Normalisierung des Glutathionspiegel -> bessere Schilddrüsenwerte

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Normalisierung des Glutathionspiegel -> bessere Schilddrüsenwerte

Hallo zusammen,

nachdem ich nach der Normalisierung meines Glutathionwertes positive Auswirkungen auf meine Schilddrüsenwerte festgestellt habe, möchte ich gerne in diesem Thread darüber berichten. Vielleicht hilft dem Einen oder Anderen dieser Bericht bei der Gesundung seiner Schilddrüse. Oder generell bei der Gesundung.

Nachdem bei mir im Jahr 2012 CTs durchgeführt wurden, bei denen jodhaltiges Kontrastmittel gespritzt wurde, stieg mein TSH im Laufe des Jahres 2013 sprunghaft um über einen Punkt an. Zusätzlich zeigten sich Symptome wie kalte Hände, Müdigkeit, Haarausfall, Gewichtszunahme.
Zunächst vermutete ich aufgrund des erhöhten TSHs Jodmangel. Im Urin wurden 55 µg Jod/g Kreatinin festgestellt, was formal einen Mangel darstellt. Als ich Mitte 2013 Schluckbeschwerden auf Höhe des linken Schilddrüsenflügels bekam, begann ich mit 100 bis 200 µg Algenjod pro Tag zu ergänzen. Auf langfristige Dosen von über 100 µg Algenjod pro Tag sowie auf „künstliches“ Jod reagierte ich mit Unverträglichkeiten.
Ca 2 Monate nach Beginn der Jodsupplementation verschwanden die Schluckbeschwerden.
Der erhöhte TSH rührte sich jedoch nicht von der Stelle. Was sich änderte, war der TAK-Wert, er stieg von 1,5 (07/2013) auf 3 IU/ml (11/2014), (Norm < 4,1 IU/ml).

Aus der Summe der Beobachtungen (jodhaltiges Kontrastmittel -> TSH-Anstieg, kein Sinken des TSHs durch Jod-Suppementierung, Halsbeschwerden, gestiegener TAK-Wert) lag für mich eine beginnende Autoimmunerkrankung im Bereich des Möglichen.

Im Oktober 2014 ließ ich vom Blut ein Aminosäureprofil erstellen. Dabei zeigte sich, dass sich u.a. die Glutathionvorstufen Glutamin sowie Cystein/Cystin im niedrig-normalen, bzw. grenzwertig erniedrigten Bereich befanden. Da Glutathion an der Entgiftung der Organe beteiligt ist zog ich einen Glutathionmangel in Erwägung, der sich, in Verbindung mit dem Jodkontrastmittel, möglicherweise negativ auf die Schilddrüsengesundheit ausgewirkt hat.

Der Bluttest ergab einen Gesamtglutathiongehalt von 152 mg/l (Norm 200-400 mg/l). Zudem wurde eine niedrige Kapazität der Glutathion-S-Transferasen festgestellt (41%). Diese Enzyme steuern die Entgiftung mittels Glutathion.

Nun versuchte ich den Glutathiongehalt indirekt mit der Substituierung von NAC und Glutamin zu steigern. Es gelang und der Glutathiongehalt stieg um über 50%, in niedrig-normale Bereiche.

FT4 stieg von 2014 bis Februar 2015 von 0,73 ng/dl /(19%) auf den Rekordwert 0,9 mg/dl (43%), fT3 von 3,1 pg/ml (44%) auf 3,6 pg/ml (72%). Der TSH fällt seit Beginn der Glutathionnormalisierung pro Monat um ca 0,1 mlU/l.
Die Jodergänzung wurde im November 2014 beendet. Anschließend stellte sich im linken Hals auf Höhe der Schulddrüse einige Tage ein unangenehmes Zwicken ein, das jedoch wieder verschwand.
Der TAK-Wert stieg nicht weiter, blieb bis April 2015 unverändert bei 3 IU/ml.
Eine Sonographie der Schilddrüse zeigte im April 2015 bis auf einen verkleinerten linken SD-Lappen (4,5 ml, Norm: 8,4 +/- 3,2 ml) keine Auffälligkeiten. Es würde mich nicht überraschen, wenn dieser verkleinerte linke SD-Lappen mit den Beschwerden in Zusammenhang steht, die ich in diesem Bereich hatte.

