Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

LieberTee

Keine Vergleiche. Kein Neid. Kein Geiz.
Ich muss noch etwas ergänzen, das ist mir jetzt doch ein Anliegen. Schau mal hinter die vermeintlich negativen Gefühle.

Zum Beispiel willst Du nicht neidisch sein. Warum nicht? Neid kann sowohl Negatives als auch Positives in sich bergen. Neid als Mißgunst - Du gönnst jemand etwas nicht, weil Du es selber nicht hast- ist zerstörerisch. Neid - Du möchtest es gerne auch - birgt einen Wunsch, ein Bedürfnis in sich.

Dann kannst Du Dich immer noch fragen, wieviel es Dir bedeutet, was Du einsetzen willst, um diesen Wunsch zu erreichen.

Vielleicht kommst Du zu dem Ergebnis, Dein Wunsch ist nicht den Einsatz wert, oder Du findest ihn so wichtig für Dich, dass Du alles (möglichst Positive) daransetzt, um ihn zu erfüllen. Also eigentlich eine Energie, die Du auch für Dich nutzen kannst.

Genauso kannst Du mit dem Vergleich verfahren. Setzt Du Dich im Vergleich in der Wertigkeit höher oder niedriger, bewertest Du Dich selbst oder den anderen? Oder ist der birgt der Vergleich den Versuch, zu verstehen in sich, Dich selbst oder Dein Gegenüber?

Geiz, das gleiche in grün:D Birgt dieser Gedanke Habsucht, Gier und Festhalten in sich oder das Bedürfnis nach Sicherheit (s.o...verständliches menschliches Grundbedürfnis)?

Immer kannst Du Dich fragen: entspricht es meinen wirklichen Bedürfnissen oder sind es Ideen, Werte, Normen, die ich kritiklos übernommen habe. Und was bin ich bereit, einzusetzen?

Alles Gute und viel Energie!

LieberTee
 
Beitritt
28.05.12
Beiträge
53
Dann Wünsche ich Dir Kraft und Ablenkung. Die tut auch gut. Ich sitze grade am Meer in Kroatien und schaue von meiner Wohnung übers Wasser. Perfekt. Aber irgendwie fühle ich mich trotzdem nicht so wohl.
 

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
mehr

mehr

mehr

mehr

Themenstarter
Beitritt
12.03.12
Beiträge
232
Hallo Ulli, ich hoffe es geht dir soweit gut und du kannst deinen Urlaub genießen oder bist du nicht in Urlaub!?

Fühlen wie andere, das kenne ich. Aber ich hoffe dann, dass es so ähnlich ist wie beim Hausbau: Das haben schon ganz andere bis zum Ende geschafft, dann schaffe ich das auch, auch wenn es manchmal gar nicht danach aussieht.....
Manchmal denke ich, dass ich nicht mehr allzu weit weg bin, von der Normalität, dann rückt wieder alles soweit weg.
Im Moment kann ich echt nicht sagen, wo ich stehe. Sind es noch Schwankungen vom Benzoentzug oder bin ich da wo alles begann?
Wenn ich dann den ein oder anderen Kommentar von Ex-Benzokonsumenten aus meiner Erinnerung hole, dann könnte es auch durchaus sein, dass es doch noch einige Zeit in Anspruch nimmt, bis die Schwankungen vom Benzoentzug weg sind.
Ich gehe dann wieder stark davon aus, dass sich die Lage in den nächsten Wochen und Monaten noch verbessern wird.
Trotzdem versuche ich nicht nur zu Hause zu sitzen, sondern versuche mich zu belasten und Angstsituationen durchzustehen.
Ich warte auch auf den Tag, an welchem ich einfach nur entspannt bin und lebe...ohne Medi, ohne Alk.... fühlen wie andere.... ABER ich denke, es gibt mehr Menschen, die ein ähnliches Leid haben, als wir denken.
Wer kennt schon die Probleme vom Anderen???

Ist deine Beziehung wirklich glücklich oder ist die Beziehung angespannt? Kannst du dich da geben wie du bist, kannst du dich ausleben, kannst du dich fallen lassen und du wirst aufgefangen? Ist VERTRAUEN in deiner Familie allgegenwärtig?

