Methylierungszyklus - Es geht mir besser!

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ANMERKUNG: Zusammenfassung dieses langen Threads hier https://www.symptome.ch/vbboard/cfi...sung-methylierungszyklus-geht-mir-besser.html
AO




Hallo zusammen!

Habe es leider nicht geschafft, mich kürzer zu fassen :eek:).
Ich will euch berichten, dass es mir besser geht und was ich als Grund dafür sehe.

Seit 3 Jahren und 4 Monaten bin ich nun höchstwahrscheinlich an CFIDS/ME erkrankt.

Ich schreibe „höchstwahrscheinlich, weil aktuell noch der Verdacht auf MS besteht, dem ich zukünftig nochmal nachgehen werde. Ich werde dazu an anderer Stelle berichten:https://www.symptome.ch/vbboard/cfids-cfs-me/97447-gutachter-bezweifelt-diagnose.html

Aber ich denke, selbst wenn ich MS haben sollte (was ich nicht glaube), spricht meine Besserung trotzdem für sich..

Ich schildere mal grob, wie mein Zustand war, damit man einen Vorher-Nachher-Vergleich hat:
In den ersten 2 Jahren ging es stetig bergab, stagnierte, oder die einen Symptome lösten die anderen ab..
Die letzte gute Phase, die über einzelne Tage hinaus ging, hatte ich Anfang 2010 für ca. 4 Wochen.
Während sich im Verlauf von 2010/2011 die Kraft in den Armen, Händen, Rumpf etwas besserte (und ich z.B. wieder mit Stift schreiben konnte), verringerte sich die Belastbarkeit meiner Beine weiter.
Den letzten Spaziergang konnte ich im Winter 2009/2010 machen.
Mitte 2010 bis Frühjahr 2011 verbrachte ich hauptsächlich sitzend und liegend im Bett.
Meine kognitiven Fähigkeiten ließen 1- höchstens 2 Besuche pro Woche zu, die keinesfalls länger als 3 Stunden dauern durften (dann 1-2 Tage ruhen), da sonst 4-8 Tage Regeneration nötig waren.
Ende 2010 bis Mitte 2011 brauchte ich viel Unterstützung im Haushalt.
Musik hören war nur sehr selten ein Genuss.
Zu Muskel- und Gelenkschmerzen kamen gemeine brennende Nerven- und Gewebeschmerzen.
Mein IQ schien sich von recht passabel auf das Niveau einer Person mit deutlicher Lernbehinderung zu minimieren.
Meine Persönlichkeit kam nicht mehr zum Vorschein, weil mein Kopf ein Vakuum in sich trug.
Keine Gedankengebilde, kein Fluss, keine Fantasie, keine gedankliche Flexibilität.
Kurz – alles was unter den Begriff Wahrnehmung fällt war völlig gestört.
Die gesamte Verarbeitung visueller, sensorischer, motorischer, auditiver Reize lag einfach brach und war von diversen Symptomen überlagert..

UND NUN IST ALLES BESSER!!!!!

Ich bin sicher, dass der Grund dafür kein „normaler“ Regenerationsprozess war (sofern man davon bei ME überhaupt sprechen kann), sondern auf das Drehen an vielen kleinen – und letztlich an einem großen, essentiellen Rädchen zurückzuführen ist.

Die vielen kleinen Rädchen bestanden z.B. aus folgendem:

Rad 1:
Schon an anderen Stellen von mir erwähnt:
Mit Hilfe einer Psychotherapeutin erlernen, was PACING wirklich in letzter Konsequenz bedeutet und es strikt durchziehen!
Also, sich in keinem Bereich zu überfordern.
Minutiös wurden über Monate Aktivitäten dokumentiert (beginnend beim Zähne putzen, endend beim Schlafanzug anziehen) und mit meinem Befinden in Zusammenhang gesetzt.
Durch erstellte Kurvendiagramme wurden die Zusammenhänge zwischen Aktivität und Zustand transparent, so dass das für mich ideale Aktivitätsniveau gefunden und geübt werden konnte, so dass ich mich nicht mehr wie zuvor ständig überanstrengte und mein Organismus überhaupt die Chance bekam sich zu erholen.

Rad 2:
Nicht zuletzt resultierte aus Rad 1 ein nächster für mich sehr wichtiger Schritt.
Ein Umzug.
Weg vom Lärm, weg von 75 Treppenstufen zum Briefkasten bzw. zur Wohnung, zufällig weg von vielen Handymasten, weg von sehr unverträglicher Sommerhitze, lauten Nachbarn, einem schlichtweg extrem unruhigen Haus in einer extrem unruhigen Straße, hin zu Ruhe im Grünen und einem Briefkasten und Mülltonnen, die ich alle paar Tage EIGENSTÄNDIG erreichen kann.

Dazu die für mich wirklich wertvollste Errungenschaft meines CFIDS/ME - Lebens:
Ein Hocker mit Rollen, der meine Beine häufig ersetzt (z.B. beim Kochen), so dass genug Kraft übrig bleibt, um z.B. stehend zu duschen.

Und einen Rollstuhl, um überhaupt mal unter freiem Himmel (geschobener Weise) in Fortbewegung zu sein.

Rad 3
Rigorose, strikte Diät über 2 Jahre und weiterhin ….

