...Nicht nur bei 'Krebs' - grundsätzliche Anmerkungen zum Thema Diagnose und Therapie

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...Nicht nur bei 'Krebs' - grundsätzliche Anmerkungen zum Thema Diagnose und Therapie

...Nicht nur bei 'Krebs' - grundsätzliche Anmerkungen zum Thema Diagnose und Therapie


Hallo allerseits,

da Marcel mal meinte, die Krebsthematik wäre hier etwas 'unter-repräsentiert' - zumal, wenn man der Bedeutung dieser Krankheit gerecht werden will, stelle ich einiges zur Diskussion hier ein. Dabei handelt es sich um Zusammenfassungen und teilweise auch Antworten auf private Nachrichten, die ich hier in gesammelter Form beantworten möchte.

Dabei weise ich aber a u s d r ü c k l i c h darauf hin, dass das, was ich zum Thema Krebs als meine p e r s ö n l i c h e Meinung vertrete,
auch auf viele andere Krankheitsbilder zutrifft. Immer, wenn ihr auf etwas stoßt, bei dem von einem gestörten Immunsystem die Rede ist -
egal, ob übersteuert oder abgeschwächt, gelten die gleichen Prinzipien.

Entzündungen spielen eine große Rolle bei so ziemlich jedem dramatischen Krankheitsgeschehen. Alles, was auf -'itis' endet, sagt euch,
ihr habt eine momentane (akute) Entzündung. Dann ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass daraus kein Krankheitsbild wird, das auf -'ose' endet.
Weil diese Endung nämlich die chronifizierte Form beschreibt.
Auch, wenn eine chronische Polyarthritis (rheumatoide A.) dramatischer zu sein scheint, als beispielsweise Paradontitis (Zahnfleischentzündung), so gilt es doch dafür Sorge zu tragen, dass diese Entzündung zum Abklingen gebracht wird. Weil chronisch-entzündliches Geschehen das körpereigene Abwehrsystem immer vor besondere Herausforderungen stellt. Fehlen bestimmte Stoffe, die der Organismus braucht, um seinen Abwehrfunktionen gerecht zu werden (z.B. Spurenelemente, die der Bildung von Entzündungshemmern dienen) oder mehren sich die krankmachenden (Umwelt-)Faktoren, kann es zum Ausbruch höchst aggressiver Krankheiten kommen.

(Weshalb es meiner Ansicht nach sinnvoll ist, bei Krebs die Zähne zu sanieren, auch: Amalgam auszuleiten, da es ja die Abwehr belastet und die 'höchste Schaltzentrale' (Gehirn) in etlichen Regulations- und Steuerprozessen behindern kann.)

Lt. den Studien zweier brit. Ärzte ist weniger die Größe des Primärtumors als vielmehr die Stärke der entzündliche Begleitrektion für den weiteren Krankheitsverlauf entscheidend.
Weshalb ich im Brustzentrum immer angstvoll fragte, was ich denn gegen meinen (hohen) Entzündungsfaktor tun solle.
(In der Sportmedizin werden Enzyme gegen entzündl. Verletzungen eingesetzt.)

Damals war ich sehr verunsichert und dachte, man wolle gar nicht, dass ich gesund werde, weil die lapidare Antwort: 'Tun Sie doch was Sie wollen - es weiß doch eh keiner, was hilft...) lautete. Heute weiß ich, dass dies der beste Rat war, den man mir dort geben konnte.

Also, zur eigenen Kontrolle alle halbe Jahre mal den 'Ki' bestimmen lassen und entsprechend reagieren (Enzyme, Homöop.,Schüsslersalze, Naturheilkunde, Phytoth. - alles ist vermutlich besser, als die traditionell schulmedizinisch zum Einsatz kommenden Cortison-Präparate).

Hier die Berechnungsformel, damit ihr nicht erst den Arzt fragen müsst, was er von dem Wert hält. Selbst ist der/die Patient/in!

Formel zur Risikobestimmmung:

Die Formel basiert auf zwei Blutproben, die den Grad der Entzündung zeigen (C-reaktives Protein und Albumin):

CRP < 10mg/l UND Albumin > 35 g/l = minimales Risiko

CRP > 10 mg/l ODER Albumin < 35 g/l = mäßiges Risiko

CRP > 10mg/l UND Albumin < 35 g/l = hohes Risiko

Die Grundlage ist die, auch schulmedizinisch anerkannte, Tatsache, dass Krebszellen einen körpereigenen Reparaturmechanismus für ihr Wachstum nutzen.
Entzündliche, chemische Substanzen sind an ganz normalen Heilungsprozessen beteiligt, ihre Produktion wird eingestellt, wenn das Hautareal 'wiederhergestellt' ist. Aus irgendeinem Grund (der mir leider auch immer noch nicht ganz klar ist) kommt es bei Krebs nicht zum Erliegen der Produktion, nachdem diese Stoffe ihre Funktion erfüllt haben. Die Krebszellen nutzen den Effekt zur ständigen 'Selbstregeneration' und gleichzeitig blockieren die, die überschüssigen Entzündungsstoffe auch die Apoptose (Zelltod) der Krebszelle.

Tja, ich hoffe, das war so halbwegs verständlich!

Es ist ebenfalls wichtig, zu untersuchen, ob eventuell bereits irgendwelche Stoffwechselstörungen vorliegen, denn, was nutzt das optimale
Nahrungsangebot, einschließlich der Ergänzungsmittel und substituierter Spurenelemente - wenn der Körper diese vielleicht gar nicht verarbeiten kann?

Zu diesem Zweck begab ich mich in eine Klinik, um abklären zu lassen, ob ich an Gluten-, Laktose- oder Glucose-Intoleranz leide.
Das habe ich wieder einmal, allein angeleiert und auch hierbei finde ich, das abzuklären, wäre ein Grundvoraussetzung für den weiteren
Behandlungserfolg. Also, auch darauf hätte ein halbwegs verantwortungsbewußter Mediziner schon mal von allein kommen können

Zum Thema Krebs schreibe ich aus persönlicher Erfahrung, dies ist m e i n e und sie läßt sich nicht wegdiskutieren.
Es mag mitunter schockierend sein, wenn ich die Ansicht vertrete, was die Onkologie angeht, befinden wir uns auf dem Niveau eines
'Entwicklungslandes'. Es mag den einen oder anderen Arzt, der mit mir zu tun hatte, verletzen, wenn ich vieles an der Art und Weise, wie
man mit gegenübertrat, als gheradezu 'menschenverachtend' ansehe. Meine Erfahrungen wurden im Raum Deutschland gesammelt und sie sind
noch nicht abgeschlossen...
Ich freue mich für jeden, der sagt: 'Ich habe/hatte auch Krebs und ich habe mich von Anfang an in meiner Therapie gut aufgehoben gefühlt.'
Aber das hebt meine Erfahrungen nicht auf - noch entwertet es diese!
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Im Teil 1
setze ich mich mit dem Diagnose-Thema auseinander. Weite Teile schildern nur die Erfahrungen, die ich im engsten Familienkreis
sammeln 'durfte' - meine ur-eigensten, sehr gruseligen, bleiben dabei noch 'außen vor'.

A l l e s in diesem Thread läuft auf grundsätzliche, fast schon philosophische Fragestellungen hinaus. Weil die Art, wie wir diagnostizieren
und therapieren, sowohl etwas mit unserem Verständnis von Krankheiten, als auch unserem Menschenbild zu tun hat. Beides ist reformierungs-
bedürftig. Wobei ich mich jetzt ausschließlich auf allopathische Schulmedizin beziehe, die meiner ganz persönlichen Meinung nach, unter dem
Diktat von Profitinteressen steht.
Alle - mehr energetischen - Medizin-Therapie Konzepte nehme ich davon aus. (Homöopathie, Ayurveda, TCM, auch neuere Konzepte, die Erkenntnisse der Quantenphysik einbeziehen, orthomulekulare Med., die auf Selbstregulierung setzt...)

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Teil 1: 'Die verbreitetste Krankheit ist die Diagnose.' (Dr. Shettler)

Den Autoren dieses Satzes kennt jeder Mediziner als Mitverfasser des Standardwerkes zum Thema Innere Medizin, dem 'Shettler/Greten'.
Man tut gut daran, besonders als Mediziner, ihn sich immer wieder einmal vor Augen zu führen.


Zitat Lisbe:
Was mir aber bei der Durchsicht der Literatur, bei der Rennerei vom Arzt zum Arzt oder vom Heilpraktiker zu Heilpraktiker fehlt, ist eine gewisse Systematik in der Herangehensweise. Beispiel: mein Blutbild ist ok, ich bin aber nicht ok. Ende. Nichts passiert.

Ja, Lisbe. Das ist leider häufig so. Es ist auch weniger eine Frage des Mangels einer systematischen Herangehensweise - denn ein System,
nach dem die Untersuchung erfolgt, haben deine Behandler ja gewöhnlich. Es ist halt die Frage, w a s zu diesem systematischen Vorgehen gehört. Bestimmte Daten, die zur objektiven Befunderhebung gehören, müssen einfach sein. Es ist ja auch toll, dass es so viele unterschiedliche
Mittel gibt, die eventuell etwas zur genauen Diagnosestellung beitragen können.
'K ö n n e n' - wohlgemerkt. Wenn der Mediziner sich dann nur noch an irgendwelchen Normwerten orientiert und weder darauf achtet, was der
Patient zu seiner eigenen Befindlichkeit sagt, noch, was er selbst sieht, dann hat der Patient natürlich ein Problem.
Das betrifft u..U. auch Heilpraktiker. Eine Freundin erzählte mir mal, sie sei von ihrem HP gar nicht angesehen worden; er hatte die ganze Zeit nur seinen Computer vor Augen. (Wahrscheinlich hatte er gerade ein neues Diagnoseprogramm bekommen, da läßt man sich von so nem hergelaufenen Patienten natürlich nicht gerne ablenken...)

Was du bezüglich des Blutbildes sagst, ist typisch. Kurz vor meiner OP in der Onkologie sagten die noch: 'Na, wenn ich Ihre Werte hätte, wäre ich froh.' Tja, wie sollten diese Werte auch schlecht sein? Selbst bezügl. der Spurenelemente hatte ich ja all die Jahre gute
Arbeit geleistet und viel Spirulina eingenommen. Vielleicht wäre es ohne das alles auch noch viel schneller und viel dramatischer verlaufen, wer weiß? Die Gefahr ist immer gegeben, dass junge Ärzte im Rahmen ihrer Ausbildung so auf die Apparate-und Labor-Diagnostik geprägt werden, dass ihnen jegliche Intuition abhanden kommt. Sie achten nicht mehr auf das, was sie sehen.

