Immer wiederkehrende chronische Gastritis Typ C mit Leberwerterhöhungen bei Ullrich-Turner-Patient

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Hallo, vielleicht kann mir jemand helfen.

Ich bin 29 weiblich. Ich habe das Ullrich-Turner-Syndrom, Hashimoto und Zöliakie und dazu wohl eine beginnende Osteoporose.

Alles hat Mitte 2017 angefangen. Dort vielen leicht erhöhte Leberwerte und ein FNH auf. Ich muss dazu sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt Adipös war und mich sehr ungesund mit viel Fett und Zucker und einmal am Tag ernährt habe.

Mitte 2017 bekam ich, während des Besuches einer Freundin eine heftige Bauchschmerzattacke und musste mich auch übergeben, 3 Tage lang ging es mir schlecht. Ich vermute, dass ich aus Versehen die falschen Nudeln gegessen habe, aber 100 pro kann ich mich nicht mehr daran erinnern.

Dann gegen 2017 bekam ich immer wieder Atemproblem, so schlimm, dass ich dachte, ich würde ersticken. Es fühlte sich an, als wäre mein Bauch bis zu einem bestimmten Punkt blockiert und ging nicht mehr weiter. Ich bekam Panikattacken dazu und litt gleichzeitig auch unter Rückenschmerzen im Oberrücken.

Bei der ersten Magenspiegelung 2018 wurde eine chronische Gastritis Typ B diagnostiziert. Diese wurde mit Antibiotikum und Pantoprazol therapiert und danach ging es mir auch für eine Weile besser. Dann fing das ganze ein halbes Jahr später wieder von vorne an. Die Leberwerte waren mal wieder etwas weiter runter, dann gingen sie wieder etwas hoch und bei einer Magenspiegelung wurde dann eine chronisches Gastritis Typ C diagnostiziert. Bei der gleichzeitigen Darmspiegelung war alles unauffällig, außer ein Polyp, der aber komplett entfernt werden konnte.

Ich esse seitdem sehr einseitig, weil ich extreme Angst vor den Schmerzen habe und jeden Tag nur dasselbe Sushireis, Hühnchen, mal etwas Rinderhack, Karotten und Buchweizenflocken. Ich hatte auch schon zwei Ernährungsberatungen, die aber nicht wirklich etwas gebracht hatten.

Anfang diesen Jahres waren alle Leberwerte, außer die Alkalische Phosphase im normal Bereich. Mir ging es auch soweit gut. Sämtliche Ultraschall, MRT und CT Untersuchungen, konnten aber keine Gallensteine feststellen. Bei vorherigen Untersuchen fiel auf, dass meine Milz vergrößert war, bei den letzten Ultraschall und MRT Untersuchungen war aber davon nichts mehr zu sehen.

Anfang des Jahres hatte ich wieder eine kurze Schmerzattacke, die ich aber mit Pantoprazol wieder in den Griff bekommen habe. Dann kam aber die Hitzewelle im August und kurz bevor ich in den Urlaub gefahren bin, ging es mir aufeinmal abends, kurz bevor ich zum Zahnarzt fuhr richtig schlecht. Ich setzte mich ins Auto und hatte plötzlich extreme Schmerzen und Übelkeit. Dies legte sich nach einer Zeit wieder. Nachdem ich 5 Tage im Urlaub war und mal gute und schlechte Tage hatte, ging ich wieder zum Arzt und wurde zum Ultraschall, Stuhluntersuchung und MRT geschickt. Ultraschall war unauffällig. Stuhluntersuchung auch. Bei MRT wurde das FNH mit einer Größe von 3,7 x 2,6 x 3 cm bestimmt, eine glatt begrenzte, prallgefüllte Gallenblasse, ein Nachweis von intravestikalen Konkrementen (wobei mir gesagt wurde, dass es keine Steine seinen sollen). Kein Anzeichen von Cholestaseanzeichen. Alles sonst soweit unauffällig. Auch schon bei dem Ultraschall wurde mir gesagt, dass die Gallenblasse vergrößert wäre, dies aber auf den Nüchternheitszustand zurückzuführen wäre (Das war aber vorher bei allen anderen Untersuchungen nie so)

Ich kann hier auch gerne die Laborwerte von dieser Zeit einmal einstellen. (Bei dieser Untersuchung war ich nicht nüchtern) Untersuchung von 08.08.22 Hämoglobin: 14,9, MCV: 100,7 , MCHC: 35,6, Lymphozyten: 18,4 (wobei die bei mir schon sehr lange sehr niedrig sind), HbA1c (NGSP): 3,9 , HbA1c (IFCC): 19, Mittlere Blutglucosegehalt: 65 mg/dl, Bilirubin gesamt: 0,4, GOT 31, GPT: 40, GGT: 88, AP: 148. Diese Werte waren bei meinem Hausarzt. Bei dem Gastroenternologen hatte ich am 23.08.22 folgende Werte (hier war ich nüchtern): GGT: 100, GOT: 42, GPT: 89, AP: 130, Lipase: 107, Alpha-Amylase: 115, EVB: 11, MCV: 99, MCH: 35.1, MCHC: 35,5.

