Hilfe, mein erster Hashi-Schub - oder erwachen die Nebennieren?

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Hallo zusammen,

kurz mein Hintergrund: HWS-Probleme, CFS, Nebennieren fast insuffizient (nur wenig Cortisol am Morgen), ich suppe fleißig nach Anweisung. Normal habe ich SD eher in der Unterfunktion,, im Juni wurden TG-Antikörper leicht über der Norm und rT3 im mittlerenoberen Normbereich, fT3 im 86%, fT4 im unteren Drittel. Da Magnesiummangel festgestellt wurde (intrazellulär) habe ich seit ca. 8 Wochen meine Magnesiumeinnahme gesteigert aus NEM mit ca. 350 mg täglich, Pregneloron kam auch etwa in dieser Zeit dazu. Erhielt vor drei Tagen die Info dass Mg jetzt im mittleren bereich ist, B6 intrazellulär beträgt mehrfachen oberen Normwert, und ein Kaliummangel intrazellulär unterhalb Normwert.

Seit drei Wochen steigt mein Ruhepuls langsam aber kontinuielich von 52 auf inzwischen 70, auch sonst ist der Puls sehr hoch und das Herz will wohl aus den Rippen springen. Ich habe immer weniger Energie. Habe immer wieder kalte Füße, schwitze aber trotzdem. Dienstag Nacht habe ich furchtbare Angst bekommen als ich von meinem Herzen aufgewacht bin. Im Krankenhaus hatte ich noch mehr Panik weil Kalium erst ab dem zweiten Tag abends und nur weil ich die Schwester unter Druck gesetzt habe. Als ich das letzte Mal zwei Tage einen hohen Puls hatte wegen eines leider unvermeidlichen Vorkommnisses, habe ich danach zwei Wochen als Pflegefall im Bett gelegen.

Ich bin Mitte der Woche in die Ambulanz und komme eben aus dem Krankenhaus, Herz ist ok, aber Schilddrüsenwerte
TSH 0,009
fT3 3.99 (0,82-1,46)
fT4 9,65 (2,3-4,2)
Kaliumwerte aktuell leicht unter der Norm bzw. heute morgen wieder im Refernzbereich, allerdings nur in der Blutflüssigkeit gemessen (ohne Zellen). Die Ärzte haben mir richtig Angst gemacht mehr Kalium als 0,7 g einzunehmen?!

Wenn ich Kalium einnehme wird mir zuerst wärmer und dann entspannen sich meine Muskeln langsam und das Herz springt mir nicht mehr aus dem Brustkorb.

Was kann ich jetzt einnehmen oder meiden um die SD zu beruhigen und den Schaden (überlastung meines CFS-Herzens und folgender Zusammenbruch vermeiden)?
Verlaufen Hashischübe immer so mit Ankundigung und ohne Erbarmen?
 
wundermittel

Kate

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Hallo undichschaffsdoch,

ich sehe da eine SD-Überfunktion und das ist soweit ich weiß nicht "ohne"... und könnte auch den hohen Puls erklären. Haben die Ärzte dazu nichts gesagt? Wie kommst Du auf Hashi?

Ich würde an Deiner Stelle erstmal überhaupt nichts eigenmächtig einnehmen, sondern einen Fachmenschen dazu befragen - durchaus auch erstmal einen "Schulmediziner" (Du warst ja auch im KH, insofern bereits in schulmedizinischer Behandlung, nur offenbar bisher ohne ausreichende Schilddrüsen-Diagnostik). Hinterfragen würde ich womöglich das Pregnenolon (ich vermute, Du meintest das und hast Dich verschrieben), da es ein Hormon ist und da Du die Einnahme kurz vorher begonnen hast. B6 kann man auch überdosieren, allerdings sind Blutwerte hier nach meiner Information nicht geeignet als Marker (siehe KPU-/HPU-Rubrik und Wikis). Das macht allerdings wohl meist neurologische Probleme.