Lasse uns optimistisch in Zukunft schauen, darauf vertrauen, dass wir den richtigen Weg gehen oder noch finden. Lasse uns in schwierigen Momenten darauf vertrauen, dass Leid, wie auch Glück, vergeht.
Lasse uns die Angst und die Angst vor den Ängsten verjagen und Vertrauen und Sicherheit in unserem Leben finden!

Alles Gute, gute Gedanken, Mut und Kraft für Dich!
BEN

Baustellen:
Ich denke Baustellen sind unsere Wegweiser und Lehrer und das ist das ganze Leben so! Daran können wir uns orientieren und durch deren Bewältigung daran wachsen. Das liest sich etwas abgehoben, aber ich glaube daran. Wenn wir die Baustellen ignorieren, belasten sie uns das ganze Leben. So eine Krise ist die Chance das Fundament unseres Lebens in Ordnung zu bringen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Beitritt
23.05.12
Beiträge
5.056
Liebes "Hallo" an alle
Was meint ihr dazu evtl. Kräutertees zu nehmen, ich habe damit recht gute Ergebnisse erzielt, sicher hilft es nur bei regelmässiger Anwendung, aber schaden würden sie nicht.
zb. Orangenblütentee zur Beruhigung zb.Abends
Weissdorntee zur Beruhigung bei Herz/Kreislaufproblemen
es gibt noch andere, weiss aber nicht ob Euch das interessiert. Wenn ja, meldet Euch, ob ihr schon Erfahrung damit gemacht habt. Ich kam darauf hier etwas zu schreiben, weil ich vorher an einem anderen Ort über das Johannisöl etwas las, ich reibe dieses Oel auch regelmässig ein.
LG
KARDE

Lieber Tee
hoffe sehr, dass Du Dein neuer Arbeitstag gut "durchgestanden" hast.
Liebe Grüsse, KARDE
 
Beitritt
08.04.07
Beiträge
2.940
Hallo

Einige eurer Beiträge erinnern mich an ein Buch, welches ich vor sehr vielen Jahren gelesen habe. "Drogenfeuer" von Marco Schnyder.

Er vergleicht Drogen/Sucht mit Feuer: Anfangs angenehme Wärme, dann Gefahr zu verbrennen. Die Zeit der Glut ist gefährlich, weil das Feuer leicht wieder aufflackern kann. Am Schluss bleibt ein Haufen kalter Asche...

Das Leben vergleicht er mit einem Hürdenlauf: Das Leben ist nicht gerecht. Es stellt jedem Menschen unterschiedlich viele und unterschiedlich hohe Hürden in den Lebensweg. Schummeln gilt nicht, denn wird eine Hürde nicht korrekt übersprungen (unten durch, daneben vorbei, Hürde reissen), stellt sich einem genau diese weiter vorne wieder in den Weg...

Alles Gute auf eurem Weg
pita
 

LieberTee

Lieber Tee
hoffe sehr, dass Du Dein neuer Arbeitstag gut "durchgestanden" hast.
Liebe Grüsse, KARDE
Danke, Karde, für die nette Nachfrage.

Es ist besser gelaufen als meine Magenschmerzen mir vorher sagten. Man sollte eben seinem Körper nicht alles glauben:D. Es hat aber nichts dagegen geholfen, kein Tee, kein Baldrian, kein Hopfen, musste eben leidend da sein. Das ging aber auch.

Ich habe die Karten auf den Tisch gelegt: es ist so wie es ist. Und mir wurde versichert, dass man mir den Job zutraut. Nun hoffe ich, dass mit zunehmendem Tun und etwas Routine (im Sinne von sicherer werden) auch mein Glaube an meine Fähigkeiten zurückkehrt.

Lieben Gruß
LieberTee
 
Beitritt
23.05.12
Beiträge
5.056
Ich habe die Karten auf den Tisch gelegt: es ist so wie es ist.

