Spätfolgen von Virusinfektionen

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17.10.18
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Hallo Maheeta,
Wenn es gelingt, wie auch immer, den chronischen in einen akuten Prozeß zu verwandeln, entsteht die Chance auf Heilung.


Das ist die Meinung, die es in der Naturheilkunde, aber auch in der TCM zu chronischen Infekten/Entzündungen gibt. Ich bin nicht Oregano, aber ich habe die Verbesserung meines Zustandes auch auf diesem Wege erreicht.

Grüße, Panacea.
 
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17.10.18
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Hallo,

Die Veränderung eines chronischen Zustandes in einen akuten Zustand beschreibt sehr einfach, aber verständlich, was im Körper passiert. Eigentlich sind die Prozesse, die im Körper ablaufen, etwas komplexer. Krankheit als dynamischer Prozess kann in der Richtung Verbesserung oder in der entgegengesetzten Richtung Verschlechterung gehen. Dr. Reckeweg hat dafür der Begriff Vikariation eingeführt. Ich habe in meiner Vorgehensweise vieles von ihm übernommen.
Grüße, Panacea.
 
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18.11.09
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Judy Dodd begann im letzten Frühjahr mit lang anhaltenden Covid-Symptomen zu kämpfen - Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, Erschöpfung. Dann bekam sie den Impfstoff.
Das ist so anekdotisch wie die Reinfektionen, von denen hier gerne berichtet wird. Einzelfälle, die zum Teil auch auf Virenresten beruhen können, da der PCR-Test alles findet.

Das einige Positive, das ich überhaupt an der Situation erkennen kann, ist, dass nun stärker realisiert wird, dass Virusinfektionen zu CFS führen können und dadurch CFS jetzt endlich aus der Psychoecke herauskommen könnte. Man darf die Hoffnung nicht aufgeben, dass nun Lösungen gefunden werden.
 
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17.03.16
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Dr. Reckeweg hat dafür der Begriff Vikariation eingeführt. Ich habe in meiner Vorgehensweise vieles von ihm übernommen.
Nach Dr. Reckeweg ist es ein Fehler, bei Krankheiten die Symptome zu behandeln, denn diese entstehen durch die Strategie des Körpers, der Krankheit zur Ausheilung zu verhelfen.

Beispiel Entzündung:
Symptome sind Röte, Hitze, Schmerz, Schwellung, und Bewegungseinschränkung.
Alles unangenehme Zustände, aber:

Röte: Verstärkte Durchblutung
Hitze: bekämpft Erreger
Schmerz: zwingt zur Ruhestellung
Schwellung: begrenzt die toxischen Produkte auf den Entzündungsort
Bewegungseinschränkung: siehe Schmerz

Man mag sich nun ausmalen, was Medikamente, die diese Symptome bekämpfen, z.B. Cortison, für die Ausheilung bedeuten. Das Geschehen wird von der exkretorischen und inflammatorischen Phase in die Depositionsphase verschoben, die eine Ausheilung verhindert.
Um mit Homöopathie auszuheilen, muss das Geschehen wieder aufflackern, durch Fieber, Schweiß, Hautprobleme, um physiologisch ausheilen zu können. Hautausschläge sind also nicht unbedingt auf Infektionen zurückzuführen, sondern können ein Teil des Heilprozesses sein. Darauf beruht wohl das Phänomen der Erstverschlimmerung bei alternativen Heilmethoden.
 
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18.11.09
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Ich halte nichts von Erstverschlimmerung. Halte das für ein Gerücht von inkompetenten Homöopathen.
Wenn ein Mittel passt, dann hilft es auch sofort.
 
