Hilfe, mein erster Hashi-Schub - oder erwachen die Nebennieren?

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Hallo maramara,

ich hatte nur Tg-Antikörper und hohe fT3- und fT4-Werte, TSH war minimal.

Inzwischen habe ich die Diagnose Schilddrüsenentzündung aufgrund von Nebennierenschäche bzw. Überforderung der Nebenniere bzw. andauerndem Stress. Die NN hat es nicht geschafft den Stoffwechsel weiter aufrechtzuerhalten und folglich musste die Schilddrüse einspringen, die dann ebenfalls überlastet war und sich entsprechend entzündet hat. Die zerstörten Zellen setzen dann die Speicherhormone Tg frei und die Antikörper setzen dann wohl T3 und T4 frei wenn sie Tg zerstören - soweit ich das verstanden habe. Glücklicherweise hat sich die Schilddrüse jetzt nach drei Monaten wieder langsam beruhigt, mein Ruhepuls nach dem Fitnessarmband, also auch im Schlaf gemessen, ist wieder bei 54 :)
Heute war ich das erste Mal seit 3 Monaten wieder zu Fuß etwa 200 m zur Apotheke und mein Puls blieb unter 90, ich bekam weder Schwindel noch Atemnot oder das Gefühl meine Waden platzen - ich bin so froh!
Morgen bekomme ich die Blutwerte von letzter Woche, ich hoffe meine Schilddrüse geht jetzt nicht in Unterfunktion....inzwischen unterstütze ich meine Nebennieren mit Rotklee, Rosenwurz, diversen NEMs und Ruhe.
 
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Kate

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Hallo undichschaffsdoch,

es freut mich, dass es Dir besser geht und ich bin gespannt, ob die Werte dem entsprechen. Du wirst ja sicher berichten.

Inzwischen habe ich die Diagnose Schilddrüsenentzündung aufgrund von Nebennierenschäche bzw. Überforderung der Nebenniere bzw. andauerndem Stress. Die NN hat es nicht geschafft den Stoffwechsel weiter aufrechtzuerhalten und folglich musste die Schilddrüse einspringen, die dann ebenfalls überlastet war und sich entsprechend entzündet hat. Die zerstörten Zellen setzen dann die Speicherhormone Tg frei und die Antikörper setzen dann wohl T3 und T4 frei wenn sie Tg zerstören - soweit ich das verstanden habe.
Das frage ich jetzt auch aus eigenem Interesse: Wo bekommt man eine solche Diagnose und hast Du evtl. auch den ICD-Code dazu? Für mich hört sich das nicht nach "Schulmediziner" bzw. "offizieller" Diagnose an.

Und wurde Dein TG, der ja in diesem Erklärungsmodell eine wichtige Rolle spielt, überhaupt untersucht und war erhöht? Es handelt bei TG ja um einen Tumormarker (und recht teuren Laborwert), der i.a. nur für die Verlaufskontrolle von SD-Karzinomen empfohlen wird (weil sehr unspezifisch), aber dennoch öfter mal von SD-Docs mit untersucht wird.

Gruß
Kate
 
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Oh, tut mir leid, Tg sollte Thyreoglobulin sein, die Eiweißverbindung, in der T3 und T4 in den Schilddrüsenzellen gespeichert ist.

Der Endo hat aber tatsächlich gesagt das ein Tumormarker erhöht ist und nicht glauben wollen dass ich Nichtraucher bin. Ich hoffe, das richtet sich mit der Darmflorarestaurierung *toitoitoi*

Die Diagnose als ICD kenne ich nicht, den Sachverhalt habe ich nach der Sprechstunde bei Dr. Rieger so verstanden. Aber eine ICD für Schilddrüsenentzündung sollte es vielleicht geben.

Ich merke, dass ich noch sehr vorsichtig sein muss, der kleine, langsame Spaziergang gestern führte zu einer Ruhepulserhöhung, die ich sonst nur nach z.B. der Hippotherapie (länger als eine Stunde Puls über 90) hatte. Dummerweise musste ich heute kurz einkaufen, werde morgen ganz, ganz ruhig machen. Aber ich freue mich so sehr dass ich überhaupt einkaufen fahren konnte!
:)
 
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Der Endo hat aber tatsächlich gesagt das ein Tumormarker erhöht ist
Thyreoglobulin wird zur Tumorbehandlungskontrolle herangezogen, ist aber kein Tumormarker, sondern einfach nur ein Schilddrüsenfunktionsmarker. Bei mir ist auch kürzlich der Wert auf dem Laborzettel aufgetaucht, deutlich "überhöht". Ich schätze, da hat einfach das Labor keine klare Anweisung bekommen, was gebraucht wird.