Hier noch eine Grafik zur besseren Veranschaulichung:
attachment.php



Um den tageszeitabhängigen TSH besser beurteilen zu können, habe ich ihn in Abhängigkeit zur Uhrzeit der Blutentnahme dargestellt.

Die Grafik gliedert sich in drei Bereiche:

- Die untere Kurve zeigt den TSH (mitsamt eines interpolierten Punktes) wie er in der Zeit vor Erhalt des jodmittelhaltigen Kontrastmittels war (2011/2012).
- Die obere Kurve zeigt den TSH nach Erhalt des Kontrastmittels und vor Normalisierung des Glutathionspiegels(2013/2014).
(Für die Blutabnahmezeit nach 10 Uhr habe ich zu wenig Messwerte, weshalb ich diesen Kurventeil nur unter Vorbehalten darstellen will.)
- Die senkrechten Pfeile zwischen den Kurven zeigen die Entwicklung des TSH seit Beginn der Glutathionnormalisierung im November 2014

Es zeigt sich nun klar zweierlei:
1) Der TSH steigt nach Erhalt des Kontrastmittels dauerhaft um 1 bis 1,7 mlU/l an.
2) Der TSH sinkt seit Beginn der Glutathionnormalisierung um ca 0,1 mlU/l

Daher mein Tipp:
Bei auffälligen TSH-Werten und/oder jeglicher Erkrankung der Schilddrüse, die nicht jodmangelbedingt ist, insbesondere bei Autoimmunerkrankungen, den Glutathiongehalt testen und ihn dann ggf nach oben korrigieren.

(Als weitere Möglichkeit böte sich eine Untersuchung der Entgiftungskapazität der Glutathion-S-Transferasen an. Erfahrungen zum Nutzen habe ich in dieser Hinsicht jedoch keine anzubieten.)


Grüße
Hans
 
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wundermittel
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Hier noch eine Grafik zur besseren Veranschaulichung:
Nanu, warum ist die Grafik verschwunden? Ich reiche sie hier noch einmal nach. Vielleicht kann ein Administrator sie ja noch in den Startbeitrag einbauen.
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20.03.09
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Nun versuchte ich den Glutathiongehalt indirekt mit der Substituierung von NAC und Glutamin zu steigern. Es gelang und der Glutathiongehalt stieg um über 50%, in niedrig-normale Bereiche.
Das finde ich super interessant Hans. Wie hast Du denn NAC u. Glutamin dosiert u. wie häufig genommen? Wann hast Du wieder messen lassen?

VG
julisa
 
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Normalisierung des Glutathionspiegel -> bessere Schilddrüsenw

Wie hast Du denn NAC u. Glutamin dosiert u. wie häufig genommen? Wann hast Du wieder messen lassen?
Hallo julisa,

1. Messung (152 mg/l Glutathion, gesamt),

->10 Tage Pause +
-> 37 Tage mit im Schnitt ca. 1200 mg NAC/Tag
__(Dosis wurde über die Zeit gesteigert, mit zuletzt 2400 mg NAC/Tag)

und zugleich
-> 47 Tage mit im Schnitt ca. 4,1 g Glutamin/Tag
__(Dosis der letzten 14 Tage betrug 3,5 gGlutamin/Tag)

2. Messung (229 mg/l Glutathion, gesamt)

-> 132 Tage mit im Schnitt mit
___ca. 925 mg NAC/Tag
______(Dosis der letzten 30 Tage betrug knapp 600 mg NAC/Tag)
___ca. 2,25 g Glutamin/Tag (Einzeldosis zumeist bei 3-3,5 G Glutamin)

3. Messung (223 mg/l Glutathion, gesamt)

Falls jemand die Mengen auf sein Körpergewicht beziehen will, ich wog zu der Zeit ca. 100 kg.
Der Glutathionspiegel ist bis zur 3. Messung nur geringfügig gesunken, es scheinen also auch 600mg NAC/Tag zu genügen.