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18.01.14
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Ich halte nichts von Erstverschlimmerung. Halte das für ein Gerücht von inkompetenten Homöopathen.
Wenn ein Mittel passt, dann hilft es auch sofort.
Wenn ein Mittel paßt, bringt es zunächst einen Prozeß in Gang, der sehr unangenehm sein kann. Das nennt man Erstverschlimmerung.
Solch einen Prozeß habe ich Anfang der Woche bei jemandem aus meiner Familie in Gang gesetzt. Heuschnupfen, die Person litt seit 2 Wochen darunter, konnte kaum schlafen.
Vor einigen Jahren war dasselbe erfolgreich mit Bienengift behandelt worden. Da mir nichts Besseres einfiel, habe ich der Person Apisinum D 8 gegeben (das ist Bienengift in der Verdünnung 1 zu 100 Millionen), das sich in meiner Sammlung von Heilmitteln befand.
Zwei Tage später rief der Betroffene mich an und teilte mir mit, daß es ihm am ersten Tag sehr schlecht gegangen sei.
Am darauf folgenden Tag aber ging es ihm gut, und da er sich seitdem nicht mehr gemeldet hat, gehe ich davon aus, daß es ihm weiterhin gut geht.
Eine Erstverschlimmerung ist nicht von deinem Glauben oder Unglauben abhängig - seit etwa 1800 ist es ein in der Homöopathie bekanntes Phänomen.
LG
Maheeta
 
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18.01.14
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Entweder es ist richtig und wirkt sofort oder es nicht richtig.

Wenn ich unter Spastiken leide half mir regelmäßig
Causticum C 200. Leider fängt es erst nach frühestens drei Tagen zu wirken. Wirkdauer laut Prof. Rehman, Handbuch der homöopathischen Arzneibeziehungen 50 Tage.

Jetzt habe ich auf Causticum in Q-Potenz umgestellt und nehme das Mittel dementsprechend täglich. Und siehe da, es funktioniert. Seitdem habe ich (klopf klopf, mein Schreibtisch ist noch aus echtem Holz), keine Spastik mehr gehabt.

Glaub es oder nicht, wie gesagt, weder dein Glaube noch dein Unglaube ändern etwas an meinem Befinden.

Gute Nacht in die Runde!

Maheeta
 
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17.03.16
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Entweder es ist richtig und wirkt sofort oder es nicht richtig.
Das kann bei manchen akuten Zuständen passieren. Wenn aber eine chronische Krankheit, durch Unterdrückung der Symptome durch allopathische Mittel, entstanden ist, muss der physiologische Heilungsprozess erreicht werden durch regressive Vikariation, d.h., dass die unterdrückten Heilvorgänge noch einmal ausgelöst werden in umgekehrter Reihenfolge.
 
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12.05.11
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Hier wird ein bislang unbekannter Mechanismus beschrieben, der auch dazu beitragen könnte, daß Viren länger eine Wirkung im Körper haben könnten, als man erwartet (wobei ein möglicher Beitrag zu Infektions-Spätfolgen meine eigene Schlußfolgerung aus den Forschungsergebnissen ist):


Zitat:
Überraschende Entdeckung: Obwohl das Coronavirus ein RNA-Virus ist, können Teile seines Erbguts in unsere DNA eingefügt werden. Das belegen Gensequenzen des Virus in der DNA von Zellkulturen und in Geweben von Covid-19-Patienten. Möglich wird dies durch die in unserem Genom präsenten „springenden Gene“, die RNA in DNA umwandeln können. Zwar können die ins Erbgut integrierten Virengene keine ganzen Coronaviren erzeugen, wahrscheinlich aber virale Proteine.
Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist kein Retrovirus und besitzt keine Enzyme, die sein Erbgut in DNA umschreiben. Ob eine Infektion mit diesem Virus trotzdem genetische Spuren im menschlichen Genom hinterlassen kann, haben nun Forscher um Liguo Zhang vom Whitehead Institute for Biomedical Research in Cambridge untersucht. Anstoß dafür gaben Covid-Patienten, deren PCR-Tests selbst Monate nach der akuten Infektion noch oder wieder positiv waren.
 
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