HIT: Antidepressiva und Histaminintoleranz

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20.01.11
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Antidepressiva und Histaminintoleranz

Hallo,
hiermit verwerfe ich eine meiner Hypothesen, nämlich dass Depressionen HIT auslösen.
Und bestätige hiermit die Hypothese:

HIT LÖST DEPRESSION AUS!!

Begründung:
Nachdem ich mein Leben lang (siehe:https://www.symptome.ch/vbboard/histamin-intoleranz/84472-histaminintoleranz-chronischen-verlaufsform.html
und nun so ziemlich alle Antidepressiva an mir - nach ärztlciher Verschreibung - durchlebt und überlebt habe kann ich es als bestätigt ansehen, dass jegliches Antidepressivum HIT auslöst - nachzulesen in den Beipackzetteln
unter "Nebenwirkungen" - die treffen dann, ohne das ich sie VORHER lese (das habe ich mir abgewöhnt um nicht eine sich selbst erfüllende Prophezeiung zu erleben)
IMMER und fast zu 100%, zu. Das heisst, ich habe zu letzt "Wellbutrin" genommen, nach Verschreibung des Arztes und zwar bis:
Kopfschmerzen
Gliederschmerzen
Muskelschmerzen
Herzrasen
Atemnot
Unruhe
Schlaflosigkeit
Störung der Körpertemperaturregelung
Beeinträchtigung meiner Selbstwahrnehmung
und schliesslich und da war dann Schluss:
Harnverhaltung und Nierenschmerzen
(denn damit bin ich beim vorletzten AD Versuch als Notfall im
Krankenhaus gelandet, was aber schlussendlich zur Diagnose HIT - auch
für die Schulmedizin - führte)

Ich stelle ausdrücklich fest dass diese Aussagen nur für mich Geltung haben,
ich möchte niemandem die Verantwortung abnehmen.

LG
F
 
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wundermittel
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21.08.10
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Antidepressiva und Histaminintoleranz

Ein freundliches Hallo in die Runde, ich finde das Thema sehr interessant und würde euch gerne eine Frage stellen.

Aus aktuellen Anlass stehe ich auch vor der Entscheidung ein AD (Paroxetin CT 20) zu nehmen. Ob ich einen hohen Histaminspiegel wird demnächst über den Methylhistamin geklärt. Bei mir führt der Verzehr von Eiweiss zu eine Depression. Einige Hit Symptome habe/hatte ich auch. Mit der Auslassdiät komme ich zu einen gewissen Punkt, wo es mir besser geht aber noch nicht richtig gut.

Nun hab ich jetzt hier im Forum unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen gelesen. Die einen sagen, dass AD´s zu einer Reduktion der Symptome geholfen hatt, während ihr auf die Gefahren hinweisst.

Ich weiss gerade wirklich nicht was ich noch tun sollte um eine Verbesserung meiner Situation zu erreichen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Paroxetin mir in meiner Lage helfen würde.


lg. stoibi
 
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20.01.11
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hallo stoibi,

Ich weiss gerade wirklich nicht was ich noch tun sollte um eine Verbesserung meiner Situation zu erreichen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Paroxetin mir in meiner Lage helfen würde.

du wirst weiterhin mit verschiedenen meinungen konfrontiert werden.
ich glaub dass jeder von uns verschieden ist.

meiner meinung nach hast du zwei plausible möglichkeiten:
1. du folgst deinem bauchgefühl und probierst die substanz aus
oder
2. du lässt die auf eine HIT diät ein

wahrscheinlich gäbe es noch viele möglichkeiten, aber da du du bist
und dir letztlich allein die verantwortung bleibt....

lg
f
 
regulat-pro-immune
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21.08.10
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Danke dir federl für deine rasche Antwort.

Eine Hitdiät mach ich schon seit einer Weile und wie gesagt, es ist besser geworden aber noch nicht wirklich zufriedenstellend.
 
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20.01.11
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Eine Hitdiät mach ich schon seit einer Weile und wie gesagt, es ist besser geworden aber noch nicht wirklich zufriedenstellend.


hmm...ich hoffe dass du bald tipps hier bekommst im forum, es gibt da viel wissen, hast du schon bei den anderen themen nachgeblättert??

gruss
federl
 
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12.03.10
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Antidepressiva und Histaminintoleranz

Hallo stoibi,

Eine Hitdiät mach ich schon seit einer Weile und wie gesagt, es ist besser geworden aber noch nicht wirklich zufriedenstellend.

