Aminosäure-Profil im Blut - (für uns) sinnvoll oder nicht?

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Nochmal eine Frage: Handelt es sich um eine Blut- oder 24-Std.-Urin-Untersuchung?
Hallo Kate,
ich hatte eine längere Forumspause eingelegt, darum die recht späte Antwort.
Es war eine Blutuntersuchung.
Das verstehe ich noch nicht so ganz. Tryptophan wird ja bei der Serotoninsynthese "verbraucht" (über Zwischenschritte umgewandelt in Serotonin). Dann dürfte ja nicht mehr so viel zur Ausscheidung da sein.
Ja, Tryptophan verringert sich bei der Serotoninsynthese. Allerdings kommt Tryptophan doch auch noch bei andere Körpervorgängen zum Einsatz. Aus diesem „Vorrat“, so dachte ich es mir, könnte sich dann die erhöhte Tryptophan-Urin-Ausscheidung speisen. Die erhöhte Ausscheidung würde dann also aus dem Tryptophan stammen, das eigentlich für diesen anderen Tryptophan-Stoffwechsel „gedacht“ war – dort aber wegen der forcierten Ausscheidungsbemühungen des Körpers nicht mehr hinkommt.

Außerdem lag die Homovanillinsäure, ein Metabolit von Dopamin, satt oben im Referenzbereich und auch von meiner ganzen Befindlichkeit her würde ein Dopaminmangel garnicht passen
Ja, das sind gute Gegenargumente. Insofern stimme ich mit Dir überein, dass deine Serotonin-/Dopaminsynthese wohl eher nicht unausgewogen ist.
Ich wundere mich gerade ein bisschen, dass ich wohl von Heißhungerattacken schrieb... Ich habe eine niedrige Nahrungskarenz (je mehr Kohlenhydrate, desto niedriger), und damit zusammenhängend (gefühlte) Unterzuckerungszustände mit Hunger, Übelkeit, Schwäche. Aber eigentlich keinen Heißhunger und erst recht keine "Attacken" (das bahnt sich schön langsam an, so dass man reagieren kann, wenn man nicht gerade schläft).
Du hast also eine Art Kohlenhydrate-Intoleranz ohne dabei aber echten Unterzucker zu haben? Oder wie muss ich das verstehen…. Worauf führst Du das zurück? Führst Du es auf deine Mitochondriopathie zurück?
Allerdings gehe ich bei mir nicht von einer überhöhten Gabe aus, ich nehme nur noch 25 mg als Mischung Pyridoxin-HCL und P5P in einem Kombipräparat (das auch sonst Mischungen mit den aktiven Formen enthält).
25 mg in Kombination hört sich in der Tat nicht viel an …, dennoch,
Kate, ich wette mit Dir um eine handelsübliche Dose/Packung P5P, dass deine Neuropathie von einem Pyridoxin-Überschuss ausgelöst wird.
Weißt Du, wie viel Pyridoxin in deinem Kombipräparat genau drin ist? (Meist wird dort ja mehr vom billigen Pyridoxin verbaut.)

Bei mir sind 0,25 mg Pyridoxin/d/kg KG (bei einem Körpergewicht von z.B. 50 kg wären das also 12,5 mg) mittelfristig so viel, dass dann Neuropathie-Symptome auftreten. Bei deinem vermutlich schwächeren Stoffwechsel dürfte der B6-Bedarf/kg KG sogar eher noch niedriger ausfallen, weshalb toxische Wirkungen bei Dir, so gesehen, bei noch niedrigeren Dosierungen (bezogen aufs Körpergewicht) als bei mir möglich wären.

Wie ich nach neuerlicher Durchsicht meiner Daten jetzt erkannt habe, geht die Pyridoxin-Überschuss-bedingte Neuropathie (->Forumsbeitrag) mit meinen typischen anderen B6-Mangelsymptomen einher - die auch nicht daher kommen, dass ich die Pyridoxin-Supplementation dann als Reaktion stark verringert habe! Da bin ich mir zu etwa 80% sicher. Kannst Dir gerne mal die Rohdaten anschauen.
Ich schließe aus diesem Umstand/Vermutung, dass der B6-Stoffwechsel bei dieser Pyridoxin-Gabe bei mir nicht nur neurotoxisch wirkt, sondern dass der Pyrodixin-Stoffwechsel in Folge massiv blockiert wird. Das alles zusammengenommen ist natürlich völlig kontraproduktiv. Das würde bei dem ein oder anderen dann vielleicht auch die Nichtwirkung des Pyrodixins erklären.

Und dass deine typischen B6-Mangelsymptome, im Gegensatz zu mir, nicht auftreten, könnte daran liegen, dass Du zusätzlich P5P eingenommen hast, das, so vermute ich, nicht oder deutlich weniger toxisch wirkt und somit seine Funktion weiterhin wahr nimmt. Das P5P würde dann quasi den Ausfall des Pyridoxins maskieren – wenn meine Annahme richtig ist.

Grüße
Hans

Nachtrag:
Ok, ich sehe gerade, dass es da doch eine ganze Reihe von B6-Kombipräparaten gibt, in denen nur ein geringer Pyridoxin-Anteil ist, so z.B. im Super B-Complex von BioVitaal. Wenn Du den nimmst, dürftetst Du sicher nicht mit Pyridoxin überdosiert sein.
 
