Wunderheilung heute - kritische Betrachtung

  • Themenstarter Themenstarter togi
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Für manch einen "normalen" Arzt mag es schon ein Wunder sein, wenn jemand durch anderes als die Leitlinienmedizin gesund wird.

durch Leitlinienmedizin gesund ? :cool:

Es kann auch nicht immer die Erwartung sein gesund zu werden (was immer das dann bedeuten mag).

Beispiel: wenn Pflegeheimbewohner nach nur einer Behandlung (hauptsächlich energetisch, vorher nur konservativ ohne nennesnwerte Erfolge) wieder alleine stehen können und beim Toilettengang nicht mehr 2 Pflegekräfte nötig sind sondern nur noch eine, ist das auch ein schöner Erfolg und Erleichterung für alle. Und wenn diese Alten dann berichten dass sie sich besser fühlen ...was "nur" subjektiv ist oder wieder gute Durchblutung und keine kalten Hände mehr haben (= objektiv) und solch und ähnliche Beispiele die Regel sind, dann ist irgendwann das ursprünglich hochskeptische Pflegeersonal überzeugt , weil es sich eben doch um für diese wie auch für mich ausreichende Beweise handelt. Es gibt somit auch Beweise jenseits wissenschaftlicher Kriterien. Und alle sprechen dann auch gerne mal von einem kleinen Wunder :)

Wunderheilungen verkaufen will

es geht im "Wunderheilen" Thread ja nicht darum irgendwem irgendwas verkaufen zu wollen. Darauf kann glaub ich nur jemand kommen, der durch (s)eine bestimmte Brille guckt.

Der ist als Inspiration gedacht ...

(Es gibt aber in diesem Bereich leider ohne Zweifel sehr viel Unseriösität und Abzocke, wenn auch natürlich nicht in der Dimension wie bei der Pharmaf. Genauso gibt es gute und schlechte Mediziner)
 
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durch Leitlinienmedizin gesund ? :cool:
Todesursache Nr. 3 hörte ich neulich - in einem hier im Forum verlinkten Interview mit Dr. Michael Spitzbart (dessen Aussagen in dem Interview soweit ich das sehe nicht alle richtig sind, aber das gehört nicht hierher). Ich sprach auch nur von der Sicht mancher Ärzte - und: ja, es geht oft um Symptomkontrolle, nicht um Heilung. Übrigens kannst Du in meinem Satz auch das "gesund wird" durch "Besserung erfährt" ersetzen - der Kernpunkt war ja ein anderer.

Ich werde sicherlich auch von Ärzten manchmal als "wunder-lich" angesehen - bei Sachen, die ich selbst nicht als Wunder sehe.

Ich finde es gut, dass wir auch diesen Thread haben. Hier ist jeder eingeladen, kritisch mitzudiskutieren.
 
Je "kleiner" die Wunder desto schwieriger finde ich das noch zu sortieren. Subjektiv könnte es alles beliebige sein.

Die Beobachtungsgabe bleibt ja auch nicht konsistent auf dem gleichen Niveau. Veränderungen, die vielleicht länger gedauert haben, fallen einem ins Auge, als ob es plötzlich geschehen wäre. Oder man ist sich nicht immer über alle Faktoren bewusst, die einen Einfluss hatten. Und kombiniert falsche Dinge bzw. zieht falsche Schlussfolgerungen.

Und wenn der Bogen so weit gespannt wird, dass generell das Leben ein Wunder ist, wo soll die Diskussion dann enden bzw. hinführen?

Ich würde mich da eher auf Fälle beschränken, wo es um ernsthafte Erkrankungen geht, die bestätigte Diagnosen haben (mit Vorher- Nachher-Daten). Ich glaube nicht, dass man eigenen subjektiven Beurteilungen immer so trauen kann.

Das fängt schon an, wenn mehrere Personen einen gleichen Vorgang beschreiben sollen, den sie zuvor beobachtet haben. Menschen sind tagtäglich kognitiven Verzerrungen ausgesetzt, das ist erwiesen.

Erinnerungen verändern sich, jedes Mal, wenn man sie neu abruft. Das Gehirn füllt automatisch Lücken aus, wenn Infos fehlen.

Am besten fände ich einfach unabhängige, überprüfbare Daten, wenn man auf der Suche nach eindeutigen Wunderheilungen ist.

Alles andere fühlt sich an wie Kaugummi, auf dem man ewig herumkauen kann, und letzten Endes bleibt es Glaubenssache.
 
Für die anderen ist ein unabstreitbarer Heilerfolg ein Wunder oder eher eine Falschmeldung. Wer es nicht wahr haben will, dass es Heilungen gibt, die mit dem derzeitigen Wissen nicht in Einklang zu bringen sind, der wird 100 Gründe finden, dagegen zu argumentieren.
Genau.... Deswegen kann man sich dann jede Diskussion getrost sparen 😉
 
Und was ist mit den 100 Gründen, die angebracht werden, wenns mal nicht klappt mit den Heilerfolgen?

Klappt es, dann war es ein Wunder, funktioniert es nicht, dann ist immer etwas anderes Schuld, nur nicht die Methode selbst?

So kann am Ende gar nichts mehr als Gegenbeweis zählen, egal was passiert. Und da liegt für mich ein Problem, nicht dass man angeblich "nicht glauben will", sondern dass sich das Ganze eigentlich so gebaut hat, dass es quasi nicht scheitern kann. Das ist für mich kein Zeichen von Wahrheit, eher ein Alarmsignal. Ich erinnere mich da dunkel an ein Zitat von Popper...

Wenn also ein Heilerfolg nicht abgestritten werden könnte, bräuchte man ja auch keine Ausreden für die Fälle, wo's nicht funktioniert hat.

Und was eben auch widersprüchlich ist, wenn man dann auch zugibt, dass es nicht immer funktioniert, aber gleichzeitig dem anderen Unglauben vorwirft. Wenn Fehlschläge normal sind, dann darf man auch hinterfragen, ohne gleich als "Ungläubiger" abgestempelt zu werden.

Oder sind Skepsis und Zweifel an dem man sich stört das Problem, dann müsste aber ein Erfolg auch wirklich was beweisen und nicht einfach nur "kann auch so kommen" sein. Beides gleichzeitig geht halt nicht. So baut man sich nur eine Position, die man nie verlieren kann, egal was passiert?
 
Genau.... Deswegen kann man sich dann jede Diskussion getrost sparen 😉
Und das ist ja gerade die gegensätzliche Haltung zu jemand, der wirklich von seiner Sache überzeugt wäre.

Wer überzeugt ist, scheut sich nicht davor auf Diskussionen einzulassen, die kritisch hinterfragen. Andere Standpunkte mit überlegt, Daten zum Prüfen vorlegen kann usw...

Und letztendlich liegt auch die Beweislast an denjenigem, der die Behauptung aufgestellt hat.
 

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