Screening Testergebnis und nun neue Fragen

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05.10.05
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Mit Spannung habe ich die Testergebnisse erwartet und nun nach 3 1/2 Wochen sind sie da.

Mein erster Eindruck: Fast alles ist irgendwie grenzwertig. Eigentlich alles außer Gluten. So scheint mir doch eine solche Diät erspart zu bleiben. Einfach wäre das wegen der Maisallergie nicht geworden.

Der Rest ist aber weniger eindeutig.

Vollblut Histamine sind bei 26 (RW 28-51 µg/l)
Also offenbar leichte Histapenie. Als typische Beschwerden wird da aber u.a. Übergewicht aufgeführt. Das würde überhaupt nicht passen. Allerdings steht hier auf dem Befund auch nicht, was man bei Histapenie machen soll. Da muss ich nochmal später in das Buch schauen.

TSH ist 1,24 (RW 1-2,5 mIU/l)
Bei einem Wert von unter 1,2 wird Gotu Kola empfohlen. Ich liege nun gerade auf der Kante. Tja, was nun? Wieder mal schön grenzwertig.

Fructosamine 274 (Referenzwert 240-260 µmol/l)
Das würde bedeuten Übergangswert zu Diabetis oder milder Fructoseintoleranz
Das ich eine Fructoseintoleranz habe wusste ich schon. Aber ich meinte bisher die FI, die nur mit dem Darm und nicht mit dem Blut zu tun hat.
Da der Wert aber nicht über 290 liegt, ist offenbar kein HbA1c-Test sinnvoll (hab ich noch nie gehört) (weiteres Befund Seite 3) Damit kann ich nun nicht wirklich was anfangen.

Woher die Muskelschmerzen kommen und die Müdigkeit weiß ich also immer noch nicht. Von Gluten kommen sie jedenfalls offenbar nicht.

Habt ihr Ideen zu dem Befund?

Anne

Das ist der Befund Seite 1
 

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07.11.06
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Hallo Anne,

Dein Fructosamin ist ja ganz schön hoch... wollen wir mal hoffen dass sich da kein Diabetes daraus entwickelt!
Was Deine Müdigkeit und Deine Muskelschmerzen angeht... vielleicht auch die Fruchtzuckeransammlungen im Körper? Als Symptome gibt Kamsteeg unter anderem auch Schwäche und Krämpfe an... nur so eine Idee!

Gruß, Jörg
 
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07.11.06
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Mit "hoch" meine ich natürlich nur im Vergleich zu meinem Fructosaminwert (203)! Fragt sich was da besser ist, Hypoglykämie ist auch nicht so dolle;)

Grüßle
 
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05.10.05
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Irgendein Zuckerproblem kann ich mir so langsam auch vorstellen. Aber zu viel Fruchtzucker esse ich auf gar keinen Fall, weil ich Fructose extrem meide in allen Formen (auch Zucker) wegen meiner normalen Fructose-Intoleranz (wurde mit Atemtest nachgewiesen und hat eben eigentlich mit dem Darm und nicht mit dem Blut zu tun)

Allerdings esse ich recht viel reinen Traubenzucker. Ich bin ziemlich dünn und oft wirklich sehr hungrig bzw. süßhungrig. Ich werde wohl doch noch mal über Candida im Zusammenhang mit dem Süßhunger nachdenken müssen.

Wenn aber nicht mal mehr Traubenzucker gehen würde, wüßte ich wirklich bald nicht mehr, wie ich halbwegs mein Gewicht halten soll.

Anne
 
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07.11.06
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hm, schwierig...
Wieso denkst Du, dass Du eine "normale" FI hast und nicht die "HPU-FI"? Du wirst ja nicht schon immer auf Fruchtzucker verzichtet haben... woher weißt Du wie schnell sich der Fruchtzucker im Körper abbaut?
Das mit dem Traubenzucker in größeren Mengen ist sicher auch nicht ideal... wenn Du eh schon Blutzuckerprobleme hast... Traubenzucker lässt den Blutzuckerspiegel sehr schnell ansteigen, es wird viel Insulin ausgeschüttet... sicher wird Dein Körper so schneller Insulinresistend. Besser wäre ein weniger schwankender Blutzuckerspiegel. Manche Menschen mit HPU haben zudem wohl ein Problem mit dem Aktivieren und Deaktivieren von Insulin, zumindest laut Kamsteeg.
Höre jetzt lieber auf, möchte Dir doch nicht den Abend verderben!;)
 
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05.10.05
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Neue Erkenntnisse zu dem Histamin (aus dem Buch "HPU und dann....")

