aus und hinterlässt doch irgendwie ein Loch. Hab es auch meinem Mann gesagt. Im ersten Moment hat er nicht viel dazu gesagt. Ich hab ihn auch gefragt, ob er eventuell einen der Schränke aus den Kinderzimmern gebrauchen könnte. Er war der Meinung, dass das Kinderzimmer in der Wohnung viel zu klein ist. Einen Tag später - nachdem ich im Möbelgeschäft war - begann er zu sagen: "Na ja... wenn ich das gewusst hätte, dass du neue Möbel kaufen willst, hätte ich keinen Kleiderschrank für mein Schlafzimmer gekauft... dann hätte ich einen der Schränke der Kinder genommen." Ich hab ihm versucht zu erklären, dass ich diese Möbel gesehen hab, nachdem er seine Schlafzimmermöbel gekauft hatte. Na ja... er reitet immer noch drauf herum!

Ich hätte diese Möbel nächsten Samstag holen wollen. Hatte bereits einen Termin mit der Brockenstube für heute ausgemacht. Das gefiel meinem Mann nicht. Es wäre ihm lieber, ich holte die Möbel erst dann, wenn er ausgezogen ist. Ok.... ich hab alles auf nächste Woche verschoben! Als er heute abend nach Hause kommt, sagt er: "Wenn du die Möbel nächsten Samstag holst, kann ich dir ja dabei helfen" Eigentlich recht freundlich von ihm. Doch ich hab ihm sagen müssen, dass ich erst mal abwarten muss, was die Transportfirma sagt, ich liesse die Möbel bis hierher liefern, ich übernehme dann nur die Montage. Beim Essen dann hat er aufgezählt, was er alles mitnehmen will. Im Wohnsimmer stehen drei Sideboards. Eines davon will er mitnehmen. Einen Sessel, den er mir geschenkt hat, die Stereoanlage, die DVD-Anlage und den Clubtisch. Meinem Sohn ist rausgerutscht: "Na ja... dann ist das grosse Wohnzimmer ja fast leer!" (was ja nicht stimmt!) Diese Bemerkung hat meinen Mann endlich dazu gebracht, seine echte Meinung zu sagen: "Was meinst du eigentlich? Ich lass Möbel hier, damit sie dann in die Brockenstube wandern? Ich hab dann nichts davon und bin dafür arbeiten gegangen! Wenn ich gewusst hätte, dass deine Mutter neue Möbel kaufen will - zum hundertsten Mal!! - hätte ich was genommen!" Ich muss dazu sagen, dass der eine Schrank 13 Jahre und der andere 16 Jahre alt sind. Eines der Betten nimmt er mit in seine Wohnung, eines bleibt hier. Ich denke, er will mir einfach wieder mal ein schlechtes Gewissen einreden.

Ich kann euch nicht richtig beschreiben, wie ich mich fühle. Irgendwie einsam... irgendwie wütend... irgendwie traurig... irgendwie zuversichtlich, dass alles gut wird. Ein Mix von Gefühlen. Samstag will er definitiv weg sein. Na ja... ich denke es wird noch eine Weile dauern, bis er wirklich alles mitgenommen hat. Mal sehen, wie es sich anfühlt, wenn er nicht mehr anwesend sein wird. Bis dahin hoffe ich, möglichst ruhig bleiben zu können. Ich merke, wie es an meinen Nerven zehrt. Manchmal reagiere ich gereizt, das mag ich nicht! Kann mich aber nicht so richtig unter Kontrolle halten.

Was die Scheidung angeht, zieht sich das auch in die Länge. Erst hat mein Mann nicht erwähnt, dass er eine Anwort von mir erwartet, damit er seinem Anwalt sagen kann, was dieser für Vorschläge zusammenstellen sollte. Dann war der Anwalt in den Ferien. Nun hat er was bekommen, ist aber damit nicht zufrieden. Der Anwalt muss alles wieder neu aufsetzen. Hach.... es wäre ja zu schön, wenn es mein Mann schaffen würde, was nicht soooooooooooooooooo kompliziert zu machen. Ich warte!

Ich werde mich wieder melden, wenn er ausgezogen ist. Bis dahin wünsche ich euch allen eine gute Zeit!
Viele liebe Grüsse
 
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07.02.05
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Liebe Inga,

darf man gratulieren zu der neuen Freiheit?? Ich würde das nämlich sehr gerne tun. :)

Ich denke, bei Dir geht es ganz schön rund - im hoffentlich positiven Sinne. Erste Eindrücke des Ohne-Mann-Wohnens....neue Gedanken, neue Eindrücke, neue Gefühle, neues Lebensgefühl?

Ich hoffe, Dir und Deinen Söhnen und bald auch dem "Ziehsohn" steht eine schöne Zeit bevor.
Eine Zeit, die ihr ganz für Euch nutzen könnt, in der IHR die wichtigsten Menschen seid, eine Zeit die für Euch trotz aller Umstellung schön ist.
Das wünsche ich Euch Inga.