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Kate

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Hallo Hans,

nun habe ich natürlich auch den Faden verloren und kann jetzt auch nur ganz kurz antworten. Erstmal vorweg: Du setzt auf einem sehr alten Stand (bezüglich meiner Gesundheitsprobleme) auf. Und evtl. hast Du den Link zur B6/P5P-Problematik nicht gelesen? Nur eine Vermutung, ich kann mich da im Moment nicht rein vertiefen. Dennoch eine kurze Antwort zu Aspekten, zu denen mir sofort etwas einfällt.

Du hast also eine Art Kohlenhydrate-Intoleranz ohne dabei aber echten Unterzucker zu haben? Oder wie muss ich das verstehen…. Worauf führst Du das zurück? Führst Du es auf deine Mitochondriopathie zurück?
Das Wort Mitochondropathie benutze ich in dem Zusammenhang (den wir hier haben) eher nicht, sondern mitochondriale Dysfunktion (siehe auch: andere Diskussionen). Die Kohlenhydratverwertungsstörung ist eines der klassischen Symptome laut Kuklinski, siehe etliche Threads und Wiki. Ob ich nun "echten" Unterzucker habe? Nüchtern wurden bei mir (das ist aber auch schon viele Jahre her) mal 46 (übliche Maßeinheit, weiß sie gerade nicht) gemessen, das ist schon sehr wenig. Ansonsten führe ich nicht dauernd Messungen durch, Tagesprofile, die ich vor Jahren mal erstellt habe, sahen - allerdings unter Low Carb - ganz gut aus. Bei "gefühlter Unterzuckerung" (länger nach Mahlzeiten) lag ich da aus meiner Erinnernung so bei 70-85 mg/dl.

Kate, ich wette mit Dir um eine handelsübliche Dose/Packung P5P, dass deine Neuropathie von einem Pyridoxin-Überschuss ausgelöst wird.
Ich denke, die Wette würdest Du verlieren, wenn wir sie realisieren könnten.

Die (Verdachts-)Diagnose 2009 basierte allein auf einer Vibrationsmessung von Dr. Ku., üblicherweise wird da noch viel mehr gemacht. Die Symptome wie ewig kalte, teils wie abgestorbene Füße (manchmal bis rauf in die Waden) und leichte Taubheitsgefühle, v.a. links könnten dazu passen. Derzeit habe ich ausschließlich (25 mg) P5P genommen, nachdem (siehe Link) ich nur damit mein Cystathionin in den Normbereich bringen konnte (unter 100 mg Pyridoxin war das nicht möglich). Das Cystathionin (im Urin) wies davor auf Mangel hin. Blutwerte kann man da wohl ziemlich vergessen. Aber lies dazu bei Interesse vielleicht doch noch mal den Link in die KPU-Rubrik. Erst später habe ich wieder etwas Pyridoxin dazu genommen.

Nun wurde kürzlich (anlässlich eines etwas beunruhigenden akuten Problems, einer Fußheberschwäche im rechten Fuß, immerhin so schlimm, so dass ich Probleme mit dem Gehen hatte) die Nervenleitgeschwindigkeit in beiden Beinen gemessen: Alles top, bis auf eine Amplitudenverringerung im betroffenen Fuß, die als korrelierend mit der Fußheberschwäche gedeutet wurde. Der Fuß funktioniert inzwischen wieder (war wohl eine akute Überlastung bzw. "Nerv-Einklemmung"), insofern sehe ich nicht zwingend den Anlass, deswegen nochmal zum Neurologen zu gehen (weiß also nicht 100%, ob die Amplitude jetzt wieder normal ist, gehe aber stark davon aus). Somit halte ich eine Polyneuropathie eher für sehr unwahrscheinlich (siehe z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Polyneuropathie, Polyneuropathie – Ursachen und Therapien | Apotheken Umschau - im letzteren Link wird B6-Überschuss übrigens auch als "eher seltene" Ursache angesehen) - zumal das von möglicherweise polyneuropathischen Symptomen hauptsächlich betroffene linke Bein völlig i.O. war. Das freut mich sehr. Könnte ein Erfolg der Zuführung diverser B-Vitamine sein (hier wohl hauptsächlich B1 und B12, aber evtl. auch B6). Da es im linken Bein auch leichte venöse Probleme gibt (könnten mal Krampfadern werden, wenn ich nicht aufpasse, liegt in der Familie), könnten auch diese eine Erklärung für die manchmal leichten Taubheitsgefühle sein, die ich aber gut durch Bewegung in Schach halten kann.

Weißt Du, wie viel Pyridoxin in deinem Kombipräparat genau drin ist? (Meist wird dort ja mehr vom billigen Pyridoxin verbaut.)
Nein, weiß ich nicht.

Bei deinem vermutlich schwächeren Stoffwechsel...
Was lässt Dich darauf schließen?

Das würde bei dem ein oder anderen dann vielleicht auch die Nichtwirkung des Pyrodixins erklären.
Genau darum ging es m.M. nach in dem verlinkten Thread (Herr Kamsteeg vertritt ja auch die These, dass Pyridoxin HCl bei HPU nicht hilft).

