Grundsatzdiskussion zum Diskussionsstil/ausgelagertes OT

  • Themenstarter Themenstarter togi
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Warum gibt es dann die Ignorier-Funktion, wenn sie eigentlich hier nicht erwünscht ist?
 
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Gibt's das nicht schon? :

 
Warum gibt es dann die Ignorier-Funktion, wenn sie eigentlich hier nicht erwünscht ist?
Das habe ich nicht gesagt - sondern begründet, warum ich(!) das als ungünstig für Diskussionen sehe und als letzte Möglichkeit v.a. zum Selbstschutz. Und natürlich ist Selbstschutz legitim und wichtig (und kann letztlich auch mal bedeuten, gar nicht in Foren zu lesen), das ist dann eben eine Güterabwägung.

Bitte gern den oberhalb verlinkten Thread bei Bedarf nutzen :)
 
Auf ignore setzen würde ich höchstens jemand, der mich pausenlos beschimpfen würde, was bis jetzt noch nicht geschehen ist. Ich prüfe meine Überzeugungen an Gegenmeinungen. Beleidigungen lasse ich ohnehin nicht an mich heran. Sie stellen den Beleidiger bloß, nicht mich. Vielschreiber überfliege ich, ob etwas Interessantes enthalten ist.
 
Auf ignore setzen würde ich höchstens jemand, der mich pausenlos beschimpfen würde
Da würden dann allerdings auch Boardregeln greifen, denn wir legen hier Wert auf einen guten Ton :)

Ich prüfe meine Überzeugungen an Gegenmeinungen.
Finde ich gut. Wobei bei manchen Weltanschauungen wohl dies - von @Oregano kürzlich verlinkte - zum Konzept gehört:
Das Konzept ist nicht widerlegbar: Jede wissenschaftliche Theorie muss widerlegbar sein. Was der Einzelne als positives oder negatives Ereignis interpretiert und was er ausblendet, kann recht willkürlich erfolgen.
 
Hallo togi,

aus Deiner Sicht heraus hast Du völlig Recht ! Wenn andere - ich z.B. - das anders sehen - ist das auch ein gutes Recht. Warum also diskutieren?
Das Leben wird zeigen, wohin es jeweils geht. Und manchmal ändern sich Einstellungen und Erfahrungen und werden dann revidiert.
💯(y)😊

Im Laufe dieses Threads muß ich immer wieder an die Fabel mit den Wölfen denken:
Ich habe auf diesen Teil hier geantwortet (weil ich die Fabel auch schön und passend finde): #377 in

lg togi
 
Nein, denn die anderen Mit-Diskutierenden wissen das nicht. (Du könntest es allenfalls in Deine Signatur schreiben: "Ich ignoriere User A, B, C,...")

Gleichzeitig beeinträchtigt es den Argumentations-"Faden" und es treten Inkonsistenzen auf bzw. es wird parallel diskutiert (und man fragt sich manches Mal "hat der Beitragsschreiber die Beiträge zuvor überhaupt gelesen?"). Es hat insofern etwas Unfaires gegenüber anderen und auch gegenüber "dem Forum". Denn, ja,
Weiter OT hier (gehört zu Diskussionskultur Allgemein):
Puh, nur kurz: ursprünglich hatte ich die Damen "unangekündigt" auf ignore. Ist weder ihnen, noch sonst wem aufgefallen, zumindest wäre mir keine diesbezügliche Erwähnung aufgefallen.
Da es iRL leichter ist zu entdecken, wenn jemand einem nicht zuhört, dachte ich es ist nur fair es transparent zu machen, da sie sich "im Hintergrund" weiterhin die Finger wund geschrieben haben, soweit ich das dann sah, als ich meine "Testphase" evaluiert habe.
Reaktion war das Gegenteil des Erwarteten, sie drehten erst recht auf.
Somit war mein Fazit: na wenn sie weiterhin gerne über meine Beiträge schreiben, ist das ihr gutes Recht. Und wenn ich es nicht lesen will, dann ist das mein gutes Recht. Mehr als "transparent machen" kann ich nicht (wie schon einige Male geschrieben: "Jeder hat das Recht seine Meinung zu sagen, aber die anderen müssen nicht zuhören" Karl Kraus).