Wert 26 würde bedeuten wenig Histaminüberempfindlichkeit
evtl. Niacinamid und histaminreduzierte Diät

Na das ist doch schon mal eine Aussage

Dann gibts da noch so eine schöne Übersicht in dem buch zur medikamentation bezüglich Histamin

Danach wäre bei herabgesetzten Histamin zu verwenden: Zink,Mangan. Niacinamid (B3), Folsäure, Pyridoxal-5-Phosphat, Vitamin B12, Cholin (kenn ich nicht, was ist das?)Omega-6-Fettsäuren

Dann steht da ein Schwung Dinge, die man nicht nehmen soll. Ich glaube, da ist aber bei mir nichts dabei im Moment.

Zu fehlen scheint mir da wirklich im Moment B3, Folsäure (fehlt wohl bei der klassichen Fructoseintoleranz ohnehin häufig), Vitamin B12 (Das müsste ich eigentlich über die 3 g Chlorellas jeden Tag bekommen), Cholin(??) Omega-6-Fettsäuren (die hatte ich einmal probiert aber Durchfall bekommen, vielleicht war es Zufall)

Vielleicht würde es mir ja davon so gut gehen, dass ich gar nicht mehr so viel Verlangen nach Zucker (bzw. bei mir wegen FI Traubenzucker) hätte.?

Man kann zu dem Screening stehen wie man will. Jedenfalls paar neue Ideen hat es mir schon gebracht.

Anne
 
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05.10.05
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Wieso denkst Du, dass Du eine "normale" FI hast und nicht die "HPU-FI"?
Ich habe auf jeden Fall AUCH eine normale FI. Das wurde vor zwei jahren durch H2-Atemtest festgestellt und mir ging es schlagartig besser, als ich dann begonnen habe fruchtzuckerarm zu essen. es ging ein halbes jahr soper, aber dann wieder abwärts. Also muss ein Problem hinzu gekommen sein oder mehrere.

Zweifle nicht "normale" meine FI an. Das ist das einzige, was sogar mir die Schulmediziner glauben, was ich habe ;)

Anne
 
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07.11.06
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grins, meine FI wurde auch durch H2-Test diagnostiziert, das heißt doch aber nicht, dass es keine HPU-FI sein kann! Ich glaube, da hast Du etwas falsch verstanden...
 
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Na viellicht kann es beides sein? Habe ich nie bezweifelt.;)

Anne
 
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Gut, dann sind wir uns ja einig... Du hast die HPU-FI und doch zuviel Fruchtzucker im Körper:D
 
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Im übrigen glaube ich nicht dass Dein Heißhunger auf Süßes durch diese ganzen Mittelchen verschwindet... das ist leider ein Teufelskreislauf mit dem stark schwankenden Blutzuckerspiegel... Du ißt viel Traubenzucker, starker Anstieg, viel Insulin, Blutzucker fällt stark... logische Folge ist Heißhunger auf etwas, was den Spiegel schnell wieder nach oben bringt... Süßes!
Abgesehen davon nehme ich auch fast alle dieser Mittelchen;)
 
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13.03.05
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Heißhunger auf Süßes (wenn er sich bei Lichtmangel, also im Winter verstärkt) kann andererseits auf eine Störung im Serotoninstoffwechsel hindeuten (Serotonin ist Vitamin B6 - abhängig).
Untersuchungen zeigten, dass bei Menschen in einer depressiven Stimmung die Hormonspiegel von Serotonin und Noradrenalin oft niedrig sind. Man geht heute davon aus, dass die Menge der Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin im Organismus sehr großen Einfluss auf das psychische Befinden haben. Durch den Verzehr von Kohlenhydraten wie Zucker oder Stärke lässt sich die Menge des Serotonin im Organismus kurzfristig erhöhen. Essen wir z. B. Schokolade, stellt unser Körper das Hormon Insulin bereit. Dem Insulin kommt nicht nur eine große Bedeutung im Stoffwechsel des Zuckers zu, es fördert auch die Aufnahme des Eiweißbausteins Tryptophan ins Gehirn. Tryptophan wird in Serotonin umgewandelt, der Serotoninspiegel steigt und die Stimmung hellt sich auf
Quelle
 
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05.10.05
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Da ich ja nun Kunde bei der KEAC bin, habe ich ein Beratungsgespräch bei Hr. Dr. Kaamstegg in Anspruch genommen.
Es war unheimlich wohltuend für mich, mal einen kompetenten Ansprechpartner mit eigenen Ideen zu haben. Da drei Werte nicht so ganz in der Norm waren, stand ja für mich schon die Frage, an welcher Stelle man denn nun ansetzen sollte.

