Lymphozytäre Gastritis, bitte dringend um Hilfe

Das wären zweierlei Dinge. H.Pylori in runder, kokkoider Form, S-, U-, V- und C-Form, ist mit der üblichen Histologie, Urease- oder Antigentests nicht erkennbar und kann verkennend als "chronisch inaktive Gastritis" bezeichnet werden. Wobei das "inaktiv" als unter dem Mikroskop morphologisch andersartig zur typischen Erscheinung "aktiver" Gastritis zu verstehen ist und als lymphoplasmozytische Entzündung und Läsionen ohne Neutrophile beschrieben ist.


bestehen bleiben, fortdauern (von krankhaften Zuständen)


Ja.
Zu Vitamin A kann man das Serum messen und bspw. 0,5-0,7 mg/l anstreben, wenn man das wollte.
Nachdem jetzt etwas Zeit vergangen ist und ich mit Ernährung und Probiotika/Präbiotika/Heilerde nur begrenzt weit gekommen bin, hätte ich nochmal eine Frage dazu.

Ich habe mich damals (Oktober 2022) mit einer dreifach Antibiotika Kombi (Pylera) auf das H.Pylori behandeln lassen. Danach ist es aber leider nicht besser geworden.

Angenommen ich hätte trotzdem H.Pylori und es wäre in einer der von dir genannten Formen und deshalb nicht nachweisbar, wie würde man das Ganze denn behandeln können?
Ebenfalls mit dem von dir angesprochenen CDL, MMS und kllodialem Silber?

Liebe Grüße
 
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Angenommen ich hätte trotzdem H.Pylori und es wäre in einer der von dir genannten Formen und deshalb nicht nachweisbar, wie würde man das Ganze denn behandeln können?

Ebenfalls mit dem von dir angesprochenen CDL, MMS und kllodialem Silber?
Gute Frage. Ich habe nochmal im Thread zurückgeschaut: Wenn Oktober 2022 deine allererste H.pylori Antibiose im Leben war, ist es unwahrscheinlich dass du damals schon kokkoide Formen eingenistet hattest.
Egal was es ist, müsste m.Ü.n. da etwas übere längere Zeit mit penibler Regelmäßigkeit einwirken wie CDL oder MMS nach dem 8x-am-Tag-jede-Stunde über 4 Wochen steigernd und halten - Protokoll. Es gibt hier den CDL/MMS Forumsthread. Herr Kalcker der gute Mann hat, glaube ich, sein Buch auch kostenfrei als pdf im Internet zur Verfügung gestellt.

Deine Hausarztpraxis kann für dich vielleicht eine Stuhluntersuchung auf Whipplei-DNA bestellen.

Ansonsten würde ich vielleicht sogar vor CDL-Anwendung gänzlich umsatteln.
Zuerst Stärkung der Schleimschichten,
der Schleimhäute,
dann der Magensäure sowie Bauchspeicheldrüse und Galletätigkeit.

Blutwerte sind für viele Mikronährstoffe genommen worden und alles aufgebaut was im Mangel war (Auch Vitamin D).
Das D würde ich meiden wie der Teufel das Weihwasser. Dann dauert das leider 4-5 Monate, bis der Überschuss eliminiert ist und überhaupt erst wieder eine Basissituation besteht.

Im Forumsthread über Vitamin-E kannst du stöbern und überlegen, wie gut es um deine Ernährungsfette steht.

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die Beschwerden bestehen weiterhin. Wenn auch nicht so stark, da ich weiterhin das Omeprazol (80mg pro Tag ://) nehme und mich nicht traue es abzusetzen, aber weiterhin stark genug um mich unwohl zu fühlen. Ich weiß man soll diese verdammten Säureblocker nicht länger als nötig einnehmen und das will ich auch wirklich nicht, aber was soll ich tuen? Wenn ich nur einmal die Einnahme vergesse kommen sofort Schmerzen. Ich will umbedingt versuchen die abzusetzen. Aber wie, wenn weiterhin der Schmerz so stark ist?

Nehme täglich Ketotifen (H1-BLocker und Mastzellstabilisator)
Famotidin kann eine passendere Wahl sein bei Fokus auf Magensäurehemmung. Vielleicht ist das etwas zum Übergang weg von den schädlichen Prazolen.

