Vitamin B12 und nitrosativer Stress

Kate

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--- Anmerkung Kate vom 11. August 2007 ---

Habe diesen umfangreichen Thread aus der Kryptopyrrolurie-Rubrik hierher verschoben, da er thematisch hier relevanter ist. B12 ist nach Kuklinski ein wichtiger Gegenspieler von NO, der therapeutisch mit großem Erfolg nutzbar ist. Zur Pyrrolurie-Behandlung gehört es dagegen nicht standardmäßig.

Andere Threads, die thematisch dazu gehören:

http://www.symptome.ch/vbboard/oxid...e-noch-hydroxycobalamin-injektionsl-sung.html
http://www.symptome.ch/vbboard/oxid...injektionen-anwendung-kontraindikationen.html
http://www.symptome.ch/vbboard/oxid...-empfehlung-adenosylcobalamin-dibencozid.html

--- Anmerkung Ende ----


Hallo zusammen :)

hat einer von Euch Erfahrung mit einer längerfristigen, höherdosierten Einnahme von B12 (Lukas???) In welcher Darreichungsform? Oral, i.m. oder i.v.? (Mir wäre i.m. am liebsten.) - Wie hat es bei Euch gewirkt? Auch gegen ein extrem klappriges Nervenkostüm? Nebenwirkungen?

Kuklinski schreibt zu B12 u.a.

Vitamin B12 (Cobalamin) - ein physiologischer NO-Inhibitor

Patienten mit nitrosativem Stress (auf diesen führt Dr. Kuklinski auch die KPU zurück, Anm. Kate) zeigten im Serum marginal niedrige "noch normale" Vitamin-B12-Konzentrationen. Ihre hohen Methylmalonsäurewerte im Urin signalisierten jedoch deutliche Vitamin-B12-Defizite.
Von zahlreichen von uns untersuchten Mikronährstoffen war allein Vitamin B12 in der Lage, sofort und nebenwirkungsfrei NO (gemessen in der Expirationsluft) zu senken.
(Im anschließenden Text wird deutlich, dass er 1.000 µg B12 in 100 ml NaCl-Lösung als Kurzinfusion gegeben hat.)

Die Schlussfolgerung ist:

- Cobalamin ist der Gegenspieler des NO
- der Organismus setzt Vitamin B12 gegen nitrosativen Stress ein
- bei chronisch nitrosativem Stress entsteht ein chronisches Vitamin-B12-Defizit
- zahlreiche weitere Symptome des nitrosativen Stresses sind Folgen des Vitamin-B12-Defizites
(Vitamin B12 ist Cofaktor für 2 Enzyme und als weitere Folgen werden u.a. Melatoninmangel, folglich Schlafstörungen, und gestörter Histaminabbau erwähnt! Desweiteren z.B. Störungen der Fructoseverwertung.)

Das chronisch latente Vitamin-B12-Defizit erklärt auch die hohe Inzidenz neurologischer, psychischer und s.g. "psychosomatischer Störungen" ... Die erfolgreiche Therapie einer Depression, einer Polyneuropathie, der Remyelinisierung bei MS u.a. dürfte folglich ohne engmaschig ordiniertes Vitamin B12 frustran bleiben.
von daher ist es ja eh erwägenswert. "Frustran" ist auch ein passender Ausdruck...

Ach, gerade habe ich noch einen neuen Link zu Kuklinski gefunden, der wiederum Links zu vielen Vorträgen von ihm enthält:

KFS

So, nun muss ich nur noch über diesen Tag kommen... wenn Ihr da noch Tipps für Akuthilfen habt, bin ich dankbar.

Gruß
Kate
 
Zuletzt bearbeitet:

Lukas

Hallo Kate,

ich käme ohne B-Vitamine (u.a. B12) wohl gar nicht aus. V.a. die Ischiasschmerzen usw. machen bei schon kurzzeitiger Pause erheblich mehr Probleme.

B12 habe ich schon i.m., i.v. und oral genommen.
I.m. mag ich nicht, weil i.m.-Spritzen bei mir (überall) sehr schmerzhaft sind, was angeblich an meiner Muskelerkrankung liegen soll...
I.v. geht problemlos, mache ich sporadisch, 1 - 5 mal die Woche je 1000 µg (B12 "ANKERMANN" 1000 µg von Wörwag) - leider B12 in Form von Cyanocobalamin. Das gute B12 (Methylcobalamin) ist ja wie fast alles Gute in Deutschland mittlerweise vom Markt genommen...
Oral neme ich außerdem tgl. B12 als Cyano- und Methylcobalamin in den B-Kombis von NOW und Pure Encapsulations, ab und zu auch das isolierte Methylcobalamin von NOW.

