Immunität nach Covid19-Infektion - Dauer, Mechanismen,...

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--- Anm. Kate ---

Aus einem anderen Thread (hier:
Schutz vor Impf-Nebenwirkungen, Beitrag #203) herauskopiert und etwas gekürzt, da ich meine, dass das Thema einen eigenen Thread wert ist.

--- Ende Anm. Kate ---



Eigentlich hatte ich mir schon gewünscht und geglaubt, dass ich den Mist unbemerkt hatte, da ich zwar anfänglich etwas Abstand von meinem Partner hielt (der geimpft ist), aber danach nicht mehr und er ja viel Kontakt mit Coronakranken hat.

Oder können Autoimmune auch bei normalen Kontakt mit dem Virus keine Antikörper bilden? (Bei der Impfung soll das ja der Fall bei jedem 10. sein)
Hallo Laurianna, hatte hier schon mindestens einmal die Untersuchungsergebnisse von mehreren Antikörperstudien aus verschiedenen Ländern gepostet und die sehen ganz anders aus als die meisten Studien, die bei uns im deutschsprachigen Raum zirkulieren.

Eine an der Innsbrucker Universitätsklinik durchgeführte Studie kommt zum Schluss, dass Corona-Genesene eine stabile Langzeitimmunität aufweisen. Die Ergebnisse decken sich mit internationalen Erkenntnissen. Es bestehe ferner kein Grund zur Sorge vor einer abermaligen Infektion, Mutationen oder einer Übertragung durch Immune, erklärte Studienleiter Florian Deisenhammer im APA-Interview.
https://www.i-med.ac.at/mypoint/news/749681.html
Blutproben von genesenen Patienten deuten auf eine starke, lang anhaltende Immunantwort hin, berichten die Forscher.
https://www.nytimes.com/2020/11/17/health/coronavirus-immunity.html
"Erweiterte Analysen haben es uns nun ermöglicht, die T-Zell-Reaktion während und nach einer COVID-19-Infektion detailliert abzubilden. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass etwa doppelt so viele Menschen eine T-Zell-Immunität entwickelt haben als diejenigen, bei denen wir Antikörper entdecken können."
"Robuste T-Zell-Immunität bei rekonvaleszenten Personen mit asymptomatischem oder mildem COVID-19"
https://news.ki.se/immunity-to-covid-19-is-probably-higher-than-tests-have-shown
Virusspezifische B-Zellen nahmen im Laufe der Zeit zu. Die Menschen hatten sechs Monate nach Symptombeginn mehr Gedächtnis-B-Zellen als einen Monat nach der Infektion. Obwohl die Anzahl dieser Zellen nach einigen Monaten ein Plateau zu erreichen schien, ging der Wert im untersuchten Zeitraum nicht zurück. https://www.nih.gov/news-events/nih-research-matters/lasting-immunity-found-after-recovery-covid-19
Bin sehr zuversichtlich, dass es seither auch weitere Studien gibt, die eine langanhaltende Immunität bestätigen.

Wenn das RKI nur bei 50% der positiv Getesteten Antikörper findet, scheint es mir wahrscheinlicher zu sein, dass diese 50% falsch-positiv Getestete sind. :cool:
 
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Kate

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Auf der Recherche, ob wir schon Threads zu "Immunität" haben, fand ich diesen langen Beitrag von Clematis:

Ich denke, dass da grundsätzlich interessante Aspekte dabei sind.

Gruß
Kate
 

Kate

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Aus einem anderen Thread:
Hier noch etwas zum Stand der Studien zur Immunität nach Erkrankung - das Thema, das ich mit u.a. @Kayen weiter oben hatte:
Bei 90 Prozent Immunschutz auch noch nach acht Monaten

Damals hatten rund 51 Prozent von ihnen Antikörper gegen das Virus im Blut gehabt, im November waren es immer noch rund 45 Prozent. Bei gut 90 Prozent der zuvor Infizierten war also auch acht Monate später noch von einem Immunschutz auszugehen. Die Konzentration der Antikörper sei zwar innerhalb dieses Zeitraums etwas gesunken. Die Antikörper seien aber immer noch gut dazu in der Lage gewesen, das Virus im Labor zu neutralisieren, sagte Dorothee van Laer, Leiterin des Instituts für Virologie an der Medizinischen Universität Innsbruck auf der Pressekonferenz.

Wichtig für einen Immunschutz gegen das Coronavirus ist nicht nur die Bildung von Antikörpern, sondern auch die Bildung sogenannter T-Zellen. Einige von ihnen können mit dem Virus infizierte Körperzellen erkennen und zerstören. Man spricht hierbei auch von der zellulären Immunität, [...]. Die Innsbrucker Forscher hatten 93 der Probanden auch auf eine solche zelluläre Immunität untersucht. Dabei stellten sie fest, dass selbst bei solchen Versuchsteilnehmern T-Zellen gebildet wurden, bei denen keine oder kaum noch Antikörper nachweisbar waren. Das könne bedeuten, dass diese trotzdem immun seien, so van Laer.

8 Monate, das wäre mehr als üblicherweise für Impfungen (mit 6 Monaten) angenommen.

Was ich nach wie vor nicht verstehe und als fahrlässig empfinde: Warum wird vor einer eventuellen Impfung nicht regelmäßig auf Antikörper und spezifische T-Zellen untersucht? Es könnten überflüssige Impfungen eingespart und Risiken und Nebenwirkungen verhindert werden.

Gruß
Kate
 

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