Instabile Kopfgelenke; diverse Symptome

WerniMD

----- Anm. Kate -----

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----- Ende Anm. Kate -----



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Hallo zusammen.

Lealee, danke für dein Feedback.

Ich hatte einen guten Vit B12 Wert im Serum. Ist aber nicht genau, daher dann Kreatinen im Urin, auch OK. Methylmalonsäure auch. Wohl kein Mangel!?

Ja, wegen der Empfehlung von Kuklinski etc. und weil die ketogene Ernährung auch bei MS und Parkinson wohl positiv wirkt, versuche ich das auch. Also die Kohlenhydrate weg und nur noch Fette und Protein. Mein Heißhunger ist seitdem schon um Längen weniger geworden. Der Gesamtzustand leider nicht. Daher meine Frage nach Deinen Erfahrungen mit der Mikronährstoffergänzung. Bei Kuklinski kann ich erst im kommenden Jahr mit einem Termin rechnen :traurig:. Würd mich da ja irgend wie rantasten, daher die Frage nach Deinen Erfahrungen ggf. dem Ablauf der Therapie. Warte schon gespannt auf Deine Infos :).

In Deutschland gibts das Upright wohl nur 4x. Ich war in Hannover bei Dr. Schulze, war für mich noch der kürzeste Weg. Für das Kopfgelenk waren das stolze 671,-€, egal. Aber so ausführlich wurde ich noch bei keiner Behandlung informiert, davor, dabei und auch danach. In Summe fast 2 Stunden. Und ich habe nun endlich eine Idee, was mit mir los ist und was mögliche Wege sein könnten. Jo, privat. Termine gibts wirklich zeitnah. Hatte ein "normales" MRT per Rezept bekommen, hab das dann abgesagt und versuche nun, das bei der KK gegenrechnen zu lassen. Schaun mer mal.

LG, WerniMD
 
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wundermittel
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Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Hallo WerniMD,

Vielen Dank für die Info zum Upride-MRT. Leider zu teuer für uns. Meine KK bezahlt grundsätzlich keine Leistungen bei Anweisung durch Privatärzte, selbst wenn es Kassenleistung wäre. Ich sollte weg. Neuroborrelioseverdacht eine Rückenmarkspunktion machen. Mein Doc empfahl einen spezialisierten Neurologen, der jedoch privat praktiziert. Der hätte die Punktion gemacht und ich hätte diese ins Labor gebracht, und der Arzt hätte anschließend die Ergebnisse bewertet. Arztleistung hätte ich mir leisten können, Labor ging jedoch nicht, da es über 600 EUR zusätzlich gekostet hätte. KK wollte in dem Fall nicht mal die Laborkosten übernehmen, obwohl es dasselbe Labor ist welches auch die Proben vom Kassenarzt untersucht. Dann wäre es anstandslos bezahlt worden. Prinzipienreiterei ohne Sinn und Nutzen.

Zum Thema B12: Bei einem tanzenden Dens wäre es eher ungewöhnlich, keinen Nitrostress zu haben sofern dieser nicht schon behandelt wird. Vielleicht kannst du deine wichtigsten Symptome beschreiben.

Bei mir wurde Nitrostress über das deutlich erhöhte Nitrotyrosin diagnostiziert, gleichzeitich war Kreatinin im Urin im Normbereich. Die mitochondriale Aktivität war vermindert. Und das obwohl ich zum Zeitpunkt der Testung bereits längere Zeit B12 500 mcg täglich supplementiert hatte. Wegen der anhaltenden Energielosigkeit nach einem Stressereignis hatte mir ein Apotheker zu Vitasprint geraten, lange bevor ich das Thema Nitrostress kannte. Später verwendete ich Injektionen und Nasenspray, was noch wirkungsvoller war, obwohl das Vitasprint auch schon ganz gut gewesen ist.

Die zuverlässige Nitrostressabklärung ist wichtig wegen der oxidativen Wirkung z. B. auf Fette und Öle, was "Öl ins Feuer gießen wäre" laut K. Vor NO-Senkung sollte man nichts anderes supplementieren.

NO spielt eine zentrale Rolle bei Entzündungsprozessen und Histaminose sowie bei der Mitochondrienstörung. Ketogene Ernährung ohne vorherige NO-Senkung wäre ebenfalls nicht gut.

Nitrostress führte bei mir zu jahrelangem Gestresstsein mit gleichzeitiger Erschöpfung, die auch durch ausruhen nicht weniger wurde. Ich dachte immer, die Erschöpfung käme vom Stress, dabei kamen das Stressgefühl und die Energielosigkeit vom NO-Überschuss. Massive Verstärkung der Energielosigkeit nach größeren Anstrengungen oder richtigen Stressereignissen. Später mit B 12 hatte ich bei gleichen Anforderungen kein Stressgefühl mehr. Zudem führte NO zur Öffnung des Mageneingangs mit Reflux, der mit B 12 aufhörte. Ich hatte außerdem ein Gangliom am Handrücken, das mit zunehmendem NO größer wurde und mit genügend B12 kleiner wurde und verschwand. Jede NO-Verstärkung ließ es wieder wachsen, jede B12-Supplementierung machte es rückgängig. Das war mein persönlicher NO-Indikator. Heute ist es auch ohne B12 vollständig weg, weil meine Mitos wieder fit sind.

Ich behandelte ausschließlich mit Methylcobalamin, das mein Orthomolekularmediziner als einzig in Frage kommendes bezeichnete. MC hat eine reparierende Wirkung auf die Mitochondrien.

Nach einer späteren Antibiotikabehandlung mit mitochondrienschädigendem AB verstärkte sich auch der Nitrostress trotz erfolgreicher Behandlung wieder. Anschließend konnte ich mich nicht mehr anstrengen ohne tagelange Schlappheit danach. Kurze Belastungen wie das heben einer nicht allzu schweren Kiste erschöpften mich sofort und ich war sehr kraftlos.