Grüße
Kate

EDIT:
1. Meine Verlinkung zur KPU-Rubrik hat wohl (aus technischen Gründen) nicht funktioniert, hier der Beitrag, den ich meinte: http://www.symptome.ch/vbboard/kryp...pyrrolurie-pyridoxin-hcl-p5p-6.html#post66808. Aber auch die Seiten davor sind interessant (und komplex).

2. "Die Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr bezeichnet Kuklinski als "Kernstück bei der Therapie NO-induzierter Stoffwechselstörungen", da Kohlenhydrate - insbesondere solche mit hoher glykämischer Last - energetisch nicht verwertet werden können und den nitrosativen Stress und die Störungen der mitochondrialen Energiegewinnung verstärken.
http://www.symptome.ch/wiki/Kuklins...sativem_Stress#Optimierung_der_Ern.C3.A4hrung
 
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Bei oxidativem/nitrosativen Stress kann Baubiologie hilfreich sein

Forschungen zeigen, dass elektromagnetische Strahlung zu oxidativem Stress führen kann und somit zu schädigenden Oxidationsprozessen in Zellen durch freie Radikale.

Die zerstörerische Wirkung dieser freien Radikale wiederum steht im Verdacht, Ursache zahlreicher Zivilisationskrankheiten zu sein. Da der oxidative Stress bereits bei Strahlung unterhalb der aktuellen Grenzwerte ausgelöst wird, reichen diese Grenzwerte bei weitem nicht aus, um die Gesundheit der Menschen zu schützen.

Der Baubiologe kann die Intensität von elektromagnetischer Strahlung im Wohn- und Arbeitsumfeld messen, beurteilen und Lösungen vorschlagen.
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Hallo Kate,
Nüchtern wurden bei mir (das ist aber auch schon viele Jahre her) mal 46 (übliche Maßeinheit, weiß sie gerade nicht) gemessen
[...]
Bei "gefühlter Unterzuckerung" (länger nach Mahlzeiten) lag ich da aus meiner Erinnernung so bei 70-85 mg/dl.
Wie ist der Zusammenhang zwischen Blutzuckerwerten und Kohlenhydratverwertungsstörungen? Man kann da aus den Zuckerwerten doch keine Rückschlüse ziehen, oder? Das eine misst den Zucker direkt im Blut (noch nicht in den Zellen), das andere bezeichnet Probleme, dass der Zucker (schon IN den Zellen) in den Citratzyklus einfliesst und dort zu Energie umgewandelt wird, oder? Ich bin mir über das alles auch noch nicht so sicher...

Viele Grüße
 
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Hallo Kate,

Erstmal vorweg: Du setzt auf einem sehr alten Stand (bezüglich meiner Gesundheitsprobleme) auf. Und evtl. hast Du den Link zur B6/P5P-Problematik nicht gelesen?
Doch, ich kenne diesen Thread.
Ich denke, die Wette würdest Du verlieren, wenn wir sie realisieren könnten.
Die (Verdachts-)Diagnose 2009 basierte allein auf einer Vibrationsmessung von Dr. Ku., üblicherweise wird da noch viel mehr gemacht.
Somit halte ich eine Polyneuropathie eher für sehr unwahrscheinlich
Ja, die Wette würdest Du in der Tat gewinnen. Zumal, wo keine Neuropathie ist, kann auch keine Neuropathie behoben werden. Durch nichts in der Welt. :)
Aber lies dazu bei Interesse vielleicht doch noch mal den Link in die KPU-Rubrik. Erst später habe ich wieder etwas Pyridoxin dazu genommen.
Ja, diesen Thread kannte ich schon. Allerdings nahm ich fälschlicherweise an, dass die vermeintliche PNP erst eine neuere, später hinzugekommene, fortlaufende Entwicklung wäre (Sektion "Über mich"-> „beginnende periphere Polyneuropathie“).
Das Wort Mitochondropathie benutze ich in dem Zusammenhang (den wir hier haben) eher nicht, sondern mitochondriale Dysfunktion (siehe auch: andere Diskussionen). Die Kohlenhydratverwertungsstörung ist eines der klassischen Symptome laut Kuklinski,
Ja, davon habe ich schon gelesen. Da dann immer nur von Mitochondropathie die Rede war, habe ich diesen Begriff übernommen.

Mir ist dazu Folgendes eingefallen:

PMP ist neben dem P5P ja das zweite aktive Vitamin B6.
Normalerweise stellt es der Körper auch aus den anderen B6-Formen, insbesondere P5P, her.
Angesichts der Probleme beim P5P-Stoffwechsel wäre es doch denkbar, dass bei manchen Pyrrolikern eine ähnliche Stoffwechselstörung/Mangelsituation beim PMP vorliegt und die durch die bloße Gabe von Pyridoxin/P5P nicht behoben worden ist.

Darum:
Wäre es nicht möglich, dass der/dein Körper evtl. sogar Unterzucker/Kohlenhydrateintoleranz fördert, um so eine übermäßige, Pyridoxamin-5'-phosphat (PMP)-mangelbedingte endogene Glykierung zu kompensieren? So eine Körperreaktion erschiene mir plausibel. Insbesondere da deine mitochondriale Dysfunktion/ Kohlenhydratverwertungsstörung eben noch nicht, trotz aller Bemühungen, behoben ist, sondern weiter besteht.