....auch mein Glaube an meine Fähigkeiten zurückkehrt.
Hallo Lieber Tee:wave:

Ja, wenn man die Karten offen auf den Tisch legt, ist schon eine grosse Hürde genommen, denn "es ist so wie es ist" und die Anderen wissen es dann auch, da ist schon mal eine gute Basis für Euch, und Du nimmst Dir Druck weg, musst Dich nicht verstellen. Was immer auch kommen wird, versuche Dir treu zu sein..:)

Ja, ich hoffe ganz fest, dass Du den Glauben an Deine Fähigkeiten wieder erlangst, denn die sind ja immer noch da, evtl. kommen aber auch andere zum Vorschein, sei so wie Du Dich gut fühlst, mache das was Du gerne machst.
Weiterhin alles Gute
LG KARDE
 
Themenstarter
Beitritt
12.03.12
Beiträge
232
Liebe Liebe Tee (kannst du nicht einen anderen Namen wählen ;o) )

Schön, dass du es geschafft hast deinen Arbeitseinstieg zu meistern!!! Ich denke auch, es ist gut, dass du deine Karten auf den Tisch gelegt hast!!!

Wünsche dir weiterhin viel Kraft und Zuversicht!
BEN
 
Beitritt
14.03.07
Beiträge
5.823
Baustellen:
Ich denke Baustellen sind unsere Wegweiser und Lehrer und das ist das ganze Leben so! Daran können wir uns orientieren und durch deren Bewältigung daran wachsen. Das liest sich etwas abgehoben, aber ich glaube daran. Wenn wir die Baustellen ignorieren, belasten sie uns das ganze Leben. So eine Krise ist die Chance das Fundament unseres Lebens in Ordnung zu bringen!
Ach Ben, Du liest Dich garnicht abgehoben, sondern man merkt Deine positive Einstellung zu allem, was an Krise kommt oder auch war.

Wenn die Baustellen insoweit bekannt sind ist es gut und damit hat jeder auch eine Chance, diese abzuarbeiten.

Schwierig wird es, wenn z.B diffuse Ängste vorhanden sind, wenn man eigentlich garnicht weiß, warum diese jetzt entstehen und da sind.

Herzlichst
Kayen
 
Beitritt
14.03.07
Beiträge
5.823
Ich habe die Karten auf den Tisch gelegt: es ist so wie es ist. Und mir wurde versichert, dass man mir den Job zutraut. Nun hoffe ich, dass mit zunehmendem Tun und etwas Routine (im Sinne von sicherer werden) auch mein Glaube an meine Fähigkeiten zurückkehrt.

Lieben Gruß
LieberTee
Hallo LieberTee,

ich drücke Dir auch fest die Daumen, das alles gut wird. Es ist sehr positiv, dass Du offen alles dargelegt hast und man wird erkannt haben, welche wertvolle Perle sie gewonnen haben.

Herzlichst
Kayen
 

LieberTee

Hallo Karde, Ben Diaz, Kayen,:)

Ihr macht mich ganz verlegen:eek:). Herzlichen Dank für die netten Kommentare und Ermutigungen. Es tut mir gut!

Ja, ich hoffe ganz fest, dass Du den Glauben an Deine Fähigkeiten wieder erlangst, denn die sind ja immer noch da, evtl. kommen aber auch andere zum Vorschein, sei so wie Du Dich gut fühlst, mache das was Du gerne machst.
Ach Karde, es kommt mir vor wie ein "Eiertanz", den ich nicht recht erklären kann. Einerseits habe ich sofort ganz viele Ideen, die ich am liebsten sofort umsetzen würde, andererseits ist das viel zu viel und ich "reizüberflute" mich dadurch selber.

Ich muss lernen, Vertrauen zu haben und offen zu bleiben, ohne in Starre zu verfallen: Starre insofern, dass ich voller Ehrfurcht (und Feuer und Flamme) auf das, was andere tun oder vollbracht haben, schaue und selber handlungsunfähig werde, weil ich erschlagen bin und mich (dummerweise) klein fühle.

Offenheit, denn ich muss das Rad nicht ständig neu erfinden! Ich kann da anknüpfen, was da ist. Wichtig ist wohl, dass ich viel kennenlerne und erst mal verdaue.