Bei einer solch ausgeprägten Mitochondrienschwäche ist Sport und energieintensive Anstrengung tabu, viel moderate und unanstrengende Bewegung jedoch förderlich, und B12 natürlich.

Die ketogene Ernährung und das Kokosöl retteten mich über diese Zeit. Mit der Mitochondrienschädigung nahm nämlich auch die KH-Verwertungsstörung zu und ich hatte wieder ausgeprägte Müdigkeitsattacken nach KH-lastigem Essen.

Bei der ketogenen Ernährung ist der Verzehr von Gemüse wichtig, da es viele Biostoffe und Antioxidantien enthält. Es gilt nicht, komplett auf KH zu verzichten sondern auf einfache KH, die den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen und wieder abfallen lassen. Obst gehört hier auch dazu, jedoch sollte man Obst auf Dauer nicht ganz weglassen. Zusammen mit Fett war das nicht problematisch. Ich kann zwischenzeitlich wieder KH Essen ohne zu ermüden. Auch während der Zeit mit "Fresskoma" war ich manchmal gezwungen, unterwegs Essen zu kaufen, meist die unvermeidliche Semmel mit was drauf. Mit fettreichem Belag wie gebratenem Schweinebauch war das kein Problem. Was gar nicht ging war süßes Gebäck, selbst dann nicht, wenn fette Cremes dabei waren.

Die ersten und wichtigsten Maßnahmen parallel zur B12 Supplementierung war die Verminderung der HWS-Erschütterungen und belastende Kopfbewegungen. Gedämpfte Schuhe, statt laufen oder springen HWS-freundliches gehen, ein Dinkelspelzkissen zur schonenden und stabilen Seitenlage und das Spätstück, das das frühmorgendlichen Aufwachen mit depressiver Verstimmung beendete.

Außerdem supplementierte ich B-Komplex und Magnesium. Zink vertrug ich erst viel später, es führte zu Brainfog. Coenzym Q12 konnte ich auch viel später noch nicht nehmen, weil ich davon hibbelig wurde. Viel wirkungsvoller als NEMs alleine waren bestimmte Nahrungsmittel.

Gegen Entzündungsschmerzen in den Händen und Gelenken half mir Leinöl sehr gut. In Quark oder frisch gepressten Gemüsesaft gerührt.

Kokoswasser klärte den Kopf, es entgiftet und enthält viele Mineralien.

Gemüsesäfte mit Wildkräutern und reichlich Petersilie wirkten in Verbindung mit einer fast veganen und getreidefreien Ernährung wahre Wunder und halfen mir später dabei, wieder richtig fit zu werden. Danach folgte die Hinzunahme von Tropenfrüchten, was nochmals eine Steigerung bewirkte und den Serononinspiegel endlich richtig ansteigen ließ.

Es gab auch Rückschläge, die die Problematik wieder verstärkten. Das waren psychosozialer Stress, die Antibiosen, Überanstrengung, ein schwerer Sturz und zuletzt die Konfrontation mit einem aggressiv bedufteten Putzmittel, das eine latent vorhandene MCS verstärkt hat. Auch die Wirkungsweise von Fremdstoffen bei MCS hat K. gut beschrieben.

Da ich bereits früher unerkannt alle Beschwerden der HWS-Instabilität und Nitrostress und MCS hatte und nach einem intensiven Ernährungs- und Sportprogramm völlig beschwerdefrei wurde gehe ich davon aus, dass man die HWS mit einem gezielten Muskelaufbau auch wieder stabilisieren kann.

Leider stürzte ich dann schwer mit dem MTB und die Beschwerden kamen langsam zurück, bis die Halsausrenkung das ganze dann drastisch aufzeigte und ich der HWS-Problematik auf die Spur kam.

Besagter Orthopäde bastelte übrigens aus dem Sturz ein weiteres Indiz für seine unantastbare Psychosomatk-Diagnose: Sturzneigung sei ganz typisch für Personen mit psychosomatischer Störung. Das hörte sich an als wäre ich ständig über meine eigenen Füße gestolpert. Mir war aber mit dem MTB downhill bei hohem Tempo in einer scharfen Kurve das Hinterrad wegdriftet, weil da Stöcke auf dem Weg lagen. Das hatte ich ihm auch so erzählt. Er war auch sonst sehr ignorant und arrogant, merkte aber im Gegensatz zu mir nicht einmal, was für einen Kenntnisrückstand er aufwies. :)))

So hat man auch in schweren Zeiten immer was zu lachen...

LG Lealee
 
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Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Hallo Werni

Ich hatte einen guten Vit B12 Wert im Serum.

Im Serum ist leider nicht aussagekraeftig, da man damit nicht sieht, wie es um den SPeicher bestellt ist.
Wenn du hier im Forum etwas suchst, kannst du Info finden, WIE man B12 am besten testet. (Harn etc.)

lg
 
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WerniMD

Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Hallo Lealee,

vielen Dank für die ausführlichen Infos.

Ist das nicht die Härte? Gerade die Orthopäden erlauben sich immer wieder solche spezialgebietfremde Diagnosen! Mein erster Ortho meinte auch, die Abgeschlagenheit und Leistungsschwäche kann nicht an der Wirbelsäule liegen. Wäre wohl psychisch, Burnout und so. --> Berufsverbot!

Ich sehe viel Parallelen zu Dir, doch auch Unterschiede. Vor nem halben Jahr hatte ich mal Nitrostress kontrollieren lassen. Da war Tyrosin etwas niedrig, Nitrotyrosin mit 0,42µg/l wohl OK. Nun aktuell sind Kreatinin im Urin und Methylmalonsäure auch OK.

Habe einen Ortho gefunden, der sich mit der instabilen HWS und alternativen Behandlungen auskennt. Er hat nun weitere Untersuchungen veranlasst (Stuhl, Blut). Ergebnisse habe ich aber noch nicht. Hoffe, da kommt was raus.

Tja, meine Symptome... Ich versuch mal zusammenzufassen.