Ich will damit nicht sagen, dass Kuklinski mit seiner Erklärung falsch liegt, aber ein intrazellulärer PMP-Mangel könnte die mitochondriale Dysfunktion doch vielleicht noch verstärken und damit Kuklinskis Theorie ergänzen.

Hintergrund für meine Idee:
Pyridoxamin spielt im Kohlenhydrat-Stoffwechsel eine wichtige Rolle:

1)So ist es etwa ein starker Glykierungs-Inhibitor. Übermäßige Glykierung ist jedoch gefährlich, „denn die „Verzuckerung“ wichtiger Stoffe im Körper kann letztlich die Funktionsfähigkeit der betroffenen Zellen beeinträchtigen“.Quelle
Bei der Glykierung entstehen AGEs (Advanced Glycation Endproducts).

Der Verdacht, dass durch Pyridoxamin-/PMP-Mangel auch die Mitochondrien, ob „gezielt“ oder beiläufig sei mal dahingestellt, in Mitleidenschaft gezogen werden, liegt da nahe, finde ich.

2) „It appears that the antioxidative effect of pyridoxamine is associated with improvement of glucose intolerance and obesity in C57BL/6J mice fed a high-fat diet.“
(Hervorhebung durch Hans F) Quelle

Ein Vorteil, den das Pyridoxamin scheinbar mit P5P teilt, soll zudem der sein, dass es wohl nicht neurotoxisch wirkt und dementsprechend nicht überdosiert werden können soll. Quelle

Apropro Überdosierung:
Bei einer besonders hohen Vitamin B6-Zufuhr werden auch andere Vitamin B6-Verbindungen in nicht phosphorylierter Form, wie PN, PL und PM, renal ausgeschieden." Quelle
Das scheint mir besonders für Pyrroliker von Interesse zu sein, die ja höheren B6-Zufuhren ausgesetzt sind, denn es würde bedeuten, dass sich das (eventuell) wenige, mit der Nahrung aufgenomme Pyridoxamin durch einseitige PN- und PL-Supplementation weiter erniedrigt, was die eingangs angedachte Pyridoxaminmangelsituation weiter verschärfen würde.

Was hältst Du von der Möglichkeit eines Pyridoxaminmangels ? Hast Du schon mal in diese Richtung gedacht?
Vielleicht ist die Behebung eines Pyridoxaminmangels ja eines der fehlenden Glieder zur weiteren Gesundung einiger Pyrroliker.
Bei deinem vermutlich schwächeren Stoffwechsel...
Was lässt Dich darauf schließen?
Aus dem Gedächtnis: Untergewicht(->weniger Muskelmasse?), weibliche Physiologie, Schwäche/Ermüdung, „Mitochondropathie“/mitochondriale Dysfunktion, (Ich meinte damit lediglich, dass Du einen schwächeren Stoffwechsel im Vergleich zu mir hast.)

Das würde bei dem ein oder anderen dann vielleicht auch die Nichtwirkung des Pyrodixins erklären.
Genau darum ging es m.M. nach in dem verlinkten Thread
Ja, den Thread habe ich gelesen. (Allerdings wurde dort so weit ich mich erinnere nicht eine mögliche Nichtwirkung auf Grund Überdosierung debattiert, sondern nur, dass Pyridoxin trotz hohen Dosierungen bei manchen nicht hilft.)
(Herr Kamsteeg vertritt ja auch die These, dass Pyridoxin HCl bei HPU nicht hilft).
In dieser Generalität kann ich dieser These aus eigener und anderer Erfahrung nicht viel abgewinnen - ganz besonders vor dem im fernen Hintergrund schwebenden möglichen P5P-Verbot als NEM in Europa.

Viele Grüße
Hans
 
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Wie lange hattest Du es genommen? Hast Du es von jetzt auf gleich abgesetzt? Hast Du Absetzsymptome bekommen oder würdest Du Deine Symptome als Absetzsymptome bezeichnen? [...] Wie lange ist es bei Dir nun her mit dem Absetzen? Sind die Symptome seitdem nun ganz weg?
Hallo damdam,
abgesetzt habe ich es vor gut 5 Monaten. Bis zum Absetzen habe ich es ca 2 Monate regelmäßig, in steigender Dosierung zur Behebung meiner gestörten Temperaturwahrnehmung genommen, davor sporadisch als Schlafmittel. Ich habe es komplett abgesetzt, nicht ausgeschlichen, da die genannten Nebenwirkungen einfach zu groß waren. Zur Kompensation des fehlenden Serotonins ergänze ich mit 5-HTP und Tryptophan, die Temperaturwahrnehmung normalisierte sich darunter wieder. Diese Ergänzung nehme ich bis jetzt regelmäßig, da noch keine völlige Erholung eingetreten ist. Mit etwas Glück normalisiert sich dieser Zustand, sobald ich richtig mit B6 eingestellt bin.
Zum Schluß der AD-Einnahme habe ich es einige Male zusammen mit Tryptophan, bzw. 5-HTP genommen und, abgesehen von leichten, kurzfristigen (ca 1 Stunde) Überdosierungserscheinungen bei Wirkungseintritt keine negative Wirkung gespürt. Diese Nebenwirkungen (bei Nüchterneinnahme) nahmen im Lauf der vergangenen Monate fast vollständig ab. Mein, nicht so guter, Schlaf hat sich im Rahmen der Absetzung nicht verschlechtert – was u.U. aber auch am Tryptophan, bzw. 5- HTP gelegen haben mag.


