Aminosäure-Profil im Blut - (für uns) sinnvoll oder nicht?

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Danke Datura für die Infos!

Ich trage ja auch schon Jahre Schlafstörungen mit mir herum und mein bisheriger Anhaltspunkt wäre eben auch das Cortisol, deswegen lese ich interessiert mit :)

Liebe Grüsse von Kayen:wave:
 

Bei oxidativem/nitrosativen Stress kann Baubiologie hilfreich sein

Forschungen zeigen, dass elektromagnetische Strahlung zu oxidativem Stress führen kann und somit zu schädigenden Oxidationsprozessen in Zellen durch freie Radikale.

Die zerstörerische Wirkung dieser freien Radikale wiederum steht im Verdacht, Ursache zahlreicher Zivilisationskrankheiten zu sein. Da der oxidative Stress bereits bei Strahlung unterhalb der aktuellen Grenzwerte ausgelöst wird, reichen diese Grenzwerte bei weitem nicht aus, um die Gesundheit der Menschen zu schützen.

Der Baubiologe kann die Intensität von elektromagnetischer Strahlung im Wohn- und Arbeitsumfeld messen, beurteilen und Lösungen vorschlagen.
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Ich trage ja auch schon Jahre Schlafstörungen mit mir herum und mein bisheriger Anhaltspunkt wäre eben auch das Cortisol, deswegen lese ich interessiert mit :)
wieso nemt ihr eigentlich an, dass euer Cortisol zu hoch ist?

ich bin der Meinung, dass es bei Schlafstörungen oft zu niedrig ist.
 

Datura

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Ja, Kate, danke, in dem Thread wird auch das Phosphatidylserin genannt, werde ich mir auch noch besorgen. Wenn mich nicht alles täuscht , ist das dasselbe wie Lecithin, aber das finde ich noch raus.

Das wird ja auch bei den Bodybuildern empfohlen.

Grüße von Datura
 

Datura

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Mensch, Paule, da waren wir schon mal auf Seite drei

Man hat mir bei Censa geraten, nach diesem aufwachen (von selbst, ohne Wecker, also, an so einem Tag sollte ich messen) Speichel zu sammeln und dann Cortisol gemeinsam mit Melatonin messen zu lassen.

Also, mein Cortisol- Tagesprofil einige Wochen vorher war bei allen drei Messungen superniedrig.

Die Nachtmessung, da war Cortisol sehr hoch (höher als normalerweise am Morgen) und Melatonin normal, also reichlich genug.

Leider fehlt mir die Knete, um häufiger zu messen, aber da beide Tests mit meinem Befinden korrelierten, habe ich auf weitere Messungen verzichtet
(Zitat von Datura)

Deine Meinungen

ich bin der Meinung, dass es bei Schlafstörungen oft zu niedrig ist.
wie sollen einen die weiterbringen? So ungenau und wischiwaschi ohne die geringste Quelle o.Ä.? Soll das jetzt hier von vorne losgehen? Ich fasse es nicht. Wieso springst Du jetzt wieder quer hier rein? Alles vergessen, was hier schon geschrieben wurde?

Datura
 

Datura

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Hallo, Kate,

Wärest Du so nett, mir mal zu schicken, welches Tryptophanpräparat Du nimmst? Vielleicht versuche ich es doch nochmal mitten in der Nacht, aber dann darf man (nehme ich an) kein Taurin nehmen?

Liebe Grüße
Datura
 

Kate

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Hallo Datura,

es ist von der Reinhildis-Apotheke, ohne Zusatzstoffe (außer Kapselfüllstoff). Ich hatte vorher ein normales Apothekenpräparat mit den "üblichen" Zusätzen wie Titandioxid, weil man da eine kleinere Packung bekommen kann.

Das Taurin nehme ich abends trotzdem, das hatte ich nicht hinterfragt - im Gegensatz zu vielen anderen Kombinationen. Zielst Du darauf ab, dass ein Serotonin-"Booster" nicht mit einem GABA-"Booster" kombiniert werden sollte? Oder auf die Konkurrenzsituation von Aminosäuren an der Blut-Hirn-Schranke? Taurin ist allerdings m.W. keine Aminosäure, sondern eine aminosäure-ähnliche Verbindung. Es wäre die Frage, ob es auch zu "Konkurrenz" gehört. Die gleiche Frage hätte ich auch für Glycin (das in meiner Erinnerung zumindest nicht erwähnt wird in dem Zusammenhang).

Wegen der Benzos (gering dosiertes Bedarfsmittel) solltest Du Dir wohl auch Gedanken machen, ob Du dies im Bedarfsfall riskieren möchtest. Die Packungsbeilage des Apothekenproduktes riet davon ab, auch wenn die genannten möglichen Komplikationen nicht i.e.S. gefährlich sind und als reversibel dargestellt werden. Im Web las ich irgendwo (Quelle habe ich im Moment nicht mehr parat), dass Benzos sogar beim Serotoninsyndrom zur Dämpfung der Symptome eingesetzt werden könnten. Auch habe ich selbst schon Kombinationen aus Antidepressivum (gering dosiert als Schlafmittel) und Benzo (für eine vorübergehende Stressphase) verordnet bekommen und habe den Eindruck, dass dies nicht unüblich ist(?)

Aber Achtung: Ich rate hier ausdrücklich niemandem dazu, diese Dinge zu kombinieren! Bitte recherchiert bezüglich aller Mittel und Kombinationen selbst, lest die Packungsbeilage und fragt Euren Apotheker und/oder Arzt.

Liebe Grüße
Kate
 
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Kate

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Hier auch interessant: http://www.symptome.ch/vbboard/oxid...siumchelat-praep-haltet-davon.html#post707034

Datura, in Beitrag #12 steht wohl die in meiner PN erwähnte Kontraindikation für Phosphatidylserin, von der ich nicht mehr in Erinnerung hatte, worum es sich handelte: Zu niedriges Cortisol.

