Wunderheilung, Spontanheilung, Spontanremission

Vielleicht ist diese Erfahrung interessant.


Es ist immer schwer, irgendetwas "richtig! zu interpretieren, wenn man vielleicht einige Hintergründe nicht kennt. Und dann ist da auch noch die Sache mit den Übersetzungen, die nicht einfach gewesen sein sollen.

 
In der Kirche werden Wunderheilungen nur dann als Wunder anerkannt, wenn sie nicht durch Selbstheilungskräfte ausgelöst wurden, sondern tatsächlich nur von "außen". Es gibt ein Komitee in Lourdes, die so etwas überprüfen. Psychosomatische Erkrankungen werden deshalb von vorne herein ausgeschlossen.

Die wenigsten Fälle sind wirklich unerklärlich», sagt er. Viele scheiden laut Theiss von vornherein aus und landen gar nicht erst beim Komitee, etwa psychosomatische Krankheiten. Von rund 7000 Heilungen, die in Lourdes seit 1858 verzeichnet wurden, hat die Kirche 68 nach eingehender Prüfung als Wunder anerkannt – zuletzt 2012 den Fall der italienischen Ordensschwester Luigina Traverso, die an einer Beinlähmung litt.

 
Ich halte mich gerne in der Nähe von Wasser auf (Meer, Flüsse, Seen, Quellen etc.), für mich sind das Kraftorte.

Das lässt sich sogar naturwissenschaftlich begründen: Der negativ geladene Wasserdampf bewirkt unmittelbar eine Energetisierung und Steigerung des Wohlbefindens, denn Elektronen sind in der Physik die Überträger von Energie. Hinzu kommt, dass durch die Ladung und die höhere Luftfeuchtigkeit Allergene und Keime gebunden werden und die Luft dadurch sehr sauber und gesund ist.

Der Wallfahrtsort in Lourdes ist eine Höhle mit einer Quelle. Unterschätzen darf man auch nicht das Gemeinschaftserlebnis mit vielen Gleichgesinnten aus aller Welt. Aber oberflächliche Erbsenzähler wird das alles nicht überzeugen. Man sieht nur, was man sehen will.
 
Wuhu,
... naturwissenschaftlich begründen: Der negativ geladene Wasserdampf bewirkt unmittelbar eine Energetisierung und Steigerung des Wohlbefindens, denn Elektronen sind in der Physik die Überträger von Energie...

es würde schon vieles bringen, wenn man einfach ein paar Minuten täglich BARFUSS auf Gras/Wiese spaziert und/oder einen (älteren, gesunden) Baum "umarmt" (das ginge ev sogar in einem Stadt-Park) - die schädliche "Aufladung" durch unsere segensreiche Zivilisation (Mobil-Funk et al) kann man so schnell und einfach "entladen"...
 
Das ist richtig, Pflanzen steigern ebenfalls die Luftfeuchtigkeit und geben Elektronen ab.

Kunststoffe, Lacke und Elektrogeräte laden die Luft dagegen positiv auf und entziehen dem Körper Energie. Heizungen sorgen für trockene und staubige Luft. Das kann mit Luftbefeuchtern und Anionengeneratoren beheben.
 
Ich finde die Diskussion spannend. Ich bin anscheinend die einzige, die diesen negativen Gottesbeweis nachvollziehen kann.

Meinst Du denn, dass wir alle die gleiche Gottesvorstellung vor Augen haben?

  • Gott als die Liebe, Güte, Erlöser
  • Gott als Urgrund auf dem alles Seiende ruht
  • Gott als Schöpfer
  • Gott als Person, Vater, (mit Bart)


Aus meiner Erfahrung eher nicht.
 
Menschen denken in Bildern, von daher ist es natürlich, dass jeder irgendeine Vorstellung von Gott hat.

Deine Vorstellung von Karma und Wiedergeburt wird sich auch von der anderer unterscheiden, und beweisen kannst du solche Konzepte ebenso wenig.
 
Meinst Du denn, dass wir alle die gleiche Gottesvorstellung vor Augen haben?
Nein, überhaupt nicht. Aber @Mann46Jahre redet doch ausschließlich über den Gott der wörtlich genommenen Bibel, und der ist es doch auch, der historisch (z. B. in der Scholastik) mit genau solchen Gottesbeweisen "untersucht" wurde.

Natürlich gibt es andere Gottesvorstellungen, und die kann man über angebliche Wundertätigkeit auch nicht entkräften. Vermutlich ist sogar die moderne katholische und protestantische Theologie "immun" gegen solche Nachfragen, weil sie nicht mehr denkt wie die Scholastik im Mittelalter.
 