Viele Grüße
Hans
 
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Kate

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Hallo damdam
Wie ist der Zusammenhang zwischen Blutzuckerwerten und Kohlenhydratverwertungsstörungen? Man kann da aus den Zuckerwerten doch keine Rückschlüse ziehen, oder? Das eine misst den Zucker direkt im Blut (noch nicht in den Zellen),...
Deine Frage ist (wie so oft) gut :) Hatten wir beide das nicht vor Kurzem schonmal (ich meine, mich dunkel zu erinnern, weiß aber nicht mehr, wo)? Ich müsste mich allerdings dazu nochmal in die Thematik hinein vertiefen und habe in punkto Zuckerstoffwechsel nichts mehr parat (es gibt übrigens einen Wiki-Artikel zu Hypoglykämie).

... das andere bezeichnet Probleme, dass der Zucker (schon IN den Zellen) in den Citratzyklus einfliesst und dort zu Energie umgewandelt wird, oder?
Ich meine, dass es bei dem von Kuklinski beschriebenen Problem um eine Art Pyruvat-Stau vor dem Citratzyklus geht, d.h. das Pyruvat kann dort nicht eingeschleust werden. Dies wiederum entsteht aus Glukose im Rahmen der Glycoloyse. Ich werde mir das bei Gelegenheit nochmal genauer anschauen (wir haben hier auch Threads zum Citratzyklus und zum Pyruvat-Problem), im Moment schaffe ich es nicht, da ich mich leider um einiges Dringliches kümmern muss.

Viele Grüße
Kate
 
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Kate

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Hallo Hans,

nur kurz, da ich mehr im Moment (und auch in der nächsten Zeit) nicht leisten kann: Du kennst Dich offenbar gut aus in punkto Stoffwechsel. Ich kann mich in diese Fragestellungen aber momentan nicht vertiefen, zumal es im Moment an der Stelle garnicht brennt bei mir.

Ich würde Dir darüber hinaus vorschlagen, die Diskussion speziell zu B6 - die ja auch eine allgemeine Fragestellung ("Vielleicht ist die Behebung eines Pyridoxaminmangels ja eines der fehlenden Glieder zur weiteren Gesundung einiger Pyrroliker.") beinhaltet und nicht direkt etwas mit Aminosäuren zu tun hat - in einem neuen Thread in der KPU-/HPU-Rubrik zu eröffnen. Dort gibt es womöglich auch (mehr als hier) User, die in dem Bereich Erfahrungen und Wissen haben.

Ich danke Dir auf jeden Fall auch für den (indirekten) Hinweis, dass ich wohl mein Profil mal aktualisieren sollte.

Zumal, wo keine Neuropathie ist, kann auch keine Neuropathie behoben werden. Durch nichts in der Welt. :)
Da möchte ich das Kind nicht mit dem Bade ausschütten, da eine komplette Diagnostik nicht gemacht wurde. Ob eine gute Nervenleitgeschwindigkeit die Diagnose nun völlig ausschließt, weiß ich z.B. nicht. Da ich aber keine größeren Probleme damit habe, sehe ich da auch keine Priorität derzeit.

Da dann immer nur von Mitochondropathie die Rede war, habe ich diesen Begriff übernommen.
Ja, das machen viele und ich finde es (auch "strategisch" gegenüber z.B. Ärzten, wenn man ernst genommen werden will) ungünstig.

Aus dem Gedächtnis: Untergewicht(->weniger Muskelmasse?),...
Ich denke (hoffe ;)), dass das vor allem weniger Fettmasse ist. Ich stemme - jedenfalls mit den Beinen - mehr Gewicht als manch eine, die den 1,5-2-fachen Umfang hat wie ich. Bin also eher der drahtige Typ. In dem Sinne auch keine "Schwäche". Es gibt Hinweise, dass der Stoffwechsel "schnell" läuft. Aber so wichtig ist es ja auch nicht, war ja nur ein Nebenaspekt.

Danke nochmal für Deine vielen anregenden und kreativen Gedankengänge :)

Viele Grüße
Kate
 
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23.11.13
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ist so ein test nun sinnvoll oder nicht? gemacht habe ich ihn schon und rauskam Tyrosin-, Arginin- und Glutamin Mangel.

Kann man daruaf etwas geben? Sollte ich die drei Sachen nur einzeln einnehmen oder lieber ein Präperat mit allen Aminosäuren?

Was hat euch das auffüllen der Aminosäuren gebracht?
 
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02.10.10
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Hallo Kate,

Hatten wir beide das nicht vor Kurzem schonmal (ich meine, mich dunkel zu erinnern, weiß aber nicht mehr, wo)?
Ich kann mich nicht erinnern (aber das muss nichts heißen, im Moment merke ich mir, vielleicht auch wg. Reizüberflutung, nicht so viel).