Nicht-magensaftresistent-verkapseltes Zink kann ebenfalls für mehrere Stunden die Magensäure reduzieren, unterstützend zur Abheilung und Zellproliferation.
Zink-Carnosin (speziell) oder Zinkacetat (gibt es z.B. von Life Extension) fallen mir ein.
Außerdem mehrfach täglich verteilt ausreichend Calcium zur Erhaltung der Schleimschichten.

und pflanzliche Mastzellstabilisatoren (Quercetin, Luteolin, Rutin, Pterostilbene, Theanin
Insgesamt tut sich hier ein Dilemma auf bei soviel Histaminblockaden, denn die Magensäuresekretion und somit diese somit notwendige, natürliche Schutzbarriere ist in der Signalgebung auch histaminabhängig.

Dann kommt der Speisebrei falsch getaktet und falsch aufbereitet in die weiteren Verdauungswege und vergärt dort ggf. unter Bildung von bakteriellen Endotoxinen u.a., was sich überall zwischen Kopfschmerzen, Malaise, echtem Fieber, Schleimhautentzündungen/-schwellungen (auch als körperlicher Ausscheidungsversuch), Durchfällen ausprägen kann. Was man alles als Histaminreaktion fehldeuten kann, weil das überall als Erklärung in Augen und Ohren geschmiert wird und alles andere, nützliche, tief begraben liegt.

Dazu dann:
Komisch ist allerdings auch, dass die Schmerzen vor allem im mittleren und unteren Bauch sind, obwohl der Magen ja im oberen Bauch sitzt. Vielleicht auch etwas im Darm? Bin mir schon fast sicher damit.

Ich ernähre mich sehr gesund, stark pflanzenbasiert, kein Milch und Gluten, so ausgewogen und vielfältig wie möglich. Wenig Fleisch und Zucker.
Diese Ernährung klingt ziemlich lasch. Falls du nicht täglich frisch gerupfte Kräuterblättchen usf. aus einem eigenen Garten verwendest, können die Verdauungsfunktionen durch zu wenig Beanspruchung erschlaffen. Das kann sich reaktiv als Ausweichdiät bei dir so eingeschlichen haben. Oder eine Henne/Ei Situation sein. Im Besserungsverlauf wäre eine Umstellung wahrscheinlich ein Balanceakt und Schaukelspiel nach oben.


Peace out.
 
Sorry erstmal für die mal wieder späte Antwort. Ich habe das Unglück, dass ich Anfang letzten Monats einen schweren Autounfall erlitten habe und aktuell im Rollstuhl sitze. Und das nimmt aktuell viel Raum und Platz ein.
Trotzdem ist die ganze Gastritis Problematik weiterhin aktuell und leidschaffend wie eh und je.

Gute Frage. Ich habe nochmal im Thread zurückgeschaut: Wenn Oktober 2022 deine allererste H.pylori Antibiose im Leben war, ist es unwahrscheinlich dass du damals schon kokkoide Formen eingenistet hattest.
Egal was es ist, müsste m.Ü.n. da etwas übere längere Zeit mit penibler Regelmäßigkeit einwirken wie CDL oder MMS nach dem 8x-am-Tag-jede-Stunde über 4 Wochen steigernd und halten - Protokoll. Es gibt hier den CDL/MMS Forumsthread. Herr Kalcker der gute Mann hat, glaube ich, sein Buch auch kostenfrei als pdf im Internet zur Verfügung gestellt.

Deine Hausarztpraxis kann für dich vielleicht eine Stuhluntersuchung auf Whipplei-DNA bestellen.

Ansonsten würde ich vielleicht sogar vor CDL-Anwendung gänzlich umsatteln.
Zuerst Stärkung der Schleimschichten,
der Schleimhäute,
dann der Magensäure sowie Bauchspeicheldrüse und Galletätigkeit.
Ich werde mich mit CDL und der Thematik rund um die Anwendung definitv auseinandersetzen.
Auch der Whipplei Infektion werde ich nachgehen, denn die Symptome könnten ziemlich gut passen...

