Negative Retikulozytenzählung?

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Hallo,

ich habe jetzt lange gesucht, aber nicht wirklich was Vergleichbares oder Erklärendes zu negativer Retikulozytenzahl gefunden.

Also vom aktuellen Blutbild, folgende Werte:
Retikulozyten abs. -30,1
Retikulozyten rel. -0,63
Retikulozyten LFR +98,6
Retikulozyten MFR -1,1
Retikulozyten HFR 0,3

Hat da jemand eine Idee dazu?

Viele Grüße
Roland
 
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Hallo rolib,

weißt Du inzwischen Genaueres? -

Zu den Retikulozyten abs. habe ich diese Seite gefunden, die bestätigt, daß Dein Wert zu niedrig ist:
Erweiterte Informationen

Zu den Retikulozyten rel. diese Seite:
Erweiterte Informationen

Die Unterteilung des Reifegrades führt zu den Bezeichnungen MFR, LFR, HFR:

...
Die Fluoreszenz-Flowzytometrie-Methode erlaubt über die übliche Retikulozytenmessung hinaus eine
Einteilung der Retikulozyten in drei Reifestufen. Diese Reifestufen werden durch den RNA-Gehalt der
Retikulozyten definiert (am Gerät: Fluoreszenzintensität).
Retikulozytenreife: LFR / MFR / HFR /
...
http://www.sysmex.de/fileadmin/media/f101/Xtra/Themenblaetter/11.1.11_Retikulozyt_RZ_Web.pdf

Geht es bei Dir um die Abklärung einer Anämie oder warum wurden die Retikulozyten so im Detail untersucht? Was sagt das Labor bzw. der Arzt?

Grüsse,
Oregano
 
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Hallo Oregano,
vielen Dank für dein Info und deine Links. Ich bin in diesem Zusammenhang leider noch nicht weiter gekommen.

Geht es bei Dir um die Abklärung einer Anämie oder warum wurden die Retikulozyten so im Detail untersucht? Was sagt das Labor bzw. der Arzt?
Ich habe das im Zusammenhang mit ME/CFS und einem reaktivierenden EB-Virus machen lassen (Eigendiagnose). Bin aber hier in Österreich bei keinem Arzt in Behandlung, es gibt auch keine Komplentärmedizin. Die Ärzte, wo ich war, sagen alle, ich bin medizinisch gesund bzw. das was ich habe gibt es nicht ... usw.
Bin durch Recherche im Oktober auf die Uni-Klinik für Infektionskrankheiten gestossen und habe wieder mal mit der Hoffnung einen Versuch gestartet Unterstützung bei meiner Behandlung/Diagnose von Seiten der Schulmedizin/Spezialisten zu erhalten.
Das Gespräch mit dem Arzt war ein Horror, ... Ignoranz gepaart mit Arroganz ... naja, mit einem irren Kraftakt habe ich es geschafft ein großes Blutbild mit Virenscreen und Immunstatus zu bekommen ... ich habe mir das zuschicken lassen, weil ich 3 Stunden Anreise zu der Uni-Klinik habe und mit dem Arzt wollte ich sowieso nichts mehr zu tun haben ... so die Vorgeschichte zu dem Blutbild.

Am 16.12. habe ich einen Termin bei einem Privatarzt, um das zu besprechen, diesmal habe ich keine Erwartung, mal sehen wie das läuft.

Den Negativwert speziell bei den abs. Retikulozyten verstehe ich nicht, das habe ich auch nicht aus deinen Links erfassen können. Wie kann ein Absolutwert negativ sein? Hast du da eine Vorstellung dazu?

Ergänzend dazu diese Werte:
Erythrozyten: 4,8 (Ref 4,4-5,8)
Hämoglobin: 14,1 (Ref 13,5-18,0)
Hämatokrit: 40,2 (Ref 40,0-52,0)

Auch eher niedrige Werte ...
Viele Grüße
Roland
 
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Retikulozyten abs. -30,1
Retikulozyten rel. -0,63
Retikulozyten MFR -1,1
Welche Referenzwerte sind denn dabei angegeben? Da müssten dann ja auch negative Werte mit dabei sein.

