Phosphormangel im Vollblut trotz normalem Eiweißwert + Kupfer hoch

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Hallöchen ihr Lieben,

ich lese schon einige Jahre mit und stehe vor einem Problem.
Ich hab ein paar Threads schon durchgeschaut zum Thema Phosphor aber "leider" waren die Ausgangssituationen anders.

Seit Jahren lasse ich alle Mineralstoffe und Vitamine überprüfen.
Mittlerweile habe ich alle im Griff, außer Phosphor und Kupfer.

Ich habe CFS (4 von 7 Herpesarten positiv), Hashimoto (allerdings mittlerweile AK negativ), NNS, Zölliakie gen., Schuppenflechte, HPU, und einige Unverträglichkeiten.
Tatsächlich wurde schon viel getestet und behandelt. Ich bin im Gegensatz zu früher auch viel stabiler.
Das einzige was geblieben ist, ist die Darmdysbiose. Da bekomm ich die Tage aktuelle Werte.
Es sind aber eigentlich immer Clostridien erhöht und Laktos erniedrigt.

Nun kam heute grad das frische Vollblut Mineralstoffprofil und immer noch ist Phoshor zu niedrig und Kupfer zu hoch.
Alle anderen also auch Molybdän, Bor, Chrom usw. sind in der Norm durch NEMs oder Lebensveränderungen.

Phosphor 349mg/l (365-405)
Phosphat anorganisch Serum 1,03mmol/l (0,84-1,45)
Parathormon intakt 21,7 pg/ml (4-57)
Vitamin D 25 OH 67ng/ml (schwankt immer so zwischen 70 und 80)
Vitamin D 1,25 OH 71,1pg/ml
Kupfer 1,18 mg/l (0,85-1,05)
Kupfer im Serum 39,8 µmol/l (10,7 - 31,5)
Coeruloplasmin 38 mg/dl (22-58)
Gesamt Eiweiß 7,2g/dl (6,6-8,3)

Hat jemand eine Idee?
An der Eiweißverdauung scheint es ja nicht zu liegen, auch wenn ich bei zu viel Eiweiß (über 80g Protein) Gasprobleme bekomme.
Ich hatte auch schon Betain HCL, Bromelain probiert, auch Verdauungsenzyme brachte alles keine Besserung.
Hormone nehme ich außer SD und Cortisol D4 Creme + Progesteron D4 Creme nichts. Der Kupferwert war allerdings schon immer so "hoch". Auch schon ohne Hormone.

Liebe Grüße

Edit: Ich hab jetzt mal alte Werte durchgeschaut und 2019 hatte ich mal ausnahmsweise einen Phosphorwert über 400. Zu der Zeit hab ich mich Keto ernährt mit etwa 300g Fleisch am Tag. Wenn ich Internettabellen glauben kann, enthält Fleisch auf 100g ca. 220mg Phosphat. Mittlerweile esse ich "nur" noch 150g Fleisch am Tag und dadurch würden dann quasi 330mg Phosphat fehlen im Vergleich zu vorher.
 
Zuletzt bearbeitet:
wundermittel
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Hallo Lieschen Müller,

... Durch eine ausgewogene Ernährung lässt sich ein Phosphatmangel leicht vermeiden – ein Phosphatmangel aufgrund unzureichender Zufuhr ist nicht bekannt. Bei bestimmten Diäten, Magersucht oder Alkoholmissbrauch kann jedoch ein Mangel auftreten. Auch eine übermäßige Ausscheidung von Phosphat (z.B. bei bestimmten Nierenerkrankungen) oder eine zu geringe Aufnahme (z.B. bei Vitamin-D-Mangel, chronischem Durchfall oder Erbrechen, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen) sowie bestimmte hormonelle Störungen können zu einem Mangel führen. Symptome einer Phosphorunterversorgung sind u.a.eine Hypophosphatämie (zu wenig Phosphat im Blut) sowie allgemeine Schwäche. ...
(Hervorhebungen durch mich)

Entsprechend diesem Zitat würde ich annehmen, daß der Phosphatmangel bei Dir durch die Darmprobleme kommt. Und das ist ja ein Thema, an dem Du dran bist. Was genau tust Du für Deine Darmflora?