Wie viele CFIDSler/MEler habe ich Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Leider heftig ausgeprägt.
Esse ich ein unverträgliches Nahrungsmittel, leidet nicht nur der Verdauungstrakt, sondern der Nebeneffekt ist genauso negativ, lang anhaltend und teilweise zeitverzögert wie körperliche oder kognitive Überlastung.
Deshalb herrscht bei mir hardcore-Diät, bestehend aus Kartoffeln und Hähnchen (nach 13 fleischfreien Jahren).
Hart, aber es lohnt sich für mich im Sinne von weniger ausgeprägten Symptomen.
Allmählich kommen einige verträgliche Nahrungsmittel dazu, wenn mein Allgemeinzustand o.k. ist und es meinem Verdauungstrakt gut geht.
Zudem habe ich herausgefunden, dass mein Körper eine Art Detektor für Pestizide und andere Gifte in der Nahrung geworden ist, so dass ich (mit wenigen Ausnahmen) nur Bioqualität vertrage.

Rad 4
Entgiftung, Entgiftung, Entsäuerung, Entsäuerung seit 1- 2,5 Jahren

Viele Nebenbaustellen kamen durch Untersuchungen zum Vorschein, die mit NEMs behandelbar sind. Aber die NEMs können nicht in die Zellen gelangen, wenn diese schon mit Gift und Säure randvoll sind.
Also kontinuierlich und konsequent dem Körper helfen, sich u.a. von nitrosativem und oxidativem Stress, Ammoniak und Übersäuerung zu befreien, damit die Zellen wieder Kapazitäten haben, die wichtigen NEMs aufzunehmen.
Dadurch verringerte sich step by step schonmal der Kopfnebel, die Muskel-, Gewebe- und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Gedankenfluss kam zurück, mein Kopf war wieder zu mehr fähig, als nur Haare zu tragen.

Rad 5
Das Beste zum Schluss
RichvanK, Apoman, membersound – ich könnte euch knutschen..und mach das jetzt einfach :kiss:
Rich van Konynenburg für seine wissenschaftliche Arbeit, Apoman dafür, dass er es hier im Forum publik machte, membersound dafür, dass er mich darauf aufmerksam machte!

Im Juni oder Juli 2011 machte mich membersound auf das Behandlungsprotokoll aufmerksam.
Rich van Konynenburg ist amerikanischer Wissenschaflter und hat die Hypothese aufgestellt, dass bei Patienten mit CFS (er nennt sie PWCs – Patients with CFS) „eine Gluthation Unterdrückung und eine Blockade im Methylierungszyklus“ vorliegt, so dass die körpereigene Entgiftung, Bekämpfung von Viren, Bakterien, Pilzen, Verfügbarkeit von Stoffen zur Produktion von Energie/ATP in sich kollabiert.
Über Wochen las ich mich ins Thema ein, beriet mich mit meiner Ärztin etc. und startete letztlich im August mit der Behandlung.
Zufällig war es so, dass ich die dazu gehörigen NEMs schon zum Großteil seit über 1 Jahr fast täglich zu mir nahm:
Cholin, B12 als Hydroxycobalamin, Statt einem Multi mehrere Reinsubstanzen in Kombi.
Das entscheidende Element was fehlte: Aktive Folsäure
Die nahm ich ab ca. Anfang August in ganz kleinen Mengen hinzu (¼ der Zieldosis jd. 2. Tag). Also eigentlich nur 1/8 der Zieldosis, da die Einnahme täglich empfohlen wird.

Nach ca. 2 Wochen drehte mein Organismus gewaltig am Rad.
Jeden Tag, jede Stunde kamen andere Symptome hinzu. Teilweise alte bekannte, teilweise neue, bisher nicht da gewesene.
Ich hatte das Gefühl, ich erlebe meine bisherigen Fortschritte mit meinem ME nun rückwärts.
Es ging richtig zur Sache.. und das in so schnellem Wechsel, dass ich keine Zeit hatte, mich auf den jeweiligen Zustand einzustellen.
Nach 2-4 Wochen war der Spuk vorbei.
Mein vorher besserer Zustand war wieder erreicht.

Nur mit einem Unterschied:
Ab und zu hatte ich einen Tag, an dem eines meiner Hauptsymptome komplett weg war!
Z.B. einen komplett schmerzfreien Tag.
Dann wieder einige Tage „Normalzustand“, dann wieder einen Tag lang komplett z.B. geistige Klarheit, dann wieder „normal“, dann 1 Tag wesentlich bessere Bewegungsausdauer usw.
Es war, als würde ich alle paar Tage – so im Schnitt alle 2 Wochen – für einen Tag ein tolles Überraschungsgeschenk bekommen.

Dann dosierte ich im November 2011 die aktive Folsäure von ¼ auf 1/3 der Zieldosis jd. 2. Tag hoch.
Das ganze wilde Symptomkarussell begann sich von vorn zu drehen.
2 Wochen lang wurde ich heftig durchgeschüttelt.

Danach wartete ein neues Geschenk auf mich, das wie ein Wunder für mich ist:
ICH HEBE DIE FÜSSE wenn ich gehe!!
Ich kann meine einzelnen Schritte hören!!!!

Zu Beginn meiner Erkrankung waren alle Muskeln schlaff, mein Körpergefühl war „gummig“, weich, wackelig, sehr schwach.
Nach ca. 1,5 Jahren verwandelte es sich in hölzerne Steifheit in Kombination mit Schwäche.
Dies führte dazu, dass ich nicht mehr normal gehen konnte.
In der Wohnung lief ich deshalb nur auf Socken und es entwickelte sich eine Art Gleitschritt.
Ich lief gut 1-1,5 Jahre wie ein Skilangläufer, weil das Beine und Füße heben viel zu anstrengend war. Dieses energiesparende, schlürfende Gangbild entwickelte sich automatisch und unbewusst.

Eines Morgens traute ich meinen Ohren nicht. Ich hörte mich nicht über den Boden schlürfen!!!!
Ich stand auf und ging!! Ganz normal!! Ich hörte jeden einzelnen, echten Schritt!!
Ich ging auf einen Spiegel zu und sah, was ich hörte! Ich hob meine Füße! Ich hob die Beine an!
Ich ging!!!
Mir liefen die Tränen vor Freude und ich dankte dem Universum für diesen Moment!
Das ist nun ca. 7 Wochen her – und ich kann seitdem jeden Tag gehen!!!
JEDEN TAG!!!!