Bin schon jahrelang in Behandlung, Angststörung, Somatisierungsstörung. Also immer wieder in Richtung Psyche. Hab da viel versucht, nichts hat wirklich geholfen. Sollte auch mehr Sport machen, Ausgleich, Hobbies... Hab angefangen zu Joggen, spielte Badminton, Volleyball, Tischtennis, Fahrrad usw. Hab sogar meine Leben komplett umgebaut, da ich die leichte Unzufriedenheit als Ursache sah. Letztes Jahr im August hatte ich plötzlich eine Attacke auf Arbeit. Ich hab den Monitor nicht mehr erkannt, mir war speiübel, Kopfschmerzen, Benommen... Dachte ich klappe ab, aber ging nach ner Stunde wieder etwas. Seitdem kamen öfter solche Attacken, nehme an neurologische Ausfälle, ischämische Attacken, keine Ahnung. Von da an bin ich in einem Loch, kann ab und an mal etwas rausschauen, dann wieder nicht.

Symptome sind starke Schwindel (im Augenblick weniger) und Übelkeit ohne Erbrechen, sehr starke Müdigkeit, körperliche Schwäche, als hätte ich im ganzen Körper Muskelkater, Erschöpfung nach geringster Aktivität, lange Erholungsphasen, Benommenheit den ganzen Tag, teils vernebelte, verzögerte Wahrnehmung, Konzentrationsprobleme, Kopfschmerz zumeist Spannung, daher auch Migränediagnose, oft zitternde Arm/Hände, bin gereizt, alles nervt, ist zu laut, Angst ohne Bezug, innere Unruhe, Schmerzen im Nacken, Rücken, im Kopf rechtsseitig sowas wie "Lähmung", dumpfer Druck auch aufs Auge, heißer Kopf vom Nacken her kommend, aber meist nur seitlich, Stirn nicht, hatte Heißhunger, ketogene Ernährung hat das erheblich verbessert, alles zusammen in wechselnder Intensität und Häufigkeit. Ich schlafe viel, bin morgens aber meist wie gerädert, komme kaum hoch, brauche lange. Nach dem Frühstück wird es meist etwas besser, aber Nachmittag geht oft gar nichts. Zum Abend hin wird es meist etwas besser. Im Laufe der Zeit wurden auch Histaminintoleranz, Vitamin D Mangel, erhöhtes Ferritin ohne Hämochromatose festgestellt. Manche Lebensmittel vertrage ich mal und dann wieder nicht.

Kate hatte mich schon auf die Problematik von Umweltgiften z.B. bei Umzug hingewiesen. Hatte da nie drüber nachgedacht. Würde aber zeitlich zu Verschlechterungen im Befinden passen.

Letztendlich sind immer noch alle behandelnden Ärzte von einem psychischen Problem überzeugt, ich sehe das aber nur als einen Aspekt des Ganzen, und nicht als den Hauptgrund. Daher habe ich mich ja immer mehr informiert und dann das Upright MRT auch selbst machen lassen. Mein HA meint aber, ich grüble zu viel, das wär ein Problem! Ich will da rauskommen, will das Richtige tun! Bin verzweifelt, lebendig begraben! :traurig: Die Ärzte wollen mir alle helfen, aber genutzt hatten ihre Ratschläge bisher nichts! Dann ist es doch wohl erlaubt, weiter zu denken. Will das auch gern in Zusammenarbeit mit den Ärzten, aber die fühlen sich dabei an ihrer Kompetenz und Ehre angekratzt und blocken!

LG, WerniMD
 

WerniMD

Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Hallo dadeduda,

danke, hatte dann auch Test per Urin machen lassen. Siehe letzten Beitrag.

LG, WerniMD
 

charli51

Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Hallo WerniMD
diese Symptome hatte ich auch, mein Atlas, Kiefergelenk waren blockiert und mein Atlas mußte gerichtet also in seine Urstellung gebracht werden!!!
Vom Atlas bzw. Wirbelsäule kommen viele gesundh. Probleme !
LG
charli
 

WerniMD

Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Hallo Charli,

da bin ich bei Dir! Und das war alles weg, als der Atlas gerichtet war?

Ich habe beim Chiro das auch machen lassen, brachial. Wird bei instabiler HWS aber überhaupt nicht empfohlen. Wußte es damals nicht besser. Mein Ostheopath schaut auch immer wieder auf die Kopfgelenke, macht es aber sanfter. Doch könnte ich da wohl fast täglich hingehen.

Mein Kiefer ist immer wieder verspannt und es knackt vorrangig im linken Gelenk, nicht direkt blockiert. Bekomme den Kiefer auch nicht so weit runter, wie normal (zeige-, mittel- und ringfinger). Bin da ständig am Massieren, auch um die Spannungskopfschmerzen wegzubekommen. Hab deswegen auch die Weisheitszähne rausholen lassen, waren immer wieder entzündet und unterirdisch und total schief. Die OP war ganz schön anstrengend. Ist noch nicht komplett verheilt. Hoffte aber, das würde was bringen.

LG, WerniMD
 

charli51

Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Ja, Die Kiefergelenk Blockade hatte den Atlas blockiert, weil er direckt dahinter sitzt, dadurch hatte sich auch der Atlas von seiner normalen Stellung gelöst und mußte gerichtet werden!!!! Da ja bekanntlich alle Nerven vom Kopf oben am Atlas in die Wirbelsäule gehen, kann da einiges durch die Blockaden verursacht werden!!!!
LG
charli
 
regulat-pro-immune
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Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Hallo WerniMD,

Das wäre ja einfach, wenn man vom Grübeln so krank wäre, dann müsste ja auch Ablenkung und ein spannendes Hobby Abhilfe schaffen. Mediziner sind eben auch nur Menschen, auch wenn sich manche für intelligenter halten als den Rest der Welt. So tappen sie in dieselbe Falle wie manche Kanditaten bei Ratesendungen, die mit folgender Aussage zielsicher die richtige Antwort von vorne herein ausschließen: das habe ich noch nie gehört, also kann es das dann auch nicht sein. Während der entsetzte Moderator noch eine Chance zum überdenken der Antwort gibt, verfestigt sich dann diese Ansicht noch: nein, denn wenn es das wäre, dann hätte ich bestimmt schon mal davon gehört. Als wäre die eigene Allwissenheit über jeden Zweifel erhaben.