Weißt du wie zuverlässig der Whipplei-DNA Test aus dem Speichel und Stuhl im Vgl. zur Entnahme aus einer Darmschleimhaut-Biopsie ist?
Ich bin kein Fan davon halbe Sachen zu machen, muss allerdings auch sagen, dass mich die Magen- und Darmspiegelungen wie auch Probeentnahmen immer ziemlich mitgenommen haben und es mir danach einige Tage bedeutend schlechter ging.

Zur Schleimhaut: Was kann ich denn da genau machen um diese zu stärken? Ich habe mir jetzt eine Flasche Vitamin A (Retinylacetat) bestellt, würde dies aber gerne vor der Einnahme im Blut testen lassen um (wie von dir erwähnt) nicht zu viel einzunehmen.
Calcium nehme ich aktuell jeden Tag über Sangokoralle zu mir.
Bor nehme ich inzwischen ebenfalls (500mcg/Tag).

Auch was Bauchspeicheldrüse und Galle betrifft bin ich wirklich ratlos wie ich diese vor der CDL-Behandlung stärken könnte. Würde es vielleicht ausreichen diese auf ihre Funktion testen zu lassen mittels? Bei mir wurde Mitte letzten Jahres mal Calprotectin gemessen und das war im grünen Bereich.
Ich habe sowieso gelesen, dass beide, wenn in ihrer Funktion eingeschränkt, Auslöser für eine Gastritis sein können.
Irgendwelche Tipps?

Das D würde ich meiden wie der Teufel das Weihwasser. Dann dauert das leider 4-5 Monate, bis der Überschuss eliminiert ist und überhaupt erst wieder eine Basissituation besteht.
Das würde mich doch jetzt arg interessieren wie du zu dieser Aussage kommst. Ich habe mich (einigermaßen) viel über Vit. D belesen und überall hieß es von einschlägigen Experten, ein Wert von 40-60 ng/ml wäre erstrebenswert.
Über Quellen wäre ich sehr dankbar! Ist ja schon eine große Thematik, da es sich um ein Hormon handelt.

Nicht-magensaftresistent-verkapseltes Zink kann ebenfalls für mehrere Stunden die Magensäure reduzieren, unterstützend zur Abheilung und Zellproliferation.
Zink-Carnosin (speziell) oder Zinkacetat (gibt es z.B. von Life Extension) fallen mir ein.
Außerdem mehrfach täglich verteilt ausreichend Calcium zur Erhaltung der Schleimschichten.
Tatsächlich ist das ein guter Hinweis, denn ich habe in letzter Zeit versucht mit Kaisernatron zu arbeiten wie hier im Thread von Einigen empfholen. Leider mit dem Resultat, dass es 1-2h hilft und danach starke Bauschmerzen und Diarrhoe verursacht, auch in geringer Dosierungen.
Entweder werde ich jetzt zuerst nochmal Bicarbonate in Reinform probieren oder eben Zinccarnosin.

Famotidin kann eine passendere Wahl sein bei Fokus auf Magensäurehemmung. Vielleicht ist das etwas zum Übergang weg von den schädlichen Prazolen.
Ebenfalls ein guter Hinweis. Dass es Famotidin gibt hatte ich schon fast wieder vergessen. Danke.


Insgesamt tut sich hier ein Dilemma auf bei soviel Histaminblockaden, denn die Magensäuresekretion und somit diese somit notwendige, natürliche Schutzbarriere ist in der Signalgebung auch histaminabhängig.

Dann kommt der Speisebrei falsch getaktet und falsch aufbereitet in die weiteren Verdauungswege und vergärt dort ggf. unter Bildung von bakteriellen Endotoxinen u.a., was sich überall zwischen Kopfschmerzen, Malaise, echtem Fieber, Schleimhautentzündungen/-schwellungen (auch als körperlicher Ausscheidungsversuch), Durchfällen ausprägen kann. Was man alles als Histaminreaktion fehldeuten kann, weil das überall als Erklärung in Augen und Ohren geschmiert wird und alles andere, nützliche, tief begraben liegt.
Da gab es ein Missverständnis, ich nehme nicht alle der genannten Pflanzenstoffe gleichzeitig, sondern immer nur ein oder zwei gleichzeitig. Aktuell bspw nur Quercetin (3x500mg/Tag).
Außerdem sind die Mastzellstabilisatoren auch keine direkten Antagonisten an Histaminrezeptoren wie H1- oder H2-Blocker, sondern stabilisieren die Mastzellen.
Auch das kann natürlich ein Problem sein und ich stimme dir auch zu, dass Vieles als Histaminreaktion fehlgedeutet wird. Allerdings dürfte das bei mir nicht der Fall sein.


