Nach Abstillen unklare Symptome

dcc

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Ich habe im Dezember meine Tochter durch IVF mit einem Kaiserschnitt und Vollnarkose (vorab PDA, Einleitung und 29 Stunden Wehen) entbunden. Anschließend nach dem Abstillen im Februar (aufgrund von chronischer mastitis und vasospasmus der Brustdrüßen) seitdem leider massive Probleme. Abgestillt mit Dostinex und behandelt mit Zwei Wochen Antibiotika und extrem hochdosiertem Magnesium und Calcium.
Bisher haben mich leider alle Ärzte immer weiter geschickt ohne Diagnose da die Symptome so vielfältig und zusammenhangslos scheinen:
- Taubheit / dumpfes Gefühl in Händen, Kopf, Füßen, Rücken
- Gelenkschmerzen v.a. In den Händen / Füß Knöcheln / Hüfte
- Muskelschwäche ( Baby oder Föhn halten schmerzt schon nach 2-3 Minuten und wird immer mehr)
- leichte Steifigkeit morgens vor allem in den Händen
- Müdigkeit/Erschöpfung
- Druck im Kopf
- inneres “vibrieren” beim ruhig liegen
- Haarausfall
- immer wieder Infekte ( Schnupfen, Angina..)
- nach anstrengenden Tagen Temperatur am Abend ca 37,5-37,9 - immer wieder grippeähnliches Gefühl

Das einzige was bisher festgestellt wurde ist ein sehr niedriger Ferritinwert (8). Diesbzgl habe ich seit ein paar Wochen Infusionen bekommen.
Neurologen, Rheumatolgen, Internisten, HNO, Gyn haben alle keine Erklärung bisher gefunden.
Es wurden folgende Dinge angesehen:
- grosses Blutbild
- Rheumafaktoren ANA CRP BSG inkl Div Immunglobuline
- hsCRP 0,2 mg/dl -> leicht erhöht
- Leber / Niere Blutwerte
- Omega 3 Index 8,6 - EPA 60 / DHA 127 mg/l ( seit Schwangerschaft supplementiert)
- TSH, TPO, ft3, ft4
- Vitamin D 30 ng/ml -> vor 2 Monaten seither ssupplementiert mit 8.000 IE pro Tag inkl K2
- Cortisol Serum
- B12: 450 ng/l
-Elektrolyte Calcium, Phosphor, Chloride, Magnesium, Natrium, Kalium im Serum
- Kupfer, Zink
- CK, LDH
- Hepatitis Antikörper
- Cmv Antikörper
- EBV Antikörper
- Blutzucker nüchtern 100, HbA1c 5,6 Insulin 16,7 uU/ml , HOMA 0,7 --> erhöht, Berberine supplementiert, PCOS diagnostiziert
- B1/B2/B6
- Borreliose Antikörper
- Harnsäure 6,8 ng/ml —> leicht erhöht

- langzeit EKG
- Herz Echo
- Leber/Nieren/Milz Ultraschall
- MRT kopf
- MRT Oberarm
- MRT Schulter
- MRT Hws
- Röntgen LWS
- Röntgen Hüfte
- Röntgen Hände
- EMG Hände / Arme
- Ultraschall Gebärmutter

Einzig was gerade noch gefunden wurde ist sehr abnormale Chrom 10,5 ug/l und Selen 0,4 ug/dl Werte - der Hausarzt wusste damit aber nichts anzufangen.

Mir wurde vor zwei Wochen ein Zahn gezogen der trotz Wurzelbehandlung eitrig war und plötzlich starke Schmerzen verursachte. Bisher merke ich aber noch keine (positiven?) Auswirkungen.

Hat jemand eine Idee / Ansatzpunkt was die Ursache sein könnte?
 
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Es ist gut, wenn Du (zumindest bei abweichenden Werten) den Referenzbereich dazu schreibst.

Gedanken, die mir beim Überfliegen kommen:
  1. Möglicher Zusammenhang erhöhter Harnsäure-Wert und Gelenk-Schmerzen und -Steifigkeit
  2. Im Blutzuckerstoffwechsel stimmt irgendetwas nicht, was vielleicht Erschöpfung u.a. erklären könnte. Ich kenne mich mit dem HOMA-Index nicht aus, aber auch die Nüchtern-Glukose ist ja wohl grenzwertig. Chrom hat einen Bezug zum Zuckerstoffwechel.
Inwieweit dies - und auch das PCOS - mit speziellen Hormonveränderungen nach einer Schwangerschaft zusammenhängen könnten, weiß ich nicht. Was sagt denn Deine Gyn?

