Diskussion zu Long-Covid (nur Studien und offizielle Daten)

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12.05.11
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Aktueller Stand der Erlanger Forschung zu Long-Covid und ME/CFS:

Jetzt gelang es den Erlanger Forschenden, bei Patientinnen und Patienten mit ME/CFS analog zu Long COVID zwei Autoantikörper, M2-AAb und β2-AAb, nachzuweisen. Des Weiteren fanden sie erste Hinweise auf Blutzellveränderungen, die Auswirkungen auf die Mikrozirkulation des Körpers haben könnten. Dies nahm Dr. Hohberger zum Anlass, ebenfalls in Analogie zu den Heilversuchen mit dem Aptamer BC 007 (Berlin Cures GmbH, Berlin), bei einer Patientin mit lange bekanntem ME/CFS ebenfalls einen Heilversuch mit BC 007 durchzuführen. Über viele Monate hinweg besserte sich nach eigener Aussage der Patientin ihre Symptomatik: Zuerst nahmen kognitive Beschwerden wie brain fog („Gehirnnebel“), Konzentrationsschwäche und eingeschränktes Kurzzeitgedächtnis ab, später ebenso Geräusch- und Lichtempfindlichkeit. Über mehrere Monate hinweg ließen auch Fatigue, Muskelschwäche und POTS nach – das Posturale orthostatische Tachykardiesyndrom, das bei ME/CFS-Betroffenen zu Herzrasen und Schwindel führt, sobald sie sich aufrichten. Angetrieben durch diesen ersten Erfolg möchten die Erlanger Forschenden bei einer größeren Patientenzahl mit ME/CFS sowohl die Diagnostik als auch den Therapieansatz überprüfen.
„Bisher gibt es nur einen einzelnen vielversprechenden Heilversuch. Deshalb braucht es jetzt wissenschaftliche Untersuchungen, die viel mehr Patientinnen und Patienten einschließen. Aus diesem Grund möchten wir zusätzlich zu unserer Long-COVID-Forschung eine klinische Studie mit ME/CFS-Betroffenen realisieren, die uns erste Hinweise auf die Wirkmechanismen von BC 007 bei diesem Krankheitsbild liefern soll“, erläuterte Dr. Hohberger.
 
wundermittel
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24.06.13
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Welchen Sinn machen die Impfungen einschl. Booster, wenn einen Long Covid erwarten kann,
ohne dass es eine Rolle spielt ob geimpft oder ungeimpft?

Wieso infizieren sich Geimpfte 2, 3 oder 4 Mal an Corona?

Ich kenne keinen Ungeimpften, der an Long Covid leidet,
lediglich einen Ungeimpften, der zweimal an Corona erkrankte, leichter Verlauf.
1. Weil damit schwere Verläufe - Atemnot mach keine Freude & Tod auch nicht - deutlich verinngert werden.

2. Weil sie sich z.B. durch die Impfung geschützter fühlen (vor schweren Verläufen).

3. Ungeimpfte sind auch deutlich in der Unterzahl. Es gibt genug ungeimpfte, welche an LongCovid leiden.
 
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09.09.08
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Wuhu,
@o0Julia0o, ist das
1. Weil...

2. Weil...

3. Ungeimpfte sind auch deutlich in der Unterzahl.
tatsächlich so?
Oder sind einfach nur wie schon bisher in diesem "C-ircus" die Zahlen/Daten/Sammlungen korrupt (= fehlerhaft) und somit nicht aussagekräftig?
Es gibt genug ungeimpfte, welche an LongCovid leiden.
Denn leider bekommt man auch als Uninfizierter aber Geimpfter schon mal Long-Covid: #2.234 (MDR-Bericht)
 
regulat-pro-immune
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17.03.16
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1. Weil damit schwere Verläufe - Atemnot mach keine Freude & Tod auch nicht - deutlich verinngert werden.