Ich kann Dir schlecht sagen, wie speziell das B12 wirkt, da ich ja immer so Vieles gleichzeitig mache. Zu den B-Vits gibts z.B. auch fast immer gleichzeitig Alpha-Liponsäure-Infusionen (und auch ALA oral) etc. ... jedenfalls geht es mir dadurch nicht schlechter, wie deutlich wird, wenn ich schon nur kurze Pausen mit den Infusionen mache (allerdings dann auch wieder mit allen)... am besten ging es mir in den letzten Jahren, als ich im Herbst 2004 5 - 6 Wochen am Stück tgl. viele Infusionen - darunter auch B12 - gemacht habe.

Meine HWS ist übrigens das Paradebeispiel einer instabilen HWS à la Kuklinski...

Viele Grüße
Lukas




 

Bei oxidativem/nitrosativen Stress kann Baubiologie hilfreich sein

Forschungen zeigen, dass elektromagnetische Strahlung zu oxidativem Stress führen kann und somit zu schädigenden Oxidationsprozessen in Zellen durch freie Radikale.

Die zerstörerische Wirkung dieser freien Radikale wiederum steht im Verdacht, Ursache zahlreicher Zivilisationskrankheiten zu sein. Da der oxidative Stress bereits bei Strahlung unterhalb der aktuellen Grenzwerte ausgelöst wird, reichen diese Grenzwerte bei weitem nicht aus, um die Gesundheit der Menschen zu schützen.

Der Baubiologe kann die Intensität von elektromagnetischer Strahlung im Wohn- und Arbeitsumfeld messen, beurteilen und Lösungen vorschlagen.
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Hallo kate,
vielen Dank für den Kuklinski-Vortrags-Link. Das ist ja eine Fundgrube !

Uta
 

Kate

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B12 / Kuklinski / instabile HWS

Hej Lukas :)

danke! Das hilft mir schon mal weiter. Ein paar Fragen habe ich noch zum B12:

- Gibt's irgendeine Chance, es "auf Kasse" zu bekommen, wenn ja - mit welcher Indikation? (Ich bin ziemlich klamm...)

- Wo kann ich Methylcobalamin-Ampullen beziehen? (Die meisten hier nicht zugelassenen Sachen kriegt man ja doch irgendwie...) Tipp?

- Wenn eine i.v.-Gabe pro Woche reicht, dürfte das für die Armvenen ok sein, oder? (Zumal ich das beiseitig "kann" :D ) So wie letzten Sommer möchte ich meine Venen nicht wieder zurichten (obwohl mein damaliger HP gesagt hat "geht noch").
-----
Und zu Dr. Kuklinski:

Warst Du da? Oder hast Du vielleicht auf eigene Faust einiges von ihm vorgeschlagene ausprobiert? (Q10 und Kalium sind z.B. zwei Bestandteile seines Behandlungskonzeptes, die in der üblichen KPU-Behandlung nicht vorkommen.) Hast Du vielleicht die von ihm für entscheidend gehaltenen Laborparameter untersuchen lassen? (S-100, Citrullin, Methylmalonsäure, Cystathionin - jeweils im Urin, Lactat/Pyruvat)?

Für mich ist das hochinteressant, was er schreibt, ich finde mich da bis ins Detail wieder (zuschwellende Nasenschleimhaut in der 2. Nachthälfte etc.). Ich weiß im Moment nicht, wie ich da weiter vorgehe. Würde gern hinfahren, das ist aber aufwändig (in mehrfacher Hinsicht) und (vielleicht zu) anstrengend. Andererseits muss man die Gesamtheit der Laborergebnisse ja auch interpretieren können, um daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen - und nicht völlig verunsichert dazustehen und sich mehr zu schaden als zu nützen.

Ist bei Dir die instabile HWS irgendwie offiziell diagnostiziert? Oder weißt Du das einfach? (Ich bin mir auch sehr sicher, zum einen wegen der Symptome, zum anderen gibt es auch mir bekannte Auslöser - hatte z.B. mit 20 einen Motoradunfall, bei dem ich mit dem - glücklicherweise behelmten - Kopf auf die Motorhaube eines Autos geknallt bin.) Ich möchte kein Röntgen (mehr) und möglichst keine Röhre (bei mir findet man eh selten was auf diesem Wege). Hoffe eigentlich, dass ein fitter Physiotherapeut das auch irgendwie manuell feststellen kann. Und behandeln: Kuklinski sagt, "lebenslange manuelle Therapie", Mario erwähnte hier im Forum mal, dass er alle 6 Wochen zur Craniosacralbehandlung geht. Machst Du da was?