Ansonsten müsste doch das untersuchende Labor telefonisch erreichbar sein - oder auch ein anderes Labor, das diese Werte bestimmen kann.

Das würde ich versuchen - Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
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Welche Referenzwerte sind denn dabei angegeben? Da müssten dann ja auch negative Werte mit dabei sein.
Keine negative Referenzwerte:

Retikulozyten abs. -30,1 (32,0-110,0)
Retikulozyten rel. -0,63 (0,7-2,0)
Retikulozyten LFR +98,6 (83,0-97,0)
Retikulozyten MFR -1,1 (2,9-15,9)
Retikulozyten HFR 0,3 (0,0-1,7)

Vll. ist das Minus ein Programmfehler, ..., das Labor ist angeführt, hmm ob mir die nicht sagen ich soll mit den Arzt reden ...

Ich werd mal versuchen was ich rausbekomme.
vg Roland
 
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Retikulozyten abs. -30,1 (32,0-110,0)
Retikulozyten rel. -0,63 (0,7-2,0)
Retikulozyten LFR +98,6 (83,0-97,0)
Retikulozyten MFR -1,1 (2,9-15,9)
Retikulozyten HFR 0,3 (0,0-1,7)
Erster Eindruck:

1. Wert unter Normwert, zu niedrig, mit Minus-Zeichen
2. Wert, genauso
3. Wert über Normwert, erhöht, mit Plus-Zeichen
5. Wert, innerhalb der Norm, ohne +/-

Hah:fans:könnte passen, oder?

Gruß - Gerd
 
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Hallo Roland,

berichte bitte, falls sich aus der Untersuchung auch eine hilfreiche Therapie ergibt.

Alles Gute!
 
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Noch etwas Allgemeines zur Zählung der verschiedenen Stadien der Retikulozyten und warum die Zählung wichtig sein kann:

...
Die Zahl der Retikulozyten, also der unreifen Vorstufen der Erythrozyten im Blut, ist wichtig bei der Klärung der Frage, ob es sich um eine Produktionsstörung oder einen vermehrten Abbau handelt. Denn um einen Mangel an Erythrozyten im Blut zu beheben, setzt der Körper zunächst rote Blutkörperchen aus seinen Reserven im Knochenmark frei. Stehen dort nicht genügend reife Erythrozyten zur Verfügung, werden auch nicht ganz ausgereifte Vorstufen, die Retikulozyten, ins Blut entlassen.

Eine hohe Zahl an Retikulozyten im Blut weist also darauf hin, dass auf irgendeine Art und Weise so viele rote Blutkörperchen verloren gehen, dass der Körper sie nicht mehr genügend schnell nachbilden kann. Als Ursache kommen dann vor allem eine Blutung oder ein vermehrter Abbau oder Zerfall der Blutkörperchen (Hämolyse) infrage.

Eine niedrige Anzahl an Retikulozyten im Blut bei gleichzeitigem Vorliegen einer Anämie zeigt hingegen an, dass nicht genügend rote Blutkörperchen gebildet werden können. Die Ursache hierfür kann zum Beispiel eine Erkrankung des Knochenmarks sein. Eine andere Möglichkeit ist ein Mangel an dem in den Nieren gebildeten Hormon Erythropoetin (EPO), das die Produktion der roten Blutkörperchen im Knochenmark fördert.
...
Blutarmut - Diagnose | Apotheken Umschau

...
In welchen Fällen sind Retikulozyten-Werte zu niedrig?

