Antibiotika als Ursache

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hallo rhianonn,
du schreibst von deinen kunden. bist du arzt?
viele grüsse, shelley :wave:
 
wundermittel
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hallo beat,
ich bin dieser sache nochmals nachgegangen. was sind das für colostridien? ich habe von denen noch nie gehört.
falls es doch clostridien sind, welche du meinst, wollte ich dich fragen, woher du weisst, dass lactobazillus gg dagegen hilft.
ich wollte dich auch fragen, woher du die vielen informationen zu den verschiedenen guten darmbacterienstämmen hast. ich interessiere mich sehr dafür.
viele grüsse, shelley :wave:
 
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Shelley schrieb:
hallo alanis,
also waren das jetzt doch keine so komischen dinger wie colostridien? waren das gewöhnliche clostridien?
da soll doch metronidazol und perenterol dagegen helfen.
viele grüsse, shelley :wave:

p.s.: dann hast du also auch blutige diarrhoe und starke bauchkrämpfe?

Hallo Shelley

Nein, blutige Durchfälle habe ich nicht, da ich von meinen Medikamenten Verstopfung bekomme. Aber Bauchkrämpfe habe ich, ich dachte allerdings bisher, das käme von der Laktose-Intoleranz. Oder von beidem.
Metronidazol hilft bei mir gar nicht mehr, das ist mir schon zu oft verschrieben worden :confused:

Liebe Grüße
Alanis
 
regulat-pro-immune
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@Shelley
Nein, Arzt bin ich nicht. Bin Gesundheitsberater (seit 4 Jahren) und (fast) Heilpraktiker.

@Alanis
Wegen der Verstopfung...
Wenn die durch ein Medikament verursacht wird, dann nützt dir das ganze Darmaufbauen aber nix, da das Medikament ja net aufeghoben wird. ;)
Hast du mal Papayana versucht? Natürliches Papayafruchtmuß in kleinen "Beuteln". Schmeckt gut und hilft bei Vertopfung echt gut. Ist aber auch nur eine gesunde Symptombehandlung.

Gruß :wave:
 
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Hallo Shelley

Ja meinte schon die Clostridien, das andere war ein Schreibfehler.

Zu meinen Hintergründen
Bin Mitbegründer der (Eltern-)Selbsthilfegruppe Biomedizin. Diese befasst sich mit somatopsychischen Ursachen und Belastungen schwergewichtig im weitgefassten autistrischen Spektrum (inkl ADS, schweren (Entwicklungsstöringen etc). Nebenbei ist da natürlich auch Depressionen, Konzentrationsprobleme, Müdigkeit, Unverträglichkeiten etc ein Thema.
(Fast alle Autisten haben ein Darmproblem, oder wahrscheinlich wäre es richtiger zu sagen, dass durch die Ursachen der Darmprobleme und die Darmprobleme selber jemand autistisch machen können.
Entsprechend bin ich direkt und vorallem indirekt mit diversen wissenschaftler, int. Ärzten und natürlich anderen Eltzerbn in Kontakt
Colostrien ist dabei ein kleines Thema, welches zwar im Normalfal nicht, aber in einigen Fällen eben auch zutrifft.
dadurch weiss ich, dass die Lactobazillus GG praktisch immer helfen. Nebenbei haben eigentlich fast alle cer Betroffenen mindestens zwischendurch unbegründete traurige bie depressive Phasen. Sollte dies bei dir nicht zutreffen, wäre dies aussergewöhnlich.
dAS wISSEN ÜBER DIE ANDEREN GUTEN dARMBAKTERIEN SIND BEI MIR NICHT SO GUT. aBER ICH WEISS, WO ES GUTE ENTSPRECHENDE pRODUKTE DAZU GIBT.
 
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Darmaufbau uns Pilzbeseitigung hängt fast immer ganz en g zusammen.
Für mcih gibt es da zwei Wege.
1. Eine intensive Kur mit anschließender Nachbehandlung (Wie deise Mayer-Kur, wenn ich es richtig verstanden habe ;))
2. Eine etwas langwierigere aber einfachere Kur durch Nahrungsergänzungen.

Ich empfehle meinen Kunden meistens das zweitere, das ich weiß wie faul viele Menschen sind und es immer so einfahc wie möglich sein sollte.