Ich müsste mich allerdings dazu nochmal in die Thematik hinein vertiefen und habe in punkto Zuckerstoffwechsel nichts mehr parat
Nee, dann ist es auch nicht nötig. Aber falls Du mal drüber stolpern solltest...

(es gibt übrigens einen Wiki-Artikel zu Hypoglykämie)
Hab ich nicht gesehen. Um nachzufragen, wo Du meintest, hab ich eben mal die blaue Leiste oben auf der Seite angeklickt und eine interessante Erfahrung gemacht. Wenn ich direkt auf "Wiki" in der blauen Leiste klicke, kommt ein Wiki für die Stress-Rubrik. Wenn ich dagegen im Menü, was bei "Wiki" runterklappt, "Hauptmenü" anwähle, kommen auch andere Themen, aber von der Stress-Rubrik sind weniger Infos dabei. Ich wusste gar nicht, dass man da an verschiedene Stellen kommt bzw. hab ich mich immer gewundert, wieso ich das, was ich einmal irgendwo gefunden hatte, nicht mehr wiedergefunden habe.
Jedenfalls hab ich zu Hypoglykämie nichts gefunden. Aber ist auch nicht schlimm (außer dass es vielleicht wieder sowas ist, wo man erst die richtigen Kniffe kennen muss, wenn man zur Info gelangen will), ich schaffe es momentan eh nicht, mich darum zu kümmern.

Ich meine, dass es bei dem von Kuklinski beschriebenen Problem um eine Art Pyruvat-Stau vor dem Citratzyklus geht
Ja, so sehe ich das auch. Ich wollte nur das eine vom anderen auseinanderdividieren, meine aber schon, dass es so ist, wie ich oben geschrieben habe.

Viele Grüße
 

Kate

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16.11.04
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Hallo damdam,

ich habe eben gesehen, dass der Artikel nicht mal im Wiki-Stichwortverzeichnis steht. Werde das bei Gelegenheit ändern.

Hier ist er: Nahrungsbedingte (postprandiale) Hypoglykämie – Symptome, Ursachen von Krankheiten, zu finden auch über den Hauptartikel Kryptopyrrolurie – Symptome, Ursachen von Krankheiten. Ob das immer noch der aktuelle Stand ist, weiß ich nicht. Ich erinnere mich auch dunkel an ein Gespräch mit jemandem von Biovis (wo ich meinen ersten Lactat/Pyruvat-Test machte) mit u.a. folgender Aussage: Wer wenig Glukose hat, kann auch entsprechend wenig Pyruvat produzieren (logisch, s.o.), allerdings bleibe das Lactat-Pyruvat-Verhältnis dadurch unbeeinflusst. Hieran macht - soweit ich weiß - Kuklinski vor allem die "Lactazidose (Laktatazidose) Typ II" fest. Damit wäre das eine vom anderen so gesehen nicht unbedingt abhängig.

Gruß
Kate
 
Beitritt
20.09.14
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ist so ein test nun sinnvoll oder nicht?
Ich denke, da muss jeder für sich eine eigene Kosten-Nutzen-Analyse durchführen - sich also fragen was er mit welcher Wahrscheinlichkeit zu gewinnen und zu verlieren hat, bzw. eine Abwägung zwischen Vor- und Nachteilen treffen. Für mich war der Gewinn (sowohl der mögliche als auch der tatsächliche) den ich aus dem Test gezogen habe das Geld wert.

gemacht habe ich ihn schon und rauskam Tyrosin-, Arginin- und Glutamin Mangel.
Also waren die Werte unter Norm? Die Chance auf einen Nutzen von Supplementierung steigen, wenn Du Beschwerden irgendwie mit diesem erhobenen Mangel in Verbindung bringen kannst.
Für mich habe ich festgestellt, dass schon niedrig-normale Nährstoffwerte häufig einen Mangel darstellen, der mit Beschwerden in Zusammenhang steht. Das kann man aber sicher nicht verallgemeinern. Ich vermute, dass da auch meine chronische Erkrankung ihren Anteil hat.

Kann man daruaf etwas geben?
Wenn das Labor seriös ist lautet die Antwort m.M. nach ja. Allerdings sollte man auch im Hinterkopf behalten, dass der Körper die Aufnahme eines Stoffes gezielt heruntergefahren haben könnte, um so an anderer Stelle vor größeren Schaden zu bewahren. Wenn mansich dann für eine Supplementierung entscheidet muss man dann schauen wie der Körper auf die Supplemetierung reagiert. Diese "gezielte" Erniedrigung von Stoffen ist aber m.W. nach die deutlich seltenere Variante.

Insofern: Versuch macht klug.:)

Sollte ich die drei Sachen nur einzeln einnehmen oder lieber ein Präperat mit allen Aminosäuren?
Ich habe bei mir nur mit bestimmten (freien) Aminosäuren ergänzt und dabei angenehme Ergebnisse erzielt. Ob das die gesundheitlich bessere Variante hinsichtlich einer möglichst ausgewogenen Gesamt-Aminosäurenversorgung ist, weiß ich nicht.
Dazu müsste man dann mal vielleicht ein zusätliches Aminosäuren-Profil erstellen lassen und schauen, wie sich die anderen Aminosäurengehalte unter der Supplemtierung entwickelt haben.
Was hat euch das auffüllen der Aminosäuren gebracht?
Siehe #77.
 