Wie lange genau machst du denn schon die Diät?
Vielleicht sind ja noch ein paar Trigger mit durchgerutscht... :mad:

Aus meiner Erfahrung:
Eine Diät ist immer verträglicher, als Medikamente. ;)
Und wenn du sagst, du willst Paroxetin gegen die Folgen einer HIT nehmen, dann hieße das ja sehr langfristig, oder?

Auf jeden Fall würde ich erst das Methylhistamin checken und ggf. auch noch einen Pricktest machen, bevor ich was einnehme...

Außerdem:
Depressionen sind ja eher ein Hinweis darauf, dass es an HNMT mangelt - ggf. wird die HNMT aber auch eingeschränkt produziert, wenns zuviel Histaminabbauprodukte gibt... Kann also ggf. etwas länger dauern, bis die Depression zufriedenstellend verschwindet.
Dekompensation/Entgleisung des Histaminstoffwechsels

Weitere Ursachen einer HIT können ebenfalls depressive Folgen haben - beispielsweise ein Mangel an Vitamin D. Wie sieht es denn damit aus?

Grüße,
rosmarin
 
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09.09.08
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Antidepressiva und Histaminintoleranz

Wuhu,
hab den Thread überflogen, bin nicht sicher, was ich noch dazu beitragen könnt... "schwere" AD hab ich nämlich nie so lange genommen; Vor rund 15 Jahren hab ich an die 5 verschiedene ADs (fragt mich bitte nicht mehr nach den Namen) alle 14-21 Tage "ausprobiert", allerdings wurden meine Symptome (extreme Müdigkeit und Erschöpfung [CFids], Gehirn-Nebel, Kognitions-Störung, Migräne mit allem Drum und Dran, Depressive Verstimmungen, ...) nur verstärkt.

Ein "leichtes" AD (Seropram bzw Fluctine) vertrug ich, aber die hatten auch nicht so extreme Auswirkungen, allerdings brachten Sie mir sonst auch keine Vorteile (damals war ich noch zu ärtzehörig); Als aber vor etwa 10 Jahren täglich Schmerzmittel (Rücken, teilweise Kopf (Migräne) -> Dexibuprofen & Mefenaminsäure & Ergotamin & Dihydroergotamin & Propyphenazon) dazukamen, ging es mir dann sehr schlecht (der von mir bereits in einem andren Thread erwähnte Klinikleiter in einer Stoffwechsel-Ambulanz meinte auch [kurz vor letzte Weihnachten], dass Medikamente Histamin fördern, hier bei mir eben auch diese Schmerzmittel) - deshalb hab ich vor rund 3 Jahren dann ADs & Schmerzmittel auf einmal abgesetzt; Ich hatte einige Wochen-Monate "Entzugserscheinungen", was ja nicht verwunderlich ist.

Bald darauf kam ich in dieses Forum und entdeckte vor etwa 2 1/2 Jahren die Rizinus-Öl-Kur, damit konnte ich meine Symptome quasi halbieren! Spezielle Gelenks-Nährstoffe für den Rücken und auch mit Vitamin C begann ich vor fast 2 Jahren, spürte eindeutig, dass es mir weiterhalf (bei der Entgiftung, vor allem auch bei den Zähnen). Seit nicht ganz einem Jahr kamen nun auch noch Fettsäuren (Omegas) sowie Vitamin D dazu (war nicht nur im Keller, lag am Kellerboden), seit dem kann ich berichten, dass ich keine Migräne mehr habe!
:freu:
Vor kurzem wurde auch - endlich - eine Schilddrüsen-Unterfunktion entdeckt, bekomme nun auch hier Hormone (nachdem ich seit 15 Jahren Östrogen und seit ca 7 Jahren Progesteron nach einer OP nehmen muss); Dazu kommt natürlich nicht allzu ungesunde Ernährung und noch einige weitere Vital(nähr)stoffe zwischendurch; Durch meine seeeeeeehr angespannte finanzielle Lage ists oft nur mit Unterbrechungen der "billigsten" (= teuren, da nicht optimalen) dieser Stoffe möglich, allerdings gibts auch einige "Naturmittel" - fühle immer mehr, dass ich auf dem richtigen Weg bin!
:kraft:

Hier kann man auch noch nachlesen: https://www.symptome.ch/vbboard/erfolgsberichte/47994-mehr-nur-ursache-berg-and-talfahrten.html

:wave:
 
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20.01.11
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Antidepressiva und Histaminintoleranz

Hallo,
nun, komm grad vom Nervenarzt, hab mir angewöhnt Themen abzuschliessen.
Immerhin konnte er von sich aus zustimmen, dass wir jetzt ALLE Substanzklassen durchhaben und der Schluss zu ziehen ist dass KEIN AD
in meinem Fall verschreibbar ist.

