Übersäuerung

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28.03.05
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Hallo,

auf Anraten meiner Hausärztin habe ich zwei Wochen meine Säure-Basen per Teststäbchen gemessen. Die Messung war bis zu 10 x am Tag.
Sie und auch ich waren sehr überrascht, dass mein Wert ständig bei "8" lag.
Meine Hausärztin meinte, dies wäre doch toll.
Ich bin jetzt aber doch verunsichert, da ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass es auch nicht normal sei, dass der Wert ständig im basischen Bereich wäre. Vor allem morgens müsse der Wert niedriger sein.
Da meine SOD2 schon untersucht wurde und auf jeden Fall gestört ist, kann doch hier irgend etwas nicht stimmen!
Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Säure-Basen-Haushalt und weiss wo hier der Fehler zu suchen ist.

Liebe Grüße
Anne S.
 

oli

Soweit ich weiss, ist das mit der Übersäuerung so, dass die Säuren nicht unbedingt frei im Körper herumschwirren. Vielmehr werden sie durch basische Mineralien gebunden (die dann dem Körper fehlen => Haarausfall, graue Haare, Müdigkeit usw) und in kristalliner Form im Körper gelagert (zb Gelenke).
Gewebsazidose heisst das. Las ich zumindest bei Jentschura.
Ist doch eigentlich klar, dass man diese nicht mit Urintests messen kann. Ist ja eigentlich wie beim DMPS-Test, da wird auch ohne Mobilisierung (Urin I) nicht viel herauskommen.
Dass Dein Urin (?) immer basisch ist, halte ich persönlich auch nicht für besonders gesund...
 
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28.10.05
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Hallo Anne S.,

dein Körper scheint so stark übersäuert zu sein, dass bei Dir die sog. "Nierensperre" eingetreten ist, d.h. Deine Nieren lassen die Säuren gar nicht mehr durch, da sie sonst selbst Schaden nehmen würden. Die Säuren müssen aber raus!

Ich habe irgendwo gelesen, dass man die Säureausscheidung wieder aktivieren kann indem man 1-2 Tage basische Ergänzungspräparate nimmt und dann nach einem Tag Pause müsste der PH-Wert säuerlicher sein. Auf jeden Fall würde ich die Nieren zusätzlich mit Solidagoren stärken.

Hier im Forum sind bestimmt noch einige, die mehr dazu schreiben können....

Lieben Gruß
Sema
 
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22.04.06
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Hallo Anne S.

was nimmst Du denn für eine Nahrungsergänzung ?

Viele Grüsse
Wero
 
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05.10.05
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Bei meiner Kollegin war das genau so. sie sollte dann Basenpulver nehmen und hatt nach vier Wochen dann rstmal wieder Werte von immerhin nur 7. Klingt unlogisch aber in dem Fall hat es wirklich funktioniert.

Anne
 
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28.03.05
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Hallo,

erst mal danke für eure Antworten.
Der Hinweis von Sema mit der "Nierensperre" beunruhigt mich schon etwas.
Beim "googln" habe ich auch nicht all zuviel gefunden.
Bei einem Kaliummangel soll der Säure-Basenhaushalt auch erheblich gestört sein. Es könne zu einer "Alkalose" kommen, dann sei der Urin auch immer basisch.
Zuerst werde ich jetzt doch mal Basenmittel nehmen.
Dann werde ich meinen Kaliumstatus bestimmen lassen.

Liebe Grüße
Anne S.
 
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22.04.06
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Hallo Anne S.

ein ständiger pH von 8,0 ist nicht normal und bedeutet Handlungsbedarf. Entweder hast Du einen kräftigen Basenüberschuss („Alkalose“) (in der Regel durch eine zu reichliche Nahrungsergänzung) oder einen (sehr) kräftigen Säureüberschuss. Den zweiten Fall kenne ich nicht aus eigener Erfahrung. Sema nennt es „Nierensperre“ und Günter M. sagt dazu „Säure-Regulationsstarre“. Es kommt wirklich auf Deine Nahrungsergänzung an. Es gibt auch basische Nahrungsergänzungen, die nicht direkt den Titel „Basenmittel“ tragen.