Nachts hast Du vermutlich dieses Problem (meist) nicht ;) Aber da Du tags niedrige Spiegel hast, wäre nach meiner Einschätzung eine gewisse Vorsicht angebracht mit der Dosierung und dem Zeitpunkt. Wenn Du Dich dazu entschließt, es zu nehmen, könntest Du ja mal berichten :)

Einen schönen Tag :wave:
Kate
 
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Nachts hast Du vermutlich dieses Problem (meist) nicht ;) Aber da Du tags niedrige Spiegel hast, ...
das ist die Frage.

Kann es ein, dass sie nachts aufgrund niedrigen Cortisols in Unterzucker gerät, den der Körper dann durch Auschüttung der Stresshormone (Cortisol, Katecholamine) zu kompensieren versucht - wovon man dann auch aufwacht und schlecht wieder einschlafen kann.
Wenn man zu diesem erst Zeitpunkt misst (war das so?), dann ist Cortisol natürlich hoch.

zu Lecithin:
es enthält je nach Quelle neben PC auch andere Phospholipide.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lecithine#Andere_Phospholipide

PhosphatidylSerin wirkt m.W. (und Erfahrung) nach noch Cortisol-senkender als PC.
 

Kate

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Wegen der Benzos (gering dosiertes Bedarfsmittel) solltest Du Dir wohl auch Gedanken machen, ob Du dies im Bedarfsfall riskieren möchtest. Die Packungsbeilage des Apothekenproduktes riet davon ab, ...
Hierzu eine Konkretisierung:
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von L-Tryptophan-ratiopharm® 500 mg ist erforderlich
  • wenn Sie wegen einer seelischen Erkrankung mit Phenothiazinen oder Benzodiazepinen behandelt werden. In diesem Fall sollten Sie L-Tryptophan-ratiopharm® 500 mg nur nach ausdrücklicher Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen (siehe "Bei Einnahme von L-Tryptophan-ratiopharm® 500 mg mit anderen Arzneimitteln")

(...)

Bei Einnahme von L-Tryptophan-ratiopharm® 500 mg mit anderen Arzneimitteln
Bei gleichzeitiger oder vorausgegangener Behandlung mit Phenothiazinen oder Benzodiazepinen traten gelegentlich gesteigertes sexuelles Verlangen, vorübergehende Dyskinesien (unwillkürliche krampfartige Bewegungen besonders im Kopf-, Hals- und Schulterbereich) und Parkinson-ähnliche Erscheinungen auf.
Quelle: http://www.shop-apotheke.com/pdf/be...an-ratiopharm-500-mg-Filmtabletten-100-St.pdf

Gruß
Kate
 

Datura

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09.01.10
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Danke Dir, Kate, für Deine Besorgnis, aber das bisschen Benzo im Durchschnitt einmal die Woche diese niedrige Dosierung sehe ich nicht als Behandlung an.

Ich hab die Sache mit dem Tryptophan auch wieder ganz nach hinten gestellt, weil ich sicher bin, dass ich nicht zu wenig Serotonin habe, also die Gefahr, dass sich das Tryptophan mit meinem vorhandenen Serotoninspiegel beißt, sehe ich fast als größer an, betreffs Serotoninsyndrom.

Ich mach jetzt erstmal weiter mit Fructosekarenz, nehme jetzt Taurin und Magnesium und für nachts nach dem ersten Aufwachen habe ich jetzt dextroenergen hier, Phosphatidylserin habe ich bestellt, beides dient ja dem Senken von Cortisol.

Das ich nachts von Unterzuckerung und dadurch Cortisolerhöhung wach werde (und nicht wieder einschlafe), halte ich für ausgeschlossen. Bei mir ist morgens nach 15 Stunden fasten der Blutzucker immer so zwischen 70 und 90.

Liebe Grüße von Datura und eine gute Nacht!
 
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07.02.13
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Hallo zusammen, mein Aminogramm Ergebnis ist da:

Aminosäuren-Screening :

Essentielle Aminosäuren:
Leucin 172 nmol/ml.......105 - 201 ->BCAA, hab wohl genug durch Whey Shakes
lsoleucin 92 nmol/ml......54 - 105 ->BCAA, hab wohl genug durch Whey Shakes
Threonin 126 nmol/ml.....75 -225
Valin 316 nmol/ml.........190 - 350 ->BCAA, hab wohl genug durch Whey Shakes
Lysin 258 nmol/ml.........155 - 275
Methionin 37 nmol/ml.....25-49
Phenylalanin 69 nmol/ml..46 - 180 -> daraus entsteht Tyrosin, SD Hormone und Adrenalin und Dopamin
Tryptophan 46 nmol/ml..34-90 -> eher niedrig, trotz 5 Tage Einnahme bis 3 Tage vorher
Histidin 123 nmol/ml.......79 - 121 -> zu hoch.. Ein zu hoher Histidinspiegel kann zu Stress und sogar psychologischen Problemen wie Angstzuständen und Schizophrenie führen

Nicht essentielle Aminosäuren:
Glycin 209 nmol/ml.........190 - 490 -> niedrig, wichtiger Bestandteil von Knochen, Zähnen, Haut und Sehnen. Und Kreatin und Häm und Gallensäure
Alanin 466 pmol/ml.........260 - 583
Serin 94 nmol/ml............80 - 193 -> daraus wird Glycin gebildet, Cystein und Tryptophan können auch aus Serin hergestellt werden.
Arginin 101 nmol/ml........75 - 140 -> eher niedrig dafür dass bis 1 Woche vorher 2 Wochen lang supplementiert wurde
Cystein 52 nmol/ml.........17 -49 -> zu hoch, Gründe: Nierenerkrankungen, Sepsis?
Tyrosin 69 nmol/ml.........51 -112 -> SD Hormone und Dopamin
Prolin 151 nmol/ml..........90 -342
Glutaminsäure 59 nmol/ml.13-91
Glutamin 491 nmol/ml.......500 - 758 ->niedrig! Meist bei schweren Krankheitszuständen? Fördert den Aufbau der Muskelproteine und verhindert gleichzeitig deren Abbau
Asparaginsäure 18 nmol/ml..5 -21
Asparagin 65 nmol/ml........39-79

Nicht proteinogene Aminosäuren:
Citrullin 29nmol/ml...........28-60
Taurin 124nmol/ml............57 -228
Ornithin 65nmol/ml............42,5 - 120

Metabolite/diagnostische Marker:
Hydroxy-Prolin 19 nmol/ml......0-25


Was meint Ihr, einfach die fehlenden Aminos supplementieren? Ich nehm eigentlich regelmäßig Whey Eiweiß Shakes, derletzt habe ich mit Big 8 angefangen. Zumindest mit den Shakes scheine ich die fehlenden Aminos nicht ausgleichen zu können.