Glauben heißt nicht wissen. Heutzutage wissen wir viel mehr als vor 2000 Jahren, trotzdem ist das naturwissenschaftliche Weltbild nicht konsistent und voller Rätsel. Es wird also weiterhin viel geglaubt und wenig gewusst werden.

Ich finde, alle überlieferten Religionen sind sich ziemlich ähnlich. Es heißt nicht umsonst: Ein guter Christ ist ein guter Jude ist ein guter Moslem. Im Umgang mit solchen Menschen kann man sicher sein, dass sie im Grunde nach den gleichen ethischen Grundsätzen leben.

Atheisten oder gar Nihilisten würde ich dagegen nicht ohne Weiteres trauen. Atheistische Pseudo-Religionen wie der Sozialismus haben sich sogar als so instabil herausgestellt, dass sie auch ohne äußerliche Feindeinwirkung nach einer Weile zusammenbrechen. Vielleicht braucht der Mensch einfach den göttlichen Funken.
 
Vielleicht braucht der Mensch einfach den göttlichen Funken.
Oder auch nur den Glauben daran, womit wir dann wieder beim grundsätzlichen Thema wären: "Gibt es göttliche Heilung oder nicht", also heilt Gott entgegen den Naturgesetzen, wenn man ihn frägt, also Ihn im Gebet darum bittet? Und laut meiner Einteilung im 1. Post scheint das eben nicht der Fall zu sein.

Manch einer mag Gesunden beim Lesen der Thora, der Bibel oder des Korans oder asiatischer Schriften. Für den einen ist "Theoretische Elektrotechnik" von Küpfmüller oder "Zahlen" von Ebbinghaus ebenso erbaulich und sein Gemüt und damit sein Gesundheitszustand bessert sich.
 
Ich kann schon nachvollziehen, was du meinst und ich sehe einiges am Gottglauben auch als widersprüchlich an.

Ich meine, ein Gott, der in der Bibel verkündet, wer zu ihm betet, dem wird geholfen, dürfte keine Unterschiede machen und auch keine Bedingungen stellen, wer und wie da jemand zu ihm betet und über die Art der Krankheit des Bittstellers.

Wenn man das auch abhängig von der Tiefe des Gebets und des Glaubens etc. macht, dann empfinde ich das schon wieder eher als menschliche Gerichtsbarkeit, als eine Einteilung, die dem menschlichen Verstand entspringt, aber nicht der Ebene göttlicher Kräfte.

Ich meine Wesen oder Kräfte, die über uns stehen, dürften sich nicht auf der Ebene menschlichen Schubladendenkens bewegen, dann wären sie doch auch nur wie ein Mensch, nur quasi mit übersinnlichen Kräften? Und fehlerhaft?

Wenn Liebe der Hauptmotor solcher göttlichen Kräfte wäre, dann dürfte es keine Einschränkungen oder irgendwelche Bedingungen für ein Wunder geben.

Womöglich gibt es eine Art gute und böse Geister/Kräfte auch aus anderen Dimensionen, die aber genauso ihren eigenen Beschränkungen unterliegen. Ein göttliches Wesen/Kraft, die über allem steht, sehe ich nicht. Dafür gibt es zu viele Widersprüchlichkeiten.
 
Ich kann schon nachvollziehen, was du meinst und ich sehe einiges am Gottglauben auch als widersprüchlich an.

Ich meine, ein Gott, der in der Bibel verkündet, wer zu ihm betet, dem wird geholfen, dürfte keine Unterschiede machen und auch keine Bedingungen stellen, wer und wie da jemand zu ihm betet und über die Art der Krankheit des Bittstellers.

Wenn man das auch abhängig von der Tiefe des Gebets und des Glaubens etc. macht, dann empfinde ich das schon wieder eher als menschliche Gerichtsbarkeit, als eine Einteilung, die dem menschlichen Verstand entspringt, aber nicht der Ebene göttlicher Kräfte.

Ich meine Wesen oder Kräfte, die über uns stehen, dürften sich nicht auf der Ebene menschlichen Schubladendenkens bewegen, dann wären sie doch auch nur wie ein Mensch, nur quasi mit übersinnlichen Kräften? Und fehlerhaft?

Wenn Liebe der Hauptmotor solcher göttlichen Kräfte wäre, dann dürfte es keine Einschränkungen oder irgendwelche Bedingungen für ein Wunder geben.