Bei einer verminderten Herstellung von roten Blutkörperchen sind die Werte zu hoch. Dies tritt in folgenden Fällen auf:
- Bei einer Behandlung mit Zytostatika (eine Form der Krebstherapie)
- Bei einer Störung der Blut bildenden Funktion des Knochenmarkes
- Bei einem Mangel an Erythropoetin

In welchen Fällen sind Retikulozyten-Werte zu hoch?
Die Werte sind bei einer gesteigerten Herstellung von roten Blutkörperchen zu hoch. Das tritt in folgenden Fällen auf:
- Bei chronischem Mangel an Sauerstoff
- Nach Blutungen (Verlust von roten Blutkörperchen)
- Bei krankhaft gesteigertem Zerfall von roten Blutkörperchen
- Bei der Behandlung einer Mangelanämie (zum Beispiel bei Vitamin-B12-Mangelanämie, Folsäuremangelanämie, Eisenmangelanämie)
...
Retikulozyten - netdoktor.at

...Hinweis
Von einzelnen Laborwerten darf niemals auf das Vorliegen einer Krankheit geschlossen werden. Denn leichte Abweichungen vom Referenzbereich kommen auch bei Gesunden vor. Außerdem können die Ergebnisse auch von der Untersuchungsmethode abhängen (nicht alle Labors verwenden.
...
https://www.gesundheit.gv.at/Portal.../labor/referenzwerte/Blutbild_07_RETR_HK.html

Hallo rolib,

ist bei Dir eigentlich - soweit möglich - mit weiteren Blutwerten abgeklärt, ob Du eine Anämie hast? Da es da auch noch verschiedene Formen gibt, wäre das gut.
Falls Du aus dem Mittelmehrraum kämst, wäre auch an eine Thallassämie zu denken.

Anämie - Diagnostische Schritte für die Hausarztpraxis

Grüsse,
Oregano
 
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Hallo Oregano,

danke für deine interessanten Links
ist bei Dir eigentlich - soweit möglich - mit weiteren Blutwerten abgeklärt, ob Du eine Anämie hast? Da es da auch noch verschiedene Formen gibt, wäre das gut.
Nein, es ist in diesem Zusammenhang noch nichts abgeklärt worden. Das große Blutbild und Immunstatus war ein enormer Kraftakt (siehe oben) der von mir gefordert wurde ohne jetzt irgendeinen Verdacht auf Anämie gehabt zu haben. Ich bin jetzt auf der Suche nach einem passen Arzt als Gesprächspartner. Vielleicht klappt es am 16.12.

Ich bin CSF/EBV-ler und spritze s.c. B12 - könnte das die Retikulozytenzählung beeinflussen bzw. generell das Blutbild in diesem Zusammenhang?

Hier nochmals die gesamten Blutwerte in diesem Bereich:

Komplettes Blutbild
Erythrozyten: 4,8 (Ref 4,4-5,8) T/l
Hämoglobin: 14,1 (Ref 13,5-18,0) g/dl
Hämatokrit: 40,2 (Ref 40,0-52,0) %
MCV 84,3 (Ref. 78,0-98,0) fl
MCH 29,6 (Ref. 27,0-33,0) pg
MCHC 35,1 (Ref. 31,0-36,0) g/dl
RBC Verteilungsbr. 12,4 (Ref. 11,0-16,0) %
Thrombozyten 173 (Ref. 150-350) G/l
Retikul. Plättchen 3,0 (Ref. 1-6) %
Mittl. Thrombozytenvol. 10,4 (Ref. 7,0-13,0) fl
Leukozyten 5,11 (Ref. 4,0-10,0) G/l

Retikulozytenzählung
Retikulozyten abs. -30,1 (32,0-110,0)
Retikulozyten rel. -0,63 (0,7-2,0)
Retikulozyten LFR +98,6 (83,0-97,0)
Retikulozyten MFR -1,1 (2,9-15,9)
Retikulozyten HFR 0,3 (0,0-1,7)

Diff. BB
Stabkernige 0 (Ref. 3,0-5,0) %
Segmentkernige 50 (Ref. 50.75) %
Lymphozyten 39 (Ref. 25,0-40,0) %
Monozyten 8 (Ref. 0-12,0) %
Bosinophile 2 (Ref. 0-4) %
Basophile 1 (Ref. 0-4) %

Eisen 102 (33-193) µg/dl

Weiter habe ich auch noch 2 erhöhte Leberwerte - dies könnte auch im Zusammenhang mit EBV stehen
Bilirubin gesamt 1,39 (Ref. 0,0-1,2) mg/dl
ASAT (GOT) 65 (Ref. < 50) U/l

