Religion und Krankheit

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Es ist offensichtlich – das Thema Religion bewegt.
Aber – gerade auch in Bezug auf dieses Forum – ist Religion heilbringend (eine Ansicht die zum Selbstverständnis religiöser Gemeinschaften gehört) oder krankheitsfördernd?

Ich freue mich auf bewegende, gscheite und verkrustete Ansichten auflösende Beiträge. :idee:

Herzlichst - Phil
 
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27.03.04
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Hallo phil,
die eigene Religion ist in jedem Fall goldrichtig. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich jeder seine eigene Religion nach eigenen Bedürnissen zurechtschneidert. :lolli: :hexe: :lolli: :hexe: :lolli: :hexe: :lolli: :hexe: :freu:
Grüsse
:greis:
 
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Hallo Phil,
so, wie Du die Frage stellst, kann man sie meiner Meinung nach nicht beantworten. Es kommt doch immer darauf an, wie jemand mit seinem Glauben (Religion würde ich hier nicht sagen, ebenso wenig wie Kirche) umgeht. Ist er damit rundum eingebunden und zufrieden, dürfte der Glauben auch rundum zufrieden und gesund halten. - Wenn das eben möglich ist. Der Mensch allein ist sicher nicht der große und alleinige Macher, was sein Leben angeht. Da gibt es noch andere Faktoren, die eine große Rolle spielen.

Gruss,
Uta
 
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25.01.05
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Liebe Uta,
nun sind aber religiöse Gemeinschaften eine Realität die - nicht zuletzt um ihre Daseinberechtigung zu legitimieren - der freien Gestaltung seines Glaubens, der persönlichen Verbindung zur ich sage mal "höheren" Realitäten kanalisieren und beschneiden und dabei behaupten, nur dieses sei der richtige Weg.

Ich wünschte mir, dass jeder seinen persönlichen Glauben findet, die "passenden Stecker" zum Allganzen. Ich für mich praktiziere das so.

Meine Beobachtung ist folgende: wenn der freie Energiefluss, die freie Entfaltung beschnitten wird, sei es durch physische Mauern, sei es durch geistige Mauern, dann ist Ganzheitlichkeit nicht mehr gegeben, was soviel bedeutet wie, Heil-Sein ist nicht mehr gegeben und die Folge davon kann nur mehr oder weniger Krankheit sein.

herzlichst - Phil
 
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Hallo Phil,
wenn dieses Welt- und Gottesbild für Dich so stimmt, ist das wunderbar. Aber es gibt eben Menschen, die in eine Religionsgemeinschaft hineinwachsen und auch darin bleiben; - dafür kann es viele Gründe geben.
Daß eine Gemeinschaft immer auch bestimmte Regeln hat, ist nötig, um sie zu erhalten. Daß eine Gemeinschaft zum Teil restriktive Regeln hat, ergibt sich aus deren Ziel. Wenn sich jemand daran halten mag, ist das doch seine eigene Entscheidung. Woher willst Du für diese Leute wissen, dass dieser Weg nicht trotzdem deren Ganzheitlichkeit (eben soweit sie ihnen möglich ist) mit sich bringt?
Ich lese da eine gewisse Herablassung und auch einen gewissen Missionierungsgedanken in Deinen Äusserungen. Ist das nicht auch schon wieder restriktiv für jemand, der Deine Meinung nicht teilt?

Grüsse,
Uta
 
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28.03.05
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Hallo Phil,

zu deinem Ausspruch:
Heil-Sein ist nicht mehr gegeben und die Folge davon kann nur mehr oder weniger Krankheit sein.
habe ich mir da auch schon oft meine Gedanken gemacht, weil ich auch der Meinung bin, dass Körper und Geist sich beeinflussen.
Also kranker Geist gleich kranker Körper und umgekehrt.

Aber ich glaube inzwischen, dass man es doch nicht so auf einen einfachen Nenner bringen kann.

Dazu als Beispie Stephen Hawking.

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/bstuecke/26301/

Es gibt noch unzählige große Denker in jedem Zeitalter, die alle unter schweren körperlichen Beeinträchtigen zu leiden hatten.