Der nächste Punkt ist, dass manche Ärzte weder ihre Patienten noch ihre Berufskollegen für voll nehmen. Mein Umweltarzt kann ein Lied davon singen. So werden bei Reha-Anträgen Atteste und Diagnosen der behandelnden Spezialisten ignoriert zugunsten einer Psychodiagnose, die ein Orthopäde gestellt hat. Der ja offenbar als Fachmann für Psychodiagnosen anerkannt zu sein scheint. In Wahrheit ist es wohl so, dass die übertrieben hohe Anzahl an Reha-Betten für Psychosomatische Störungen in D belegt werden will. Im zweifachen Sinne: sowohl physisch mit Patienten belegt als auch belegt im Sinne von bewiesen, was ersteres bezwecken soll. Jeder Patient, der Psychosomatische Reha macht belegt nicht nur ein Bett sondern auch den hohen Bedarf derselben.

Eins ist sicher: psychische Effekte sind nicht die Ursache sondern die Folge.
Wie alles genau zusammen hängt, ist schwierig zu erkennen, da so viele Auslöser in Frage kommen und wir oft zeitgleich mit mehreren Ursachen kämpfen. Die in vielen Punkten übereinstimmende Symptomatik kann ich nicht zuverlässig mit auslösenden Aspekten in Zusammenhang bringen, weil ich damals noch keine Ahnung von allem hatte. In der Rückschau lässt jedoch sich einiges neu definieren.

Die Zustände die du beschreibst hatte ich größtenteils auch lange Zeit, mal stärker und mal erträglicher ausgeprägt. Auffällig war, dass ich auch immer abends gegen 17 Uhr Besserung verspürt hatte und morgens besonders kaputt war. Ich brauchte Stunden, um richtig zu mir zu kommen. Das war in den früheren Jahren, und dann nochmal nach einem Stresssyndrom sehr ausgeprägt. So genau kann man das aber nicht sagen, weil man sich an solche Zustände gewöhnt und sie als normal empfindet, wenn sie über Jahre dauern. Ich hatte den Verdacht auf Nebennierenschwäche, da hierfür einiges typisch gewesen wäre. Ein Test ergab aber nichts dergleichen.

Ich hatte jedoch später noch immer wieder Phasen mit immensem Kältegefühl, Rückzugsbedürfnis und Müdigkeit, die sich dann erst langsam nach Tagen wieder beruhigten. Ich wurde immer erst dann "lebhafter", wenn ich sowas wie einen Schreck bekam. Etwa wenn es klingelte, wenn mir plötzlich heiß etwas einfiel was ich zu erledigen vergessen hatte o.ä. Schilddrüsenuntersuchung ergab immer normale Werte. Es war aber jedesmal so, dass ich auf Blutabnahmetermin warten musste, dann war die Phase meist schon wieder rum. HÄin sagte, SD-Werte wären nicht so sprunghaft, wenn sie i. O. sind, dann waren sie auch paar Tage vorher ok. Bei einer neuen Phase mit Frieren und Schlappheit erzwang ich einen Blutabnahmetermin am nächsten Morgen, und meine SD zeigte eine Unterfunktion. Seit ich L-Thyrox nehme, ist das ok. Ich bin aber überzeugt, dass diese SD-Schwankungen Teil der Multisystemerkrankung sind.

Eine besonders schlimme Phase hatte ich nachdem sich die Folgen der HWS-Ausrenkung endlich einigermaßen gebessert hatten. Da hatte ich noch keinen Doc an meiner Seite und ich probierte noch selbst mit NEMs herum. Ich war beim Zahnarzt und musste eine heraus gefallene Goldkrone ersetzen lassen. Danach hatte ich fast 4 Monate lang massive Probleme mit Brainfog, kribbeln, sumsen, sausen im und am Kopf, Nacken etc. Muskelschmerzen, -Schwäche, Auftretschmerzen am Morgen, Denk- und Artikulationsstörungen, so dass ich keine Computerarbeit mehr machen konnte. Trotz vormals guter Orthographie machte ich Idiotische Rechtschreibfehler, verdrehte Buchstaben und Zahlen, stotterte manchmal plötzlich herum. Die ersten zwei Tage nach dem ZA Besuch war mein Kopf vollkommen umnebelt. Ich führte das auf die zweistündige Sitzung mit extrem überstrecktem Kopf auf dem ZA-Stuhl zurück und schlussfolgerte HWS-Problematik, nachdem mir der ZA versichert hatte, dass eine solche Reaktion auf die Betäubung ausgeschlossen sei.

Letzte Woche fand ich einen alten Allergiepass, der meine Ansicht dazu verändert hat. Da wurde nämlich positiv auf diverse Zahnmaterialien getestet, auch auf Eugenol. Ich hatte ja schon seit den 80er Jahren MCS-Symtome, die sich im Lauf der Zeit gelegt hatten. Seit der Mitochondrienschwächung trat es wieder auf, und seit Silvester nach der Verschlimmerung durch Duftsoffe habe ich es wieder im Blickfeld. Daunderer schreibt ja hier von Allergien auf Quecksilber, Dentalmaterialien und Fremdstoffe, die insbesondere im Mund-und Nasenraum durch die Nähe zu den Hirnnerven, speziell dem Riechnerv solche Auswirkungen haben.

Ich gehe davon aus, dass die schweren Kopfsymptome mit einer Reaktion auf ein oder mehrere Zahnmaterialien oder der Betäubung zu tun hatten, vllt. in Verbindung mit der HWS Überstreckung verstärkt.