Andererseits sind sie häufig noch nicht einmal in der Lage, die Ergebnisse der bildgebenden Verfahren zu interpretieren.
Weil sie dazu wieder nicht gut genug ausgebildet sind.
Bei meiner Großmutter wurde uns gesagt, sie hätte Krebs im Endstadium und die Lunge wäre völlig 'zu'. Ich hatte damals nur noch geheult und meine Mutter nahm dies als Anlaß, sie ins Heim zu stecken, da sie meinte, ich wäre damit überfordert, wenn ich ständig Morphium spritzen würde (meine Oma war schwer dement und ich hatte sie sieben Jahre lang gepflegt). Sie starb dann einige Wochen später und es hieß, sie wäre
'total verkalkt' gewesen. (Klartext: Von Krebs keine Spur)

Bei meiner Mutter wiederholte sich das in den 90er Jahren, als sie vom Internisten zu einem sehr renommierten Röntgen-Institut in Berlin überwiesen wurde. Er wollte seinen Verdacht auf Leberzysten abklären lassen. Die Ärztin, die dort das Abschlußgespräch mit ihr führte, meinte: "Ja, ja - da ist alles voller Metastasen - aber das haben Sie sich sicher schon gedacht!" Hatte meine Mutter natürlich nicht -
da war ja auch nie die Rede von.
Sie kam nach Hause und legte sich ins Bett, bat mich zu sich und sprach mit mir das weitere Vorgehen durch.
Wir kamen überein, keine Chemo durchführen zu lassen, wenn es denn schon so weit gediehen sei. Ich begleitete sie zum Internisten, da ich mit dem noch über die 'Suche nach dem Primärtumor' sprechen wollte. Der fiel aus allen Wolken. Sagte: "So ein Blödsinn!"
Mein Liebster und ich hatten den Jahresurlaub abgesagt.
Meine Mutter meinte: "Stell dir mal vor - ich war kurz davor, mich vor einen Zug zu schmeißen. Ich wollte euch ja auch nicht zur Last fallen."
Tja, w ä r e n es Metastasen gewesen, wäre sie heute längst tot.

Was ich mit meiner Krebsdiagnostik durchgemacht habe, ist ein Thema für sich. Hier war es umgekehrt: Ich war die Einzige, die sagte, es wäre
mit hundertprozentiger Sicherheit Krebs. Wir haben gemeinsam über der Mammografie sitzend, diskutiert. Ich habe die Aussage: 'Mit 99%iger Sicherheit ist es kein Krebs!' heute noch im Ohr! Aber als sie ihren histologischen Befund hatten sind sie regelrecht ausgerastet. Ich habe mir noch gut ein Viertel Jahr Zeit genommen, um meine Angelegenheiten zu regeln - bevor ich mich ans Kkh einwiesen ließ.
Verantwortungslosigkeit war noch das Geringste, was ich mir vorwarf.

Vielleicht erinnerst du dich auch noch an den Fall eines Arztes, der vor Jahren Schlagzeilen in Deutschland machte. Er hatte sehr viele Mamma-
Ablationen durchgeführt - ohne dass es nötig, sprich: medizinisch gerechtfertigt, gewesen wäre. Es ist ja im nachhinein schwer zu sagen, ob er einfach ein geldgeiler Gangster oder ein unfähiger Diagnostiker war, denn er nahm sich das Leben - nicht, ohne alle Unterlagen zu vernichten,
was den betroffenen Frauen jegliche Chance auf Wiedergutmachung nahm.
Ja, viele Worte. Aber ich denke, es ist klar, in welche Richtung es geht. Mir wäre es lieb, wenn sich die Mediziner nicht so total abhängig von irgendwelchen Normwerten machen würden. Auch diese Normwerte beschreiben immer nur einen 'Mittelwert', der sich am Bevölkerungsdurchschnitt orientiert. Sind 90% der Bevölkerung krank, orientiert man sich an d e r e n Werten. In einem anderen Land sehen die
gleichen Normwerte vielleicht ganz anders aus.

Also, ganz klare Aussage: Apparatemedizin ist gut und auch wichtig. Wenn sie dazu führt, sich ausschließlich auf ihre Ergebnisse zu verlassen,
jedoch nicht! Mediziner sollten darin geschult werden, sich auf das zu konzentrieren, was sie sehen und vor allen Dingen: hinzuhören!
Wenn ein Patient sagt: "Mir geht's beschissen!" kann man ihm nicht mit: "Aber Ihre Werte sind gut!" kommen.

Bei der 'Benennung' von Krankheitsbildern handelt es sich um Konstrukte. Was auch völlig in Ordnung ist, so lange jedem, der damit arbeitet,
klar ist, dass es sich um Konstrukte handelt. Um theoretische Modelle, die dazu dienen sollen, eine Sache /einen Prozess besser zu verstehen.
Damit einem bestimmte Behandlungs-Schwerpunkte einfallen (auch Symptome genannt) - wenn man an diese Krankheit denkt.
Diese Symptome sind jedoch Folgen der Erkrankung, nicht die Erkrankung selbst. Wer lediglich die Symptome bekämpft, löst das ursächliche Problem nicht; er beraubt sich nur eines diagnostischen Hilfsmittels. Die zugrunde liegende Dysregulation bleibt bestehen.
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Teil 2 - hier geht es um Lisbes Frage, wie ich Krebs sehe und (immer wieder) um einige Anfragen zu 'meiner' persönlichen Therapie im Teil 3


Teil 2
Zu m e i n e r Form der Therapie also später. (Da spielt jetzt ein wenig das rein, was du zum Selen-Thema sagtest und zeigt meine Meinung zum Krebs - wobei ich deinen Filmtipp noch nicht gesehen und mir auch noch keine abschließende Meinung gebildet habe).

Generell gilt bei mir immer: Ich habe keine abschließende Meinung - zu gar nichts! Es gibt grundlegende Prinzipien von Ethik und Moral, denen ich mich verpflichtet fühle.
Aber Meinungen sind Meinungen, jede einzelne von ihnen funktioniert nur in einem bestimmten Kontext und hat nur in diesem Gültigkeit.

Krebs bietet ja kein homogenes Krankheitsbild. Er kann fast überall auftreten und durch die vielfältigsten Faktoren begünstigt werden.
Interessant ist natürlich immer wieder, dass er ja auch nicht bei jedem, der diesen Faktoren ausgesetzt ist, auftritt.
So sind sich alle einig: Rauchen ist nicht gut. Dann sieht man Altbundeskanzler Schmidt und Frau - beide bekennende Kettenraucher - und von Lungenkrebs ist da keine Spur! Also ganz klar: Es muss vorher etwas im Körper geschehen, damit sich das, was gemeinhin als Krebs bezeichnet wird, entwickeln kann.
Es gibt in allen Entstehungstheorien Ansätze, die ich als interessant ansehe. Dr. Hulda Clark war meines Wissens, die erste Ärztin, die Parasiten
(Egel etc.) nachwies und meinte: Es gäbe bei jeder Krebsform ganz spezifische Erreger, die nur bei dieser Krebsform nachweisbar wären.
Damals wurde sie zumindest verbal gelyncht! Die Weltgesundheitsorganisation verifizierte das später an einigen Krebsarten. Hulda sagte, folgerichtig: "Tötet die Erreger ab und der Krebs verschwindet!" Das geschieht mit unterschiedl. Mitteln: Entgiftung, Ausleitung.
Eine Spezialtinktur aus Nelken, Wermut und dem Extrakt der Walnuss. Es gibt auch das 'Zapper' genannte Gerät, mit dem man Erreger abtöten kann.
(Grundgedanke: Jede Lebensform hat ihre eigene 'Schwingungsfrequenz' - wird sie mit dieser konfrontiert, stirbt sie ab. Es gibt seitenweise
Listen, in denen der Eigenschwingungs-Bereich aller Würmer, Bakterien, Egel aufgeführt wird. In Hinsicht auf den Extrakt muss ich tatsächlich sagen, ich kenne einen Heilerfolg, der tatsächlich beeindruckend ist, da es sich um eine 'austherapierte' Magenkrebspatientin handelte.

Dr. Ryke Hamer, der - ob seiner rassistischen Theorien sehr umstritten ist, hatte einiges, was ich sehr interessant fand zumThema entwickelt
(Keimblatt-Theorie). Allerdings betrachtet er verschiedene Erreger, deren zeitgleiches Auftreten mit dem Krebs ihm auch auffiel als eine Art
'natürliches Reparatursystem'. Ich muss gestehen, dass ich diesen Denkansatz nicht nachvollziehen kann, hab aber auch nur wenig dazu gelesen.
Rein von der Logik her, sage ich jetzt mal: 'Wenn verschiedene Erreger so verheerende Auswirkungen auf den Körper haben können, dann müßte (thoretisch) der Anteil an Krebskranken in der Bevölkerungsstatistik besonders in 'Entwicklungsländern' enorm hoch sein.'
Das ist nicht der Fall. Im Gegenteil. Krebs boomt in den Industrienationen. Hulda C. hat sich das aber auch gesagt und ihre Theorie daraufhin
modifiziert. Sie meinte, die Erreger sind e i n Teil des Krenkheitsgeschehens, der z w e i t e ist der dafür vorbereitete (sprich:vorgeschädigte)
Boden, also ein für Krebs anfälliger Körper. Neben mehr Strahlung (E-Smog) spielen Chemikalien eine nicht unbedeutende Rolle.
Viele Farbstoffe (Sudanschwarz B) in Textilien, der Großteil unserer Kosmetikprodukte (zur Erinnerung: gerade bei hochpreisigen Parfumen der Luxuslabel wurden oft die höchsten Konzentrationen krebserregender Stoffe nachgewiesen). Die Waschmittel, die Reinigungsmittel und letztlich sogar Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel... Die Art der industriellen Herstellung mit den Schmier- und Reinigungsmitteln, die die zur Herstellung genutzten Maschinen verunreinigen. Das würde erklären, warum unser Verständnis von Hygiene eher kontraproduktiv ist.