Wäre auch interessant welche Krankheiten hinter den Mängel stecken, ob da meine Hashimoto SD Unterfunktion ausreicht? Oder ob es an einigen wichtigen Darmbazillen liegt, von denen 3 Stämme bei mir unter der Norm waren? So dass es einfach Aufnahmeprobleme gibt/gab.
 
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12.08.08
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Hallo Indy :)

Dein Profil ist ja mal wieder ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht nur Laborwerte braucht, sondern auch jemanden, der sie dann interpretieren kann. Wenn Du dazu noch weitere Informationen suchst, kann ich nur noch einmal auf die Interpretationshilfe (samt Therapieempfehlungen) des Metametrix-Labors verweisen; das ist das Beste, was ich zu diesem Thema kenne.

Du schreibst beim Tryptophan und Arginin, dass die Werte relativ niedrig sind, obwohl Du kurz zuvor 5 Tage bzw. 2 Wochen supplementiert hast. Das ist aus meiner Sicht nicht so erstaunlich, denn ich habe schon mehrfach gelesen, dass es sehr lange dauern kann - durchaus mehrere Monate -, bis die Einnahme von Eiweißpräparaten auch zu einem Anstieg der Blutwerte führt. Ich erinnere mich zum Beispiel, dass Dr. Strunz einmal berichtet hat, dass bei ihm selbst die hochdosierte Einnahme solcher Mittel erst nach mehr als einem Jahr (!) zu einer Veränderung der Blutwerte geführt hat. Das ist etwas verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die subjektive Wirkung ja meist sehr viel eher eintritt. Ich weiß leider nicht, woran das liegt. (Außerdem habe ich auch schon von Leuten gehört, bei denen selbst eine extrem lange Supplementierung überhaupt keine Veränderung der Werte bewirkt hat, aus welchen Gründen auch immer.)

Was eine zusätzliche Einnahme angeht, würde ich mich selbst nicht nur an den Laborwerten, sondern auch an der Symptomatik orientieren: Also zum Beispiel Tryptophan bei Schlafstörungen (oder für die Stimmung) (einige Forumsmitglieder haben, wenn ich mich recht erinnere, auch gute Erfahrungen mit Glycin und Taurin bei Schlafproblemen); Tyrosin oder Phenylalanin für den Antrieb (und ebenfalls für die Stimmung); Glutamin für die Muskulatur und bei Infektanfälligkeit usw. Wenn man alles zugleich nimmt, kann man dann eben Wirkungen und Nebenwirkungen nicht mehr so klar einzelnen Produkten zuordnen.

Dass die Darmflora einen erheblichen Einfluss auf die Verstoffwechselung und Resorption von Eiweiß hat und auffällige Werte im Aminogramm dementsprechend auch mit einer gestörten Darmflora zusammenhängen können, habe ich auch schon mehrere Male gelesen. Ob eine Besserung der Dysbiose (sofern Dir das gelingt – viel Glück dabei!) dann auch zu einer Besserung der Aminosäurewerte führt, und wenn ja, wann, dürfte aber schwer vorherzusagen sein.

Aufs Ganze gesehen denke ich übrigens, dass Du mit Deinen Werten ganz zufrieden sein kannst. Es liegt ja immerhin kein einziger Wert deutlich außerhalb des Normbereichs, und dass alle Werte wirklich ganz mittendrin liegen, ist nach meinem Eindruck bei Aminosäureprofilen eher die Ausnahme als die Regel; zumindest bei chronisch Kranken.

Gruß :wave:
Till
 
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07.02.13
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Hallo Till! Danke, so eine Antwort hab ich gebraucht :wave:

Danke für den Link, lese ich mal in Ruhe durch.

Sehr interessant, dass sich erst nach Monaten was tut. Aber mein Gedanke dahinter war auch, dass ich normalerweise mindestens 1 Woche pausiere, damit die Werte nicht (kurzfristig) nach oben verzerrt werden, zumindest bei Vitaminen und Mineralien. Dieses Mal ging allerdings der erste BE Versuch schief, ich hatte allerdings bereits mit Supplementierung begonnen, und dann schnell noch abgebrochen als die Info kam "konnte nicht verwendet werden". Aber gut, ich denke das wird dann nicht so viel verzerren bei den Aminos.

Also zum Beispiel Tryptophan bei Schlafstörungen (oder für die Stimmung) (einige Forumsmitglieder haben, wenn ich mich recht erinnere, auch gute Erfahrungen mit Glycin und Taurin bei Schlafproblemen); Tyrosin oder Phenylalanin für den Antrieb (und ebenfalls für die Stimmung); Glutamin für die Muskulatur und bei Infektanfälligkeit usw. Wenn man alles zugleich nimmt, kann man dann eben Wirkungen und Nebenwirkungen nicht mehr so klar einzelnen Produkten zuordnen.
An Tryptophan dachte ich, da mein Serotonin Wert sehr niedrig ist, ~68 (120-450). Und wenn es auch im Gehirn einen Mangel gäbe, wozu ein paar Symptome passen würden, wollte ich was machen. Ich nehm gerade 5-HTP 400 mg, merke aber noch nicht wirklich was. Von Tryptophan wurde mir schwindlig. Aber mein Tryptophanwert passt irgendwie nicht zu meinem SEHR niedrigen Serotonin.
Glycin ist ja auch eher normniedrig bei mir, überlege ob ich aber einfach nur Serin bestelle, denn daraus soll Glycin ja gemacht werden.
Anstatt Tyrosin wollte ich Mucuna Pruriens bestellen, was ja auch Dopamin erzeugt, angeblich etwas konstanter als L Dopa. Zuerst wegen hohem Prolaktin, was ich aber wohl durch eine Abenddosis T3 in den Griff bekommen habe, aber es soll auch LH und damit Testosteron steigern, wo ich gerade ziemlich unter die Norm abgeschmiert bin. Sollte die LH steigernde Wirkung allerdings nur an der Prolaktinunterdrückung liegen wird es wohl nichts bringen.
Ich denke dann lass ich auch besser Phenylalanin, was meinst Du?
Glutamin sollte ich defintiv (wieder, Jahre her) nehmen.. ich ging bis 3 Mal die Woche ins Studio, viel Kraft aber nicht solche Muskeln wie andere die gleich viel oder weniger packen. Und brauche ewig zur Regeneration.