Diese Ernährung klingt ziemlich lasch. Falls du nicht täglich frisch gerupfte Kräuterblättchen usf. aus einem eigenen Garten verwendest, können die Verdauungsfunktionen durch zu wenig Beanspruchung erschlaffen. Das kann sich reaktiv als Ausweichdiät bei dir so eingeschlichen haben. Oder eine Henne/Ei Situation sein. Im Besserungsverlauf wäre eine Umstellung wahrscheinlich ein Balanceakt und Schaukelspiel nach oben.


Peace out.
An der Stelle muss ich dir leider Recht geben. Die Ernährung ist ziemlich lasch und es handelt sich defintiv um eine Ausweichdiät. Allerdings war sie für meine Situation das "gesündeste" zumindest vom Gefühl her -> am wenigsten Bauchschmerzen. Dass das auf Dauer nicht funktionert und es dann u.A. an Proteinen fehlt ist mir schmerzlich bewusst.
Aktuell esse ich aufgrund des Unfalls und weil mein Körper jetzt deutlich mehr Energie braucht wieder mindestens 2x pro Woche Fleisch oder Fisch und auch schwerverdaulicheres Gemüse wie Bohnen.
Auch Nüsse als Mandel, Tahin oder Erdnussmus baue ich wieder häufiger ein. Es schmeckt ja auch gut ;)
Mit den Bauchschmerzen arrangiere ich mich aktuell durch Akzeptanz.

Auf Dauer denke ich aber muss sich die Grundursache der Gastritis auflösen, damit die Schleimhaut mit der Belastung klarkommt und Abheilen kann. Ansonsten verbessert das schwerer Verdauliche zwar die Darmmobiltät (Fachbegriff gerade entfallen) reizt aber immer wieder die Schleimhaut und verhindert das Abheilen...

Aber zuerst muss ich aus dem Rollstuhl raus und zur Reha.
Die Knochenbrüche im Kreuzbein haben jetzt erzwungener Maßen Vorrang.
Tut hier aber nichts zur Sache.

Freue mich wie auch zuvor über deine Antwort und deinen Rat.
Auch von mir ein Peace Out.
 
Weißt du wie zuverlässig der Whipplei-DNA Test aus dem Speichel und Stuhl im Vgl. zur Entnahme aus einer Darmschleimhaut-Biopsie ist?
Ich bin kein Fan davon halbe Sachen zu machen, muss allerdings auch sagen, dass mich die Magen- und Darmspiegelungen wie auch Probeentnahmen immer ziemlich mitgenommen haben und es mir danach einige Tage bedeutend schlechter ging.
Sensitivität bei Speichel und Stuhl sind m.E.n. i.O., aber die Spezifität ist umstritten weil es keine Gewebeinfiltration belegt. Die Stuhlprobe ist Standard. Um Speichelprobe müsstest du streiten oder selbst zahlen.

Die Magen-Darmbiopsien sind dahingehend diagnostisch schlecht weil wegen der fleckigen Verteilung bis zu 7 Stück entnommen werden sollten bzw. die Färbemethoden erheblich schlechtere Nachweisraten und Empfindlichkeiten aufweisen als erheblich teurere und nicht-standardmäßige rtPCR der Proben. Für rtPCR dürften die Biopsien nach Entnahme außerdem nicht fixiert werden. Obendrein zur Belastung und Infektionsgefahr durch erneute Spiegelung.