Was meine Fähigkeiten angeht, bin ich noch ziemlich skeptisch. Mir hilft es ein bißchen, da zu sein, wo mein Gegenüber ist. Ich versuche es zumindestens: einfach da sein, präsent sein, offen sein, nicht in die Zukunft oder irgendwelche Ideen davonzuschweben...:hexe:

Vertrauen:), das scheint das wichtigste Wort. Sowohl in mich, als auch in andere, ihre Fähigkeiten, ihre Absichten...
Liebe Liebe Tee (kannst du nicht einen anderen Namen wählen ;o) )
Danke Ben, auch für Deine Ermutigung!!! Wenn Du solche Probleme mit der Liberté hast, nenn mich doch der Einfachheit halber beispielsweise Libbi...:rolleyes:;) Du kannst Dir gerne selber auch was ausdenken:D
Es ist sehr positiv, dass Du offen alles dargelegt hast und man wird erkannt haben, welche wertvolle Perle sie gewonnen haben.
Das ist es ja Kayen, so sehe ich mich nicht. Und wenn ich diesem Anspruch gerecht werden will (mein Anspruch an mich ist hoch), dann befürchte ich, dass ich wieder maßlos meine eigenen Grenzen überschreite und vielleicht auch die anderer.

Klare Strukturen sind für mich wichtig, andererseits empfinde ich sie als Fesseln. Schon verrückt...:confused:

Nochmal Danke Euch allen!!!

Lieben Gruß
LibTe:idee:

P.S. Derzeitige Symptome: Atemnot, flache Atmung, Magenschmerzen, Kopfschmerzen, wackelige Knie, "Schwarzes Loch" in der Magengegend...
 
Beitritt
01.06.12
Beiträge
29
Hey Ihr,

jetzt hatte ich so einen langen Text geschrieben, bin auf die falsche Taste gekommen, und alles weg :mad:

Ich finde es auf jeden Fall toll, wie Ihr weiter kämpft, dazu gehört eine enorme innere Stärke, und die wird Euch auch Kraft geben, an Euch und den jeweiligen Problemen zu arbeiten, wenn sie nicht mehr in den Fesseln des Entzugs und dessen Nachwehen steckt.

Ich bin jetzt auf 1,3 mg, die Einnahme ist nur noch notwendiges Übel, kein Verlangen mehr danach. Jetzt habe ich mich so weit runtergekämpft, das will ich nicht kaputtmachen, dann wäre alles Leiden umsonst gewesen.

Körperliche und seelische Symptome: schwitzen, frieren, Mattigkeit, Antriebslosigkeit, Übelkeit, innere Leere und Gefühllosigkeit- alles mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Immerhin kann ich noch schlafen, das ist sehr viel wert (und wundert mich, mein letzter Benzoentzug war von heftigen Schlafproblemen geprägt, aber vielleicht kommt das auch erst, wenn ich auf Null bin).

Ich wünsch Euch allen weiter ganz viel Kraft!!
 
Beitritt
23.05.12
Beiträge
5.056
Liebe Lisbeth:)
ich wünsche Dir ganz viel Geduld mit Dir selber, ob es wohl etwas gibt, dass Dich unterstützen könnte ? Vielleicht tönt es dumm, aber mir kam vorher auch wieder in den Sinn, das ich zb. eine Zeitlang Fussbäder machte, das tönt evtl. Sinnlos, aber hilft manchmal. zb. bei kalten Füssen, od. Nervosität, evtl. kannst Du bestimmte Essenzen oder Kräuter dazutun, die nützen über den Duft, den Du einatmest auch.
Ganz viel Kraft :kraft: , das wünsche ich Dir auch.
Herzliche Grüsse:wave:
KARDE

Hallo Lieber Tee
Hoffe dass es Dir bei Deiner neuen Arbeit gefällt, und dass das Ganze jeden Tag etwas leichter fällt.
Liebe Grüsse:kiss:
KARDE

an alle anderen: Habt Vertrauen in Euch
Herzliche Grüsse:)
KARDE
 
Beitritt
28.05.12
Beiträge
53
Hallo Liz , Glückwunsch zu den Fortschritten. Du weisst ja dass noch harte Momente kommen. Deshalb bist Du nicht unvorbereitet und kannst dem Druck standhalten. Bin seit fast 2 Monaten clean und war jetzt ausgerechnet im Urlaub fast wieder soweit. Ich weiss wovon ich spreche. Meiner Ansicht nach musst Du auch langsam beginnen , an die Ursache Deiner Sucht /Süchte ranzukommen. Das ist unbedingt notwendig um langfristig Erfolg zu haben. Bei mir besteht da denke ich auch noch Klarungsbedarf mir selbst gegenüber.
Bleib standhaft. Du schaffst das. Wir sind stolz auf Dich und alle , die hier bei der Stange bleiben. Und leicht fällt es keinem. ..
 