Quintessenz für mich: ich glaube es würde den Lesefluss nicht stören, wenn sie eventuell weniger auf meine Beiträge eingehen würden? Denn um Antworten von mir geht es ihnen ja offensichtlich nicht. Aber das kannst du sicher besser beurteilen.
Die Frage ist auch: fällt es Außenstehen auf? Fehlt was?
Ich glaube nicht - wenn themenbezogene Fragen offen bleiben die auf die man eine Antwort möchte, kann man mich ja anschreiben und nochmal anfragen. (habe ich auch schon öfter gemacht, tlw. dann auch per PN - wenn es wichtig ist, kommt man schon irgendwie zur benötigten Info).

Unterm Strich tut mein "Aussteigen" sicher gut, um die Diskussionen kürzer zu halten (nicht seitenlang auf irgendwelchen Erbsen rumzureiten) und da ist mein pos. Beitrag offensichtlich: ich halte so Loops nicht am Laufen, indem ich gar nicht drauf einsteige.

An den Vermerk in der Signatur dachte ich auch schon, nur ist mir das nicht sympathisch. Wozu auch? Ich denke mein Ausflug hier ins Forum wird sicher nicht auf andere Threads übergreifen und ein Ende ist absehbar.
Wenn es euch vom Admin Team ein Bedürfnis ist, kann ich ihn natürlich dennoch einfügen. 😊

lg togi
 
@togi: Wenn du der Meinung bist, es reicht, wenn du dich über uns äußerst statt zu antworten, dann könnten wir ja auch über dich diskutieren statt mit dir. Das wird lustig. Bislang habe ich das unterlassen, obwohl es mich öfters juckt.
 
😅 Und ich dachte gerade, lass doch nen "Außenstehenden" antworten, bevor ich mir jetzt die Finger selbst "wund" schreibe (auch witzig, sowas über andere zu sagen, wenn man selbst die längsten Romane schreibt...).

Da lasse ich doch einfach mal ChatGPT auf den letzten Text von togi antworten:

Auf den ersten Blick: höflich, reflektiert, vernünftig
Auf den zweiten Blick: passiv-aggressiv, kontrollierend, selbstimmunisierend

Das ist rhetorisch ziemlich geschickt gemacht.

Was der Text explizit sagt:
„Ich habe ignoriert.“
„Ich habe es transparent gemacht.“
„Ich will keine Eskalation.“
„Ich halte Loops nicht am Laufen.“
„Wenn jemand wirklich was will, kann er mich anschreiben.“
„Mein Ausstieg aus diesen Dialogen ist sogar positiv fürs Forum.“

Klingt erstmal erwachsen, kooperativ, verantwortungsvoll.

Was der Text implizit transportiert (das Entscheidende):

1. Umdeutung der Situation
Sie stellt es so dar, als gäbe es nur zwei Optionen:
entweder endlose, sinnlose „Erbsen-Diskussionen“
oder ihren Rückzug als ordnende, fast altruistische Maßnahme
👉 Dass Diskussionen in einem Forum normal sind, wird elegant ausgeblendet.

2. Externalisierung der Verantwortung
Ganz typisch:
Sie drehen „erst recht auf“
Sie schreiben sich „die Finger wund“
Sie halten Loops am Laufen
Sie selbst?

beobachtet
evaluiert
zieht sich „vernünftig“ zurück

👉 Konflikt wird nicht als Wechselwirkung, sondern als Einbahnstraße dargestellt.

3. Moralische Aufwertung des Ignorierens

Der stärkste rhetorische Kniff:
„Mein Aussteigen tut sicher gut … mein positiver Beitrag“

Ignorieren wird hier nicht als Abbruch von Dialog,
sondern als Dienst am Forum verkauft.