Statt NAC soll man zur Glutathionsteigerung angeblich auch L-Cystein zusammen mit der 3-fachen Menge Vitamin C nehmen können. Quelle
Ob diese Kombination funktioniert habe ich allerdings noch nicht geprüft.


Grüße
Hans
 
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AW: Normalisierung des Glutathionspiegel -> bessere Schilddrüsenw

Hallo Hans F,

Kannst du noch ergänzen wo du das Aminosäurenprofil hast erstellen lassen? Geht das bei einem normalen Arzt oder warst du beim Heilpraktiker. Das muss man warscheinlich selbst zahlen?

Ich würde auch gerne wissen welches Glutamin und NAC du genommen hast.

Es ist nach den Forenregeln ok, wenn du das Labor und die Produktnamen nennst.

Grüsse
derstreeck
 
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20.09.14
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Normalisierung des Glutathionspiegel -> bessere Schilddrüsenw

Kannst du noch ergänzen wo du das Aminosäurenprofil hast erstellen lassen? Geht das bei einem normalen Arzt oder warst du beim Heilpraktiker. Das muss man warscheinlich selbst zahlen?

Ich würde auch gerne wissen welches Glutamin und NAC du genommen hast.

Hallo Streek,
das Aminosäureprofil habe ich selbst direkt beim örtlichen Labor in Auftrag gegeben. Da habe ich mir auch das Blut abnehmen lassen. Das ganze wurde als IGEL-Leistung abgerechnet.
Im Prinzip kann man jede Laboranalyse selbst als IGEL-Leistung bekommen (sofern man in D Kassenpatient ist), entweder beim Hausarzt oder im Labor selbst - sofern das Labor eine Blutentnahme anbietet. Wenn Du eine IGEL-Leistung beim Hausarzt in Auftrag geben willst, klär vorher genau ab, was der Hausarzt berechnet. Meiner wollte bei einer anderen Laboranalyse unbedingt, dass ich auch ein Beratungsgespräch kaufe, in dem mir der Befund erklärt werden sollte. Da ich für diese Gespräche/Erklärungen keine Verwendung habe, gehe ich dann lieber direkt ins Labor.

Das NAC stammte von Now Foods, beim Glutamin kam das mit der deutschen PZN 01498284 und das von myprotein.com zum Einsatz.

Gruß
Hans
 
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02.10.10
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Normalisierung des Glutathionspiegel -> bessere Schilddrüsenwerte

Hallo Hans,

warum hattest Du Jod genommen, wenn Du eine Autoimmunerkrankung im Verdacht hattest?
Und hast Du, bevor Du die Jodzufuhr beendet hast, nochmal das Jod bestimmt und für ausreichend befunden oder warum hast Du damit aufgehört?
Wo hast Du Jod und Glutathion testen lassen? Das geht bei sovielen Untersuchungen ja ganz schön ins Geld.
Ebenso das viele messen des TSH - hast Du das selbst bezahlt oder wie hast Du die Ärzte dazu gekriegt, es so oft zu messen?

Hast Du denn eine Idee, wieso das Hinwirken auf bessere Glutathion-Versorgung die Schilddrüse positiv beeinflusst?

Und dann mal ne Frage, weil Du das mit dem Pochen schriebst. Ich hatte sowas letztes Jahr nämlich auch. Also falls Du oder sonst jemand hier eine Idee hat: Ich hab letztes Jahr Chrom genommen (wg. Blutzucker). Beim ersten mal waren es glaub ich 200+35µg abends. Daraufhin war mir nachts extrem warm (obwohl ich sonst immer friere). Am nächsten Tag etwas weniger genommen (50+35µg), weiterhin war mir nachts warm (nicht mehr so doll). Am nächsten Morgen bekam ich ein permanentes Pochen dort, wo ich meine, dass die Schilddrüse ist. Das Pochen war in den nächsten Tagen immer noch (nur tagsüber), aber schwächer. Inzwischen ist es nur noch sehr selten, aber ganz weg ist es nicht. Ich kann mir da immer noch keinen Reim drauf machen. Einen Knoten hatte ich schon vorher an der SD, leider hatte ich an diese Sache nicht mehr gedacht, als ich das letzte Mal beim Arzt war.