Sind eigentlich Deine Nieren in Ordnung? Auch die haben ja mit Phosphat- und Eiweiß-Verarbeitung zu tun.
...
In Fleisch, Fisch, Geflügel und in Eiern (besonders im Eiklar) sowie Quark ist das wohl hochwertigste Eiweiß enthalten und sollte deshalb regelmäßig auf Ihrer Speisekarte stehen.
Besonders positiv bewertet werden Lebensmittel mit einem günstigem Phosphat-Eiweiß-Verhältnis (P/P). ...

Grüsse,
Oregano
 
Themenstarter
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Huhu Oregano,

danke dir :)
Genau den Flyer hatte ich vor ein paar Tagen gefunden.
Leider hab ich das Problem das ich mit Eiern und Kuhmilchprodukten nicht so klar komme.
Aber ich werde mal schauen was ich da noch verbessern kann.

Meine Nieren wurden untersucht auch per Ultraschall und da ist alles in Ordnung.
Generell bin ich einmal komplett durchgecheckt auch mit MRTs usw.
Alles was ich hab ist quasi Pseudo also keine echten Allergien und eine hohe Viruslast.
Stress usw. hab ich schon abgebaut, leider hab ich PTBS und das aus einer enorm frühen Phase.
Da war ich ca. 4...5 Jahre alt.

Für den Darm hab ich schon viel probiert. Mit Rapslecithin, Glutamin und Probio Histamed hat es eigentlich immer ganz gut geklappt. Dummerweise hab ich es dann immer wieder sein lassen, weil die Stuhlanalyse dann supi war. Nun aber bemerkt das ich wahrscheinlich zumindest die Darmbakterien dauerhaft nehmen muss.

Hast du vielleicht noch eine Idee wegen dem Kupfer?
Tatsächlich war der auch bei DMPS und DMSA Infusionen recht hoch, allerdings nie über Norm.
Das freie Kupfer sowie Vollblutkupfer ist halt immer hoch und ich hab auch ab und an immer das Gefühl ich hätte Pfennige gelutscht.

Liebe Grüße
 
regulat-pro-immune
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Hallo Lieschen Müller,

ich habe nach einem Krankenhausaufenthalt meinen Darm aufbauen müssen und konnte die für mich notwendigen Mengen Eiweiß erst wieder vertragen nachdem ich jeden Tag fermentierte Lebensmittel (selbst fermentierte Gemüse und Milchkefir) zu mir genommen habe.

Über die Suchfunktion findest du auch einen langen Thread und eine Zusammenfassung zu Resistenter Stärke und Mikrobiom.

Was den Blutwert für Phosphor angeht habe ich mal aufgeschnappt dass die Referenzwerte aus allen Messungen ermittelt werden, also meistens vorwiegend von Kranken. Und dass der Durchschnittsbürger zu hohe Phosphor- und Natriumspiegel sowie zu niedrige Selen- und Jodspiegel hat. Vielleicht hilft dir eine Recherche zu physiologisch relevanten Phosphorspiegeln weiter.

Über Phosphorstoffwechsel und Co-Faktoren weiß ich leider nicht genug, vielleicht lohnt sich da eine Recherche.

Bezüglich deines Eiweißkonsums noch eine Frage: hast du dein Aminogramm mal messen lassen? Dr. Struntz zum Beispiel gibt Wohlfühlwerte an, die deutlich höher liegen als die meisten Normwerte und er begründet das damit dass seine Vorgaben an gesunden, leistungsfähigen Menschen/ Sportlern ermittelt wurden. Vielleicht stimmt das Verhältnis nicht und irgendwas im Phosphor-Kupfer-Stoffwechsel läuft suboptimal.
 
Themenstarter
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Huhu undichschaffsdoch,

fermentiert habe ich tatsächlich vor ca. 10 Jahren schon mal. Leider hab ich vieles nicht vertragen weil meine Histaminintoleranz damals so heftig war. Aber ich könnte es mal wieder probieren. Resistente Stärke versuche ich in die Ernährung einzubauen, also KH abkühlen lassen und am nächsten Tag essen usw.