Viele Grüße
Kate

Hej Uta :)

ja, ich war selber ganz begeistert, zumal ich ja auf der Website eigentlich schon war... Es sind auch hübsche Zusammenfassungen dabei, die man dem Arzt oder Physiotherapeuten präsentieren kann.

Viele Grüße
Kate

P.S. Die "frustrane" Stimmungslage von gestern hat sich zum Glück wieder etwas verflüchtigt. Bekam noch einen lieben Anruf :fans: und habe gut geschlafen... :bang: Irgendwie hängt da viel von äußeren Umständen ab, am meisten vom Schlaf.
 
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Hallo Kate,
ja, äußere Umstände tragen viel zum inneren Befinden bei. Das sehe ich auch so. Bei mir macht es ja schon was aus, wenn ich im "Bio-Wetterbericht" der SZ (erst abends) lese, daß die Leute heute Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen usw. hatten. Da weiß ich wenigstens, daß ich zu Recht selbige hatte :eek:) ...

Zur manuellen Therapie: eine Bekannte von mir fährt alle Vierteljahr zu einem Manualtherapeuten in Rendsburg, wo sie ein paar Tage lang behandelt wird. Es geht ihr dann zunächst schlechter, aber es geht trotzdem ganz langsam aufwärts. Der Schwindel ist viel besser geworden, das Herzrasen auch usw. - Laut seiner Diagnose kommt das alles vom Kiefergelenk, das bei dem Unfall beeinträchtigt wurde.
Parallel zur manuellen Therapie wird jeweils die Aufbißschiene für das Kiefergelenk beim Zahnarzt um die Ecke neu eingeschliffen. Sonst hilft die ganze manuelle Therapie nichts.

Grüsse :) ,
Uta
 

Kate

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Hej Uta,

das ermutigt mich ja doch ein bisschen. Ich habe hier sogar den absolut fitten Physiotherapeuten am Ort, ein richtiger Zauberer (macht leider nur noch privat, aber in größeren Abständen ist das vielleicht machbar für mich).

Mit einer Aufbiss-Schiene hab ich's auch mal versucht, das ist aber nach hinten losgegangen: Völlig zerbissene Wangeninnenseiten... Außerdem ist es mir schon etwas suspekt, die ganze Nacht auf diesem Plastik rumzulutschen! Wie stehst Du denn dazu? Kunststoff im Mund ist ja nicht gerade unumstritten, der Speichel ein aggressiver Saft und die Tatsache, dass ich mir die Wangen zerbeiße, doch Zeichen von "großer Aktivität" :D

Mein neuer Zahnarzt ist ein sehr materialkritischer... vielleicht sollte ich den nochmal drauf ansprechen?

Gruß
Kate

P.S. Was die "äußeren Umstände" betrifft, ist wohl auch die Menstruation im Spiel. Heute habe ich zwar noch Schmerzen, bin aber relativ "harmonisch gestimmt".
 
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Hallo Kate,

hast Du Dich schon mal auf Perniziöse Anämie untersuchen lassen?
Das wäre höchstens der einzige Grund, warum man B12 von der Kasse bekommt - aber meist noch nicht mal dann.
Allerdings sind die Ampullen wirklich nicht sehr teuer, gespritzt wird B12 normalerweise in die Seite des Hinterns, was aber auch ganz schön schief gehen kann, wenn man nicht richtig spritzt.
Ein Mangel an B12 und B-Vitamine macht sich oft durch seelische Schwierigkeiten und wandernde Schmerzen bemerkbar - unter vielen anderem.

VG
 

Kate

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Hallo Sternenfee,

danke! Den vagen Verdacht Perniziöse Anämie hatte schon mal ein Arzt, hat ihn aber wieder verworfen, da die leicht verrutschten relevanten Laborwerte nach einem Vierteljahr wieder ok waren. Mein Magen ist auch gründlichst untersucht (mit Biopsien).

Dass die Kasse da nichts investiert, dachte ich mir schon. Aber wenn ich's mal zusammenfasse, was ich so gegooglet habe, braucht man nur 1 Mal die Woche 1-1,5 mg zu spritzen. Das ist ja tragbar. Und das mit dem Hintern passt schon :D (habe Übung).

Mein "Nervenkostüm" wäre der Hauptanlass, es zu probieren :cool:, aber auch die allgemeine Schwäche... und Dr. Kuklinskis interessante Ausführungen.