Auch er hofft, dass mit diätetischen Massnahmen und NEM's sowie kognitiver
Strategien, Bewegung etc vorzugehen ist. (HIT in der überwiegend HNMT Variante)

Damit möchte ich von meiner Seite aus den Thread schliessen, falls jemand Fragen hat AD's und meinen Erfahrungen, dann werde ich natürlich antworten.
LG
F
 
regulat-pro-immune
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12.03.10
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@federl

dank für deinen Bericht.
Da hast du ja mit den Medikamenten wirklich einen langen Leidensweg hinter dir. :mad:

Ich hoffe, dass du die Folgen bald überwinden kannst.
Vielleicht kannst du ja dann auch mal berichten, was sich für dich als hilfreich erwiesen hat?

@alibiorangerl

alibiorangerl schrieb:
...hab ich an die 5 verschiedene ADs (fragt mich bitte nicht mehr nach den Namen) alle 14-21 Tage "ausprobiert", allerdings wurden meine Symptome (extreme Müdigkeit und Erschöpfung [CFids], Gehirn-Nebel, Kognitions-Störung, Migräne mit allem Drum und Dran, Depressive Verstimmungen, ...) nur verstärkt.

Ich finds ja erstaunlich, dass du immer weiter probiert hast. :confused:
Was haben die Ärzte damals dazu gesagt? Haben sie es auf das jeweilige Mittel geschoben?

rosmarin
 
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09.09.08
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Wuhu,
... Ich finds ja erstaunlich, dass du immer weiter probiert hast. :confused:
Was haben die Ärzte damals dazu gesagt? Haben sie es auf das jeweilige Mittel geschoben?
da war ich bei einem Neur/Psych/ologen, der mir - nachdem ein leichtes Mittel (Seropram vom Hausarzt) seit Monaten eingenommen nicht gegen meine Symptome (bleierne Müdigkeit & Erschöpfung, ...) half - diese Reihe an verschiedenen ADs einredete...

Ich wollte wieder gesund werden und vertraute (damals) darauf; Als nach all den vergeblichen Versuchen keines half - sondern gegenteiliges verursachte - meinte er, dass ich diese "schweren" ADs wohl nicht bräuchte, sollte aber das "leichte" weiterhin nehmen (unter dem altbekannten Motto "hilfts nichts, schads nichts")...

Diese Symptome traten auf, nachdem ich ca 3 Jahre vorher eine "Komplett-Unterleibs-OP" hatte und HRT machen musste; Zu dieser Zeit hatte ich auch mein "CFidS/ME"-Schlüsselerlebnis - rund 4 Wochen wie schwerste Grippe (im Sommer, aber ohne "Erkältungs-Symptome", also es war sicher keine "normale" Grippe); Aber wer weiß, womöglich war das auch nur der "Startschuß" für meine Schilddrüsen-"Karriere"...
 
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12.03.10
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Ich wollte wieder gesund werden und vertraute (damals) darauf; Als nach all den vergeblichen Versuchen keines half - sondern gegenteiliges verursachte - meinte er, dass ich diese "schweren" ADs wohl nicht bräuchte, sollte aber das "leichte" weiterhin nehmen (unter dem altbekannten Motto "hilfts nichts, schads nichts")...

Ich bin immer wieder erschüttert, wie leichtfüßig Medikamente verordnet werden... :confused:

Diese Symptome traten auf, nachdem ich ca 3 Jahre vorher eine "Komplett-Unterleibs-OP" hatte und HRT machen musste; Zu dieser Zeit hatte ich auch mein "CFidS/ME"-Schlüsselerlebnis - rund 4 Wochen wie schwerste Grippe (im Sommer, aber ohne "Erkältungs-Symptome", also es war sicher keine "normale" Grippe); Aber wer weiß, womöglich war das auch nur der "Startschuß" für meine Schilddrüsen-"Karriere"...