Meistens empfehle ich eine Kombination aus Vita Biosa und Pararizol. Pararizol ist extrem pilztötend und tötet auch schädliche Bakterien ab und Vita Biosa baut den Darm auf und entsäuert gleichzeitig den Körper. Mit dieser Kombination hatte ich schon sehr gute Erfolge. Für Leute, die Pararizol nicht mögen gibt es auch noch alternativen, aber meistens ist das kein Problem.

Wichtig ist jedoch auf alle Fälle jeden Tag mind. 3l GUTES Wasser zu trinken (kein Kohlensäure und möglichst gut aufbereitet), da der körper sonst die entstehenden Gift nicht schnell genug ausscheiden kann und erhebliche erstverschlechterungen entstehen können.

Ach ja... bei Pilzbelastung und nach Antibiotika einnahme (ich wiederhole mich :)) immer einen Schwermetalltest machen lassen und evtl. ausleiten!

Gruß :wave:



wo bekomme ich denn das Pararizol her, günstig und in deutschland, Danke ! Noch ne Frage nebenbei, ich habe jetzt Borreliose und extreme Herschmerzen gehabt, deswegen musste ich Penecelin nehmen und nehme es auch noch. inweiweit ist das eigentlich nötig oder gibt es alternativen ? Ich zappe ja auch schon und werde jetzt karde nehmen, könnte ich, wenn die schmerzen weg sind, sofort die antibiotika gabe beenden, auch wenn noch etwas infektion da ist, um meinen darm nicht weiter zu gefährden, ich habe absolut keinbock auf irgendwelche nachwirkungen durch die behandlung, aber wegen der gefahr einer organschädigung, muss ich die antibiotika auf jeden fall nehemn, solange noch diese herz schmerzen da sind !

Danke und Gruss,
Otto:mad:
 

KimS

Hallo Otto,

Bei Antibiotika ist es gerade wichtig den ganzen vorgeschriebenen Kur zu ende zu schlucken. Grund ist, dass es bie die behandlung mit Antibiotika darum geht den Krankheitserreger auszuschalten, eine vorzeitig beendete Kur birgt ein Risiko in Sich (der Patient hat keine starke Beschwerden mehr, aber krankheitserreger sind grösstenteils vernichtet, aber teilweise noch anwesend) dass die restlichen Krankheitserreger sich danach erneut vermehren und Resistent geworden sind gegen das benützte Antibiotikum. Das hiesse dann dass erneut eine Kur mit Antibiotikum nötig wäre, und wahrscheinlich ein Anderes Kräftigeres.

In deinem Fall würde ich dieses Risiko gar nicht eingehen wollen, und die Kur wie verschrieben zu ende schlucken. Du hast ihm ja nicht umsonst verschrieben bekommen. (Ausserdem ist ja das Problem dass wenn man eine Kur nicht zuende nimmt, und die Krankheitserreger Resistent geworden sind, man, im Falle einer ansteckenden Krankheit, auch Probleme für andere verursacht, die werden dann infiziert mit ein Resistenter erreger, und dass wäre ein weiterer Grund für Therapietreue wenn man Antibiotika nehmen muss).

Herzlichst
Kim
 
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regulat-pro-immune

Dideldei

Hallo,

sorry, bei den vielen Infos zum Thema habe ich hier ein bißchen den Überblick verloren , hoffe aber, ich bin nicht ganz verkehrt.

Meine Frage(n) ist/sind zwar der Theorie halber schon genau so gestellt worden, eine eindeutige Antwort habe ich allerdings nicht finden können (muss allerdings auch gestehen, dass ich mich nicht durch alle Themen gewühlt habe....). Ich habe auch im letzten halben Jahr drei Mal Antibiotika bekommen für verschiedene Infekte (Atemwege bis Harnweg) und erst die letzte Ärztin, bei der ich war, hat mich darauf hingewiesen, dass man die Darmflora da mit Sicherheit wieder aufbauen muss, weil da "nichts mehr über" sei. Immerhin, ne? *g*

Ich hab also rund 30 Tage jeweils 1x1 LGG Kapsel (Lactobacillus) nährungsergänzend genommen und seit einigen Tagen Magenbeschwerden/Durchfall etc. In der Apotheke sagte man mir, ich solle zusätzlich Perenterol forte nehmen, das würde den Durchfall bekämpfen und die Lactobazillen sogar unterstützen. Habe ich einige Tage gemacht, ging auch ganz gut, deswegen habe ich es wieder gelassen (also nur das Perenterol) - prompt wurde der Durchfall wieder schlimmer.