Der Nitrostresstest wurde bei mir erst später gemacht.

Vllt. Wäre es auch interessant zu sehen, ob und welche NEMs du schon nimmst und wie lange, oder was du sonst für Maßnahmen ergriffen hast.

LG Lealee
 

WerniMD

Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Ach Lealee, Du sprichst mir aus der Seele, ich bin nicht allein!

Das ist echt der Horror, wenn einem keiner glaubt. Selbst Freunde und die eigene Familie verstehen das nicht. Es geht mir hundeelend und außen sieht man nur rote Augen und Augenringe und eine gebückte Haltung. Alles andere könnte ja auch gespielt sein, sind so die Gedanken, die ich von außen gesehen auch über mich selbst habe.

Ich war bei zwei psychosomatischen REHAs und deine Ausführungen kann ich bestätigen. Inzwischen bin ich auch der Meinung, dass bei all den psychosomatischen Patienten nicht die Psyche im Vordergrund steht, sondern Störungen im Metabolismus infolge unserer modernen Lebensweise und Ernährung und "sauberen" Umwelt. Ich konnte mit vielen sprechen und fand immer wieder Parallelitäten.

Da ich erst Anfang April das MRT habe machen lassen und erst da die Bestätigung bzgl. meiner Kopfgelenke hatte, habe ich auch erst da angefangen, etwas zu ändern. Die Vermutung hatte ich schon im März und habe dann darauf hingearbeitet mit Informationssuche usw.

Im Herbst 2013 hatte ich Vitamin D Mangel. Hab dann eine "Schnellkur" mit Dekristol bekommen. Hab das dann wohl nicht mehr vertragen oder es hatte Magnesium gefehlt, so meine Vermutung. Hab das dann ergänzt. Wird oral nicht gut aufgenommen, mir war oft übel. Daher habe ich es mit Magnesiumchlorid über Fußbäder versucht. Soll wesentlich besser aufgenommen werden. Hat aber an meinem Gesamtzustand nichts wirklich verbessert. Hab das dann wieder abgebrochen.

Seit gut einer Woche ernähre ich mich vorwiegend ketogen, auch mit Spätstück. Subjektiv hat sich die Müdigkeit etwas verringert. Spürbar ist aber der wesentlich verringerte Heißhunger. Nehm auch nicht mehr so viele Kalorien zu mir, wie noch davor.

Gleichzeitig habe ich Vit B12 und Tyrosin ergänzt. Vit B12 Mangel scheint bei mir aber nicht vorzuliegen, kann aber auch nicht überdosiert werden. Vitamin C noch seit 3 Tagen. Hab so einen Q10-Komplex von Abtei liegen, hab mich da aber noch nicht rangetraut. Hab ja endlich einen Arzt gefunden, der sich mit dem Thema auskennt. Die Untersuchungsergebnisse liegen noch nicht vor, also auch noch keine Therapie.

Was hab ich noch gemacht? Da ich morgens immer wie gerädert bin, suche ich nun schon die ganz Zeit nach einer guten Schlafposition, hab da auch schon einiges gelesen, aber noch keine Erfolge erzielen können. Hab einen guten Physio/Osteo, der mir beim Lösen diverser Verspannungen im Nacken und Schulterbereich hilft. Mache Übungen zur Stärkung der Halsmuskeln, gibt aber nicht viel davon. Wenn ich Verspannungen und Myogelosen finde, behandle ich diese gemäß der sensomotorischen Körpertherapie recht erfolgreich. Es kommen aber immer wieder neue Stellen z.B. am Brustkorb hinzu. Informier mich grad über Altastherapie nach Arlen bei mir in der Nähe.

Wegen der inneren Unruhe und damit zusammenhängender Symptome nehme ich noch Opipramol und so pflanzliche Beruhigungsmittel ein. Im Notfall habe ich immer Tavor bei mir. Hatte mir bei den Attacken letztes Jahr sehr geholfen. Denn die Symptome sind teils unerträglich und quälend!

...aber ich habe ja nichts weiter, so die Ärzte...

LG, WerniMD
 
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Hallo WerniMD,

meine Tochter, die sehr schwer betroffen ist und eine komplett instabile Wirbelsäule hat, erlebt hin und wieder schwere psychische Veränderungen, wenn bestimmte Wirbel blockieren. Ds ging bis hin zu unvermittelt auftretendem Suizidwunsch. Der Osteopath erklärte ihr dann den Zusammenhang, und ein bestimmter Wirbel heißt deswegen sogar "Suizidwirbel". Mit der Behandlung verschwindet auch sofort das Symptom. Auch Organe wie die Leber werden behindert und führen zu Beschwerden.

Auch bei uns ist die Familie überzeugt, dass wir uns alles einbilden und meine Tochter nur zu faul zum arbeiten ist. Am besten abhaken, die Energie braucht man für sich.

Bei mir führte nicht nur Nitrostress zu starker innerer Unruhe sondern auch Histamin. Aber auch Vitamin C, wenn ich es abends einnahm. Schokolade abends hält mich wach und fit bis in die frühen Morgenstunden. Unruhezustände hatte ich aber auch längere Zeit nach der Halsausrenkung. Auch irres schwitzen in der Nacht und nächtlicher Harndrang. Herzrasen, Herzrhytmusstörungen und lauter so Zeug. Manches war mit einer Brustwirbelbehandlung weg.

Es gibt einen Neurologen, der mit Mikronährstoffen "frappierende" Erfolge bei psychischen Erkrankungen erzielt hat, wie er auf seiner HP schrieb. Meiner Tochter halfen auch die Mikronährstoffe beim absetzen der Psychopharmaka. Diese waren in der akuten Zeit jedoch wirklich wichtig, da die Symptome bei ihr auch sehr quälend waren. Ich bewundere sie dafür, dass sie das absetzen geschafft hat. Sie hatte sich wegen der ebenfalls quälenden Nebenwirkungen dazu entschlossen.