Hat dir eigentlich schon mal jemand gesagt, dass u.a. nach einer so schweren OP ein Phosphatmangel nahezu zwangsläufig ist (verstärkt durch einen ggf. schon bestehenden Vitamin-D-Mangel) und dass ein Phosphatmangel zum einen auch sehr viele neurologische Symptome wie Depressionen, Müdigkeit etc. mit sich bringt (teils durch Histamin vermittelt, aber auch direkt dadurch, dass das Nervengewebe extrem vom Energie-/Phosphatstoffwechsel abhängig ist) und zum anderen bei Nichtbehebung des Mangelzustands irgendwann die Schilddrüse auf Sparflamme schaltet, um den Stoffwechselumsatz zwecks Schadensminderung auf Sparflamme zu schalten? Und natürlich auch Histaminprobleme verschiedenster Art (Pseudoallergien, Pseudoentzündungen)...

Gibt man dann SD-Hormone (ohne das Ungleichgewicht zu beheben), kann das übrigens auf längere Sicht zur weiteren Auszehrung/weiteren Problemen führen... Betrifft auch die Nebennieren...
(Ist quasi eine Art Doping-Effekt. :mad:)

lieben Gruß,
rosmarin
 
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20.01.11
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Hallo Rosmarin,
Da hast du ja mit den Medikamenten wirklich einen langen Leidensweg hinter dir.
Ich hoffe, dass du die Folgen bald überwinden kannst.
Vielleicht kannst du ja dann auch mal berichten, was sich für dich als hilfreich erwiesen hat?

Derzeit hilft mir Ketotifen (Zaditen 2mg abends), Famotidin (Ulcusan 40mg morgens) und Prothipendyl (Dominal 40mg zur Nacht).

Dazu VitC und D, Ca Komplex mit Cu und Zink, Mg.
Das bei Schmerzen hilfreiche Dexketoprofen (Mastzellenstabilisator - Enantyum 25mg) versuche ich im Moment durch Teufelkralle zu ersetzen.

Weder DAOsin noch DNCG oral pädia kann ich für mich als hilfreich bewerten,
ich lebe seit Wochen mit striktester Diät (Mastozytoseverdacht) und achte auf Phosphatzufuhr durch reichlich Milch und mässig frisches Biorindfleisch.
Mein überschüssiges Histamin kommt nicht aus der Nahrung sondern aus meinem Organismus.

Das Ziel völlig medikamentenfrei zu leben habe ich vor mir, beim absetzen
aller Medikamente und die Wiederkehr aller Symptome (Bronchialsystem, Magen-Darmsystem, Muskeln und vor allem Nerven und der damit verbundenen völligen Schlaflosigkeit) liessen mich zu den 3 oben genannten
zurückkehren. Im Moment ist es für mich überlebenswichtig dass ich "Nachtruhe" erreichen kann - dazu reicht eine halbe Dominal wenn ich die
beiden Histaminblocker mit einsetze.

Viel lauwarmes Quellwasser und reichlich Bewegung dazu.

Erstes Ziel ist es nun meine Enttäuschung und Traumatisierung durch jeweils im guten Glauben an meine "Heiler" durchgezogenen Behandlungsversuche zu überwinden, mich der nunmehrigen Diagnose zu stellen und: einen Weg zu finden wieder am Leben teilzunehmen. Mein Leben hat sich in einer Suchtspirale rund um meine Symptome ins bodenlose nach unten "zurückgezogen" weil ich all das nicht mehr kommunizieren konnte. Dabei
hörte ich immer wieder "du siehst aber gut aus!"

Hier im Forum und durch deine Anregungen im speziellen sehe ich für mich wieder Hoffung und ein Licht am Ende des Tunnels, ich möchte endlich wieder Lebensfreude und "Alltagsbewältigung" erreichen.
LG
F
 
