chronische und neue akute Nerven(?)probleme

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Hallo zusammen!

Meine Krankheitsgeschichte und die Suche nach der oder den Ursachen zieht sich auch schon etwas länger.
Da aber seit bald 2 Wochen neue/stärkere Symptome hinzugekommen sind, habe ich mich entschieden, hier nach Hilfe zu suchen.

Erstmal der Hintergrund: Ich habe seit bald 4 Jahren Schlafprobleme und daraus resultierend Erschöpfungszustände tagsüber.
Es handelt sich hierbei um Durchschlafprobleme/frühes Erwachen (bis vor kurzem eher keine Probleme beim Einschlafen)
Der Schlaf ist geprägt von intensiven und oft anstrengenden Träumen.
Außerdem seit letzten Jahres öfter Wahnvorstellungen beim Einschlafen die dazu folgen das ich panisch zum Lichtschalter hechte.
Erst wenn das Licht an ist werde ich wieder bewusst und realisiere, das ich wach bin/was gerade passiert ist. Dabei rast mein Herz und ich bin außer Atem.
Nach dem Aufwachen fühle ich mich häufig kaputt und habe oft Muskelschmerzen im Rücken.

Ungefähr zeitgleich bekam ich leichte bis mittelschwere Depressionen.
Diese äußert sich hauptsächlich in innerer Unruhe, Antriebslosigkeit, Kopf- und Muskelschmerzen, Traurigkeit aber auch genereller Gefühlslosigkeit.

Habe bzgl. Schlafhygiene ungefähr alles was es gibt ausprobiert, außerdem diverse Supplemente (Aminosäuren, Pflanzliches, Vitalstoffe etc.)
Auch meine Hausstaub-Allergie hatte ich mit den Schlafstörungen in Verbindung gebracht und entsprechende Maßnahmen ausprobiert.
Gegen die Depression habe ich recht viel/ (evtl. zu) intensiv Sport gemacht sowie Entspannungstechniken, Meditation und Yoga ausprobiert.
Im letzten Frühling auch einige Wochen lang Escitalopram und im Herbst Mirtazapin, die nicht geholfen haben.
Ich mache jetzt seit Herbst eine Psychotherapie. Die Depressionsymptome haben sich übers letzte Jahr und vorallem den letzten Monaten gebessert, ich vermute auch weil sich meine Wohnsituation geändert hat. Auch die Schlafprobleme wurden zuletzt etwas besser.

Natürlich war ich in der Zeit auch bei diversen Ärzt*innen und es wurden viele Test gemacht. Unauffällig: diverse Bluttest (Leber, Niere, Schilddrüse, großes Blutbild, Entzündungsmarker etc.) Herz und Lunge funktionieren, Keine Zöliakie/Verdauungsstörungen (außer evtl. Laktose)

Auffälligkeiten:

2019 Holo-Transcobalamin-Wert von 28 pmol/l, ein paar Wochen/Monate mit hochdosiertem B12 supplementiert, im April dieses Jahres erneut getestet und nun bei immer noch leicht niedrigen 32 pmol/l, seitdem wieder Supplementierung, diesmal konsequenter.

Laktoseintoleranztest (Laktosepulver auf nüchternen Magen, halbstündliche Blutzucker-Messung) positiv, allerdings außer ein bisschen Rülpsen keine Beschwerden vom Laktosepulver weshalb ich da nichts unternommen habe.

Allergie-Test positiv auf 2 Milbensorten sowie Katzen- und Hundehaare.

Im psychiatrischen Bereich Diagnose von leichter Depression, Hypochondrischer Angststörung sowie leichtem ADS.

Soviel zum Hintergrund. Wie gesagt hatten sich die Symptome in letzter Zeit etwas verbessert.

Seit 2 Wochen habe ich aber wieder akute, heftigere Beschwerden:
Es ging los mit leichtem Husten und einem Gefühle von Schwere in den Gliedmaßen.
Da einige meiner Mitbewohner in letzter Zeit Erkältungssymptome hatten, vermutete ich, das mich das jetzt wohl auch erwischt hat.
Beim ersten Gefühl von Schwere in den Beinen auch plötzliche Angstattacke mit Herzrasen, Kurzatmigkeit, katastrophiserenden Gedanken.
Der Husten wurde in den nächsten Tagen stärker, auch mit schleimigen Auswurf und Rasselgeräuschen.
Gliederschwere nahm auch zu, dazu öfter Angstattacken. Kein Fieber.
Zweimal nachts von Halluzinationen aufgewacht, darauf sehr starker Schwindel/Übelkeit und Panik.
Nach der zweiten dieser Nächte bin ich zur Akutsprechstunde einer Allgemeinmedizinerin hier in der Gegend (bin umgezogen und habe noch keinen Hausarzt hier), getestet wurden Herz, Lunge, einfache Tests auf neurologische Auffälligkeiten, Nieren+Leber+Schilddrüsenwerte sowie Covid-19. Alles unauffällig.
In den letzten Tagen keine Angstattacken mehr, dafür wieder typische Depressionssymptome mit drückendem Kopfschmerz.
Husten nach wie vor, wobei er draußen deutlich nachlässt, weshalb ich ihn inzwischen als neues Symptom meiner Allergie einordne.
Nach wie vor Gleichgewichtsprobleme sowie häufig Übelkeit.