B-Vitamine sind hier ganz wichtig, v.a. Niacin. Aber auch B6 und Zink bzw. ein KPU-NEM helfen ihr immer noch ( und wird benötigt). Kuklinski formuliert es ja sehr deutlich: der Organismus erkrankt nicht, weil ihm Medikamente fehlen sondern Mikronährstoffe. Und: die Diagnose Psychosomatik sei nicht mehr zulässig. Sie ist überholt und stammt aus einer Zeit als es noch nicht möglich war, die biochemischen Nachweise für gestörte Prozesse zu erbringen.

Hast du Amalgam im Mund oder gehabt?

Hg kann hier nämlich auch eine Rolle spielen. Bei vielen ist das so, bei uns auch.

Magnesium wird gut aufgenommen als Magnesiumcitrat, aufgelöst in heißem Wasser.

Ich hatte auch Vit. D Mangel, vorletzten Winter sehr extrem und die entsprechenden Symptome. Da half aber das Dekristol von jetzt auf gleich heraus. Ich hatte mehrere Tage lang je 1 am Tag genommen, dann nur noch 1 je Woche.

Wenn dir ketogene Ernährung gut tut, probiere den Trick mit dem Kokosöl, ein hochwertiges natives. Mindestens 4 x am Tag einen Löffel voll. Es wäre vorteilhaft, auf Histamin zu achten bei der ketogenen Ernährung. Fleisch, speziell Schwein könnte da problematisch werden, manche Käsesorten auch.

Zur Kopfposition hat Kuklinski eine Empfehlung in seinem Buch: Seitenlage mit einem eingerollten Kissen, so dass der Hals gerade liegt und leicht gedehnt wird. Ich habe ein Dinkelkissen, Hirse geht auch. Mein Physio erklärte mir, weil diese Materialien fest sind "federn" sie nicht beim ein- und ausatmen mit, was für die HWS ja auch Erschütterungen sind. Das half bei mir sofort gegen die Ödeme um die Augen, die ich morgens hatte.

Ich habe aber jetzt wieder morgens Schwellungen unter den Augen, nach Jahren. Kläre noch Hausstaubmilbenallergie deswegen ab. Ich habe das Gefühl, dass Allergien bei mir zurück gekehrt sind.

Es dauert zwar ein bisschen bis die meisten Symptome sich legen, aber vieles beruhigte sich bei mir recht schnell. Bei meiner Tochter dauerte es länger, aber speziell die psychische Labilität besserte sich rasch mit der KPU-Behandlung. Das wäre sinnvoll abzuklären.

Ärztlichen Beistand zu haben ist so wichtig. Durchhalten war für meine Tochter das schwierigste nach jahrelangem Martyrium und den schlimmen Erfahrungen mit schulterzuckenden Ärzten, die ihre starken Schmerzzustände nicht ernst nahmen und alles auf "den psychogenen Hintergrund" schoben. Ich musste sie sehr überreden, es noch einmal mit einem neuen Arzt zu versuchen, als ich den Orthomolekularmediziner gefunden hatte. Der hat alles was sie gesagt hat ernst genommen und konnte es nachvollziehen, teils ihr sogar erklären. Das war ein Wendepunkt für sie: Jemand glaubt mir und kennt was ich beschreibe. Ich fühle mich nicht mehr alleingelassen! sagte sie danach. Ich kann dein Gefühl echt nachvollziehen. :bier:

LG Lealee
 

WerniMD

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Hallo Lealee,

das liest sich alles schlimm, man man man.

Hatte mal nen Kadett, ein Allerweltsauto, aber mit nem Motor, der recht wenig verbaut wurde. Die Kiste sprang irgend wann und um die Null Grad nicht mehr an, dann doch wieder. X-Mal abgeschleppt, die Werkstatt wollte schon das Steuerteil wechseln. Dann lief er doch wieder. Genauso ein rumdoktern wie die Ärzte mit unseren Problemen. Die Werkstatt kannte den Motor nicht, hatte keine Infos, hab dann noch selbst ein Buch organisiert... Irgendwann wurde das Problem gefunden, war plausibel erklärbar und ich hatte wieder Vertrauen in das Auto. Seit dem wollte ich nie mehr was Außergewöhnliches haben, habs nun doch wieder :-(.

Klar, Amalgam, etwas. Aber ich sehe da erst mal nicht so ein drückendes Problem, da sich da meiner Meinung nach schon eher was gezeigt hätte. Zähne sind auch nicht so schlecht, muss selten was gemacht werden. Brücke ist aus Keramik. Die Attacken letztes Jahr ließen sich damit nicht erklären, als ein Teilstück des gesamten Problems würde ich es eher sehen.

Das Kokosöl werd' ich mal probieren. Die Bücher von Kuklinski hab ich auch verschlungen. Aber die Infos zum Schlafen konnten bei mir noch nicht für Besserung sorgen. Manche Nacht ist besser, merke das sofort, wenn ich morgens gut hochkomme. Doch konnte ich noch keine konkreten Unterschiede rausfinden. Mit dem Dinkel und den Schwingungen mag sein, wie ist das aber mit der Matratze drunter? Das ist doch auch kein Brett, die überträgt das doch genauso. Hast Du da eine Empfehlung? Hab Latex, im Winter recht kalt, im Sommer aber sehr angenehm. Ist schön fest ohne zu drücken, passt sich gut an. Und Milben etc. trauen sich da wohl nicht rein.

OK, das mit dem Histamin sehe ich ein, passt auch zu der Nitratproblematik. Hatte damals, als die Intoleranz festgestellt wurde, mal ne Zeit lang histaminarm gegessen. Es hat sich aber nichts verändert gegenüber der normalen Ernährung. Hatte da aber auch noch nicht so ein extrem schlechten Zustand, wie im Augenblick. Die Diagnose wurde aber nicht wieder bestätigt.

Ansonsten hoffe ich, kommende Woche Ergebnisse zu bekommen, die zu einer geeigneten Therapie führen.