Alles Liebe und Gute - und schreib, wenn Dir was auf der Seele brennt.

ML
 
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15.09.04
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Liebe Ingrid

Nach heftiger Grippe melde auch ich mich wieder mal.

Ist nun bei euch etwas Beruhigung eingekehrt? Das ging ja turbulent zu- und her wie du beschreibst. Irgendwie wundert mich das nicht. Ich habe nämlich das Gefühl, dein Mann hat immer noch nicht so richtig kappiert, dass dies das Ende bedeutet von seinem ach so bequemen Leben sprich: Machogehabe und Flohnertum.
An deiner Stelle würde ich mich davor hüten ihm nachher zu viel helfen zu wollen. Denn das ist nun seine Chance erwachsen zu werden. Erst hat ihm wahrscheinlich seine Mutter alles gemacht und dann du. Gehe ich richtig in der Annahme?

Ganz viele Menschen ziehen nun Lehren daraus. Du, dass du ihn nie hättest ändern können, was - wie wir alle wissen eh nicht geht. Deine Kinder, weil sie erkennen, dass ein solches Verhalten wie es ihr Vater zeigt nicht akzeptiert wird und es Konsequenzen nach sich trägt. Dies wird für sie eine wichtige Erkenntnis auf ihrem Lebensweg sein.
Und ich denke, dein Mann wird sich mit der Zeit ziemlich heftig damit auseinandersetzen müssen welche Anteile er einbrachte, damit eure Ehe zum scheitern kam.
Ich bin nämlich der Ansicht, das Leben zeigt dem Menschen immer wieder seine Schwächen auf, damit er sie angehen kann. Ob er dann die Kraft und den Willen hat diese auch anzugehen bleibt ihm überlassen. Denn jeder ist schlussendlich für sich selbst verantwortlich. Das zeigen meine Erfahrungen und ich habe ja doch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel.

Deine Traurigkeit und Wut sind sehr verständlich. Einerseits bedeutet das Ende einer Ehe für annähernd jede/n einen persönlichen Misserfolg. Andererseits besteht eine Wut über den Partner wenn er so uneinsichtig ist, wie es bei dir der Fall ist.
Wichtig dabei ist nur, diese Gefühle mit der Zeit in eine Bahn zu lenken. Nämlich in eine Lebensbahn die dich auf deinen eigenen Weg führt. So, dass du dein Leben leben kannst. Selbstbewusst, fröhlich und offen für alles Neue.
Denn das Leben ist lebenswert! Schicksalsschläge lassen uns reifen und nach Überwindung derselben geniessen wir das Leben um so mehr!

Aus einem Tal voller Schatten folgt ein Berg in der Sonne. ;)

Ich wünsche dir alles Liebe und weiterhin viel Kraft
Co
 

inga

in memoriam
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28.07.04
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Guten Abend meine Lieben!

Ein herzliches Dankeschön für die Nachfrage! Ich hatte einiges um die Ohren und einfach zu wenig Zeit, um euch berichten zu können, was sich ereignet.

Mein Mann ist seit letzten Montag nicht mehr hier zuhause. Ich hab ihn aber bis gestern Abend jeden Tag gesehen. Er musste noch einiges abholen. Ist aber damit noch nicht fertig! Mich stört, dass er einfach alles was er packen kann, mitnimmt. Ich würde ja nie Diskussionen darüber führen, ob er was mitnehmen darf oder nicht. Es wäre einfach schön, wenn er mit mir drüber reden würde. Er nimmt Dinge mit, die er mir geschenkt hat. Er packt Bücher ein, die mir gehören - sogar welche in italienischer Sprache. Er nimmt sogar Kinderfilme mit, die den Kindern gehören! Was will er damit? Irgendwie hab ich das Gefühl, er ist gestresst. Zeigt es aber nicht!

Ich hab letzte Woche die Möbel zusammengebaut. Ein langjähriger Freund von mir hat mir dabei geholfen. Da er gesundheitlich nicht mehr ganz auf dem Damm ist - Rückenschmerzen, Herzprobleme - konnten wir nicht sehr schnell vorankommen. Aber es war ok. Wir haben auch sehr viel gelacht. Das hat gut getan. Dann musste ich die Sachen der Kinder wieder an seinen Ort bringen. Na ja... ich hab dabei ziemlich viel aufgeräumt. Das ganze Wochenende hab ich damit verbracht, einzuräumen, sortieren, entsorgen und putzen. Jetzt bin ich an einen Punkt gelangt, wo ich langsam ein Ende sehe.

