Wunderheilung heute - kritische Betrachtung

  • Themenstarter Themenstarter togi
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Hätte man denn die Infos alle nochmal umformuliert händisch abtippen sollen wie bei Urheberechts-Texten ?
Nein - das wäre ja nur Kosmetik. Wir wünschen es uns in der Richtung, dass zum einen die Beiträge nicht ausschließlich aus solchen KI-Zitaten bestehen. Und darüber hinaus natürlich idealerweise, dass KI-Aussagen wenn überhaupt als Ausgangspunkt für eigene Recherchen dienen und die Quellen der KI (die man natürlich dazu erstmal kennen/von der KI "fordern" muss) kurz kritisch überprüft werden und hier auch genannt werden. - KI kritisch als Arbeitswerkzeug einzusetzen, kann sinnvoll sein.
 
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Deine Wegweiser:
Der Satz stammt somit von Platon und man darf wie schon gesagt auch davon ausgehen, daß es seine eigene philosophische Position widerspiegelt... eigentlich ist das sogar völlig klar.
So einfach ist das nicht, soweit ich weiß. Das (wie weit die Aussagen der Dialogfiguren, insbesondere des Sokrates, mit Platons eigenen Überzeugungen übereinstimmen) ist wohl eher ein zentrales Interpretationsproblem. Das kannst Du auch in entsprechenden Online-Lexika der Philosophie nachlesen, z.B. https://plato.stanford.edu/entries/plato/?level=1 (von mir gestern kurz angelesen). Eine Sicht ist, dass Platon Dialoge schreibt, weil philosophische Wahrheit durch Auseinandersetzung entsteht.

Und da haben wir ja einen schönen Bezug zum Forum und sind absolut On Topic!

Weiter möchte ich mich bezüglich Platon-Interpretation nicht aus dem Fenster lehnen. Dass ich die wohl 3-4 Bücher von Platon gelesen habe, ist viele Jahre her, und war auch nur punktuell professionell begleitet in einer Lehrveranstaltung an der Uni. Da erinnere ich allerdings, dass schon die unterschiedlichen Übersetzungen (die die Studenten nutzten) Interpretationsprobleme aufwarfen....

Von daher sehe ich das auch eher so:
Also das ist historisch gar nicht so klar ... In den Dialogen ist es ja die Figur Sokrates, die das sagt, nicht Platon, der als Autor spricht. Das nennt man in der Forschung übrigens das "sokratische Problem" und das wird seit Jahrhunderten diskutier...
... und es gibt sozusagen auch ein "Platonisches Problem. Teils wird diesbezüglich auch zwischen den frühen, mittleren und späten Dialogen unterschieden.

die Bitte ... mir nichts zu unterstellen.
Von meiner Seite aus war nichts als Unterstellung gemeint (daher meine Formulierung "wenn ..." - vielleicht wäre "falls" noch besser gewesen).
 
Wie ist Deine Frage gemeint? Ich möchte hier jetzt keine aufwändige Beitrags-Chirurgie betreiben, die zudem wieder inhaltliche Inkonsistenzen erzeugt.

Wir haben zu KI noch keine harten Regeln und appellieren deshalb an Euch, damit sorgsam und dem Forumszweck gemäß umzugehen. Die Schwächen und Fehler von KIs sind hier im Forum schon öfter mal thematisiert worden. Den Forumszweck hat James schon skizziert und steht auch auf unseren Vorstellungs-Seiten und auch ganz unten auf der Hauptseite.
 
Das Vorwort claude:kennen wohl die wenigsten unserer Mitglieder und wissen deshalb auch nicht, das der Beitrag KI-generiert ist. Auch aus diesem Grund erhalten wir die Meldungen. Auch das bitte ich zu bedenken.
 
Lourdes ist einer der bekanntesten Wallfahrtsorte .

... Als Lourdes längst einer der berühmtesten Wallfahrtsorte der Welt war, verfasste Emile Zola mit dem ersten Roman seiner Trilogie „Les trois villes“ 1894 eine Polemik gegen die „kollektive Illusion“ von Wunderheilungen und den florierenden Kommerz. Diese Ambivalenz hat sich bis heute erhalten. Lourdes zieht Jahr für Jahr Hunderttausende Kranke und Behinderte an. Und aus der Ferne lässt sich's zwar trefflich spotten über erfolgreiches Marien-Marketing und angeblichen Aberglauben.

Aber: Lourdes setzt auch immer wieder ein Fragezeichen hinter den Absolutheitsanspruch von Naturwissenschaften und Schulmedizin. Zumindest macht es immer neu die seelische und spirituelle Dimension eines Genesungsprozesses deutlich. „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“, meinte einmal David Ben-Gurion. Als Staatsgründer Israels sollte er es wissen. ...

... Die Kriterien des internationales Ärztekomitees von Lourdes sind streng. Die meisten Akten über gemeldete Fälle werden frühzeitig geschlossen. Und das Wort „Wunder“ vermeiden die rund 30 Mediziner des Gremiums ohnehin. Das bleibt der Kirche beziehungsweise dem Ortsbischof des jeweils Geheilten vorbehalten.