Was mich noch zu Gaba bringt, was aus Glutamin hergestellt wird. mein Wachstumshormon IGF 1 ist auch deutlich unter der Norm, GABA soll das erhöhen. Könnte vllt. nur durch Glutamin klappen, habe aber nun Glutamin und Gaba bestellt, sowie Citrullin. Welches wohl Potenzsteigernd sein soll, tja, wieso nicht ;)

Ich denke Arginin werde ich nicht weiter nehmen, wirklich was gemerkt habe ich nicht, was Antrieb anging, aber da kann auch mein niedriges Testo und Wachstumshormon und Serotonin reinspielen.

Auf jeden Fall werde ich nach und nach starten, mit den Präparaten, damit ich die Wirkungen zuordnen kann.

(sofern Dir das gelingt – viel Glück dabei!)
Danke ;) Bin gespannt. Habe den Helicobakter Pylori entfernen lassen mit ABs und höre vorgestern im radio, man WISSE gar nicht welche Bakterien in die Darmflora gehören, vielleicht macht der HP auch was Gutes für den Körper.. Naja, komisch dass meine morgendliche Übelkeit seitdem weg ist ;)

Aufs Ganze gesehen denke ich übrigens, dass Du mit Deinen Werten ganz zufrieden sein kannst. Es liegt ja immerhin kein einziger Wert deutlich außerhalb des Normbereichs, und dass alle Werte wirklich ganz mittendrin liegen, ist nach meinem Eindruck bei Aminosäureprofilen eher die Ausnahme als die Regel; zumindest bei chronisch Kranken.
Das klingt sehr gut und beruhigt mich. Ich ging halt mit meiner Vitamin und Mineralien Erfahrung an die Sache, wenn da was niedrig in der Norm ist ist meist schon was im Argen.

Ahja, hab ich geschrieben dass ich Ferritin über der Norm habe (Im Vollblut) und dass das aus Histidin gebildet wird? Hoffentlich finde ich in Deinem Link was dazu.

Grüße!
 
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Hallo Indy :)

Anstatt Tyrosin wollte ich Mucuna Pruriens bestellen, was ja auch Dopamin erzeugt, angeblich etwas konstanter als L Dopa. Zuerst wegen hohem Prolaktin, was ich aber wohl durch eine Abenddosis T3 in den Griff bekommen habe, aber es soll auch LH und damit Testosteron steigern, wo ich gerade ziemlich unter die Norm abgeschmiert bin. Sollte die LH steigernde Wirkung allerdings nur an der Prolaktinunterdrückung liegen wird es wohl nichts bringen.
Ich denke dann lass ich auch besser Phenylalanin, was meinst Du?
:keineahnung: Bei so komplizierten Zusammenhängen geht Probieren vermutlich über Studieren – sofern Du bereit bist, mögliche Risiken und Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen. Wenn es Dir darum geht, über die Aminosäuren indirekt auch Hormone und Neurotransmitter zu beeinflussen, solltest Du jedenfalls auch an die Enzyme und Kofaktoren denken, die bei diesen Umwandlungen beteiligt sind.

Ahja, hab ich geschrieben dass ich Ferritin über der Norm habe (Im Vollblut) und dass das aus Histidin gebildet wird? Hoffentlich finde ich in Deinem Link was dazu.
Dazu weiß ich leider nichts; mein eigener Ferritinwert ist ziemlich niedrig (bei mittelwertigem Histidinwert).

Im Übrigen viel Erfolg bei all dem, was Du Dir da vorgenommen hast!

Gruß :wave:
Till
 

Kate

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16.11.04
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Hallo zusammen

Aussage meines Labors vor Ort (...) war (...), dass dies eine absolute Spezialuntersuchung sei, die nur wenige Labore machen. D.h. von daher werden viele Labore, die dies anbieten, es weiterschicken zu einem dieser wenigen Speziallabore. Welches da nun das Beste ist, ist sicherlich schwierig herauszufinden (zumal ich nicht mal weiß, welche es sind).
Ich weiß inzwischen, dass das Medizinische Labor Bremen Aminosäure-Untersuchungen (Screenings) durchführt, im EDTA-Plasma, 24-Std.-Urin, Liquor. Sie haben auch (mir fair erscheinende) Selbstzahlerpreise. Das Konservierungsmittel für den 24-Std.-Urin, Eisessig bzw. reine Essigsäure, schicken sie einem nicht zu, weil "Gefahrgut". Nach meiner Info bekommt man so etwas aber zu geringen Kosten ohne Probleme in einer Apotheke.

Hinweisen möchte ich nochmal auf diesen Thread: http://www.symptome.ch/vbboard/neur...hanspiegels-chinasaeure-haltige-fruechte.html aus der Nachbarrubrik. Hier wird die Zufuhr von Chinasäure durch manche Obstsorten (u.a. Beerenobst) in der Wirksamkeit bezüglich der endogenen Produktion von Tryptophan durch Darmbakterien mit einer hochdosierten Tryptophangabe von > 5 g/Tag verglichen. In einer der beiden zugrunde liegenden Studien (Dietary quinic acid supplied as the nutritiona... [Phytother Res. 2011] - PubMed - NCBI) wurde ein Effekt (gemessen im Urin) schon nach 21 Tagen gezeigt.