Als Extraxt des reichlich 15 minütigen Gesprächs: Der Blutzuckerspiegel muss stabilisiert werden, dazu empfahl er in diesem Fall hier Glutathion. So direkt wegen der Schilddrüse sieht er erstmal keinen Handlungsbedarf. U.a. aber auch wegen dem erniedrigten Histaminwert empfielt er mir Niacin (Vit.B3) . Das hatte ich bisher noch gar nicht dabei, weil ich nur Depyrrol Kind genommen hatte und andere Multis irgendwie immer nicht so richtig vertragen hatte. Er hat auch gewisse Hoffnung, dass mit der Stabilisierung des Blutzuckerspiegels die Muskelschmerzen verschwinden könnten und die Kräfte zurück kehren. Er wäre zu schön , um wahr zu sein.

Mal sehen, ob das nun hilft. Ich bitte euch, diese Empfehlungen auf keinen Fall auf euch zu übertragen, er hat mir noch ziemlich viele Fragen gestellt über andere Symptome usw. . Jeder Fall ist einfach anders.Und letztlich kann er auch nur Empfehlungen geben, was einem gut tut und man verträgt, muss man dann noch selber probieren.

Abschließend würde ich sagen, dass das Screening zwar richtig Geld gekostet hat, es aber für mich einen so gewaltigen Erkenntniszuwachs gebracht hat incl. des Beratungsgesprächs, dass ich der Meinung bin, dass sich das für mich gelohnt hat. Ich hätte gar nicht erst so ewig rumprobieren sollen.

Ob man Einzelwerte woanders machen sollte, muss jeder für sich entscheiden. Für mich ist jetzt aber das wichtig, was am Ende für mich rauskommt. Und ohne Beratungsgespräch hätten die Werte nur den halben Wert gehabt, gerade wenn mehr als ein Wert nicht passt.

Anne.
 

Leni Q

hallo Anne,

Es freut mich sehr das Du Dr. Kamsteeg angerufen hast.

Hast Du gut gemacht:)

Du siehst wie wichtig solch ein Gespräch ist.

Liebe Grüße

Leni ;)
 
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05.10.05
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Was es wirklich gebracht hat, weiß ich aber natürlich so richtig erst in vier Wochen. Dann sehe ich ja, ob es mir wirklich besser geht.

Dort anzurufen ist allerdings ganz schön kompliziert. Schade, dass es nicht wenigstens einmal pro Woche die Möglichkeit gibt, nach Dienstschluss z.B. mal zwischen 16.00 Uhr und 17.00 Uhr anzurufen. Ein Gespräch und noch dazu ins Ausland ist im Büro ja nicht so sonderlich erwünscht. Vielleicht wäre eine Nachmittagssprechzeit mal eine Anregung.

Anne
 
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14.01.04
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Hallo Anne

viele recht hohe Werte sind auch ein anzeichennm auf candida, nebst den Süsshunger und dem Gewicht (schlechte Verwertung)

Eine multivitalstoffkur ist sicherlich auch nicht schlecht, da scghlechte Verwertung auch da sehr wahrscheinlich ist.
 
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05.10.05
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Neue Medis waren in den letzten vier Wochen
1 Glutathion (50 mg reduziert)am Tag (wegen zuh hohen Fructosaminwert)
2 Niacinamid am Tag
neben tägl. 1/2 Depyrrol Kind wie bisher

Ergebnis:
-1,5 Wochen ganz hervorragend munter und konzentrationsfähig, dann wieder fast so wie vorher
-Erhebliche Verbesserung beim Einschlafen durch Niacinamid
-keine Besserung des ständigen Blähbauches
-keine verbesserung durch diese mittel der Muskelschmerzen,
-Verbesserung der Muskelschmerzen konnte erst in den letzten Tagen durch Basenpulver erreicht werden (allerdings noch keine Kräftigung)

Weitere Strategie (mit Dr. K. abgestimmt):
-Glutathion größere Dosis (es war bisher nur eine Dosis zum Einschleichen und dann zu wenig)
-Niacinamid vorerst weiter nehmen (das ist eine längerfristige Sache, da merkt man nicht gar so schnelle Effekte)
-Caprylsäure (Candida)
- Basenpulver
in vier Wochen mal weiter sehen

Anne
 
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