Aus einem deiner Links habe ich diesen Absatz genommen:
...Eine der häufigsten Anämieformen in der täglichen Praxis ist die Anämie der chronischen Erkrankung (ACD), die im Wesentlichen auf einer Eisenverwertungsstörung beruht. Ausgelöst wird sie durch chronische Infektionen, Autoimmunerkrankungen und Malignome. Aufgrund von Zytokinausschüttung wird vermehrt Hepcidin gebildet, das sowohl die Eisenaufnahme als auch Eisenverwertung hemmt....
Vielleicht hängt das alles mit EBV/CFS zusammen?

Zusätzlich wurden noch ein paar Auto-Antiköprer positiv getestet aber in sehr niedrigem Bereich <0,3 bis <0,6.
Einzing Centromer B ist bei 1,2.

Kann ich momentan auch nicht einschätzen und will mir auch nichts zusammenreimen.

Viele Grüße
Roland
 
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Hallo rolib,

auswendig kenne ich diese Blutwerte und ihre Bedeutung nicht. Und ich habe im Moment auch nicht die Zeit, alles nachzuschlagen. Eine gute Seite für solche Informationen finde ich diese hier:
laborbefunde_liste 1

Was ich auf die Schnelle auffallende finde:
Bei Dir ist das Hämoglobin und der Hämatokrit zwar beide gerade noch in der Norm, aber auf jeden Fall niedrig:

In welchen Fällen sind Hämoglobin-Werte zu niedrig?

Hat jemand zu niedrige Hämoglobin-Werte, hat er eine Blutarmut (Anämie). Auch wenn die Zahl roter Blutkörperchen (Erythrozyten) oder der Anteil fester Blutbestandteile (Hämatokrit) zu niedrig sind, nennt man dies Anämie. Ein zu niedriger Hämoglobin-Wert ann auftreten bei:

allen Formen der Anämie
Blutverlust
Überwässerung (Hyperhydratation)
Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) - NetDoktor.de

Passen denn Deine Symptome zu einer Anämie?:
Anämie (Blutarmut), Eisenmangelanämie Symptome: Symptome bei Eisenmangel - Onmeda.de

Lymphozyten 39 (Ref. 25,0-40,0) %
Die Lymphozyten sind am oberen Rand der Referenzwerte. Das deutet evtl. auf eine latente Entzündung hin. Fällt Dir dazu etwas ein?

Stabkernige 0 (Ref. 3,0-5,0) %
Segmentkernige 50 (Ref. 50.75) %
Die stabkernigen Basophilen würde ich noch einmal bestimmen lassen! Die segmentkernigen sind auch nicht gerade üppig ...:

Junge Neutrophile zeichnen sich durch einen stabförmigen Kern aus. Sie sind sowohl im Blut als auch im Knochenmark vorhanden, woher sie stammen. Ausgereifte Neutrophile nennt der Mediziner aufgrund ihrer drei bis fünf Kernsegmente segmentkernige Neutrophile.

Die neutrophilen Granulozyten verlassen nach sechs bis acht Stunden die Blutbahn wieder, wenn sie nicht in Kontakt mit Infektionen oder Entzündungsreaktionen gelangen. Im Normalfall leben sie ein bis vier Tage. Neutrophile Granulozyten haben die Form einer Kugel mit einem zwölf bis 15 Mikrometer großen Durchmesser. Als “neutrophil” bezeichnet der Mediziner sie, da die kornförmigen Einlagerungen dieser Granulozyten sich nicht mit basischen oder sauren Farbstoffen färben lassen. Färbungen kommen bei den sogenannten Basophilen und Eosinophilen zustande.

Zweck und Normalwert der neutrophilen Granulozyten
Neutrophile Granulozyten zirkulieren im Blut und wandern zum Infektionsherd, wenn einer vorliegt. Am Ort des Geschehens nehmen sie durch Phagozytose die infektionsauslösenden Mikroben in sich auf und zerstören sie durch Verdauung der Zellstruktur. Lockstoffe, sogenannte Chemokine, bewirken, dass die neutrophilen Granulozyten den Blutstrom verlassen, um zum infizierten Gewebe zu gelangen.