Beitritt
20.09.14
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Ich würde Dir darüber hinaus vorschlagen, die Diskussion speziell zu B6 [...] in einem neuen Thread in der KPU-/HPU-Rubrik zu eröffnen.
Hallo Kate,

guter Vorschlag. Ja, das werde ich machen.
Danke nochmal für Deine vielen anregenden und kreativen Gedankengänge :)
Danke. :)
Und jetzt bietet sich für mich auch endlich einmal die Gelegenheit Dir auf diesem Wege für deinen enormen Fundus an akribisch ermittelten und präzise aus- und abgewogen dargestellten Analysen und Aussagen zu danken, mit dem Du dieses Forum über die Jahre bereichert hast.
Viele deiner Beiträge sind in dieser Hinsicht eine wahre Wohltat (sagt jemand, der so etwas außerordentlich zu schätzen weiß), um nicht zu sagen, sie sind ein echter ästhetischer Genuss, den man in dieser Form nur selten begegnet.

Viele Grüße
Hans
 
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23.11.13
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Also ich nehme tyrosin, arginin und Glutamin Kapseln. Seit dem Glutamin sind meine hautprobleme besser geworden. Ab Tag 1 der Einnahme.
Ich nahm schonmal Glutamin Pulver für kurze Zeit und hatte aber garkeinen Effekt?

Nehme drei mal 1 g Glutamin
1 mal 1 Gramm tyrosin und später 500 mg
Und zweimal 500 mg arginin.

image.jpeg - directupload.net
 
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20.02.14
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Hallo zusammen,

ich hatte leider keine Zeit, den kompletten Thread durchzulesen, will deshalb nur kurz meine Erfahrungen zum Aminogramm schildern:
Ich habe es im Dezember 2014 bei Dr. Kübler im Labor machen lassen (Kosten exorbitante 550 Euro!) und mich dann mit einem entsprechend gutem Eiweißpulver versorgt (ca. 120g Pulver und normales Essen noch dazu). Außerdem habe ich Zink und Magnseium sowie die B-Vitamine (und einiges anderes noch) ergänzt.
Der ganze Aufwand hat mich von sehr eingeschränkter Aktivitität (nach EBV und CFS/ME) auf ein Niveau gebracht, so dass ich zwar noch nicht spazieren gehen kann, aber um einiges "belastbarer" bin (schwer zu beschreiben...).
Parallel dazu habe ich nach dem Prebiotika/-Probiotika-Thread den Darm aufgebaut und mit MTHF gearbeitet.
Fazit: Für mich hat sich das Aminogramm (es waren von 12 gemessenen Aminosäuren 6 im absoluten Defizit und der Rest in der unteren Hälfte) absolut gelohnt.
Eine günstigere Variante, deren Qualität ich nicht kenne gibt es auch bei g..zimm.n in der Rheinland-Pfalz-Hauptstadt (ca. 43 Euro, glaube ich).
ICh ergänze Eiweiß weiter, da vor allem die Müdigkeit deutlich weniger wurde und das Aktivitätslevel gestiegen ist.

Liebe Grüße
Libero
 
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20.09.14
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Nehme drei mal 1 g Glutamin
1 mal 1 Gramm tyrosin und später 500 mg
Und zweimal 500 mg arginin.
3 g Glutamin und knapp 1g Tyrosin nehme ich auch. Dass diese Mengen zu einem Ungleichgewicht führen scheint mir unwahrscheinlich.

Phenylalanin ist auch ziemlich niedrig, was gut zum niedrigen Tyrosin passt, da Phenylalanin die Vorläufersubstanz davon ist.
Auch wenn Phenylalanin so gerade noch im Normbereich ist, könnte das mit ein Grund für das niedrige Tyrosin gewesen sein. Ein anderer Grund könnte vielleicht in einem hohen Tyrosin-Bedarf/Verbrauch liegen? Ich spekuliere hier natürlich nur…Tyrosin wird z.B. für den Neurotransmitter DOPA benötigt. DOPA ist dann der Vorläufer von Dopamin.
Bei hohen Serotoninwerten könnte ich mir vorstellen, dass der Körper das Dopamin erhöht (und dann entsprechend viel Tyrosin abzwackt), damit es zu keinem Dopamin/Serotonin-Ungleichgewicht kommt. Nimmst Du vielleicht Antidepressiva? (Der Tryptophan-Wert ist auffallend gut.)

Mit der Gabe von Tyrosin sollte dann auch das Phenylalanin etwas steigen. Vielleicht ist das Phenylalanin sogar die bessere Wahl, da der Körper dann genau die Menge Tyrosin produziert, die er benötigt. Zudem sollte Phenylalanin als essentielle Aminosäure gegenüber Tyrosin einen weiteren Normbereich/höhere Normobergrenze haben, es müsste folglich schwerer zu überdosieren sein. Andererseits benötigt die Umwandlung auch wieder Co-Faktoren, die bei Tyrosin-Gabe wegfallen. Tja, es hat alles Vor- und Nachtteile.

Das Methionin finde ich auch auffallend niedrig.