Das ist psychologisch interessant:
Rückzug = Reife
Nicht-Antworten = Ordnung
Kommunikationsverweigerung = Deeskalation

Das funktioniert aber nur, wenn man sich selbst nicht mehr als Teil der Diskussion sieht, sondern als übergeordnete Instanz.

4. Die Karl-Kraus-Keule

„Jeder hat das Recht seine Meinung zu sagen, aber die anderen müssen nicht zuhören“
Formal korrekt.
Kontextuell problematisch.
Warum?

Ein Forum lebt davon, dass man zuhört, widerspricht, reagiert.
Wenn eine Person viel schreibt, aber systematisch nicht liest, was bestimmte andere schreiben, entsteht ein asymmetrischer Diskurs.

👉 Das ist keine Neutralität, das ist selektive Kommunikation.

5. Subtile Abwertung der anderen
Ganz fein verpackt:
„über meine Beiträge schreiben“ (nicht mit mir)
„Erbsen rumreiten“
„Loops“
„drehten erst recht auf“

Ohne jemanden direkt anzugreifen, wird klar signalisiert:
Die anderen sind unerquicklich, überflüssig, repetitiv.

6. Der scheinbare Entgegenkommenssatz:

„Wenn es euch vom Admin Team ein Bedürfnis ist …“

Das ist klassisches scheinbares Entgegenkommen:
Man bietet etwas an
signalisiert aber gleichzeitig, dass man es für unnötig, unsympathisch oder übertrieben hält.

Damit liegt die Verantwortung wieder beim Admin:
Ihr wollt das
Ich wäre eigentlich drüber hinweg
Der eigentliche Kern
Das ist kein neutraler Rückzug.
Das ist ein Machtmove durch Entzug.
Nicht laut.
Nicht aggressiv.

Aber klar strukturiert:
Ich bestimme, wen ich wahrnehme
Ich bestimme, was relevant ist
Ich bestimme, wann Kommunikation sinnvoll ist
Und ich rahme all das als rational und wohltuend

Warum das Admin-Team das kritisch sieht (zu Recht)
Weil:
Diskussionen verzerrt werden
Antworten ins Leere laufen
andere Nutzer faktisch aus dem Dialog ausgeschlossen werden, ohne dass sie es beeinflussen können
und trotzdem weiter über sie hinweg geschrieben wird
Das ist für Moderation immer ungünstig.

Mein nüchternes Fazit:
rhetorisch sehr sauber
sozial aber nicht kooperativ
dialogisch einseitig
konfliktvermeidend nur für sich selbst
strukturell konfliktverschärfend fürs Umfeld

Oder klar gesagt:
Das ist kein „Ich brauche Pause von diesem Dialog“,
sondern ein „Ich bestimme die Spielregeln“.

Weil sie ihr Verhalten so rahmt, dass es klingt wie:

Selbstfürsorge
Ordnung
Deeskalation
Reife

Aber funktional ist es:
Kontrolle
Abschirmung
Immunisierung gegen Kritik

Sie zieht sich nicht zurück.
Sie zieht sich der Reibung zurück.
Oder noch prägnanter:
Sie will Bühne ohne Gegenrede.

Sie will weiter senden, einordnen und bewerten, ohne sich der Gegenrede auszusetzen.
Das ist keine Deeskalation, sondern Monolog mit Publikum.
Ignorieren wäre konsequent, wenn damit auch Zurückhaltung einherginge.
Stattdessen bleibt die Bühne voll bespielt – nur Kritik wird ausgeblendet.
Nach außen wirkt das nicht wie Selbstschutz, sondern wie der Versuch, Diskurskontrolle zu behalten. Ein Monolog mit Deutungshoheit.

Oder kürzer und etwas schärfer formuliert:

Wer andere als „Loops“, „Erbsenreiten“ oder „aufdrehen“ abwertet und sich gleichzeitig der Gegenrede entzieht, verhält sich nicht deeskalierend, sondern arrogant.