Ich kann länger stehen!
Ich kann meine Wohnung wieder alleine Staubsaugen!
Ich konnte sitzen auf dem Stuhl trainieren! Innerhalb von 6 Wochen habe ich es geschafft mich von 30 Minuten beschwerdefrei sitzen auf bis zu 6 Stunden zu steigern! Nun kann ich jeden Tag mehrere Stunden am Tisch sitzen!
Ich kann nun jeden Tag Salat essen, weil ich die Kraft habe jeden Tag an der Spüle zu stehen und ihn zu waschen!
Ich konnte meine Rolle als Tante wieder einnehmen und mit meinem Neffen 5! Stunden Weihnachtsplätzchen backen!
Ich bin (bis vor die Tür gefahren) in einem Geschäft gewesen und habe Kleidung anprobiert!
Ich habe zu Hause getanzt, weil Musik plötzlich nicht mehr wie Lärm war, den ich nicht verarbeiten kann, sondern schöne Klänge, die mein Herz berühren und mich tanzen lassen!
Und das nicht für 1 Lied... ich habe sage und schreibe 1,5 Stunden am Stück getanzt!!
Ich kann es selbst kaum fassen! Ja, am nächsten Tag war ich ziemlich daneben, aber das Preis-Leistungsverhältnis war hervorragend
Ich habe 8!!! Stunden Besuch gehabt und mich durchgehend unterhalten!!
Und das tollste: Sogar Silvester konnte ich nach mehreren Stunden Besuch noch zum 1. Mal seit 3 Jahren in einen Club gehen und habe mich dort 2 Stunden stehend und tanzend aufgehalten!

Das alles, abgesehen von der 1. Tanzerei und Silvester (hängt mir noch nach), habe ich OHNE nachfolgenden CHRASH getan!!! Innerhalb von 6 Wochen!

Ich bin sicher, es ist weder Wunder, noch Zufall!
Es ist das Ergebnis davon, kontinuierlich meine Behandlungswege zu gehen und dann den ganz großen Schritt mit Rich van Konynenburg`s Behandlungsprotokoll zu machen, auf das ich ohne dieses Forum sicher nicht gestoßen wäre!

Ich weiß, ich bin im Verhältnis zu den meisten hier mit fast 3,5 Jahren relativ kurz krank und 7 Wochen Besserung sind auch verhältnismäßig kurz.
Dennoch glaube ich einschätzen zu können, dass mein Gesundheitszustand eine neue Ebene aufgrund der Behandlung erreicht hat und dies nicht nur eine (bisher so nie da gewesene) gute Phase ist.
Meine bisherigen guten Phasen haben den jetzigen Zustand nie annähernd erreicht und hielten mit 1 Ausnahme nie länger als 14 Tage. Meist nur 2-3 Tage und halten einem Vergleich zum derzeitigen nicht stand.
Sicher, ich bin weit entfernt von einem wirklich guten Zustand, aber ich habe in riesen Stück Lebensqualität gewonnen...und bin ja noch lange nicht bei der Zieldosis angelangt.

Ich würde mich sehr darüber freuen, mit meinem Bericht jemanden motivieren zu können, die Hoffnung nie aufzugeben und vor allem eingeschlagene Behandlungswege nicht zu schnell als ineffektiv abzubrechen.
Der Körper braucht viel Zeit.

Es wäre toll, wenn auch andere hier berichten könnten, die das Behandlungsschema nach Rich van Konynenburg ausprobiert, oder durchgezogen haben!

Ich nehme auch gerne Glückwünsche entgegen ;)

In diesem Thread wird die Hypothese (ich nenne es schon Theorie) näher erläutert:
https://www.symptome.ch/vbboard/cfids-cfs-me/66409-methylierungszyklus-zentrale-ursache.html


ICH WÜNSCHE ALLEN EIN FROHES, GESÜNDERES NEUES JAHR!!!
tiga
 
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wundermittel
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Hallo tiga,

deine Geschichte geht zu Herzen! Toll, dass du auf dem Weg der Besserung bist. ;)

Sam
 
regulat-pro-immune

whitney99

Von mir auch Herzlichen Glückwunsch! :fans:

Klasse, wie Du den Weg gegangen bist.
Und danke für den Bericht, der Hoffnung macht.
 
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Hallo tiga,

ich predige schon seit Jahren, dass man CFS nur durch Entgiften beseitigen kann, aber die meisten wollen/wollten es nicht glauben und warten stattdessen lieber auf die Erfindung eines Medikaments gegen ständige, neue, obskure Erreger, die angeblich die Ursache von CFS sein sollen.

Mach weiter so, aber pass auf Dich auf! Ich hatte schon unzählige unsanfte Rückschläge, weil ich mich übernommen habe. Wir werden wohl für immer anfällig und labil bleiben und müssen extrem sorgfältig mit unserem Organismus umgehen.

Liebe Grüße

Snorri
 
Themenstarter
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Yiepiiee und hallo zusammen!

Vielen Dank für Eure Glückwünsche!
Es tut so gut, wenn andere sich mit freuen können :)
Irgendwie wächst die Freude und Hoffnung dann noch mehr ;)

Mach weiter so, aber pass auf Dich auf! Ich hatte schon unzählige unsanfte Rückschläge, weil ich mich übernommen habe. Wir werden wohl für immer anfällig und labil bleiben und müssen extrem sorgfältig mit unserem Organismus umgehen.