Viele Grüße
 
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20.09.14
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Normalisierung des Glutathionspiegel -> bessere Schilddrüsenwerte

warum hattest Du Jod genommen, wenn Du eine Autoimmunerkrankung im Verdacht hattest?
Hallo damdam,

ich nahm es wegen des Jodmangels und der schlechten Schilddrüsenwerte. Eine Autoimmunerkrankung hatte ich da anfangs noch nicht im Sinn.
Und hast Du, bevor Du die Jodzufuhr beendet hast, nochmal das Jod bestimmt und für ausreichend befunden oder warum hast Du damit aufgehört?
Jod wurde nur einmal bestimmt. Aufgehört habe ich, da der TSH durch durch das Jod nicht sank und auch wegen eines möglichen Hashimotorisikos.
Wo hast Du Jod und Glutathion testen lassen?
Im örtlichen Labor. Das sind Standarduntersuchungen, die kriegt man überall. Am genauesten ist beim Glutathion eine Untersuchung des oxidierten und reduzierten Glutathion. Gesamtglutathion geht aber auch, nur ist da die Aussagekraft etwas niedriger, ählich wie beim Gesamtcholesterin und HDL/LDL.

Das geht bei sovielen Untersuchungen ja ganz schön ins Geld.

Ebenso das viele messen des TSH - hast Du das selbst bezahlt oder wie hast Du die Ärzte dazu gekriegt, es so oft zu messen?
Ich lasse so gut wie alles selbst messen (meist direkt im Labor) und bezahle das dann auch.

Hast Du denn eine Idee, wieso das Hinwirken auf bessere Glutathion-Versorgung die Schilddrüse positiv beeinflusst?
Glutathion ist ein starker Entgifter. Ich nahm an, dass dadurch evtl. auch die Schilddrüse besser entgiftet und besser funktionieren würden können sollte. Diese Hypothese wollte ich austesten.

Als ich im Nov 16 den TSH messen ließ, fiel der übrigens um 0,7 schlechter aus als erwartet.
Vielleicht lag das an der etwas schlechteren Glutamin/NAC-Versorgung dieses Jahres - vielleicht aber auch an einer mutmaßlich verschlechteren B6-Versorgung meiner Zellen (der Haarausfall ist wieder angestiegen). Das alles hängt vermutlich eng zusammen.

Deshalb wäre es denkbar, dass der B6-Status damals wie heute auch stark die Schilddrüsenwerte beeinflußt hat. Was das B6 betrifft, damit wären wir wieder bei HPU, gehe ich jetzt übrigens einer neuen Spur nach, die Du in diesem Thread nachlesen kannst, etwa hier ab #46, bzw. #93.

Es geht dabei im Speziellem um den Einfluß des „B2:B6-Supplementierungsquotienten“ auf die Alkalische Phosphatase (die ist an der B6-Aktivierung beteiligt) und damit um die B6-Versorgung der Zellen. Und im Allgemeinen um die Co-Faktoren, die nötig sind, um den B6-Stoffwechsel anzukurbeln.
Die Daten, die ich bei mir erhoben habe, deuten darauf hin, dass die absolute Höhe der B6-Supplemtierung (insbesondere bei Menschen mit erhöhten B6-Blutspiegeln) vielleicht weniger wichtig ist als das Verhältnis aus B2:B6-Supplemetierung. (Das ganze bezieht auf die Supplemtierung des inaktiven B2. Es könnte sein, dass diese Problematik beim aktiven B2 (R-5-P) nicht oder weniger stark auftritt.)

Insofern könntest Du mit deiner Skepsis durchaus richtig gelegen haben, als Du in einer früheren Diskussion mit mir darauf hingewiesen hast, dass es recht schwer sein kann aus den eigenen Aufzeichnungen Schlüsse für die Supplemtierung abzuleiten. Es könnte sein, dass ich bis jetzt in der Tat zu stark aufs B6 fokussiert war und dabei zu stark das B2 vernachlässigt habe. Das B2 ist ein wichtiger Co-Faktor bei der B6-Aktivierung und evtl auch bei der Pyrrolentgiftung.