Nach meiner Recherche ist Tg (nicht Tg-AK!) irrelevant, wenn man keine Schilddrüsen-OP hatte.
 

Kate

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Tg sollte Thyreoglobulin sein, die Eiweißverbindung, in der T3 und T4 in den Schilddrüsenzellen gespeichert ist.
Ja, ich weiß, den meinte ich auch.
... Recherche ist Tg (nicht Tg-AK!) irrelevant, wenn man keine Schilddrüsen-OP hatte.
Sag ich doch ;) Er wird zur Verlaufskontrolle bei SD-Karzinom und(!) entfernter SD verwendet und macht da auch Sinn, weil er Null sein sollte, wenn kein Rezidiv und keine Metastasen da sind. Als Suchtest dagegen ist er zu unspezifisch, ein Knoten z.B. kann auch zu einer Erhöhung führen. (Im Gegensatz zu dem anderen SD-Tumormarker Calcitonin, der nach meiner Info recht spezifisch ist und als Einzelbestimmung auch bei vorhandener SD einen gewissen Sinn macht).

Undichschaffsdoch sprach hier bisher im nur vom TAK bzw. TG-AK, daher fragte ich nach.

Die These, wie es zur Überfunktion kam, finde ich interessant, sie muss aber wohl nicht stimmen. Hauptsache ist sicher, dass man die Überfunktkon in den Griff bekommt.

Gruß
Kate
 
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Missverständnis: der Endo meinte nicht Thyreoglobulin mit dem Tumormarker, sondern einen anderen, aber ich konnte so schnell nicht mitschreiben.
Tg ist auch nicht separat gemessen worden, es gehört nur zu meinem Verständnis zum Geschehen.

Wie auch immer, fT3 und fT4 sind wieder im hohen Normbereich, TSH noch unter der Nachweisgrenze. Die nächsten Wochen werden spannend: Unterfunktion oder Normalfunktion
 
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Missverständnis: es wurde kein Tg gemessen und der Endo meinte einen anderen Tumormarker, aber ich konnte so schnell nicht mitschreiben.

Was die Hypothese mit der Enzündung durch Überlastung angeht (bei mir gekoppelt mit chronischem Glutathionmangel): die finde ich deutlich plausibler als die Hypothese des Endos, der sagte die ÜF käme durch zu hohe Joddosen und es würde Monate brauchen um das Jod auszuscheiden, und daher könnte der Jodwert aus dem Spontanurin -der einen deutlichen Jodmangel anzeigt- nicht plausibel sein?!

Die gute Nachricht: fT4 und fT3 sind wieder im Normbereich :cool:
Es wird spannend ob die Schilddrüse in den nächsten Wochen in Unterfunktion oder Normalfunktion geht.
 

Kate

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Hallo undichschaffsdoch
.... Jodwert aus dem Spontanurin -der einen deutlichen Jodmangel anzeigt- nicht plausibel sein?!
Ein Spontanurin ist so eine Sache... denn es ist eine Momentaufnahme und besonders bei Werten, die im Tagesverlauf sehr schwanken, kann er entsprechend weit vom 24-Std.-Durchschnitt abweichen. Ich habe seinerzeit (fast) zeitgleich einen 24-Std.-Urin und den Serum-Wert untersuchen lassen, diese zeigten einen gravierenden Mangel und korrelierten gut (so dass ich später zur Kontrolle den Serum-Wert verwendet habe). Wir haben im Forum Threads, in denen die Jod-Mangel-Thematik (und -Diagnostik) genauer beleuchtet wird.

Es wird spannend ob die Schilddrüse in den nächsten Wochen in Unterfunktion oder Normalfunktion geht.
... oder ob es eine (latente) Überfunktion bleibt - denke ich immer noch.

Falls es das Calcitonin war, das erhöht war, ist vielleicht noch dies interessant:
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) und einem Schilddrüsenkarzinom ist eine erhöhte Calcitonin-Konzentration zu messen. Dabei wirkt Calcitonin im Fall des Karzinoms als Tumormarker.