LG und schönen Abend
WerniMD
 
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Hallo WerniMD,

Ich hab auch eine harte Latexmatratze, schon über 20 Jahre. Mir ist dann später nach der Halsausr. eine Zeit lang immer Arm oder Bein eingeschlafen, wenn ich seitlich lag. habe dann als Topper eine dünne, weiche Naturlatexmatratze mit Schafwollvlies drauf, die so ca. 7 cm hoch ist. Den habe ich jetzt wieder entfernt zum testen wegen meiner neuerlich aufgetretenen Augenschwellungen, ob's vllt. am Material liegt oder Pestizidrückstände in der Wolle. Ich schlafe ohne Topper genau so gut wie mit, hab aber auch sonst keine Wirbelsäulenprobleme außer HWS.

Bei mir war es so, dass ich morgens immer dann fitter und ohne sonderliche Beschwerden war, wenn ich besonders kurz im Bett gelegen habe. Ich war mit 4 Stunden Schlaf viel fitter als mit 6 oder mehr, das war auch mit dem Dinkelkissen noch länger so. Aber die Schwellungen um die Augen waren sofort weg.

Ich hatte auch ein spezielles Nackenstützkissen im Visier, das musste ich aber nach kurzer Zeit weg tun, weil es so ungesund gerochen hat. Ich denke, da hatte ich schon unerkannt wieder die MCS Problematik. Mit dem Dinkelkissen hatte ich keine Probleme, hab einen gepolsterten Überzug dazu, der waschbar ist. Mein Tipp: egal was du nimmst, riech erst mal kräftig dran.

Ich glaube nicht, dass alle morgendlichen Beschwerden direkt mit der HWS zusammen hängen müssen. Nach meiner Antibiose hatte ich verstärkt morgendliche Probleme, z.B. auch Auftretschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und allgemein. Erschlagensein, obwohl sich an der HWS nichts verändert hatte. Das ist jetzt alles weitgehend weg, aber nach bedeutsameren Expositionen treten sie auf, v. a. Gelenkschmerzen und leichte Muskelschmerzen. Teils erfolgt die Schmerzverstärkung innerhalb von Minuten nach der Exposition, teils später, dauert aber länger.

Die Entzündungsprozesse können ja von vielerlei Auslösern befeuert werden. Bis man so nach und nach dahinter kommt, was alles mit spielt dauert es seine Zeit. Ich hätte mit vielem was ich heute weiß zu Anfang gar nichts anfangen können. Die Quecksilberbelastung hätte mich da sicher völlig überfordert. Womöglich hätte ich falsche Maßnahmen getroffen und mir geschadet. Sie war zwar trotzdem da, aber ich wusste nichts davon.

Am allermeisten gebracht für den Allgemeinzustand hat mir das tragen von sehr gut gedämpften Schuhen. Die Erschütterungen beim gehen sind wohl folgenreicher als man vermutet, vllt. auch wegen der langen Dauer der Belastung.

Kopfprobleme können auch von der überlasteten Leber kommen, die nicht mehr so gut entgiften kann und dann Stoffe ins Gehirn geraten, v.a. wenn die Blut-Hirn-Schränke offen ist. Mir hat da mal ein Lebermittel namens Gelum sehr geholfen. Kopf war wieder klar und morgendliche Müdigkeit weg. Das bindet Ammoniak im Darm und entlastet die Leber.

Man muss einfach eins nach dem anderen probieren und gut beobachten. Ein Tagesprotokoll für Essen, Tätigkeiten, Maßnahmen und die Symptome kann helfen, Rückschlüsse zu ziehen.

Viel Erfolg und LG
Lealee
 
regulat-pro-immune

WerniMD

Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Hallo Lealee,

bin immer hundemüde, der Wecker hat schon so seine Probleme. Würde gern mal wieder weniger schlafen. Evtl. würde das ja wie bei Dir was bringen.

Ich habe solche extra angepassten Einlagen vom Orthopäden, sind auch etwas weich. Das ist dann wohl nicht ausreichend, oder?

Die Leber habe ich immer schon im Visier. Hatte vor ein paar Jahren Gallengries, der wohl den Ausfluß vom Pankreas verstopft hat. Das waren ganz schöne Bauchschmerzen. Daher wurde die Blase entfernt. Mit heutigem Wissen hätte das wohl nicht unbedingt sein müssen. Hatte kurz nach dem ich aus dem KH entlassen wurde auch eine erhebliche Verschlechterung. Könnte durchaus auf die Vollnarkose zurückzuführen sein. Dachte damals, es liegt an einem Medikament. Um die Leberwerte wieder zu verbessern, habe ich öfters eine Toxaprevent Kur gemacht. Hatte auch Erfolg damit. Wegen erhöhtem Eisen und Ferritin war ich vor ein paar Wochen dann beim Hämatologen. Der meinte, ich hätte eine leichte Fettleber. Kann ich mir nicht recht erklären, habe normalen BMI, trinke auch nicht. Liegt ggf. am gestörten Metabolismus. Heute wurde bei mir ein niedriger Glutathionspiegel diagnostiziert. Schaun mer mal.

Das ist in der Tat Sisyphusarbeit, die Protokollierung. Mach das schon ne Weile bzgl. der Symptomatik und hab das inzwischen ausgeweitet. Versuche auch Zusammenhänge zu finden. Bin wohl aber noch am Anfang im Vergleich zu anderen hier im Forum.

Dank und LG
Thomas
 
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Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Ein Orthopäde führte sogar einen Beweis an für seine Diagnose "psychosomatisch". Nämlich, dass ich abstritt, dass es psychosomatisch wäre, das leugnen sei typisch dafür. Und das hatte er gelernt in einer Fortbildung zum Thema Psychosomatik.

Vielleicht sollte man den Orthopäden an die Hexenverbrennungen und Inquisition erinnern.. wie war das nochmal?

Wiegeprobe

Mit dieser Methode hat der Patient natürlich nie eine Chance. Gibt er zu das es psychosomatisch ist, hat der Arzt recht. Leugnet er es ist es auch erwiesen.