Ein weiterer Therapie-Ansatz geht auf Dr.Kremer zurück, der seine Theorie mit einer Veränderung der intrazellulären Prozesse begründet.
Cellsymbiosistherapie. Überzeugt mich persönlich sehr.
Grundgedanke:
Vor ca. 2 Milliardenjahren teilten sich Bacteria und Arachea einen Lebensraum, indem sie mit Wirts- und Stammzellen fusionierten.
Sie bildeten die Grundlage unseres Genoms (B- und A-Genom) - Da sie nicht verschmolzen, spricht man von Symbiose. Damit dies möglich wurde, mussten sie sich zu Sauerstoffatmern entwickeln.
A-Genom kontrolliert Zellteilungsprozesse. B-Genom steuert differenzierte Leistungen der Zelle. Wird die Sauerstoffatmung jedoch behindert,
wird intrazellulär auf auf die Frühform des Glucoseabbaus umgeschaltet. Bei einer länger anhaltenden 'Umschaltung' auf die primitivere Blutzuckeratmung verliert das B-Genom die Kontrolle über die Zelldifferenzierungsvorgänge. Unkontrolliertes Zellwachstum ist die
Folge. Das Krebsgeschehen ist angebahnt worden...


Das ist eine sehr sehr vereinfachte Form seiner Gedanken. Ich schau mal, ob ich ein paar Links finde.

Wir haben in allen drei Fällen mit Bakterien und eigentlich auch: Parasiten zu tun. Bei Hulda Clark sind sie Mitverursacher (bei vorgeschädigtem
Milieu). Bei Ryke Hamer eher natürliche Heilgehilfen (wenn ich ihn recht verstanden habe).
Bei Kremer spielen sie nur noch eine Rolle im Rahmen unserer natürlichen Zellfunktionen, die ausser Kontrolle geraten können.

Folgt man Kremer, hat man eine Erklärungstheorie, die auch andere Krankheitsbilder erklären kann. Z.B. Fibromyalgien, eigentlich den ges. rheumat. Formenkreis, das chron. Fatigue-Syndrom, alles, was mit einer Schwächung des Immunsystems ursächlich in Zusammenhang gebracht wird und natürlich auch degenerative Nervenschädigungsprozesse. Diesen Ansatz präferiere ich.

Auch hier geht es darum, den Körper als ein sich selbst regulierendes System zu begreifen. Das Immunsystem zu regulieren. Die Zellatmung
zu verbessern. Curkuma ist auch hier ein beliebtes Heilmittel. Anmerkung von mir: Dr. Servan-Schreiber verwies darauf, dass Curkuma, um
wirksam werden zu können, als 'Initialzündung' des schwarzen Pfeffers bedarf. Andere verwiesen auch auf die praktische Magenkrebsfreiheit in den Regionen, in denen Currygerichte auf dem Speiseplan stehen. (Curry-Gewürzmischung enthält Curkuma und Pfeffer.)

Auch die 'Kremer'- Therapeuten gehen von einem sehr komplexen Behandlungsansatz aus. Sie sagen, es ist unerlässlich, chronische
Entzündungsherde im Körper auszuheilen. Also müssen die Zähne saniert werden. Zahnfleischentzündungen zur Abheilung gebracht, die Ernährung umgestellt werden u.s.w.

Ich sehe Krebs also als ein komplexes Geschehen, sowohl, was die Entstehungsmodalitäten anbelangt, als auch in Bezug auf Behandlungs-
ansätze und -möglichkeiten.
Auch, wenn ich dem 'Parasiten'-Tipp noch nicht nachgegangen bin, sage ich jetzt schon: Ich halte es mit dem Pasteur zugeschriebenen Satz:
'Das Bakterium ist nichts - das Milieu ist alles.' Parasiten allein lösen keinen Krebs aus.
Und nun wirds wieder linguistisch, philosophisch - wie auch immer: Ich halte das, was wir Krebs nennen, für eine Regulationsstörung, wie übrigens auch viele andere Krankheiten. Dem Geschehen einen Namen zu geben, ist an sich nicht verkehrt. Die Gefahr besteht, wie fast immer,
in der modernen Medizin, darin, dass nun eine KRANKHEIT behandelt wird - nicht jedoch ein MENSCH!

Das zeigt sich in der 'Personalisierung' des Krebses - den man bekämpft. Das ist die Rechtfertigung für die Chemotherapie, bei der ja der
halbe Körper draufgeht: "Ja, da gehen viele wichtige Zellverbände ebenfalls zugrunde. All die, die sich schnell entwickeln, Haare, Schleimhäute.
Aber auch die Krebszellen." Letzteres hofft man zumindest. Es funktioniert nicht immer wie erwartet. Und um die Vielzahl der unangenehmen
Begleiterschinungen akzeptabel zu machen, braucht man schon eine g u t e Rechtfertigung! Ich kenne eine Frau, die seit Jahrzehnten mit
Brustkrebs-Rezidiven in Behandlung ist. Sie hat alles gemacht, was man ihr vorschlug, einschließlich der Herceptintherapie. Sie hat keine Haare
mehr. Die kommen auch nicht mehr wieder. Die Nasenschleimhäute sind geschädigt - sie riecht nichts mehr. Die Mundschleimhäute ebenso -
die Zunge ist rau und rissig. Sie hat Probleme mit der Verdauung, mit dem Genitalbereich. Wo man überall Schleimhäute hat, merkt man erst
dann, wenn sie nicht mehr funktionieren!
Schädigt man Schleimhäute, schafft man auch wieder neue Eintrittpforten für pathogene Erreger...

Der gedankliche Ansatz ist falsch! (Wir sind immer noch bei meiner ganz persönlichen Meinung!)

Anstatt den Körper zusätzlich zu schwächen, sollte man versuchen, ihn zu stärken.

(Wie das geschehen könnte, im Teil 3)
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Bei den Chinesen sieht es anders aus (bei denen, die TCM praktizieren) - da wird Krebs als Yin- Krankheitsbild definiert.
Das Yin, was fürs weibliche Prinzip, aber auch Materie, die Erde, auf der organischen Ebene die 'Speicher'organe steht - nimmt hier überhand.
Es fehlt die Energie des Yang, mit seiner strukturierenden Kraft. Hier wird klar, dass ein Ungleichgewicht zwischen zwei Kräften besteht.
Ihr kennt vielleicht die Monade, das Yin/Yang-Zeichen - das ein kreisförmiges Gebilde darstellt. Das ist das Ganze: Der Kreis - die vollkommene
Form - gebildet aus zwei Anteilen, die miteinander im Einklang stehen. Das ganze philosophische Grundgerüst der 5 Elemente oder der 'Wandlungsphasen' dient dann der Diagnostik und Therapie...
Bei den Anthroposophen fand ich übrigens einen ähnlichen Behandlungsansatz: dort ging man auch davon aus, dass die 'strukturgebenden'
Kräfte gestört sind. Die Leiterin des dortigen med. Versorgungszentrums wollte sich immer mal ausführlich mit mir darüber unterhalten (wenn sie
Zeit hat...). Hatte sie leider nie, aber ich denke, ich liege nicht allzu falsch, wenn ich davon ausgehe, dass die in diesem Konzept immer zur
Behandlung gehörenden künstlerischen Fächer dazu dienen, den Zugang zu den eigenen 'formgebenden' Kräften zu finden.
(Malen, plastizieren, Eurythmie)


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Teil 3


Alles nur ganz persönliches Zeugs

Zunächst einmal: Auch die Schulmedizin ist sich längst nicht einig, was die Krebsbehandlung anbelangt. So habe ich innerhalb einer Station
eines zertifizierten Brustkrebszentrums drei (3!) verschiedene Chemotherapie-Schemata offeriert bekommen, als ich nach dem weiteren
Vorgehen fragte. Das schafft kein Vertrauen!

Prinzipiell war ich eher geneigt, die Herceptintherapie zuzulassen, obwohl eine Gyn., die ich schätzte, sagte:"Was? Das unerprobte Teufelszeug.
Mit den Nebenwirkungen. Dann mach doch lieber die Chemo!"
Letztlich habe ich wieder viel gegoogelt, fand, fernab der Hersteller- und Vertreiberseiten, im Leserinnen-Form der Zeitschrift 'Brigitte' grauenhafte Berichte über Herceptin-induzierte psychotische Schübe, die die Mutter der Schreiberin in die Psychiatrie brachten und dachte
dann - wieder einmal: 'Ach, das muss ja nicht sein! Das lassen wir doch lieber.'

Mir wurde hier oft die Frage gestellt, in wieweit die Ausbildung oder der Aspergerstatus in meine Entscheidungen hinein gespielt haben.
Nun habe ich ja sehr viele und unterschiedliche Ausbildungen auf medizinischem Gebiet, was vielleicht zeigt, dass ich nicht auf eine bestimmte
Herangehensweise fixiert bin. Der 'Asperger' in mir kann sogar noch ausschlaggebender gewesen sein, denn ich bin es gewohnt, autonome
Entscheidungen zu treffen. Anderen Menschen vertraue ich sehr wenig - auch wenn ich mir wünschen würde, dass es anders wäre.

Über die ganzen Einzelheiten, wie ich zu meiner eigenen Vorgehensweise gelangte schreibe ich das Cancermails- Buch. Damit will ich auch nicht weiter langweilen.

Aber grundsätzlich gab es einige Punkte, wo ich ganz stark verunsichert wurde. Z.B. immer dann, wenn ich mit dem offiziellen Schreiben
zu Histologie, Begleitumständen und vorgeschlagener Therapie, zu einem 'meiner' Ärzte kam und sagte:
"Schauen Sie mal: Hier steht 'ausgeprägte chronische Begleitentzündung'. Was wollen w i r dagegen tun?"

(Es gibt Mediziner, die den Entzündungsfaktor für prognostisch aussagekräftiger in Bezug auf das längerfristige Überleben halten, als z.B. den Grad der Metastasierung. - Ich teile diese Ansicht, weil die chron. Entzündung die Abwehr schwächt. s.o. Die 'Entzündungsformel' stammt aus einem Buch des an Krebs erkrankten Neurologen David Servan-Schreiber)

Antwort: "Ach, na ja. Da warten w i r mal ab! Die Behandlung wäre ja auch nicht so ohne..."

(Wohl wahr! Besonders dann, wenn einem zum Thema Behandlung nur die gängigen Antiphlogistika einfallen. Aber es gibt ja auch noch
natürliche Mittel, wie z.B. Enzyme, deren entzündungshemmende Wirkung bekannt ist und in der Sportmedizin genutzt wird. Und Vitamin D trägt zur Bildung k ö r p e r e i g e n e r entzündungshemmender Stoffe bei etc.)