Liebe Grüße
Anne S.
 
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02.05.06
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hi Anne,
Bin froh das du darauf kommt,das es nicht nur seele krank körper krank ist.
Es hat mehr haken wie du meinst.
Karma ist eine,aber noch eine die ich ganz vorsicht erwähne.
Wenn ein menschen sich entwickelt kommt es irgemndwan so weit,das die energie sich ändert,reiner wird.
Es kann sein das den körper diese energie nicht verkraften kann.Und krank wird.

In Liebe Soul
 
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Und immer wieder die Frage nach dem Säugling, der schon krank auf die Welt kommt???

Uta
 
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14.01.04
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Hallo Grufti

Das würde erstens heissen, dass es
1. die absolute Wahrheit nicht gibt
und
2. jeder mensch so gut ist, dass er weiss was gut ist

Wenn 1 stimmt, dann gäbe es keine gerechten Gesetze, kein Handeln (töten, vergewaltigen etc) dürfte als schlecht angesehen werden, da es ja nichts absolutes gibt

Wenn 2 stimmt, warum verursachen denn Menschen und Ihre Denksysteme soviel leid (Holocaust etc)?
 
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25.01.05
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Lieber Beat,

wovor hast Du angst? Und in welcher Rolle liegt Dein Potential - Täter oder Opfer? Darüber den Schleier der Religion oder Moral zu legen verhindert - dies meine persönliche Beobachtung und Erfahrung - das Aufarbeiten und harmonisieren dieser Energien. Und das kann nun mal nicht gesund sein, da es sich auf energetisch abbauende Verhaltensmustern stützt.

Es kommt quasi einem Missbrauch der natürlichen religiösen und ethischen Bedürfnissen des Menschen, also einer Art von Vergewaltigung dieser Gefühle, gar von Perversion (lat. perversio: die Verdrehung, die Umkehrung - bezeichnet eine stark bis sehr stark den vorherrschenden Moralvorstellungen).

Ich schätze die Bibel wirklich sehr - ich beim energetischen Arbeiten auch auf dieses Buch, wovon das NT aus energetischer Sicht zutreffend ist, aber eben aus energetisch-harmonisierender und eben nicht so sehr aus moralisierend-verurteilender.

Alleine, das Buch reicht nicht aus, die Welt wie sie ist und das sich darin abspielende Leben zu verstehen noch zu erklären. Gewisse Dinge, die in religiöse Rituale verpackt sind, sind ganz eindeutig magische Praktiken, somit der Physik zugehörig (z.B. Sakralbauten, Hl. Wandlung, Segen, Sakramente). Angst vor diesen Praktiken zu haben heisst letztendlich nichts anderes, als sich davor zu verschliessen, ja sich vom Leben, das ein magisch(physikalisch)-dynamischer Prozess ist, auszuschliessen.

Es gibt ja nicht nur das Christentum. Im Idealfall hat es sich mit den hier heimischen Naturreligion der Kelten und Germanen vermischt im Sinne von das gute Behaltet. Nichts anderes stellen die Marien- und Heiligenverehrung dar, Wald- und Baumgottesdienste, Prozessionen übers Feld und das Läuten der Kirchglocken bei herannahendem Unwetter. Und dabei fällt die natürlich emotionell gelebte "Naturreligion" bei den Heilerfolgen weitaus besser aus, als die rein christlich bibeltreue Variante.
Das wage ich mal aus dem Bauch heraus zu bemerken.

Nochmals zum Ursprung dieses Threads - Religion und Krankheit.

Viel lieber hätte ich ihn benannt: Religion und Gesundheit.
Aber vielleicht kommen wir bis zum Schluss der Diskussion zu dem Punkt.

herzlichst - Phil



;)
 
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10.01.04
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Hallo Phil,
Es kommt quasi einem Missbrauch der natürlichen religiösen und ethischen Bedürfnissen des Menschen, also einer Art von Vergewaltigung dieser Gefühle, gar von Perversion (lat. perversio: die Verdrehung, die Umkehrung - bezeichnet eine stark bis sehr stark den vorherrschenden Moralvorstellungen).
- Der Satz in der Klammer ist irgendwie nicht komplett?