Kurz mit Hilfe von ChatGPT anrecherchiert:
  • Der HOMA-Index schätzt die Insulinresistenz über Nüchternblutzucker und Nüchterninsulin. Ein höherer Wert spricht für eine verminderte Insulinempfindlichkeit. Nach einer Schwangerschaft kann der Zuckerstoffwechsels vorübergehend verändert sein, insbesondere nach einem Schwangerschaftsdiabetes. (Hattest Du diesen?) Ein erhöhter HOMA-Index bei normalem HbA1c und grenzwertiger Nüchternglukose kann auf eine frühe Insulinresistenz hinweisen, auch wenn der Langzeitzucker noch unauffällig ist.
  • Ein dauerhaft erhöhter Harnsäurespiegel ist wohl eher keine Folge von Schwangerschaft oder Abstillen. Er kann aber mit Insulinresistenz, Übergewicht, Ernährung, eingeschränkter Nierenfunktion oder anderen Faktoren zusammenhängen und sollte bei anhaltender Erhöhung abgeklärt werden.
 
Hallo

Referenzwerte laut Labor bei den grenzwertigen oder über/ unterschrittenen Werten:

Selen 5-12 -> 0.4 ug/dl !!
Chrom 0.5-4 -> 10.5 ug/l !!
Harnsäure bis 6.2 -> 6.8 ng/ml
hsCRP bis 0.1 -> 0.2 ng/ml
Omega 3 Index > 8 -> 8,5
HbA1c 4-6 -> 5,6 %
Insulin 4.3 - 19.9 -> 16.7 uU/ml

Gyn sagt das die Hormone bis auf die Androgene aufgrund dem PCOS passen. Blutzucker untertags macht keine Probleme aber vor allem dem erhöhte Insulinwert geht in Richtung Prediabetes. Laut ihm aber absolut keine Erklärung für irgendwelche meiner Symptome.
Bzgl der Chrom Abweichung konnte ich ihn jetzt noch nicht befragen.
 
Die drei letzten Werte sind doch im Referenzbereich?

Chrom-Werte: welches Chrom wurde gemessen und in welchem Material (Vollblut, Serum, Urin)? Nimmst Du Nahrungsergänzungsmittel, bist Du beruflich exponiert (z. B. Metallverarbeitung)?

Selen-Werte: Diese können wohl durch selenarme Ernährung, Resorptionsstörungen (z. B. Darmerkrankungen), erhöhten Verbrauch bei chronischen Entzündungen oder selten durch bestimmte Erkrankungen entstehen.

Laut ihm aber absolut keine Erklärung für irgendwelche meiner Symptome.
Bei den Gelenkschmerzen und -steifigkeit denke ich wie gesagt auch eher an die Harnsäurewerte. Eine Freundin hat auch leicht erhöhte Werte und Gelenkprobleme. Sie hat ihre gesamte Ernährung hinterfragt - ich weiß den aktuellen Stand aber nicht. Deine Nierenwerte waren in Ordnung?

Mit Gyn-Sachen kenne ich mich kaum aus, da antworten vielleicht noch andere.

Alles Gute Dir,
 
Hallo dcc,

es tut mir sehr leid für Dich, daß es Dir nach der Geburt so gar nicht gut geht. Dabei sollte das doch eine freudige Zeit sein ...

Gibt es denn bei den Entzündungswerten, vor allem dem CRP, Auffälligkeiten?

Hat sich nach den Infusionen der Ferritinwert normalisiert? - Wie sehen die Werte von B6 u nd B12 aus? Dein B12-Wert (ich nehme an, das ist der Serumwert?) ist recht niedrig. Vielleicht wäre es gut, zusätzlich noch den Transcobalamin-Wert bzw. die Methylmalonsäure zu bestimmen? Die sind genauer.

Wäre es möglich, daß Du Dir bei der Geburt im Krankenhaus mit viel medizinischer Unterstützung eine Infektion zugezogen hast? Ist dem nachgegangen worden?