B.: "Bei vorgeschlagener Therapie steht neben Radiatio, Chemo etc. 'immunmodulierende' Therapie und dann gleich: adjuvante Herceptintherapie. Darf ich das so verstehen, dass die Herceptingaben das Mittel der Wahl zur Stärkung des Immunsystems darstellen?
Was kann ich selbst dafür tun?"

Antwort, stark verkürzt: "Ja." und "Na, nichts."

Meines Wissens gelten gewisse Fortschritte der Immuntherapie maligner Tumore lediglich im Bereich von Haarzell-Leukämie oder Larynx-
Papillomatose als gesichert. Dabei kommen Interferone zum Einsatz, die auch wieder eine erhebliche Nebenwirkungsbandbreite aufweisen.
(Grippesymptome). Von, ebenfalls in diesen Bereich gehörenden Interleukinbehandlungen war mir bislang nur bekannt, dass ihre 'Nebenwirkungen' denen der schlimmst-möglichen Chemo-Auswirkung in nichts nachstehen. Erbrechen wäre noch das Harmloseste.
Aber ich las mal was von 'grippeähnlichen Erscheinungen und Auswirkungen auf fast alle Organsysteme, einschließlich K n o c h e n m a r k s-
i n s u f f i z i e n z '. Ja, Leute - wenn d a s eintrifft, ist man so gut wie tot - egal, ob mit Krebs oder ohne. Und diese Therapie steht im Dienste der Stärkung des Immunsystems!

Ich habe keinen niedergelassenen Kassenarzt getroffen, der mir eine Antwort auf die Frage nach der Dosierung von bestimmten Mineral-
stoffen und Spurenelementen geben konnte.
Die Antwort lautete immer: "Da haben wir keine Erfahrungswerte." - Das mag ja sein. Aber Erfahrungswerte kann man sammeln.

Und an diesem Punkt fühlte ich mich immer sehr allein gelassen. Wenn ich schon sage,"Okay. Ich riskiers. Ich übernehme die a l l e i n i g e
Verantwortung und verzichte auf die herkömmliche Behandlungsweise und springe ins symbolische 'kalte Wasser', mache nur das, was ich
für richtig halte und gebe n i e m a n d e m die Schuld, wenns schief geht..."
Wäre das nicht d i e Gelegenheit, mich als Studienobjekt zu benutzen? ich sage nicht: 'zu mißbrauchen', ich biete mich ja an. Aber wenn
kein Arzt ein, sei es auch noch so rudimentäres Interesse daran hat, meinen 'Selbstversuch' zu dokumentieren, drängt sich für mich der
Verdacht auf, dass 'nicht sein kann, was nicht sein darf'.

Und - last but not least: Wenn ich die Frage nach einer optimalen Anti-Krebs-Ernährung stelle, genügt mir : 'Gesunde Vollwertkost' n i c h t!

Zwar habe ich zu all dem ja mein '7 Gründe... - Buch' geschrieben, aber ich will ja nicht ständig auf mich selbst zurück geworfen werden.
Ein wenig Unterstützung von außen wäre schon nicht schlecht.
Zumal diese Erkrankung ja auch ein verunsichernder Faktor ist.


Bei 'meiner' Therapie bin ich auch davon ausgegangen, dass ich ja bisher nicht 'alles' falsch gemacht habe. Aber auch, wenn die Mobilfunkbasisstation auf meinem Dach hauptsächlich verantwortlich für meine Erkrankung ist, steht auch bei mir das Problem, dass ich den 'vorbereiteten' Boden zur Verfügung gestellt habe.
Also stellt sich die Frage:
Wie kann ich mein Immunsystem noch stärken? Wie habe ich es bislang geschwächt? Jahrelang schlief ich nur 4 - 5 Stunden.
Vielleicht ein Asperger Problem. Nachts ist es ruhiger, die Welt ist irgendwie friedlicher, man ist mehr bei sich. Ich habe dann
das Gefühl, ich fange nicht so viel an Fremdenergien auf. Klingt sehr 'abgefahren' - ich weiß! Muss man nicht verstehen - ich tus ja auch nicht!

E-Smog? Ich drehe jetzt immer die Sicherungen raus, wenn ich schlafe. Ich habe kein Telefon - ständiger Konfliktstoff mit allen, die mit mir in Kontakt treten wollen!

Zwar war ich seit Jahrzehnten Vegetarierin, was krebstechnisch betrachtet, nicht das Schlechteste ist. Aber: ich gehörte eher zur 'Puddingfraktion' - womit der Azidose, der Übersäuerung des Körpers, Tür und Tor geöffnet sind.

Auch hier mußte ich mich umstellen. Mehr Grüntee (mag ich gar nicht) statt Kaffee (mag ich sehr). Mehr Grünzeug (auch nicht meins!),
weniger Schokolade (mhm!)

Bei all dem lassen wir auch immer noch den sozialen Faktor völlig außer Acht. Als Aspi habe ich da ja ganz schlechte Karten. Dazu kommt
noch, dass Krebs bei den meisten Betroffenen zu Rückzugstendenzen führt. Wenn man sich dann mal dazu aufgerafft hat - meist nach langen inneren Kämpfen - den Weg in die menschliche Gemeinschaft zu suchen, reagieren die einzelnen Vertreter ja auch nicht so, wie man es sich wünschen würde.
Ich besuche meine Mutter (was sehr anstrengend und schwierig ist) sehe 1 x wöchentlich die Mitglieder meines Qi-Gong-Kurses für eine
Stunde. Da ich den leite, ist die 'Art' unseres Kontaktes ja festgelegt. ich kann mich hier also nicht 'fallen lassen', wie ichs vielleicht täte, wenn
ich den Kurs als Teilnehmerin besuchen würde. Ansonsten gibt es eine Sozialstelle, wo ich kostenlos meine Angelegenheiten via Internet regeln
darf. Hier sind alle sehr nett zu mir und dafür bin ich unendlich dankbar. Aber es ist ein ganzes Stück von meiner Wohnung entfernt und eine
halbe Stunde Fahrtzeit ist etwas, was ich mir schon überlege, wenns mir gerade mal wieder dreckig geht und es kostet Fahrgeld. Da ich meine
Medikamentenkosten selbst trage...

Tja, die ganze Psycho-Strecke ist für mich am schwersten zu beeinflussen. Ich bin nicht sehr 'gesellig' und ich habe selbst, als die Gespräche
auf Hospize kamen (was in Anbetracht der Aggressivität des Tumors für mich okay und kein Grund für falsche Sentimentalitäten war), nach kurzer Zeit gewußt: Ich finde es toll, dass es das gibt. Aber ich könnte es nicht ertragen. Ich will nicht, dass sich Menschen zu sehr um mich kümmern. Ich kanns nicht ertragen, wenn sie sehen, dass es mir schlecht geht.

Na - so weit sind wir ja noch nicht!

Wohl bin ich mir dessen bewußt, wieder viel Stoff für kontroverse Diskussionen geboten zu haben. Sollte ich jemanden verärgert haben,
so tut es mir Leid. Das lag nicht in meiner Absicht!

Liebe Grüsse

BiMi
 
Beitritt
12.09.10
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...Nicht nur bei 'Krebs' - grundsätzliche Anmerkungen zum Thema Diagnose und Ther

ähm ..... ein sehr sehr langer Bericht.

Leider muss ich zugeben, dass ich nicht so den Kopf im Moment dafür habe, deswegen hab ich ihn erst einmal überflogen (und selbst das hat gute 5 Minuten gedauert ;) ).

Aber ich muss sagen, dass was in meinem momentanen verkorkstem Hirn hängen geblieben ist, ist offen, ehrlich und auch eine gute (wie ich finde ) gesunde Meinung zum Thema Krebs.

Schlimm finde ich immer wieder, dass all zu oft diese Diagnose ein absolutes Tabuthema ist. Die Betroffenen oder die nahen Angehörigen finden kaum einen Ansprechpartner mit dem man über die Sorgen und Ängste reden kann. Den meisten wäre es doch viel lieber wenn das Deckmäntelchen der Verschwiegenheit drüber gelegt wird. Bemerkenswert finde ich auch immer die Reaktion von Anderen wenn man sagt "Ich habe Krebs". Da wird man sofort angeguckt als ob man schon das Todesmal auf der Stirn hat.

Ich danke Dir für diesen Bericht.
 
Themenstarter
Beitritt
19.08.10
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...Nicht nur bei 'Krebs' - grundsätzliche Anmerkungen zum Thema Diagnose und Ther

Danke für den Buchtipp, Datura!
Werde ich gleich mal
und

hallo Shorty:wave:

Shorty! Ich bin ja nun Krebspatientin und ich bin auch Therapeutin und mir geht es auch nicht anders!
Die Reaktionen der Umwelt finde ich s e h r verständlich.
Das erste, buchstäblich: allererste, was ich nachdem man mir meine niederschmetternde Diagnose genannt hatte, dachte, war: 'Da muss ich mir jetzt schnell einen Psychologen suchen. Ich brauch jemandem, mit dem ich reden kann...'

Diese Krankheit macht a l l e n Angst. Auch den Ärzten.

Deshalb schreibe ich mein 'Cancer Mails'-Buch, weil es ein authentischer Betroffenen-Bericht ist.
Mehr, als das, was eine Sylvie v. d.Vaart oder Miriam Pielhau darüber sagen.
Das ist nämlich der Unterschied zu prominenten Frauen - du erlebst Situationen, die sind hahnebüchen...

Beispielsweise, wenn man gerade seine Diagnose bekommen hat und mit der Krankenkasse zwecks Kostenübernahme bestimmter Therapien telefoniert.
Und ein sicher sehr liebes junges Mädel, mit Baby Talk Stimme sagt: "Oh das
tut uns Leid. Die Kosten übernehmen wir leider nicht. Aber wir haben eine neue Reisekrankenversicherung. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen die mal zuschicken..."

Da fragt man sich dann::confused: 'Hat sie mir eben zugehört? Denkt sie ernsthaft, ich möchte jetzt v e r r e i s e n?'

Also, dass generell alle Angst davor haben, kann ich schon verstehen. Wenn das aber dann dazu führt, dass ich nur noch Rücksicht auf die Ängste der anderen nehme und mich noch mehr mit meiner Rücksichtnahme stresse -
da hörts dann langsam auf...