„Methionin ist im Stoffwechsel ein Lieferant von Methylgruppen (–CH3) z. B. für die Biosynthese von Chilin, Kreatin, Adrenalin, Carnitin, Nukleinsäuren, Histidin, Taurin und Glutathion (Transmethylierung)."Quelle

Ob es daran liegt, dass Du einen hohen Cystein/Glutathion-Bedarf hast?
Methionin ist die/eine Vorstufe für Cystein.

Die im Verhältnis zu den übrigen Aminosäuren auffallend guten Glycin- und Cystein-Werte, (beides sind Vorläufer-Substanzen für Glutathion) könnten kompensatorisch erhöht sein, um so die Glutaminsäure(/Glutamin) besser ausnutzen zu können. Glutamin/Glutaminsäure ist neben Glycin und Cystein der dritte Co-Faktor für die Glutathionsynthese.
Mit Glutathion (Cystein+Glycin+Glutamin) entgiftet ja der Körper...Da Du HPUler bist, dürfte dein Körper einen erhöhten Entgiftungsbedarf haben. Das würde so gesehen also gut passen.

Wenn diese Annahmen stimmen, sollten mit (d)einem gesteigerten Glutaminangebot Cystein und Glycin ein bisschen fallen und Methionin etwas steigen.
Seit dem Glutamin sind meine hautprobleme besser geworden. Ab Tag 1 der Einnahme.

Ich nahm schonmal Glutamin Pulver für kurze Zeit und hatte aber garkeinen Effekt?
Schwer zu sagen woran das lag. Lag diese erste Glutamin-Gabe vielleicht vor deiner HPU-Medikation? Wenn ja, dann war das Glutamin damals vielleicht unterdosiert, da der Glutamin/Glutathion-Bedarf zu der Zeit m.E. noch deutlich höher gewesen sein dürfte. Das supplementierte Glutamin könnte dann großteils in die Glutathionproduktion gegangen sein, so dass dann für die dazu relativ unwichtigeren Hautfunktionen nicht mehr viel übrig geblieben ist.

Da Glutamin für den Hautaufbau/die Hautfunktion wichtig ist und da es im 2. Anlauf scheinbar (dauerhaft?) wirkt, liegt eine positive Wirkung aber nahe.

Wenn meine Annahmen stimmen, müsste dein Methionin-Cystein-Stoffwechsel gut laufen, der Tryptophanwert ist auch gut – kann es sein, dass Du zum Zeitpunkt der Amino-Profil-Erstellung schon deine HPU-NEMs genommen hast?

Sind das eigentlich alle Werte des Aminoprofils oder gibt es noch mehr? Taurin wäre evtl noch interessant

(Seitdem ich Taurin supplementiere treten meine wiederholten, leichten Netzhautablösungen nicht mehr auf.), denn Methionin ist dessen Vorläufersubstanz.
 
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...außerdem sthet Methionin an der ersten Stelle für alle Proteine, die im Körper aufgebaut werden.

Hat jemand von Euch einen Qualitätsvergleich zwischen dem Aminogramm von Dr. Kübler aus München und dem von ganzimmun festgestellt? Gab es damals "unerklärliche" Schwankungen zwischen beiden?
Ist halt doch ein sehr hoher Preisunterschied?

Liebe Grüße
Libero
 
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ich habe tatsächlich vor diesem test mit citalopram angefangen. zwei wochen vorher ca. habe es aber schon wieder abgesetzt.
wegen hpu nehme ich übriens garnichts. als ich viel zink, vitamin c usw. genommen habe hatte ich immer einen zinkmangel. dann habe ich mit nems aufgehört und monate später war zink gut. sehr merkwürdig.
kupfer habe ich die letzten zwei montate in zwei verschiedenen labors testen lassen. bei einem war der wert gut, beim anderen hatte ich einen mangel. auch merkwürdig.

was ratet ihr mir zu tun? so weiternehmen wie ichs im moment tue?
 
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wegen hpu nehme ich übriens garnichts. als ich viel zink, vitamin c usw. genommen habe hatte ich immer einen zinkmangel. dann habe ich mit nems aufgehört und monate später war zink gut. [...]
was ratet ihr mir zu tun? so weiternehmen wie ichs im moment tue?
Ich habe Dir dazu in einem anderen Thread geantwortet -> [FONT=&quot]#22[/FONT]
 
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Viele meinen ja, so ein Aminosäuren Test und die Einnahme macht keinen sinn, und das ein Mangel eigentlich unmöglich sei, bei halbwegs ausgewogener Ernährung. Was sagt ihr dazu?
 
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Ich habe mich bereits vorher monatelang eiweßlastig ernährt und dann das Aminogramm gemacht...und hatte die oben beschriebenen Defizite...seitdem ich noch gezieleter auffülle geht es bergauf.
Für mich hat es sich auf alle Fälle gelohnt und ich würde/werde es wieder messen lassen.
Wenn man bedenkt, dass das Immunsystem eigentlich nur aus Eiweiß besteht, und dann noch Muskeln und Knochen ihren Teil brauchen, dann würde ich nicht mehr zögern (und daher meine Frage: hat jemand Erfahurng mit dem günstigen AMinogramm von gan.i..un im Vgl. zum teueren vom Stru.z?).

Liebe Grüße
Libero
 
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