Man mag über KI denken, was man will. Ich finde, daß Deine vielen Werte mithilfe von KI evtl. zu einer Aussage führen könnte, und das schneller als aufeinander folgende Arztbesuche, die ja bisher nicht viele Erkenntnisse gebracht haben.
Vielleicht kannst Du das ausprobieren; evtl. mit jemand, der Dir dabei behilflich ist.

Grüsse,
Oregano
 
Hallo
Danke für die Fragen/Inputs

- Chrom im Vollblut/Plasma steht am Befund. Keine Exposition im Beruf. Bürojob

- Selen: im Serum/Plasma. ich Esse viel Nüsse, Huhn, Ei, Haferflocken, Gemüse, Kefir, Suppe. Soweit ich das gegoogelt habe scheint mir eine solcher Mangel daraus kaum möglich
Darm/Verdauungsprobleme habe ich eigentlich keine. Wurde aber nie getestet. Was wäre da eventuell sinnvoll?

- Harnsäure: Nierenwerte (HST, BUN, Kreatinin, glom. Filatrationsrate, EKFC) waren OK

- CRP war immer normal meist um die 0,11 mg/dl nur wie erwähnt der hsCRP leicht erhöht

- B12 normwert ist 190-890
Ich nehme seit einigen Wochen einen nicapur Vitamin B complex. Seitdem noch keine neuen Werte gemacht. B6 ist schon länger her da war ich mit 116 ug/l über dem Referenzwert 5-30 . Damals auch supplementiert
Link werde ich mir ansehen

- Infektion: auf was würde man da testen? Abstrich Gebärmutter zeigte keine Entzündung.

- Ferritin ist auf 170 rauf dann aber wahrscheinlich wegen starker und langer Periode wieder auf 40 runter. Arzt hat jz nochmal Infusion gemacht- neuer Wert macht lt ihm aber erst in ein paar Wochen Sinn

Hab schon versucht die KI zu füttern auch so recht schlau bin ich leider noch nicht geworden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Chromwerte - ohne berufliche Exposition:
Chrom 0.5-4 -> 10.5 ug/l !!

lassen mich auch an Störfaktoren in der Präanalytik denken:
  • Störfaktoren
    • Präanalytische Kontamination (Verunreinigung vor der Analyse) durch ungeeignete Entnahmesysteme, Kanülen (Hohlnadeln), Gefäße oder Laborutensilien
    • Externe Kontamination der Probe, z. B. durch Hautkontakt, Staub oder Arbeitsumgebung
    • Matrixabhängige Unterschiede zwischen Vollblut, Plasma/Serum und Urin
    • Akute Exposition kurz vor Probengewinnung

Spurenelemente sind nach meinem Stand insgesamt anfällig bezüglich der Präanalytik. ChatGPT nennt mir eben noch folgende Störfaktoren: Entnahme unmittelbar nach einer Infusion, Nahrungsergänzungsmittel mit Chrompicolinat oder Chromhefe, Multivitaminpräparate, Tabakrauch (kann Chrombelastung gering erhöhen). War Deine Eiseninfusion evtl. kurz vorher?

Ich würde wohl zunächst eine Wiederholungsmessung - mit Spurenelement-Spezialröhrchen und auch ansonsten penibler Beachtung der Präanalytik und einigen Tage Abstand zu Infusionen - veranlassen.

Zum Selen im Serum: Das ist wohl ein sogenannter negativer Akute-Phase-Marker, der bei einer relevanten Entzündung sinken kann, ohne dass die gesamten Körperspeicher in gleichem Ausmaß erschöpft sind. Die Mastitis könnte dabei theoretisch eine Rolle spielen, sofern zum Zeitpunkt der Blutentnahme noch aktiv.

Zu Deinem leicht erhöhten hsCRP: Kann das nicht durch die Brustentzündung (Du schriebst ja sogar von "chronischer Mastitis") erklärbar sein?
 
Hallo dcc,

wie sahen Deine Leberwerte aus?
Für mich sieht das ganze nach einer Überlastung der Entgiftung Deines Körpers aus, was nach so vielen „Einflüssen“ ja nicht wirklich überraschend wäre.

Grüsse,
Oregano
 
Chrom: Abnahme war 1 Woche nach Eiseninfusion. Ich werde beim Hausarzt nachhaken ob wir es wiederholen können.

Selen: Mastitis war im März nach zwei Wochen Antibiotika vorbei - zumind keine Schmerzen mehr

hsCRP: wurde erst jetzt vier Monate nach Mastitis erhoben

Leber: anbei
 

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