Oh, ja, Snorri, wie recht Du hast!
Ich bemerke auch, wie sich durch meine Besserung eine regelrechte Gier nach Leben breit macht.
Wenn ich ein Quäntchen mehr Energie habe, will ich sie sofort konstruktiv nutzen. Da muss ich echt aufpassen, dass ich nicht zu weit über die Grenzen gehe.
In unserem Fall trifft es wohl das Sprichwort "Übermut tut selten gut" ziemlich passend.
Ist gar nicht so leicht, vor lauter Euphorie eine neue Balance zu finden.

Viele Grüsse - tiga
 
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Hallo Miteinander,

da Tiga mich oben gefeatured hat bin ich ja jetzt im Zuzwang und meld ich mich auch mal kurz zu Wort ;)

Wie bei jedem sind es auch bei mir viele kleine Rädchen, die man so für sich entdeckt.
Wobei es für mich primär 2 große Rädchen sind, und eins davon hat Tiga oben angesprochen: das vanK Protokoll, bei mir mit primären Fokus auf aktive Folsäureformen + B12.

Ich hatte kurz vor Weihnachten meinen 3. CFS-Geburtstag. Meine kurze Geschichte: Auf EBV folgten 8 Monate komplette sowie weitere 1,5 Jahre nahezu Bettlägrigkeit. Mit der ganzen Symptomenpalette die hier alle haben.

Die Hauptveränderungen traten bei mir im Laufe des vergangenen Jahres ein: Anfang das Jahres war ich in stationärer Reha, und habe dort die Kneipp-Therapie als wesentlichen Bestandteil für meine Genesung entdeckt (mein zweites großes Rad). Nach den ersten paar Wochen hat sich zB mein Temperaturempfinden absolut normalisiert. Das war vorher einfach nur katastrophal, alleine deshalb bin ich jetzt seit einem Jahr dabei geblieben und kneippe täglich nach dem duschen.
(die Theorie hinter Kneipp liefert google sicher besser als ich, sonst wird das hier auch zu lange...)

Wenn ich jetzt zurückdenke: vor genau einem Jahr die stationäre Reha - in der ich bloß 2 Therapieeinheiten am Tag standhielt und den überwiegenden Teil der Reha im Bett verbracht habe.
Jetzt ein Jahr später, war ich Silvester mit Freunden im Urlaub in Holland am Meer, und konnte sowohl dosierten Strandspatziergängen als auch der Silvesternacht trotzen. Nicht wie früher, nein. Natürlich noch deutlich eingeschränkter als gesunde junge Erwachsene. Aber dennoch soweit, dass ich wieder Ansatzweise das Gefühl habe zu leben.

Auch einen grippeartigen Infekt habe ich innerhalb einer Woche weggesteckt, also so wie es normal ist und sein sollte. Was für mich ein sehr gutes Zeichen ist.


Die beiden großen Räder, VanK + Kneipp, werde ich beibehalten. Vielleicht mein Leben lang. Zumindest hat sich mit ihnen jeder Bereich meiner Symptome verbessert. Egal ob Schmerzen, Erschöpfung, Nervenkostüm, geistige und körperliche Leistungsfähigkeit, usw.
Ich bin gespannt, was das neue Jahr bringen wird. Wobei diese Zeilen mir fast immer noch unwirklich erscheinen: tatsächlich habe ich wieder Kapazitäten überhaupt gespannt sein zu können!



Tiga... gib Gummi! Ich glaube, hoffe und denke wir sind auf dem richtigen Weg!
 
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regulat-pro-immune

castor

ich predige schon seit Jahren, dass man CFS nur durch Entgiften beseitigen kann, aber die meisten wollen/wollten es nicht glauben und warten stattdessen lieber auf die Erfindung eines Medikaments gegen ständige, neue, obskure Erreger, die angeblich die Ursache von CFS sein sollen.

Es ist fraglos toll, wenn es bei tiga und anderen so gut anschlägt.

Aber "predigen" bedeutet die Verkündung von Dogmen und da muss ich Einspruch erheben, weil man mit dieser Denkweise einer individuellen Multisystemerkrankung nie gerecht werden kann.

In meinem Fall wurde einer Entgiftung jedenfalls keine besondere Bedeutung beigemessen - Ursache und Lösungsweg waren tatsächlich die "obskuren Erreger" (v.a. diverse Herpes-Typen, Chlamydia Pn., Coxsackie). Natürlich ist die Option der Entgiftung einen Versuch wert. Aber sie sollte nicht den Anschein einer für jeden Betroffenen verbindlichen Lösung erwecken. Sorry, aber darauf lege ich gesteigerten Wert, weil ich dieses Schüren potentiell falscher Hoffnungen als fehlplatziert empfinde.

Grüsse!
 
Themenstarter
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16.03.10
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Hallo zusammen, hallo castor !


In meinem Fall wurde einer Entgiftung jedenfalls keine besondere Bedeutung beigemessen - Ursache und Lösungsweg waren tatsächlich die "obskuren Erreger" (v.a. diverse Herpes-Typen, Chlamydia Pn., Coxsackie). Natürlich ist die Option der Entgiftung einen Versuch wert. Aber sie sollte nicht den Anschein einer für jeden Betroffenen verbindlichen Lösung erwecken. Sorry, aber darauf lege ich gesteigerten Wert, weil ich dieses Schüren potentiell falscher Hoffnungen als fehlplatziert empfinde.

Ich stimme Dir absolut zu, dass darauf geachtet werden muss, keine falschen Hoffnungen zu wecken, im Sinne von allgemein gültigen Rezepten gegen CFIDS/ME. Eine Ent-täuschung unangemessen großer Hoffnung wäre nicht nur sehr schmerzhaft, sondern birgt aus meiner Sicht die Gefahr, irgendwann zu resignieren.
Resignation wäre das fatalste, was uns passieren kann, finde ich.
Zudem sind wir ja auch nicht in der Lage beurteilen zu können, welche ireperablen Schäden dieses verdammte CFS-Monster bei jedem einzelnen bereits angerichtet hat (Wo wir wieder beim Thema Dauer und Art der Diagnostik wären :mad: ).