Es gab schon Momente, wo ich ziemlich hilflos und deprimiert war. Niemand da, der mir dabei geholfen hätte, schwere Schachteln auf den Dachboden zu bringen. Niemand da, der mir beim einräumen geholfen hätte. Niemand da, der mir bei schwierigen Arbeiten geholfen hättte. Meine Hände tun mir weh und ich bin ziemlich kaputt. Muss aber gestehen, dass ich auch ein wenig stolz auf mich bin. Ich hab es geschafft.

Heute war ein seltsamer Tag. Ich bin am Morgen recht gut drauf gewesen. Als ich dann am Nachmittag mal die Entwürfe des Anwalts meines Mannes durchgesehen habe, ist meine Stimmung irgendwie gesunken. Es kamen wieder Gedanken hoch, wie: Wie schaff ich das alles? Kann ich für meine Kinder genügend sorgen? War das nötig, soweit zu kommen? Was hab ich falsch gemacht?

Da ich mit den Entwürfen für eine Scheidungskonvention, die ich von meinem Mann bekommen habe, nichts anfangen kann, hab ich ihn angerufen und ihn gebeten, die Unterlagen, die er seinem Anwalt gegeben hat, mir zukommen zu lassen. Aus den paar Zahlen, die da aufgeführt sind, ist herzlich wenig ersichtlich, wie sich das zusammensetzt. Wenn ich mich von jemand beraten lassen will, muss dieser ja auch alle Unterlagen sehen können, um gescheit Auskunft geben zu können. Er sagte, das hätte ich ihm auch früher sagen können. Ich denke, das ist doch logisch, dass jede Seite die gleiche Chance haben soll. Ich kann und will nichts einfach blind annehmen.

Bei dieser Gelegenheit hab ich ihm gesagt, dass ich lieber schriftlich mit ihm kommunizieren möchte. Also per E-Mail, da ich seine Adresse nicht wissen will. Er wollte wissen wieso. Ich hab ihm gesagt, dass seine Stimme mich zu tief beleidigt und gedemütigt hat und ich sie nicht mehr hören möchte oder zumindest nicht mehr als unbedingt nötig. Er klang irgendwie seltsam.

Klar, muss er sein Leben etwas anders gestalten. Bis jetzt - zuerst seine Mutter (genau Colette!) - dann nahtlos ich - wurde alles für ihn erledigt. Vielleicht lernt er jetzt zu schätzen, was für ihn getan worden ist. ABer da er immer betont hat, dass er niemanden braucht und er alles machen kann, denke ich, wird er alles sehr gut erledigen können. Ich hab echt nicht im Sinn, ihm was abzunehmen oder in irgend einer Weise behilflich zu sein. Sorry... aber er konnte mir auch zusehen, wie ich am krampfen war und hat keine Anstalten gemacht, mir spontan zu helfen. Es hiess immer: Du musst mich halt fragen, wenn du was von mir willst!

Für heute möchte ich mich verabschieden, bin nämlich ziemlich müde.
Ich wünsche euch allen eine gute Nacht!
Bis bald!
 
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07.02.05
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Liebe Inga,

ich gratuliere Dir zu Deiner neu gewonnenen Zukunft und ich hoffe, Du verstehst das so wie ich da meine.

Wäre ich aber an Deiner Stelle, würde ich diesem Mann ganz deutliche Grenzen aufzeigen Inga. Es kann nicht sein, dass er Sachen mitnimmt, mit denen er nichts anfangen kann und die ihm zudem nichtmal gehören. Ich denke jegliche Gnade hat hier sein Ende. Wahrscheinlich stehst du auch hier über den Dingen, es tut Dir ja nicht wirklich weh - da merkt man den Unterschied zu mir. ;)

Du wirkst auf er einen Seite so zart und auf er anderen Seiten spürt man, welch Kraft in Dir steckt. Ich habe keine Angst oder Bedenken um Dich und Dein weiteres Leben Inga. Du wirst das sehr gut hinbekommen.

Wie geht es Deinen Söhnen seitdem der Vater nicht mehr da ist? (Ich hoffe, ich darf fragen)
Ist er noch ein großes Thema im Hause? Plant ihr gemeinsam die nahe Zukunft?
Gönnt Euch einen schönen Sommer, ich wünsche Euch so sehr, dass Ihr die Früchte für Eurer Ausharren ernten könnt.

Liebe Grüße in die Schweiz
 

inga

in memoriam
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28.07.04
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Guten Morgen MaryLu

Danke für deine Worte!

Allmählich werde ich meinem Mann die Grenzen aufzeigen. Letzte Woche kam er mal um 22.30 Uhr vorbei. Ich hab ihn gebeten, etwas früher zu kommen, falls es nötig ist. An diesem Tag war ich echt total müde und wäre gerne ins Bett gegangen. Wenn er einen verschobenen Tagesrhytmus hat, heisst das noch lange nicht, dass er uns "seine" Zeiten aufzwingen kann.