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09.09.08
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Wuhu,
Ich bin immer wieder erschüttert, wie leichtfüßig Medikamente verordnet werden... :confused:
na geh, das ist aber wirklich nichts Neues mehr... Ich bin pflichtversichert und muss nehmen, was das System hierfür bereit stellt, habe also keine echte Ärzte-Wahl - Stichwort 2-Klassen-Medizin; Allerdings kam mir auch schon oft zu Ohren/Augen, dass Privat-(versicherte)-Patienten oft zu viele Untersuchungen bekämen, also auch welche, die nicht unbedingt nötig wären (was die Versicherung eben alles bezahlt, das "KrankeHaus" braucht ja Gewinn); Ein zu viel an Untersuchungen (Gießkanne) respektive "ordentliche" wäre mir (in meinem persönlichem Falle) aber immer noch lieber, denn so würde wohl doch schneller womöglich spezielles gefunden... Unser (Medizin-) System hält für die Mehrheit eben keine dieser "ordentlichen" (spezial-) Untersuchungen bereit - dazu müsste ja auch ein ("Front-Office-") Mediziner entsprechendes Wissen und/oder Handlungserlaubnis haben...

Hat dir eigentlich schon mal jemand gesagt, dass u.a. nach einer so schweren OP ein Phosphatmangel nahezu zwangsläufig ist (verstärkt durch einen ggf. schon bestehenden Vitamin-D-Mangel) und dass ein Phosphatmangel zum einen auch sehr viele neurologische Symptome wie Depressionen, Müdigkeit etc. mit sich bringt (teils durch Histamin vermittelt, aber auch direkt dadurch, dass das Nervengewebe extrem vom Energie-/Phosphatstoffwechsel abhängig ist) und zum anderen bei Nichtbehebung des Mangelzustands irgendwann die Schilddrüse auf Sparflamme schaltet, um den Stoffwechselumsatz zwecks Schadensminderung auf Sparflamme zu schalten? Und natürlich auch Histaminprobleme verschiedenster Art (Pseudoallergien, Pseudoentzündungen)...

Gibt man dann SD-Hormone (ohne das Ungleichgewicht zu beheben), kann das übrigens auf längere Sicht zur weiteren Auszehrung/weiteren Problemen führen... Betrifft auch die Nebennieren...
(Ist quasi eine Art Doping-Effekt.)
Wer hätte mir denn bitte DAS sagen sollen?! Zu schnell verschreibende (Medizin-System-) Dogmaten - womöglich noch mit "Fach-Tunnel-Blick" - doch sicher nicht... Keine Ahnung, wie mein Phosphat-Spiegel damals aussah (wurde auch kein ordentliches Blutbild gemacht), doch aktuell finde ich keinen Anlaß zur Sorge (ohne NEMs!):
Natrium: ... 135-150 ... mmol/l ... 142
Kalium: ... 3.6-5-5 ... mmol/l ... 4.1
Chlorid: ... 95-110 ... mmol/l ... 103
Calcium: ... 2.10-2.65 ... mmol/l ... 2.47
Magnesium: ... 0.77-1.03 ... mmol/l ... 0.86
Phospat: ... 0.84-1.45 ... mmol/l ... 1.17
:idee:
Zu der Zeit der OP war ich (rund 4 Jahre vorher und 4 nachher) "normalgewichtig(er)" und hatte im Sommer reichlich "Tank-Tage", je "abnormalgewichtiger" desto weniger natürliches Vitamin D durch die Sonne (als Kind reichlichst Sommersonnenbäder, in Teenagerzeit keine, ab ca 19 bis ca 27 schon, seit dem wieder keine...)...

de.wikipedia.org/wiki/Hypophosphatämie schrieb:
Eine Hypophosphatämie ist ein Absinken des Phosphatspiegels im Blut unter 0,8 mmol/l. Hauptursachen sind Alkoholismus, künstliche Ernährung ohne Phosphatzusatz und Einnahme von Mitteln zur Neutralisierung der Magensäure (Antazida). Folgen der Hypophosphatämie sind Störungen des Mineralstoffwechsels und der Versorgung der Zellen mit Energie und Sauerstoff. Die Behandlung erfolgt durch Gabe von Vitamin D und Phosphat.
Diese Antazida wollte mir das System immer verpassen, doch nahm ich diese nie...
 
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regulat-pro-immune
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Antidepressiva und Histaminintoleranz

@ alibiorangerl

Meine Antwort steht noch aus - das mit dem Phosphat ist komplexer. Da auch Phosphat nur zu einem Bruchteil im Serum vorliegt und zumeist intrazellulär zu finden ist, ist auch hier (wie bei Eisen, Zink, Magnesium etc.) der Serumspiegel nicht immer wirklich aussagekräftig. Das intrazelluläre Phosphat - messbar als ATP - kann trotzdem zu niedrig sein, auch wenn der Serumspiegel noch im Normbereich ist.