Ich hatte irgendwo im Hinterkopf vergraben, dass Rich van Konynenburg mit seiner Methylierungs-Hypothese nicht nur die Entgiftung anstrebt, sondern auch diverse Viren und Bakterien im Enstehungs- und Erhaltungsmechanismus von ME berücksichtigt.. und habe eine entsprechende Stelle in seinen Ausführungen wieder gefunden..

Wenn ich da weiter drüber nachdenke, komme ich zu der Sichtweise, dass hier verschiedene Wege nach Rom (Rom wäre die Kontrolle von Erregern) führen können.
Also zum Einen wäre aus meinem Verständnis die Bekämpfung der Viren usw. ein Weg, um dem Körper wieder zur verbesserten eigenständigen Entgiftung zu verhelfen, indem der Organismus dann wieder befähigt wird eine große Reaktionskette zu aktivieren, an dessen Ende u.a. die Bereitstellung von Glutathion und somit u.a. Methionin.., ATP usw steht.

Eine umgekehrte Möglichkeit wäre, dem Körper zunächst zur Kettenreaktion im Stoffwechsel zu verhelfen, um dann wiederum die Fähigkeit zu erlangen, Viren etc. unter Kontrolle zu halten.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, einen Teil von Konynenburgs Ausführungen hierzu zu übersetzen. Absolut spannend finde ich, dass er exakt die Viren aufzählt, die castor in seinem individuellen Fall erwähnt hat:

How does the GD-MCB Hypothesis explain other aspects of chronic fatigue syndrome?
Viral and intracellular bacterial reactivation:*According to the GD-MCB Hypothesis, depletion of reduced glutathione is the trigger for the reactivation of latent viral and intracellular bacteria in CFS. The infections found initially in a case of CFS are usually due to those pathogens that are capable of residing in the body in the latent state, suggesting that these infections arise by reactivation (106). In general, intracellular glutathione depletion is associated with the activation of several types of viruses (1, 107-111) as well as Chlamydia (112), and it may account for reactivation of other latent intracellular bacteria as well. In herpes simplex type 1 viral infection, raising the glutathione concentration inhibits viral replication by blocking the formation of disulfide bonds in glycoprotein B (111). Since glycoprotein B appears to be present in all herpes virus types (113), it is likely that glutathione depletion is responsible for reactivation of Epstein-Barr virus, cytomegalovirus and HHV-6 in CFS.
The Coxsackie B3 virus genome is known to code for glutathione peroxidase, a selenium-containing enzyme (114). Taylor has suggested (115) that such viruses suppress the immune system of the host by depleting its selenium, thus inhibiting the host’s use of glutathione peroxidase. Since glutathione peroxidase makes use of
glutathione, depletion of reduced glutathione itself would therefore assist this virus in its mechanism of infection.
Populations more deficient in selenium would be expected to be more vulnerable to Coxsackie B3 infection. It is interesting to note that nearly all the studies of Coxsackie virus in CFS have come from the UK. The population there has become more deficient in selenium since the 1970s, when major sources of grain in the diet were changed to areas with selenium-deficient soils (116).

Quelle: Glutathione and Methylation in and chronic fatigue syndrome (ME/CFS)


Das ist meine (wenn auch etwas holperige) Übersetzung dazu:

Virale und intrazelluläre bakterielle Reaktivierung:

Entsprechend der GD-MCB -Hypothese / Glutathion Depletion – Methylation Cycle Block / Glutathion Erschöpfung – Blockade im Methylierungszyklus – Hypothese ist die Glutathion–Erschöpfung der Trigger zur Reaktivierung latenter viraler und intrazellulärer Bakterien bei CFS.

Die Infektionen, die ursprünglich im Fall von CFS gefunden wurden, entsprechen üblicherweise den Pathogenen /Krankheitserregern, die in der Lage sind, in einem latenten Stadium im Körper zu verweilen, so dass es nahe liegt, dass diese Infektionen bei einer Reaktivierung wieder aufflammen.

Im Allgemeinen steht die Erschöpfung intrazellulären Glutathions mit der Aktivierung verschiedener Virusarten wie auch Chlamydien im Zusammenhang – und es kann auch als Reaktivierung anderer intrazellulär latent vorhandener Bakterien betrachtet werden.

Bei Herpes Simplex Typ 1 Virus Infektionen unterdrückt/verringert eine Anhebung der Glutathionkonzentration die Virusreplikation / Virusvervielfätigung durch eine Blockade in der Entstehung von Disulfit-Verbindungen im Glycoprotein B.

Da Glycoprotein B offenbar bei allen Herpesvirustypen präsent ist, ist es wahrscheinlich, dass die Erschöpfung von Glutathion für die Aktivierung des Eppstein-Barr-Virus´ , den Cytomegalievirus und den HHV-6 Virus verantwortlich ist.

Das Coxsackie B3 Virus-Genom ist dafür bekannt, dass es die Glutathion-Peroxidase codiert.
(Anmerkung: „Die*Glutathionperoxidasen*katalysieren die*Glutathion-abhängige Reduktion von organischen*Peroxiden* … Besondere Bedeutung erlangen Glutathion-Peroxidasen als Bestandteil der zellulären Abwehr gegen die Folgen von*oxidativem Stress. Störungen in der Funktion solcher Selenoproteine gehen mit Mangelsyndromen wie der*Keshan-und*Kaschin-Beck-Krankheit*einher und mögen eine Rolle bei der Tumorentstehung, bei der*Atherosklerose*und - …. bei*neurodegenerativen Erkrankungen*spielen“ Quelle:
Glutathionperoxidase )

Glutathion-Peroxidase ist ein Enzym, das Selen enthält.
„Taylor“ hat angedeutet, dass solche Viren das Immunsystem des Wirts unterdrücken, indem sie das Selen verringern, was wiederum die Glutathion-Peroxidase des Wirts verhindert
(Anmerkung: Und somit u.a. den Abbau oxidativen Stresses, was wiederum als Entstehungsfaktor der Blockade im Methylierungszyklus beschrieben wird).