Womöglich gibt es eine Art gute und böse Geister/Kräfte auch aus anderen Dimensionen, die aber genauso ihren eigenen Beschränkungen unterliegen. Ein göttliches Wesen/Kraft, die über allem steht, sehe ich nicht. Dafür gibt es zu viele Widersprüchlichkeiten.
Genau, jedes Lebewesen kann den Erschaffer / Schöpfer anrufen und um Hilfe bitten. Gott ist für ALLES da, auch für die unbelebte Materie. Ich wüßte auch nicht, wo geschrieben steht, dass nur Anhänger einer bestimmten Religion das Recht hätten, Gott anzurufen. Wenn aber jemand zum Beispiel zum Feuer betet, dann würde ich als Gott jetzt auch nicht antworten wollen.

Und was die Schnelligkeit der "Gebetserfüllung" geht, können wir ja in Lourdes beobachten, kaum gebetet, schon vom Krebs oder dergleichen geheilt, aber niemals von Erbkrankheiten, Gendefekten, Amputationen oder abgebrochenen Zähnen.

Die "Gebetserhörungen" in Lourdes finden auch für gewöhnlich NACH dem Gebet statt und nicht zuvor, weil wie wir ja mittlerweile wissen, dies einen positiven Effekt auf die "Biochemie" des Körpers hat.

Auch dass die Kirche keine psychosomatischen Krankheiten als Wunderheilungen anerkennt ist schon sehr verwunderlich, sind doch (fast) alle Krankheiten die Biochemie des Körpers betreffend psychosomatisch, auch Krebs im weitesten Sinne.

Man muss zur Psychosomatik übrigens auch wissen, dass es im Grunde keine Trennung zwischen psychischen und physischen Beschwerden gibt. Psychische Beschwerden wie Angst und Stress sind biochemische Reaktionen des Körpers, welche eine ganz bestimmte chemische Reaktion (Ausschüttung von Stoffen) bewirken. Angst, Stress, Hunger und Durst sind das Ergebnis chemischer Reaktionen des Körpers. Es gibt nichts "rein psychisches". Täte man von einer Drehmaschine oder von einem Auto ja auch nicht behaupten.

Also, ein Gott, welcher Gebete erhören würde, würde zwar fallweise erhören, aber er würde nicht kategorisch bestimmte Krankheiten ausschließen, denn jeder der zu Gott betet für die Hinwegnahme seiner Krankheit, findet die Krankheit als Belastung, gleich um welche Krankheit es sich handelt.

Und an die Hater, welche immer von Wunderheilungen aus fernen Ländern berichten: Vom Hörensagen hat man schon viel gehört, wer aber kann aus seinem Umkreis etwas echtes berichten? Wenn ich in meinem Umkreis weder so etwas mitbekommen habe noch davon erzählt wurde, dann brauche ich nicht zu unbekannten Leuten in fernen Ländern schauen und sagen: "Das passiert dort täglich tausendfach." -> Nein, tut es dort auch nicht! Wer keinen einzigen realen Fall in Jahrzehnten selbst mitbekommen hat, der braucht seine Erklärung nicht am anderen Welt zu suchen, es passiert dort genausowenig!

Und warum sollte Lourdes oder Fatima ein besserer Ort sein als andere Orte auf der Welt, sozusagen ein "heiliger" Ort? Gefällt dieser Ort Gott besser als andere Orte? Macht er dort eher gerne Urlaub als in Bielefeld (welches er aufgrund seiner Nichtexistenz womöglich gar nicht finden würde), oder ist es der Katholischen Kirche lieber, wenn es wenige heilige Orte zum Geld scheffeln gibt, dann ist der Verwaltungsaufwand geringer und es bleibt mehr Mammon hängen? Und warum gibt es heilige Orte bevorzugt in der westlichen Welt und nicht in Afrika? Sitzt dort der Geldbeutel der Menschen nicht so locker? Würde sich ein heiliger Ort in der Sahara womöglich finanziell gar nicht lohnen?

Auch ist im Übrigen die Anrufung des abrahamitischen Gottes gar nicht nötig, oder werden Hinduisten und Buddhisten nie von Krankheiten der Kategorie 1 wundergeheilt?

Wenn man schon an Gott glaubt, dann aber mit einer richtigen Glaubensgrundlage!

So genug palavert und jetzt noch mal zur Grundsatzfrage: Warum können nur bestimmte Krankheiten wundergeheilt werden und andere niemals?
 
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