Sind neben dem TG-AK weitere SD-Antikörper untersucht worden? Das wäre für die Differenzialdiagnostik wichtig (z.B. in Bezug auf die Frage, ob es sich um einen Morbus Basedow handeln könnte). Der "typische" Hashi-Antikörper ist der TPO-AK, allerdings kommen auch isolierte TG-AK-Erhöhungen vor (z.B. bei mir, allerdings ist die Hashi-Diagnose bei mir auch durch ein zwar nur leicht, aber typisch verändertes Ultraschall-Bild untermauert, sowie eine kleine und sich verkleinernde SD und meist eher niedrige Hormonwerte, zuletzt waren sie gut mittig im Referenzbereich, allerdings mit gewissen Supplementen).

Gruß
Kate
 
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Danke, Kate,

tja, die Kardiologen konnten nicht viel weiter helfen und meinten in ner anderen Abteilung würde es auch erst am Montag weitergehen, das könnte ich auch mit dem Hausarzt machen. Da bin ich lieber nach Hause, dort bekomme ich zumindest genug und für mich verträgliches zu essen und habe solche Sachen wie Gemusefonds, Essentielle Aminosäuren, Glutathion, NAC, Vitamin C und ein Bett ohne Rückenschmerzen.

im Juni waren von drei Antikörpern nur dieser eine etwas erhöht.
Ich habe meinen Doc auf Rückruf, erstmal Gemusebrühe mit Salz getrunken, etwas energiereiches gegessen, etwas Kaliumcitrat dazu (aber wohl eher noch unter 4 g für heute) stelle mir die Dose f7r heute Nacht neben mein Bett.
Mit dem Pregnenolon habe ich mich vertippt, das kommt vom Doc der auf Rückruf ist.

was weiter passiert....hoffentlich nicht wieder pflegefallmäßig im Bett vegetieren.... drückt mir und meinen Mitochondrien die Daumen
 
regulat-pro-immune
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wie kate schon geschrieben hat, solltest du wegen der laborwerte zum arzt gehen, am besten gleich zum endokrinologen, weil die sich besser damit auskennen.
und auch deine nem usw. mit ihm besprechen, die können auch erhebliche nebenwirkungen haben.

von 52 auf inzwischen 70,

das ist absolut kein hoher puls. normal ist 60 - 80.
bei sportlern kann er auch darunter liegen und bei untrainierten älteren bis 90.

bei patienten mit schilddrüsenüberfunktion, die noch voll berufstätig, also rel. fit sind, gibt teils einen ruhepuls, der deutlich über 100 liegt.


lg
sunny
 

Kate

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Hallo unichschaffsdoch,

das
das ist absolut kein hoher puls. normal ist 60 - 80.
... sehe ich auch so und hatte es vergessen zu schreiben.

Und, wie gesagt, mit einer solchen SD-Wert-Konstellation sollte man aus meiner Sicht i.a. nicht zum Allgemeinmediziner um die Ecke oder "Alternativ-Doc", sondern erstmal zum Facharzt. Wobei der Allgemeinmediziner hilfreich sein könnte, um schneller einen Termin beim FA zu bekommen (mein HA hat das zumindest ab und an mal gemacht, wenn's dringlicher war, dass er direkt in der FA-Praxis anrief und einen zeitnahen Termin für mich abgemacht hat).

Deine Kaliumzufuhr finde ich sehr hoch, ich nehme gerade mal 99 mg pro Tag (der Spiegel wird ab und an kontrolliert im Vollblut beim imd, im Serum wird es auch manchmal gemacht über den HA) und hörte auch von anderen Forumsmitgliedern, dass sie sich mit höheren Dosen in massive Herzprobleme manövriert haben. Auch Kuklinski empfiehlt nach meiner Erinnerung nicht so hohe Dosen. Du findest dazu auch Infos in der Rubrik Oxidativer/Nitrosativer Stress.

Zur Hashi-Verdachtsdiagnose hast Du jetzt nichts weiter geschrieben. Falls es nur Deine eigene Verdachtsdiagnose war, wäre die Frage, ob man es lieber aus dem Thread-Titel rausnimmt, weil irreführend.