- "kommt quasi einem Mißbrauch ...... gleich?
In diesem Satz machen mir die natürlichen religiösen und ethischen Gefühle des Menschen Probleme.
Es gab/gibt Kulturen, in denen es völlig natürlich und religiös gerechtfertigt ist, daß z.B. Witwen verbrannt wurden. In anderen Kulturen wurden Menschen aus Gründen umgebracht, die wir als sehr fragwürdig ansehen würden. Da gibt es viele Beispiele.

Gruss,
Uta
 
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28.03.05
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Hi Soullove,

du sagst,
Wenn ein menschen sich entwickelt kommt es irgemndwan so weit,das die energie sich ändert,reiner wird.
Es kann sein das den körper diese energie nicht verkraften kann.Und krank wird.
Demnach wäre es ja für mich schlecht mich geistig weiterzuentwickeln, der Lohn dafür wäre Krankheit. Wer will den so was? Das müsstest du mir noch mal genauer erklären!

Hallo Phil,
ich bin ein gottesfürchtiger Mensch, und obwohl ich auch schon oft ins Zweifel gekommen bin, gerade wenn es mir gesundheitlich sehr schlecht ging und ich dann so sehr Gottes Hilfe gebräucht hätte, habe ich bis jetzt doch nicht meinen Glauben verloren. Ich denke auch, Satan versucht es eben mit allen Mitteln und auf vielfälltige Weise den Menschen von Gott zu entfernen.
Ich kann mich sogar an Zeiten erinnern in denen ich ganz verzweifelt war, weil es mir jedesmal wenn ich in die Kirche ging noch schlechter ging und ich oft glaubte von der Kirchenbank zu kippen.
Heute, wo ich sehr viel über alle möglichen Entgitungen gelesen habe, kommt es mir gar nicht mehr so absonderlich vor, weil bestimmt Töne und Klänge ja auch entgiften. Oft hat es bei der Kirchenmusik und dem Orgelspiel in meinen ganzen Körper angefangen zu vibrieren und zittern, dass ich es oft kaum ausgehalten habe.

Liebe Grüße
Anne S.
 
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19.03.06
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Es ist offensichtlich – das Thema Religion bewegt.
Aber – gerade auch in Bezug auf dieses Forum – ist Religion heilbringend (eine Ansicht die zum Selbstverständnis religiöser Gemeinschaften gehört) oder krankheitsfördernd?

Ich freue mich auf bewegende, gscheite und verkrustete Ansichten auflösende Beiträge.

Herzlichst - Phil
Lieber Herr Phil,
was haben Sie sich da wieder für ein interessantes Thema ausgesucht!
Und das unmittelbar vor der WM, wo unser aller Glauben doch ständig in Frage gestellt wird!

Zunächst zu Ihrer ersten, bereits sehr zentralen Feststellung:

Es ist offensichtlich – das Thema Religion bewegt.
In der Tat, und ob. Religion bewegt. Religion bewegt sogar Völker. Denken wir nur mal an die (auch) religiös motivierten Kreuzzüge: "Deus lo vult!" Jawohl!
http://www.lehnswesen.de/page/html_kreuzzuege.html

Ein Freund von mir, Experte für die Geschichte des Deutschen Ordens, http://www.deutscher-orden.at/, sprach neulich die These aus, die Kreuzzüge seien der Beginn der Globalisierung gewesen. Dem stimme ich nicht so recht zu, die Globalisierung begann viel früher. Aber die Kreuzzüge haben deutlich die kulturelle Befruchtung des Abendlandes mit orientalischen Köstlichkeiten, wie Baukunst, Literatur, Mathematik, Musik usw. beschleunigt. Wir sind dadurch schneller von den Bäumen heruntergekommen.
Heil oder Unheil?


Dies nun zu unser aller Erbauung:

Palestinalied
Walther von der Vogelweide (-1170-1230)

Nu allerst lebe ich mir werde,
sit min sündic ouge siht
daz reine lant und ouch die erde
den man so vil eren giht.
mirst geschehen des ich ie bat,
ich bin kokomen an die stat
da got mennischlichen trat.