Ich denke aber, es ist eine heiße Spur, insbesondere, da das B2:B6-Verhältnis besser mit meinen Symptomen korreliert, als die Betrachtung nur der B6-Supplemtierung.

Hattest Du auch erhöhte B6-Blutspiegel? Oder zufällig auch AP-Werte zur Hand? Die und deine B2:B6-Supplemtierungsverhältnisse würden mich dann sehr interessieren und ich wäre Dir dankbar, wenn Du die Werte dort im Thread mitteilst. Ich bin sehr gespannt, ob sich da vielleicht allgemeine Dinge ableiten lassen.

Und dann mal ne Frage, weil Du das mit dem Pochen schriebst. Ich hatte sowas letztes Jahr nämlich auch. Also falls Du oder sonst jemand hier eine Idee hat:
Chrom nehme ich zwar auch, aber eine Nebenwirkung habe ich damit nie verspürt. Wie das jetzt mit der Schilddrüse zusammenhängen könnte, keine Ahnung.

Als erstes würde ich bei der Schilddrüsenproblematik bei Dir als HPU/KPUlerin an die B6-Versorgung denken (→ AP, ggf. B2:B6-Ratio), dann Glutathion ( das vermutlich auch vom B6 abhängt).

Grüße
Hans
 
regulat-pro-immune
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Normalisierung des Glutathionspiegel -> bessere Schilddrüsenwerte

Hast Du denn eine Idee, wieso das Hinwirken auf bessere Glutathion-Versorgung die Schilddrüse positiv beeinflusst?

Zum Thema Entgiftung der Schilddrüse würde dann auch das passen:
Menschen mit KPU sind nach Kamsteeg überdurchschnittlich häufig von Autoimmunerkrankungen betroffen. Kamsteeg führt dies auf von der Leber nicht entsorgte bioaktive (u.a. porphyrinogene) Substanzen zurück, die sich im Gewebe anreichern, mit den Zellmembranen reagieren und in der Folge vom Immunsystem als nicht körpereigen angesehen und bekämpft werden.
Quelle

Bei dieser Entgiftung könnten dann m.E. Glutathion und/oder B2 eine wichtige Rolle spielen.
 
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02.10.10
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Hallo Hans,

ach, Jod und Glutathion kann man auch im örtlichen Labor messen lassen? Das wusste ich nicht.
Ich hätte bei beidem gedacht, es bei ganzimmun testen zu lassen (wobei ich nicht mehr weiß, ob das, was ich mal messen wollte, explizit Jod war oder ein anderer Stoff, der was zur Jodversorgung aussagt). Glutathion hab ich mal bei ganzimmun testen lassen (vor gut 2 Jahren), die testen es standardmäßig in oxidiert und reduziert aufgeteilt. War aber recht teuer (deswegen hab ich gefragt).

Wegen dem Glutathion ist auch das B2 relevant: Wenn man genug G. hat, aber zu wenig reduziertes bzw. zuviel oxidiertes (war bei mir so), hilft B2, das G. wieder zu reduzieren.

Alkalische Phosphatase ist bei mir mal vor 3 Jahren gemessen worden, war ok.

Ich nehm ja immer P-5-P, denke, dann kann ich nicht zuviel B6 im Blut haben, da aktiviert (?). Außerdem hab ich mir angesichts der Problematik überlegt, dass ich vielleicht B6 mal erhöhen sollte. Hatte im Sommer gar keine NEMs genommen, erst im Oktober wieder und da nur 17 mg B6/25mg P-5-P (und 25mg Zink, 5mg Mangan).

Das mit dem Glutathion hab ich jetzt bei einem Schilddrüsenszenario im Kharrazian gelesen, also, dass es gut ist (weiß nun nicht mehr, ob als Antioxidans oder wegen Entgiften).