Inzwischen habe ich im Internet schon einiges über Pilzbefall und ähnliche Dinge nach Antibiotika-Gaben gelesen und frage mich langsam, ob das nicht der Auslöser der aktuellen Beschwerden sein könnte.

Nun nochmal konkret:

1. Sind Lactobazillen und ähnliches auch (oder gerade?) bei Durchfall/Magenbeschwerden überhaupt sinnvoll und nicht herausgeschmissenes Geld bzw. gar schädlich?

2. Da Perenterol ja selbst aus Hefe besteht, bildet das ganze nicht noch einen Nährboden für andere, unerwünschte Bakterien oder sonstige Störenfriede? Oder siedeln sich auch da "nur die Guten" drauf an?

Eine Stuhlprobe habe ich abgegeben, die Ergebnisse bekomme ich Montag oder Dienstag. Eigentlich wollte ich bis dahin "mit der Symptombekämpfung warten", aber mittlerweile ist der Durchfall wieder schlimmer geworden... ich habe halt keine Lust, dass ich jetzt durch Perenterol/LGG was anderes heranzüchte, was dann in der Stuhlprobe von letzter Woche (noch) nicht enthalten war....

Sollte es schon eine ausführliche Antwort zu dem Thema geben, reicht mir auch ein Link - eindeutige Aussagen (wenn das mit dem Halbwissen, was ich hier abgelassen habe, überhaupt geht :))) ) wären mir aber am liebsten :freu:
 
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28.09.05
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hallo dideldei,

also ich habe jetzt nicht ganz verstanden.

war es so bei dir?

du hast antbiotika bekommen.
danach ging es dir gut.
doch irgendwann findet jemand, du sollst lgg nehmen.
nach etwa drei wochen der lgg einnahme, bekommst du durchfälle.
dann findet jemand, du sollest dagegen zusätzlich perenterol nehmen.
dann geht es besser, bis du perenterol wieder weg lässt.
und jetzt hast du angst davor, weil du denkst, bei einem pilz sei das nicht so gut?

habe ich das so richtig verstanden?

also ich habe verschiedene gedanken zu so sachen.

schau mal; ich mache mir folgende gedanken:

wenn starke menschen antibiotika bekommen und damit die darmflora abgrasen, ist der körper oft genug stark, diese wieder alleine aufzubauen, nur durch gesundes essen und ausgewogenes leben.

in armen ländern bekommen die leute nach antibiotika auch keine gesunden darmbakterien und die menschen leben weiter.

deswegen also nochmals meine frage:

ging es dir denn schlecht, bevor du lgg bekamst?

oder warum verschrieb dir jemand lgg?

nur weil du sagtest, du bekamst im jahr zuvor antibiotika?

oder wurde etwas im blut oder in der stuhluntersuchung festgestellt?

weiter war es also so?

es ging dir besser unter lgg?

erst nach etwa drei wochen nicht mehr?

könnte das also nicht einfach ein infekt sein, der umgeht?

ich weiss jetzt nicht, ob lgg durchfälle machen kann.
doch statt es weiter zu nehmen und einfach noch perenterol dazu zu tun, hätte ich es eher abgesetzt.

was, wenn lgg diarrhoe bei dir macht und du es glücklich heiter weiter nimmst?

meine nächste frage ist:

sind deine durchfälle blutig, mit höllischen darmkoliken?

weil das könnte dann wegen clostridium difficile sein.
dagegen ist das einzig natürliche, was hilft, perenterol.

ergo würde ich in diesem fall vergessen, ob perenterol nun aus hefekeimen besteht oder nicht.

wirklich gefährlich ist perenterol nur, wenn dein immunsystem auf null runter gefahren ist und das ist es bei dir nicht, weil da wärest du entweder schon lange tod oder auf der isolierstation in höchster lebensgefahr.