Eigentlich hat sich hier nicht viel geändert, seit mein Mann weg ist. Die Kinder spühren seine Abwesenheit höchstens nur am Abend, wenn er nicht an seinem PC hockt! Es ist echt schwer zu sagen, was die beiden denken. Sie befinden sich in einer schwierigen Lebensphase. Beide stecken in der Pubertät. Nicht nur für sie sind die hormonellen Kapriolen störend. Für mich ist es total anstrengend. Erst mal werden sie im April an ein Lager gehen. Der Grosse an ein Musiklager, der Kleine an ein Erlebnislager ins Tessin. Der Grosse wird dann anschliessend mit der Schule 2 Wochen nach England gehen. Dort besucht er einen Intensivkurs in Englisch. Somit wird er dann die Prüfung für das "First Certificate" ablegen. Ich hab mir echt noch keine Gedanken darüber gemacht, wie wir den Sommer verbringen sollen. Ich möchte nur etwas Entspannung und Ruhe haben.

Ich hab gerade einen Gruss von einer sehr lieben Person per E-Mail erhalten. Das hat mich jetzt total gefreut. Diese kleinen Dinge tun so unendlich gut. Ein Gedanke, ein Gruss, ein gutes Wort. Alles Dinge, die man nirgends kaufen kann. Und doch sind sie sehr wertvoll.

Mit diesem guten Gefühl, gehe ich jetzt meinen Arbeiten nach. Ich wünsche dir MaryLu und allen Lesern einen wunderschönen Tag.
Ganz liebe Grüsse aus der Schweiz
 
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10.01.04
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Hallo Inga,
nicht nur innerlich bewegt sich vieles; im Äusseren machst Du das auch, und das tut sicher gut. Manchmal tut es auch weh, das ist ja auch verständlich nach so vielen Jahren.
Aber alles in allem bist Du schon ein Riesenstück weitergekommen. Die Kraft, weiterzumachen, wird sich immer wieder einstellen, wenn Du sie brauchst. Da bin ich mir ganz sicher.

Ich finde es gut und wichtig, daß Du Deinem Mann gegenüber sehr vorsichtig bist, was Vereinbarungen angeht. Offensichtlich ist es ihm ziemlich egal, wie Du z.B. über die Aufteilung der Möbel oder anderer Dinge denkst; - Hauptsache, er bekommt, was er will. Da es bei der Scheidung aber auch um die Kinder und wahrscheinlich um eine gewisse finanzielle Absicherung für Dich geht, ist da Vorsicht, Genauigkeit und Schriftliches gefragt! Ich kenne leider einige Fälle, wo sich trennende Paare mündlich verhandelt haben und ein Teil sich dann gar nicht daran gehalten hat.

Ein bißchen mußte ich lächeln: Du schaust immer noch sehr, was wohl Dein Mann denkt, fühlt, fühlen wird. ... Das soll er fein selbst erfahren, aber Du bist dafür endgültig nicht mehr zuständig (warst es auch nie wirklich). Seinen Spruch "Du musst halt fragen, wenn Du was von mir willst" würde ich mir zu eigen machen...

Ich habe vergessen, wie alt Deine Söhne sind. - Aber: können sie Dir nicht ein bißchen helfen?

Weiter alles Gute und liebe Grüße,
Uta
 
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30.11.04
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Hallo Ingrid,

ich wollte dir ein frohes Osterfest wünschen, das ja in diesem Jahr ganz anders ausfallen wird, wie in all den anderen Jahren. Ich wünsche dir, dass du es genießen kannst und die Veränderung, die dein Leben erfahren hat, positiv sehen kannst.

Ich erzählte vor einigen Wochen von meiner Urlaubsfreundin, deren Mann ein Verhältnis mit einem anderen Mann hat. Der Körper meiner Freundin hat jetzt so stark reagiert, dass sie nun auch Veränderungen in ihrem häuslichen Umfeld vornehmen muss. Erst bekam sie furchtbare Schmerzen im Rücken, sie meinte, es wären die Nieren. Außerdem litt sie unter extremer Atemnot. Ein herbeigerufener Notarzt konnte keine Ursachen feststellen und meinte, sie müsse ihre Angelegenheiten klären. Sie konnte dank einer Freundin eine Notaufnahme in einer Psychiatrie erreichen. Dort bekam sie am Aufnahmetag 41,5 Grad Fieber und wurde per Rettungsdienst in ein Krankenhaus überwiesen, in dem sie kollabierte und aufhörte zu atmen und sich 2 Tage im Koma befand. Nach diesem Ereignis kehrte sie wieder in die Psychiatrie (oder auch psychosomatische Abteilung) zurück und klärte mittels Therapueten ihre Lage. Sie sagte, dass sie es jetzt annehmen könne, ihren Mann verloren zu haben. Ihre beiden Kinder und ihr Mann sind jetzt ohne sie zum traditionellen Famlien-Osterurlaub nach Norderney gefahren, während sie (vorgestern aus der Klinik entlassen) nun ihre Eltern von der bevorstehenden Trennung informiert. Die Therapeuten rieten ihr, zum jetzigen Zeitpunkt keinen Familienurlaub zu machen.