Themenstarter
Beitritt
12.03.12
Beiträge
232
Hallo!

Wir sind schon eine starke Truppe!

Liz, Ulli, Libbi - Schön zu lesen, dass ihr voran kommt!!!

Ich wünsche euch und auch mir, dass wir weiterhin die Kraft und die Überzeugung haben diesen Weg zu gehen!

Aktuelle Symptome: Kein Schwitzen, Schlafen geht, etwas frieren (nur morgens oder abends), etwas angespannt, Angst auf niedrigem Niveau, Schwindel kaum......aktuell alles zufriedenstellend, so darf es bleiben, damit es noch besser wird.
ABER ich denke schon, dass es auch mal wieder schlechter wird, aber das gehört die nächsten Monate wohl noch dazu.

Alles Gute und weiterhin viel KRAFT!
BEN
 

LieberTee

Ich finde es auf jeden Fall toll, wie Ihr weiter kämpft, dazu gehört eine enorme innere Stärke, und die wird Euch auch Kraft geben, an Euch und den jeweiligen Problemen zu arbeiten, wenn sie nicht mehr in den Fesseln des Entzugs und dessen Nachwehen steckt.

Immerhin kann ich noch schlafen, das ist sehr viel wert (und wundert mich, mein letzter Benzoentzug war von heftigen Schlafproblemen geprägt, aber vielleicht kommt das auch erst, wenn ich auf Null bin).
Bei mir ist es anders, ich stecke noch im Entzug in mehrerer Hinsicht und Nachwehen gibt es noch und nöcher, vom Einschlafschwierigkeiten bis über Schweissausbrüche zu Magen und Verdauungsproblemen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelverkrampfung....

Ich bin soooo wütend darüber!!!

Wenn ich mir nur mal ganz oberflächlich die Ursache betrachte, oder besser gesagt, den Anlaß, war es eine Kombi aus Selbsthass, unendlicher Müdigkeit, und eine Art Fastfoodbegehren: Pille rein, nicht mehr nachdenken....

Jetzt habe ich es nicht nur mit den Ursachen zu tun, sondern auch noch mit Entzug! Kann doch wohl nicht wahr sein!

Ich kann allerdings von Glück sagen, dass ich wenigstens nicht zum Alkohol tendiere. Der macht m.E. noch kaputter, oder andere Drogen. In der Beziehung ist mein werter Körper schlauer als ich, er mags nicht. Benzos sind und waren für mich so gefährlich und attraktiv gleichzeitig, weil der Stoff dem körpereigenen so ähnlich ist, also die vollkommene (Selbst-)Täuschung.

Die Gefahr der Abhängigkeit habe ich schlicht ignoriert oder sie war mir in dem Moment egal. Ich habe nicht mal darüber nachgedacht, was diese Abhängigkeit für mich bedeuten würde. Irgendwie ist mir das auch heute noch nicht so ganz klar.

Abhängigkeit = na und? Das Leben ist schwer genug, warum also nicht ein bißchen das ganze Elend "versüßen"? Das daraus ein "immer mehr", ein "nicht genug bekommen können", etwas wird, dass alles überlagern kann, ein Selbstläufer wird, das hatte ich mir nicht klargemacht.

Ja, die Ursachen. Das ist wohl die große Preisfrage für alle von uns. Ich bin da weiß Gott auch noch dabei. Was kann die Ursache sein von Selbsthass und Fastfoodvorliebe? Die Angst oder vermeindliche Erkenntnis, dass es eh nichts Echtes gibt? Dass ich möglicherweise selbst nicht "echt" bin?

Oder, dass es unerheblich ist, wer oder was ich bin? Dass es einem nur oft genug mitgeteilt werden muss, in unterschiedlicher Form, von den Erziehungsinstanzen, über die Werbung (ohne das Produkt bist Du nichts...) bis ...., bis man es selber glaubt?

Ich glaube, wenn mir nur irgendjemand noch einmal mitteilt, ich bin nicht wichtig, werde ich so einen maßlosen Zorn entwickeln, dass ich mit sämtlichen Betäubungsmitteln danach schmeissen werde (und einige sind nicht klein..Fernseher, Flaschen, Dosen:D)!!!!

Bleib am Ball, Lisbeth! Wie ging es Dir mit dem Thema beim letzten Entzug? Hattest Du es angepackt?