Vielen Dank schonmal wenn Du diesen doch recht lang geraten Text bis hierher gelesen hast.
Da sich bei mir langsam das Gefühl einstellt, dass sich diese neuen Probleme eher nicht von selbst bessern werden und vlt. auch mit meinen alten Zusammenhängen, überlege ich, welche Schritte ich als nächstes gehen will. Vlt. wäre eine Untersuchung beim Neurologen doch mal angebracht? Schlafapnoe-Screening bzw. Schlaflabor stünden auch noch aus.
Weil ich auf beides vmtl. länger warten werde müssen, überlege ich auch, weitere Labortests auf eigene Faust machen zu lassen. Dachte da an Homocystein, Schwermetall-Vergiftung o.Ä... was sind Eure Einschätzungen?

Viele Grüße
Arnson
 
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12.10.18
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Vlt. wäre eine Untersuchung beim Neurologen doch mal angebracht?

ja, sollte man auf jeden fall machen, zumal es auf kasse geht, man auch rel. schnell einen termin bekommt, wenn man einfach bei allen rel. gut erreichbaren neurologen anruft und es nichts schaden kann und vor allem, wenn man zur hypochondrie neigt (tritt rel. oft auf, wenn jemand sehr wenig med. kenntnisse hat und auch bei medizinstudenten und med. interessierten, wenn sie immer neue krankheiten mit -zig symptomen kennenlernen und die erst mal alle auch bei sich selbst entdecken, nicht richtig einordnen können, ob es noch im normalen bereich oder doch schon pathogen ist und dadurch zumind. vorübergehend zum hypochonder werden) , eine beruhigung bringen und dadurch evtl. schon etwas bessern kann.

halluzinationen beim einschlafen sind ein typisches symptom bei einer narkolepsie. dabei hat es nichts mit der psyche usw. zu tun. man ist dabei auch tagsüber oft müde und wenn es heftiger ist, hat man teils auch aufwachstörungen, d.h. man ist wach, kann sich aber zuerst nicht bewegen.

das hatte ich früher mal und konnte mich beim ersten mal 15 min (das radio lief mit zeitansagen, sonst hätte ich es als länger empfunden) überhaupt nicht bewegen und auch nicht aktiv atmen und dachte im ersten moment, ich hätte einen schlaganfall o.ä.

als ich es dann endlich schaffte, wenigstens einen finger ein bißchen zu bewegen, löste sich diese schlaflähmung rel. schnell, aber es passierte noch einige male, war aber nicht mehr so schlimm, weil ich ja wußte, daß es nach einigen minuten vorbei ist.
mir hat damals ein guter homöop. arzt mit einem hom. mittel geholfen.

angeblich ist narkolepsie selten, aber da viele ärzte es garnicht richtig kennen und die symptome auch nicht immer alle voll ausgeprägt sind, gibt es da sicher auch etliche fehldiagnosen wie auch bei anderen "seltenen" erkrankungen.

teils treten solche symptome auch bei leuten auf, die z.b. einige unverträglichkeiten (uv) haben und/oder elektrosensibel sind.
da reicht es schon, wenn in der wand neben dem bett eine schlecht isolierte stromleitung ist oder elek. geräte (radiowecker usw) in der nähe vom kopf stehen (sollte alles mind. 2 m entfernt sein) oder wlan oder ein mobilfunkmast in der nähe ist.

alles nicht gefährlich, aber oft unangenehm, teils sehr unangenehm.
bessert oder verschlimmert sich oft, wenn man woanders schläft und wenn es da anders ist, gibt es hinweise auf evtl. uv vom schlafplatz.

andere uv können dabei auch mitwirken.
und natürlich auch die eigene erwartungshaltung. wenn man es einmal hatte und befürchtet, daß es wieder auftritt, passiert das evtl. auch.