Es ist also für mich durchaus denkbar, dass bei regelmäßigem Beerenkonsum hohe Tryptophanspiegel im Urin gemessen werden. Dass ein "Absetzen" der Beeren für 2-3 Tage reicht (so wird es bei Untersuchungen von Neurotransmittern und deren Metaboliten oftmals empfohlen), um diese Einflüsse zu vermeiden, erscheint mir (laienhaft gedacht) irgendwie fraglich. Bei einem hohen Tryptophan-"Load" bzw. "Overload" (weiß nicht, ob es korrekt ist, das mit Ladung/Überladung zu übersetzen), kann es wohl auch zu Erhöhungen der 5-HIES kommen.

Dies insbesondere bei Vorliegen der Hartnup-Krankheit (Medscape: Medscape Access - eine Art Lehrbuchkapitel zum Thema), aber ab gewissen Tryptophan-"Loads" wohl auch ohne (muss die Quelle nochmal suchen...)

Grüße
Kate

EDIT: Bei der letzten Aussage bin ich nicht sicher, die Quelle, in der ich sie meinte zu erinnern, enthielt darüber nichts.
 
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20.09.14
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Mich würde nun interessieren, wer von Euch Erfahrungen mit dieser Art Untersuchung hat, und insbesondere auch mit darauf aufbauenden Therapien.
Hallo Kate,

es ist schon länger her, dass Du diese Frage gestellt hast - bist Du immer noch an Erfahrungen interessiert (oder hast Du in der Zwischenzeit schon so ein Aminosäurenprofil erstellen lassen)?

Ich habe das Aminosäurenprofil allerdings nicht unter dem Gesichtspunkt des [FONT=&quot]Oxidativen/Nitrosativen Stresses [/FONT]gemacht – ich hoffe das macht nichts. (Im Nachhinein scheinen mir die Auffälligkeiten im Aminosäureprofil typische Störungen zu sein, die ich mir im Rahmen meiner Pyrrolurie/meines B6-Mangels eingehandelt habe -nur war das damals vorübergehend völlig von meinem Radar verschwunden.)
Das Aminosäurenprofil wurde im vergangenen Herbst erstellt. Der Ursprung für die Erstellung des Aminosäurenprofils lag in Auffälligkeiten der Schilddrüse (-nwerte).

Nun zu den einzelnen Erkenntnissen und den darauf aufbauenden Therapien:

1.) Cystin war niedrig-normal (zu 7% im Normbereich), ebenso Glutamin (9% i.N.). Zugleich war die Cysteinquelle Methionin mittig-normal (40% i.N.), was ich als Hinweis auf eine Verwertungsstörung gedeutet habe.

Im Wissen, dass die beiden Aminosäuren wichtige Glutathion-Vorläufer sind, lies ich Glutathion auf einen Mangel testen, Ergebnis positiv.
Die Therapie bestand kurz- und mittelfristig aus Gaben von NAC und L-Glutamin. Das Ergebnis war doppelt positiv, denn nicht nur das Glutathion stieg, es besserten sich auch die Schilddrüsenwerte. Dazu gibt es in diesem Forumsbeitrag einen ausführlichen Bericht.

2.) Arginin war weit unter Norm (70% unter dem unteren Normwert). Zugleich waren die Arginin-Substrate Ornithin hoch-normal (93% i.N.) und Citrulin mittig-normal (50% i.N.), was von mir bei einem Aminosäurenbestand, der im Durchschnitt der prozentualen Einzelbestände zu 33% im Normbereich lag, ebenfalls als Indiz auf eine Verwertungsstörung gewertet wurde. Dadurch gelangte ich zu der Annahme, dass Arginin vom Körper nicht „zielgerichtet“ (wie heißt das Fachwort?), sondern umwandlungsgestört erniedrigt wurde. Arginin wurde daraufhin probeweise, unregelmäßig, supplemetiert. Ergebnisse stehen noch aus, für ein Zwischenfazit ist es noch zu früh.

3.) Tryptophan lag genau auf dem unterem Normwert. Dies erklärte, zumindest zum Teil, meine Durch- und Ausschlafprobleme und den Umstand, dass Tryptophan zu früherer Zeit meine Schlafdauer um ca 10% verlängert hat.

Als ich einige Monate später zunehmend mit einer gestörten Schmerz-/Temperaturwahrnehmung zu kämpfen hatte (nächtliches „Rückenbrennen“) nahm ich auf Grund des niedrigen Tryptophans und des Wissens, dass Serotonin an der Regulierung der Schmerzwahrnehmung beteiligt ist, meine Neurotransmitter stärker ins Visier und lies ein Neurostressprofil anfertigen. Es zeigte im Urin einen sehr niedrig-normalen Serotoninspiegel (9,6% i.N.).
Für mich war das Grund genug nun regelmäßig Tryptophan zu substituieren. Die Beschwerden verbesserten sich, wenn auch nur für Stunden, schlagartig.
Der Neurologe wusste auch nicht mehr weiter. Er gab mir zusätzlich ein Beruhigungsmittel und empfahl eine Psychotherapie. Als Drittes gab er mir nach einem meinerseits vorgetragenen Hinweis auf ein früheres Auftreten der Symptomatik eine erzürnte Zurechtweisung auf die Überlegenheit seines universitäres Studiums (und der damit einhergehenden Unnützlichkeit meiner eigenen Überlegungen zu den Ursachen meiner Beschwerden). Das war für mich das Zeichen, dass ich von seiner Seite austherapiert war.