Ich denke, dass uns der Körper immer signalisiert, dass etwas nicht in Ordnung ist. Erst geschieht es ganz sanft. Wenn wir das nicht wahrnehmen, werden Beschwerden heftiger. Und wenn wir dann immer noch nichts unternehmen, werden wir aus dem Verkehr gezogen.

Meine Schwester, 62 Jahre alt, fährt in diesem Jahr erstmals 4 Tage mit mir an die Nordsee. Das erste Mal fährt sie ohne ihren Ehemann, das erste Mal fährt sie ohne ihren behinderten Sohn und das erst mal fährt sie mit mir. Meine Schwester hat einen Mann, der ihr nicht gerade das Leben leicht gemacht hat. Sie glaubte immer, dass sie eigentlich kein Recht darauf hatte, etwas mal nur für sich alleine zu tun. In den letzten beiden Jahren hat sie viel Zeit im Krankenhaus verbracht. Wahnsinnige Schmerzen in den Beinen, Armen und dem Rücken zwagen sie und ihren Mann dazu, umzudenken. Trotzdem mein Schwager Rentner ist, überließ er immer alle noch so schweren Arbeiten im Haushalt meiner Schwester. Und diese meinte immer, dass man da nichts machen könnte. Erst als der Rollstuhl drohte, veränderte sich das Verhalten der Familie.

Jetzt habe ich so viel geschrieben, wo ich eigentlich nur frohe Ostern wünschen wollte.

Ich hoffe, dass ihr alle vom Forum frohe Ostertage erlebt und dass ihr euch auch noch einmal an die Ursache des Osterfestes erinnert.

Ich wünsche mir, dass es mehr Menschen mit Zivilcourage gibt, dass man auch mal für Menschen bewusst eintritt, die keine Lobbi haben. Außerdem wünsche ich mir, dass Menschen einfach liebevoller miteinander umgehen und Gutes von den anderen denken (selbsterfüllende Prophezeiung).

In diesem Sinne

liebe Grüße

Helmchen
 

inga

in memoriam
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28.07.04
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Guten Abend Helmchen

Herzlichen Dank für die Ostergrüsse und deine schönen Worte. Ich wünsche dir ebenfalls wunderschöne Feiertage und einen erholsamen Urlaub!

Ich muss gestehen, dass auch ich was an mir bemerke. Ich hatte vor einiger Zeit Herzklopfen. Ein EKG hat nichts ergeben. Ich hab jetzt schon zum dritten Mal, innert kurzer Zeit, die Grippe eingefangen. Bin total gerädert! Bemerke auch, dass ich etwas gereizt bin. Kann mich schlecht entspannen. Es gelingt mir nicht, einfach mal nichts zu tun.

Sorry... wenn ich nicht so viel schreibe. Hab noch etwas Fieber.

Ein frohes Osterfest!
Ganz liebe Grüsse
 
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30.11.04
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Hallo Ingrid,

hatte gestern auch meine Beschwerden. Dachte erst, mein Halswirbel wäre blockiert, da ich Kopfschmerzen hatte. Als diese nachmittags weg waren, bekam ich ein kurzes Summen im Kopf und hatte immer Angst, den Kopf zu drehen, weil ich Schwindel verspürte. Rief dann 2 Krankengymnasten an und hetzte dann am Abend noch zum Orthopäden. Der konnte am Halswirbel nicht viel feststellen, aber er schickte mich direkt ins Krankenhaus zum Internisten, weil ich enorm hohen Blutdruck hatte. Ich bekam einen Blutdrucksenker und fuhr wieder nach Hause. Mein Gehör wurde immer schlechter und ich bekam es auch mit der Angst zu tun. Heute Morgen ging es mir besser, aber noch nicht gut. Da Ostern ist, gibt es auch keinen HNO-Arzt (dachte an Hörsturz). Frage mich, woher diese Attacke kam. Ich höre in meinen Gruppen sehr viel zu und gebe Ratschläge (Reha-Sport in der Neurologie, Diabetes, Krebs und Rheuma-Liga). Auch hier versuche ich wieder, anderen Menschen zu helfen. Eine Krankengymnastin erzählte mir eben etwas von der Bach-Blüten-Therapie. Will mir da jetzt mal Informationen holen. Die Bachblüten-Therapie hat ganz viel mit der Seele des Menschen zu tun. Wenn hier etwas nicht stimmt, kommen Symptome, die körperliche Untersuchung bietet dann häufig keine infragekommenden Ursachen. Werde mir jetzt erstmal ein Buch dazu holen und ein bisschen nach mir schauen, wo ich zuviel auf andere eingehe und wo ich ein Stück loslassen muss.