2. Weil sie sich z.B. durch die Impfung geschützter fühlen (vor schweren Verläufen).

3. Ungeimpfte sind auch deutlich in der Unterzahl. Es gibt genug ungeimpfte, welche an LongCovid leiden.
Hast du zu diesen Aussagen genaue Zahlen, oder gibst du nur wieder, was uns für wahr verkauft wird? Es gibt genug Gründe, diesen Behauptungen zu misstrauen. Die Zahlen, die uns von RKI, PEI und anderen Instanzen übermittelt werden, geben eine solche Aussage nicht her, soweit die Veröffentlichung nicht ohnehin eingestellt wurde. England ist da ehrlicher.
 
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10.01.04
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...
Die Ergebnisse des Reviews zeigen, dass Patienten auch nach überstandener SARS-CoV-2-Infektion noch an Kopfschmerzen leiden können. Der Autor rät daher zu weiteren Studien über die Persistenz von Kopfschmerzen nach COVID-19. Weitere Studien sind auch nötig, da es sich um ein narratives Review handelt, welches von eingeschränkter Aussagekraft ist.

Länger andauernde Kopfschmerzen gezielt angehen, MOH vermeiden

In einer Pressemeldung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) sagt Professor Dr. Hans-Christoph Diener anlässlich dieser Ergebnisse: „Angesichts der hohen Infektionszahlen und mittlerweile über 30 Mio. Menschen in Deutschland, die sich bisher mit SARS-CoV-2 infiziert haben, ist die absolute Zahl der Menschen, deren Leben durch Kopfschmerzen in Folge von COVID-19 längerfristig beeinträchtigt ist, sehr hoch“, [2].

Sowohl in der Akutphase als auch nach der Erkrankung wirken die frei-verkäuflichen Kopfschmerzmittel in der Regel gut. Die tägliche Einnahme von Schmerzmitteln kann allerdings auch Kopfschmerzen auslösen, man spricht von Medication Overuse Headache (MOH). Daher sollten auch nichtmedikamentöse Strategien ausprobiert und in schweren Fällen ein auf Kopfschmerzen spezialisierter Neurologe aufgesucht werden, heißt es in der Meldung der DGN. ...

Welche nicht-medikamentöse Strategien kann der Prof. Diener wohl meinen?

Grüsse,
Oregano
 
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09.09.08
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24.06.13
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Hast du zu diesen Aussagen genaue Zahlen, oder gibst du nur wieder, was uns für wahr verkauft wird? Es gibt genug Gründe, diesen Behauptungen zu misstrauen. Die Zahlen, die uns von RKI, PEI und anderen Instanzen übermittelt werden, geben eine solche Aussage nicht her, soweit die Veröffentlichung nicht ohnehin eingestellt wurde. England ist da ehrlicher.
Ja, z.b. hier: https://corona.rlp.de/de/aktuelles/...ainzer-studie-belegt-wirksamkeit-des-impfe-1/
 
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17.03.16
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Der verlinkte Artikel gibt genau das Narrativ des Gesundheitsministers wieder, der nicht aufhören kann, die Katastrophe anzukündigen. Was den Kollaps betrifft, die Belastung der Intensivstationen ist nur zu einem minimalen Anteil durch Covid bedingt.
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Dass die Einschränkungen ursächlich für die derzeitige günstige Lage sein sollen, ist nicht belegt. Sie ist nicht besser als in allen Ländern, die längst alle Maßnahmen aufgegeben haben.
Der Artikel ist von Januar 2022. Da mag der besorgte Ton noch verständlich sein. Für mich ist die Impfung ein teures Desaster, dessen Folgen noch nicht absehbar sind. Es wird aber alles dafür getan, dies zu verschleiern. Nicht umsonst veröffentlichen RKI und PEI keine brauchbaren Daten mehr.
 
regulat-pro-immune
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17.03.16
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Ich sprach doch nur davon, dass schwere Läufe durch das Impfen deutlich verringert werden.
Und genau das zweifle ich an. Ein Artikel, der von einer Mainzer Studie berichtet, aber keine Zugangsdaten nennt, ist nicht ernst zu nehmen.
Die Zahlen in den Ländern mit der höchsten Impfquote sprechen eine andere Sprache. Wenig von dem, was uns aus Berlin berichtet über Covid und die sogenannten Impfungen berichtet wird, entspricht den Tatsachen und beruht auf Studien. Es werden Glaubenssätze verkündet, die nicht mit Zahlen belegt sind. Ich vermute, dass Lauterbach und seine Befürworter so sehr in ihrem Narrativ gefangen sind, dass sie keinen klaren Blick mehr haben.
 
