Tochter (15) trinkt sehr viel

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Hallo,
meine Tochter (15 J.) trinkt seit ca. 1-2 Jahren sehr viel Wasser (4-8 Liter pro Tag). Bluttest war ok, bis auf erhöhte Harnsäure. Diabetes Mellitus wurde ausgeschlossen. Sie trinkt oft 1-2 Liter innerhalb von 1 Stunde, vor dem Schlafengehen ca. 1 Liter und steht in der Nacht meist 1x auf - geht aufs WC und trinkt wieder 2-3 Gläser :eek: meiner Meinung nach ist das nicht normal....obwohl viele Ärzte sagen, das sei normal, solange das Blut ok ist!
Sie sagt, wenn Sie 2 Stunden nichts trinkt, trocknet ihr Mund und Hals extrem aus und oft bekommt sie dann auch Kopfschmerzen.
Ach ja, Sie leidet auch oft unter Verstopfung, Bauchschmerzen und Blähbauch.
Bin schon am Verzweifeln, weil kein Arzt was dazu sagen kann :confused:
Lg, Schnurli
 
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10.01.04
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Hallo schnurli,

ist bei Deiner Tochter vorsichtshalber auch der Diabetes insipidus (kein Diabetes) abgeklärt worden?:

Diabetes insipidus Diagnose - Onmeda.de

Zusammen mit den Kopfschmerzen, dem trockenen Hals + Mund, Verstopfung, Bauchschmerzen und Blähbauch würde ich allerdings eher an eine Nahrungsmittel-Unv erträglichkeit denken in Form von Allergie oder Intoleranz.

Das könntet Ihr durch ein Ernährungstagebuch in etwa heraus finden aber auch durch Testungen:

- Allergien werden durch Prick- und RAST(Blut)-Test beim Allergologen (meistens Dermatologen) getestet.
- Intoleranzen (Fruktose/Sorbit-, Gluten-, Histamin-, Laktose-Intoleranz) werden beim Gastroenterologen getestet (Atemtest auf FI und SI und LI). Die anderen Intoleranzen kann man durch eine Auslaßdiät testen und annährend mit ein paar Blutwerten.

Zu beiden Themen findest Du viele Informationen hier im Forum und im Wiki!

Grüsse,
Oregano
 

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08.11.10
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Hallo Schnurli1977,

Ausgehend von meinen eigenen Erfahrungen würde ich auf Vitamin D Mangel und Fruktoseintoleranz tippen. Ich hatte als Kind auch immer ein starkes Durstgefühl, wenn auch nicht so extrem wie bei deiner Tochter.

Der Blähbauch passt zur Fruktoseintoleranz. Bläht sich der Bauch direkt nach dem Essen auf oder sind es mehr abgehende Blähungen, welche 6 - 10 Stunden nach dem Essen auftreten.

Testmethode: Wasserstoffatemtest mit 25 g Fruktose (oder etwas weniger)

Vitamin D ist der Speicherwert wichtig. 25(OH)VitD3

Schwäche; Kopfschmerzen; Übelkeit; starker Durst; Appetitlosigkeit ...
aus: Vitamin-D Mangel erkennen? Alle Fakten D3 (Cholecalciferol)

Grüsse
derstreeck
 
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12.05.13
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Hallo Schnurli,

für mich klingen die Symptome sehr nach einem homöopathischen Mittel.

Ich würde Dir sehr raten mit der Kleinen unbedingt zu einer/em Homöopathin/en zu gehen.

Liebe Grüße tarajal :)
 
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18.05.14
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Allergietest wurde schon gemacht....Bluttest und Pricktest....kam nur eine Hausstaubmilbenallergie heraus. Die Blähungen sind meist abends, sie klagt dann über Bauchweh, erst später gehen die Blähungen ab. Sie hat aber sehr oft Verstopfung, was komisch ist, wenn man soviel trinkt. Fructose könnte es sein, aber sie isst nicht soviel Obst und Gemüse. Aber ich werde ihr mal eine Fructoselösung geben und schauen, wie sie reagiert. An Glutenunverträglichkeit habe ich auch schon gedacht, aber da ist Durchfall dabei...
Diabetes insidipus haben wir auch schon gedacht, finden aber keinen Arzt, der sie auf das testet :cool:
lg, Schnurli
 
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18.05.14
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Ach ja, Vitamin D müssen wir erst überprüfen. Gebe ihr aber regelmässig Tropfen....daher glaube ich nicht, dass es an Vit. D liegt
 
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09.05.14
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was nimmst sie den sonst noch ? was isst sie?

ich würde ihr mal eine zeit lang gerstengras geben, sind viele nährstoffe drin, entzündungshemmend und enzyme für die verdauung.
 
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08.11.10
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Hallo Schnurli1977,

Ja dieses Gerstengrasspulver kann ich auch empfehlen.

Gebe ihr aber regelmässig Tropfen....daher glaube ich nicht, dass es an Vit. D liegt
Dann ist es das eher nicht. Welche Dosis Vitamin D nimmt sie?

Hat sie noch weitere Symptome wie Schlafstörungen, Beinkrämpfe, Fußschmerzen oder Muskelzucken die ohne jeglichen Grund erscheinen?

Die Blähungen sind meist abends, sie klagt dann über Bauchweh, erst später gehen die Blähungen ab.
Genau so ist es bei mir auch. Die Bauchschmerzen können von den Gasen kommen, die sich durch den Darm bewegen. Bevor ich von meiner FI wusste, hatte ich oft starke Bauchschmerzen.

Dazu passt auch, wenn du schreibst, danach gehen die Gase ab.

Wenn sie abends die Blähungen hat, dann muss man schauen, was sie zum Frühstück und zum Mittag gegessen hat.