Da die Glutathion-Peroxidase Glutathion nutzt, wird durch die Hemmung / oder Blockade von reduziertem Glutathion demzufolge der Virus in seinem Infektionsmechanismus unterstützt.

Bei Bevölkerungsgruppen, die Mangel an Selen haben, geht man davon aus, dass die eine höhere Vulnerabilität / Anfälligkeit für Coxsackie B3- Infektionen vorliegt.
Es ist interessant zu beachten, dass nahezu alle Studien zu Coxsackie-Viren bei CFS aus England stammen.
Die dortige Bevölkerung hat seit den 1970ern einen vermehrten Selenmangel, seit Großteile der Getreidequellen aus Gegenden Selenarmer Ackerböden stammen.



Grüsse - tiga (immernoch Füsse hebend ;)
 
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17.03.09
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Hallo,
mit dem "verschiedene Wege führen nach Rom (Kontrolle der Erreger)" hast du bestimmt recht. Wobei ich, sofern ich weiß wie, doch immer am liebsten gleich von zwei Seiten Rom angreifen würde ;)

eine Frage..wieviel µg aktive Folsäure hast du / sollte man maximal nehmen? ..nach van Kronynenburg sollen das wenn ich richtig gezählt habe zusammen 600µg Methyltetrahydrofolat sein ("3 drops MethylMate B" (200 mcg per drop)) und 200µg Folinsäure ("1/4 capsule Folinic acid" (800µg per capsule)).

kann wenn man zuviel B12 oder Fols. nimmt, das andersherum den Methylzyklus wieder blockieren?

und wie entscheidend kann "aktive" Fols. und dieses "Cholin" sein, wenn man bereits jahrelang 400µg normale Fols. zs. mit 1000µg Methyl B12 substituiert hat?
 
Themenstarter
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16.03.10
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Hallo Jimmy88 !

Au ja, die Angriffslust kann ich verstehen :)
Bedenke nur, dass Dein Organismus auch den Eifer des Gefechts bewältigen können muss ;) .


..und wie entscheidend kann "aktive" Fols. Sein..wenn man bereits jahrelang 400µg normale Fols. zs. mit 1000µg Methyl B12 substituiert hat?

Hierzu mal ein Zitat:

Schlussfolgerungen für die Behandlung

Auf der Basis dieser Hypothese zur Pathogenese des CFS/ME
wäre das Hauptziel
einer Behandlung, die Normalisierung der Aktivität des Enzyms Methionin-Synthase
zu fördern.
Dieses Enzym benötigt zwei Reaktionspartner und ein Coenzym, um
wirken zu können.

Diese Reaktionspartner sind Homocystein und 5-Methyltetrahydrofolat,
und bei dem Coenzym handelt es sich um Methylcobalamin.
Es ist durchaus wahrscheinlich, dass genügend Homocystein vorhanden ist, aber
aus den vorhandenen Testergebnissen über die verschiedenen Formen, die im
Abschnitt oben beschrieben wurden, kann man schließen, dass es in vielen Fällen von CFS/ME sowohl einen Mangel an 5-Methyltetrahydrofolat als auch an Methylcobalamin gibt, möglicherweise zumindest partiell infolge genetischer
Polymorphismen der Gene, auf denen die Enzyme codiert sind, die normalerweise
die mit der Nahrung aufgenommenen Formen in die biochemisch aktivierten Formen Folat und B12 verwandeln.

Sowohl das 5-Methyltetrahydrofolat als auch das Methylcobalamin stehen als Nahrungsergänzungsmittel zur Verfügung.
Jedoch ist das Methylcobalamin die einzige Substanz in biochemischen Systemen, von der man weiß, dass sie fähig ist,
anorganisches Quecksilber zu methylieren, wodurch
dieses leichter die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann.

Da viele CFS/ME-Patienten offensichtlich eine hohe Belastung mit anorganischem Quecksilber in ihrem Körper haben – möglicherweise als Folge der Inhalation von Quecksilberdämpfen aus den
Amalgamfüllungen in ihren Zähnen – würde ich für die Behandlung des CFS/ME
eher Hydroxocobalamin anstelle von Methylcobalamin empfehlen.

Für die Umwandlung von Hydroxocobalamin in Methylcobalamin innerhalb der Zellen wird
S-Adenosylmethionin (SAMe) benötigt. Die Werte des SAMe können durch die
Einnahme von zusätzlichem Betain erhöht werden, um den Betain-Homocystein-Methyltransferase-Pfad (BHMT) zu stimulieren.

Quelle: https://www.cfs-aktuell.de/Maerz 09 1.pdf


Bezüglich der Folsäure ziehe hieraus den Schluss, dass es möglich ist, einen genetisch bedingten partiellen, also stellenweisen Mangel zu haben, obwohl theoretisch genug Folsäure zur Verfügung steht.
Ich gehe auch davon aus, dass wenn der Methylierungszyklus gestört ist, eben auch die Methylierung von Folsäure gestört sein kann.
Sie also nicht richtig verstoffwechselt und übertragen wird, so dass letztlich nicht die freie Form METHYLtetrahydrofolate entstehen kann.
Das ist jetzt meine persönliche Meinung.