Bei Alkalose müsstest Du die Dosis des Sünders senken, bei Übersäuerung Speisekarte und Nahrungsergänzung ins Auge fassen. Wie auch immer, beides ist keine Katastrophe und kann mit ein bißchen pH-messen wunderbar einreguliert werden.

Kaliummangel halte ich für selten. Ich würde mir darüber keine Gedanken machen. Wenn Du das obige Problem geklärt hast, würde ich über Kelp (Jod) (Schilddrüse) und über Antioxidantien (SOD2) nachdenken. Vielleicht nimmst Du es auch schon.

Viele Grüsse
Wero
 
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28.03.05
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Hallo Wero,

Nahrungsergänzungsmittel nehme ich zur Zeit überhaupt keine.
Seit ca. 1 1/2 Jahren ernähre ich mich vegetarisch und fast nur von Rohkost oder leicht gedämptem Gemüse. Von der Ernährung her dürfte ich nicht übersäuert sein. Aber die Übersäuerung der vergangenen Jahre und meine Amalgamvergiftung werden auch eine Rolle spielen.
Jod muss ich auf meiden, da ich Hashimoto habe.
Die Beiträge von Günter über die "Säure-Regulationsstarre" werde ich mir noch anschauen.

Liebe Grüße
Anne S.
 
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22.04.06
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Hallo Anne S.

bei so einer Ernährung will mir Dein pH gar nicht so richtig einleuchten (die vergangenen Jahre und Amalgam halte ich für wenig bedeutsam). Ich frage deshalb mal, ob Du (vielleicht) etwas einnimmst, was man nicht als „Nahrungsergänzung“ bezeichnet. Deine aktuellen gesundheitlichen Probleme können den Säure-Basen-Haushalt auch beeinflussen, aber da kenne ich mich nicht aus.

Viele Grüsse
Wero
 
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04.10.05
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Leider kann ich Anne bei ihrem Problem keinen Rat geben, mir ist zu dem Thema selbst eine Frage eingefallen:

Wie sollte eigentlich der PH-Wert des Speichels sein?
 
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31.07.04
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Hallo zusammen,

bei mir ist der ph-Wert ohne Ergängzungsmittel meistens nur um 6. Bei der genauen Messung ist mir aufgefallen, dass der PH-Wert in seltenen Fällen (Stress?!?) zu springen scheint und dann bei etwa 7,5 liegt, eine Stunde später ist er wieder niedrig.

Gibt es das Phänomen, wie Anne S es hat, auch in umgekehrter Richtung? Was hat dies dann zu bedeuten?

Gruß, Monzo
 
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28.10.05
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Hallo Monzo,

Ideales Säure-Basen-Gleichgewicht des Urins
Vor dem Frühstück: 6.00 bis 7.00 Uhr - 5,5 bis 7,0
Nach dem Frühstück: 10.00 Uhr mindestens - 7,5
Vor dem Mittagessen: 12.00 bis 13.00 Uhr - 7,0 bis 7,5
Nach dem Mittagessen: 15.00 bis 16.00 Uhr - 7,5 bis 8,5
Vor dem Abendessen: 18.00 bis 19.00 Uhr - 7,0 bis 8,0
Nach dem Abendessen: 20.00 bis 21.00 Uhr: 6,8 bis 7,0
Vor dem Zubettgehen: 23.00 bis 24.00 Uhr mögliches absinken bis auf 5,0
Liegt ein Großteil der Messungen der pH-Werte des Urin unter 7,0, kann man von einer Übersäuerung des Körpers ausgehen.

Gruß
Sema
 
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05.10.05
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Hallo Sema, danke für die Aufstellung. Wo hast du das denn her?

Anne
 
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22.04.06
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Sema schrieb:
Liegt ein Großteil der Messungen der pH-Werte des Urin unter 7,0, kann man von einer Übersäuerung des Körpers ausgehen.
Diese Regel war bereits vor 8 Jahren in der Literatur zu finden. Sie bietet keine eindeutige Antwort, ob man im Säure-Basen-Gleichgewicht ist oder nicht.