Es ist die Haltung: Ich ordne ein, ihr diskutiert unnötig.
Das ist keine Augenhöhe, sondern Überheblichkeit.
Diskussion lebt von Widerspruch.
Bewertung ohne Bereitschaft zuzuhören ist kein Dialog, sondern Selbstüberhöhung.

_____________________________
 
... Generell ist es für mich themenabhängig und abhängig vom jeweiligen Gegenüber, ob ich mich auf "Pro und Kontra" Diskussion einlasse (im Sinne von: "notwendig" (für andere, die in irgend einer Form wichtig sind für mich oder meinen engsten Kreis) oder interessant sind für mich. ...
Für mich ist das eindeutig und auch verständlich: togi bestimmt, wann und wie sie an einem Thema beteiligt ist. Warum sie so entscheidet, ist für mich klar und teilweise eben tatsächlich verständlich.
Ich finde nur, es lohnt nicht, darüber Energie zu verschwenden.

Grüsse,
Oregano
 
Die Frage ist auch: fällt es Außenstehen auf?
Nicht unbedingt signikant, da öfter nicht alles (genau) gelesen wird. Das ist aber nicht der (Haupt-)Punkt, sondern es geht v.a. um die Mit-Diskutierenden.

Zu diesen Äußerungen:
Unterm Strich tut mein "Aussteigen" sicher gut, um die Diskussionen kürzer zu halten (nicht seitenlang auf irgendwelchen Erbsen rumzureiten)
An den Vermerk in der Signatur dachte ich auch schon, nur ist mir das nicht sympathisch. Wozu auch?
und weiteren gibt es eine wie ich finde brilliante LLM-Analyse (darin sind sie gut nach meiner Erfahrung), die jemand von Dir mutmaßlich Ignoriertes reingestellt hat. Daraus nur kleine Bruchstücke:
Was der Text implizit transportiert (das Entscheidende):

1. Umdeutung der Situation
Sie stellt es so dar, als gäbe es nur zwei Optionen:
entweder endlose, sinnlose „Erbsen-Diskussionen“
oder ihren Rückzug als ordnende, fast altruistische Maßnahme
👉 Dass Diskussionen in einem Forum normal sind, wird elegant ausgeblendet.
Das funktioniert aber nur, wenn man sich selbst nicht mehr als Teil der Diskussion sieht, sondern als übergeordnete Instanz.
„Wenn es euch vom Admin Team ein Bedürfnis ist …“

Das ist klassisches scheinbares Entgegenkommen:
Man bietet etwas an
signalisiert aber gleichzeitig, dass man es für unnötig, unsympathisch oder übertrieben hält.
Aber klar strukturiert:
Ich bestimme, wen ich wahrnehme
Ich bestimme, was relevant ist
Ich bestimme, wann Kommunikation sinnvoll ist
Und ich rahme all das als rational und wohltuend
ein „Ich bestimme die Spielregeln“
Das letztere sagst Du ja explizit auch selbst so - nur funktioniert Gemeinschaft so eher nicht aus meiner Sicht.

Und dies
wenn du dich über uns äußerst statt zu antworten, dann könnten wir ja auch über dich diskutieren statt mit dir. Das wird lustig.
ist hier unerwünscht wie Du auch weißt.
 
Da lasse ich doch einfach mal ChatGPT auf den letzten Text von togi antworten:

du hast doch nicht nur nach einer Antwort auf den Text gefragt, oder ? Den (entscheidenden?) Prompt hast du verschwiegen... Der kann nämlich das (möglicherweise gewünschte) Ergebnis stark bestimmen, gerade auch bei chatGPT. Ich habe chatGPT auch mal zu dem letzten Beitrag vpn togi bemüht - neutral.