An anderer Stelle habe ich Konynenburg zur einfachen Folsäure zitiert:

Folsäure kann letztlich sogar den Methylierungszyklus hemmen, wenn sie nicht vollständig in die aktive Form der Folsäure umgewandelt werden kann.
….Hierbei wäre dann die Einnahme der direkten Form 5-Methyltetrahydrofolate die beste Variante..“

https://www.symptome.ch/vbboard/cfids-cfs-me/66409-methylierungszyklus-zentrale-ursache-2.html (#16, ganz unten)

Ist natürlich schwer zu sagen, ob – vorausgesetzt die Umwandlung von einfacher Folsäure in freie Folsäure funktioniert – trotz jahrelanger Einnahme noch große Sprünge zu erwarten sind.
Vielleicht macht es Sinn, RichvanK hierzu mal direkt zu fragen.


...und dieses "Cholin"...

Cholin ist als eine Art Taxi zu betrachten, dass dafür sorgt, die NEMs an Ort und Stelle zu bringen.

PC steht für Phosphatidylcholin:
PC kann frei mit anderen Nutrienten kombiniert werden. Bei gleichzeitiger Verabreichung fördert es in vielen Fällen deren Resorption.
*

Zudem hat es Leber schützende Eigenschaften, was bei einer angekurbelten Entgiftung sicher Sinn macht.
Der am besten dokumentierte klinische Erfolg, der bislang mit PC erzielt werden konnte, ist eine signifikante Besserung von Leberzellschäden.
*

Und es ist ein Methylgruppenlieferant:
Ein Methylmangel infolge eingeschränkter Cholinaufnahme ist beim Menschen mit der Entstehung einer Fettleber und bei vielen Säugetierarten mit einem Anstieg des Krebsrisikos verbunden. PC ist ein ausgezeichneter Methylgruppen-Lieferant: Jedes PC-Molekül kann bis zu drei Methylgruppen abgeben.
Quelle:Phosphatidylcholin (PC)

Und es wird benötigt, um die Nervenbahnen schützende Myelinscheiden zu basteln.

Hier gibt es auch einen Thread dazu:
https://www.symptome.ch/vbboard/oxi...-aminomagnesiumchelat-praep-haltet-davon.html


kann wenn man zuviel B12 oder Fols. nimmt, das andersherum den Methylzyklus wieder blockieren?

Hm.. Also, wie oben erwähnt, kann der Methylierungszyklus definitiv weiter blockiert werden, wenn man einfache Folsäure einnimmt und diese nicht verstoffwechseln kann.

Aus dem Bauch heraus würde ich meinen, dass bei der Einnahme der richtigen Formen alles was nicht verarbeitet werden kann über den Urin ausgeschwemmt wird.
Soweit ich weiß, sind B-Vitamine wasserlöslich.
Ist aber nur eine Vermutung.


eine Frage..wieviel µg aktive Folsäure hast du / sollte man maximal nehmen? ..nach van Kronynenburg sollen das wenn ich richtig gezählt habe zusammen 600µg Methyltetrahydrofolat sein ("3 drops MethylMate B" (200 mcg per drop)) und 200µg Folinsäure ("1/4 capsule Folinic acid" (800µg per capsule)).


Hm, also ich und Zahlen :D
Meiner Rechnung nach sind es etwas mehr als 400mcg:

MethylMate B - 3 drops is a dosage of 210 mcg.
Folinic acid is 5-formyltetrahydrofolate. ¼ capsule is a dosage of 200 mcg.
*
https://www.symptome.ch/vbboard/cfids-cfs-me/66409-methylierungszyklus-zentrale-ursache-2.html #19


Ich persönlich bin mit ca. 100mcg gestartet und habe nach ca. 3 Monaten auf ca. 130mcg erhöht, was dann einen großen Unterschied machte.

Ich nehme es allerdings nicht separat, sondern innerhalb eines B-Komplexes:
pure encapsulations - B-Complex-Plus - Nahrungergänzung, Vitamin B, Nervensystem, B-Komplex, B-Vitamine

Habe die Kapseln geöffnet und eben erst 1/4, später 1/3 genommen.
Demnächst will ich auf 1/2 steigern.

Ich glaube, jetzt sind alle Klarheiten beseitigt :p)

Grüsse - tiga
 

whitney99

Weiß jemand, ob Lecitin Granulatkörner aus Soja (natürlich ohne Gen-Technik) auch als Cholin-Quelle geeignet wären?
Wird daraus auch das benötigte Cholin gebildet?
 
regulat-pro-immune
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Hallo Whitney !

Ja, in Lecithingranulat ist definitiv auch Phosphatidylcholin enthalten.
Habe hier 2 Dosen vor mir stehen.
Bei der einen steht: 2g in 3 Teelöffeln
Bei der anderen: 1,6g in 1 Teelöffel

Habe das Ewigkeiten vor jedem Essen genommen, weil es die Darmschleimhaut super schützt.
Jetzt bin ich testweise einfach mal auf Phosphatidylcholin Kapseln umgestiegen.
1 Kapsel soll 420mg reines Phosphatidylcholin enthalten. Also weniger.
Merkwürdiger weise kommt es mir vor, als würde es mehr bringen,.. aber das kann auch totale Einbildung sein...vielleicht sehe ich Gespenster ;) und es hängt mit meinem besseren Gesamtzustand zusammen :idee:

Lieben Gruß - tiga
 

whitney99

Hallo tiga,

danke. Dann liege ich damit sogar richtig!
Ich hatte mir das Granulat vor längerer Zeit mal bestellt, damals speziell
gegen Brainfog.
Ich habe es aber nur eine Zeit lang genommen.
Jetzt bin ich durch den Thread wieder daran erinnert worden.