Lieben Gruß
LieberTee
 

LieberTee

Ich glaube, wenn mir nur irgendjemand noch einmal mitteilt, ich bin nicht wichtig, werde ich so einen maßlosen Zorn entwickeln, dass ich mit sämtlichen Betäubungsmitteln danach schmeissen werde (und einige sind nicht klein..Fernseher, Flaschen, Dosen:D)!!!!
:eek:
Nein, tu ich doch nicht, aber ich rüttel und schüttel mich selber, wenn ich es noch einmal glaube!:freu:

Shaking greetings:rolleyes:
LieberTee:kraft:
 
Beitritt
23.05.12
Beiträge
5.056
Weiter so Lieber Tee, ja Du mit Deinen ganz eigenen Fähigkeiten bist wichtig, und nur wenn Du Dich "authentisch" lebst, ehrlich bist mit Dir selbst, dann geht es Dir gut.
Hoffe dass es Dir immer besser und besser geht.:kiss:
Herzliche Grüsse:wave:
KARDE
 
Themenstarter
Beitritt
12.03.12
Beiträge
232
Liebe Libbi, klar kommen ab und an mal die Gedanken, dass das alles nicht sein müsste... warum konnte mir das passieren und und und...

ABER: Es ist wie es ist. Schaue nicht nach hinten, akzeptiere was ist und schau nach vorne. Verliere dein Ziel nicht aus den Augen und, auch wenn es lange dauert, du wirst deinem Ziel immer etwas näher kommen...auch wenn es sich wieder mal ganz anders anfühlt.
Wenn ich denke, ich bin noch am Anfang, schaue ich mehrere Wochen oder gar Monate zurück, dann stelle ich fest "Nein, nicht am Anfang" AUF DEM WEG!!!

Ich drück dir alle Daumen!!!
Viel Kraft, Vertrauen, Überzeugung und Mut die Chance des Neuanfangs zu nutzen!!!

BEN

.... und hält man mal nicht so durch, nicht schlimm.... wir können jeden Tag neu anfangen, jede Sekunde.....
Akzeptieren, loslassen, durchhalten, Ziel nicht aus dem Auge verlieren!!!
 

LieberTee

Hallo Ben,

danke für Deine Rückmeldung.:) Das hört sich alles sehr gut an. Und es ist mir schon klar, das nur nach vorne schauen, bzw. was jetzt ist, zu leben, weiterführt.

Für mich ist es anscheinend trotzdem wichtig, mal hin zu schauen, was da mit mir passierte, wie ich da hinkam, was vor allem mein Anteil daran ist. Vielleicht brauche ich das, um nicht wieder in die gleichen Fallen zu tappen.

Eine Schwierigkeit ist da, die Du anscheinend nicht hast, vielleicht die anderen auch nicht, keine Ahnung: ich habe gar kein Ziel!

Mit den Benzos aufzuhören war ein spontaner Entschluss, der aufkam, als ich den Thread hier las. Ich habe auch sofort aufgehört. Das Zeug liegt immer noch hier rum und inzwischen könnte ich auch wieder an Nachschub rankommen....Da setzt eine Trotzreaktion ein: ich habe mich entschieden und basta.

Normalerweise überlege ich immer sehr gut und lange, bevor ich mich für oder gegen etwas entscheide. In diesem Fall war es nicht so. Komisch eigentlich.

Obwohl, wenn ich recht hinschaue, auch in einer anderen (Zukunfts-:eek:)Angelegenheit habe ich mich relativ spontan entschlossen und auch dafür mich entschlossen eingesetzt - und es hat geklappt, jedenfalls der Anlauf. Wenn ich mich jetzt nicht total verändert habe, führe ich das auch zu einen Abschluss. Das gabs ja noch nie, dass ich was nicht zu Ende gebracht habe:mad:

Da hat sich anscheinend was verändert, das bin ich doch gar nicht:confused:Ich hoffe, ich gerate jetzt nicht völlig aus meinem Fahrwasser:schock:

Verwirrt:confused:
LieberTee

P.S. Du kannst gerne "Libbi" zu mir sagen, aber ich kann nicht so unterschreiben:D

Dir wünsche ich auch weiterhin viel Kraft! Was ist aus Deinem Fleck geworden? Hast Du schon ein Ergebnis? Behalte Deinen Mut!
 
Oben