War das ein Histaminschock?

WerniMD

----- Anm. Kate -----

Ein Vorstellungs-Thread von Werni-MD befindet sich hier: https://www.symptome.ch/vbboard/oxi...04-halloele-sachsen-anhalt-instabile-hws.html

Dieser Beitrag setzt noch einmal hier an mit einer neuen Fragestellung:
WerniMD schrieb:
Letztes Jahr im August hatte ich plötzlich eine Attacke auf Arbeit. Ich hab den Monitor nicht mehr erkannt, mir war speiübel, Kopfschmerzen, Benommen... Dachte ich klappe ab, aber ging nach ner Stunde wieder etwas. Seitdem kamen öfter solche Attacken, nehme an neurologische Ausfälle, ischämische Attacken, keine Ahnung.
https://www.symptome.ch/vbboard/oxi...-kopfgelenke-diverse-symptome.html#post998010

----- Ende Anm. Kate -----



Liebes Forum,

angeblich somatoforme Beschwerden plagen mich nun schon einige Jahre. Letztes Jahr im August ging es mir aber zusehends schlechter. Benommenheit und eingeschränkte Wahrnehmung waren eklig, hab mich eigentlich nur noch auf Arbeit geschleppt. Im Büro am Computer bin ich "zusammengebrochen", hatte eine Art Attacke, habe nichts mehr auf dem Monitor erkannt, mir war plötzlich speiübel, konnte mich kaum mehr halten. Die Attacke hat nicht so lange angedauert, mir ging es nun aber dauerhaft schlecht. Wenn ich es beschreiben könnte, ich würde es evtl. mit einem Krampf im Kopf so wie halt im Bein vergleichen, ein neurologischer Ausfall(?), es war der Horror. In den folgenden zwei Wochen hatte ich das 2, 3 mal. Tavor hatte damals einigermaßen geholfen.

Da sich mein Zustand seitdem nicht verbessert hat und mir nach vielen Behandlungen kein Arzt sagen konnte, was das war und was ich habe, bin ich selber auf die Suche gegangen, so wie viele hier im Forum.

Hier nun stichpunktartig meine Erkenntnisse und bestätigte Diagnosen:
  • instabile Kopfgelenke, tanzender Dens (Diagnose nach Upright MRT)

  • nitrosativer Stress wohl nicht, da Nitrotyrosin, Tyrosin nitriert, Kreatinin im Urin, Methylmalonsäure im Urin OK sind, nur Tyrosin leicht unterschritten ist

  • Gluthation und ATP grenzwertig unten

  • behobener Vitamin D Mangel

  • jahrelange Schilddrüsenunterfunkion (Jod, dann Thyronajod), jetzt angeblich wieder OK, keine Medis mehr

  • damals extreme Verspannungen in Nacken, Schulter, Rücken, Bauch, jetzt etwas besser

  • Darmpilze (Diagnose per Stuhlprobe)

  • verminderte Diaminooxidase, Verdacht auf HIT

  • vergrößerte Leber

  • erhöhte Amylase (vor Jahren wurde daher die Gallenblase entfernt)

  • erhöhtes FE und Ferritin, H63D positiv, C282Y negtiv, wohl keine Hämochromatose

  • Bandscheibenschaden HWS C5/6

  • Kopf MRT unauffällig

  • angeblich Migräne

  • "unterirdische" schiefe Weisheitszähne im OK, nun extrahiert

Viele meiner Symptome kann ich mir mit den Folgen der instabilen HWS und dem Darmpilz erklären, so die aktuelle völlige Erschöpfung mit Gluthation und ATP ja auch diagnostiziert ist. Meine Leber und Pankreas könnten wegen dem Pilz angegriffen sein. In diese Richtung gehen auch aktuelle Therapien.

Die Attacken damals kann ich mir aber noch immer nicht so recht erklären. Vermutung meinerseits wäre aber eine Unterversorgung des Hirns wegen der instabilen HWS (ggf eingeklemmte Arterie) und evtl. auch wegen der damals noch extremen Verspannungen. Hatte da auch noch viel Sport gemacht, Joggen, Volleyball teils auch im Sand, Fahrrad, Tischtennis. Das ist ja Gift bei instabiler HWS.

Ich will das nie wieder erleben müssen und suche daher nach Erklärungen und evtl. auch Bestätigungen. Nur so kann ich versuchen, künftig nichts mehr falsch zu machen, auch wenn das eigentlich unmöglich ist.