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12.05.11
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Wenig von dem, was uns aus Berlin berichtet über Covid und die sogenannten Impfungen berichtet wird, entspricht den Tatsachen und beruht auf Studien. Es werden Glaubenssätze verkündet, die nicht mit Zahlen belegt sind.
Es gibt genug Zahlen und Studien zur Wirksamkeit der Impfung gegen schwere Verläufe. Sie sind hier auch schon oft genug angeführt worden. Natürlich ist es jedem unbenommen, sie für Fälschungen halten zu wollen.

Die Mainzer Studie ist vermutlich diese hier:

Eine Erhöhung der Durchimpfungsrate speziell in der Altersgruppe 80+ Jahre war mit einem Rückgang des Anteils der COVID-19-Todesfälle und der gemeldeten SARS-CoV-2-Infektionen in dieser Altersgruppe in Rheinland-Pfalz von der ersten bis zur zwanzigsten Kalenderwoche 2021 verbunden. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit der in klinischen Studien nachgewiesenen Schutzwirkung der COVID-19-Impfung gegen schwere Krankheitsverläufe.
 
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10.01.04
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Das INK teilt im Newsletter von heute mit:​
Ink.Ag
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Liebe Interessierte an der Arbeit von Dr. Klinghardt,
wie bereits angekündigt, sehen und hören Sie am Donnerstag 15. September, um 19 Uhr Dr. Siddhartha Popat mit einem Bericht und Empfehlungen zum Thema Long-Covid. Sie gründen auf seinen Erfahrungen aus seiner Praxis in Sankt Katharinen bei Bonn. Es geht um Symptome wie chronische Erschöpfung, Haarausfall vornehmlich bei Frauen, erektiler Dysfunktion bei Männern und manche andere Merkmale.
Im Anschluss an den ca. 1-stündigen sehr lebendigen Vortrag von Dr. Popat gibt es eine Aufzeichnung von Dr. Klinghardt von Anfang August, wo er sich ausführlich zum selben Thema äußert.
Insgesamt sind es etwas mehr als zwei Stunden fundierter Informationen und Hinweise zur Behandlung des sog. Long-Covid.
Teilnahme: 30 € Direkt zur Anmeldung
...
 
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05.04.08
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Vorwarnung im Blut: Ob nach einer Coronavirus-Infektion ein Long-Covid-Syndrom droht, könnte ein Bluttest künftig vielleicht vorhersagen. Denn Forschende haben 20 Proteine im Blut identifiziert, die schon bei Infektionsbeginn anzeigen, ob jemand ein Jahr später noch unter Covid-Symptomen leiden wird. Anhand dieses Proteinmusters konnte ein Algorithmus alle späteren Long-Covid-Patienten unter den Testpersonen erkennen. Sollte sich die Indikator-Eignung dieser Proteine bestätigen, könnte dies bei der Früherkennung und Behandlung gefährdeter Patienten helfen.
 
regulat-pro-immune
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10.01.04
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... 3.10.22
Rostock. Ein nach eigenen Angaben deutschlandweit einzigartiges Institut in Rostock will künftig zu einem besseren Umgang mit Corona-Spätfolgen beitragen. Zum Start des Instituts Long Covid der Lungenfachärztin Jördis Frommhold in Rostock fand am Samstag ein Symposium unter anderem mit Vertretern aus Medizin und Politik statt.

Initiatorin Frommhold gilt deutschlandweit als Expertin für die Long-Covid-Erkrankung und ist Präsidentin des neuen Ärzteverbandes Long Covid. Als Chefärztin einer auf Lungenerkrankungen spezialisierten Klinik hat sie mehr als 5500 Long-Covid-Patienten behandelt. Mit Gründung des Instituts springe sie nun ins kalte Wasser sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. ...

