Corona - Deutschland (Maßnahmen, Zahlen...)

  • Themenstarter Themenstarter togi
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Und ich sage: 1943 konnte jeder kleine Bürger für einen unvorsichtigen regimekritischen Satz, den jemand mitgehört hat, abgeholt werden. Ich sehe 2020/21 nichts dergleichen.
Das ist interessant, dass Du von Dir aus diesen Vergleich bringst! 1943 hatten wir hier die strengsten Gesetze zur "Wehrkraftzersetzung" usw., wo die Leute für falsche Äußerungen vor einem Militärgericht mit dem Tode bestraft wurden!
Das beruhigt mich wirklich sehr, dass wir 20/21 noch nicht wieder bei solchen Zuständen waren! Ironie off.

Edward Snowden hat jedoch bei Corona bereits davor gewarnt, dass wenn ein Regime erst mal die Grundrechte eingeschränkt hat, diese Einschränkungen selten wieder zurück genommen werden! Und wie man jetzt auch bei den ganzen Überwachungsgesetzen wieder sehen kann, hatte er völlig recht!

Aber ich habe keine Zeit für solche Diskussionen, wo dann hinterher eh wieder alles gelöscht wird, weil es angeblich nichts mit dem Thema zu tun hat.
 
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Aber ich habe keine Zeit für solche Diskussionen, wo dann hinterher eh wieder alles gelöscht wird, weil es angeblich nichts mit dem Thema zu tun hat. ...
Hallo Latschen-Kiefer,

meinst Du nicht, es wäre die Zeit mehr als wert, über diesen Themenkreis nachzudenken und auch darüber zu diskutieren, solange das noch ohne Folgeprobleme möglich ist? - Das muß ja nicht hier in diesem Forum sein .

Grüsse,
Oregano
 
Ich glaube, daß diese Diskussionen schon deshalb sinnlos sind, weil der Begriff "Faschismus" in den letzten Jahren zu einem völlig unscharfen Kampfbegriff geworden ist. Jeder weiß, daß Faschismus schlecht ist, also wirft man dem gegnerischen Lager vor, faschistisch zu sein, und dann sucht man sich irgendwelche beliebigen Teilphänomene heraus und dreht die auch noch um 180° Grad um, wie es Alibiorangerl gerade getan hat, um das zu untermauern.
 
Ja, aber nicht für ihre Meinungen, sondern für irgendwelche (teils albernen) Gesetzesübertretungen. Es ging mir um diesen Satz:

Das ist keine Meinungsverfolgung wie 1943 – aber es ist trotzdem eine Form von staatlicher und gesellschaftlicher Sanktionierung, die Menschen sehr hart getroffen hat.
Viel Unterschied ist da nicht.
Es wurden Grenzen überschritten, die fatal sind.

Und was viel schlimmer ist als damals,

dass die Verantwortlichen gesetzlich zur Rechenschaft gezogen wurden damals und heute laufen alle frei rum.
Damals gab es Prozesse, Urteile und eine gesellschaftliche Anerkennung des Unrechts.


Für viele Geschädigte ist genau das ein schwerer Punkt: Nicht nur, dass sie unter Druck standen, Angst hatten oder gesundheitliche Folgen tragen – sondern dass es keinerlei Aufarbeitung gibt. Keine juristische Klärung, keine Verantwortlichkeit, keine Entschuldigung oder sichtbare Konsequenz für die Verantwortlichen.
 
Viel Unterschied ist da nicht.
Ach ja? Weißt du, wer alles im KZ landete für "abweichlerische" Haltungen und Meinungen? Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Kommunisten? Viel Unterschied ist da nicht?

Und nochmal zum Mitschreiben: Es wurde wegen Corona niemand für seine Haltungen und Meinungen verfolgt, sondern für die Nichteinhaltung von Regelungen. Und die "Verfolgung" war ein Bußgeld, kein Arbeitslager.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bestreitet nicht, dass das damals schlimm war, das waren systematisch verfolgte Gruppen.

„viel Unterschied sei da nicht“, bezieht sich auf die Perspektive derjenigen, die unter Druck geraten sind und bis heute mit den Folgen leben, während die Verantwortlichen ohne Konsequenzen weitermachen.

Damals wurden die Verantwortlichen später juristisch zur Rechenschaft gezogen. Es gab Prozesse, Urteile, eine klare gesellschaftliche Anerkennung des Unrechts.