Ich wünsche dir gute Besserung und alles Liebe

herzliche Grüße Helmchen
 
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07.02.05
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Liebe Inga,

ich hoffe es geht Dir gut!
Hmm, Dein Körper zeigt Symptome. Nach dem was Du die letzten Tage, Monate und Jahre miterlebt hast ist das kein Wunder. Es muss nichts schlimmes sein Inga, die Anspannung löst sich vielleicht und zeigt sich einfach, sie muss raus.
Du hast gezeigt wie stark Du bei Dir bist. Du schaffst es auch, wieder glücklich zu werden. Irgendwann wirst Du keinen Schmerz mehr verspüren müssen wenn Du an die Zeit denkst die hinter Dir liegt.
Ich wünsche Dir so sehr, dass alles gut wird.

Liebe Grüße und Kopf hoch
ML
 
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15.09.04
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Hallo Ingrid :)

Wie geht es dir in deinem neuen Leben? Ich hoffe, du hast deine gesundheitlichen Probleme wieder etwas im Griff. Das sind halt leider Reaktionen auf den Marathon den du erlebt hast.
Lebt der Junge nun schon bei euch und wie fühlt ihr euch alle in der neuen Situation?

Viele Fragen gell. Wenn du magst antworten, ich würde mich über ein Zeichen von dir freuen.

Liebe Grüsse
Co
 
regulat-pro-immune

inga

in memoriam
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28.07.04
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Einen wunderschönen guten Morgen!

Erst mal muss ich mich bei euch allen entschuldigen, dass ich euch die letzte Zeit vernachlässigt habe. Dann möchte ich mich bei allen für die Nachfrage bedanken.

Die Grippe hat mir schon zu schaffen gemacht. Ich war immer ziemlich müde. Der Husten und der Schnupfen hielten ziemlich lange an. Doch jetzt scheint, dass es wieder etwas besser geht. Ich bemerke auch, dass ich ein klitzekleinwenig ruhiger bin.... das freut mich sehr!

Seit 1. April wohnt Michi - unser Gast - hier. Er ist ein sehr anständiger Junge. Die Kinder verhalten sich auch etwas ruhiger. Im Grossen und Ganzen bin ich positiv gestimmt. Ich bemerke bei ihm eine gewisse Reife. Er denkt auch ganz anders als meine Kinder. Der Einfluss des Verhaltens ihres Vaters hat sichtliche Spuren hinterlassen. Sind diese 3 Monate vielleicht ein guter Lehrgang für meine Kinder?

Mein Mann verhält sich, wie von ihm halt nur zu erwarten ist. Wenn er mal kommt, erledigt er das, was gerade ansteht und verabschiedet sich wieder in Eile. Letzte Woche hätte ich eine Auskunft von ihm gebraucht. Ich hab versucht, ihn im Büro zu erreichen. Da sagte man mir, er habe für diese Woche Ferien eingegeben. Ich versuch es auf seine Privatnummer. Niemand antwortet. Ich versuch es aufs Handy. Das Handy ist ausgeschaltet. :) Na ja... das passt zu ihm! Ich hab dann einfach nach meinem Gefühl gehandelt. Freitag ruft er mich dann an. Er wollte sich eben über diese Angelegenheit erkundigen. Etwas spät! Ich hab ihn gebeten, das Handy eingeschaltet zu lassen. Er versicherte mir, er würde das tun. Jaa.... seelig wer es glaubt!

Da ich noch Post von ihm da hatte, hab ich das Ganze in einen Briefumschlag gepackt und unfrankiert an seine Adresse gesandt. Ich war einfach wütend, dass er sich einfach die Freiheit nimmt, nicht erreichbar zu sein. Es geht da nicht darum, dass ICH ihn erreichen will. Ich denke, die Kinder sollten ihn erreichen können. Diese Aktion von mir hat ihn genervt. Muss er nun zur Post und das Porto nachbezahlen. So hat er sich über das ganze Wochenende wieder nicht erreichen lassen. Mein älterer Sohn hätte dringend seine Hilfe gebraucht. Gestern Abend taucht er wieder auf! Er sagte, er habe das nur getan, weil ich ihm unfrankierte Post zugesandt habe! :) Darauf hab ich ihm geantwortet: "Weisst du, wenn du denkst, du tust mir weh, dann hast du dich geirrt. Ich weiss, mit wem ich es zu tun habe. Ich reg mich nicht mehr über dich auf! Du tust nur deinen Kindern unrecht." Mir gelingt auch, in einem sehr ruhigen Ton mit ihm zu sprechen.

Die Tatsache, dass er nicht mehr Anwesend ist, tut sehr gut. Ich kann gelassener meinen Arbeiten nachgehen. Es gibt schon immer wieder Momente, wo die Gedanken überhand nehmen. Doch die dauern meist nicht soooooo lange. Mit der Zeit, hoffe ich, werden sie auch weniger werden.