Der Normalwert beträgt für stabkernige Neutrophile drei Prozent der Leukozyten, für segmentkernige Neutrophile 45 bis 70 Prozent.
...
Wann sind die Werte für neutrophile Granulozyten erniedrigt?

Eine Verminderung der Werte für neutrophile Granulozyten nennt der Mediziner Neutropenie. Ein gesunder Mensch hat 1.800 bis 8.000 Neutrophile pro Mikroliter. Sinkt der Wert auf bis 1.000 pro Mikroliter, ist von einer leichten Form der Neutropenie die Rede. 500 bis 1.000 pro Mikroliter sind eine moderate Form der Neutropenie und unter 500 pro Mikroliter eine schwere. Ursachen für die Neutropenie liegen in:

- der Schädigung des Knochenmarks durch Medikamente, Chemikalien oder Pflanzen sowie Infektionen oder Immunerkrankungen,
- dem erhöhten Verbrauch aufgrund einer akuten schweren Erkrankung wie einer Sepsis oder Bauchfellentzündung,
- der gestörten Bildung neutrophiler Granulozyten durch myeloische Leukämie oder virale Infekte wie AIDS,
- dem angeborenen Kostmann-Syndrom.
Die Laborwerte sind durch den behandelnden Arzt in Verbindung mit anderen Symptomen und Vorerkrankungen sowie anderen Blutwerten zu interpretieren.
Neutrophile Granulozyten: Erklärung und Werte >>

ASAT (GOT) 65 (Ref. < 50) U/l
:
...
Der ASAT Normalwert liegt bei 52 U/l (Einheiten pro Liter). Da Erhöhungen auch auf Muskelschäden beruhen können, also zum Beispiel ein Herzinfarkt die Ursache sein kann, bestimmt man zur besseren Beurteilung auch ALAT (GTP) Konzentrationen. Sind diese Werte ebenfalls erhöht, dann kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Schädigung der Leberzellen annehmen.

Starke Erhöhung von ASAT kommen auch bei toxischen Leberschäden zustande, wie zum Beispiel durch Pilzgifte.

Alle Formen von Hepatitis sind eine weitere Ursache für erhöhte ASAT-Konzentrationen. Bei Gesunden bewirkt eine Therapie mit Antibiotika ebenfalls eine Erhöhung.

Wir alle wissen, dass Alkohol der Leber schadet. In Bezug auf ASAT lässt sich sagen, dass Alkohol mit der beste „ASAT-Booster“ von allen schädlichen Substanzen ist. Bei ausreichendem Alkoholgenuss steigen ASAT und ALAT in einem spezifischen Verhältnis zueinander an. ASAT steigt deutliche schneller und höher an als ALAT. Aus diesem Verhältnis errechnet man einen Quotienten, den De-Ritis-Quotienten. Dieser liegt unter normalen Verhältnissen unter 1 (maximal 1). Steigt dieser Quotient über 1, dann liegt der Verdacht auf einen Alkoholabusus nahe. Ein De-Ritis-Quotienten, der deutlich unter 1 liegt, beruht mit einiger Wahrscheinlichkeit auf einer Adipositas (hohes Übergewicht).
...
ASAT Wert (GOT-Wert) erhöht? Was bedeutet das?

Bilirubin gesamt 1,39 (Ref. 0,0-1,2) mg/dl
Bei Dir wurde das direkte Billirubin nicht bestimmt. Das sollte meiner Meinung nach nachgeholt werden.

...
Bilirubin ist das Abbauprodukt des Hämstoffwechsels, es wird in der Leber glucoronidiert und v. a. biliär ausgeschieden. Das Bilirubin wird eingeteilt in das Gesamtbilirubin, das direkte (wasserlösliches glucoronidiertes) Bilirubin und das indirekte (wasserunlösliches) Bilirubin. Messtechnisch können das Gesamtbilirubin und das direkte Bilirubin bestimmt werden, das indirekte Bilirubin wird aus der Differenz errechnet.
...
Cholestase:
extrahepatisch (Choledochuserkrankungen: Stein, Striktur, Infektion, Fehlbildung, Tumor) oder intrahepatisch (Fettleber, Medikamente, Schwangerschaft, Lebertumoren oder -metastasen).