Gruß
Kate
 

Lukas

Hallo Kate,



Kate schrieb:
Gibt's irgendeine Chance, es "auf Kasse" zu bekommen, wenn ja - mit welcher Indikation? (Ich bin ziemlich klamm...)


da fiele mir jetzt auch nur die hier schon erwähnte Perniziöse Anämie ein...



Kate schrieb:
- Wo kann ich Methylcobalamin-Ampullen beziehen? (Die meisten hier nicht zugelassenen Sachen kriegt man ja doch irgendwie...) Tipp?


Wende Dich mit dieser Frage am besten mal an Gudrun Reue (hier im Forum)... Stichwort "COBAXID" (spanisches Präparat)... Methylcobalamin, zudem noch in der von Dir bevorzugten i.m.-Anwendungsform :)



Kate schrieb:
- Wenn eine i.v.-Gabe pro Woche reicht, dürfte das für die Armvenen ok sein, oder? (Zumal ich das beiseitig "kann" :D ) So wie letzten Sommer möchte ich meine Venen nicht wieder zurichten (obwohl mein damaliger HP gesagt hat "geht noch").


Denke schon, dass das o.k. ist... kommt halt darauf an, wie der Einzelne so reagiert... hatte schon über viele Wochen tgl. Infusionen... zeitweise mit gelegten Braunülen (dann konnte ich alles selbst zu Hause machen), in den letzten eineinhalb Jahren meistens aber jedesmal neu gestochen, weil meine Venen schon so am A... sind, dass ich Braunülen sowieso nicht mehr länger als nen Tag liegen lassen kann... die Sprechstundenhilfe will mir immer schon an die Füße gehen... irgendwo findet sich aber immer noch ne brauchbare Stelle... die Armvenen sind halt leider total verkorkst und verknorpelt und waren auch schon stark entzündet, dass ich 2005 den linken Arm dreieinhalb Monate nicht mehr ausstrecken konnte und nur angewinkelt halten konnte, weil die Vene sich zudem noch so stark zusammengezogen hatte... man hat ja auch sonst keine Probleme...



Kate schrieb:
Und zu Dr. Kuklinski:

Warst Du da? Oder hast Du vielleicht auf eigene Faust einiges von ihm vorgeschlagene ausprobiert? (Q10 und Kalium sind z.B. zwei Bestandteile seines Behandlungskonzeptes, die in der üblichen KPU-Behandlung nicht vorkommen.) Hast Du vielleicht die von ihm für entscheidend gehaltenen Laborparameter untersuchen lassen? (S-100, Citrullin, Methylmalonsäure, Cystathionin - jeweils im Urin, Lactat/Pyruvat)?


War noch nicht da, war aber gerade die Tage nahe daran, nen Termin bei ihm zu vereinbaren... lass uns doch zusammen hinfahren :)
Seine Berichte lese ich eh schon lange...
Von den Untersuchungen habe ich ein paar schon machen lassen, Nahrungsergänzungsmittel nehme ich eigentlich alles, was es auf dem Markt gibt... zumindest fiele mir auf die Schnelle nichts ein, was ich nicht nehme oder schon genommen habe. Q10 nehme ich seit Jahren 250 - 500 mg tgl., hatte daran aber auch extremen Mangel, eigentlich war fast gar nichts mehr vorhanden (habe es mehrere Male testen lassen... bei den letzten Messungen wars dann endlich überm Normbereich), Kalium nehme ich auch... hatte das alles aber schon selber recherchiert und mich selbst behandelt und auch selber entsprechende Laboruntersuchungen in Auftrag gegeben, bevor ich von einem Kuklinski und entsprechenden Ärzten auch nur etwas gehört hatte...



Kate schrieb:
... Andererseits muss man die Gesamtheit der Laborergebnisse ja auch interpretieren können, um daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen - und nicht völlig verunsichert dazustehen und sich mehr zu schaden als zu nützen.


In meinem Fall schafft das eh kein Arzt mehr, da hab ich nur noch selber den Überblick, und selbst mir wird es als schon zu viel. Die vielen hunderte Befunde der letzten Jahre mag sich kein Arzt ansehen, geschweige denn, dass einer sich mit all den bei mir gleichzeitig vorliegenden Erkrankungen auskennen würde... daher war ich auch noch nicht bei z.B. Kuklinski... bin mir nicht sicher, ob es mir wirklich etwas bringen kann... ich weiß ja eigentlich schon, was bei mir los ist, wozu extra noch mal einige hundert Euro ausgeben, dazu diese Wahnsinnsanstrengung mit der Reise, nur um es in Teilbereichen auch von einem Kuklinski noch einmal schwarz auf weiß zu haben? Aber manchmal kommt eben so der Gedanke durch: 'vielleicht findet der gute Mann ja doch noch was Entscheidendes'...