Liebe Grüße
BiMi
 
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Krebserreger entdeckt!
Die verblüffenden Erkenntnisse einer russischen Forscherin

von

Tamara Lebedewa


Bücher von Amazon
ISBN: 103932130138



"Die russische Wissenschaftlerin Tamara Lebedewa erforschte über Jahre die Krebskrankheit und entdeckte deren Erreger. In diesem Buch schildert sie ihren Weg zur Entdeckung. Sie benennt die Entstehungsursachen von Krebs dabei ebenso klar, wie sie Chancen der Vorbeugung und Heilung aufzeigt. Schon im 19. Jahrhundert hatten Forscher in verschiedenen Ländern die Behauptung aufgestellt, Krebs werde durch Parasiten verursacht. Beispielsweise beschrieb Prof. Günther Enderlein diese von ihm so genannten "Endobionten", die aus harmlosen Formen zu krankmachenden und sogar tödlichen Feinden werden können. Somit fügt sich die wissenschaftliche Arbeit von Lebedewa in die Forschungsarbeit vieler anderer vor ihr. Mit dem Unterschied, dass die russische Wissenschaftlerin den Parasiten identifiziert, ihm einen Namen gegeben hat."

:wave:

p.s.: habe deinen beitrag (noch?) nicht gelesen.
 
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Hi Shelley,

danke - werd ich gleich mal recherchieren!

Liebe Grüße

BiMi
 

lisbe

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Hallo BiMi!

Das hast Du wie immer sehr schön geschrieben und dazu noch wichtige Punkte für alle Betroffenen aufgegriffen. Ganz besonders schrecklich finde ich den Fall mit Deiner Mutter. Wie das 'System' mit Symptomen und später mit Therapien umgeht ist der pure Wahnsinn. Ich habe das Gefühl, dass dieses System wirklich falsch ist.
Wie Du ja weisst, beschäftige ich mich recht viel mit dem Parasitenthema, hier vor allem mit Darmparasiten. Ich merke zunehmend, dass die Betrachtung der Co-Infektionen von einer wesentlichen Bedeutung für das Thema ist. Hierbei wiederum fällt es auf, wie oft das Bild der Krebserkrankung entsteht und in alten Schema behandelt wird, obwohl es eindeutig andere und anscheinend funktionierende Ansätze gibt ohne das Immunsystem mit entsprechender Chemotherapie wegzupusten...

Hier stelle ich einen Fall vor, den dr. Ingrid Fonk in " Rickettsiose - System-und Hauterkrankungen" beschrieb (S. 47-48):
Ein Patient stellt sich bei dr. Fonk nach der 2. Chemotherapie in "stark reduziertem Allgemeinzustand". Ihre Diagnose "Zeckenbissfieber" konnte durch das Labor für Infektions- und Tropenmedizin mit R. tsutsugamushi IgG-IFT: 1:64 bestätigt werden, was nicht der Normalfall ist, denn in der Regel kommen die Laborbestätigungen mit erheblichen Zeitverzügen erst zustande. "Der Patient, seine Ehefrau und ich waren sicher, den Schlüssel zum Schloss gefunden zu haben. Wir waren noch sicherer, nachdem der Patient sich in einem chemotherapiefreien Intervall von drei Wochen unter der gezielten Isopathie-gesteuerten Therapie derart erholte, dass er sogar eine Radtour von zehn Kilometern unternahm."

und weiter:

"Vor der fest terminierten Fortsetzung der Chemotherapie wollten Patient und Ehefrau mit der Klinik im Hinblick auf das mögliche Vorliegen einer Rickettsiose ein Grundsatzgespräch führen, unterstützt durch den serologischen Befund, einen Sonderdruck mit der Epikrise eines Patienten mit Tsutsugamushi-Fieber und ähnlichem Krankheitsverlauf, sowie vor allem auch im Hinblick auf die schlüssig erscheinende Anamnese. Das Ergebnis war: die bedingungslose Fortsetzung der Chemotherapie!" (Anamnese ergab: Einatmen eines sich unter der Birkenrinde befindenden Staubes)

Nach einer der nachfolgenden Chemotherapien starb dieser Patient an Herzversagen.
"Bei Krankheitsbeginn hatte die Klinik erklärt, dass es sich bei dem Patienten um ein sehr seltenes Krankheitsbild handle, von dem weltweit bisher nur 100 Fälle beschrieben worden seien. Im Verlauf des Jahres aber habe die Klinik feststellen müssen, dass dieses äußerst seltene Krankheitsbild unerklärlicherweise häufiger zu beobachten gewesen sei."

In der Diskussion des Falles stellt dr. Fonk fest, dass solange keine Verbindung des Patienten zu Asien oder Australien gibt, das Ganze nicht untersucht wird. So war es hier. In Deutschland rechnet keiner damit. Wie Du schon oben sagtest: Es ist nicht, was nicht sein darf. Ferner stellt dr. Fonk fest: "Im übrigen kann ein positiver Tsutsugamushi-Antikörpertiter Ausdruck einer Kreuzreaktion mit anderen Rickettsien-Arten sein." Hierfür nennt sie weiterführende Literatur: Bredt w: "Die Familie der Rickettsiacea und Chlamydiacea. Obligat intrazelluläre Mikroorganismen, in Brandis, H., Pulverer, G., Lehrbuch der medizinischen Mikrobiologie, G. fischer Verlag, 7. Auflage, 1994, S. 598-602

Sicher lohnt es sich dort genauer nachzuschlagen, wenn es weiter um Mikroorganismen geht. Hast Du zufällig schon den Film über Alfons Weber gesehen? Protozoen. Einzeller im bereits abgetöteten Blut.

Die oben von Shelley genannte Literatur stammt ebenfalls von einer Wissenschaftlerin. Hier eine Notiz aus www.wissenschaft-unzensiert.de/med122_9.htm:
"Die russische Wissenschaftlerin Tamara Lebedeva beschreibt hierzu die bereits seit den 60 Jahren vorliegenden Erkenntnisse in Ihrem Buch:„UN-HEILBARE KRANKHEITEN“, Driediger Verlag, 49170 Hagen, ISBN 3-932130-123-x: „Im Rahmen der zahlreichen Untersuchungen aus den 60 Jahren in der Parasitologie wurden die vielseitigen Fähigkeiten der Trichomonaden nachfolgend T. genannt (Protozoen) bezüglich der Enzymproduktion herausgestellt. Mit Hilfe der eigens für diesen Zweck produzierten Enzyme können die T. nicht nur Kohlenhydrate erfolgreich aufspalten, sondern auch pflanzliche Stärke und Glykogen, höhere Alkohole und Proteine.
Im Unterschied zu den Zellen des menschlichen Organismus, die die Glukose in mehr-stufigen Reaktionen mit Hilfe von Sauerstoff oxidieren und uns mit Lebensenergie versorgen, gehen die T. nach einen stark vereinfachten Schema vor. Da sie fakultativ anaerob sind, d. h. auch ohne Sauerstoff existieren können, spalten die Parasiten die Kohlenhydrate mit einem eigenen Ferment auf, mit der Amylase. Bei diesem Vorgang wird eine geringe Energie frei, dafür entsteht viel Milchsäure und Kohlendioxid. Genau das ist der Grund dafür, dass sich der pH-Wert verschiebt, das heißt eine Azidose entsteht: entweder eine Säureazidose wegen der Milchsäure oder eine gasbedingte Azidose wegen der gestiegenen Kohlen-säurekonzentration im Blut.
"

Ist diese Überschneidung bezüglich der Protozoen zufällig?
Kommen wir zu dr. Fonk zurück und "Darmparasitose in der Humanmedizin". Am liebsten würde ich hier das ganze Kapitel abtippen, aber ich werde mich auf einzelne Zitate begrenzen. Seite 126:
"Dass zumindest das theoretische Konzept Fibigers zur Entstehung von Krebs nicht falsch war, belegen spätere Studien über die Kanzerogenität verschiedener Viren, Helicobacter pylori und einer Reihe von Parasiten. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IACR) in Lyon hat vor einigen Jahren nciht nur Helicobacter pylori, sondern auch Trematoden auf die Liste krebserzeugender biologischer Agenzien mit höchster Gefahrenstufe (Kategorie I) gesetzt. Hierzu gehören Schistosoma haematobium und Leberegel (zitiert nach 'Würmer und Bakterien als Krebserreger', FAZ vom 12.04.1995)."

Seite 127:
"Darmparasiten werden als ätiologischer Faktor für die Entstehung von Malignomen in der Praxis wissenschaftlicher Prägung mehr oder weniger ignoriert."

Sie stellt beides fest. Einzeller können zur Entstehung beitragen. Aber genauso parasitäre Mehrzeller. Sie merkt dazu auf Seite 41 an:

"Auf Grund der Möglichkeit einer Endo- oder Ektosymbiose mit Mikroben sollten sich Diagnostik und Therapie nicht ausschließlich auf die Darmparasiten beschränken. Die Monotherapie mit Vermiziden birgt die Gefahr einer Aktivierung der sog. symbiontischen Mikroben einschließlich ihrer Endotoxine in sich. Es empfiehlt sich daher, diese aufzuspüren und mitzubehandeln, um Komplikationen zu vermeiden bzw. zu minimieren. Nach meiner Erfahrung gehören zu den problematischsten "symbiontischen" Darmerregern an erster Stelle: Yersinia enterocolitica, Salmonellen, Campylobacter pylori bzw. Helicobacter, Aerobacter aerogenes, ganz besonders Lamblien und auch Amöben."

Auf Seite 23 wird noch mal deutlich, dass Darmparasiten Unmengen an Viren und Bakterien in den Körper schleusen:
"(...) Eine Serie von Neuerkrankungen mit Brucellose, die alle in Verbindung mit einer Askaridose auftraten, haben mich in der Annahme einer derartigen Möglichkeit bestärkt. Wiederum war es Flury, der teilweise große Mengen von Bakterien in Askariden nachgewiesen hat. Auch unter meinen Patienten gibt es Hinweise, nicht nur für die mögliche Transmitter-, sondern auch Speicherfunktion der Darmparasiten."

Schlägt man bei dr. Fonk "Lebermetastasen" (sie zählt das Symptom schon in Einführungszeichen!), so macht sie dafür verantwortlich: Amöbome, Amöbenabszesse, Echinokokkose, Schistosomiasis, Fasciola hepatica, Clonorchis sinensis.

Sind diese Überschneidungen immer noch Zufall?