Vorteilhafter wäre ein paralleler Weg über eine engagierte Hautarztpraxis bzw. Universitäts-Hautklinik hinsichtlich einer Hautbiopsie:
Tropheryma whipplei in the skin of patients with classic Whipple’s disease​
Journal of Infection (2010) 61, 266-269​
doi:10.1016/j.jinf.2010.06.007​

Oder eine hochempfindliche rtPCR Untersuchung des Morgenurin(sediments) im nationalem Referenzlabor:
Potential Role for Urine Polymerase Chain Reaction in the Diagnosis of Whipple’s Disease​
Clinical Infectious Diseases 2019;68(7):1089–97​
doi:10.1016/j.jinf.2010.06.007​
Mit Stuhl und Urin würde ich eine hohe Sensitivität erwarten und glauben, dass es bei beidem negativ nicht vorhanden ist.
Ich schreibe später mehr.

Peace out.
 
Aktuell esse ich aufgrund des Unfalls und weil mein Körper jetzt deutlich mehr Energie braucht wieder mindestens 2x pro Woche Fleisch oder Fisch und auch schwerverdaulicheres Gemüse wie Bohnen.
Auch Nüsse als Mandel, Tahin oder Erdnussmus baue ich wieder häufiger ein. Es schmeckt ja auch gut ;)
Mit den Bauchschmerzen arrangiere ich mich aktuell durch Akzeptanz.
(y)Genug zu essen und ein gesunder Appetit sind sicherlich eine Hauptsache nach einem solchen Unfall mit oder ohne Operation.
ich habe in letzter Zeit versucht mit Kaisernatron zu arbeiten wie hier im Thread von Einigen empfholen. Leider mit dem Resultat, dass es 1-2h hilft und danach starke Bauschmerzen und Diarrhoe verursacht, auch in geringer Dosierungen.
Entweder werde ich jetzt zuerst nochmal Bicarbonate in Reinform probieren oder eben Zinccarnosin.
Das klingt als hättest du nicht ausreichend zeitlichen Abstand zwischen Kaisernatron und Essen bewahrt. Kann das sein? Kaisernatron ist bereits Natriumbicarbonat in Reinform.
Calcium nehme ich aktuell jeden Tag über Sangokoralle zu mir.
Wieviel nimmst du davon und bemerkst du etwas? Sango-Meereskoralle überblicke ich nicht ganz. Enthält die immer ca. 20% Ca und 10% Mg als Carbonate?
Nebenfrage aus Interesse: Fühlt sich das Famotidin für dich ganz leicht, subtil stimmungshebend an? Im Gegensatz zum Ketotifen?
was Bauchspeicheldrüse und Galle betrifft bin ich wirklich ratlos wie ich diese vor der CDL-Behandlung stärken könnte. Würde es vielleicht ausreichen diese auf ihre Funktion testen zu lassen mittels? Bei mir wurde Mitte letzten Jahres mal Calprotectin gemessen und das war im grünen Bereich.
Calprotectin ist kein Marker für die BSD oder Galle, sondern für Darmentzündungen allgemein. Vorrausgesetzt, man produziert genug/erhöhte antimikrobielle Peptide und die Entzündung ist so aktiv und fulminant, dass es sich über den gesamten Stuhl nicht herunterverdünnt.
Für die BSD habe ich hauptsächlich ausreichend Bicarbonate im Blick und wenig Säurebelastung sowie ausreichend Aktivität von cAMP. Was natürlich mit Energiestoffwechsel grundlegend zusammenhängt. Dazu wie auch für die Schleimhäute über den Tag verteilt ausreichend und langfristig Calcium sowie Retinyle (mit Vitamin-E-Komplex) für die Sekretionsleistungen. Eine Zusatzinfo, mit der du etwas anfangen kannst oder auch nicht: Die Aktivierung der exokrinen BSD-Sekretion wird vorrangig über Noradrenalin vermittelt (im Gegensatz zu Adrenalin oder Serotonin->+ACTH->+Cortisol).
Es gibt natürlich die üblichen Laborwerte von AP über Leberwerte, die vermutlich bei dir bereits getestet und unauffällig waren.