Ich suche noch nach den Links, die ich dazu hatte.

@ zusammen

Ich bin mir nicht sicher, ob wir das hier schon hatten - was Amitryptilin betrifft, so steht es übrigens auch auf einer Liste mit DAO-Hemmern, die Dr. Karl Florian Wintgens von der Immundiagnostik AG freundlicherweise dem Forum von einiger Zeit hat zukommen lassen.

https://www.symptome.ch/vbboard/his...hiedenen-arten-dao-bestimmung.html#post596817

Das heißt, es erhöht nicht nur die Histaminmenge, sondern vermindert auch den Abbauweg über die DAO.

Vor dem Hintergrund, dass Amitryptilin ein durchaus häufig verordnetes Medikament darstellt, ist das vielleicht noch ein wichtiger Hinweis für Leute mit Histaminintoleranz.

rosmarin
 
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Antidepressiva und Histaminintoleranz

Ich verlink hier mal noch einen nachdenkenswerten Beitrag von Echorausch aus einem anderen Thread:
https://www.symptome.ch/vbboard/his...2-medikament-aponal-histaminintoleranz-7.html

Hallo Leute ! Zuerst möchte ich sagen das ich es verstehe das Leute die solche Probleme mit der HI haben alles mögliche Suchen um es zu erleichtern ! Nur möchte ich euch auch warnen vor den Nebenwirkungen bzw Toleranz und Entzugswirkungen von Antidepresiva und Benzodiazepinen ! Ihr könnt euch mal bei ADFD: Antidepressiva Forum Deutschland ein Bild drüber machen was Leute mit Antidepressiva erlebt haben nachdem sie es eine Zeit lang genommen haben und dann absetzen wollten !

Jeder muss selber wissen was er tut .. aber da ich selbst Diazepam abhängig bin und gerade im Entzug und auch schon einen try antidepressive entzug hinter mir hab weiss ich wovon ich rede ... es kann die hölle sein ! ..

Liebe grüsse :wave:

Übrigens hier noch eine Erfahrung von mir zu diesem Thema:

Eine kurze Heilfastenkur und der dadurch ausgelöste Entgiftungsschub kann bei Abhängigkeiten aller Art enorm hilfreich sein und Entzugssymptome sehr stark lindern.
(Kenn ich sowohl von AD als auch vom Nikotin. :))

rosmarin
 
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Antidepressiva und Histaminintoleranz

Hab noch kurz einen Hinweis zu Mirtazapin bei Ganzimmun gefunden.
Hier die Antwort von Dr. Kirkamm auf eine Anfrage zu Mirtazapin Stada 30mg:

Kirkamm schrieb:
Aufgrund theoretischer Überlegungen gehe ich jedoch davon aus, dass die DAO_Hemmung auch für Mirtazapin gilt.

www.ganzimmun.de/forum/board_entry.php?id=945&page=0&order=time&category=10

Zumindest die Nebenwirkungen lesen sich aber auch wie eine Liste von Histaminsymptomen:

Häufige Nebenwirkungen:
Appetitzunahme, Gewichtszunahme, Schläfrigkeit (meist in der ersten Behandlungswoche), Schwindel, Kopfschmerzen, Wassereinlagerung (Ödeme)

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Übelkeit und Erbrechen

Seltene Nebenwirkungen:
Unterdrückung der Blutzellenbildung im Knochenmark (Knochenmarksdepression), Euphorie (krankhaft), Verwirrung, Halluzinationen, Albträume, Erregung, Schwindel, Kopfschmerzen, Krampfanfälle (Epilepsie), Zittern, Gefühlsstörungen, Beinunruhe, Bewusstlosigkeit, niedriger Blutdruck, Mundtrockenheit, Durchfall, Erhöhung der Leberwerte (Transaminasen), Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit

rosmarin

Sieht so aus, als würde der Histaminabbau gestört - und die Nebenwirkungen zeigen sich insbesondere dann dort, wo jemand ohnehin schon an einer Histaminintoleranz leidet.

rosmarin
 
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Antidepressiva und Histaminintoleranz