Ich könnte aus der heilpraktischen Seite der Medizin sehr viel mehr Beispiele zum Thema Einzeller und Krebs nennen. Viel Literatur habe ich hier auf polnisch liegen und ich muss zugeben, dass ich gerade keine Zeit mit Übersetzungen vertun möchte - ausser einer von Euch will hierzu konkrete Frage beantwortet haben, dann nehme ich mir die Zeit.

Von den Einzellern möchte ich zu der von Dir ebenfalls angesprochener Ernährung rüberschwenken. Am besten eignet sich für diese Zwecke wiederum eine Wissenschaftlerin - dr. Johanna Budwig mit ihrer Eiweis-Öl Kost.
Den Übergang zum Thema stellen die Einzeller dar, die anaerobe Lebensweisen aufweisen. Hier ein ausschnitt zur Arbeit von Lebedeva aus www.wissenschaft-unzensiert.de/med122_9.htm:

"Die russische Wissenschaftlerin Tamara Lebedeva beschreibt hierzu die bereits seit den 60 Jahren vorliegenden Erkenn-nisse in Ihrem Buch:„UN-HEILBARE KRANKHEITEN“, Driediger Verlag, 49170 Hagen, ISBN 3-932130-123-x: „Im Rahmen der zahlreichen Untersuchungen aus den 60 Jahren in der Parasitologie wurden die vielseitigen Fähigkeiten der Trichomonaden nachfolgend T. genannt (Protozoen bezüglich der Enzymproduktion herausgestellt. Mit Hilfe der eigens für diesen Zweck produzierten Enzyme können die T. nicht nur Kohlenhydrate erfolgreich aufspalten, sondern auch pflanzliche Stärke und Glykogen, höhere Alkohole und Proteine.
Im Unterschied zu den Zellen des menschlichen Organismus, die die Glukose in mehr-stufigen Reaktionen mit Hilfe von Sauerstoff oxidieren und uns mit Lebensenergie versorgen, gehen die T. nach einen stark vereinfachten Schema vor. Da sie fakultativ anaerob sind, d. h. auch ohne Sauerstoff existieren können, spalten die Parasiten die Kohlenhydrate mit einem eigenen Ferment auf, mit der Amylase. Bei diesem Vorgang wird eine geringe Energie frei, dafür entsteht viel Milchsäure und Kohlendioxid. Genau das ist der Grund dafür, dass sich der pH-Wert verschiebt, das heißt eine Azidose entsteht: entweder eine Säureazidose wegen der Milchsäure oder eine gasbedingte Azidose wegen der gestiegenen Kohlen-säurekonzentration im Blut.
"

Dr. Budwig ging davon aus, dass Krebs entsteht, wo kein Sauerstoff vorhanden ist. Ein Tumor kann nur dort entstehen, wo das Gewebe keinen Sauerstoff aufnehmen kann:

"Die Ärzte sagen heute beim Tumorkranken, der auch eine Leukämie hat, daß die Blutbildungsfarbstoffe nicht richtig arbeiten. Das ist richtig. Ich möchte Ihnen hierzu ein Experiment von entscheidender Bedeutung nennen. Prof. Kaufmann in Münster, Direktor des pharmazeutischen Instituts, des Bundesinstituts für Fettforschung und an dem chemischen Landesuntersuchungsamtes, wo ich arbeitete, ließ, bevor wir die Arbeit veröffentlichten, Untersuchung der Blutlipoide, Geschwulstproblem und Fettforschung, ein Experiment machen. Er ließ das Cytochrom kommen, goß es auf Papier und sagte mir, nun zeigen sie einmal, daß das rot wird. Und ich faßte es an - und siehe- es wurde rot. Er schaute auf meine Hand 'Haben sie rote Farbe an den Händen?' Ich sagte: 'Nein, Herr Professor, das können Sie mit Ihren Händen auch.' Und er faßte an, und es wurde rot. Und dann sagte ich: 'Ich weiß doch, daß Sie inzwischen auch angefangen haben, Leinöl in Ihren Joghurt zu gießen.' Dies war der Beweis für die Gültigkeit meiner Arbeit: Geschwulstproblem und Fettforschung. Der Sauerstoffmangel im tumortragenden Gewebe war behoben."
Quelle: Johanna Budwig, Vortrag ber Krebsentstehung

Die ungesättigten Fette werden auf bei dr. Fonk aufgegriffen in "Rickettsiose" unter Therapien und dort unter 'Flankierenden Maßnahmen' genannt, S. 56:

"Ungesättigte Fettsäuren (Omega 3). Burrascano führt mehrere Möglichkeiten an. Von diesen ist an erster Stelle Borretschöl zu nennen. Es hat nicht nur den höchsten Omega 3-Gehalt, sondern ist im Vergleich zu Fischöl z.B. auch frei von Umwelt-Toxinen."

Ich habe natürlich weiter nachgeschlagen und erfahren, dass dieses kaltgepresste Borretschöl sogar noch das Nachtkerzenöl übertrifft. Es beinhaltet 20% Gamma-Linolensäure (GLA), eine Vorstufe für viele Hormone, wie das Prostaglandin E1, das für gut funktionierenden Stoffwechsel unabdingbar ist.

Sind auch diese Überschneidungen ein Zufall? Also langsam denke ich definitiv - nein.
Konsequenterweise müsste man hier auch die Chemotherapie (und es ist auch nur meine Meinung!) als in unserem System das Mittel der 1. Wahl abschaffen und mindestens drei alternative Wege angehen, da sie schon was die Nebenwirkungen angeht der Chemoth. vorzuziehen sind. Sollten die alle nicht helfen, ist die Chemo nicht aus der Welt. Aber ein systematisches Vorgehen nenne ich etwas anderes. Die von dr. Fonk angesprochene Ignoranz vieler Sachverhalte, empfinde ich mittlerweile als extrem ausgeprägt. Schon aus wirtschaftlichen Erwägungen in Anbetracht der Höhe der Krankenkassenbeiträge und der dafür - auch von Dir zurecht angesprochenen - erhaltenen Leistungen, sind diese Alternativen zum Pflichtprogramm zu erklären. Hier geht es nicht nur um die teuren Chemo-Behandlungen, aber auch um die Folgeerkrankungen durch das zerstörte Immunsystem.

Als Anmerkung zu meinen Recherchen bezüglich meines Sohnes stellt sich heraus, dass Omega 3-Fettsäuren auch eine Rolle bei der Schwermetallausleitung spielen. Darüber spricht Dr. Klinghardt u.a. hier (sehr lesenswert!): Alternative Medizin: Schwermetalle, Entgiftung Teil 3

Selen werde ich nach wie vor ablehnen - das ist mir wirklich zu gefährlich. Chlorella kann ich mir dagegen mittlerweile vorstellen.

Viele Grüße!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

lisbe

...Nicht nur bei 'Krebs' - grundsätzliche Anmerkungen zum Thema Diagnose und Ther

Habe ich etwa zwei mal das Gleiche zitiert? Verzeiht - ich war etwas chaotisch, aber hoffentlich zu verstehen... :eek:)
 
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...Nicht nur bei 'Krebs' - grundsätzliche Anmerkungen zum Thema Diagnose und Ther

Danke, Lisbe! :)

Ein sehr lesenswerter Beitrag, dessen medizinische Inhalte du auch sehr klar wiedergegeben hast!

In diesem Kontext wird meine ursprüngliche 'Lieblingsthese' von Dr. Warburg
und später Kremer auch unterstützt bzw. ergänzt.
Das Kernthema ist 'anaerober' Glucose-Stoffwechsel.
Das ist der Dreh- und Angelpunkt für eine völlige Entgleisung auf zellulärer Ebene.

Dank auch für die Lit-tipps: Werde ich abarbeiten.
Immer schön: eines after dem anderen... ;)

Liebe Grüsse

BiMi
 
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...Nicht nur bei 'Krebs' - grundsätzliche Anmerkungen zum Thema Diagnose und Ther

Hallo und einen guten Tag - nicht nur,
aber ganz besonders für
nobix,

danke für den Text. 'Pischinger-Raum' war mir kein Begriff, aber da die
dazu gehörige Theorie auch so schön einfach ist, entspricht sie dem
'Arbeitsmuster' der Natur.
Du /oder Pischinger bringt ja auch schon die Warburg/Kremersche Theorie
von A-Genom + B-Genom und Ausweichen auf Glucose als Grundlage
pathologischen Zellteilungs-Geschehens mit rein...

Ja, auf einer bestimmten Ebene lassen sich die durchaus erfolgreichen
Heilungen der unterschiedlichsten Therapiekonzepte erklären.
Selbst, dass Fasten mitunter Erfolge bei carcinomatösem Geschehen
zeigt, ergibt auf dieser Erklärungsebene einen Sinn.

Das Kernproblem bleibt halt der völlig falsche schulmedizinische Behandlungs-
Ansatz - da meine ich jetzt wieder nicht nur Krebs!
Wenn du den Menschen nur als Ansammlung von Organsystemen
begreifst, die zwar durch krankmachende Faktoren (endogene und
exogene) geschädigt werden können, denen im Falle der erfolgten
Schädigung aber nur oder größtenteils mit chemischen Mitteln
beizukommen ist - von außen zugeführt, nicht, nach minimaler Hilfestellung
im Körper selbst gebildet - wo führt das hin?

Selbst in den seltenen Fällen, in denen körpereigene aber nicht
ausreichend vorhandene (biochemische) Stoffe s u b s t i t u i e r t werden,
verhält es sich gewöhnlich so, dass eine standardisierte, nicht
individualisierte Substituierung erfolgt.

Wenn mir z.B. eine Frau sagt,: "Sie haben ja keine Ahnung, warum ich Hormone nehme... Nicht, weil - wie Sie sagen - Hormone Wasser im Gewebe binden (also primär kosmetischen Nutzen haben).
Ich nehme sie doch, um Wechseljahrsbeschwerden zu minimieren und
die Knochendichte zu verbessern."

Dann brauch in erst gar keine Diskussion zum Thema Knochendichte
anfangen - da vertraut sie eh ihrem Arzt mehr als mir. Aber ich kann
sie vielleicht ein wenig zum nachdenken anregen, wenn ich sage:

"Schauen Sie mal. Substituierung bedeutet (in dem Zusammenhang)
Zuführung oder Ergänzung von Stoffen, die aufgrund physiologischer
Prozesse wegfallen. Es sind ALTERUNGS-Prozesse, wenn man die
hinauszögern will, kann ich das verstehen.
Aber: Das würde doch voraussetzen, dass der Arzt, bevor er substituiert, eine genaue Analyse der einzelnen hormonellen Komponenten, die er ja ersetzen will, vornimmt. Das tut er aber nicht. Er gibt Ihnen den Standardmix. Er behandelt nicht Sie - er behandelt ein Krankheits-, in dem Fall sogar nur Beschwerdebild und das ist eine rein symptomatische Behandlung!