Ich hatte dann eine Magenspiegelung bei der wieder eine chronische Gastritis Typ C festgestellt wurde.

Die Schmerzen sind sehr diffus. Ich habe sie meistens in der Magengegend. Ich kann leider keinen roten Faden erkennen, gleichzeitig, habe ich auch einen starken Haarausfall und immer wiederkehrende Ekzeme an der Hand, die ich aber auf zu trocken Haut in Kombination auf zu viel Hände waschen und zu wenig eincremen schiebe.

Ich würde mich so unglaublich freuen, wenn irgendwer mir weiterhelfen kann. Ich kann so auch nicht mehr weiterleben und leider unter ständiger Angst und Grübelzwang. Ich bin auch dabei mir nebenbei einen Therapeuten zu suchen und mich zusätzlich auch auf psychosomatische Beschwerden behandeln zu lassen. Aber vielleicht hat jemand ja noch eine rettende Idee? Mir wurde zwar von der Ullrich-Turner Vereinigung gesagt, dass ich mich auf PBC testen lassen soll, was ich auch werde, aber eine frühere Leberbiopsie im Jahr 2019 ergab da schon nichts und deshalb erwarte ich da auch nicht sonderlich viel. Manchmal habe ich auch so ein Kribbeln in den Händen, dass nach kurzer Zeit wieder verschwindet. Ich hatte auch schon so aus dem heiteren Himmel Muskelkontraktionen am Auge, am Gesäß oder an der Wade, die mal ein paar Tage angehalten haben.
 
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wundermittel
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Hallo NougatKookie,

viele Menschen mit Hashimoto haben auch einen posiven HPU-Test. Daraus folgt meist, dass ein gestörter Stoffwechsel vorliegt, der zu vielen, teilweise sehr schwer nachzuweisenden Nährstoffmängeln mit entsprechenden, sehr unterschiedlichen Beschwerden führt. Das könnte Dich vielleicht weiter bringen.

Ebenfalls könnte eine Untersuchung auf einige wichtige Nährstoffe etwas Licht ins Dunkle bringen. Dabei denke ich z.B. an B12 (Magen), Zink, B6 (Haut/Haarausfall), Magnesium (Oberrücken, Muskelkontraktionen), Vitamin D+Calcium (Osteoporose), Vitamin K (Leber).

Hinsichtlich Vitamin K soll gelten:
Bei einer reduzierten Leberfunktion ist die Speicherung von Vitamin K im Lebergewebe stark eingeschränkt.
Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Vitamin-K-Mangel#Lebererkrankungen
Lebererkrankungen: Kann Vitamin K nur bedingt im Lebergewebe abgespeichert werden, reduzieren sich die Funktionen dieses Organs auf ein Minimum.
Quelle: https://www.grossesblutbild.de/vita...figsten_Folgen_bei_Vitamin_K_Mangel_Symptomen

HPU-Tests werden i.d.R. nicht von der Krankenkasse bezahlt, da HPU keine schulmedizinisch anerkannte Krankheit ist. Du müsstest die Kosten selbst tragen.

Gruß
Hans
 
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Ich esse seitdem sehr einseitig, weil ich extreme Angst vor den Schmerzen habe und jeden Tag nur dasselbe Sushireis, Hühnchen, mal etwas Rinderhack, Karotten und Buchweizenflocken.
Es ist ja leicht möglich, daß dir Vitalstoffe fehlen, die man normalerweise über vielfältige Ernährung (Gemüse!) aufnimmt. Nimmst du Nahrungsergänzungsmittel?

Gemüse und Obst (frisch zubereitet oder gegart!) belastet den Magen eigentlich nicht. Da ist es eher der Darm, der mit den Ballaststoffen überfordert sein kann.
 
regulat-pro-immune
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Das ist ja schon einmal ein Anfang. Was sicher nicht verkehrt wäre: ein gutes Multipräparat zu nehmen, z. B.
- https://edubily.de/products/das-multi (niedrig dosiert, d.h. man kann auch 2 oder 3 pro Tag davon nehmen)
- https://www.lifeextension.com/vitamins-supplements/item02314/two-per-day-capsules

und währenddessen versuchen, konkrete Mängel ausfindig zu machen (Vitamin D?)

Bist du denn immer noch adipös? Könnte es nicht sein, daß deine damalige ungesunde Ernährung die Darm- und Leberprobleme verursacht hat und sie jetzt inzwischen gar nicht mehr auftreten würden, wenn du deine Ernährung vorsichtig wieder anfängst zu erweitern? Zjm Beispiel fehlen auch jegliche fermentierte Lebensmittel (Kefir, Joghurt). Auch die können sehr hilfreich für den Darm sein.
 