Gruß
Kate
 
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So, die Nacht habe ich überstanden, der Ruhepuls im Liegen ist weiter gestiegen.

Hashi bei latenter UF kommt vom Doc bei dem ich wegen Nebennierenproblemen war nach Untersuchung aller Antikörper im Juni.

Der Messung von Kalium intrazellulär traue ich definitiv mehr als der Messung im Serum, da die Serumkonzentration vom Körper so lange wie möglich im optimalen Bereicht gehalten wird, Stichwort Azidose. Die DGE empfiehlt 4 g Kalium pro Tag. Ich werde nochmal nach einem sinnvollen Kalium-Magnesium-Verhältnis in der Nahrung recherchieren, sobald ich dazu in der Lage bin. Falls jemand dazu Infos hat, wäre nett.

Mein Absolutpuls ist in der Norm - ABER ich habe CFS, kann mich vor Schwäche kaum bewegen, und habe die Erfahrung gemacht: je höher mein Puls um so extremer mein Rückfall in den Tagen/Wochen nach der Belastung. Für mich Norm: pro Woche ca.. 120 Minuten Puls über 90 - damit kam ich in diesem Jahr bisher klar. Ist es mehr, geht es mir danach schlechter - und das ist proportional - hoffentlich nur bis jetzt und nicht in Zukunft.

Gibt es denn Erfahrungen welche Nahrungsmittel / NEMs bei akuter ÜF sinnvoll oder kontraprioduktiv sind?
 
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Ich bin Mitte der Woche in die Ambulanz und komme eben aus dem Krankenhaus, Herz ist ok, aber Schilddrüsenwerte
TSH 0,009
fT3 3.99 (0,82-1,46)
fT4 9,65 (2,3-4,2)
Achtung!

bevor du irgendetwas unternimmst :

die Referenzwerte für Ft4 und Ft3 sind vertauscht , meiner Meinung nach

es müsste so heißen
Ft3:3,99 (2,3-4,2)
Ft4: 9,65 (0,82-1,46)

kann nur anraten dies dringend zu überprüfen , ob da ein Übertragungsfehler vorliegt oder ähnlich

(falls es schon bemerkt wurde , einfach Beitrag löschen )
 

Kate

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Hallo undichschaffsdoch
Hashi bei latenter UF kommt vom Doc bei dem ich wegen Nebennierenproblemen war nach Untersuchung aller Antikörper im Juni.
Dann lassen wir das im Titel stehen, es sei denn, Du überlegst es Dir kurzfristig anders (und stellst mehr auf die mutmaßliche Überfunktion ab, wobei dafür die Antwort auf Sweeps Frage noch relevant wäre).

Nimmst Du eigentlich Jod und/oder Tyrosin?
Der Messung von Kalium intrazellulär traue ich definitiv mehr als der Messung im Serum, da die Serumkonzentration vom Körper so lange wie möglich im optimalen Bereicht gehalten wird
Ich hatte es auch nicht so gemeint, dass die Kalium-Serumwerte ausreichend sind, wenn man wissen möchte, wie man aufgestellt ist bezüglich der Zufuhr - das siehst Du auch an meiner Formulierung. Sie werden als Kassenleistung sowieso ab und an mitgemacht und ich sehe das als ergänzende Information. Die Vollblutwerte allerdings sehe ich - gemäß den Aussagen des imd - als Alternative zu den intrazellulären Werten und kontrolliere diese für die gesamten Mineralien und Spurenelemente auf eigene Kosten in gewissen Abständen.
Die DGE empfiehlt 4 g Kalium pro Tag.
In der Nahrung - aber sicherlich nicht als zusätzliches NEM. Zumal man über die Nahrung leicht viel davon aufnehmen kann (Kartoffeln, Bananen, Datteln,...).
die Referenzwerte für Ft4 und Ft3 sind vertauscht ,
Das wäre natürlich ein Ding... und damit der fT3 in der Norm. Wobei ja der TSH trotzdem extrem niedrig bleibt, was auf eine ÜF zumindest hinweisen könnte). Vielleicht schaust Du nochmal nach, @undichschaffsdoch.