Hepatische Ursachen:
Hepatitis, Leberzirrhose, Leberinsuffizienz (Toxine, Knollenblätterpilz, Sepsis, ...), Rechtsherzinsuffizienz, Dubin-Johnson-Syndrom, Rotor-Syndrom.

Indirektes Bilirubin erhöht:
hämolytischer Ikterus.
Prähepatischer Ikterus:
Hämolyse, Lungeninfarkt, intestinale Blutung, Hämatomresorption.

Hepatische Ursachen:
alle hepatischen und cholestatischen Erkrankungen wie o.g., Morbus Meulengracht, Hyperthyreose, Crigler-Najjar-Syndrom, Medikamente, portokavaler Shunt.
....
Leberparameter Blutuntersuchung – www.urologielehrbuch.de

Es wäre wirklich gut, wenn da ein "Experte" drüber schauen würde. Ich habe nur zusammen getragen und sehe, daß evtl. Deine Leber nicht ok ist, daß Medikamente eine Rolle spielen könnten, evtl. die Schilddrüse beteiligt ist .....

Grüsse,
Oregano
 
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Hallo Oregano,
danke für deine Zeit und die Menge an Links und Info.

Meinen Leberwert habe ich falsch angegeben:
ASAT (GOT) ist 36 (Ref. < 50)
ALAT /GPT) ist 65 (Ref. < 50)

Bei deinen Links habe ich diese Erklärung gefunden:
ALAT
...Eine Erhöhung um das Doppelte auf 100 U/l liegt immer noch im Bereich einer leichten Erhöhung. Auch eine Verdreifachung des Basiswerts, also eine Konzentration von 150 U/l, sind immer noch als bedingt akzeptabel anzusehen. ... Aber auch eine Reihe von Virusinfektionen können die Werte leicht erhöhen. Hierbei handelt es sich nicht unbedingt um Viren, die eine Hepatitis auslösen. Ein prominentes Beispiel ist das Eppstein-Barr-Virus (EBV), das das Pfeiffersche Drüsenfieber auslöst....
Da ich ein EBV-Problem habe, schiebe ich das mal vorerst dem in die Schuhe:
... Dabei sind in 40-100% Fällen die Werte für Lactatdehydrogenase (LDH), alkalische Phosphatase, Glutamat-Oxalacetat-Transaminase (GOT) und Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT) mäßig erhöht. Bei einem Drittel ist auch Bilirubin, ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin, erhöht....
pfeiffersches_druesenfieber
Was ich nicht wusste, das Bilirubin zu 80% durch den Abbau von Erythrozyten entsteht:
Bilirubin fällt immer dann an, wenn rote Blutkörperchen, auch Erythrozyten genannt, altern und dann in Milz und Leber verstoffwechselt werden. Dabei werden die Bestandteile wieder verwertet. Das Hämoglobin wird ebenfalls abgebaut. Über Zwischenstufen entsteht dabei Bilirubin, circa 300 Milligramm pro Tag insgesamt, wovon rund 80 Prozent aus dem Hämoglobin wiederverwerteter Erythrozyten stammen.
...
Wenn jetzt die Konzentrationen von Bilirubin im Blut steigen, dann kann das zwei Gründe haben: Entweder fällt mehr abgebautes Hämoglobin an, was auf eine Bluterkrankung zum Beispiel hindeuten kann, oder das Entfernen aus dem Blut klappt aus unterschiedlichen Gründen nicht, was auf eine Störung der Galle hinweisen könnte.
Jetzt verstehe ich warum das direkte Bilirubin noch wichtig ist, um zu unterscheiden ob ein Problem beim Blutabbau besteht oder bei der Ausscheidung des Bilirubins (Galle).