Kate schrieb:
Ist bei Dir die instabile HWS irgendwie offiziell diagnostiziert?


Na ja, meine HWS ist eine Kyphose. Beim "Normalmenschen" ist sie eine Lordose. D.h. vom Profil betrachtet biegt sich meine gesamte HWS in genau die entgegengesetzte Richtung wie normal. Sie biegt sich darüber hinaus nicht in einer weichen Rundung sondern in einer Art Dreieck, mit Winkel bei C5/C6. Jede Bandscheibe in der HWS (aber auch der gesamten restlichen WS) ist außerdem ein Vorfall (Prolaps) oder ein Vorvorfall (Protrusio). Es ist für mich also fast schon lächerlich, wenn andere über einen(!) Bandscheibenvorfall klagen... der stärkste Prolaps ist - passend zur HWS-Form - natürlich bei C5/C6, hier mit starkem Myelonkontakt usw., wohl daher auch die zeitweisen Lähmungen, so dass ich schon mehrfach je monatelang Arme und Beine nicht mehr bewegen konnte, weshalb ich auch vor 6 Jahren schon meine WS hätte versteifen lassen sollen und, v.a. in die HWS, dabei Titanplatten und -schrauben und aus den Becken entnommene Knochenspäne hätten "eingearbeitet" werden sollen... alle Wirbel der gesamten WS sind zudem Gleitwirbel, sie scheinen gar keine feste Verbindung mit irgendwas zu haben und rutschen alle nach Lust und Laune in der Gegend herum... zudem kommen dann noch (mindestens - habs schon länger nicht mehr überprüfen lassen) zwei eingebrochene Wirbel wegen der starken Osteoporose. Dass bei alldem noch eine Skoliose vorliegt dürfte kaum noch ins Gewicht fallen.



Kate schrieb:
Oder weißt Du das einfach? (Ich bin mir auch sehr sicher, zum einen wegen der Symptome, zum anderen gibt es auch mir bekannte Auslöser - hatte z.B. mit 20 einen Motoradunfall, bei dem ich mit dem - glücklicherweise behelmten - Kopf auf die Motorhaube eines Autos geknallt bin.)


... ja, Unfälle hatte ich auch... drei schwerere mit anschließender Ohnmacht fallen mir ohne länger nachzudenken sofort ein... der schlimmste war wohl ein ungeschützer und ungebremster Sturz auf den Steiß aus wohl ca. 1,50 m Höhe. Länger als ein Jahr lang konnte ich vor Schmerzen kaum sitzen und musste mich oftmals übergeben... dann war da noch ein Skiunfall (muss so mit 15 J. gewesen sein)... ein Autounfall (als Kind), als ein anderer uns aufgefahren war... beim Fussball hatte ich Schussel nicht aufgepasst und den Ball mit voller Wucht ins Gesicht bekommen - da war auch ne Ohnmacht angesagt... :eek:)



Kate schrieb:
Ich möchte kein Röntgen (mehr) und möglichst keine Röhre (bei mir findet man eh selten was auf diesem Wege). Hoffe eigentlich, dass ein fitter Physiotherapeut das auch irgendwie manuell feststellen kann. Und behandeln: Kuklinski sagt, "lebenslange manuelle Therapie", Mario erwähnte hier im Forum mal, dass er alle 6 Wochen zur Craniosacralbehandlung geht.


Ich habe aus den letzten Jahren einige Dutzend MRTs, CTs, Röntgenaufnahmen, Skelettszintis, SPECT, PET und was es noch so alles gibt. Ich war zeitweise mehrfach wöchentlich in der Röhre (nicht nur MRT) und hab wohl schon oft mit der Sonne um die Wette gestrahlt.



Kate schrieb:
Machst Du da was?


Ich habe so Vieles gemacht - und nichts hat geholfen. Ich möchte einfach nur noch meine Ruhe haben! Davon abgesehen ist alles, was man machen könnte oder ggf. wollte, auch noch immer mit zusätzlichem Ärger mit der Krankenkasse und zusätzlichen Klagen und Gerichtsverfahren verbunden... ich bins leid!