Schoeniu lant rich unde here,
swaz ich der noch han gesehen,
so bist duz ir aller ere:
waz ist wunders hie geschehen!
daz ein magt ein kint gebar
here über aller engel schar,
waz daz niht ein wunder gar?

Hie liez er sich reine toufen,
daz der mensche reine si.
do liez er sich herre verkoufen,
daz wir eigen wurden fri.
anders waeren wir verlorn:
wol dir, sper, kriuz, unde dorn!
we dir, heiden! deist dir zorn.

Hinne fuor der sun zer helle
von dem grabe, da er inne lac.
des was ie der vater geselle
und der geist, den niemen mac
sunder scheiden: est al ein,
sleht und ebener danne ein zein,
als er Abrahame erschein.

In diz lant hat er gesprochen
eine angeslichen tac.
da diu witwe wirt gerochen
und der weise klagen mac
II: und der arme den gewalt, der da,
der da wirt an ime gestalt.
wol im dort, der hie vergalt!
:II

Es gibt ja nicht nur das Christentum. Im Idealfall hat es sich mit den hier heimischen Naturreligion der Kelten und Germanen vermischt im Sinne von das gute Behaltet. Nichts anderes stellen die Marien- und Heiligenverehrung dar, Wald- und Baumgottesdienste, Prozessionen übers Feld und das Läuten der Kirchglocken bei herannahendem Unwetter. Und dabei fällt die natürlich emotionell gelebte "Naturreligion" bei den Heilerfolgen weitaus besser aus, als die rein christlich bibeltreue Variante.
Das wage ich mal aus dem Bauch heraus zu bemerken.

Nochmals zum Ursprung dieses Threads - Religion und Krankheit.
Nun, Herr Phil,
in den alten Religionen war der Priester gleich Heiler. Wem sage ich das? Auch die katholische Kirche hat, an der Schwelle vom Früh- zum Hochmittelalter, damit gerungen, dass der Priester der "einzige Artzt sey", und der heile durch Gott, durch Segen und Gebet. Dementsprechend spät, nämlich erst im neunten Jahrhundert kam es zur Anlage der ersten grören klösterlichen Heilpflanzengärten und das auf Geheiß des Kaisers Karl d. Großen. man denke nur an den großartigen Sankt Gallener Klosterplan.de.wikipedia.org/wiki/St._Gallen_%28Stadt%29 Aus der "groben" Medizin hat sich die Kirche immer herausgehalten. Das Schneiden und Knochensägen war den weltlich, das heißt eher handwerklich gewbildeten "Ärzten" vorbehalten. Dennoch erlangten die Ärzte der Ritterorden, durch Kontakte mit der arabisch/ muslimischen Medizin, Kenntnisse in der Wundheilung und Chirurgie.
Religion: Heil oder Unheil?
Na, und all die anderen Religionen tragen eben auch diesen januskopf. Die Naturreligionen vielleicht weniger als die des Buches?
http://www.skeptischeecke.de/Worterbuch/Wicca/wicca.html
http://www.hexenzirkel.org/html/index.php
http://de.wikipedia.org/wiki/Wicca :hexe:

Lieber Herr Phil,
bevor Sie mir ein "Thema verfehlt" unter meinen Aufsatz schreiben, möchte ich noch Erfahrungen von Klienten, die unter einem übersteigerten Gottesbild litten, anführen. Schwerste neurotische Störungen, Depressionen und Suizidgefahr kann das mit sich bringen!
Mit Sprüchen wie "Der liebe Gott sieht alles" oder "Dafür straft Dich Gott" und ähnlich pädagogisch wertvollen Dummheiten sollte man sich geflissentlich zurückhalten.
Das größte Unheil im Glauben besteht für mich in der "Angstmacherei". Da wird der Herr Pius bestimmt viel zu erzählen haben!

Ich verbleibe hiermit herzlichst
Ihr Leòn
 
Beitritt
14.01.04
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Lieber Phil

Wie kommst Du darauf das ich Angst habe und wieso soll ich Täter oder Opfer sein?