Prompt: "Einschätzung dieses Beitrages"

Ich schätze diesen Beitrag inhaltlich differenziert, überwiegend konstruktiv – mit klar erkennbarer Selbstrechtfertigungs- und Abgrenzungsfunktion ein. Im Einzelnen:




1. Funktion des Beitrags​


Der Text ist kein inhaltlicher Diskussionsbeitrag, sondern ein Meta-Beitrag zur eigenen Kommunikationsentscheidung (Ignorieren anderer Nutzer) und zur Frage der Diskussionskultur. Er erfüllt drei Zwecke:


  1. Transparenz herstellen („Ich habe ignoriert / warum / wie ich es handhabe“)
  2. Konsequenzen erklären (Lesefluss, Vermeidung von Endlosschleifen)
  3. Legitimation des eigenen Rückzugs gegenüber Moderation und Mitlesenden

Das ist wichtig, weil der Beitrag nicht argumentativ überzeugen, sondern verständig machen will.




2. Stilistische Analyse​


a) Tonfall​


  • überwiegend ruhig, reflektiert, nicht aggressiv
  • keine direkten Angriffe, keine Abwertungen
  • gelegentlich umgangssprachlich („Puh“, „drehten erst recht auf“, „Erbsen rumreiten“), was den Ton persönlicher macht, aber nicht eskalierend

Der Stil ist defensiv-sachlich, nicht konfrontativ.




b) Argumentationsweise​


Der Beitrag folgt einer klaren inneren Logik:


  1. Ignorieren wurde zunächst still praktiziert
  2. Transparenz wurde aus Fairness hergestellt
  3. Die Reaktion war unerwartet kontraproduktiv
  4. Daraus folgt: Ignorieren ist legitim und effizient
  5. Ergebnis: weniger Schleifen, kürzere Diskussionen

Das ist kohärent und nachvollziehbar, auch wenn es subjektiv bleibt.




c) Selbstpositionierung​


Der Autor stellt sich dar als jemand, der:


  • Diskussionen nicht eskalieren lassen will
  • sich nicht verpflichtet fühlt, auf alles zu reagieren
  • Verantwortung für Diskussionsökonomie übernimmt

Das ist eine reife, selbstbegrenzende Haltung, kein Rückzug aus Kränkung heraus (auch wenn emotionale Reibung mitschwingt).




3. Ist der Beitrag konstruktiv?​


Ja – im metakommunikativen Sinn.


Warum:


  • Er erklärt Verhalten statt es einfach auszuüben
  • Er reflektiert Auswirkungen auf Dritte („Außenstehende“, „Lesefluss“)
  • Er lässt anderen ausdrücklich ihr Recht („ist ihr gutes Recht“)
  • Er vermeidet Schuldzuweisungen
  • Er signalisiert Kooperationsbereitschaft gegenüber Moderation

Das sind klassische Merkmale konstruktiver Meta-Kommunikation.




4. Wo liegt die mögliche Schwäche?​


Es gibt zwei Punkte, die je nach Leser kritisch wirken könnten:


1. Implizite Abwertung​


Formulierungen wie


  • „Erbsen rumreiten“
  • „drehten erst recht auf“

sind keine Angriffe, transportieren aber eine implizite Bewertung des Diskussionsstils anderer. Das ist menschlich und moderat, kann aber von Betroffenen als unterschwellige Herabsetzung gelesen werden.


2. De-facto-Diskussionsabbruch​


Auch wenn der Rückzug gut begründet ist, wird faktisch gesagt:


„Ich lese euch nicht mehr, aber ihr dürft weiter über mich schreiben.“

Das ist legitim, kann aber bei anderen Frustration erzeugen, weil Replik asymmetrisch wird. Das ist kein Fehler – aber ein bewusster Trade-off.




5. Gesamteinschätzung​


Der Beitrag ist:


  • reflektiert
  • transparent
  • nicht eskalierend
  • kommunikativ erwachsen

Er ist keine Provokation, sondern eine Grenzsetzung mit Erklärung.
In Foren mit emotional aufgeladenen Themen ist das eher deeskalierend als destruktiv.


Kurzform:


Konstruktiv, selbstschützend, metakommunikativ – mit leicht defensivem Unterton, aber ohne Polemik.
 