Das mit dem Leugnen hat schon Sigmund Freud gesagt: Wenn jemand seine abstrusen Theorien nicht bestätigte sagte er: Sehen sie ihr Leugnen beweist das ich Recht habe. Natürlich wissen wir heute das seine Patienten Recht hatten. Die Informationen deines Orthopäden könnten also von dort kommen.

Die Psychosomatik in der Medizin erinnert heutzutage immer mehr an die Inquisition im Mittelalter. Wenn man mal im Verdacht steht gibt es keine Möglichkeit mehr sich zu befreien, Egal was man macht es wird gegen einen ausgelegt und verwendet.

Es ist wirklich traurig das die "moderne" Medizin immer mehr dem Aberglauben verfällt.

lg
 

WerniMD

Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Hallo Lealee,

ich habe meine KK mit einem Brief nun überreden können, das Upright MRT anteilig zu übernehmen. Hatte ja eine ÜW zum normalen MRT bekommen und dieses nicht durchführen lassen. Habe dann bei der KK so argumentiert, dass ich wegen Platzangst nicht in die Röhre kann und dass beim uMRT auch bessere Diagnose besteht (war ja auch so). Mein HA hat das mit Unterschrift auf dem Brief bestätigt. Nun haben sie mir angeblich die Höhe des normalen MRT bezahlt. Ist ungefähr die Hälfte. Ich kann's nicht nachvollziehen und bin glücklich, zumindest etwas zu bekommen.

LG
WerniMD
 
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Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Hallo WerniMD,

bei mir waren über die ganzen Jahre wo es mir schlecht ging immer alle Blutbilder ok, bis auf einen leicht erhöhten Leberwert, der aber angeblich nichts zu bedeuten hatte, und erhöhte Entzündungswerte, die sich keiner erklären konnte. Passt aus heutiger Sicht sehr gut ins Bild von HG-Belastung und andere, und zur NO/ONOO Problematik.

Um Glutathion zu bilden, kann man mit ACC und MSM (Schwefel) arbeiten. Schwefelreiche Ernährung ist auch wirkungsvoll, etwa Petersilie, Artischocken u.v.m. Oft liegt bei bestimmten Erkrankungen mit Beteiligung von Vergiftungen, die auch auf den Gehirnstoffwechsel wirken (auch z.B. durch Eiweißabbaustörung durch Gluten u. Kasein oder Hg) erniedrigtes Glutathion und Schwefel vor.

U.a. deswegen hat wohl eine Ernährung mit Frischkost und Gemüsesäften mit Kräutern eine so gute Wirkung.

Schwefel stärkt auch Bänder und Sehnen, Knorpel und Gelenke, außerdem ist ein Rückgang von allerg. Reaktionen, von Entzündungen und eine Reparaturfunktion bei undurchlässiger Darmschleimhaut beobachtet worden, was ja wiederum die Vergiftungen durch pathogene Abbauprodukte aus dem Darm reduziert (die in den Blutkreislauf gelangen und die Blut-Hirnschranke überwinden).

Viele Grüße
Lealee
 
regulat-pro-immune

WerniMD

Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Hallo Lealee,

danke für die Infos. Ist bei mir in der Tat ähnlich gelagert, was die Blutwerte angeht.

Vor einem Jahr wurde bei mir eine verminderte Diaminooxidase festgestellt (HIT). Diese scheint aber nur zeitweise und ggf. bei Unterversorgung vorzuliegen, gerade auch B6. Im Augenblick ist dies wohl der Fall. Tja, Ostern. Ich war schwach, hatte gestern mal wieder Schokolade probiert. Hätte ich das mal besser nicht getan! Aber das Tagebuch hilft dabei, Zusammenhänge zu finden :).

LG
WerniMD
 
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Symptomüberflutung; HWS-Beschwerden

Die Leber habe ich immer schon im Visier. Hatte vor ein paar Jahren Gallengries, der wohl den Ausfluß vom Pankreas verstopft hat. Das waren ganz schöne Bauchschmerzen. Daher wurde die Blase entfernt. Mit heutigem Wissen hätte das wohl nicht unbedingt sein müssen. Hatte kurz nach dem ich aus dem KH entlassen wurde auch eine erhebliche Verschlechterung. Könnte durchaus auf die Vollnarkose zurückzuführen sein. Dachte damals, es liegt an einem Medikament. Um die Leberwerte wieder zu verbessern, habe ich öfters eine Toxaprevent Kur gemacht. Hatte auch Erfolg damit. Wegen erhöhtem Eisen und Ferritin war ich vor ein paar Wochen dann beim Hämatologen
Und dazu noch die erniedrigte Diaminoxidase...

Erhöhtes Eisen und Ferritin hat man bei der Leberkrankheit Hämochromatose, auch Eisenspeicherkrankheit genannt.
Ich würde diese durch Genuntersuchung ausschließen lassen.
Die Eisenspeicherkrankheit ist sehr häufig und völlig unterdiagnostiziert, weil die wenigsten Ärzte daran denken.
Wie hoch ist das Ferritin denn ? Wie hoch die Transferrinsättigung?

Leberkrankheiten machen eine Menge Symptome wie Reizüberflutung, Müdigkeit, Benommenheit, Konzentrationsprobleme.
Die Eisenspeicherkrankheit kann dazu noch einiges mehr wie Gelenkprobleme, Herzprobleme, Diabetes als Spätfolge machen.

Zur Untersuchung von Leberkrankheiten würde ich in eine Leberambulanz einer Uniklinik oder zu einem sehr erfahrenen Hepatologen gehen. Der Hämatologe ist da nicht der richtige Facharzt.

LG
Margie


Anmerkung:
Die DAO ist bei Leberkrankheiten öfters erniedrigt.
Auch ich habe eine Leberkrankheit (Kupferspeicherkrankheit) und eine DAO von unter 3,0.
 

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