Gruß
Kate
 
regulat-pro-immune
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Danke für die Info zum Referenzwert, die Daten habe ich ohne Refernzwert aus dem KH mitbekommen und die Referenzwerte dann am Labor nachgefragt, vielleicht frage ich die ganzen Messungen alle nochmal an bzw. bitte meinen Doc darum.

Ich habe Jod langsamst eingeschlichen letztes Jahr, war im Juni auf Höchsteinnahmemenge und habe es danach bis Ende Oktober langsam ausgeschlichen, Schilddrüsenhormone habe ich früher eingenommen bis ein Doc mir empfohlen hat zusätzlich Selen einzunehmen und dann nach einem halben Jahr die SD-Untersuchung und die Blutwerte ergaben dass ich das Medikament ausschleichen kann. Danach blieb soweit alles erstmal stabil bis im Juni fT4 etwas geringer war als sonst die Jahre, aber fT3 blieb konstant.

War eben zur Akupunktur, fühle mich etwas ruhiger aber Puls ist noch hoch. Werde gleich mal mein Kalium aus Lebensmittlen und NEM zusammenrechen und entsprechend ausgleichen.
 

Kate

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Ich habe Jod langsamst eingeschlichen letztes Jahr, war im Juni auf Höchsteinnahmemenge und habe es danach bis Ende Oktober langsam ausgeschlichen, ...
Ich fragte deshalb, weil nach meiner Erfahrung Jod die Konstellation der SD-Werte erheblich verändern kann. Ich vermute, vor allem, wenn man vom Mangel her kommt (z.B. zunächst höhere Hormonwerte, die sich dann u.U. wieder etwas weiter unten einpendeln und dauerhaft recht niedriges TSH - bei mir allerdings unter physiologischen Jod-Dosen im Idealbereich knapp unter 1 und nicht wie bei Dir knapp über Null).

Ob das mit dem Einschleichen auf "Höchsteinnahmemenge" (welche?) und dann wieder ausschleichen für den (SD- und sonstigen) Stoffwechsel Sinn macht? Das scheint mir eine ziemliche Rosskur... Oder hattest Du dann Deine Ernährung verändert und dort mehr Jod zugeführt? (Ich nehme an, Du hattest ursprünglich einen Mangel?)
Schilddrüsenhormone habe ich früher eingenommen...
Ich hatte nicht nicht Thyroxin gefragt, sondern Tyrosin, der Aminosäurenvorstufe ;) (Hatte beinahe vermutet, dass es da zu Verwechslungen kommt, das kann man leicht überlesen.) Auch, weil Du von Aminosäuren-Einnahme schriebst. Auch damit lassen sich u.U. die Hormonwerte beeinflussen (erhöhen).

Bin gespannt, was Du rausfindest bezüglich der Laborwerte...

Ein entspanntes Wochenende und gute Besserung wünsche ich Dir 🕯️
Kate
 
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Hallo,

jetzt habe ich nochmal nachgeschaut, habe die Messwerte von fT4 und fT3 verwechselt

TSH 0,009
fT4 3.99 (0,82-1,46) ++
fT3 9,65 (2,3-4,2) ++


Und ja, ich nehme schon seit mehreren Jahren Tyrosin (Aminosäure) ein - ist das schädlich, kann das die plötzliche Überfunktion verursachen?

So langsam ist mir nicht mehr so extrem warm wie im Krankenhaus, neige jetzt eher zu kalten Füßen (das hatte ich schon seit nem Jahr nicht mehr...
Ich bin die letzten Nächte immer mit ein oder zweimal aufgewacht weil mein Herz fast aus den Rippen gesprungen ist mit einem Puls von 140.
 

Kate

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Hallo undichschaffsdoch,

also bleibt es soweit ich das sehen kann bei einer deutlichen Überfunktion. Lies Dich dazu am besten selbst ein, aber nach meiner Erinnerung (aus der Zeit, als ich mich darüber informiert habe) solltest Du Dich damit zeitnah einem Endokrinologen - oder vielleicht auch sonstigen Schilddrüsen-Spezi - vorstellen. Deine Schilderung Deiner letzten Nächte untermauert meinen Eindruck noch.