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Nein Adipös bin ich ganz und gar nicht mehr. Das Problem ist auch nicht wirklich mein Darm, sondern eher der Magen und immer episoden artig. Ich habe schon immer mal wieder versucht schrittweise meine Ernährung zu erweitern. Eine Zeit Joghurt, mal ein bisschen Quionaflocken, mal Erdbeeren und Himbeeren. Das alles aber so semi gut. Manchmal geht es zwei Tage, dann plötzlich nicht mehr und ich bekomme diesen Bohrungen Schmerz wieder. Ich hatte auch solche Schmerzen die sehr stark an eine Gallenkollik erinnern. Aber dann wieder diese bohrenden Schmerzen knapp unter dem Steißbein mit diesem dumpfen Schmerz. Dann aber auch wieder plötzlich im Bauchnabel oder knapp darüber. Manchmal strahlt es in den Rücken aus, manchmal nicht. Manchmal ist es dann auch linksseitig, manchmal nicht. Ich finde keinen roten Faden. Ich habe mittlerweile auch wirklich Angst vorm Essen. Ich weiß, dass es Stress bei mir verschlimmert. Es ist einfach nur noch ätzend und ich fühle mich durch die Schmerzen gefangen, wie in einem Hamsterrad. Ich würde mir einfach wünschen, dass es aufhört. Vitamin D wurde bei mir bestimmt und ist gerade so in Ordnung.
 
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regulat-pro-immune
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Noch ne Frage: Hast du, als du diese Schmerzen zuerst hattest, auch eine Veränderung im Stuhlgang festgestellt (Farbe, Konsistenz)? Manches, was du zuletzt geschrieben hast, könnte auch an die Bauchspeicheldrüse denken lassen.
 
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Nein das überhaupt nicht. Laut MRT, Stuhltest und Ultraschall ist meine Bauchspeicheldrüse auch in Ordnung.
 
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07.09.20
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Bei vorherigen Untersuchen fiel auf, dass meine Milz vergrößert war, bei den letzten Ultraschall und MRT Untersuchungen war aber davon nichts mehr zu sehen.
Vielleicht sollte doch noch mal auf die Milz geschaut werden. Ich weiß nur von meinem Mann, wo nicht jeder Arzt beim Ultraschall alles gesehen hat (betraf aber nicht die Milz bei ihm).
 
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Das Problem ist, laut MRT steht :"Regelrechte Darstellung der Pankreas, Milz und Nebenieren." Keine Ahnung, was das heißen soll.
 
regulat-pro-immune
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Ah ok verstehe. Aber laut dem Gespräch mit der Radiologin wäre alles sonst soweit ok und unauffällig. Aber ich gehe dem mal nach. Danke!
 
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Mein Problem ist halt diese chronische Gastritis Typ C die einfach nicht weggehen will. Kann da Milz auch eine Rolle spielen?
 
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07.09.20
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Ich weiss nicht, ob es einen Zusammenhang gibt, in diesem Thread kommt auch eine chronische Gastritis und eine Milzvergrösserung vor


Eine Milzvergrößerung verursacht wenige Symptome. Das geschwollene Organ drückt auf den benachbarten Magen. Der Patient bemerkt – insbesondere beim Essen – Druckbeschwerden. Möglich sind Schmerzen in der Umgebung der Milz in Bauch und Rücken.
 
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Danke dir auf jeden Fall für die Tipps! Gibt es sonst noch irgendwas, was mir gegebenfalls gegen die Chronische Gastritis helfen kann? Ich bin einfach nur verzweifelt.
 
regulat-pro-immune
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17.10.22
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Die Ärzte haben mir damals gesagt, dass meine Gastritis chronisch sei.. Hatte es ein jahr und habe viele Antibiotika von den Ärzten bekommen. Bin dann auf Ingwer gestoßen. Habe mir Ingwer Pulver geholt und morgens auf leeren Magen ein tee löffel gehäuft eingenommen und es mit kalten Wassser runter gespült. Ich konnte die Sekunden zählen und der Schmerz war weg. Hatte den ganzen Tag ruhe.. Erst am nächsten Tag fing es wieder an. Habe dann den Vorgang wiederholt und alles war wieder weg. Das ging ca. zwei Monate, bis ich Geheilt war. Die Ärzte haben mich damals aufgegeben und mir ein Medikament nach dem anderen verschrieben.. Da wurde mir bewusst, wie stark die Heilung mit der Natur ist. Die Apotheke Gottes ist die beste und hat keinerlei Nebenwirkungen.
 
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12.09.21
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Was ist das genau für ein Pulver ?
Und wie bist du drauf gekommen, dass das hilft ? Habe ähnliche Probleme. Viele Grüße
 
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