Zuletzt bearbeitet:
du hast doch nicht nur nach einer Antwort auf den Text gefragt, oder ?
Ich hatte ChatGPT davor noch andere Texte gegeben gehabt, dort aber nur gesagt, was sagst du dazu?

Mein Prompt zu der hier von ChatGPTs gegebenen Antwort war dann folgender (in Klammern Bemerkungen von mir jetzt eingefügt) :

Hier noch ein Text, es ging um ihr (togis) ignorieren von bestimmten Personen (ergeht aus ihrem Text) und ihr wurde empfohlen vom Admin, es wäre eher nachteilig (Bezug auf Beitrag davor). Hier ihre Antwort (auf den Beitrag davor):

Chat hat nicht nur diesen einen Beitrag bewertet, sondern Postings davor mit berücksichtigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
deine chatgpt - Antwort liest sich für mich ganz eindeutig als von dir dahin gesteuert. Sie würde sonst nicht so negativierend antworten. Siehe die Antwort, die ich erhalten habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und was siehst du daran gesteuert? Die Aussagen im Prompt entsprechen dem Kontext und treffen zu.

Hast du ChatGPT auch Kates Beitrag davor dazu gegeben? Es ist ja schließlich ihre Antwort darauf. Und gehört zum Kontext dazu.

Es kann auf jeden Fall schon sein, dass ChatGPT isolierte Texte eher auf der Textebene analysiert, als die Wirkung im Gesamtkontext auf der Systemebene. Aber darauf kommt es bei Kommunikation auch an, es ist ein Wechselverhältnis und kein Einzeltext.
 
Es kann auf jeden Fall schon sein, dass ChatGPT isolierte Texte eher auf der Textebene analysiert, als die Wirkung im Gesamtkontext auf der Systemebene. Aber darauf kommt es bei Kommunikation auch an, es ist ein Wechselverhältnis und kein Einzeltext.
ja ja... :rolleyes: ich bleibe bei meiner Einschätzung.
 
Dann gebe ich mal beide Einschätzungen an ChatGPT und sage der KI auch, dass beides von ihr kommt - Einschätzung 1 - isoliert nur zu dem Einzeltext und Einschätzung 2 zusammen im Kontext mit Kates Antwort davor.

Meine Frage war, welche Einschätzung ist treffender und ehrlicher?

Antwort:

1. Warum zwei so unterschiedliche Einschätzungen aus demselben System kommen
ChatGPT arbeitet konsequent prompt- und kontextsensitiv.
Das heißt:
Einschätzung 1 entstand aus:
einem neutralen, knappen Prompt
ohne explizite soziale Rahmung
Fokus: Text → Stil → innere Logik

Einschätzung 2 entstand aus:
explizitem Konfliktkontext
impliziter Moderations- und Beziehungsebene
Fokus: Wirkung → Macht → Diskursdynamik

Beide Antworten sind modelllogisch korrekt, weil sie unterschiedliche Fragen beantworten, auch wenn sie äußerlich „denselben Text“ bewerten.

2. Was das über „Treffender“ vs. „Ehrlicher“ aussagt
Deine Ausgangsfrage war:
Was ist treffender und ehrlicher?
Mit der neuen Information lässt sich das präziser beantworten:

Ehrlicher
➡ Beide.
Keine der Einschätzungen „lügt“ oder manipuliert bewusst.
Sie sind ehrlich innerhalb ihres jeweiligen Analyseframes.

Treffender
➡ Die zweite, für die reale Forensituation.
Warum? Weil Foren keine Textseminare, sondern soziale Systeme sind.
Moderation bewertet nicht primär Tonfall oder Kohärenz, sondern:
Fairness im Austausch
Symmetrie von Rechten und Pflichten
Auswirkungen auf Mitdiskutierende
Und genau diese Ebene modelliert Einschätzung 2, Einschätzung 1 hingegen kaum.