Ich gehe nicht davon aus, dass eine gleichmäßige Zufuhr von Tyrosin eine plötzliche Überfunktion auslösen kann. Eher, dass die Hormonproduktion sich insgesamt auf einem höheren Level einpendelt als vorher. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass eine Jodzufuhr nach langem Mangel so etwas (kurzfristig) auslösen könnte. Aber ich bin kein Schilddrüsenspezialist...

Alles Gute Dir
Kate
 
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10.01.04
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Hallo undichschaffsdoch,

ist denn die lange Einnahme von Tyrosin überhaupt sinnvoll? - Ich habe den Eindruck, daß man über die Ernährung da ganz gut ausgleichen kann:


Auf jeden Fall würde ich Tyrosin auf eine der in dem Link beschriebenen Arten bestimmen lassen um zu sehen, ob nicht sowieso genügend vorhanden ist.
Von einer Wirkung auf die Schilddrüse habe ich da nichts gelesen.

Grüsse,
Oregano
 
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Hallo,

sorry, das ich so kurz schreibe, kann mich nicht gut konzentrieren.
Ich mache zweimal im Jahr ein Aminosäurenprofil, was fehlt nehme ich in Absprache mit dem Doc ein. Im Sommer war Tyrosin ok, also habe ich die Dosis beibehalten. Das mit dem Essen ist bei mir schwierig, da ich die letzten Monate nur in der Wohnung bin habe ich wenig Hunger und bekomme die von der DGE empfohlenen Mengen nicht wirklich zusammen; mag keine Tiere essen und vertrage weder Eier noch Soja oder Gluten. Und mich zum Essen zwingen geht nach hinten los, dann geht es mir schlechter.

Ist denn eine Pulserhöhung über Wochen ansteigend und eine manifestierte ÜF eine typische Hashitoxikose? Hat da jemand Erfahrung? Besonders mit Tg-Antikörpern?
 

Kate

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Von einer Wirkung auf die Schilddrüse habe ich da nichts gelesen.
Es ist eine Vorstufe von Thryoxin, steht auch in deinem Link ;)
Schilddrüse: Aus Tyrosin werden die beiden Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3) gebildet. Beide Hormone haben zahlreiche Aufgaben im Stoffwechsel. (...)
Tyrosin ist ein Vorläufer von Schilddrüsenhormonen. Deshalb kann die Einnahme von Tyrosin möglicherweise die Wirkung von Medikamenten mit Schilddrüsenhormonen erhöhen. Dazu zählt der Wirkstoff L-Thyroxin wie Berlthyrox® oder Euthyrox®.

Bei mir z.B. hat es - in sehr kleinen Mengen eingenommen (nicht mehr als ca. 100 mg) - wohl(?) dazu beigetragen, dass meine Hormonwerte zuletzt mittig in den Referenzbereichen lagen und nicht mehr im unteren Viertel.

Und bei der Versorgung über die Ernährung kann sowas hier
Das mit dem Essen ist bei mir schwierig,...
... natürlich sehr einschränkend wirken. Von den in Deinem Link genannten Tyrosin-Bomben esse ich nur Kürbiskerne, und davon vielleicht einen Esslöffel.

Ist denn eine Pulserhöhung über Wochen ansteigend und eine manifestierte ÜF eine typische Hashitoxikose? Hat da jemand Erfahrung? Besonders mit Tg-Antikörpern?
Das kann ich Dir nicht sagen. Meine verschiedenen (mehr oder minder Schilddrüsenkundigen Docs) haben sich eher so geäußert, dass es zu kurzen, vorübergehenden Überfunktionen kommen kann, wenn von der SD aufgrund des Autoimmunprozesses ein Stück abbricht. So kurz, dass es schwierig wird, das labormäßig zu "erwischen". Man merke das z.B. daran, dass man sich einige Stunden lang schlecht fühlt mit hohem Puls und Hitze. Und in so einem Moment müsste man dann halt ins Labor rennen...