Daher meine Frage an euch, ob das eine schlüssige These wär oder welche anderen Erklärungen möglich sind und was ich noch tun könnte, um dafür eine eindeutige Diagnose zu bekommen.

Vielen Dank
LG
WerniMD
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
wundermittel

Kate

Moderatorin
Teammitglied
Beitritt
16.11.04
Beiträge
12.837
Könnten das ischämische Attacken gewesen sein?

Hallo zusammen,

ich möchte das nochmal "hochholen", auch wenn ich selbst keine Antwort auf die Thread-Frage habe. Vielleicht ja jemand anders?

Gruß
Kate
 

WerniMD

Könnten das ischämische Attacken gewesen sein?

So, habe nun die Diagnose bekommen:

CFS bei nitrosativem Stress in Folge einer EBV Belastung, Leaky Gut Syndrom bei Candida Krusei und Geotrychum Penicillatum, Densinstabilität mit funktioneller cervikaler Myelopathie.

Die oben genannten Symptome und Erscheinungen scheinen da alle reinzupassen.

Ich hoffe, mit der orthomolekularen Therapie und Impulsostheopathie endlich wieder auf die Beine zu kommen und das Dahinvegetieren überwinden zu können. Nun weiß ich auch endlich, wonach ich hier weiter suchen kann.
 
regulat-pro-immune
Beitritt
10.01.04
Beiträge
69.201
Könnten das ischämische Attacken gewesen sein?

Hallo Werni,

nur eine Frage:

Ich nehme an, bei DIr war die Pankreas-Amylase erhöht. Warum wurde dann aber die Gallenblase heraus genommen?Hattest Du Gallensteine, die den Pankreas-Gang verlegt haben und deshalb ist eine Bauchspeicheldrüsenentzündung entstanden?

Amylase - Alpha Amylase - netdoktor.at

Gerade lese ich, daß Du eine einleuchtende Diaganose hast. Das ist immerhin ein Fortschritt, und ich wünsche Dir Glück bei der weiteren Suche und vor allem Behandung!

Grüsse,
Oregano
 

WerniMD

Könnten das ischämische Attacken gewesen sein?

Hallo Oregano,

genauso war es damals. Pankreasentzündung weil Gang zu. Gallengries. Wurde damals dann besser, war aber nicht die Lösung.

Ja, die Diagnose klingt einleuchtend. Nur sollte endlich auch mal was helfen, das wär die Bestätigung.

Dank Dir und Gruß:)
WerniMD
 

Kate

Moderatorin
Teammitglied
Beitritt
16.11.04
Beiträge
12.837
Könnten das ischämische Attacken gewesen sein?

Ich freue mich, dass Du einen Schritt weiter bist, Werni :)

Was ist Impulsostheopathie? Wurde Dir das empfohlen und warum (liegen bereits positive Erfahrungen von Patienten mit Kopfgelenksinstabilitäten/"Dancing Dens" vor)?

Kate
 

WerniMD

Könnten das ischämische Attacken gewesen sein?

Ich freue mich, dass Du einen Schritt weiter bist, Werni :)
Danke. Hoffe, es geht endlich bergauf.

Was ist Impulsostheopathie? Wurde Dir das empfohlen und warum (liegen bereits positive Erfahrungen von Patienten mit Kopfgelenksinstabilitäten/"Dancing Dens" vor)?
Der Arzt, bei dem ich nun in Behandlung bin, ist Orthopäde, Chirurg und Alternativmediziner. Behandelt das CFS orthomolekular. Meinen Rücken und die HWS behandelt er mit Impulsostheopathie. Ich hab mich dazu noch nicht weiter informiert. Er hat da so ein Gerät, heißt glaub ich Spineliner. Damit geht er die Wirbel entlang an entsprechenden Triggerpunkten und löst Blockaden. Ich fand es bisher sehr angenehm, tat gut. Hab aber noch wenig Erfahrungen. Ist nicht brachial so wie Chiropraktik. Werde aber gerne berichten.

Der Arzt kennt zumindest das Thema instabile HWS, tanzender Dens, denn er überweist zum Upright MRT. So bin ich ja zu ihm gekommen, quasi hinten rum :). Weil ich selbst beim MRT war und der Radiologe mich an ihn verwiesen hatte. Ich gehe mal davon aus, dass er also Erfahrungen hat und das bei solchen Patienten auch immer anwendet. Werd ihn mal befragen.