klar; vielleicht ist es bei einer pilzerkrankung nicht so gut.
doch wenn ein pilz und clostridium difficile da ist, dann ist es wichtiger, zuerst clostridium difficile zu behandeln und danach den pilz.

wurde das bei dir alles getestet?

zu deinen fragen:

1. wenn du an vertreter meiner gedanken bist, also das starke menschen diese gesunden darmbakterien gar nicht brauchen und arme leute ohne auch nicht unter die räder kommen, dann sind diese mittelchen klar rausgeschmissenes geld.

wenn du daran glaubst?

dann kann es für dich auch bei diarrhoe nützlich sein, wo es ja manchml besser wurde damit.

wenn du aber wirklich einfach mal die durchfälle los werden willst, empfehle ich dir eher carbo betulae (birkenkohle).

wenn die durchfälle weg sind, dank dem carbo betulae und wenn es ohne nicht geht, noch mit hilfe chemischer antidurchfallmittel vom arzt, würde ich persönlich in deinem fall danach vielleicht doch noch ein mittel mit gesunden darmbakterien nehmen.
aber ehrlich gesagt nicht so ein beschränktes it nur einem stamm, sondern ein wirklich effektives, vielstämmig, hochdosiertes produkt.
das andere finde ich geld in den müll, bzw. in die toilette geworfen.

deine nächste frage:

2. ich habe mir auch schon oft gedanken darüber gemacht.
ob das überhaupt so gut ist, wenn man pilze hat.
doch wenn es wirklich gegen die diarrhoe hilft:
was ist dir also wichtiger?
dass deine diarrhoe weg geht oder dass es eventuell bei einem vielleicht vorhandenen pilz, der vielleicht gerade nicht so das hauptproblem ist, dass es da also vielleicht nicht so gut ist?

viele grüsse von shelley :wave:
 

Lexi10

Kann man davon auch Krankheiten bekommen wie Rheuma und RDS, Immunschwäche....?
 
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Hallo,

hab mal ne kurze Frage aufgrund eurer Beiträge. Hab mir jetzt 3l Vita Biosa gekauft und nehm jeden Tag noch Inulin als Bakteriennahrung zusätzlich. Würde jetzt gern wissen, ob das ozonisierte Olivenöl wirklich nur
die schlechten Bakterien, sowie die Pilze und Parasiten abtötet. Hab schon im Internet gesucht, aber nichts eindeutiges gefunden. Bei 60 Euro fürs Vita Biosa wärs sehr schade, wenn ich bei gleichzeitiger Einnahme des Öls, auch die guten neuen Bakterien damit abtöte.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen und wünsche noch


einen schönen Sonntag


Riddick23:D
 

James

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Hallo,

die ungezügelte Medikation und unkontrollierte Einnahme von Antibiotika haben weltweit erhebliche Probleme erzeugt. Nur dadurch sind resistente Keime "gezüchtet" worden, die mehr Todesfälle verursachen als der Straßenverkehr. siehe z.B. Wiki MRSA Den Medizinern ist dies bekannt. Einige Länder haben schon vor Jahren die Medikation von Antibiotika reglementiert. In Holland werden sie nur in dringend notwendigen Fällen unter Aufsicht im Krankenhaus verabreicht, bei uns jedoch vom Hausarzt bei fast jedem "Zipperlein" verschrieben ohne den Erreger zu kennen. Man schießt also mit der Kanone auf einen Spatz ohne zu wissen, ob da überhaupt einer ist...
Übelst ist die Unsitte (weil man sich ein Screening, Antibiogramm und genaue Diagnose spart) dann noch ein Breitbandantibiotika zu verschreiben, welches dann der Patient auch noch wegen der Nebenwirkung (oft Durchfall/Übelkeit) selber vorzeitig absetzt. Dadurch wird die Waffe in kurzer Zeit stumpf und ist, wenn Not entsteht, unbrauchbar. Ein Teufelskreis, der durch die Massentierhalter noch verschärft wird, weil in den Lebensmitteln (Krustentiere, Fleisch, Fisch) ein tolles Sammelsurium diverser Medikamente an ahnungslose Verbraucher weiter gegeben werden.
Der einzige Nutznießer dieser gängigen Praxis ist die Pharmazie, deren Umsätze so langfristig gesichert bleiben. Da "Gesundheitspolitik" vorwiegend Lobbyarbeit ist, wird sich kurzfristig nichts ändern. Bei einigen Ärzten keimt bei mir der Verdacht auf, dass ihre Verschreibungswut von ihren zuständigen Pharmareferenten durch "kleine Gaben" unterstützt wird...