Was Du im Grunde ja gemacht hast (ich noch nie, weil es mir dazu nicht schlecht genug ging), nur schreibst Du ja von einer über Wochen sich entwickelnden Situation. Da denke ich eher an einen Übergang von Hashi zu Morbus Basedow, beides zusammen gibt es wohl auch teilweise. Dazu wäre dann der aktuelle TRAK-Wert wohl interessant, und der Ultraschall sollte ja eh immer mit gemacht werden für die Diagnostik.

Gruß
Kate
 
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Ich habe mich vorgestern mit letzter Kraft zur Hausärztin geschleppt, dort wurde Blut entnommen und ich habe gleich eine Elektrolytlösung bekommen. Aufrechte Position länger als zwei Minuten einnehmen bekommt mir gar nicht gut, ich kam japsend und kurz vor Ohnmacht dort an nachdem ein Taxi mich bis direkt vor dir Tür gefahren hat.

Blutwerte:
fT4: 4,4 ng/dl (0,8-1,7) ++
fT3: 11,8 pg/ml (2,0-4,2) ++
TSH: 0,009 (0,4-4,0) --
AntiTG: 166 U/ml (<115) ++
AntiTPO: <15/ml (<34)
TRAK: <0,8 IU/l (<1,8)

Leukozyten 2,6 /nl (4,0-10,0)....das ist für mich sehr niedrig, sonst liegen die so zwischen 3,3 und 4,5.
Zum Ausgleich ist meine Alkalische Phosphatase bei 64 U/l (35-105), die lag die letzten Jahre mit CFS bei maximal 51.

Meine Ärztin hat mir jetzt erstmal Carbimazol 5 mg gegeben, zur Hemmung der Schilddrüse. Habe eben vorsichtig mit einer halben Tablette angefangen. Ultraschalltermin habe ich für Januar und vor Weihnachten nochmal Blutwertkontrolle.

Von meiner Heilprakterin habe ich vorgestern Akupunktur bekommen und homöopathisch Strophantin, in den letzten beiden Nächten habe ich seit September erstmal wieder durchgeschlafen und das Herz springt nicht mehr aus den Rippen sondern schlägt nur weiterhin schnell, nächtlicher Ruhepuls bleibt bei 73/min. Wo ich das mit dem Schlafen schreibe geht mir auf das alles mit einer HPU-Behandlung mit BionoveliaHPU anfing, werde nochmal meine Aufzeichnungen befragen.

Vielleicht hat doch mein zusätzlich zum Magnesium erhöhter Konsum von Kokosmus und Kokosöl einiges an der Schilddrüse bewirkt, ich habe hier einen Hinweis gefunden aber für meinen Fall noch nicht verstanden:
Übrigens: Wie üblich kann man je nach Gesundheitszustand mit dem Kokosfett sogar in eine vorübergehende Überfunktion geraten. J.Bruhn: Ernährung bei Hashimoto
 
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Kate

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Hallo undichschaffsdoch,

ich hatte gerade im Kopf, mal nachzufragen, da schreibst Du :)
Meine Ärztin hat mir jetzt erstmal Carbimazol 5 mg gegeben, zur Hemmung der Schilddrüse. Habe eben vorsichtig mit einer halben Tablette angefangen. Ultraschalltermin habe ich für Januar und vor Weihnachten nochmal Blutwertkontrolle.
Ich bin beruhigt, dass Du nun in Behandlung und Kontrolle bist und der Ultraschall wird ja auch bei einem Spezialisten stattfinden. Auch dass die Hausärztin trotzdem schonmal einen Blocker gibt erscheint mir in dem Fall eher gut, denn bis Januar sind's ja noch Wochen.

... geht mir auf das alles mit einer HPU-Behandlung mit BionoveliaHPU anfing, werde nochmal meine Aufzeichnungen befragen.
Ich kenne das Mittel nicht und bin sehr gespannt, was Du berichten wirst.