Das Karzinom scheidet ja bei Dir wohl aus, da der Ultraschall keine entsprechenden Veränderungen zeigte. Aber zur (seinerzeit ja manifesten) Überfunktion könnte es passen.

Gruß und alles Gute
Kate
 
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Inzwischen habe ich die Diagnose Schilddrüsenentzündung aufgrund von Nebennierenschäche bzw. Überforderung der Nebenniere bzw. andauerndem Stress. Die NN hat es nicht geschafft den Stoffwechsel weiter aufrechtzuerhalten und folglich musste die Schilddrüse einspringen, die dann ebenfalls überlastet war und sich entsprechend entzündet hat.

Da hat jemand was falsch verstanden oder sich zusammengereimt.

Die Schilddrüse springt nicht für die Nebennieren ein. Auch nicht umgekehrt. Die stellen völlig verschiedene Hormone her.
 
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Hallo Kate,
der Tumormaker war wohl CEA (Beckmann Coulter) mit 7,2 ng/ml (Norm: < 5,1), erhöhte Werte bei Darmkazinom, Entzündungen und Leberzirrhose. Da ich Probleme mit der Leber habe und auch die Leberwerte auffällig waren, denke ich es war aufgrund der Leberreizung durch das Cabimazol. Toller Tipp das Endos: erhöhen Sie die Dosis auf das vierfache. Und Sie rauchen doch, oder? Also ich bin Nichtraucher, schon immer. Den Schilddrüsenblocker habe ich abgesetzt und es geht mir deutlich besser.
Leberwerte: GPT 102 U/l (Norm: < 35), GOT 44 U/l (Norm: <35) Ende Januar, mittlerweile ist nur noch der GPT leicht erhöht.
Calcitonin war mit 1,6 pg/ml im Normbereich (< 4,8)


Hallo, maramara
ja, Nebennieren und die Schilddrüse stellen unterschiedliche Hormone her. Aber soeit ich weiß können sowohl Adrenalin als auch fT3 den Stoffwechselprozesse beschleunigen. Dr. S. Myhill spricht in dem Zusammenhang davon das die Schilddrüse das Getriebe und die Nebennnieren das Gaspedal seien. [https://www.drmyhill.co.uk/wiki/Conducting_the_CFS_orchestra, sorry, konnte das leider nicht als Link einfügen]
Für mich hört sich das sinnvoll an, das die Schilddrüse mehr Hormone herstellt und freisetzt wenn die Nebennieren - wie bei mir - zu wenig Adrenalin freisetzen und vice versa. Einfach um den Stoffwechsel am Laufen zu halten.
 
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Kate

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Hallo undichschaffsdoch
...sorry, konnte das leider nicht als Link einfügen]
Es ist ein Link ;)

Es freut mich, dass es Dir zumindest etwas besser geht und auch die Leberwerte besser und das Calcitonin im Referenzbereich sind. Zu den anderen Werten kann ich nichts sagen. Darüber, dass der Arzt Dir offenbar unterstellt, dass Du rauchst (um eine Erklärung für einen Wert zu haben, die nichts mit der Behandlung zu tun hat?), kann ich nur den Kopf schütteln. Es scheint aber ein nicht so seltenes Verhaltensmuster zu sein (hörte es ab und an von anderen, Alkoholkonsum wird wohl auch gern "genommen").

Die These von Dr. Myhill klingt für mich auch nachvollziehbar, nur ist es eben wohl nur eine These und keine Diagnose.

Alles Gute weiterhin
Kate
 
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Für mich hört sich das sinnvoll an, das die Schilddrüse mehr Hormone herstellt und freisetzt wenn die Nebennieren - wie bei mir - zu wenig Adrenalin freisetzen und vice versa. Einfach um den Stoffwechsel am Laufen zu halten.


Dass irgendwas logisch klingt muss nicht heißen, dass es stimmt.

Ich würde mir da nicht irgendwas aus einem CFS Artikel aus irgendeinem Wiki rausziehen.

Warum hast du Carbimazol genommen? Wenn du immer wieder Probleme mit Überfunktion hast, klär unbedingt den Grund und meide Jod
 
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Danke für den Tipp, Maramara. Es ist eine erstmalige Überfunktion gewesen, wie bereits eingangs erwähnt, und sie ist abgeklungen. Das Carbimazol wurde mir erst von meine HA verschrieben und dann die Dosis vom Endokrinologen vervierfacht.