Grüsse,
Oregano
 
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10.01.04
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One of Long COVID’s Worst Symptoms Is Also Its Most Misunderstood

by Ed Young

Brain fog isn’t like a hangover or depression. It’s a disorder of executive function that makes basic cognitive tasks absurdly hard.
Of long COVID’s many possible symptoms, brain fog “is by far one of the most disabling and destructive,” Emma Ladds, a primary-care specialist from the University of Oxford, told me. It’s also among the most misunderstood. It wasn’t even included in the list of possible COVID symptoms when the coronavirus pandemic first began. But 20 to 30 percent of patients report brain fog three months after their initial infection, as do 65 to 85 percent of the long-haulers who stay sick for much longer. It can afflict people who were never ill enough to need a ventilator—or any hospital care. And it can affect young people in the prime of their mental lives. ...

Ein langer (deprimierender) Artikel.
Übersetzung über google:

Eines der schlimmsten Symptome von Long COVID wird auch am meisten missverstanden

von EdYoung

Gehirnnebel ist nicht wie ein Kater oder eine Depression. Es ist eine Störung der Exekutivfunktion, die grundlegende kognitive Aufgaben absurd schwer macht.
Von den vielen möglichen Symptomen von Long COVID ist Brain Fog „bei weitem eines der am stärksten behindernden und destruktivsten“, sagte mir Emma Ladds, eine Spezialistin für Grundversorgung von der Universität Oxford. Es gehört auch zu den am meisten missverstandenen. Es war nicht einmal in der Liste möglicher COVID-Symptome enthalten, als die Coronavirus-Pandemie zum ersten Mal begann. Aber 20 bis 30 Prozent der Patienten berichten drei Monate nach ihrer Erstinfektion von Gehirnnebel, ebenso wie 65 bis 85 Prozent der Langstreckenfahrer, die viel länger krank bleiben. Es kann Menschen treffen, die nie krank genug waren, um ein Beatmungsgerät oder eine Krankenhausbehandlung zu benötigen. Und es kann junge Menschen in der Blüte ihres geistigen Lebens treffen. ...
google übersetzer


Grüsse,
Oregano
 
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20.10.22

Aktualisierte Leitlinie zu Neuro-COVID

Weiterhin gibt es keine kausale Therapie für die Spät- und Langzeitfolgen von COVID-19, auch nicht bei den neurologischen Manifestationen. Die Autoren betonen die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit und der psychosomatischen Betreuung der Patienten.
...
Weiterhin empfehlen die Autoren eine interdisziplinäre Versorgung des Post-COVID-19-Syndroms inklusive psychosomatischer Mitbehandlung der Patienten. Hierzu sagt Prof. Dr. med. Peter Berlit, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und Leitlinienkoordinator, in einer Pressemeldung der DGN: „Das bedeutet aber nicht, dass wir die Beschwerden der Betroffenen nicht ernst nehmen oder wir sie gar als eingebildet krank einstufen, wie häufig der Vorwurf in Internetforen lautet. In der Neurologie gibt es verschiedene Erkrankungen, bei denen wir ähnlich wie bei Post-COVID die auslösende Ursache nicht kennen und daher keine kausale Therapie anbieten können. Ein Beispiel sind chronische Schmerzsyndrome. Bei diesen Krankheitsbildern haben wir die Erfahrung gemacht, dass eine psychosomatische Mitbehandlung den Betroffenen hilft, besser mit den Beschwerden und der Krankheitssituation zurechtzukommen, und die Lebensqualität verbessert. Zum Nutzen gibt es zahlreiche Erhebungen. Warum sollten wir also Post-COVID-Betroffenen diese begleitende Therapieoption vorenthalten?“ ...
(Hervorhebungen durch mich)

Wie auch immer: das Problem dürfte sein, daß man erst einmal Ärzte für eine solche „inerdisziplinäre Versorgung...“ finden muß, um eine Behandlung zu bekommen.

Grüsse,
Oregano
 
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