Wenn das NT "zutreffend" ist wie Du es bezeichnest, wieso lehnst du dann Aussagen, die daraus entnommen wurden ab?

Alleine, das Buch reicht nicht aus, die Welt wie sie ist und das sich darin abspielende Leben zu verstehen noch zu erklären.
Habe ich dies jemals gesagt?

Gewisse Dinge, die in religiöse Rituale verpackt sind, sind ganz eindeutig magische Praktiken, somit der Physik zugehörig (z.B. Sakralbauten, Hl. Wandlung, Segen, Sakramente)
Das NT enthält äusserst wenig religiöse Rituale. Du scheinst die katholische Religion mit der bibel zu verwechseln.

Angst vor diesen Praktiken zu haben heisst letztendlich nichts anderes, als sich davor zu verschliessen, ja sich vom Leben, das ein magisch(physikalisch)-dynamischer Prozess ist, auszuschliessen.
Angst vor der Nahrung zu haben, bedeutet auch sich vom Leben auszuschliessen. Jeder der sich aber bewusst ernährt, hat weder Angst, noch schliesst er sich vom Leben aus, im Gegenteil.
Mit (magischen) Praktiken ist es genau so.

Es gibt ja nicht nur das Christentum. Im Idealfall hat es sich mit den hier heimischen Naturreligion der Kelten und Germanen vermischt im Sinne von das gute Behaltet.
Hat es sich im biblischen Sinne absolut nicht.

Nichts anderes stellen die Marien- und Heiligenverehrung dar, Wald- und Baumgottesdienste, Prozessionen übers Feld und das Läuten der Kirchglocken bei herannahendem Unwetter.
Das sind religiöse rituale, katholische. Mit der Bibel und dem Christentum haben diese RITUALE seeeehr wenig zu tun.

Und dabei fällt die natürlich emotionell gelebte "Naturreligion" bei den Heilerfolgen weitaus besser aus, als die rein christlich bibeltreue Variante.
Von wo hast den Du diese Information? Kenne dutzende von wirlichen Heilererfolgen persönlich und habe hunderte spontane Wunderheilungen (MS, Krebs, Stummheit, Beinbruch, Allergieen, etc etc) miterlebt. Alle nach der rein bibeltreuen Variante. Keine nach irgendwelchen religiösen Varianten, sei es nun eher aus christlichen oder aus Naturreligionen. Nicht die Rituale heilen spontan und anhaltend, sondern die Kraft Gottes.
 
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14.05.05
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Hallo
Was ich nicht verstehe ist das, dass jeder eine höhere Energie oder Intelligenz anerkennt (es ist wohl jedem klar, dass wir nicht das nonplusultra sind ), egal, wie wir sie nennen wollen, aber dieser dann wieder die Fähigkeit abspricht, uns zu leiten oder informieren zu können. Wenn diese Intelligenz da ist, dann ist sie uns entweder gut oder schlecht gesonnen, oder wir sind ihr egal. Alle Versuche von uns, dieses zu ergründen, können nie zu einem Ergebnis führen, da wir weder die Intelligenz noch die Fähigkeiten dazu besitzen.
Ganz gefährlich finde ich es, wenn wir Menschen meinen, dass wir das, was da in der geistigen Welt stattfindet, verstehen oder nachvollziehen können, dazu können wir nur unseren sehr begrenzten Verstand beiziehen, der im Vergleich zu dem, womit wir es zu tun haben, vernachlässigbar ist.
In diesem ganzen Wirrwarr gibt es nur einmal die Aussage, so oder gar nicht. Alle anderen Religionen versprechen eigentlich ein Heil, das durch Erarbeiten möglich ist.
Geht es denn bei den Religionen um Gesundheit? Um ein Wohlbefinden? Das wäre doch die erste Frage. Soll es uns gutgehen, wenn wir einer Religion angehören? Oder geht es da um ganz andere Sachen? Wer sagt uns denn, dass es uns in diesem Leben gut gehen muß? Können wir erkennen, was nach diesem Leben noch folgt, gibt es da vielleicht etwas wesentlich Wichtigeres? Ist unser Leben auf dieser Welt vielleicht nur eine Vorstufe, so wie eine Lehre oder Prüfung? Gibt es da ganz andere Überlegungen zum Leben überhaupt?
Das sind die Fragen, die ich mir immer wieder gestellt habe. Wegen dieser sehr speziellen Aussagen der Bibel, die ein Leben nach dem Tod versprechen, wollte ich für mich abklären, ob ich ihnen Glauben schenken kann oder nicht. Das dauert eine gewisse Zeit, aber, da es sich um eine derart wichtige Entscheidung handelt, habe ich mir dafür sehr viel Zeit genommen.
Krankheit oder Gesundheit, soll das eine Religion bringen? Für die geistige Einstellung ist das nicht von Bedeutung. Zwar bedingt eine gesundheitliche Beeinträchtigung oft eine Schwächung des Geistes, wohl deshalb gibt es in diversen Religionen auch die Fastenzeit, die den Körper reinigen und den Geist wieder klarer werden lassen soll. Aber das scheint mir auch der ganze Sinn hinter dem Fasten zu sein. Religion hat nichts mit Gesundheit oder Krankheit zu tun, sie soll zu weit höherem beitragen.