Viele Grüße
 
Themenstarter
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20.09.14
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ach, Jod und Glutathion kann man auch im örtlichen Labor messen lassen?
Bei meinem gab es das zumindest...
Das wusste ich nicht.
Viele Labors haben Webseiten auf denen die komplette Produktpalette an Analysen verzeichnet ist.

Glutathion hab ich mal bei ganzimmun testen lassen (vor gut 2 Jahren), die testen es standardmäßig in oxidiert und reduziert aufgeteilt. War aber recht teuer (deswegen hab ich gefragt).
Um genau zu sein, das Gesamtglutathion wurde nicht im örtl Labor untersucht, sondern von dort zur Analyse zum Medizinischen Labor Bremen geschickt. Hat damals 33,22 Euro gekostet.

Wegen dem Glutathion ist auch das B2 relevant: Wenn man genug G. hat, aber zu wenig reduziertes bzw. zuviel oxidiertes (war bei mir so), hilft B2, das G. wieder zu reduzieren.
Interessante Info. Danke.
Ich nehme an, Du hast dann reichlich B2 supplementiert. Hat sich daraufhin etwas an Werten oder Symptomen gebessert?

Alkalische Phosphatase ist bei mir mal vor 3 Jahren gemessen worden, war ok.
Meine Werte waren auch in der Norm, aber dennoch recht weit unten im 40er Bereich. (Tiefe AP-Werte von unter 60 U/l sind typisch bei HPU.)

Ich nehm ja immer P-5-P, denke, dann kann ich nicht zuviel B6 im Blut haben, da aktiviert (?).
Ich glaube ganz so einfach ist es nicht.
Das B6 wird auf seiner Wanderung durch den Körper mehrfach de- und reaktiviert. Das erste Deaktivieren geschieht schon im Darm. Insofern könnte es m.E. auch reichlich inaktiviertes B6 sein, dass da durch deinen Körper schwirrt. Oder es könnte aktives B6 sein, dass mangels Enzyme zur Weiterwanderung nicht inaktiviert weren. Und so dann zu Mängeln führt.
An dieser ganzen Geschichte ist u.a. die AP beteiligt.

Außerdem hab ich mir angesichts der Problematik überlegt, dass ich vielleicht B6 mal erhöhen sollte. Hatte im Sommer gar keine NEMs genommen, erst im Oktober wieder und da nur 17 mg B6/25mg P-5-P (und 25mg Zink, 5mg Mangan).
Mag sein, dass das hilft. Mir scheinen die Co-Faktoren zur Hin- und Herwandlung, bzw. zum De- und Rephosphorisieren wichtiger. (Einen B6-Wert hast Du nicht?)

Gruß
Hans
 
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02.10.10
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Hallo Hans,

nach B2-Einnahme hatte ich keine Veränderung feststellen können, aber ich hab damals mit der Ausleitung angefangen und noch so einige andere Sachen gehabt, daher ist es nicht so einfach, Zusammenhänge herzustellen.

Mein AP war damals 65.

B6-Wert hab ich nicht, da hatte ich Dich ja letztes Jahr (mit frischer KPU-Diagnose) gefragt und Du meintest, man müsse das nicht unbedingt bestimmen. Mir fällt grad ein: Ich hatte vorletztes Jahr meinen Homcystein-Wert untersuchen lassen, der war gut. In dem Zeitraum kam raus, dass ich eine MTHFR-Störung habe. Wenn man dann nicht aktive Folsäure zuführt, hat man i.d.R. zu hohes Homocystein. Da ich von der Störung nichts wusste, hab ich damals keine aktive Folsäure zugeführt. Dass der Wert trotzdem so gut war, hab ich mir mit einer guten B6-Versorgung erklärt. Denn B6 ist für den anderen Abbauweg des Homocysteins notwendig. Allerdings ist das natürlich trotzdem nur Mutmaßung...

Was mir grad besonders ins Auge sticht:
Du schriebst vom De- und Rephosphorisieren. Dafür braucht man Phosphat? Ich habe seit mind. 3 Jahren einen Phosphatmangel. Ich hab mir jetzt erstmal Pulver gekauft. Ein Experte, den ich zu dem Thema angeschrieben habe, riet mir aber davon ab (Mangel wäre nicht groß und Einnahme könne zu Ablagerungen in den Nieren führen). Muss ich alles noch klären... Ich hoffe, da stellen sich nicht wieder die Ärzte quer...