Bitte nicht falsch verstehen:

Antibiotika sind wichtig, aber sie sollten nur dann verabreicht werden, wenn der Erreger sowie seine Empfindlichkeit genau bekannt ist und auch die dringende Notwendigkeit zur Medikation besteht.
Der Ort der Besiedlung spielt eine weitere Rolle, da er vom Wirkstoff auch erreicht werden muss.

Der Patient muss aufgeklärt werden, damit er nicht selbst wegen Nebenwirkungen das Mittel vorzeitig absetzt, auch wenn nicht nur die "bösen" sondern auch die "guten" Bakterienstämme erschlagen werden und gleichzeitig den Pilzen das Einfallstor weit öffnet.

Die unerwünschten Nebenwirkungen lassen sich oft durch gleichzeitige Gabe unterstützender Mittel (z.B. Vitamine zum Erhalt der Darmfauna) minimieren.

Die Qualität eines Arztes ist aus meiner Sicht auch nach diesen Merkmalen zu beurteilen.
 
regulat-pro-immune
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hallo mrsa,

ich frage mich manchmal, warum du immer mit mrsa kommst, weil es gibt noch viele genau so gefährliche keime wie den mrsa.

ich hatte schon grössere probleme mit anderen, als mit dem staph, der auch auf meinen wunden rumhockt.

viele grüsse von shelley :wave:
 

James

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Entschuldigung wenn ich nerve...

An einigen Beiträgen habe ich gemerkt, dass die Wirkungsweise von Antibiotika etwas unklar ist.
Bakterien und Pilze sind in der Regel Antagonisten (Gegenspieler).
Ein Lebensmittel schimmelt (Pilz) oder verfault (Bakterium). Beide scheiden Stoffwechselprodukte aus, die für den anderen giftig sind. Antibiotika sind das Gift eines Pilzes, Antimyotika ein giftiges Abbau-Produkt einer Bakterie. Es versteht sich nun, dass beide Medikamente Gegenspieler sind und schlecht gemeinsam wirken können.
Nimmt ein Patient ein Antibiotika werden Bakterien verdrängt, Pilze dadurch gefördert. Bei Antimyotika herrschen gegensätzliche Verhältnisse.

Man ist nur dann gesund und dauerhaft lebensfähig, wenn ein ausgewogenes Verhältnis der notwendigen Besiedlung (Haut, Darm) besteht und in Einklang durch das Immunsystem gehalten wird. Sowohl Antibiotika als auch Antimyotika stören dieses Verhältnis zu Gunsten einer Seite, wodurch die meisten unerwünschten Nebenwirkungen verursacht werden
 

James

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Hallo Shelley,

ich mische mich nur dort ein, wo ich die größten Probleme sehe und eigene leidvolle Erfahrungen gemacht habe.
MRSA ist zur Zeit ein riesiges Problem mit vielen Todesfällen und Verstümmelungen, dass vor der Bevölkerung "versteckt" wird.
Es mangelt im deutschsprachigen Raum nicht nur an der Aufklärung sondern auch an wirksamen Gegenmaßnahmen. Ein Screening für ca. 10,-€ vor geplanten OP`s könnte viele Leben retten......wenn man es nur machen und die Warnungen des Robert-Koch-Institutes, der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene und vieler anderer wahrnehmen würde!
Noch gibt es wegen dem Tiefschlaf der Gesundheitspolitik kaum rechtliche Konsequenzen, wenn man sich als ahnungsloser Patient im OP oder auf der Intensivstation durch mangelnde Hygiene infiziert. Ein fehlendes Meldesystem öffnet Sparmaßnahmen der Klinikverwaltungen alle Tore. Es gibt also eine Menge zu tun...
 
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19.03.07
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hallo MRSA,

vielen Dank für Deine wichtigen und aufrüttelnden Beiträge.

Und zwei klitzekleine Anmerkungen.