Als ich mal eine Ausbildung in Lymph- und Ödemtherapie absolvierte,
war ich sehr daran interessiert zu erfahren, ob es - bei dem damals recht
neuen Forschungsfeld - nicht wenigstens e i n e Studie gäbe, die sich
mit den Auswirkungen einer Ernährungsumstellung auf bestehende Ödeme
beschäftigt. Da hatte ich in der TCM bestimmte Vorgaben wie die Hirsekur.
Nein, gabs nicht! Hats mal gegeben, hat aber ü b e r h a u p t nichts
gebracht!
Dann hatten wir eine Patientenvorstellung in der Charite´: Eine Patientin
kam gerade aus Afrika zurück. Nach schulmedizinischem Ermessen hätte
sich der Zustand des ansonsten stark ödematösen Armes durch veränderte
Druckverhältnisse verschlechtern müssen. Dem war aber nicht so.
Es war alles dokumentiert, vermessen und aufgeschrieben - um Behandlungs-
erfolge aufzuzeigen, was bei der Lymphdrainage Pflicht ist.

Ich frag leise: "Haben Sie in Afrika Ihre Ernährung umgestellt?"
Alles grinst. Sie sagt: "Wir haben viel Reis (entwässert) und Mango und Papaya (Enzyme) gegessen." Der Arm ist signifikant abgeschwollen und die
Behandlerin hält es für ein Wunder. So einfach kann das sein.


Bei der den Lehrgang abschließenden Prüfung hatte ich wieder die Probleme,
die meine gesamte medizinische 'Karriere' begleiten.
Als wir eventuell gestellte Prüfungsfragen durchsprechen, heißt es: Lymphdrainage ist eine kausale Therapie. Ich: "Keine symptomatische?".
Nein! Nach meinem Verständnis entsteht das Ödem auf der Grundlage eines
nicht perfekt arbeitenden Lymphsystems. Das kann man durch die Massage
(für einen befristeten Zeitraum) beheben oder zumindest verbessern.
Aber eine kausale, ursachenorientierte Therapie, würde darin bestehen, die
volle Funktionsfähigkeit des Lymphsystems wieder herzustellen. Hat die Patientin,
wie im beschriebenen Fall, die Achsel-Lymphknoten entfernt bekommen -
wird sie auf eine kausale Therapie vergeblich hoffen. Dann bleibt nur die, die
Symptome lindernde, Lymphdrainage.

Mein Einwand gegen Lymphtherapie ist vergleichsweise gering: Es ist eine
Massage und an und für sich was feines. Nachteil: Sie kostet Geld.
Ein über die Nahrung erzielter Behandlungserfolg ebenso. Aber weniger und
essen muss man ohnehin. Allerdings kommt dieses Geld nicht dem medizinischen
Apparat zugute - sondern dem Gemüsehändler.

Viele Grüsse
Deine/Eure
BiMi

--------------
Lieber nobix,

du hattest mir gegenüber in einer PN dein Unverständnis geäußert, dass selbst
die emanzipierteren Frauen deiner Bekanntschaft im Falle einer Krebs-erkrankung sofort jegliche Eigenverantwortung aufgeben und sich kritiklos der ihnen angebotenen Therapie überlassen.
Ich kann natürlich nur für mich, nicht aber für jene sprechen, glaube aber, dass es kaum eine Krankheit gibt, die einen Menschen so sehr von sich selbst entfremdet, wie gerade Krebs es tut.
Jeder Mensch, der daran erkrankt weiß, dass sich hier etwas auf der zellulären Körperebene abspielt; dass Zellen wuchern und invasiv den Körper
okkupieren.
Das ist etwas völlig anderes als eine 'gewöhnliche' bakterielle oder virale Infektion, bei der man davon ausgeht, dass die körpereigenen Abwehrsysteme schon ausreichen werden, um den Sieg davonzutragen. Auch für den medizinischen Laien ist direkt 'im' Körper etwas auf höchst bedrohliche Weise aus dem Ruder gelaufen.

Die Bedrohung wird also als viel substanzieller begriffen, als eine, bei der der 'Feind' von außen kommt. Instinktiv wird diese Krankheit als Regulationsstörung empfunden.
Niemand, der eine Grippe oder eine Pneumonie hat, wird so extrem das Gefühl des völligen Kontrollverlustes empfinden und damit auch das, der Entfremdung von sich selbst.
So gesehen, gleicht Krebs mehr einer psychischen Störung, etwa: Alzheimer
im Frühstadium, wenn der Betroffene spürt, etwas verändert sich, die Kontrolle über mentale Funktionen entgleitet ihm - es aber nicht ändern kann.

Diese Empfindungen sind es, die den mentalen Schockzustand des Krebskranken charakterisieren und dieser Schockzustand wird ausgenutzt, indem man dem Patienten gewöhnlich keine Zeit zur Besinnung läßt und ihn sofort zur Behandlung drängt. Ich versuchte es, an anderer Stelle, schon einmal zu beschreiben, die Kontrolleentgleitet einem - das SELBST-Vertrauen ist total im Eimer, denn: man hat es ja nicht einmal geschafft, auf seinen eigenen Körper acht zu geben und diesen zu beschützen.
Kurz: man traut sich absolut und gar nichts mehr zu!

Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Patienten, seitens des Mediziners
würde, meiner Meinung nach, in einer sofortigen psychologischen Betreuung -
nicht aber, der schnellstmöglichen Anberaumung eines Op-Termins bestehen.

Eine g e m e i n s a m e Besprechung der weiteren Vorgehensmöglichkeiten
(womit ich auch die der Komplementär- und Alternativmedizin meine), wäre eine Möglichkeit, dem Patienten ein wenig Autonomie zurück zu erstatten.
Das Gefühl, etwas zum Gelingen der Behandlung beizutragen, etwa in Form
einer Ernährungsumstellung oder der kritischen Betrachtung der Lebensumstände, ist für den langfristigen Erfolg unerlässlich.

Liebe Grüsse

BiMi
 
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@ BIMI

Alles dacor...!

Ausser:
Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Patienten, seitens des Mediziners würde, meiner Meinung nach, in einer sofortigen psychologischen Betreuung - nicht aber, der schnellstmöglichen Anberaumung eines Op-Termins bestehen.

Da wäre ich sehr vorsichtig, der Psychoschiene der Schulmedizin würde ich persönlich nicht trauen. Gut wäre es lediglich in Verbindung mit einem Konzilium zwischen Arzt und Patient bzgl. verstehen lernen was Krebs ist und welche Heilmethoden es gibt (in voller Breite ohne Vorurteil, nur nach ehrlicher Erfolgsstatistik ohne 5a - Tricks etc.). Aber woher sollen Ärzte mit diesem Wissen kommen und dann noch bei den vielen Ca-Fällen/a?

Es gibt ja langsam auch über Krebs mehr Bücher/a von Patienten als von Ärzten die was von Genesung verstehen.
 
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18.03.11
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Hallo BiMi,

zufällig bin ich in das Forum gelangt, weil ich auf der Suche nach „Hirsekur“ war und habe mich festgelesen.
Mehrfach habe ich gedacht: Mädel, lies doch mal Jane Plant „Dein Leben in deiner Hand“ und nun sage ich es Dir. Da das Buch in deutscher Sprache schwer zu haben ist, mal schnell vorweg: Dreh- und Angelpunkt ist neben einer Ernährung mit ausreichend Vitalstoffen (vegetarisch und bio reicht da nicht) die Kuhmilch. Jane Plant hat sich wissenschaftlich damit auseinander gesetzt, weil sie Wissenschaftlerin ist, allerdings keine Medizinerin, was ihr einen anderen Blick auf die Thematik erlaubt hat. Nachdem „ihr“ Brustkrebs zum fünften Mal zurückgekehrt war, sie hinreichend verstümmelt und vergiftet war, hat sie ihr Gehirn eingeschaltet. Es ist schon etliche Jahre her, sie lebt und hat eine eigene Internetseite Jane Plant: www.JanePlant.com. Falls Du des Englischen nicht so mächtig bist, findest Du auf Die kritische Seite zur Milch - Einführung jede Menge hilfreicher Informationen. Das Buch „Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe“ kennst Du? Da ich mich ausgiebig mit der Problematik beschäftigt habe und mir einbilde, einiges dazu sagen zu können, sprich mich an, wenn Du magst. Ich habe nichts zu verkaufen, aber Denkanstösse sind ja mitunter mehr wert.

Alles Gute
Ursel1951
 
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14.04.08
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Hallo BiMi,

Das Kernthema ist 'anaerober' Glucose-Stoffwechsel.
Das ist der Dreh- und Angelpunkt für eine völlige Entgleisung auf zellulärer Ebene.

Nö, ist es nicht.

Die Schulmedizin lehrt das Dogma, daß die Zelle aus welchen Gründen auch immer entartet und auf einen anaeroben Stoffwechsel umstellt. Das ist aber nicht der Fall. Die "Krebszelle" kennt deshalb nur den aneroben Stoffwechsel, weil sie ihre zentrale naturgegebene Aufgabe - die schnellwachsende Infiltration von Gewebe und den Aufbau neuer Blutgefäße sonst gar nicht wahrnehmen könnte.

Es handelt sich also keineswegs um eine Entartung - die Zelle kann das gar nicht anders. Warum es solche Zellen gibt? Weil sie für die Einnistung des Embryos in der Gebärmutter und die Reparatur von Gewebeschäden benötigt werden.

Beim gesunden Menschen gibt es Stoffwechselprozesse, die das Wachstum und die Infiltration steuern und passend stoppen - und genau diese Prozesse sind beim Krebskranken gestört.
 
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14.04.08
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Hallo Ursel,

zufällig bin ich in das Forum gelangt, weil ich auf der Suche nach „Hirsekur“ war und habe mich festgelesen.

Hirse ist ein nicht unwichtiges Lebensmittel, wenn es um Krebs geht. Ebenso wie bspw. Buchweizen... Das nützt aber nichts, wenn man es als Kur macht, das muß man schon dauerhaft in die Ernährung integrieren und das am besten präventiv.