Hab mal kurz geschaut. Die Wirbel werden damit in Schwingung versetzt. Es gibt wohl Unterschiede zwischen gesunden und "kranken" Wirbeln (Verspannung, Blockade, Degeneration...) in der Frequenz, lässt sich damit also computergesteuert messen und mit Impulsen behandeln.

LG
Werni
 

WerniMD

Könnten das ischämische Attacken gewesen sein?

Ich habe nun schon die 5. orthomolekuare Infusion (B-Vitamine, C, Glutathion,..) bekommen, wöchentlich einmal. Ergebnis dabei ist, dass ich endlich wieder etwas Kraft habe und wesentlich aktiver geworden bin. Die extreme Müdigkeit hat auch nachgelassen, kann nachts fast schon nicht mehr einschlafen. Leider hält der Effekt nur so 4 Tage an. Ich schleppe mich dann immer wieder zur Infusion. Ich hoffe aber, dass das noch wird. Die Pilze scheinen mit Myrrhinil und Nystatin auch verdrängt zu sein.

Die neurologischen Symptome wie Benommenheit, gaga im Kopf, inzwischen auch zeitweilig Tremor in den Händen/Armen, gestörte Wahrnehmung, heißer Kopf.. bleiben davon anscheinend unbeeinflusst, was mich dabei am meisten zermürbt. Die Intensität meist zum Nachmittag hin zunehmend und am Abend wieder geringer. Ich habe lediglich eine leichte Besserung der Benommenheit bei Einnahme von Bentonit bemerken können. Einläufe und das Abführen mit Bittersalz taten auch gut. L-Glutamin scheint auch gut zu sein. Es gibt aber immer mal wieder echt gute Phasen, wo mein Kopf klar ist und ich am liebsten gleich wieder alles machen würde wollen, wozu ich die letzten Monate nicht in der Lage war. Doch das meist nur wenige Stunden, wenn überhaupt.

Inzwischen werde ich auch auf Morbus Wilson und Porphyrrie untersucht, auch wenn meine HÄ mich wieder unterschwellig meine "Hypochondrie" spüren lassen hat. Ich belaste halt ihr Budget. Einen Kayser-Fleischer-Ring hat meine Augenärztin im März nicht bemerkt, was ja nichts heißen muss.

Ich bin ratlos. Vermutung liegt ja in Richtung Verdauung und Leber. Margie hatte da schon hilfreiche Tipps, ggf. MHE. Frage ans Forum wäre, ob sich aus der leichten Besserung mit Bentonit was ableiten lassen könnte (Bindung von Giften, Ammoniak, Abdichten der Schleimhäute,..)?

Ich danke Euch!

Ach so: Der Titel des Threads ist wohl nicht mehr so ganz richtig. Meine Neurologin meinte, das wären evtl. Blutdruckentgleisungen gewesen, weswegen ich damals zusammengebrochen bin. Ich habe anscheinend einen teils stark schwankenden Blutdruck. Bei Momentaufnahmen z.B. damals im KH war dieser aber immer recht gut.

LG
Werni
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
regulat-pro-immune
Beitritt
02.01.05
Beiträge
5.430
Könnten das ischämische Attacken gewesen sein?

Hallo werniMD,

wenn Deine Leber nicht in Ordnung ist, sollte man bei neurologischen Symptomen schon den M. Wilson (MW) auch prüfen.

Aber:
Was nimmst Du ein?
Zink z. B. beeinflusst das Kupfer im Blutserum und im Urin.
Zink wirkt noch lange nach dem Absetzen nach.
Jemand der MW hat, sollte Zink nicht einfach mal so absetzen. Es kann zu Verschlechterungen kommen bis hin zum Leberversagen, weil Zink eine der Therapien für den MW ist.

Solltest Du evtl. Kupfer einnehmen, wäre das für die Diagnostik des MW auch hinderlich.
Infekte/Entzündungen erhöhen das Serum-Kupfer und das Coeruloplasmin, was die Diagnostik auch stört.

Möglicherweise enthält Bentonit auch Zink und Kupfer?

Hier findest Du Fachambulanzen für M. Wilson:
Morbus Wilson e.V.