Anämie:
Ob ich Symptomer einer Anämie habe ist schwer zu sagen. Da trifft vieles zu, aber das kann auch vom EBV kommen (Müdigkeit, Blass, Probleme mit der Mundschleimhaut, Aphten ...)
Bei diesem Link von dir sind bei den Reifungsgraden der Reitkulozyten etwas andere Referenzbereich angegeben als bei meinem Laborbefund, das würde meine Werte knapp in den oder an den Referenzbereich bringen.
Jedoch sind alle Werte grenzwertig. Auch der höhere LFR-Wert würde ja, wenn ich das richtig verstehe, auf eine frühzeitige (nicht fertig gereifte) Abgabe der Erythrozyten ins Blut bedeuten - warum, das wäre wohl festzustellen?

vg Roland
 
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Hallo Roland,

Ob ich Symptome einer Anämie habe ist schwer zu sagen. Da trifft vieles zu, aber das kann auch vom EBV kommen (Müdigkeit, Blass, Probleme mit der Mundschleimhaut, Aphten ...)
Weil Du von Problemen mit der Mundschleimhaut, u.a. Aphten, sprichst: ich hab's vergessen: hast Du Zahnfüllungen im Mund? Kronen, Wurzelbehandlungen?

...
Ursachen von Aphten
ber nicht nur die Verletzung durch die Zahnbürste, sondern auch die Inhaltsstoffe in Zahnpasta werden als mögliche Aphten Ursachen diskutiert. Hier wird besonders auf den Inhaltsstoff Natriumlaurylsulfat hingewiesen.
...
Außerdem neigen Menschen die viel unter Stress stehen, eher zu Aphten als andere Menschen. Auch ein geschwächtes Immunsystem spielt eine Rolle. Fachleute sehen ebenfalls einen Zusammenhang von Aphten und Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Besonders ein Defizit an Vitamin B12, Eisen oder Folsäure sind weitere mögliche Aphten Ursachen. Hier kann ein Blutbild Aufschluss darüber geben, ob ein Vitamin- oder Nährstoffmangel Auslöser der Aphten ist.

Auch schwere systemische Erkrankungen gehören zu den möglichen Aphten Ursachen dazu. Hierzu zählen unter anderem Morbus Behçet, Zöliakie oder HIV-Infektionen. Aphten können im Zusammenhang mit diesen schweren Systemerkrankungen auftreten.

Eventuell kommen auch hormonelle Faktoren in Betracht, da Frauen wesentlich häufiger unter Aphten leiden als Männer. Hier wird jedoch keine Verbindung zur Menopause, Schwangerschaft oder dem Menstruationszyklus gesehen.

Rauchen hingegen zählt nicht zu den möglichen Aphten Ursachen, denn Nichtraucher sind häufiger von Aphten betroffen als Raucher. Bei Rauchern wirkt die negative Verhornung der Schleimhaut, der Aphten-Bildung entgegen.
...
Aphten Ursachen - Was ist der Auslöser für eine Aphte?

Vielleicht findest Du hier noch interessante Informationen?: Deutsches Medizin Forum - Foren
Hier wird im Zusammenhang mit Aphten auch von EBV gesprochen...

Bei EBV gibt es ja eher keine übliche Therapie.
Bei Mängeln aber kann man auffüllen. Insofern würde ich wirklich versuchen, da etwas zu tun und zu schauen, ob sich etwas verbessert.

Hier wird das Pfeiffersche Drüsenfieber ausführlich beschrieben, und zwar von einem Arzt des AKH in Wien:
Pfeiffersches Drüsenfieber - Mononukleose - netdoktor.at
(Wäre das evtl ein Ansprechpartner?)

Grüsse,
Oregano
 
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Hallo Oregano,

ja, Füllungen habe ich auch, aber momentan belasse ich die so, die herausnehmen möchte ich meinen Körper jetzt nicht antun - ich vermute nicht, das die Probleme in erster Linie mit den Füllungen zusammenhängen.