ich würde erst mal die sachen nutzen, die nichts kosten und bei denen man nichts schlucken muß, also neurol. untersuchung und schlaflabor und mal woanders schlafen oder das bett an einen anderen platz stellen und auch alles elektr. aus dem bettbereich entfernen und in der letzten stunde vor dem schlafen tv und pc meiden, weil bei manchen der blaulichtanteil usw. auch zu schlafstörungen führt und vor dem schlafen nichts schwer verdauliches essen , aber auch nicht hungrig schlafen gehen usw. usw. usw.

und sich vor allem vorwiegend mit positivem beschäftigen, das nichts mit krankheiten usw. zu tun hat, z.b. auch ein neues hobby usw.


lg
sunny
 
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10.01.04
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Hallo Arnson vom Dach,

Ich habe seit bald 4 Jahren Schlafprobleme und daraus resultierend Erschöpfungszustände tagsüber.
Gab es vor vier Jahren irgendeine Veränderung in Deinem Leben, Deinen Gewohnheiten, Deiner Wohnung, Deinen Zähnen .....?

Nimmst Du aktuell irgendwelche Medikamente, u.a. Cholsterinsenker? Sind Deine Leberwerte ok?
Kennst Du die Histaminintoleranz bzw. Krankheitsbilder, die mit der Histamianbildung zusammen hängen, also Allergien, Intoleranzen, chemische Belastungen wie Formaldlehyd, Schimmel usw.?

Führst Du ein Ernährungstagebuch, in dem auch besondere Vorkommen aufgeschrieben werden?

Wie alt bist Du ? - Bist Du männlich oder weiblich?

Grüsse,
Oregano
 
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26.07.09
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Vielen Dank schonmal wenn Du diesen doch recht lang geraten Text bis hierher gelesen hast.
Ja, es steckt ne ganze Menge an Informationen im Text, Arnson, aber auch einiges sehr allgemein gesagt, wie zum Beispiel ....
Der Schlaf ist geprägt von intensiven und oft anstrengenden Träumen.
Vielleicht ist das recht persönlich, aber was verstehst du darunter? Haben diese Träume mit deinem Leben zu tun?
seit letzten Jahres öfter Wahnvorstellungen beim Einschlafen
Hm, wie ist das, was "wähnst" du da? welche Vorstellungen hast du da in dir?
Gegen die Depression habe ich recht viel/ (evtl. zu) intensiv Sport gemacht
Welchen Sport hast du gemacht? Laufen oder an Maschinen, also vielleicht Kraftsport?
Ich mache jetzt seit Herbst eine Psychotherapie.
Welche Art Therapie ist das? Geht es da für dich weiter?
Hypochondrischer Angststörung
Was verstehst du selber darunter? Siehst du dich selber "darin", in diesen Worten?
einige meiner Mitbewohner
Wie und wo wohnst du, in einer Wohngemeinschaft, oder in (d)einer Familie?
katastrophiserenden Gedanken
Welche Katastrophen kommen dir dabei in den Sinn?
Zweimal nachts von Halluzinationen aufgewacht, darauf sehr starker Schwindel/Übelkeit und Panik.
Kannst du das beschreiben, solche "Halluzinationen"?
Nach wie vor Gleichgewichtsprobleme sowie häufig Übelkeit.
Das hört sich ja nicht so ganz unbekannt an, wenn in irgendeiner Form das Gleichgewichtsorgan im Ohr beteiligt ist, dass das auch mit Übelkeit verbunden ist - ist natürlich nicht schön, auch nicht gut.
Wie "hypochondrisch" siehst du dich selber dabei?...siehe oben, "hypochondrische Angststörung".

Grüße 🌅
 
Themenstarter
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24.07.20
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Danke für die Antworten!


@Sunny: Es stimmt wohl, dass solche hypnagogen Halluzinationen oft mit Narkolepsie im Zusammenhang stehen, halte ich aber für ausgeschlossen, dass ich das habe, da ich tagsüber nicht wegnicke o.Ä. und mein circadianer Rhytmus auch funktioniert, also dass ich ca. zur gleichen Zeit müde werde und recht bald einschlafe. Habe zwar recht häufig ein recht starkes Mittagstief, hatte ich aber schon immer.


Glaube auch nicht, dass ich elektronsensibel bin (Habe trotzdem grundsätzlich keine elektronischen Geräte laufen/im Standby in dem Zimmer in dem ich schlafe)


Hallo Arnson vom Dach,



Gab es vor vier Jahren irgendeine Veränderung in Deinem Leben, Deinen Gewohnheiten, Deiner Wohnung, Deinen Zähnen .....?