Liebe Grüße
Gaby
 
Beitritt
19.03.06
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9.317
Gaby schrieb:
Hallo
Was ich nicht verstehe ist das, dass jeder eine höhere Energie oder Intelligenz anerkennt (es ist wohl jedem klar, dass wir nicht das nonplusultra sind ), egal, wie wir sie nennen wollen, aber dieser dann wieder die Fähigkeit abspricht, uns zu leiten oder informieren zu können. Wenn diese Intelligenz da ist, dann ist sie uns entweder gut oder schlecht gesonnen, oder wir sind ihr egal. Alle Versuche von uns, dieses zu ergründen, können nie zu einem Ergebnis führen, da wir weder die Intelligenz noch die Fähigkeiten dazu besitzen.
Ganz gefährlich finde ich es, wenn wir Menschen meinen, dass wir das, was da in der geistigen Welt stattfindet, verstehen oder nachvollziehen können, dazu können wir nur unseren sehr begrenzten Verstand beiziehen, der im Vergleich zu dem, womit wir es zu tun haben, vernachlässigbar ist.
In diesem ganzen Wirrwarr gibt es nur einmal die Aussage, so oder gar nicht. Alle anderen Religionen versprechen eigentlich ein Heil, das durch Erarbeiten möglich ist.
Geht es denn bei den Religionen um Gesundheit? Um ein Wohlbefinden? Das wäre doch die erste Frage. Soll es uns gutgehen, wenn wir einer Religion angehören? Oder geht es da um ganz andere Sachen? Wer sagt uns denn, dass es uns in diesem Leben gut gehen muß? Können wir erkennen, was nach diesem Leben noch folgt, gibt es da vielleicht etwas wesentlich Wichtigeres? Ist unser Leben auf dieser Welt vielleicht nur eine Vorstufe, so wie eine Lehre oder Prüfung? Gibt es da ganz andere Überlegungen zum Leben überhaupt?
Das sind die Fragen, die ich mir immer wieder gestellt habe. Wegen dieser sehr speziellen Aussagen der Bibel, die ein Leben nach dem Tod versprechen, wollte ich für mich abklären, ob ich ihnen Glauben schenken kann oder nicht. Das dauert eine gewisse Zeit, aber, da es sich um eine derart wichtige Entscheidung handelt, habe ich mir dafür sehr viel Zeit genommen.
Krankheit oder Gesundheit, soll das eine Religion bringen? Für die geistige Einstellung ist das nicht von Bedeutung. Zwar bedingt eine gesundheitliche Beeinträchtigung oft eine Schwächung des Geistes, wohl deshalb gibt es in diversen Religionen auch die Fastenzeit, die den Körper reinigen und den Geist wieder klarer werden lassen soll. Aber das scheint mir auch der ganze Sinn hinter dem Fasten zu sein. Religion hat nichts mit Gesundheit oder Krankheit zu tun, sie soll zu weit höherem beitragen.

