Wer mal bisschen KI befragt, wird zu lesen bekommen, dass es in Südamerika den "schamanischen Seherblick" gibt - oder gab, bei den Ureinwohnern.
Ich denke mal, unsere Zivilisation schafft es, das alles in eine dunkle Vergessenheit zu schieben, leider.
Ohne solche Strategien hätten die Ureinwohner, nicht nur in Südamerika, es nicht geschafft, bis heute zu überleben. Immerhin hatten sie keine Pharma in unserem modernen Sinn.
Ich fand die "Regenmacher" als gute "Role Models" und staunte nicht schlecht, wie unterschiedlich deren Strategien waren bzw. sind. Von stunden- tagelangen Tänzen hin zu 20 Sekunden Intention und fertig.
Also unterschiedliche Strategien und Effektivität bis es "klickt".
Das wäre mal eine spannende Entdeckungsreise: statt ihnen "hochtechnisierte Methoden" aufzuschwatzen zu schauen wie es bei ihnen seit Jahrhunderten gemacht wurde.
Ich überlege gerade, ob diese Überzeugung, die innere und äußere Welt steuern zu können, nicht im Zusammenhang mit dem starken Materialismus und den politischen Entwicklungen unserer Zeit zusammen hängt? Vergleichbar zur Zeit nach dem 1. Weltkrieg (1914-1918), in der sich u.a. Frau Blavatzki und Rudolf Steiner einen (esoterischen) Namen gemacht haben?
Die Spuren sind imho "überall" - bei den Hindus, Christen etc.
Grob aus meiner Erinnerung bei den Christen: Glaube versetzt Berge, das Reich Gottes ist in einem drinnen; frag, dann bekommst du es (ich glaub "frag" ist da eine Fehlübersetzung. Es müsste sinngemäß heißen "sage was du möchtest, und du bekommst es".) Geist Gottes wohnt in einem drinnen usw. (was, wenn man "Gott" durch Unterbewusstsein, RAS, Amygdala etc. ersetzt? Also das ganze "default mode network"?)
Bei den Hindus Atman=Brahman (das Selbst ist eins mit dem universellen Bewusstsein. Die Welt entsteht aus Bewusstsein. Geist erschafft Wirklichkeit etc.
Im Buddhismus beginnt alles "im Geist". Kein Gott "außerhalb" der erschafft. Leiden oder Freiheit entstehen aus der Wahrnehmung. (WIR haben die Wahl was wir erleben wollen).
Im Judentum ist es dann eher der Mensch als "Mitschöpfer". Gott erschuf die Welt durch das Wort - Mensch formt Realität durch Sprache, Gedanken und Intentionen.
Weiter geht es im Taoismus, Hermetik "im selben Stil" und vermutlich gibt es noch dutzend weitere Quellen.
In Steiner bin ich kaum eingelesen, da wäre uA
@Gleerndil eine gute Quelle. Ich vermute aber er hat sich an alten Schriften orientiert und wenig neu erfunden, sondern hauptsächlich zusammengeführt.
In der Quantenphysik ist da imho vA der Beobachtereffekt (Doppelspaltexperiment, Wellenfunktion und Kollaps) erwähnenswert. Max Planck: Geist vor Materie, Niels Bohr (Realität abhängig vom Beobachter), Heisenberg (wie wir messen, bestimmt was wir sehen).
Multiversumstheorie (Many-World-Interpretation) und andere beschreiben auch gut, dass jede Entscheidung, jeder Gedanke ein Potential ist, das gewählt werden kann. Wir "erschaffen" also nicht, sondern wählen zwischen Möglichkeiten. (das meine ich jeweils mit Shift - ich wechsle in die Realität, die ich erleben will).
Wenn man sich da mal einliest entdeckt man erst wie alt und groß das Thema ist und wie weit gestreut.
lg togi
Mein Fazit: die Gebrauchsanleitung war die ganze Zeit da. Nur in einer Form, in der ich sie nicht verstanden haben und wir leider nicht sozialisiert wurden.