Nimmst Du aktuell irgendwelche Medikamente, u.a. Cholsterinsenker? Sind Deine Leberwerte ok?


Kennst Du die Histaminintoleranz bzw. Krankheitsbilder, die mit der Histamianbildung zusammen hängen, also Allergien, Intoleranzen, chemische Belastungen wie Formaldlehyd, Schimmel usw.?



Führst Du ein Ernährungstagebuch, in dem auch besondere Vorkommen aufgeschrieben werden?



Wie alt bist Du ? - Bist Du männlich oder weiblich?



Grüsse,


Oregano



Hi, ich bin männlich und 27 Jahre alt.


Ja es gab damals eine Trennung gefolgt von sozialer Isolation die mich belastet hat.


Nein, keine Medikamente. Leberwerte sind immer ok.


Habe zeitweise mal Schlaftagebuch geschrieben und da auch aufgeschrieben was ich so esse.

Konnte keine Korrelationen feststellen außer vlt. kurz vor dem Schlafen zu Viel/Fettig zu essen.


Ansonsten habe ich das Gefühl alles zu vertragen, auch Histaminbomben wie Rotwein etc.





Vielleicht ist das recht persönlich, aber was verstehst du darunter? Haben diese Träume mit deinem Leben zu tun?

Ja, häufige Motive sind dass ich mich in fiktiven Großstädten mit den Öffis verfahre und eg. zu einer bestimmten Zeit irgendwo sein muss und dass ich auf Partys bin mit vielen Menschen aus verschiedenen Lebensphasen was mich dann auch oft stresst.
Also drei typische Stressoren für mich in einer (Groß-)Stadt leben / Pünktlich sein müssen / Überforderung in bestimmten sozialen Situationen

Hm, wie ist das, was "wähnst" du da? welche Vorstellungen hast du da in dir?

Oft bilde ich mir irgendwelche bedrohlichen Wesen ein, z.B. Riesenspinnen.
In letzter Zeit sind es auch öfter Objekte wie Kameras o.Ä. und es gibt dann dazu eine wohl aus dem Traum stammende Erklärung, die sie gefährlich machen.
Kann mich nie so ganz an diese Erklärungen erinnern, sind glaube ich so Sachen wie Überwacht/verfolgt werden, an einem Ort aufwachen an dem ich nicht sein sollte etc, Gefahr drohen zu Ersticken.
Sobald ich wieder zu Bewusstsein gekommen bin (also meistens am Lichtenschalter stehend) kann ich mich an diese Geschichten aber nur noch sehr wage erinnern.

Welchen Sport hast du gemacht? Laufen oder an Maschinen, also vielleicht Kraftsport?

Laufen und Eigengewichtstraining, zuletzt noch Klettern.
Bin halt irgendwann immer so Hügel bei mir in der Nähe rauf und runter gerannt und mein Herz hat schon sehr stark gepumpt. War vielleicht nicht so das Beste für mein Nervensystem.
Konnte dann durch mein Schlaftagebuch feststellen, dass wenn ich Sport gemacht habe (auch in der Früh) ich wahrscheinlicher Mitten in der Nacht aufwache und hellwach war.

Welche Art Therapie ist das? Geht es da für dich weiter?

Ist Verhaltenstherapie. Ich glaube wir arbeiten schon an den richtigen Themen, ein Großes sind eben diese gesundheitsbezogenen Ängste. (die Bezeichnung finde ich besser als irgendwas mit "Hypochondrie", wie die mir diagnostizierte ICD-10 Bezeichnung lautete, da für mich recht zutreffend und nicht so arg stereotypbelastet)
Ich hab seit dem ich 15 oder 16 Jahre halt bin immer wieder Phasen, in dem ich Symptome/körperliche Missempfindungen intensiv wahrnehme, dann dazu google und bald überzeugt bin, Krankheit X zu haben.
Das erste mal, an das ich mich erinnern kann, waren Probleme beim Wasserlassen, was ich recht schnell für Peniskrebs hielt, sich dann aber nach mehreren unangenehmen Untersuchungen bei Urologen und einer total sinnlosen Antibiotikabehandlung als ein Leistenbruch herausstellte.
Die ersten Male war das eben noch recht heftig aber da ich es mittlerweile recht gut kenne hält sich zumindest normalerweise die Panik in Grenzen.
Das Ganze erschwert mir allerdings, abzuwägen, wann z.B. ein Arztbesuch sinnvoll ist und keine überreaktion und welche Symptome ich ernst nehmen sollte.