Die möglichen Gründe habe ich versucht abklären zu lassen, wie oben genannt, beweisen kann mir keiner was jetzt wirklich stimmt, deshalb nehme ich das, was mir sinnvoll erscheint und in mein Wissens- und Weltbild passt.

Warum sollte ich weiterhin Jod meiden?

Und was genau meinst du mit "Das irgendwas logisch klingt muss nicht heißen, dass es stimmt"? Ich kann damit jetzt in dieser Diskussion leider nichts anfangen.

Dr. Sarah Myhill ist kein x-beliebiges Wiki, sondern sie ist eine bekannte und anerkannte CFS- Ärztin aus England. ME-Pedia
 
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Kurze Info wie es weitergegangen ist:

Blutwerte Anfang der Woche:
TSH: 4,79 mikroIU/ml (Norm: 0,40 - 4,00)
fT4: 0,9 ng/dl (Norm: 0,8 - 1,7) = 11%
fT3: 3,0 pg/ml (Norm: 2,0 - 4,2) = 45 %

Ich interpretiere das mal als Unterfunktion. Wobei es mit im Moment einigermaßen gut geht (also normales CFS-Gefühl, konnte sogar am Wochenende drei Tage hintereinander 500 m Spazierengehen - das ging das letzte halbe Jahr nicht).
Nachdem ich einige Wochen lang mein Essen gewogen und mit der Nährmitteltabelle nachgerechnet habe, muss ich feststellen, dass ich so etwa 20 bis 40 Mikrogramm Jod pro Tag zu mir nehme.

Bin gespannt was bei der Sprechstunde nächste Woche rauskommt.
 

Kate

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Hallo undichschaffsdoch,

es freut mich, dass Du diese ja doch etwas extreme Phase offenbar hinter Dir gelassen hast. Und wenn ich es recht verstehe, nimmst Du den Blocker inzwischen nicht mehr(?)

Die Werte entsprechen soweit ich informiert bin dem, was als "latente Unterfunktion" bezeichnet wird. Die fTs sind ja im Normbereich, nur der "Regler" TSH signalisiert, es müsse mehr produziert werden.

Weiter gute Besserung
auf welchem Wege auch immer (natürlich muss der zu einem selbst passen :))
Kate
 
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Hallo Kate,
ja, latente Unterfunktion ist das richtige Wort, ich wollte es gerade verbessern.
Den Blocker habe ich nach der Sprechstunde bei Dr. Rieger reduziert und später selbständig ausgeschlichen, ich konnte ihn nicht mehr nehmen, habe ihn nicht mer runterbekommen. Seit dem geht es mir zunehmend besser. Auch die Leberwerte sind wieder alle im Normbereich :)
Zusätzlich wende ich das Öl Thyra basis äußerlich an, zunächst nur vorsichtig auf die Schilddrüse, mittlerweile kann ich es auch vorsichtig einmassieren.

Jetzt habe ich ab und an Hitzewallungen und das Gefühl da ist was im Ungleichgewicht. Mal sehen, was sich nächste Woche ergibt.
 
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kurzes update:
fT3 ist ein wenig angestiegen auf 3,5 pg/ml (2,0-4,2)
fT4 zeigt die Tendenz anzusteigen 1,0 ng/dl (0,8-1,7)
und TSH ist weiter angestiegen auf 5,5 mikroIU/ml (0,4-4,0)
Tg-Antikörper sind allerdings seit Dezember angestiegen auf 390 U/ml (<115)

Energiemäßig fühle ich mich einigermaßen gut, kann auch alle zwei Tage ein wenig (ca. 500 m) spazierengehen. Aber mit meiner Temperaturregelung habe ich noch Probleme, teilweise Hitzewallungen, teilweise innerhalb einer Stunde von angenehm bis frieren bei gleichen Bedingungen. Meine SD ist nur noch ab und zu leicht druckempfindlich.
Ich habe noch weiter bei Medumio gestöbert und den Hinweis gefunden, dass TSH mehrere Monate erhöht sein kann wenn die Schilddrüse wieder anfängt zu arbeiten um die Transporterbildung anzuregen.

Unklar ist mir ob die Tg-Antikörper jetzt auch das Thyreoglobulin (=Speichereiweiß der SD-Hormone) in der Schilddrüse angreifen? Und wie kann ich sie davon abhalten?
Bei Medumio wird geraten den Grund für die Autoimmunität zu finden, aber welcher Arzt macht sowas?
 
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