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Tag!
Melde mich wieder - aber diesmal etwas früher! :)
Herzlichen Dank!
Ingrid
 
Beitritt
07.02.05
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Liebe Inga,

na das hört sich doch richtig gut an :)

Wie gut, dass Du so bist wie Du bist.

Alles Gute Euch, die Zeit arbeitet für Euch.

MaryLu
 
Beitritt
15.09.04
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Na Super!!!

Hallo Ingrid

Der Inhalt deiner Zeilen ist echt stark! Ich spüre, du bist auf guten Wegen. Das freut mich für dich. Du hast genug gelitten all die Jahre. Nun ist es an der Zeit, dass es für dich und deine Kinder stimmig ist.
Die unmöglichen Aktionen deines noch-Ehemannes, einfach nicht erreichbar zu sein, bestätigen dich sicherlich noch darin richtig entschieden und gehandelt zu haben. Gut für dich, dass du nun auch Grenzen setzen kannst.

Deine eigenen Grenzen wurden lange Zeit mit Füssen getreten. Ich vergleiche dies oft mit einem Gartenhag. Eine natürliche Grenze die be-achtet werden soll. Wird sie miss-achtet, ist eben die ACHTUNG vor demjenigen der sie aufgestellt hat nicht vorhanden.

So ist es doch auch mit unseren eigenen Grenzen die jeder Mensch hat und die beachtet werden wollen. Eine Missachtung dieser Grenzen ziehen Verletzungen nach sich, an denen wir dann lange zu beissen haben. Den sie sind nur schwer verdaulich und gehen einher mit Wut gegen sich und andere bis hin zu schweren Depressionen weil man die eigenen Gefühle, dem Frieden zuliebe, immer wieder untergräbt.
Verstehst du - spürst du was ich meine?

Du machst dich nun daran diese Fesseln - es ist ja nichts anderes - zu sprengen. Toll!

Ich schicke dir weiterhin viel Mut und Kraft und ganz liebe Grüsse.

Colette :)
 

inga

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28.07.04
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Guten Morgen!

Herzlichen Dank für die aufmunternden Worte.

Ja... ich bekomme es immer mehr zu spüren, wie mich mein Mann über Jahre hinweg manipuliert und unter Druck gesetzt hat.

Nachdem er mir seine Entwürfe gegeben hat, bin ich zu meinem Anwalt. Dieser fragt micht dann plötzlich: Sind sie denn wirklich bereit jetzt schon eine Scheidung durchzuführen? Die Frage, wer das Haus übernimmt, zu welchem Zeitpunkt und überhaupt, nach den vorliegenden Berechnungen, bekommen sie ziemlich wenig.

Nun... diese Frage hat mich verunsichert. Ich spiele nicht mit dem Gedanken, dass es sich mein Mann nach den zwei Jahren Trennung anders überlegen könnte. Es geht lediglich darum, etwas mehr Klarheit zu erlagen. Die Ablehnung der Scheidung hat mein Mann wieder mal als Verarschung empfunden. Er meint nun, ich hätte es mit Absicht gemacht, um ihn zu schikanieren. Seine Worte am Telefon: Ok... nun wirst du die Folgen deines Handels zu spüren bekommen! Jetzt kommt alles Schlag auf Schlag! Ich wünsch dir viel Glück!

Er versucht mich auch stundenlagn am Telefon zu bearbeiten. Sogar eine ellenlange Mail hat er verfasst. Er sagt, er würde halt seine Zukunftspläne zeitlich vorziehen, seine Stelle kündigen und ins Ausland ziehen. Man könne ihm ja nicht vorschreiben, wo er zu wohnen hat. Er habe mit seinem Auszug ein neues Leben begonnen und ich könne es mir aus dem Kopf schlagen, dass er je wieder zurück kommen würde.

Ich hab mit meinem Anwalt gesprochen. Dieser hat mir geraten, mich nicht unter Druck setzen zu lassen und er würde dem Anwalt meines Mannes sagen, er solle meinem Mann ausrichten, mich möglichst in Ruhe zu lassen.

Ich nehme die Drohung meines Mannes ernst. Weiss ich doch, was er für ein Mensch ist. Er verdreht den Menschen das Wort im Munde, stellt alle so da, als ob sie die grössten Verbrecher wären, er selber trägt einer Situation überhaupt nichts bei. Nun hat er meine Bancomat-Karte sperren lassen und will mir das gesetzlich festgelegte Minimum überweisen. Er liesse sich von niemandem Vorschreiben, wieviel er mir zu bezahlen hat!

Einerseits mach ich mir selbstverständlich Sorgen, wie ich denn alles bewältigen kann. Anderseits denke ich, besteht ein Gesetz und dem muss sich auch mein Mann beugen. Ich bin manchmal hin und her gerissen. Sollte ich doch einfach der Scheidung zustimmen? Sollte ich doch lieber die zwei Jahre abwarten? Was ist, wenn er tatsächlich ins Ausland verreist?