Ich habe aber auch immer wieder das Gefühl, dass meine psychischen Probleme zumindest teilweie auch körperliche Ursachen haben könnten, was sich ja zumindest in dem B12 Mangel bewahrheitet hat.

Wie und wo wohnst du, in einer Wohngemeinschaft, oder in (d)einer Familie?

Ich wohne jetzt seit März eher aus Zufall in einem Gemeinschaftsprojekt bei Berlin und bin seit langem einigermaßen zufrieden mit der Wohnsituation, weil ich endlich nicht mehr in der Stadt lebe und mir die Gemeinschaft gut tut.
Denke das spielt auch eine Rolle warum sich meine psychischen Probleme im Groben und Ganzen bis eben vor Kurzem gebessert haben.

Welche Katastrophen kommen dir dabei in den Sinn?

Naja, in dem Fall war es z.B. davon auszugehen das das Herzrasen/die schwere in den Beinen frühe Anzeichen von einem Schlaganfall, Herzinfarkt oder ähnlichem extremen Krankheitsverlauf sind.
Also meistens krankheitsbezogene Katastrophen.
 
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25.09.13
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Guten Morgen armson!
An deiner Stelle würde ich mich eine Weile intensiv um den Darm / die Verdauung kümmern, also schonend (histaminarm, viel Gemüse...), frisch, vitalstoffreich, ballaststoffreich ... essen. Man findet viele Tipps, um dem Darm etwas Gutes zu tun.
Wenn die Verdauung gut läuft, kannst du Symptome aus anderen Bereichen damit abmildern.
Hier ist die Schwierigkeit allerdings, es eine lange Zeit durchzuhalten, ohne bei den ganzen leicht verfügbaren Snacks wieder schwach zu werden.

Viele Grüße - Earl Grey
 
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26.07.09
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Habe zwar recht häufig ein recht starkes Mittagstief, hatte ich aber schon immer.
Was ja durch ein "schon immer" nicht unbedingt normal oder gut ist - vermutlich nach dem Essen?
Ja es gab damals eine Trennung gefolgt von sozialer Isolation die mich belastet hat.
Hm, hast d u dich von jemand getrennt, oder umgekehrt?
Nach welcher Zeit einer Beziehung?
Und wurdest du von anderen sozial isoliert, oder hast du dich von anderen zurück gezogen, dich also selber isoliert? Warum war das so?
Grüße 🌅
 
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22.08.17
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Hallo Arnson vom Dach,

ich würde deine niedrigen B12-Werte in Bezug v.a. auf deine psychsichen Beschwerden keinesfalls unterschätzen.
Wenn man bedenkt, dass Werte < 35 pmol/l für einen Mangel, Werte von 35 bis 50 pmol/l für einen "Graubereich" sprechen,
dann meine ich, war die "hochdosierte Supplementation", von der du berichtest, bei weitem nicht ausreichend.

Wie sah die B12-Supplementation denn aus:
- oral oder per Injektion?;
- wie oft die Einname bzw. die Injektionen?,
- was genau (Hydroxocobalamin, Cyanocobalamin etc., das ist alles B12) und in welcher Dosierung hast du es genommen?

B12-Mangel - und den hast du ganz klar - kann von psychischen über neurologische Folgen sehr weitreichend sein.

Im Blutbild findet man - wenn nicht zufällig z.B. ein Eisen- oder Kupfermangel gleichzeitig auftritt - große (oder sehr große) Erythrozyten (=Megaloblasten), im Laborbefund wäre der sogenannte MCV dann typischerweise hoch/sehr hoch.
Man spricht im Englischen im Zusammenhang mit den psychiatrischen Beschwerden aufgrund von B12-Mangel eben wegen der großen Erythrozyten im Blutbild und den psychiatrischen Erscheinungen von einer "megaloblastic madness".

Mir scheint, das hat sich in Deutschland offenbar noch nicht so unter den Hausärzten/Psychiatern herumgesprochen!?!

Bist du vielleicht Veganer? Vielleicht fehlt dir der Intrinsic Faktor? Oder du hast einen Fischbandwurm? Oder zu viel Alkohol? Einseitige Ernährung?
All das können Gründe (neben weiteren, die ich nicht nenne) sein für einen B12-Mangel.

Lass dir das Ganze mal in Ruhe durch den Kopf gehen und sprich einen Arzt auf deinen B12-Wert an. Wenn der dich nicht ernst nimmt, gib meinen Post einem Freund und lass es ihn lesen. Vielleicht weiß der einen anderen Arzt, der das Ganze logisch nachvollziehen kann.

Alles Gute

andra
 
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