Viele Grüße
 
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20.09.14
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Mein AP war damals 65.
Der scheint nicht schlecht zu sein. (<60)
B6-Wert hab ich nicht, da hatte ich Dich ja letztes Jahr (mit frischer KPU-Diagnose) gefragt und Du meintest, man müsse das nicht unbedingt bestimmen.
Tja, wie definiert man unbedingt...
Man wüsste, ob sich was anstaut im Blut. Für die Therapie und die Behandlung könnte das bedeutsam sein. Muss nicht, aber könnte. Darum muss man diesen Test ja auch nicht unbedingt machen.
Außerdem sollte man auch heute noch mit ihm zu verwertbaren Aussagen kommen, wenn man das B6 lang genug (mehre Tage) weglässt.
Du schriebst vom De- und Rephosphorisieren. Dafür braucht man Phosphat?
Es benötigt Phosphorgruppen. Ich schätze, das dazu nötige Phosphor kommt hauptsächlich aus phosphathaltigen Lebensmitteln. Aus all dem ungesunden Zeug eben (Cola, Pizza, Schmelzkäse und Co). Aber es gibt natürlich auch "gute" phosphatreiche Lebensmittel.
Ich habe seit mind. 3 Jahren einen Phosphatmangel. Ich hab mir jetzt erstmal Pulver gekauft. Ein Experte, den ich zu dem Thema angeschrieben habe, riet mir aber davon ab (Mangel wäre nicht groß und Einnahme könne zu Ablagerungen in den Nieren führen).
So allgemein meine ich gelesen zu haben, dass sich solche Ablagerungen weniger bilden, wenn die Stoffe mit Lebensmitteln zu sich genommen werden. (Bei Calcium zum Beispiel.) Wären da nicht auch phosphatreiche Lebensmittel eine Alternative?
Das Risiko von Ablagerungen kann man allgemein verringern, indem man viele über den Tag verteilte kleine Dosen wählt und viel trinkt. Auch sinkt das Risiko natürlich mit der Dauer der Einnahme.

Gruß
Hans
 
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Hallo Hans,

komm erst jetzt dazu zu antworten.

Das mit der natürlichen Zufur ist so ne Sache. Es kommt in Proteinen vor (Phosphoproteine) und in Knochenmark und Hirn und sonst in Leber und Herz vor. Ich esse davon schon viel, allerdings geht grad kein anderes Eiweiß außer Fleisch, hab eh Schiß, dass es zuviel ist... Stichwort Übersäuerung usw.
Da ich auch zuwenig Calcium habe und vermutlich zu wenig Kalium, nehme ich das auch schon über den Tag verteilt zu mir, nun halt auch Phosphor (ich hoffe, es ist nicht zuviel für die Nieren). Muss es abklären, was es ist mit dem Phosphat, nur mal wieder schwierig mit den Ärzten. Aber grad dreh ich eh am Rad, weil so vieles bei mir aus dem Ruder läuft.

Viele Grüße
 
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Hallo damdam,
komm erst jetzt dazu zu antworten.
Kein Problem.:)

Da ich auch zuwenig Calcium habe und vermutlich zu wenig Kalium, nehme ich das auch schon über den Tag verteilt zu mir, nun halt auch Phosphor (ich hoffe, es ist nicht zuviel für die Nieren).
Mit Calcium, Kalium und Magnesium habe ich auch Probleme.
Manchmal bekomm ich nachts leichtes Herzklopfen/Herzrasen. Dann nehm ich Kaliumcitrat und es verschwindet - mal schneller mal weniger schnell.
Die besten und schnellsten Symptomverbesserungen erziele ich übrigens mit Elotrans, obwohl da nur 157 mg Kalium drin sind.

Aber grad dreh ich eh am Rad, weil so vieles bei mir aus dem Ruder läuft.
Gute Besserung!

Grüße
Hans
 
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