Aphten habe ich nur mehr ganz selten und wenn nur sehr kurz, seit ich mit meinem Vitamin- und Mikronährstoffprogramm begonnen habe (Hochdosis VC, VD, Mg, sc B12, LEF Mix, uvm speziell auch ausgerichtet gegen Herpes-Viren). EBV verursacht, aus meiner Erfahrung definitv Probleme mit Aphten und auch mit der Mundschleimhaut, Rachenentzündung (Vitamin A hat mir hier auch Stück geholfen), da vom Virus die Epithelzellen im Mund, Zunge, Rachen, Atemwege attackiert werden. Ich habe auch schon gelesen, dass eine Anämie durch EB-Virus ausgelöst werden kann.

Hier wird das Pfeiffersche Drüsenfieber ausführlich beschrieben, und zwar von einem Arzt des AKH in Wien:
Pfeiffersches Drüsenfieber - Mononukleose - netdoktor.at
(Wäre das evtl ein Ansprechpartner?)
Von dieser Adresse stammt mein großes Blutbild und der Immunstatus mit Virenscreen - das habe ich mir mühsam erkämpft. Als ich angefangen habe, dass ich einen reaktivierenden EB-Virus habe, hat der Arzt gemeint, das gibt es nicht, ... alles weitere war ähnlich, Ignoranz und Arroganz ... das war mein schlimmster Arzt-Termin, habe 2 Wochen gebraucht um mich davon zu erholen (CFSler haben ja nicht so viel Energie ;) ) deshalb bin ich auch nicht mehr zur Blutbildbesrpechung hingefahren, sondern habe mir den Befund schicken lassen.

Bei meinem CFS und EBV habe ich zur Zeit schon ganz gute Erfolge, jetzt war ich halt nur wieder alleine mit dem Blutbild und mit dem habe ich mich bis jetzt noch nie beschäftigt. Deine Links haben mir da sehr geholfen, jetzt kann ich gut informiert, nächste Woche einen neuen Versuch mit einem Arzt starten ...

In erster Linie geht es mir jetzt um die grenzwertigen Werte bei den Erythrozyten und die Leberwerte, ob man hier was machen kann.

Viele Grüße
Roland
 
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Hallo Roland,

es freut mich, wenn Du jetzt besser informiert in eine neue Runde starten kannst :)!

Füllungen habe ich auch
Schwarze oder weiße, also Amalgam- oder Kunststofffüllungen?

In erster Linie geht es mir jetzt um die grenzwertigen Werte bei den Erythrozyten und die Leberwerte, ob man hier was machen kann.
In Bezug auf die Erythrozyten: keine Ahnung :eek:), wobei ich die auf jeden Fall in der nahen Zukunft noch eimal bestimmen lassen würde.

In Bezug auf die Leber könntest Du ja die alten Hausmittelchen ausprobieren: Löwenzahn, Artischocke, Leberwickel, Mariendistel in Form von Tee oder Pillen....:
Leber entgiften

Grüsse,
Oregano
 
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Schwarze oder weiße, also Amalgam- oder Kunststofffüllungen?
Hallo Oregano,
meine Antwort hat leider etwas auf sich warten lassen :eek:) ...

Ich habe Amalgam Füllungen, jede Menge. Deshalb ist mein Arzttermin am 16.12. komplett in eine andere Richtung gelaufen. Ich wollte ja die Anämie abklären lassen, aber der Arzt ist eben auch ein Quecksilber-Ausleitungsspezialist, jetzt ist es gar nicht tiefergehend zur Abklärung des Blutbilds gekommen, sondern ich bin dann mit einer DMPS Infusion und einem Schwermetalltest nach Hause gegangen, naja, nicht so gelaufen wie ich wollte, war aber sicher notwendig das mal abzuklären - Ich habe eine Quecksilberbelastung 87 ug/g Krea. nach DMPS.

Der in diesem Thread diskutierte Punkt ist jedoch noch offen.

Trotz meiner grenzwertigen Erythrozyten hat der liebe Arzt nicht das Ferritin bestimmt. Das habe ich nun selbst durchgeführt und mein Ergebnis ist 49,5ng/ml (Ref 23-336).

Hat jemand Erfahrung wie man das Eisen anhebt? Bzw. soll ich noch etwas Anderes abklären lassen?

Viele Grüße
Roland
 
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