Ich werde es mir übers Wochenende mal gründlich überlegen. Dann warte ich noch auf einen Bescheid meines Anwalts. Mein Mann erwähnt noch in seiner Mail: Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass Du doch noch einer gütlichen, schnellen Scheidung zustimmen könntest. Für mich ist eine Trennung nur eine halbe Sache und definitiv nicht akzeptabel. Ich möchte definitiv die Scheidung und so schnell und fair wie möglich einen reinen Tisch haben, so dass man sich auch danach noch in die Augen sehen kann. Herrgott... es geht doch nicht nur um Geld!!!!!!!! :mad: Ehrlich gesagt, wäre es mir lieber ich müsste ihn weder sehen noch hören. Seine Augen haben mich abgeleht, voller Hass! Seine Stimme hat mich beleidigt!

Zum Glück lass ich mich nicht zu sehr von den Gedanken überwältigen. Ich denke, er hat bestimmte Pläne, die er so oder so in die Tat umsetzen wird - ob Scheidung oder Trennung. Nun hat er einfach einen Grund mehr, mich unter Druck zu setzen und mir das Leben schwer zu machen.

Soll ich seinem Wunsch nachgeben?

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.
Ganz liebe Grüsse
 
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10.01.04
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Hallo Inga,
das ist eine schwierige und in Sachen Trennung/Scheidung eine häßliche Zeit. Ich wünsche Dir viel Kraft und finde, daß Du Dich sehr gut schlägst und bei allen Wirren trotzdem einen kühlen Kopf behältst.

Du kennst Deinen Mann am besten. Wenn er wirklich ins Ausland gehen will, wird er das wohl tun.
Wichtig ist meiner Ansicht nach, daß Du Dich jetzt sehr gut erkundigst, was Dir zusteht und was er Dir laut Gesetz auf jeden Fall geben muß - zusammen mit den Kindern. Am besten wäre es, wenn Du eine Stelle finden würdest, wo Du ´Dich zusätzlich zum Anwalt beraten lassen kannst. Keine Ahnung, ob es so eine Art Familienberatung oder sowas bei Euch gibt?

Daß er Dich so intensiv "berarbeitet" , zeigt doch, daß er erstens meint, daß er das bei Dir immer noch kann - das ist aber nicht so.
Und es zeigt - denke ich - daß er es eilig hat und wahrscheinlich gerade versucht, sein möglichst großes Schäfchen ins Trockene zu bringen, ohne Rücksicht auf Dich und seine Kinder. Also Vorsicht... Paß bitte auf, daß er Dich nicht über den Tisch zieht.

Alles Gute für Dich und liebe Grüße,
Uta
 
regulat-pro-immune

inga

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28.07.04
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Hallo Uta

Danke, ich werde mich mal umsehen, betreffend Familienberatung.

Weisst du... ich hab schon lange das Gefühl, dass er irgendwas im Schilde führt. Vorn herum will er den Eindruck geben, alles möglichst korrekt und fair machen zu wollen. Doch - ich kenne ihn ja! - wird er schon zusehen, dass er den grösseren Teil des Kuchens für sich gewinnen kann.

Mir geht es nicht darum, mehr zu bekommen, als mir zusteht. Es wäre mir einfach nicht recht, wenn er ungerecht den Kindern gegenüber wäre. Dies würde sich wahrscheinlich erst in der Zukunft herausstellen. Dann, wenn man nichts mehr an der Situation ändern kann.

Vorgestern hatte er Geburtstag. Ich hab die Kinder - beide seperat - darauf aufmerksam gemacht und ihnen vorgeschlagen, sie könnten doch ihrem Vater telefonisch zum Geburtstag gratulieren. Beide haben haargenau dieselbe Anwort gegeben: "Ja... damit er nicht ans Telefon geht oder das Handy ausgeschaltet hat? Nein... ich mag nicht." So hab ich ihm dann im Namen der Kinder eine SMS geschickt. Ich möchte nicht, dass er es ihnen vorhält und ihnen auch Druck und Angst macht.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag!
Liebe Grüsse
 
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10.01.04
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Das fällt mir gerade noch ein:
Es gibt manchmal auch die Möglichkeit, statt monatlicher Unterhaltszahlungen eine einmalige Zahlung auszumachen (wenigstens an die Ehefrau). Ob das auch in Bezug auf die Kinder drin ist weiß ich leider nicht. -
So eine einmalige Zahlung hätte evtl. den Vorteil, daß Du sie im Moment der Scheidung. Wenn er vorhat, ins AUsland abzudüsen, kann es ja gut sein , daß er da gar nicht mehr greifbar ist. Dann würde gelten: besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach... ;) :( .
Alles Gute,
Uta
www.praxis-info.ch/11_soziales_01.htm =Selbsthilfegruppen
 
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