Viele Grüße
Lukas
 

Kate

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Hallo Lukas :)

also, ich bin jetzt echt etwas sprachlos... Bei Dir kommt's ja wirklich dick. Kann Deine Gefühlslage nachvollziehen, eingeschlossen das Ruhebedürfnis. Ich finde, dass Du sehr tough mit der Situation umgehst. Vielleicht ginge es Dir sonst noch viel schlechter? Und Du tust sogar noch was für andere, indem Du hier Deine Erfahrungen weiter gibst. Danke für die ausführlichen und interessanten Schilderungen! (Speziell auch für den B12-Tipp.)

Wenn ich nochmal fragen darf: Welche der von Kuklinski für relevant gehaltenen Labor-Parameter hast Du untersuchen lassen und was kam raus? Hast Du deren Entwicklung im Laufe Deiner Selbst-Therapie weiter verfolgt?

Was mir bei meiner Kuklinski-Recherche bisher noch nicht ausreichend über den Weg gelaufen ist, sind Daten über den Erfolg seiner Therapie. Ich las von einer(!) Frau, bei der sich das S-100 sehr schön zurück entwickelte. Und Mario schrieb hier, dass es ihm schon besser geht und eine weitere Verschlimmerung der Augenschäden verhindert werden konnte. Allerdings macht er abgesehen von der Craniosacral-Behandlung nix anderes als die übliche KPU-Behandlung.

Meine Überlegungen hinsichtlich eines Besuch's in Rostock sind ähnlich wie Deine... und wir kriegen wahrscheinlich auch keinen Mengenrabatt, wenn wir zusammen fahren ;)

Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute
Kate
 
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Hallo Kate, hallo Lukas,
mir sind die Angaben über Therapie und Heilungserfolge auch ein bißchen rar. So bleibt wohl nichts anderes übrig als selbst auszuprobieren, was hilft und was nicht. Abgesehen davon, daß Dr. K. offensichtlich von den "normalen" Ärzten mal wieder eher als "Exoterl" angesehen wird, der so eine Art fixer Idee im Kopf hat.
Es ist wirklich schade, daß man kaum mit solchen Texten zu einem Arzt kommen kann und dann auch noch ernst genommen wird.

Gruss,
Uta
 
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was ist denn von Vitasprint aus der apotheke zu halten?

liebe grüsse sabrina
 

Lukas

Hallo Kate,



Kate schrieb:
Wenn ich nochmal fragen darf: Welche der von Kuklinski für relevant gehaltenen Labor-Parameter hast Du untersuchen lassen und was kam raus? Hast Du deren Entwicklung im Laufe Deiner Selbst-Therapie weiter verfolgt?


S-100 (natürlich :) ), zweimal, einmal davon im Rostocker Labor, bei dem auch Kuklinski untersuchen lässt... war aber nur nach Kuklinski auffällig, sonst nicht (Kuklinski setzt niedrigere Normwerte an als der Rest). Normalerweise hätte man zusätzlich noch nach speizeller Belastung testen sollen, aber irgendwann muss ja auch mal gut sein... außerdem bedeutet für mich eh schon Höchsbelastung, was für die meisten anderen erholsame Ruhe ist.

Alle Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, viele Antioxidantien, viele mit zu diesen Untersuchungen gehörige Parameter, die auch wieder irgendeine Bedeutung haben... bei verschiedenen Laboren, dabei auch das gesamte Untersuchungsspektrum (nicht nur Vitamine & Co sondern alles) des Privatlabor Bayer in Stuttgart... das alles mehrmals in den letzten drei Jahren und verbunden mit privaten Kosten von einigen tausend Euro...

Alle Metalle, Schwermetalle und viele sonstige Schadstoffe... massenweise Untersuchungen (Blut in diversen Aufbereitungen, Speichel, Urin, Stuhl) - mit und ohne vorherige Mobilisation...

Sehr viele Hormone (natürlich auch Melatonin)...

Stuhldiagnositk, Allergiediagnostik, genetische Diagnostik...

Das alles kann ich gar nicht einzeln aufführen.

Die meisten Untersuchungen fanden 2003 und 2004 statt. Um halt ein Bild der Situation zu erhalten... klar, würde ich gerne viele Sachen wieder überprüfen lassen, aber das Geld geht einfach schon für die Behandlungen drauf (Medikamente wie Hormone usw. und sehr viele hochwertige NEMs für fast 2000 Euro im Monat) - also muss ich auf Wiederholungsuntersuchungen eher verzichten... aber vorgestern kam gerade mal wieder ein Röhrchen Urin ins Labor (bin ja doch auch neugierig)...