Ich studierte noch einmal meine Aufzeichnungen und bemerkte dabei, dass sich die Symptomatik mit zunehmender Einnahmedauer eines Medikaments, eines Antidepressivums, verstärkte. Dieses Antidepressivum wurde mir erstmals vor Jahren vom Neurologen verordnet, um damit meine (eigentlich B6-mangelbedingten) Parästhesien zu bekämpfen -und ein zweites Mal, höher dosiert, um mein nun auch gestörtes Temperaturempfinden zu (verschlimm-) bessern.
In diesem Wissen wurde das Antidepressivum nun von mir abgesetzt. Als Therapie kam neben L-Tryptophan 5-HTP zum Einsatz. Die Genesung der Temperaturwahrnehmung schreitet nun über die Monate voran, die L-Tryptophan-Gaben haben sich von 2-2,5 g/Tag auf 1-1,5 g/Tag reduziert. Als Nebenwirkung traten nach einigen Wochen eine Stunde nach abendlicher Nüchterneinnahme im Kopf gelegentlich leichte, neurologische Überdosierungserscheinungen auf, die aber nur beim ersten Mal beunruhigend waren. Gelindert/vermieden wurden sie bei weiterer Einnahme durch eine Reduzierung der Dosis und durch alternativen Einsatz von 5-HTP, das in dieser Beziehung nebenwirkungsfrei war, aber m.E. auch generell weniger Wirkung als Tryptophan zeigte. Tryptophan ist deshalb weiter Mittel der Wahl - zumal Tryptophan ein höheres Wirkungsspektrum hat als 5-HTP.
Mittelfristig, nach Wochen, traten als Nebenwirkungen...
a) gelegentlicher leichter Schwindel (der bei Bewegung verschwand) und
b) Heißhungerattacken auf.
Beide Nebenwirkungen verflüchtigten sich mit morgendlicher L-Tyrosin-Gabe, Nüchterneinnahme.

Die einzige wissenschaftliche Abhandlung, die ich auf Deutsch zu dem Phänomen, dass Antidepressiva im peripheren Nervensystem eine paradoxe (serotoninmindernde) Wirkung entfalten, finden konnte, ist diese, in der Fachwelt vermutlich weitgehend unbekannte Abhandlung von Dr. med. Alexander Römmler.

Was die laborseitige Postanalytik meines Aminosäurebefundes angeht, war sie nicht besonders ergiebig. Tenor: der Argininmangel könnte auch auf einem Fehler beim Probentransport beruhen, ansonsten alles im grünen Bereich.

abnorm hohe Ausscheidung von Tryptophan im Urin, was eventuell ebenfalls bedeuten könnte, dass davon zu wenig im Körper verbleibt. Andererseits stehen die Hinweise auf einen hohen Serotoninspiegel dazu im Widerspruch... aber gerade deshalb würde ich das einfach gern mal klären.
Das muss kein Widerspruch sein - ganz im Gegenteil. Vielleicht ist die erhöhte Tryptophanauscheidung nicht die Folge eines Tryptophanüberangebots, sondern die einer B6-Überschuss-bedingten Serotonin-Überproduktion (mit daraus resultierendem Dopaminmangel).

Ich habe dazu mal ein paar Indizien zusammengetragen. Die ersten beiden Indizien betreffen dabei schwerpunktmäßig das B6. Die restlichen Indizien dürften Dir überwiegend schon bekannt sein, sie beziehen sich eher auf das Serotonin-Dopamin-Ungleichgewicht. (Deine Beschwerden sind rot untermalt.)

Indiz 1
a) B6 ist ein wesentlicher Co-Faktor der ( für die Serotoninbildung geschwindigkeitsbestimmenden) 5-HTP-Synthese. (Quelle 1, S. 15)

b) B6 scheint jedoch kein wesentlicher Co-Faktor bei der (für die Dopaminbildung geschwindigkeitsbestimmenden) L-Dopa-Synthese zu sein. (Quelle 1, S. 11), (2)

Aus a) und b) folgert (hypothetisch), dass eine überhöhte B6-Gabe die Serotoninsynthese deutlich stärker fördert als die des Dopamins.

Indiz 2
Periphere Polyneuropathie/Nervenstörungen können als Folge von Vitamin B6-Überschuss auftreten. (3), (4)
Allerdings ist nicht klar, ob mit B6 alle Formen gemeint sind oder nur die inaktivierten. Die letzte Quelle scheint Vitamin B6 mit Pyridoxin gleichzusetzen (siehe Quell-URL).
Diese Quelle (5) spricht jedoch von P5P.
Eigene Erfahrungen wurden in dieser Hinsicht bisher nur bei Pyridoxin gemacht, das bei mir ab einem bestimmten Blutgehalt zu Parästhesien (Missempfindungen) führt, (siehe Forumsbeitrag). Langfristige Erfahrungen mit hoch dosiertem P5P stehen bei mir noch aus.
(Nimmst Du Pyridoxin vielleicht ähnlich hoch oder höher dosiert als ich? Dann könnte das bei Dir vielleicht auch ein Grund für deine Polyneuropathie sein, neben B1-Mangel/P5P-Überschuss.)

Indiz 3
Eine erhöhte Serotoninsynthese wirkt hemmend auf die Dopaminsynthese und umgekehrt. (6)

Indiz 4
Häufige Unverträglichkeit von Tryptophan/5-HTP.
Der Körper könnte versuchen sich so vor weiterer Serotoninsynthese zu schützen.

Indiz 5
Häufige Heißhungerattacken können auf Serotoninüberschuss, bzw. relativen Dopaminmangel, bzw. relativen Tyrosinmangel beruhen (Quelle: eigene Erfahrung/Schlußfolgerung nach mehrwöchiger Tryptophansupplementierung).

Indiz 6
Restless-Legs-Syndrom wird mit L-Dopa/Dopamin behandelt. (7)

Indiz 7
Dopaminmangel geht mit Tagesmüdigkeit einher. (8)

Indiz 8
Dopamin reguliert die Durchblutung der Bauchorgane und „bremst" die Magenentleerung, verzögert also die Magen-Darm-Passage von Nahrung. (9)
Im Umkehrschluss könnte Dopaminmangel zu Fehlfunktionen der Bauchorgane (-> Bauchweh) und eine Beschleunigung der Magen-Darm-Passage von Nahrung führen (-> Durchfall (bzw. weicher Stuhl?)).