Heute ist es anders. Es wird alles unter den Teppich gekehrt bisher, als wäre nichts geschehen.
Menschen, die während der Coronazeit unter massivem psychischen, sozialen oder beruflichen Druck standen, die gesundheitliche Schäden davontrugen oder existenziell getroffen wurden, erleben zusätzlich, dass niemand Verantwortung übernimmt.
 
... Aber genau darin liegt ja ein weiterer Unterschied: Damals wurden die Verantwortlichen später juristisch zur Rechenschaft gezogen. Es gab Prozesse, Urteile, eine klare gesellschaftliche Anerkennung des Unrechts. ...
Auch das ist Deine Sicht der Dinge, die so nicht stimmt. Die „Täter“ aus dem 3. Reich trugen ja durchaus zum Aufbau der Bundesrepublik bei, andere waren emigriert usw. usw.

Aber auch hier verabschiede ich mich, weil diese Diskussion sinnlos ist.

Grüsse,
Oregano
 
Aber ich habe keine Zeit für solche Diskussionen, wo dann hinterher eh wieder alles gelöscht wird, weil es angeblich nichts mit dem Thema zu tun hat.
Im Forum werden bis auf sehr wenige Ausnahmen keine inhaltichen Aussagen gelöscht, sondern nur Regelverstöße (die oft eher auf der "Beziehungsebene" stattfinden); ausufernde "OffTopics" (OTs) werden wenn möglich eher ausgelagert. Hier im "Plauderbereich" (Rubrik Nachdenken) moderieren wir fast gar nicht.

Nur damit für Außenstehende/Mitlesende kein falscher Eindruck entsteht.
 
Auch das ist Deine Sicht der Dinge, die so nicht stimmt. Die „Täter“ aus dem 3. Reich trugen ja durchaus zum Aufbau der Bundesrepublik bei, andere waren emigriert usw. usw.

Stimmt einige Täter des 3. Reiches wurden nicht sofort oder vollständig zur Rechenschaft gezogen. Einige bauten später die Bundesrepublik mit auf, andere waren emigriert, manche tauchten unter. Die Aufarbeitung war lang, lückenhaft, schmerzhaft.

Aber das ist der Punkt, den ich meine.
Es gab zumindest den Anspruch auf juristische und gesellschaftliche Aufarbeitung.
Es gab Prozesse, Urteile, Entnazifizierung, historische Einordnung – auch wenn das unvollkommen war.

Aber heute gibt es gar keine Form der Verantwortungsübernahme. Keine juristische Klärung, keine politische Aufarbeitung, keine gesellschaftliche Anerkennung des Unrechts.
Die machen einfach munter weiter, keiner hält sie auf.
 
Das ist eine pure Behauptung. Und weil sie so unkonkret ist, kann man sie noch nicht einmal widerlegen.

Und selbst wenn sie stimmen würde: du hast damit einen Bestandteil einer Faschismusdefinition einfach umgedreht.

Und selbst wenn das funktionieren würde (tut es aber nicht): der Faschismus ist nicht allein eine Erscheinung der volkswirtschaftlichen Strukturen.
Ich glaube, daß diese Diskussionen schon deshalb sinnlos sind, weil der Begriff "Faschismus" in den letzten Jahren zu einem völlig unscharfen Kampfbegriff geworden ist. Jeder weiß, daß Faschismus schlecht ist, also wirft man dem gegnerischen Lager vor, faschistisch zu sein,

Allerdings sind sie es ja hin und wieder doch, alle oder konkret beide (rechte und linke) Seiten, wie bisherige Geschichte (leider) eindrucksvoll beweist...

und dann sucht man sich irgendwelche beliebigen Teilphänomene heraus und dreht die auch noch um 180° Grad um, wie es Alibiorangerl gerade getan hat, um das zu untermauern.

Ich schrieb doch extra dazu, dass
wobei ich die Akteure (Staat + private Unternehmen) vertauscht sehe: Staaten unterwarfen/unterwerfen sich schließlich Konzern-Mächten resp sitzen letzere längst mit deren Leuten in ersteren wichtigen Strukturen...

Also bitte schön beim kompletten Zitat bleiben...