Dreh- und Angelpunkt ist neben einer Ernährung mit ausreichend Vitalstoffen (vegetarisch und bio reicht da nicht) die Kuhmilch.

Richtig. Aber du meintest sicher nicht, daß man jetzt Kuhmilch trinken soll, oder?

Es gibt von Campbell eine riesige Studie ("The China Study", gibt es mittlerweile auch auf Deutsch) in der ziemlich deutlich wird, daß tierisches Eiweiß und vor allem die Milch höchst problematisch bei Krebserkrankungen ist. Sie erklären nicht, warum das so ist, aber ich kann den Grund gerne bei Bedarf ergänzen.
 

lisbe

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Hallo Joachim!
Dann ergänze mal den Grund. Finde ich gerade interessant. :D
Bei der Gelegenheit: welche grundsätzlichen Unterschiede gibt es zwischen der Kuhmilch und der Schafs- oder gar Ziegenmilch. Weisst Du das zufällig? Ich denke da gerade an die Budwig, den Hirtenkäse und das Leinenöl... Schliesslich sind es alles tierische Eiweisse so gesehen, oder?

Danke und Gruß!
 
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14.04.08
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Hallo lisbe,

Dann ergänze mal den Grund. Finde ich gerade interessant. :D

Ohne jetzt zu weit ausholen zu wollen: Die angesprochenen Stoffwechselprozesse basieren u.a. auf zwei Enzyme: Trypsin und Chymotrypsin. Beide Enzyme werden für die Proteinverdauung benötigt. Verzehrt man zu viel tierisches Eiweiß, dann stehen nicht mehr genügend dieser Proteine zu Verfügung, um die "Krebszellen" zu kontrollieren. Die beiden Enzyme werden von der Bauchspeicheldrüse gebildet, was auch erklären dürfte, warum Diabetiker ein drastisch höheres Krebsrisiko haben.

Bei der Gelegenheit: welche grundsätzlichen Unterschiede gibt es zwischen der Kuhmilch und der Schafs- oder gar Ziegenmilch. Weisst Du das zufällig?

Für den Menschen und in Bezug auf Krebs keine. Beides liefert artfremdes tierisches Eiweiß. Es ist nur so, daß viele Menschen mittlerweile auf Kuhmilch allergisch reagieren, während sie Schafs- oder Ziegenmilch noch vertragen, die etwas anders zusammengesetzt sind. Tiermilch ist aber von Natur aus sowieso nicht für den Menschen vorgesehen, es ist ja die Säuglingsnahrung der jeweiligen Art. Der Mensch müßte im Grunde Muttermilch verzehren, das wäre unproblematisch (und tatsächlich stellt da einer schon Käse daraus her... ;) )

Ich denke da gerade an die Budwig, den Hirtenkäse und das Leinenöl... Schliesslich sind es alles tierische Eiweisse so gesehen, oder?

Ja. Vom Leinöl mal abgesehen... ;)
 
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18.03.11
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...Nicht nur bei 'Krebs' - grundsätzliche Anmerkungen zum Thema Diagnose und Ther

Hallo Ihr Lieben,

bin ich etwa angekommen? Da seid Ihr ja endlich, Ihr, die sich die gleichen Gedanken machen wie ich.
Die Hirsekur wollte ich machen, um mehr Wärme in mein Leben zu bringen, da habe ich einen Bedarf.

Und natürlich plädiere ich nicht für Kuhmilch. Mein Ausgang für alle Beschäftigung mit der Thematik war meine Arthrose in beiden Kniegelenken. Nachdem ich Fisseler "Arthrose - der Weg zur Selbstbehandlung" gelesen, angewendet und mich bereits fast geheilt habe, war ich infiziert und fasziniert, was da alles geht. Tierisches Eiweiß ist überproportional in unserer Nahrung vertreten, ich habe praktisch von Käse gelebt. Besonders fatal, wie ich jetzt weiß, weil es wieder mit der Kuhmilch zusammenhängt. Da kommt eins zum anderen: durch die industrielle Aufzucht der Tiere sieht deren Futter schon nicht mehr so lecker aus, Medikamente und "Nahrungsergänzungsmittel" stehen bei den armen Geschöpfen mit auf dem Speiseplan. Da ein moderner Betrieb Hochleistungskühe im Stall zu stehen hat (ich weiß wovon ich spreche, ich wohne neben einem), werden diese nicht wie früher nur gemolken, wenn sie ein Kälbchen zur Welt gebracht haben, sondern "durchgemolken", auch wenn sie bereits wieder besamt sind. Da bildet der Kuhkörper natürlich auch die erforderlichen Hormone, damit ein gesundes Kalb heranwachsen kann, mit allem Drum und Dran, was Mutter Natur sich genialerweise hat "einfallen" lassen. An uns Menschen hat sie dabei in keinster Weise gedacht. Und nun bilden wir uns ein, Milch trinken zu müssen. Joghurt, Käse, Milchschnitte und was man sonst noch alles Leckeres an den Mann und die Frau und ganz besonders ans Kind bringen kann. Selbst die Abfälle bei der Weiterverarbeitung der Milch (Molkepulver) wird mit EU-geförderten Projekten durch uns menschliche Mülleimer entsorgt.
Die Budwig kannte unsere moderne, homogenisierte Milch nicht, deshalb konnte sie noch Quark empfehlen. Es gibt aber auch Sojamilch und ähnliche Produkte, die ebenfalls die wichtigen Inhaltsstoffe des Quarks (Schwefelverbindungen) enthalten.

Einen schönen Abend zusammen
Ursel1951
 

lisbe

...Nicht nur bei 'Krebs' - grundsätzliche Anmerkungen zum Thema Diagnose und Ther

Hallo Ursel!

Ja, da hast Du wohl Recht, was Kuhmilch generell betrifft. Keine Frage. Gerade diese Hormone...
Aber was die Budwig betrifft: die ist erst 2003 verstorben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr diese Problematik nicht klar sein sollte. Gerade ihr. Deshalb komme ich jetzt mit Joachims (?) Antwort auch nicht ganz klar. Denn der magere Hirtenkäse ist nun mal der zweite Hauptbestand der Kur...

Übrigens mit der Kniearthrose - hast Du schon mal eine Wurmkur versucht?
Viele Grüße!
 
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...Nicht nur bei 'Krebs' - grundsätzliche Anmerkungen zum Thema Diagnose und Ther

Hallo Ursel,

Mein Ausgang für alle Beschäftigung mit der Thematik war meine Arthrose in beiden Kniegelenken.

Nur so am Rande, es ist ja nicht unbedingt das Thema: Die Arthrose ist eine ernährungsbedingte Zivilisationskrankheit. Wenn du das tierische Eiweiß meidest, dann entlastest du damit den Organismus, speziell den Eiweißstoffwechsel und das Immunsystem. Gleichzeitig sorgst du dafür, daß sich durch den hohen vorhergehenden Eiweißverzehr gebildete Ablagerungen wieder zurückbilden. Das ist in der Tat beides bei allen rheumatischen Erkrankungen ein ganz wesentlicher Faktor - aber das tierische Eiweiß oder die Milch ist nicht wirklich die eigentliche Ursache der Arthrose. Die tatsächliche Ursache liegt im langjährigen Verzehr stark verarbeiteter Nahrungsmittel, allen voran Fabrikzucker, Auszugsmehle, Fabrikfette und zuwenig Frischkost.
 
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...Nicht nur bei 'Krebs' - grundsätzliche Anmerkungen zum Thema Diagnose und Ther

Liebe Ursel,

da bin ich dir ja 'hinterher gestapft gekommen'. Erst bei den privaten Nachrichten die Ursel dann hier gesucht...
Na ja und auch gefunden.

Also: Mal vorweg. Das ist ganz lieb, wenn ich einen Lit-Tipp bekomme, gehe
ich ihm immer nach und werde das auch in diesem Fall tun.

Nur mal kurz zur Info: Das BiMi ist ja nicht nur das BiMi. Es hat ja auch ein
Buch geschrieben und hier kommt wieder der Interessenkonflikt zum tragen,
weil, eigentlich soll ja hier keiner für Bücher werben, die er/sie selbst geschrieben hat, andererseits bin ich gleich nach meiner 'Vorstellung'
angeschrieben und aufgefordert worden, mal was zu meinem Buch zu schreiben.
Na ja, da ist es natürlich blöd, nur den Titel zu nennen, also reichte ich auch
gleich meinen 'echten' Namen nach.
Ich heiße Birgit Riese, ich habe Physio, HP, TCM gelernt. Habe als Ernährungs-
beraterin und Dozentin und Referentin freiberuflich gearbeitet.
Ich habe noch viel, viel, mehr gemacht in meinem anstrengenden, ereignisreichen und mitunter recht traurigem Leben...:traurig:
Mein Buch heißt: 'Sieben Gründe, warum unsere Nahrung krank macht' und einer der Gründe ist (meiner Meinung nach) der Milchgenuss!

Und dazu will ich auch nicht soviel schreiben, nur: Ich hab mal viel mit Osteoporosegruppen gearbeitet und das sind ja alles Patienten, die glauben,
sie müßten ganz viel Kalzium (Quatsch) in Form von Milch (noch viel mehr Quatsch) zu sich nehmen und da habe ich eine Menge Überzeugungsarbeit
leisten müssen, auch dann noch, als eine Teilnehmerin, die gern und viel
Kalzium schluckte, plötzlich an einer AORTENSKLEROSE litt.

Also meine Meinung zur Milch:
-Ist was für Babys (Muttermilch, nicht Kuhmilch, die ist aufgrund der völlig anderen Nährstoffsituation was für Kälber)

-Erwachsene haben eventuell nicht mehr die, für die Verwertung von Milch notwendigen Enzyme, oder nicht in ausreichendem Maße

- Blutgruppenernährung nach Dr. D'Adamo spricht dagegen, denn bestimmte
Blutgruppen vertragen nur mit ihrer Blutgruppe kompatible Nahrungsmittel
(ansonsten Reaktion, wie bei Transfusion mit der falschen Blutgruppe - das Lektine-Thema)

- die Zunahme von Laktose-Unverträglichkeit spricht ihre eigene Sprache,
na ja und Neurodermitis und Milchschorf sprechen sie auch.

Übrigens ist Hirse ( auch von Joachim erwähnt) auch ein gutes Mittel gegen Osteoporose und hypoallergen.

Liebe Grüsse

BiMi
 
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