Indiz 9
Schlafentzug erhöht die Dopaminauschüttung. (10)
Dein Körper könnte also vielleicht deinen Schlafmangel, oder einen Teil davon, selbst provozieren, um so für die Aufrechterhaltung wichtiger Körperfunktionen zu mehr Dopamin zu kommen.

Zu einer Dopaminmangel-/Serotoninüberschusshypothese würde das hier ja auch perfekt passen:
„erstmal 4 Stunden im Stück geschlafen bis ca. 2 Uhr, dann bin ich zur Toilette und habe (meine "Nüchternheit" und den Umstand nutzend, dass ich keinen Heißhunger hatte) 500 mg Tryptophan genommen. Und... ich habe dann nochmal ca. 4 Stunden geschlafen... wow. Ich habe diesmal auch keine Bauchweh vom Tryptophan bekommen“
Kein Heißhunger -> kein relativer Serotoninüberschuss (I1), kein Dopaminmangel -> keine Tryptophanunverträglichkeitsreaktion (I4), kein Schlafentzug (I9)

Wenn wir dieser Logik folgen, scheint es in dieser Nacht, aus was für Gründen auch immer (vielleicht wurde mehrmals vergessen P5P einzunehmen? Oder es wurde vorher viel Tyrosin aus Lebensmitteln gegessen?), keinen wesentlichen Serotoninüberschuss gegeben zu haben. Weshalb der Körper dann die zusätzliche Tryptophangabe akzeptiert hat.

Testen könnte man einen Dopaminmangel kurzfristig mit probeweisen, morgendlichen L-Tyrosin-Gaben, Nüchterneinnahme – und mittelfristig mit einer Reduzierung der B6-Supplementation.
Die Wirkung trat bei mir recht schnell ein. Schon Stunden später waren die Heißhungerattacken verschwunden.
Um's verschicken der Blutprobe kommt man wohl nicht herum (weil es eine absolute Spezialuntersuchung zu sein scheint)
Die Untersuchung habe ich in meinem örtlichen Labor in Auftrag gegeben. Dort wurde sie dann wohl an ein anderes Labor geschickt.
Was die Präanalytik betrifft, las ich irgendwo, dass die Blutprobe eingefroren werden muss,
Bei meinem Aminosäureprofil musste die Blutprobe ebenfalls eingefroren werden.

Viele Grüße :wave:
Hans
 
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Kate

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Hallo Hans
es ist schon länger her, dass Du diese Frage gestellt hast - bist Du immer noch an Erfahrungen interessiert (oder hast Du in der Zwischenzeit schon so ein Aminosäurenprofil erstellen lassen)?
Das erste: ja :), das zweite: nein (es lagen andere Dinge an & spezielle präanalytische Schwierigkeiten).

Ich habe das Aminosäurenprofil allerdings nicht unter dem Gesichtspunkt des [FONT="][URL="http://www.symptome.ch/vbboard/oxidativer-nitrosativer-stress/"]Oxidativen/Nitrosativen Stress[/URL]es [/FONT]gemacht – ich hoffe das macht nichts.
Nein, danke für Deine Schilderung und die dezidierte Ausarbeitung von möglichen Zusammenhängen :) Nochmal eine Frage: Handelt es sich um eine Blut- oder 24-Std.-Urin-Untersuchung?

Die Therapie bestand kurz- und mittelfristig aus Gaben von NAC und L-Glutamin. Das Ergebnis war doppelt positiv, denn nicht nur das Glutathion stieg, es besserten sich auch die Schilddrüsenwerte. Dazu gibt es in diesem Forumsbeitrag einen ausführlichen Bericht.
Das ist ja ein toller Erfolg!

Der Neurologe wusste auch nicht mehr weiter. Er gab mir zusätzlich ein Beruhigungsmittel und empfahl eine Psychotherapie. Als Drittes gab er mir nach einem meinerseits vorgetragenen Hinweis auf ein früheres Auftreten der Symptomatik eine erzürnte Zurechtweisung auf die Überlegenheit seines universitäres Studiums (und der damit einhergehenden Unnützlichkeit meiner eigenen Überlegungen zu den Ursachen meiner Beschwerden). Das war für mich das Zeichen, dass ich von seiner Seite austherapiert war.
Das entbehrt nicht einer gewissen Komik :)))... wenn auch eigentlich traurig.

Die einzige wissenschaftliche Abhandlung, die ich auf Deutsch zu dem Phänomen, dass Antidepressiva im peripheren Nervensystem eine paradoxe (serotoninmindernde) Wirkung entfalten, finden konnte, ist diese, in der Fachwelt vermutlich weitgehend unbekannte Abhandlung von Dr. med. Alexander Römmler.
Das ist bestimmt für viele Leser interessant - danke für's Darstellen Deines Recherche-Ergebnisses.

Kate schrieb:
abnorm hohe Ausscheidung von Tryptophan im Urin, was eventuell ebenfalls bedeuten könnte, dass davon zu wenig im Körper verbleibt. Andererseits stehen die Hinweise auf einen hohen Serotoninspiegel dazu im Widerspruch... aber gerade deshalb würde ich das einfach gern mal klären.
Das muss kein Widerspruch sein - ganz im Gegenteil. Vielleicht ist die erhöhte Tryptophanauscheidung nicht die Folge eines Tryptophanüberangebots, sondern die einer B6-Überschuss-bedingten Serotonin-Überproduktion (mit daraus resultierendem Dopaminmangel).
Das verstehe ich noch nicht so ganz. Tryptophan wird ja bei der Serotoninsynthese "verbraucht" (über Zwischenschritte umgewandelt in Serotonin). Dann dürfte ja nicht mehr so viel zur Ausscheidung da sein. Dass ich den Spiegel über die Nahrung sehr pusche, steht wohl fest (Beerenobst --> Chinasäure, siehe Thread in der Rubrik Neurostress). Und von einem B6-Überschuss gehe ich bislang nicht aus, die Untersuchungen liegen allerdings länger zurück. Siehe: http://www.symptome.ch/vbboard/kryp...543-b6-einnahme-hohem-b6-wert.html#post114304

Aus a) und b) folgert (hypothetisch), dass eine überhöhte B6-Gabe die Serotoninsynthese deutlich stärker fördert als die des Dopamins.
Ja, das klingt logisch.