Die Ärzte hier haben sich besonders viel mit der Krankheit beschäftigt:
Morbus Wilson e.V.

Niedergelassene Ärzte verstehen vom M. Wilson meist nicht viel. Außerdem kann es passieren, dass nicht alle Labore die Werte korrekt bestimmen. Besonders beim Urinkupfer gibt es oft hohe Differenzen zwischen den einzelnen Laboren.
Die Laborwerte Coeruloplasmin und Serumkupfer sind sehr störanfällig. Der Arzt sollte das Blut zentrifugieren und danach trennen und am selben Tag ins Labor schicken. Je schneller nach der Blutentnahme die Werte bestimmt werden, umso genauer sind sie. Sie steigen an, wenn sie erst Tage nach der Blutentnahme untersucht werden.

Jemand, der einen MW hat, kann hämolytische Schübe bekommen. Hämolyse bedeutet, dass die roten Blutkörperchen nicht ganz ausreifen und vorzeitig absterben. Je mehr der Vorgang sich beschleunigt, umso heftiger sind die Beschwerden.
Die roten Blutkörperchen transportieren den Sauerstoff und wenn sie vorzeitig absterben, kann man einige Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Benommenheit, etc. bekommen.

Diese Attacke könnte evtl. auch ein solcher hämolytischer Schub gewesen sein, weil einige der Beschwerden passen würden:
Ich hab den Monitor nicht mehr erkannt, mir war speiübel, Kopfschmerzen, Benommen... Dachte ich klappe ab, aber ging nach ner Stunde wieder etwas.
Aber auch, wenn Du aus anderen Gründen eine hämolytische Anämie haben solltest, könnten hämolytische Schübe auftreten.
Dabei sind die Blutwerte vermutlich nur bei einer solchen Attacke oder kurz danach verändert.
Der wichtigste Wert wäre das Haptoglobin, das bei einer Hämolyse erniedrigt oder niedrig ist.
Im akuten Stadium sind vermutlich die LDH erhöht, das indirekte Bilirubin erhöht, die roten Blutkörperchen eher niedrig und auch das Hämoglobin eher niedrig. Der MCV-Wert kann auch niedrig sein. Die Retikulozyten steigen an.
Die Milz kann vergrößert sein, wenn jemand stark davon betroffen ist.

Hier sind einige Symptome genannt, wobei man je nach Stärke der Attacke die Symptome nicht immer alle hat:
Hämolytische Anämie - Symptome, Beschwerden, Ursachen - Krankheiten-Lexikon - jameda

Ich selbst habe eine latente Hämolyse. D. h. bei mir sind fast keine Anzeichen im Blut feststellbar, sondern nur dann, wenn sich die Symptome verstärken. Oft habe ich dann nur Herzklopfen, manchmal etwas Kopfschmerzen und komme sehr schnell außer Atem. Wenn es schlimmer wird, kann noch Übelkeit, Schüttelfrost, etc. dazu kommen.
Das Haptoglobin ist bei mir meist niedrig oder erniedrigt und es ist der einzige Wert, der darauf hinweist, wenn ich keine Beschwerden habe.

Aber ich weiß natürlich nicht, ob das bei Dir ein hämolytischer Schub gewesen sein könnte.
Es gibt sicher noch andere denkbare Erklärungen für diese Attacken.

Zur Müdigkeit:
Ursachen für Müdigkeit gibt es viele, wie Du sicher weißt.
Eine kranke Leber macht müde.
Eisenmangel würde ich zwar nicht bei Dir vermuten, aber der wäre eine denkbare Ursache.
Auch Kaliummangel kann zu Müdigkeit führen.
Ebenso eine Schilddrüsenunterfunktion.
Schlafapnoe kann ebenfalls müde machen. Man erkennt sie, wenn man viel schnarcht.
Und eben eine Hämolyse würde auch müde machen.

Wenn Du viel Einläufe machst, verlierst Du auch Vitamine und Mineralstoffe, die Dir fehlen könnten.

Für die Leber bzw. gegen die MHE würden folgende Aminosäuren auch gut sein:
Leucin, Isoleucin, Valin (enthalten in Falkamin - sehr teuer).
Ornithin (enthalten in Hepa-Merz Granulat).

Außerdem gibt es "Gelum"-Tropfen. Die sollen gegen MHE wirken. Sie enthalten u. a. Eisen.

Ich hoffe, Du findest bald die Ursache für Deine Probleme.