Liebe Grüße
Gaby
Ist es nicht das dem Menschen zutiefst innewohnende Streben nach Wohlergehen, nach Harmonie, nach Gesundheit, was ihn antreibt, sich im Forum herumzutreiben? Ist es nicht sein Streben nach Wohlergehen, sich mit Amalgan zu befassen und mit Heilsteinen und mit was sonst noch?
`Mit freundlichen Grüßen
Leòn
 
Beitritt
24.09.04
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Gutes und wichtiges Thema, Phil! Du fragst:
ist Religion heilbringend (eine Ansicht die zum Selbstverständnis religiöser Gemeinschaften gehört) oder krankheitsfördernd?
Religion kann sehr krankheitsfördernd / krankmachend sein. Wenn sie absolutistisch vertreten wird noch um Potenzen stärker wirksam. :eek:

Es kann wie ein Suchtmittel sein, das zuerst die innere Angst und Unsicherheit des Menschen in Wohlbefinden und Sicherheit verändert (habe absichtlich nicht "transformiert" geschrieben).
Die dabei einhergehende Entmündigung wird nicht erkannt oder bemerkt und geht fliessend in eine Abhängigkeit über (auch unter dem Begriff "Gehirnwäsche" bekannt) und wird zwanghaft.
In diesem Sinne ist es ein Suchtmittel wie jedes andere auch.

Das hat Arthur Janov schon 1984 biochemisch nachgewiesen im Buch: Gefangen im Schmerz, Seite 146, Ausgabe Ex Libris im Kapitel "Glaubensvorstellungen als Opiate".

Nun kommen neue, durch die Religion geschürte Ängste dazu und davon werden die Menschen dann krank, weil das volle, ganze Leben nicht mehr fliessen kann/darf durch diese grosse Enge der Angst.

Der "höchste" Ausdruck dieser Krankheit ist nach meiner Meinung z.B.:
Psychisch:- wenn jemand zwanghaft missioniert, sich für die andern und deren "Heil" verantwortlich fühlt und sie damit entmündigt, so wie sie selbst sich entmündigen liessen
Physich als Steigerung des Psychischen: - wenn jemand im Namen Gottes tötet, sich Suizidiert oder sich dem Massensuizid hin gibt.

Dazwischen gibt es natürlich noch viele Varianten, so wie der Herr Leon auch schreibt. Ja, Phil, Religion kann wirklich schwer Krank machen. Ich kenne auch mehrere Personen, die deswegen schwer krank wurden und sich innerlich verloren haben. Es ist ein langer Weg, davon wieder zu gesunden, weil die durch die Religion inplantierten Ängste und Vorschriften eine sehr lange anhaltende Wirkung haben können. :schlag:
 
Beitritt
19.03.06
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9.317
Pius Wihler schrieb:
Es kann wie ein Suchtmittel sein, das zuerst die innere Angst und Unsicherheit des Menschen in Wohlbefinden und Sicherheit verändert (habe absichtlich nicht "transformiert" geschrieben).
Die dabei einhergehende Entmündigung wird nicht erkannt oder bemerkt und geht fliessend in eine Abhängigkeit über (auch unter dem Begriff "Gehirnwäsche" bekannt) und wird zwanghaft.
In diesem Sinne ist es ein Suchtmittel wie jedes andere auch.

Das hat Arthur Janov schon 1984 biochemisch nachgewiesen im Buch: Gefangen im Schmerz, Seite 146, Ausgabe Ex Libris im Kapitel "Glaubensvorstellungen als Opiate".
"Religion ist das Opium des Volkes" Lenin
 
Beitritt
14.01.04
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9.144
Hallo Pius

Religion kann sehr krankheitsfördernd / krankmachend sein. Wenn sie absolutistisch vertreten wird noch um Potenzen stärker wirksam.
Zustimme, genau so wie eine absolutistische Ernährungsart krankheitsfördernd sein kann.
Wie bei der Ernährung ist es mit der Religion (besser noch Glauben). Es kommt auf die Ernährungslehre an, ob es krankheitsfördernd oder das Gegenteil ist. wenn es die richtige Ernährung ist, dann ist es gesundheitsfördernd, dito Glauben
 
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