Kate schrieb:
Was mir bei meiner Kuklinski-Recherche bisher noch nicht ausreichend über den Weg gelaufen ist, sind Daten über den Erfolg seiner Therapie. Ich las von einer(!) Frau, bei der sich das S-100 sehr schön zurück entwickelte. Und Mario schrieb hier, dass es ihm schon besser geht und eine weitere Verschlimmerung der Augenschäden verhindert werden konnte. Allerdings macht er abgesehen von der Craniosacral-Behandlung nix anderes als die übliche KPU-Behandlung.


Ja, schon sehr spärlich... das S-100 ist auch schon "schön zurück entwickelt", wenn die Person vor der Untersuchung gerade etwas weniger Stress hatte als beim vergangenen Mal...
... und ich denke halt auch, dass er in meinem Fall auch nur zu Vitaminen & Co. und zu manueller Therapie raten würde - was soll man da auch sonst noch machen?

Viele Grüße und Dir auch alles Gute!
Lukas


P.S.:
@ Sabrina:
Bei Vitasprint wäre für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht akzeptabel.
 

Kate

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Hallo Lukas :)

nochmal danke! Wenigstens scheinst Du finanziell einige Möglichkeiten zu haben und sie auch zu nutzen, das ist gut. Sag mal, waren denn Deine zwei S-100-Messungen in etwa gleich hoch? Die Frage beschäftigt mich nämlich auch, wie stabil dieser Wert gegenüber normalen (und vielleicht in der Untersuchungssituation nicht vermeidbaren) Belastungen ist.

Hinsichtlich der fehlenden (? vielleicht haben wir sie nur noch nicht gefunden ?) Studien zu Therapie-Erfolgen spielt sicher eine Rolle, dass es nicht leicht sein wird, für so etwas einen Sponsor zu finden. Für die Pharmaindustrie wäre es ja äußerst geschäftsschädigend, wenn da gute Erfolge zu Tage treten allein durch Vitamine/Mineralstoffe und manuelle Therapie.

Viele Grüße
Kate
 

Lukas

Hallo Kate,



Kate schrieb:
Wenigstens scheinst Du finanziell einige Möglichkeiten zu haben und sie auch zu nutzen, das ist gut.


na ja... "gut"... auch nur, wenn man nicht danach fragt, wen alles ich bereits in den völligen finanziellen Ruin und den Schuldensumpf mitgerissen habe...



Kate schrieb:
Sag mal, waren denn Deine zwei S-100-Messungen in etwa gleich hoch?


Das erste Ergebnis (Labor Schiwara) war doppelt so hoch wie das zweite (Laborpraxis Matic/Reinecke in Rostock).
Auffällig aber nur nach Kuklinski. "Sein" Referenzbereich: 0,05-0,07 µg/l, ansonsten gilt: < 0,2 µg/l.

Viele Grüße
Lukas
 

Lukas

Lukas schrieb:
Wende Dich mit dieser Frage am besten mal an Gudrun Reue (hier im Forum)... Stichwort "COBAXID" (spanisches Präparat)... Methylcobalamin, zudem noch in der von Dir bevorzugten i.m.-Anwendungsform :)


Hallo Kate,

falls Du es nicht ohnehin schon in Erfahrung gebracht hast: ich habe Dir hier leider eine Falschinformation gegeben. Ich hatte die Präparate verwechselt.

Das "COBAXID" ist nicht Methylcobalamin sondern Adenosylcobalamin. Und es ist auch nicht aus Spanien sondern aus Portugal.

Die Methylcobalamin-Spritzen sind wohl s.c.-Spritzen (aber das dürfte ja auch für Dich angenehmer sein als i.m.) und für weitere Infos hierüber dürfte wohl wirklich Gudrun die geeignete Ansprechstelle sein.

Viele Grüße
Lukas
 

Kate

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Methylcobalamin-Ampullen

Hi Lukas :)

danke für Deine Info! Ich hatte inzwischen in der Klösterl-Apo angerufen. Die beiden von Gudrun erwähnten Methylcobalamin-Präparate (Algobaz, Cobamet) aus Portugal gibt's nicht mehr, nur noch das teure Präparat aus Japan (Methy-Cobal). - Um mich darauf einzulassen müsste ich mehr wissen: Was ist an Zusatzstoffen drin? WIE gut ist die Bioverfügbarkeit im Vergleich zu Cyanocobalamin? Wie ich das verstanden habe, ist das auch nur bei manchen Menschen so, dass die Umwandlung nicht funktioniert. Übrigens sagte die Apothekerin, dass i.m. korrekt ist. Mir ist das im Grunde egal, ich habe eine super Stelle für i.m. gezeigt bekommen - habe kein Problem damit.