Alles Gute
Kate
 
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Ach du Gott, da kommt ja ne Menge zusammen.

Zunächst mal. Bring das erstmal mit deiner SD in Ordnung. Da du beim Hp bist, scheinst du nicht gerade am Existenzminimum zu leben.
Somit würde ich was die SD angeht Eigentests mit deinen Labor machen da dort die Werte am wenigsten verfälscht werden. Absprache mit deinen Arzt eine entsprechende Dosierung nehmen, ein paar Wochen nehmen, SD Test und dann entsprechend die Dosis anpassen und dann wieder SD Test, Dosis anpassen bis es passt.
Ggf kann eine Jodzufuhr/Entzug helfen (Möglichst aus unbelasteten Quellen [ also eher Zuchtfisch als Wildfang]

Leukopenie?
Vielleicht einfach ein viraler Infekt. Solltest später nochmal kontrollieren. Es gibt Kausalitäten zu Autoimmunerkrankungen ( was unter anderen auch an CFS angelehnt sein kann [Symptomatik]) als Beispiel passt dort vielleicht auch der Hashischub (wenn denn einer vorliegt).
Tyrosin war im Keller? Warum? War zu der Zeit B6 auch im Keller?
Warum hast du Glutathion und NAC eingenommen?

Eier, Soja, Glutenunverträglichkeiten sind unschön und scheint auch bei SD Problemen oft dabei zu sein. Speziell bei Hashi. Die sollen (teilweise) Proteine enthalten die ähnlich dem Körpereigenen Proteinen sein sollen wodurch bei Zufuhr von jenen das Immunsystem losballert und dadurch das SD Gewebe angreifen soll (und nicht nur die Sojaproteine). Bin jetzt kein SD Experte, da gibts kompetentere hier.

Was mich aber in Summe aufhorchen lässt wenn ich deine Syndrome/Unverträglichkeiten so deute denke ich an viele Impfungen und Toxinbelastungen (Schwermetalle).

Nebenniere: Ist nur Cortisol niedrig, oder auch andere Adrenale Substanzen wie Noradrenalin, Aldosteron und DHEA? Ist nur Cortisol erniedrigt ist nichts insuffizient, es ist nur eine NNR Schwäche. Eine Insuffizienz geht viel weiter. Bei "nur" niedrigen Cortisol spricht es für eine chronische Stressreaktion was auch deine kalten Hände erklärt. Bei chronischen Stress gehts auch an deine Hormone was die Einnahme von Pregnenolon erklären würde.

Wenn noch nicht geschehen dann DHEA, Noradrenalin und Aldosteron nachtesten( der Vollständigkeithalber würde ich Dopamin und Serotonin gleich mittesten)... (sind die In Ordnung ist es nur eine NNR Schwäche). Ggf mal zum Frauenarzt und die Frauenhormone abchecken ( speziell wenn bei Noradrenalin, DHEA und Aldosteron was nicht in Ordnung ist). Cortisil wurde als Tagesprofil gemessen richtig? Am Morgen eine Messung reicht nicht aus um eine entsprechende Aussage zu treffen in welchen Stadium du eine Adrenale Erschöpfung hast. Das ist für den Therapieplan aber entscheidend.

Ich würde die Nebenniere und SD auf jeden Fall näher abklopfen und sinnvoll therapieren aber es definitiv nicht dabei belassen. Ich würde das Feld auf Toxinbelastungen erweitern. Speziell weil du Konzentrationsprobleme hast, sowie diverse Nährstoffmängel, Unverträglichkeiten und das Wort HPU ins Spiel gebracht hast ( möglich als DIE Ursache für alle deiner Syndrome/Diagnosen). HPU Tests gibts einige, aber nicht alle sind sinnvoll.

CFS ist oft eine versteckte schlechte Stoffwechsellage im Bereich Hormone (SD, NNR), Neurotransmitter (NNR) oder aber auch einer subakuten/akuten Virusinfektion wie Eppstein Barr, Cytomelagie, Herpes 6.
 
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