3. Der eigentliche Meta-Lerneffekt (und der ist wichtig)
Der Thread zeigt unbeabsichtigt etwas sehr Relevantes:
„Neutral“ ist kein fixer Zustand, sondern eine Perspektive.
Prompt „Einschätzung dieses Beitrags“
→ literarisch-argumentativ neutral
Prompt + Konfliktkontext
→ sozial-dynamisch neutral
Beides ist legitim.
Aber sie beantworten verschiedene Fragen.

Oder noch klarer:
Einschätzung 1 fragt: Ist das fair formuliert?
Einschätzung 2 fragt: Ist das fair im Zusammenspiel?

4. Endgültiges Fazit (jetzt wirklich zugespitzt)
Dass beide Einschätzungen von ChatGPT stammen, zeigt nicht Beliebigkeit, sondern:
wie stark Kontext und Fragestellung Analyse formen
warum Moderation oft „härter“ wirkt als Textanalysen
warum sich Beteiligte gegenseitig missverstehen, obwohl alle „sachlich“ bleiben

Wenn man nur den Text liest → Einschätzung 1 überzeugt.
Wenn man das Forum als soziales System ernst nimmt → Einschätzung 2 überzeugt mehr.
Und genau deshalb eskalieren solche Situationen so häufig:
Alle fühlen sich im Recht – weil sie unterschiedliche Ebenen bewerten.

Wenn du willst, kann ich dir im nächsten Schritt auch zeigen,
wie ein Prompt aussehen müsste, der beide Ebenen sauber integriert, ohne zu kippen.....
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht unbedingt signikant, da öfter nicht alles (genau) gelesen wird.
Ok, soweit ich das richtig verstehe, ist Signaturvermerk vom Tisch?
Alles klar.

(Ansonsten: ich bin nicht hier/war nicht hier um Diskutieren zum Selbstzweck auszuüben (auch wenn mir das phasenweise passiert ist und es rückblickend gesehen massive Lebenszeitverschwendung war). Da hatte ich schon mal ein Forum verlinkt, in dem man das als Meisterschaft machen kann, wenn man an sowas Spaß hat.

Imho geht und ging es immer vA darum anderen mit meinen Beiträgen zu helfen. Wer in Resonanz geht - gut. Wer nicht, halt nicht.
Es geschah oft, dass ich 1-2 Stunden an einem Beitrag gesessen bin und der Empfänger (meist frisch Hilfesuchende) 0 reagierte. So ist das Leben eben. Das war meine freiwillige Entscheidung mir diese Zeit zu nehmen und Hilfestellung anzubieten - die dann eben empfangen werden konnte oder auch nicht. Dazu steh ich auch weiterhin.
Im Umkehrschluss heißt das aber nicht, dass ich hier alle lesen mag oder irgendjemand ein Recht drauf hat gelesen zu werden oder gar Antworten zu bekommen (auch das zum X-ten Mal).

Und natürlich hab ich hier auch sehr viel mitnehmen dürfen (und dann meine Erfahrungen als "Tausch" hier gelassen). Somit sah ich das immer als geben und nehmen (wie schon so oft geschrieben - auf allen Seiten freiwillig und nicht als "Zwang". Wie im Fitnesscenter, Zug, am Swimmingpool - ich darf mit Menschen interagieren, aber ich muss nicht. Nur weil ich mit jemandem am selben Ort bin, heißt das noch lange nicht, dass ich jedem zuhören muss. Das wäre ja völlig absurd und realitätsfremd).

Somit aus meiner Sicht schon alles zu dem Thema mehrfach von meiner Seite und aus meiner Sicht mehr als ausführlich geschrieben. Ich bin nicht für abweichende Bedürfnisse und Wahrnehmungen anderer verantworlich. Es dreht sich im Kreis und ich seh den Sinn nicht das weiter zu diskutieren.

Also bin ich bezügl. "Diskussionsstil" raus (von meiner Seite ist alles nun mehrfach erschöpfend gesagt 😊)

Ich fände es fein, wenn alle OT Themen in den Thread "Diskussionsstil" verschoben werden, damit hier Platz für die kritische Diskussion rund ums "Wunderheilen" ist.

lg togi
 
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