LG
margie
 

WerniMD

So gaga wie ich im Kopf immer wieder bin, scheint das eine Vergiftung zu sein. Es gibt ja auch wenige gute Phasen. Es hängt irgend wie mit dem Essen zusammen, wird etwas besser, wenn ich was esse, auch wenn ich eigentlich keinen Hunger habe. Erst hatte ich die Toxine der Candida im Verdacht. Doch die sollten inzwischen weg sein. Ammoniak wäre auch denkbar, gerade bei der angegriffenen Leber und dem erhöhten ALAT, so Richtung MHE oder auch MW. Hier stehen noch Ergebnisse vom Labor aus. Leaky Gut wurde diagnostiziert, da könnten auch alle möglichen Stoffe in die Blutbahn und ins Gehirn kommen. Hmmm :confused:

An Histamin hatte ich bisher noch nicht gedacht und kannte auch nur die akute Form mit dem DAO. Diese wurde bei mir wegen verminderter DAO-Aktivität ja festgestellt. Doch hatte ich damals keine direkten Zusammenhänge zu Nahrungsmitteln und Symptomen festgestellt, auch nie in so kurzen Zeitfenstern, wie für die DAO immer angegeben. Hab das dann aus den Augen verloren. Inziwschen habe ich hier einige Infos über die chronische Form und HNMT gefunden. Das könnte viel mehr auf meine Symptome zutreffen, noch dazu mit dem langsamen Auf- und Abbau des Histaminpegels. Bei mir sind das dann wohl eher Liberatoren, die dazu führen. Einen direkten Zusammenhang durfte ich die Woche nach dem Genuß frischer Erdbeeren spüren. Hab die sonst immer vertragen. Diesmal hatte ich schon nach einer Stunde Bauchkrämpfe und verstärkte Symptome im Kopf etc. Ich konnte das abends mit nur zwei Erdbeeren noch einmal provozieren. Das scheint dann so viel Histamin auszuschütten, dass ich dann tagelang danach dran zu knabbern habe. Geräucherter Fisch hatte ähnliche Auswirkungen (war halt an der Küste und was liegt näher als Fisch, wenn man nichts von HI ahnt). Die derzeitige Hitze macht mir auch extrem zu schaffen, bringt meinen Kreislauf kurz vor den Kollaps, auch schon nur leichte Bewegung. Im Liegen und mit Kühle geht es dann wieder etwas. Wäre auch ein Liberator. Die Intensität meiner Symptome ist morgens und am späten Nachmittag am stärksten, wo wohl auch das Histamin am aktivsten ist. Passt also. Eine leichte Besserung mit den Infusionen und der Einnahme von Bentonit läßt sich wohl auf die hochdosierten Vitamine (C und B) als auch das Bindevermögen von Histamin zurückführen. Mit Bentonit wird das Histamin im Wein entfernt. Nach dieser These könnte der Zusammenbruch letztes Jahr ein Histaminschock gewesen sein, wo sich dann die Blutgefäße schnell erweitern und der Blutdruck rapide absinkt. Meine schlechten Erfahrungen mit Medis wie z.B. Amitriptylin, Aspirin, Voltaren als auch meine Penicilinallergie würden Histamin ebenso bestätigen. Werde also in diese Richtung weiter "forschen" (Diät, Antihistaminika, Adrenalin).

Meine Verfassung hatte sich die letzten Jahre immer zum Herbst hin etwas veschlechtert, im Frühjahr etwas gebessert. Da ich irgend wann auf das fehlende Vitamin D gekommen bin, hab ich da einen Zusammenhang gesehen. Auch die leichte Verbesserung Anfang letztes Jahr hatte ich auf die Ergänzung mit Vitamin D geschoben. Damals hab ich das aber dann anders interpetiert und dieses wieder abgesetzt, grrr. Es kamen ja auch das Frühjahr und der Sommer und dann der Zusammenbruch :mad:. VD steht wohl genauso im Zusammenhang zu Histamin und der SD.