Und hier füge ich mal noch einen Beitrag von federl zu Dominal ein:

hab vorgestern das letzte Medikament (Dominal) abgesetzt da es wie alle anderen psychotropen Mittel bei mir Nebenwirkungen erzeugt die schliesslich bedenklicher sind als die benötigte Hauptwirkung.
Im Fall von Dominal: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abgespanntheit bis zur Erschöpfung, steife Muskeln, Gelenksschmerzen und schliesslich eine Verlangsamung des Harnweges. Letzteres ist dann aus leidvoller Erfahrung der Punkt wo es Zeit ist aufzuhören, Erstere Symptome wollte ich ja EIGENTLICH behandeln, ich weiss nicht was davon auf HIT zuzurechnen ist und was nicht, die nächsten Tage werden es zeigen.
Dominal hat zwar bis zum Schluss eine schlaffördernde Wirkung behalten, eignet sich aber - wie alles andere - nicht zur Dauermedikation.
Zitiere aus Prothipendyl...Prothipendyl hat eine schwache antipsychotische Potenz. Es besitzt eine starke Antihistaminwirkung sowie muskulotrop-spasmolytische und antiemetische Eigenschaften. In höherer Dosierung wirkt Prothipendyl auf Grund seines sedativ-hypnotischen Effekts schlafanstoßend. ......ff....Prothipendyl kann auf Grund seiner adrenolytischer Eigenschaft die vasokonstriktiven Effekte von Adrenalin und Phenylephrin antagonisieren.[6]
Ich hoffe bald sehr positives berichten zu können, freu mich aber jetzt schon mit Eurer Hilfe und Beistand die ganze Palette an AH und AD losgeworden zu sein.
 
regulat-pro-immune
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12.03.10
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Antidepressiva und Histaminintoleranz

Hier ein weiterer Erfahrungsbericht von Judith in diesem Sammelthread:

Antidepressiva hab ich nur wenig genommen. Wollte ich irgendwie nicht, obwohl ich z.B. jeden Tag, manchmal jede Sekunde, an Selbstmord dachte und das Leben oft nur eine Qual war. Einmal hatte ich es mit einen Antidepressium probiert; das einzigste, was passierte, war Milchfluß aus den Brustwarzen. Danach kam ich eh ins Krankenhaus und hab ein Psychosemittel bekommen. Das Absetzen 1/2 Jahr später war heftig. Irgendwann habe ich dann noch mal ein Angstmittel probiert. Nach der ersten Tablette ging es mir so schlecht, dass eine Kollegin mich heimfahren mußte. Ich hatte das Gefühl zu sterben und stand jeden Tag beim (Bereitschafts-)Arzt auf der Matte. Extrem hoher Blutdruck und noch allerlei mehr. Seitdem habe ich Angst vor Psychopharmaka. Trotzdem hatte ich es noch mal mit einem anderen probiert und habe es nach einer Woche wieder absetzen müssen, weil ich so Darmschmerzen bekommen habe. Seitdem sehe ich zu, dass ich so irgendwie zurecht komme...

rosmarin
 
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11.10.10
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Antidepressiva und Histaminintoleranz

Hallo,

hab mal in meinem Arzneimittelschrank nachgeschaut. Das Angstmittel damals, bei dem es mir extrem schlecht ging, war Clomipramin (Wirkstoff Clomipraminhydrochlorid). Ich hatte extrem hohen Blutdruck (180:115), Schwäche in den Beinen, Stromschläge hinter der Stirn, ein Gefühl als müsse ich jeden Moment sterben (kein Panikanfall), etwa alle Stunde bekam ich zusätzlich noch einen Panikanfall. Ich hatte dieses Medikament zusammen mit einer Diazepam genommen. Diazepam habe ich sonst später immer vertragen (Notfallmedikament).

Das Antidepressivum, auf das ich die Darmprobleme bekommen habe und es deshalb schon nach einer Woche wieder abgesetzt habe, war Cipralex (Wirkstoff Escitalopram).

Damals im Krankenhaus (Psychiatrie) bekam ich Taxilan gegen die innere Unruhe. Wirkung hatte es kaum, aber beim Absetzen hatte ich ständig Panikanfälle. Der Arzt im Krankenhaus sagte auch, wenn ich die Medikamente verweigere, würde ich wieder entlassen werden. Mir ging es aber sehr schlecht und ich brauchte das Krankenhaus dringend. Deswegen habe ich gezwungenermaßen das Medikament genommen.

Gruß Judith
 
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