Und leider ist es nicht nur ein Teilphänomen, sondern eines der Hauptmerkmale; Dass es diesen Zustand - so nett oberflächlich betitelt Drehtüreffekt - gibt, ist doch schon seit Jahrzehnten bekannt, Google-KI-Übersicht:

Der Drehtüreffekt bezeichnet das Phänomen des ständigen, oft frustrierenden Wechsels zwischen zwei Zuständen oder Orten. Je nach Fachbereich hat der Begriff eine ganz spezifische Bedeutung: [1, 2, 3]
  • Politik & Wirtschaft: Der rasche Wechsel von Politikern oder Beamten in gut bezahlte Posten der Privatwirtschaft (oder umgekehrt). Kritiker warnen dabei vor Lobbyismus und Interessenskonflikten. [1, 2]

Private Unternehmen schreiben sich somit für sie vorteilhafte Gesetze im Grunde selbst, somit sehe ich diese 180° als gegeben.

Die tatsächlich Mächtigen lenken im Hintergund eben beides, diese privaten Unternehmen und via diesen die Staaten - dieses Konzept hat halt seit Jahrhunderten eine Erfolgsgarantie, weltweit...

... Auf die Corona-Zeit hier in Deutschland und auch heute überhaupt bezogen:

- Wer ist bei uns der starke Führer?

Den braucht es nur im extremen Nationalismus.

- Wo ist der extreme Nationalismus (obwohl es Tendenzen in diese Richtung gibt)?

Die erweiterte Form von extremem Nationalismus ist doch extremer Internationalismus - der ja seit Jahrzehnten auf unseren wehenden "demokratischen" nationalen und supranationalen Fahnen prangt, 2030 solls ja dann endlich soweit sein.

- In welcher Form werden Andersdenken und Minderheiten unterdrückt, obwohl es auch da jetzt Tendenzen gibt?
usw. usw.

Also wenn Du das nicht spätestens seit 2020 mitbekommen hast, was ua viele Seiten auch hier im Forum mit entsprechenden Berichten füllt, dann kann ich Dir leider auch nicht helfen... :(

... Ich wünsche mir sehr, daß sich die Demokratie in all den Ländern erhält, wo sie gefährdet ist, damit die Menschen in diesen Ländern nicht erleben müssen, was Faschismus wirklich bedeutet.

Wenn es denn echte Demokratien wären aka die Macht geht vom Volke aus; Ja, eh nett, das darf alle paar Jahre jene "Regierenden" wählen, die zuvor durch die privaten (Konzern-) Mächte für diese Stelle trainiert und/oder bezahlt wurden; Diese 180° sind somit tatsächlich die berühmten 360°... :cautious:
 
Man könnte vll treffender von faschistoid sprechen....faschistoid bedeutet faschismus-ähnlich oder Züge des Faschismus aufweisend, ohne notwendigerweise ein voll entwickelter Faschismus zu sein.
 
Das stimmt doch nicht. Frag deine KI, was es an Urteilen zum Corona-Recht alles gegeben hat. Das sind Hunderte von Gerichtsverfahren.

Quelle Copilot:

Es gibt keine prominenten Politiker, die wegen Corona-Maßnahmen oder Corona-Politik verurteilt wurden.Was es gab, waren:
  • Abgewiesene Klagen (z. B. AfD )
Kein Politiker wurde für Entscheidungen während der Pandemie strafrechtlich verurteilt.

Klagen gegen Corona-Regeln (AfD) – alle abgewiesen

  • Das Bundesverfassungsgericht hat die Klage verworfen.Die Einschränkungen seien gerechtfertigt gewesen, um die Funktionsfähigkeit des Bundestags zu sichern.
Das heißt: Politiker wurden nicht verurteilt – die Maßnahmen wurden bestätigt.

Fazit:

Es gibt keine Urteile gegen prominente Politiker wegen ihrer Corona-Politik. Die Gerichte haben Maßnahmen wie die 2G‑Regel im Bundestag bestätigt und Klagen dagegen abgewiesen. Verurteilt wurden lediglich extremistische Gruppen, die die Pandemie für Umsturzpläne nutzten. Für viele Betroffene ist genau das belastend: Die politischen Entscheidungen hatten massive Auswirkungen, aber es gab keinerlei juristische Konsequenzen für die Verantwortlichen.
 
Ah, du bist an Rache interessiert. ;) Ich meinte eher die Urteile gegen einzelne Regelungen. Wenn ein Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht für korrekturbedürftig erklärt wird, dann werden in unserem Staat keine Politiker dafür bestraft, daß sie das Gesetz überhaupt erst erlassen haben.
 

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