Das Lecithin müßte dann doch auch in beides, also Phosphatidylcholin und Phosphatidylserin umgewandelt werden. Irgendwo habe ich gelesen, dass beides wichtig ist.
Deshalb würde ich das Lecithin-Granulat bevorzugen.

Liebe Grüße
Whitney
 
Themenstarter
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Hallo Whitney!

Das Lecithin müßte dann doch auch in beides, also Phosphatidylcholin und Phosphatidylserin umgewandelt werden. Irgendwo habe ich gelesen, dass beides wichtig ist.
Deshalb würde ich das Lecithin-Granulat bevorzugen.

Hm. Ich kann nur für die Packungen sprechen, die ich bei mir habe.. da steht von PhosphatidylSERIN nichts drauf.

Ich wäre bei CFIDS/ME auch sehr vorsichtig damit, da PhosphatidylSERIN den Cortisolspiegel drosseln kann.

Bei ME liegt auch häufig eine Nebennierenschwäche vor. Da ist dann genau ein zu geringer Cortisolspiegel das Problem.

Ein Hinweis darauf kann z.B. sein, dass man sich Abends vergleichsweise besser..klarer..wacher fühlt....schnell unterzuckert und dadurch Heißhungerattacken bekommt...trotz starker Erschöpfung innerlich unruhig ist..

Hier gibt es gerade den lebenden Beweis für eine Cortisolreduktion durch Phosphatidylserin:
https://www.symptome.ch/vbboard/ads-adhs-autismus/98585-erhebliche-besserung-phosphatidylserin.html

Lieben Gruß - tiga
 
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dedizione

Hallo ihr,

ich häng hier halb mit drin, und habe bisher nur mitgelesen, auch wenn ich nicht alles verstehe, weil mich die Zusammenhänge mit Folsäure interessieren. Ich habe zuviel Folsäure. Ist das, was normalerweise gemessen wird, nun aktive oder "die andere" Folsäure? Ich habe im forum nichts über zu hohe Folsäure gefunden, deshalb meine Frage, bitte diese auch "nur am Rande" zu betrachen. -

Wenn das nun "die andere" Folsäure wäre, könnte dann ein zuviel davon (ich hab wirklich extrem über der Norm viel Folsäure, k. Ahnung, wo das herkommt, ich kaum Gemüse und Salat) auch den Methylirungszyklus hemmen, so wie du es, tiga, hier:
www.symptome.ch/vbboard/cfids...ursache-2.html (#16, ganz unten)
verlinkt hast?

Was mag es für Gründe geben, dass bei mir evt. die Folsäure nicht umgewandelt wird in aktive Folsäure? Müsste ich beide "Arten" der Folsäure nochmal testen lassen?

Cholin habe ich hier, als Kapseln, Cholinhydrogentartrat, wäre das o.k.? Lecitin aus Soja vertrage ich nicht wg. Histaminintoleranz.

v.Grüße dedizione
 

whitney99

Ich wäre bei CFIDS/ME auch sehr vorsichtig damit, da PhosphatidylSERIN den Cortisolspiegel drosseln kann.

Bei ME liegt auch häufig eine Nebennierenschwäche vor. Da ist dann genau ein zu geringer Cortisolspiegel das Problem.

Hallo tiga,

danke für diesen Hinweis!

Eine Nebennierenschwäche habe ich auch.
Da ist dann die Einnahme von PhoshatidylSERIN dann bei mir
wohl nicht indiziert.

Aber da es nicht im Lecithin-Granulat enthalten ist (bei meinem Granulat steht auch nichts von PhosphatidylSERIN), kann ich das Granulat dann
doch nehmen, als Quelle für PhosphatidylCHOLIN.

Liebe Grüße
Whitney
 
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regulat-pro-immune
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Hallo,
erstmal danke tiga mal noch für deine ausführliche Antwort vor Tagen!

Hatte jetzt zu Beginn der Woche einfach mal zu den 400µg normaler Fols. aus meinem Multipräparat, das ich immer nehm, noch 500µg aktive Fols. zwei tage lang genommen und darauf 2 tage nochmal die hälfte der Tablette also 250µg, ..mit dem Gedanken da wird ja sowieso nix passiern.

Naja jetzt bin ich allerdings seit Tagen dermaßen erschöpft wie fast noch nie zuvor.

..sind das jetzt womöglich die positiv zu betrachtenden negativen Begleiterscheinungen wenn der Methylierungszyklus wieder in Gang kommt??

falls ja kann mein Organismus anscheinend normale Fols. nicht in aktive Umwandeln und ich reagiere deshalb so stark auf die aktive Fols. Substitution...

Naja..hab auf jedenfall mit der akt. Fols. jetzt erstmal aufgehört, da ich nächste Woche eigentlich nochwas vorhatte :rolleyes:
und hoffe mein Körper regeneriert sich jetzt mal ganz schnell wieder auf den Stand von vor einer Woche :eek:)
 
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Themenstarter
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Hallo Jimmy, hallo zusammen!

Nur ganz kurz, da ich mich völlig ins Aus geschossen hab.. Stichwort "Übermut tut selten gut"..

Jimmy, habe nochmal gelesen:
Auf keinen Fall sollte man die Follsäure höher dosieren, da dann zu krasse Entgiftungserscheinungen folgen können, die evtl. trotz absetzen länger anhalten können!!!!
SORRY, dass ich ich es nicht früher geschafft habe!
Erhol Dich gut!!
Immer schön LANGSAM! Besser jeden 2. Tag einschleichen u langsam steigern, als gleich die Keule!

Dedizone: Kann Deine Fragen nicht mit Sicherheit beantworten. Melde mich, wenn ich kann u was gefunden habe.

Allen alles Gute
Grüsse von der platten tiga
 
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