Fructose könnte es sein, aber sie isst nicht soviel Obst und Gemüse.
Sämtliche Getreideprodukte sind bei FI ebenfalls nicht verträglich und führen zu Blähungen. Wenn ich 2 Scheiben Brot esse, dann merke ich das 10 Stunden später deutlich.

Jeder hat da seine eigene Toleranzgrenze. Man muss es einfach selbst ausprobieren, welche Menge man verträgt. Du musst sie jetzt nicht damit schockieren, dass sie kein Brot mehr essen darf.

Auch die Verstopfung ist bei Fruktoseintoleranz normal. Beides ist möglich, häufiger Stuhlgang der eher breiig ist aber auch Verstopfung und gleichzeitig auftretende Blähungen. Das letztere ist dann auch besonders schmerzhaft.

Wenn sich meine Idee bestätigt, dann kann ich euch Tipps geben, was man essen kann und was nicht.

Diagnose (H2 Atemtest)

Laktose würde ich auch noch testen lassen.

Grüsse
derstreeck
 
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18.05.14
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Hallo,
sie nimmt jede Woche 5 Tropfen (1000 IE) Vitamin D.
Sie hat sonst keine Symptome. Isst eigentlich normal, wenn auch nicht viel. Schaut, dass Sie sich gesund ernährt. Werde versuchen, Ihr den Gerstengrassaft schmackhaft zu machen :)
Wir haben nä. Woche einen Termin, um Harn nach 12h Trinkabstinenz untersuchen zu lassen. Bin gespannt, was da rauskommt....
Aber warum ist die Harnsäure erhöht? Das verstehe ich nicht ganz :confused:
Lg, Schnurli
 
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10.01.04
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Hallo schnurli,

ist bei Deiner Tochter auch auf einen Hyperparathyreoidismus (Überfunktion der Nebenschilddrüse) untersucht worden?

...
Dieses nennt sich auch asymptomatischer Hyperparathyreoidismus. Meistens wird der erhöhte Kalziumspiegel zufällig festgestellt. Alarmierend ist, dass diese asymptomatische Form in der letzten Zeit sehr stark zugenommen hat, von 3 Prozent auf 21 Prozent aller Fälle.

Nierenbeschwerden
Im weiteren Verlauf leiden 60 Prozent der Betroffenes unter Nierenkoliken. Das sind krampfartige starke Schmerzen im Bereich der Nieren. Hinzukommen kann:

Oberbauchbeschwerden
allgemeine Schwäche
Harnwegsinfektionen
Rückenschmerzen

Folgen des erhöhten Kalziumspiegels
Als Folge des Hyperkalzämiesyndroms können sich zeigen:

erhöhtes Durstempfinden (Polydipsie)
vermehrte Urinausscheidung (Polyurie)
Übelkeit
Erbrechen
Verstopfung
Hypertonie
Herzrhythmusstörungen
Gewichtsabnahme
Anorexie
chronische Erschöpfung
psychische Veränderungen

Nierensteine
An den Nieren selbst können sich Nierensteine und Kalkablagerungen (Nephrokalzinose) bilden. Die Nephrokalzinose entsteht durch die erhöhte Kalzium- und Phosphatausscheidung.
...
Medizinfo®Endokrinologie: Hyperparathyreoidismus - Überfunktion der Nebenschilddrüse

Der Facharzt bzw. die entsprechende Abteilung im Krankenhaus ist der Endokrinologe b zw. die Endokrinologie.

Grüsse,
Oregano
 
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08.11.10
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Hallo Schnurli1977,

Eine Idee:

Harnsäure entsteht im Stoffwechsel des Menschen durch Abbau von Purinen. Eine Erhöhung des Harnsäurespiegels ist Folge zu hoher Harnsäurebildung im Stoffwechsel, verminderter Ausscheidung oder - dies ist am häufigsten der Fall – zu hoher Zufuhr von Purin mit der Nahrung.
Nahrungsmittel mit hohem Puringehalt (größer 200mg Purin pro 100g Nahrungsmittel) sind zu meiden. Dazu zählen insbesondere Innereien (Leber, Niere, Milz, Zunge, Hirn, Bries), Geflügelhaut, Schweineschwarte, Fleisch- und Hefeextrakte, einige Fischarten (Forelle, Thunfisch, Makrele, Hering, Ölsardinen) und Meeresfrüchte (Muscheln, Garnelen, Hummer).

- Eingeschränkte Verwendung sollten Nahrungsmittel mit mittlerem Puringehalt (50-200mg Purin/100g Nahrungsmittel) finden: Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Sojaprodukte, Linsen), Brokolie, Blumenkohl, Rosenkohl, Grünkohl, Lauch, Paprikaschoten, Petersilie, Artischocken, Spargel, Pilze, Feldsalat. Ferner Wurstwaren, Geflügel und alle noch nicht genannten Fleischsorten u. Fischarten.
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Deine Tochter wird wohl eher nicht zuviel Leber, Niere, Milz, Zunge, Hirn und Bries essen aber vielleicht zuviel Hefeextrakt?

Das ist in allen Fertig-Produkten enthalten.

Grüsse
derstreeck
 
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18.05.14
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Hallo,
nein, meine Tochter isst kaum Fertigprodukte, auch nicht viel Fleisch, Leber, etc. Sie ernährt sich mehr von Nudeln und Gemüse, Topfen, Leinsamen, Apfel- und Apfelmus, selbstgemachtes Vollkornbrot, vegetarische Aufstriche,....
Und: ich glaube nicht, dass Sie auf überfunktion der Nebenniere untersucht wurde. Es wurde nur ein komplettes Blutbild gemacht und eben beim Internisten ein Nierenultraschall und Harnuntersuchung. Einen Endokrinologen in Niederösterreich zu finden wird schwierig werden :-(
lg
 
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