Über Quellen wäre ich sehr dankbar! Ist ja schon eine große Thematik, da es sich um ein Hormon handelt.
Hier bitte, grabe dich durch. "Einschlägige Experten" sollten spätestens nach den vergangenen drei Jahren nur ein müdes, krampfartig verschlucktes Lachen entrücken können. Wenn du das studiert hast und verstanden und akzeptieren mochtest, schmeiß als nächstes alles über ähnlich irreleitend tief verankertes ω-3 und ω-6 über Bord.

Peace out.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gastritis habe ich mit Ingwer Pulver geheilt. Jeden morgen ein gehäufter Tee löffel auf leeren Magen mit einem Glas Wasser spülen. Kenne auch viele denen es auch geholfen hat und anschliessend komplett geheilt waren.

Ingwer hatte ich auch wegen anderer Beschwerden genutzt, aber nicht als Pulver sondern als zarte (weiche) frische Variante mit Zucker bestreut. Davon hatte ich in der Zeit zwei 1 kg Beutel verbraucht.

Gegen erträgliche Magenprobleme nutze ich das Gewürz Cumin. Also nicht Kurkumin, das überall beworben wird. Das hilft mir überhaupt nicht, dafür aber Cumin als Pulver. Entweder nehme ich 1 Teelöffel voll und schlucke es langsam herunter oder ich bestreue eine Brotschnitte mit Butter mit reichlich Cumin. Das schmeckt sogar gut. Bereits nach einigen Tagen waren die Magenprobleme verschwunden.

Die Probleme sind dann nach einigen Wochen wiedergekommen. Daraufhin nahm ich das Cumin etwas länger und seitdem sind die Probleme dauerhaft verschwunden.

Das Cumin wurde uns auf einer Marokko-Reise als dort übliches Hausmittel empfohlen.

Gegen Darmprobleme nehme ich Schwefel nach Probst.
siehe Schwefelkur

Eine einzige Impfung habe ich, ja. Das deutich Schlimmere war allerdings die Coronainfektion danach. Die Impfung habe ich ich Vgl dazu locker weggesteckt.

Das ist eine Glaubensfrage. M.E. ist die sog. "Coronainfektion" eine Nebenwirkung der Impfung und deine Probleme sind weitere NW. siehe das folgende kurze Video (Dauer: nur 1:14):

Prof. Dr. Stefan Hockertz: Warum geht es den "Geimpften" (noch) gut? 14.10.2023

Um diese Microgerinnsel abzubauen könnte Serrapeptase helfen. Die Seidenraupen erzeugen dieses Mittel, um den Kokon aufzulösen. Ob es hilft, kann ich nicht sagen.

Hinweis: Es ist eine "Glaubensfrage". Hier im Forum gibt es viele Diskussionen darüber. Mir geht es nur darum, dir ein Mittel zu nennen, dass dir helfen könnte.
 
habe in letzter Zeit versucht mit Kaisernatron zu arbeiten wie hier im Thread von Einigen empfholen. Leider mit dem Resultat, dass es 1-2h hilft und danach starke Bauschmerzen und Diarrhoe verursacht, auch in geringer Dosierungen.

Das klingt als hättest du nicht ausreichend zeitlichen Abstand zwischen Kaisernatron und Essen bewahrt. Kann das sein? Kaisernatron ist bereits Natriumbicarbonat in Reinform.
Falls du das Natron nüchtern und mit ausreichend (>30Min) nachfolgendem Abstand zu einer Mahlzeit eingenommen hattest, könnte die Reaktion darauf vielleicht auf eine eigentlich nicht unerwünschte Magen- und Gallensekretion zu führen sein, die dann in Folge weiter unten im Verdauungstrakt anstößt und schneller als sonst weiterbefördert und je nach Schleimhautintegrität vielleicht auch merklich reizend ist.
Wahrscheinlich würde ich ich dann erst sanftere Natronbäder versuchen und beobachten, ob diese eine ähnliche Reaktion hervorrufen. Und auch bei den auch bei den Carbonaten und Hydroxiden (Sangokoralle) darauf achten.
Falls das nicht nur anfangs sondern immer passiert würde ich wahrscheinlich das Thema Bicarbonate hintenanstellen und Calciumcarbonat oder Calciumacetat bzw. die Sangokoralle und andere Ansätze vorziehen.