Im Moment erwäge ich, zunächst die Methylmalonsäure im Urin untersuchen zu lassen, die Kuklinski (u.a., auch Burgerstein) als zuverlässigen Marker für den B12-Spiegel in den Zellen angibt. Das kostet nur leider gut 60 Euro... zudem fand ich im Web einen Hinweis, dass es sowohl eine Aussage über B12, als auch über B6 und Folsäure macht - das wäre mir irgendwie zu unspezifisch. Weißt Du da was drüber?

So, jetzt muss ich erstmal weg... (nach dem ich gestern den Tag als Couch-Potato verbracht habe :( )

Über Adenosyl-Cobalamin weiß ich garnichts... da habe ich jetzt auch nicht nachgefragt. Vielleicht schreibe ich Gudrun mal an.

Gruß
Kate
 

Wolfgang Jensen

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Hallo Kate! Manchmal ärgert es mich, zu den Themen, die Euch so am Herzen liegen, nichts beitragen zu können. Zum Niacin aber habe ich eine eigene Erfahrung, gesammelt vor zwanzig Jahren. Niacin bewirkte damals bei mir einen Stoffwechsel, und zwar betraf das einen "Stoff", in dem die Inforamtionen über Krankheiten gespeichert sind. Dieser Prozeß wurde mit großer Vorsicht durchgeführt (in gewissen Sinne auch eine Ausleitung) und stand auch in Verbindung mit anderen Maßnahmen - wurde von einem "Fachmann" sehr eng begleitet. Daraus schließe ich nun, daß B12 ein mit Vorsicht zu genießender Stoff ist. Auch gehe ich mit B6 sehr vorsichtig um - eine Freundin machte schlechte Erfahrungen, weil sie (-Wahrscheinlich) zu schnell hochdosierte - ich gehe eher behutsamer mit meinem System um.

Und weil ich hier nicht so oft schreibe, sage ich gleich mal etwas zu Entgiftung. Vor 15 Jahren habe ich mit Öl gegurgelt - über die Schleimhäute entgift - parallel die Tibetaner gemacht. Vor drei Jahren machte ich eine Kristallsalzkur - dauerte 3 Monate, bis mein Salzhaushalt wieder in Ordnung war. Aber was mein "Glück" war: ich mache seit wirklich langer Zeit eine "Emotionale Entgiftung". Das fing an mit der Klärung der Kindheit, der Klärung und Aufklärung von Glaubensdogmen - und der Prozeß läuft weiter, vielleicht hört er nie auf. Immer dann, wenn ich giftig reagiere, merke ich auf und hinterfrage, was da los ist.

Ich möchte mich bei Euch aber nicht weiter einklinken - bitte da um Verständnis.

Ein Wolfgang, der seinen Selbstheilungskräften VOLL vertraut,
 

Lukas

Kate schrieb:
... zudem fand ich im Web einen Hinweis, dass es sowohl eine Aussage über B12, als auch über B6 und Folsäure macht - das wäre mir irgendwie zu unspezifisch. Weißt Du da was drüber?


Hallo Kate,

ich habe für gewöhnlich meine B-Vitamine im Vollblut, in den Erythrozyten und im Serum bestimmen lassen, um so eine recht genaue Übersicht über bestehende Situation und Behandlungsverlauf zu erhalten.

Viele Grüße
Lukas
 
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Hallo Kate,
vielleicht hilft dies hier auch noch ein Stück weiter:
Zusatzuntersuchungen
Folgeuntersuchungen zur Abklärung eines Vitamin B12 Mangels und zur Klärung der Ursache sind:

Homocystein und Methylmalonsäure um abzuklären, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt (siehe Abschnitt Referenzbereich),
die Bestimmung von Antikörpern im Blut (gegen Magenschleimhautzellen und Intrinsinc-Faktor),
der sog. Schilling-Test und ev.
die Bestimmung von Gastrin.




REFERENZ-
BEREICH:
Bereich Einheit
200 - 1000 ng/l
Problem: nicht jeder unter 200 ng/l hat einen Vitamin B12 Mangel und nicht jeder über 200 ng/l hat wirklich genug Vitamin B12. Deshalb wird von manchen eine zusätzliche Bestimmung von Methylmalonsäure und Homozystein empfohlen, wenn die Vitamin B12 Werte zwischen 80 und 300 ng/l liegen. Bei einem echten Vitamin B12-Mangel sind die Methylmalonsäure und das Homozystein erhöht.
http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef_vitb12.htm

Ich werde auch mal die Methylmalonsäure untersuchen lassen. Vom Homocystein weiß ich, daß es erhöht ist.

Gruss,
Uta
 
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