Vor dem Frühstück: 6.00 bis 7.00 Uhr - 5,5 bis 7,0
Nach dem Frühstück: 10.00 Uhr mindestens - 7,5
Vor dem Mittagessen: 12.00 bis 13.00 Uhr - 7,0 bis 7,5
Nach dem Mittagessen: 15.00 bis 16.00 Uhr - 7,5 bis 8,5
Vor dem Abendessen: 18.00 bis 19.00 Uhr - 7,0 bis 8,0
Nach dem Abendessen: 20.00 bis 21.00 Uhr: 6,8 bis 7,0
Vor dem Zubettgehen: 23.00 bis 24.00 Uhr mögliches absinken bis auf 5,0
Auch diese Methode ist schwammig. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Uhrzeit und pH. Nur die Zusammenfassung von pH-Werten liefert aussagefähige Ergebnisse. Das wird offenkundig, wenn man viele pH-Messwerte (über tausend) zusammenfasst (es ergibt sich annähernd eine Gerade).

Viele Grüsse
Wero
 
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22.04.06
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Monzo schrieb:
bei mir ist der ph-Wert ohne Ergängzungsmittel meistens nur um 6. Bei der genauen Messung ist mir aufgefallen, dass der PH-Wert in seltenen Fällen (Stress?!?) zu springen scheint und dann bei etwa 7,5 liegt, eine Stunde später ist er wieder niedrig.
Hallo Monzo,

das klingt ziemlich normal. Ein Phänomen ist es auf keinen Fall.

Viele Grüsse
Wero
 
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31.07.04
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Danke an Sema und Wero für eure Einschätzungen!

Als ich das Problem von Anne S las, war ich neugierig, ob es dies auch in umgekehrter Richtung gibt.

Gruß, Monzo
 
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28.03.05
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Hallo Sema,

danke für den guten Link.
Ich glaube, dass es wirklich wichtig ist, die ph-Messung im Zusammenhang mit den Nahrungsmittel zu analysieren.


Auch muss man jede einzelne Reaktion des jeweiligen pH-Wertes mit den Nahrungs- und Genussmitteln des Tages vergleichen, um ersehen zu können, wie der Stoffwechsel auf Säure- und Basenbildner reagiert.
Liebe Grüße
Anne S.
 
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10.01.04
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Kennt jemand die Mittel "Urbase I" und "Urbase II" - und dann gibt es da auch noch "Urbase extra", die anscheinend in Kombination miteinander genommen werden sollen? Sicher eine teure Angelegenheit. Interessieren würde es mich trotzdem. http://www.bitterstern.de/shopLite/show.php?rb=13: soll keine Reklame sein!!

Bei der Urbase II = Urbase intra steht: ".. dient zur intrazellulären Entsäuerung! Vor der intrazellulären Entsäuerung sllte je nach Alter 1-4 Monate zuerst mit Urbase I EXtra entsäuert werden, damit die Schlacken außerhalb der Zellen im Bindegewebe schon aufgelöst und ausgeschieden sind."

Das bringt mich auf die Frage: ich wußte gar nicht, daß es da Unterschiede zwischen extra- und intrazellulärer Entsäuerung gibt? Obwohl es als Parallele zur Schwermetallentgiftung einleuchtet.

Entsäuerung beim Fasten: http://www.horusmedia.de/2005-fasten/fasten.php

Gruss,
Uta
 
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08.10.06
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...damit in Verbindung scheint auch das Natrium/Kalium-Verhältnis zu stehen, wie es oben schon mal erwähnt wurde. Bei einem Kalium-Mangel kann es auch zu einer intrazellulären Übersäuerung kommen, weil der Zellstoffwechsel nicht optimal ablaufen kann. Auch Salzmangel (Natriummangel) kann den Zellstoffwechsel stören. Manchmal hat man scho gehört, man soll wenig Salz zu sich nehmen. Aber besser ist es Gemüse mit Kalium zu sich zu nehmen und normale Salzmengen. Damit kann auch dem Blutdruck geholfen werden, sich auf verünftige Werte einzupendeln.
 
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