Prüfverfahren in drei Stufen

Seit 2006 prüft das Komitee Heilungsberichte in drei Stufen. In einem ersten Verfahren wird mit Blick auf die Krankengeschichte festgestellt, ob es sich um eine „unerwartete“ Heilung handelt. In einem zweiten Schritt wird geklärt, ob es eine „bestätigte“ Heilung ist. Erst in einem dritten Schritt wird der „außergewöhnliche Charakter“ der Heilung anerkannt; dann ist der zuständige Ortsbischof dran. ...
Quelle: s.o.

Es gibt sicher gute Gründe für diese strikte Überprüfung von angeblichen Wunderheilungen.
Ich frage mich, ob die hier im Forum berichteten „Wunderheilungen“ einer solch strengen Überprüfung standhalten würden?
Oder gehen die Definitionen von „Wunderheilungen“ ganz weit auseinander?

Was Lourdes angeht: Hier werden die Wunderheilungen eindeutig auf den katholischen Glauben und das Vermögen der „Chefs“ zurück geführt.

Womit begründen Nicht-Katholiken eigentlich ihre Wunderheilungen?

Grüsse,
Oregano
 
Ich frage mich, ob die hier im Forum berichteten „Wunderheilungen“ einer solch strengen Überprüfung standhalten würden?
Oder gehen die Definitionen von „Wunderheilungen“ ganz weit auseinander?
Viel wichtiger ist, dass man das Wunder, welches man erfährt, wohlwollend in dieser positiven Energie im Körper behält.
Das nach außen zu kommunizieren und sich sein erfahrenes Wunder vielleicht noch in einem Forum kritisch absprechen zu lassen, wird nicht unbedingt dafür dienlich sein.
Rezidive könnten vielleicht entstehen.
Vielleicht nur in einem kleinen Kreis seine glückliche Erfahrung erwähnen, wo diese Info gut aufgehoben ist.
 
Vielleicht nur in einem kleinen Kreis seine glückliche Erfahrung erwähnen, wo diese Info gut aufgehoben ist.

oder den erforderlichen Mut aufbringen, sich der (leider vorherrschenden) Häme auszusetzen und damit vielleicht dem ein oder anderen eine möglicherweise später hilfreiche Inspiration zu geben... Dickes Fell wachsen lassen..

Dass die meisten diese schlechten Erfahrungen machen und es dann lieber für sich behalten, finde ich einerseits verständlich, aber auch sehr bedauerlich...

@Oregano wie schon oft betont, geht es nicht um die großen Sensations- Wunderheilungen . ich würde im Übrigen die katholische Kirche hier mal aus dem Spiel lassen (du kennst auch die Geschichte)...
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass der menschliche Körper durchaus zu einer "Wunderheilung" in der Lage ist möchte ich am Beispiel meines Vaters beschreiben.
Obwohl nur kurz in seiner Jugend Zigarettenraucher bekam er Mitte 60 Lungenkrebs. In der Folge wurde ihm nach erfolglosen Behandlungen ein Lungenflügel entfernt. Bei den nachfolgenden Untersuchungen stellte man etwa 2 Jahre später eine Metastase im verbliebenen Lungengewebe fest, die sich rasch vergrößerte. Alle dachten, es wäre sein Todesurteil. Leider erkrankte er auch noch an einer Demenz und wurde von meiner Mutter gepflegt. Letztlich bildete sich der Lungenkrebs völlig zurück. Er starb Jahre später, weil er das Schlucken von Nahrung verlernte und verhungerte.
 
Viele „Wunderheilungen“ erlebte ich, wenn ich belastete Schlafplätze ermittelte und den Betreffenden einen anderen Platz zuwies. Neurodermitis, Pseudokrupp,
Asthma, Rheuma, Depressionen, Schlaflosigkeit, dauernde Erkältungen. Hätte ich gleichzeitig irgendwelche Rituale vollzogen, hätte man leicht die Besserung dem begleitenden Zeremoniell zugeschrieben, wenn sie in Wirklichkeit dem Wegfall einer massiven Belastung zu verdanken war. Bei Krebs allerdings genügt der Schlafplatzwechsel nicht, kann aber die Heilungschancen verbessern. Eine meiner Schülerinnen hatte ein chronisch eiterndes Ohr. Sie erzählte mir vor Weihnachten. dass sie Angst habe, da man ihr in den Ferien eine neue Drainage einsetze. Ich wies ihr einen anderen Schlafplatz zu. Die Drainage wurde unnötig, da das Eitern aufgehört hatte. Ein anderer Schüler hatte starke Schlafstörungen und häufig Pseudokrupp. Schon nach einer unbelasteten Nacht schlief der Junge durch und bekam keine Anfälle menr.
Leider zeigte mich die Nachbarin eines türkischen Jungen, dem ich helfen konnte, bei der Polizei an. Die sah nichts Strafbares, da ich kein Honorar nahm. Aber der Rektor verbot mir, eigene Schüler zu beraten, auch wenn die Eltern dringend darum baten, da ich ihren Kindern schon früher helfen konnte. Ein Nachspiel: Einer der Polizisten bat mich später um Rat.

Das waren keine Wunderheilungen. Ich stellte eine Belastung fest und beseitigte sie. Dass diese Art der Gesundheitsgefahren nicht anerkannt ist, wird sich nicht so schnell ändern. Oft wirken nämlich technische Maßnahmen wie Funkstrahlung verstärkend. Da sind wirtschaftliche Interessen im Spiel.
 

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