Allerdings gehe ich bei mir nicht von einer überhöhten Gabe aus, ich nehme nur noch 25 mg als Mischung Pyridoxin-HCL und P5P in einem Kombipräparat (das auch sonst Mischungen mit den aktiven Formen enthält). Und meine Xanthurensäure lag im Organix auch hübsch mittig. Außerdem lag die Homovanillinsäure, ein Metabolit von Dopamin, satt oben im Referenzbereich und auch von meiner ganzen Befindlichkeit her würde ein Dopaminmangel garnicht passen (das Gegenteil der sogenannten "Antriebstörung" sozusagen) und ein Versuch mit einer Kapsel Tyrosin morgens ließ mich abends nicht schlafen.

Ganzimmun schreibt übrigens zu dem hohen Tryptophan (neben anderem, was ich an anderer Stelle schon erwähnt habe), dass diese "oftmals auf Stoffwechselstörungen in Folge eines Vitamin B6- und Niacin-Mangels zurückzuführen" seien (Hervorhebung von mir).

Allerdings ist nicht klar, ob mit B6 alle Formen gemeint sind oder nur die inaktivierten. Die letzte Quelle scheint Vitamin B6 mit Pyridoxin gleichzusetzen (siehe Quell-URL).
Ja, da ist überhaupt so einiges nicht klar, siehe dieser Thread: http://www.symptome.ch/vbboard/kryp...itamin-b6-pyrrolurie-pyridoxin-hcl-p5p-2.html

Häufige Heißhungerattacken können auf Serotoninüberschuss, bzw. relativen Dopaminmangel, bzw. relativen Tyrosinmangel beruhen (Quelle: eigene Erfahrung/Schlußfolgerung nach mehrwöchiger Tryptophansupplementierung).
Ich wundere mich gerade ein bisschen, dass ich wohl von Heißhungerattacken schrieb... Ich habe eine niedrige Nahrungskarenz (je mehr Kohlenhydrate, desto niedriger), und damit zusammenhängend (gefühlte) Unterzuckerungszustände mit Hunger, Übelkeit, Schwäche. Aber eigentlich keinen Heißhunger und erst recht keine "Attacken" (das bahnt sich schön langsam an, so dass man reagieren kann, wenn man nicht gerade schläft).

Restless-Legs-Syndrom wird mit L-Dopa/Dopamin behandelt. (7)
Das habe ich kaum noch, evtl. war es auch ein Histaminsymptom?

Dopaminmangel geht mit Tagesmüdigkeit einher. (8)
Habe ich eigentlich auch nicht, eher Erschöpfung, insbesondere nach Schlafdefizit (was dann ja erklärbar ist).

Dopamin reguliert die Durchblutung der Bauchorgane und „bremst" die Magenentleerung, verzögert also die Magen-Darm-Passage von Nahrung. (9)
Im Umkehrschluss könnte Dopaminmangel zu Fehlfunktionen der Bauchorgane (-> Bauchweh) und eine Beschleunigung der Magen-Darm-Passage von Nahrung führen (-> Durchfall (bzw. weicher Stuhl?)).
Das ist interessant, wusste ich nicht.

– und mittelfristig mit einer Reduzierung der B6-Supplementation.
Da wäre ich für meine Situation - s.o. - nicht so sicher. Zumal es mir auch gegen PMS hilft, in der Zeit nehme ich mehr, und sonst wie gesagt mäßige Dosen.

Nochmals :danke2: für all Deine Infos und Gedanken
Kate
 
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Hallo Hans,

das freut mich, dass Du mit Deiner Behandlung solch einen Erfolg hattest!
Ich studierte noch einmal meine Aufzeichnungen und bemerkte dabei, dass sich die Symptomatik mit zunehmender Einnahmedauer eines Medikaments, eines Antidepressivums, verstärkte. Dieses Antidepressivum wurde mir erstmals vor Jahren vom Neurologen verordnet, um damit meine (eigentlich B6-mangelbedingten) Parästhesien zu bekämpfen -und ein zweites Mal, höher dosiert, um mein nun auch gestörtes Temperaturempfinden zu (verschlimm-) bessern.
In diesem Wissen wurde das Antidepressivum nun von mir abgesetzt.
Da ich auch ein Antidepressivum nehme (wg. Schlafstörungen) und damit beim Absetzen ziemliche Probleme bekam, wollte ich mal fragen, wie es bei Dir war: Wie lange hattest Du es genommen? Hast Du es von jetzt auf gleich abgesetzt? Hast Du Absetzsymptome bekommen oder würdest Du Deine Symptome als Absetzsymptome bezeichnen?

Bei mir war es so, dass ich es ca. 4 Wochen mal abgesetzt habe und dann, gegen Ende, ziemliche Schlafstörungen bekam (ich wachte immer früher auf, am Schluß hatte ich nur ca. 5 Std. Schlaf am Tag), so dass ich es wieder nahm, ging einfach nicht mehr. In einem anderen Forum las ich, dass man es ausschleichen muss, alle 4-6 Wochen die Dosis um 5-10% reduzieren, damit keine Absetzsymptome auftauchen. Dauert ewig... Da man bei gewissen Behandlungen aber keine Absetzung durchführen sollte (eben wg. Absetzsymptomen), diese für mich aber Priorität haben, habe ich das erstmal verschoben. Auch 5-HTP o.ä. sollen demnach eher kontraproduktiv sein, wenn man ADs absetzt. Aber ich werde dazu mal Deinen Link von Dr. Römmler lesen.

Auf jeden Fall schön zu lesen, dass es bei Dir offenbar geholfen hat. Wie lange ist es bei Dir nun her mit dem Absetzen? Sind die Symptome seitdem nun ganz weg?

Viele Grüße
 
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