Die unerwünschten Nebenwirkungen lassen sich oft durch gleichzeitige Gabe unterstützender Mittel (z.B. Vitamine zum Erhalt der Darmfauna) minimieren.

Unten zitiere ich, was sich zu der Problematik sogar schon bis zum SPIEGEL herumgesprochen hat. Da helfen keinerlei Pillen, auch keine Vitamine, denn die kleinen Wesen, die Du nicht zu unrecht zur "Fauna" hochgestuft hast, handeln folgendermaßen:


Erreger wie E.coli, Enterokokken, Staphylococcus aureus oder Pseudomonas aeruginosa arbeiten äußerst effizient. Weil sie sich extrem schnell - mitunter innerhalb von Minuten - vermehren, können sie sich ihrer Umgebung besonders gut anpassen. Das gelingt, weil sie zum einen ihr Erbgut untereinander austauschen können und weil die Bakterien häufig mutieren: Jene Keime, die aufgrund einer Erbgutveränderung einen Angriff antibiotischer Arzneien überleben, geben ihre genetischen Eigenschaften an die nachfolgenden Generationen weiter.
Langsam entstehen so Bakterien, denen ein ursprünglich wirksames Medikament nichts mehr anhaben kann. Möglicherweise gibt es noch ein oder mehrere Reservemittel, doch auch deren Wirksamkeit lässt mit der Zeit nach. "Use it and lose it" nennen die Amerikaner dieses Phänomen, "setze es ein und verliere es".
Die Abwehrstrategien der Erreger sind vielfältig: Während die einen die Schotten dichtmachen und Antibiotika nicht mehr durch die Zellwand lassen, befördern die anderen die Medikamente mit eigens eingerichteten Pumpen wieder aus der Zelle hinaus. Neben diesen sogenannten Effluxpumpen können die Keime auch das Angriffsziel der Antibiotika, etwa Proteine in der Zellwand oder die Bakterien-DNA, verändern oder die Antibiotika mit Enzymen schon unschädlich machen, bevor sie die Erreger überhaupt angreifen können.
Wirkungslose Antibiotika: Leichtes Spiel für die Superkeime - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

Da hilft nur Enthaltsamkeit. Die von den Antibiotika und möglicherweise auch die von konventionell erzeugten tierischen Produkten. Denn die Viecher werden auch damit vollgestopft. :mad:
 
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19.03.07
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Fütterungspraxis
Der Wachstumsbeschleuniger Avoparcin, der strukturelle Ähnlichkeit mit Vancomycin hat, wurde bis 1997 in Deutschland verwendet. Er gilt daher als Auslöser für die Verbreitung Vancomycin-resistenter Enterokokken durch Nahrungsmittel.

wissen.spiegel.de/wissen/dokument/v/a/n/dokument.html?titel=Vancomycin&id=Vancomycin&top=Wikipedia&suchbegriff=vancomycin&quellen=&qcrubrik=artikel

Ein Wachstumsbeschleuniger in der Tiermast, der strukturell ausgerechnet einem Reserveantibiotikum ähnelt.

Ein Spiel mit dem Feuer. Oder wie S-Bahn-Surfen.

Wenn das nicht horrorhaft ist, dann weiss ich nicht was.

PS: Die Info erhältlich nun auch in großen Massenblättern, nicht mehr nur in der Fachpresse, da scheint es wirklich auch aus der Sicht anderer "zu brennen".
 
regulat-pro-immune

James

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Hallo Hakushi,

ich gebe Dir völlig recht, gegen die vom Menschen gezüchteten resistenten Keime helfen natürlich keine Vitamine, probiotische Nahrungsmittel usw. Das Thema vom admin war ja "Antibiotika als Ursache", also allgemein gehalten.
Was ich meine ist, dass -wenn Antibiotika als letzter Ausweg verordnet wird- gleichzeitig die "gute" Besiedlung möglichst geschützt werden sollte. Es ist bekannt, dass z.B. die Aufnahme von Vitaminen aus der B-Gruppe durch Antibiotka gestört wird. Dadurch entsteht eine unerwünschte Nebenwirkung (Durchfall), die durch zusätzliche Versorgung gemildert wird.
Der beste Schutz ist ein gut funktionierendes Immunsystem. Das kommt sogar mit den Superkeimen noch zurecht.
MfG
 
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