Es kann durch den verringerten Magensäurewert und den "Rebound"-Effekt erhöhtes Gastrin auch eine Histaminerhöhung entstehen, wie es bei Antazida (Magnesiumhydroxid und Aluminiumhydroxid) beobachtet wurde (+ 98-149% Histamin):
These effects have been attributed to both intragastric pH elevation and gastrin release (Richardson 1978; Man et al. 1981; Cho et al. 1985), which could also be responsible for the histamine labilisation from amine storage sites in antacid-treated patients. It is concluded that the mechanism for histamine release is sensitive to pH changes in the gut and that this action is evoked by either H2-receptor blockade or antacid treatment. However, only H2-antagonists directly affect the metabolism of serotonin, perhaps by inhibiting the turnover rate of the amine in the gut.
Wobei das die o. erstere Hypothese zum Wirkmechanismus nicht vollständig ausschließt. M.V.n. der verlinkten Studien wird durch erhöhtes Gastrin (als Reiz aus Nahrung, oder als Rebound von Antazida) aus der Magenschleimhaut/den Parietalzellen nebst Säure auch vermehrt Histamin ausgeschüttet, sowohl apikal(Lumen) als auch basal(Serum).

Peace out.
 
Zuletzt bearbeitet:
@AufderSuche007 Ging die Gastritis denn schlussendlich weg? Bist du erfolgreich aus dem Rollstuhl gekommen?
Hier noch viele wichtige Hinweise zum Thema Helicobacter pylori: https://www.symptome.ch/threads/sym...oeglich-dr-jansen-rosseck.146938/post-1388567

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Bei chronischer Gastritis egal welcher Art würde ich inzwischen im Zweifelsfall immer behaupten, es ist mglw. H. pylori. Auch wenn Atemtest, Biopsien, Stuhlantigene, Blut-Schnelltest oder ELISA negativ sind.
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Die Quadrupel-Therapie mit "Pylera" aus Bismuth-kaliumsubcitrat, Tetrazyklin, Metronidazol und PPI wurde inzwischen ja per Leitlinie zur Erstlinientherapie erhoben. Soweit so gut!
Was aber, wenn das eben nicht angeschlagen hat? Gleich bei den Optionen der Zweilinientherapie wird es fraglich!
Dort finden sich die als unzureichend abgewerteten "französische" und "italienische" Tripeltherapien wieder. Ziemlicher Mist.
Und eine Drittlinientherapie liege dann im Ermessen eines fachärztlichen Experten. Heißt übersetzt: Alles Gute, leben sie wohl. Da werden sich, wenn überhaupt, nur ganz wenige Zentren aus dem Fenster lehnen.

(Üblicherweise lassen Ärzte den Patienten einfach verrecken in Fällen wo selbst eine klar strukturierte Leitlinientherapie wegen dem Verordnungsbudget dem Einheimsen des Quartalsbonus entgegensteht. Das Leben eines anderen Menschen wird da also vielfach für ein paar Tausender Einkommensverlust gegengewogen.)​

Dass es die kokkoiden Formen von H. pylori gibt und diese ziemlich sicher multiresistent gegen Antibiotika sind, ist schon seit mind. 30 Jahren publiziert und sollte bekannt sein.
Auch, dass eine erfolgreiche Eradikationstherapie eine vollständige Überführung der kokkoiden Formen in die aktive Spiralform erfordert. Dieser Schritt ist enorm entscheidend!
Damit dies geschieht, muss der pH-Wert nicht nur >4 sondern >6 hin zu neutral angehoben werden. Und das möglichst über den ganzen Tag und die ganze Therapiedauer hinweg!
Die starke und durchgehende Säurehemmung ist also deutlich entscheidender als die Variation der Antibiotika.
Eine neue Zulassung in Japan bspw. verwendet nur Vonoprazan + Amoxicillin als Dualtherapie. Vonoprazan ist ein neuartiger und besonders effektiver und unmittelbar über 24h wirkender Säureblocker. Hierzulande nicht erhältlich.