Tatsächlich ist mir das mit den Blutwerten also der Norm bekannt, ich glaube allerdings das es beim Vollblut und grad bei Biovis anders ist. Die geben auch oft den optimalen Bereich an, nur leider beim Phosphor nicht. Muss ich nochmal nach gucken. Die Frage ist halt auch ob es sich mit Phosphor vielleicht ähnlich wie mit Calcium und Magnesium verhält, also dass es ja ehr wichtig ist das es nicht im Blut schwimmt sondern in den Knochen ankommt.

Aminogramm wird auch jedes Jahr gemacht. Ich hab tatsächlich schon versucht zu optimieren aber das brachte nicht viel. Map zb. vertrag ich irgendwie nicht. Einzelne Aminosäuren gehen besser aber das sollte man gar nicht so lang machen, weil sich sonst das Verhältnis verschiebt. Was ich von Strunz halten soll weiß ich nicht, für mich persönlich sieht das alles immer sehr nach Bluttunning aus, da er zb. 20g MAP ähnliche Mixturen empfiehlt und das wirklich viel ist. Ich hatte mal alle Vitamine so extrem hoch eingestellt und keine Besserung verspürt.

Danke für die Anregung :)
 
Themenstarter
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So Ergebnisses sind da, nicht sooo schlimm wie gedacht.
Cortisolkurve ist immer noch schlecht.

Darmflora Ecoli bissi wenig, Enterococcus bisschen zu wenig, Bifido stark vermindert, Lacto zu wenig, PH 7,6 also viel zu hoch, Nachweis von Fett und Zucker und sIgA zu niedrig, der Rest unauffällig.
 
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Hallo!

Zur Histaminintoleranz: da könnte Vitamin C hilfreich sein, ich glaube es gibt hier auch einen Thread dazu.

Was die Stuhlprobenergebnisse angeht, so sollten Verdauungsruckstände nicht vorhanden sein. Da ist vielleicht etwas in deiner Verdauung suboptimal, beim Laborbefund zur Stuhlprobe sollten Infos drinstehen was sinnvollerweise untersucht werden sollte. Manchmal reichen auch schon Veränderungen der Eßgewohnheiten, aber da bin ich selbst noch am probieren. sIgA ist ein Marker für das Immunsystem der Darmschleimhäute, ist bei mir auch erniedrigt. Meine Ansätze sind aktuell: L-Glutamin, Magnesium, Jod, Präbiotika und Fermente.
 
Themenstarter
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Huhu undichschaffsdoch,

an Vitaminen und Mineralstoffen wird bei mir immer alles getestet was möglich ist und auch aufgefüllt. Vitamin C nehm ich hochdosiert und die HIT ist schon bedeutent besser. Mein Dao hat sich auch erholt.

Ja bei der Ernährung muss ich gucken. Ich hab halt jedes Jahr eine Darmfloraanalyse und da sieht man gut, dass bei Keto oder Low Carb ehr die Fäulnisbakterien wachsen aber dafür die Immunabwehr gut ist und die Rückstände auf Fett weniger. Dafür sinkt dann die Säuerungsflora. Bei normal also recht High Carb hab ich dann ein Zuckerproblem und die Fäulnisflora geht zurück, dafür aber auch die Immunabwehr.
Ich hab mal in den Stärkethread gepostet, werde nun wieder Bakterien nehmen und Lecithin. Glutamin wollte mein Körper zu letzt nicht mehr.

Danke :)
 
regulat-pro-immune
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Ich hab mir jetzt mal wieder Rapslecithin bestellt für den Darm und festgestellt das da ja auch Phosphor enthalten ist. Laut Fettsäurenanalyse hab ich viele Omega 6 Fettsäuren zu niedrig die unter anderem in Raps vorkommen, also kann ich mir gut vorstellen das der Phosphormangel auch daher kommt.
Mit dem Rapslecithin kann ich somit die Fettsäuren, dass Lecithin für den Darm und Phosphor abdecken.
 
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