Wie ich meine Histaminintoleranz überwunden habe (Schlaf)

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23.05.21
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TL;DR Ausreichend und regelmäßig schlafen.

Ich habe seit etwa 10 Jahren starke Beschwerden im Zusammenhang mit histaminreicher Nahrung. Vor allem starker Juckreiz, Schwellungen, z.T. nässende Ausschläge, Magenschmerzen, Darmprobleme. Ich habe vieles versucht, aber letztendlich blieben mir nur Vorbeugung (histaminarme Nahrung) und Symptombekämpfung (Antihistaminika).

Jetzt habe ich seit einigen Monaten praktisch gar keine Probleme mehr und das, obwohl ich esse was ich will. Nicht nur das - z.T. habe ich extra histaminreiche Nahrung zu mir genommen um mir den Beweis zu erbringen. Es war für mich eine große Befreiung und nun will ich gerne in verschiedenen Foren meine Erfahrung teilen. Möglicherweise kann so sich der ein oder andere auch von dieser nervigen Krankheit befreien!

Was ich seit einigen Monaten anders mache: ich schlafe mehr und regelmäßiger. Dazu muss man sagen, dass ich zuvor einen sehr unregelmäßigen Schlaf-/Wachrhythmus hatte. Habe sehr lange Nächte vor dem Computer verbracht, so dass mir nur 4 oder 5 Stunden Schlaf blieben, die ich dann am nächsten oder am übernächsten Tag nachgeholt habe (wenn das überhaupt geht). Dann aber hatte ich einige Wochen mit meiner Freundin verbracht, wodurch sich bei mir ein viel regelmäßiger (und auch großzügigerer) Rhythmus eingestellt hat und plötzlich waren meine Symptome ganz verschwunden. Ich habe das dann auch weiterhin genau beobachtet und tatsächlich konnte ich eine Korrelation zwischen kürzeren Nächten und sich wieder einstellenden Symptomen feststellen.

Also, probiert's mal (wenn ihr nicht eh schon viel und regelmäßig schläft)! Vielleicht klappt es ja bei euch auch.
Viel Glück,
Jan

PS: Ich habe dann etwas recherchiert und bin darauf gestoßen, dass Histamin tatsächlich eine wichtige Rolle für die innere Uhr spielt. Allerdings scheinen die meisten Internetquellen eher über die inverse Kausalität zu sprechen, also über Schlafstörungen bei hohem Histaminspiegel. Es scheint mir aber eher plausibel, dass man mit « freiwillig herbeigeführten Schlafstörungen » umgekehrt auch den Histaminhaushalt durcheinander bringen kann.
 
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bei manchen spielt das sicher auch eine rolle, da ist früher schlafen gehen eine gute idee.

wenn man aber früh schlafen geht und liegt dann stundenlang wach, ist es eher kontraproduktiv.

eine hi hat, wie auch etlliche andere störungen, einige versch. ursachen, die teils schwierig rauszufinden sind.

aber hier im forum gibt es so viele infos um thema (jetzt auch noch dein hinweis auf die schlafdauer), daß schon etliche leute eine besserung erreichen konnten.


lg
sunny
 
Hallo Jannisan,

für Histaminintoleranz gibt es sehr viele Ursachen.

Unzählige Auslöser können die Aktivität der Mastzellen ungünstig beeinflussen. Dazu gehören chemische, physikalische und psychische Reize, aber auch innere körperliche Einflüsse sowie Krankheitserreger. Welche in welchem Ausmass gemieden werden müssen (bzw. können), muss jeder Betroffene für sich selbst herausfinden. Am besten meidet man vor allem die (nach individueller Erfahrung) stärksten Auslöser sowie die am einfachsten zu meidenden Auslöser.

Eine der vielen Ursachen davon ist Stress durch Schlafmangel, denn bei Stress produzieren die Mastzellen mehr Histamin, welches dann nicht so leicht vom Körper abgebaut werden kann. Histaminreiche Nahrung triggert noch diesen Prozess. Befindet sich zu viel Histamin im Körper kann dies wiederum zu Schlafstörungen führen. Deswegen ist ein ausgeglichener Schlaf-/Wachrhytmus von großer Bedeutung:

Zirkadiane Rhythmen (Tag-Nacht-Rhythmus) Die körpereigene Produktion von Cortison in der Nebennierenrinde unterliegt einem Tag-Nacht-Rhythmus. Daher sind die Symptome nicht zu jeder Tageszeit gleich stark. Dies gilt nicht nur für MCAD, sondern auch für Allergiker, Asthmatiker etc. Störung des Zirkadianen Rhythmus durch Schlafmangel, Schlafentzug, unregelmässige Schlafenszeiten, Jetlag

https://www.mastzellaktivierung.info/de/therapie_ausloesermeiden.html

Gruß
Sonnenblume56
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@Ich habe das dann auch weiterhin genau beobachtet und tatsächlich konnte ich eine Korrelation zwischen kürzeren Nächten und sich wieder einstellenden Symptomen feststellen.

Möglicherweise spielen Jahreszeiten, Lichtunterschiede und Hoch- und Tiefdruckgebiete bei der Mastzellenaktivierung eine erhebliche Rolle, welche die innere Uhr mitbestimmt. Bei Frauen auch Hormone u. Zyklus.

das heißt, die innere Uhr wird dann auch durch äußere physikalische Reize aus dem Gleichgewicht gebracht trotz aller Anstrengung, die Bettgehzeiten einzuhalten.

mit anderen Worten, es unterliegt leider nicht der eigenen Kontrolle, sondern wird auch getaktet durch sämtliche Umweltfaktoren

weshalb Glycin z.b dabei hilft, schneller runterzufahren, um den Körper auszutricksen, Phosphatedylserin oder auch Gaba, Helmkraut oder Cassia siamea
 

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