Für die bestehenden Therapieschema ist in zahlreichen Studien längst deutlich belegt,
dass die Verwendung von Hochdosis-PPI erheblich bessere Erfolgsraten bringt. Die Unterschiede liegen da z.B. zwischen 30-20% Fehlschlag und 5-0% Fehlschlag.
Hochdosis-PPI bedeutet mindestens das doppelte der als "normal" ausgewiesenen Tagesdosis des PPI.
Es empfiehlt sich also dringend die doppelte Menge PPI und das - ebenfalls ganz wichtig - nicht nur einmal täglich sondern im strikt aufgeteilten 2x täglich, alle 12 Stunden Abstand.
Vielleicht sogar 3x täglich im 8 Stunden Abstand mit einer insgesamt dreifachen Dosis PPI - und/oder zusätzlich und ebenfalls zwei Mal täglich und hochdosiert Famotidin als einen H2-Blocker. Der verstärkt direkt über separaten Wirkmechanismus die Magensäurehemmung und außerdem ist es ein Hemmer der carbonischen Anhydrasen von H. pylori, ähnlich Acetazolamid (das auch noch seinen therapeutischen Platz finden kann) - Famotidin schwächt also H. pylori auch direkt und macht sie empfindlicher.

Die PPI haben alle eine spezifische Umrechnung zu Omeprazol-Äquivalenten.
Die PPI der 2. Generation sind aber effektiver. Das sind Esomeprazol und Rabeprazol.
Dazu kommt noch ein weiterer Faktor: Die letztgenannten wirken verlässlicher!
Der Abbau der vielverwendeten PPI geschieht nämlich über das Enzym Cyp2C19 und da gibt es einige Menschen, die genetisch davon eine besonders schnelle und aktive Enzymvariation haben. Das sind die Schnell-Metabolisierer. Das weiß natürlich vorher wieder keiner, wer davon betroffen ist.
Das Esomeprazol und das Rabeprazol gehen nicht/kaum über Cyp2C19 und wirken damit verlässlicher.

Also als sich dringend empfehlende doppelte "normale" Dosis beim Esomeprazol wären das bspw. 40mg zweimal täglich. Famotidin obendrauf mit ebenfalls zweimal täglich 40mg. Als Grundlage zu den Antibiotika.

In den USA ist außerdem die Tripeltherapie "Talicia" mit täglich 3g Amoxicillin und 300mg Rifabutin und PPI zugelassen und zeigt eine Erfolgsquote ebenbürtig zur Bismuth-Quadrupeltherapie.
Das ist also eine Option bei erstmaligem Therapieversagen oder gleich schon als erste Alternative.
Hierzulande ist das so nicht zugelassen. Das wird auch wieder niemand wissen und erst recht nicht im niedergelassenen Bereich zulasten der GKV verordnen wollen.
Aber die Einzelmittel, Amoxicillin, Rifabutin, PPI der Wahl sind alle verfügbar.

So mein Senf hierzu.
Möge es der und dem einen oder anderen helfen und hoffentlich ein Leben retten.

Da alle oben genannten Wirkstoffe verordnungspflichtig sind muss das alles natürlich ein Arzt individuell abwägen und betreuen. Blablabla. Das Übliche für das entmündigte Dasein in entrechteter und fremdverwalteter Leibeigenschaft.
 
Nachtrag:
  • In dieser 2014 Studie heißt es, lymphozytäre Gastritis wäre nicht mit Helicobacter pylori assoziiert.
Im Detail bedeutet das, dass dabei die histochemische Färbungen der Biopsien keinen bakteriologischen Nachweis erbrachten. Möglicherweise sind diese Färbemethoden also schlicht nicht empfindlich genug.​
  • An der Uni Dresden hatte man aber bereits 2006 eine Studie gefertigt, in der bei 51 Patienten mit lymphozytärer Gastritis trotzdem gegen Helicobacter pylori therapiert wurde und das mit sehr eindeutigem Ergebnis:
96% Heilung in der Therapiegruppe nach 12 Monaten gegenüber nur 54% Spontanheilung in der PPI+Placebogruppe. Letzterer Gruppe wurde danach ebenso die antibakterielle Therapie angeboten, wovon alle Teilnehmer nach weiteren 12 Monaten ebenfalls eine vollständige Heilung erfuhren.​
 

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