Im Forum habe ich auch viele Infos bzgl. Schilddrüse und Histamin gefunden. Vor der rapiden Verschlechterung in 2012 wurde mir statt Kaliumiodid dann Thyronajod für meine UF verschrieben, also mit Hormonen. Ich habe die stärkere innere Unruhe damit in Verbindung gebracht und die Einnahme dann auch immer mal ausgesetzt. Man gewöhnt sich dran, hat der Internist gesagt. Dieses Jahr im Januar habe ich dann das Medikament einfach selber abgesetzt und es ging mir auch etwas besser. Die SD-Werte waren nach ca. zwei Monaten auch OK, sodass die SD wohl wieder gesund sein soll. War dann wohl eine ÜF mit dem Medi. Hat in Summe aber nichts an meinem generellen Zustand verbessert, scheint aber mit Histamin im Zusammenhang zu stehen.

Die Bauchspeichldrüse und Leberwerte sind aber noch nicht erklärt, genauso wie die hohen Eisenwerte, die sich aber anscheinend langsam wieder normalisieren. Diese waren vermutlich kurz nach oder beim Zusammenbruch letztes Jahr entstanden.

Liege ich mit meiner These total daneben? Ich bin für jeden Strohhalm dankbar!!!

Tja, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen :).

Vielen dank und LG
Werni
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

WerniMD

Ich wollte noch über meine Erfahrungen mit der Impulsosteopathie berichten.

Die ganze letzte Woche ging es mir Grotten schlecht. Vorhin war ich bei meinem Orthopäden. Der hat mit dem spineliner mehrere Blockaden im Nacken und Rücken gefunden und gelöst. Alles nicht brachial, mit Druck und Vibrationen. Ich fühle mich wie befreit, angenehm. Ich kann das also sehr empfehlen.
LG
Werni
 

WerniMD

Ich bin wieder ein Schritt weiter. Im mrt der hws sind deutliche Einengungen bei c5/6 zu erkennen. Der Arzt meint, sieht nicht so gut aus. Mal sehen, wie es weiter geht...
 
regulat-pro-immune

Kate

Moderatorin
Teammitglied
Beitritt
16.11.04
Beiträge
12.837
Hallo Werni,

freut mich, dass Du weiter kommst. Könntest Du den Befund etwas konkretisieren (was ist eingeengt)? War das ein statisches MRT? Hast Du es als Kassenleistung bekommen?

Gruß
Kate
 

WerniMD

Hallo Kate, bin Grad im Krankenhaus. Da wurde ein normales mrt im liegen gemacht. Beim upright mrt wurde ja schon ein tanzender dens gefunden. Damals wurde aber nicht die ganze hws angeschaut. Der Befund liegt noch nicht vor. Mein Arzt meint aber anhand der ersten Bilder, das sieht nicht so gut aus. Ist wohl der bandscheiben schaden, der auf das myelon drückt. Anscheinend auch noch knöcherne verwachsungen. Hoffe, morgen einen genauen Befund und weiteres vorgehen zu erfahren.
LG
Werni
Ja, liege ja im kh und das ist Kassen Leistung.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Kate

Moderatorin
Teammitglied
Beitritt
16.11.04
Beiträge
12.837
Oha, Werni, das sieht ja selbst für einen Laien nicht gut aus. Ich hoffe, dass eine gute Therapieoption für Dich gefunden wird.

Bei mit hat Dr, V. seinerzeit die untere HWS bei der Kopfgelenkuntersuchung mituntersucht (wohl weil ich bei der Retroflexion so gestöhnt habe), es zeigten sich auch Bandscheibenvorfälle bei HWK5-7. Allerdings waren die bei weitem nicht so fortgeschritten (keine Berührung des Myelons) und machen mir wenig Beschwerden, wenn ich "artig" bin.

Berichte gern weiter... und alles Gute!
Kate
 
regulat-pro-immune
Beitritt
14.07.10
Beiträge
934
hallo werni,
gerade eben lese ich erstmal deine geschichte. deine anfälle die du da beschreibst kommen mir nur allzu bekannt vor. diese hatte ich auch schon häufiger. habe auch 2 bandscheibenvorfälle in der hws und erkläre mir diese zum grossen teil damit. hast du denn das upwright mrt selbst zahlen müssen ? sowas wurde mir noch nie angeboten. und was hast du für tolle ärzte. wenn ich lese was so alles an werten gemacht wurde, sind da schon viele ausgefallene werte dabei. welcher arzt macht sowas ? hausarzt oder spezialarzt ?

wie geht es dir akut ? du bist gerade im krankenhaus ?was machen die so da mit dir ?

würde mich sehr über rückmeldung freuen.

lg pucki
 
Oben