Unklare Brust- und Darmschmerzen, leichte Benommenheit

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Hallo, ich (43, männl.), bin neu hier, lese aber schon Jahrelang immer wieder und nutze dieses Forum zur Recherche. Ich machte bisher immer einen grossen Bogen um Ärzte weil ich bisher stets gut selbst zurecht kam und weil ich mich nicht in diese Maschinerie reinbegeben wollte, aber vielleicht ist es jetzt anders. Ich habe seit langen Jahren schon leichtere Beschwerden, die sich nun aber etwas verändert haben. Ich kam bisher gut damit zurecht, und es war nie sehr belastend, ausser einer ernsten Krise vor 11 Jahren und eine Zeitlang Blut im Stuhl vor ca. 1 1/2 Jahren, was dann aber wieder verschwand und ich annehme, dass es sich um Hämorrhoiden gehandelt haben müsste. Nun haben sich die Symptome verändert, was mir Grund zur Sorge gibt.

Aber jetzt in chronologischer Reihenfolge:
Ich war nie ein ganz gesunder, hatte seit ich denken kann immer einen schwachen Magen/Darm und auch - ebenfalls seit ich denken kann - leichte Schmerzen an derselben Stelle (li. Oberbauch, unterhalb Zwerchfell, glaube da wo der Dickdarm wieder nach unten abknickt). Vor 11 Jahren gab es eine körperliche Krise mit einer extremen Schwäche und Angstzuständen/Panikattacken und darauf folgenden Depressionen (das einzige Mal, dass ich das bisher hatte). Beides verschwand quasi von alleine wieder und alles wurde wieder gut. Ich bin Musiker und Künstler und ich glaube auch, dass mich das damals sozusagen wieder aufgerichtet hat.
Seitdem hatte ich dann einmal eine kurze Phase mit Hämorrhoiden und hellem Blut im Stuhl, und vor ca. 1,5 Jahren eine etwas längere ähnliche Phase, beides ging dann aber wieder von allein weg und hörte auf. Verdauung fast immer „OK“, also kein oder kaum Durchfall o.ä., nur wie gesagt diese immer wieder auftretenden chronischen leichten Schmerzen an derselben Darmstelle, die mir jedoch nie wirklich Angst gemacht haben.
Was mir aber jetzt Angst macht, sind aber Brustschmerzen, die sich auch verändert haben. Brustschmerzen habe ich auch schon etwas länger, etwa 3-4 Jahre, sie entwickelten sich langsam und leicht und ich nehme an, sie kamen vom Rücken. Ich habe seit jeher Rücken- und Haltungsschmerzen wegen zu vielem Sitzen (Job) und einer schlechten Haltung, habe öfter sehr schmerzhafte Hexenschüsse gehabt, aber zum Glück noch keinen Bandscheibenvorfall.
Diese Schmerzen haben sich angefühlt wie Zerren und Ziehen, manchmal punktuell Stechen. Ich habe das immer mit Sport ausgleichen können und es war nie so ernst, dass ich mir wirkliche Sorgen gemacht habe. Bzw. ich habe mir schon Sorgen gemacht, es aber immer ein bisschen verdrängt, da es nie wirklich akut war. Wie auch immer.
Nun hat sich seit einigen Wochen etwas geändert, die Schmerzen sind anders, etwas „deutlicher“ und „ernster“. Zudem haben sie früher nie die Lunge oder das Herz, also meine Kondition - tangiert, jedenfalls nicht so, dass es mir stark aufgefallen wäre - , sodass ich mir eben dachte, dass es eine Muskelsache oder Rheuma sein muss.
Was mir jetzt Angst macht, ist, dass es irgendeine Form von Krebs oder Tumore sein könnte. Obwohl die Schmerzen nicht auf eine Stelle beschränkt sind, sondern sich immer wieder an mehreren Stellen äussern und nun auch ein wenig in der rechten Brustseite zu spüren sind. Eine Stelle - direkt am Herz - schmerzt jedoch oft und da ist irgendwie der „Hauptherd“. Zudem merke ich langsam, dass auch neue Symptome wie etwas schwereres Atmen und etwas erhöhter Blutdruck gelegentlich mal auftritt. Wenn ich viel spreche oder meine Brustmuskeln stark beansprucht sind, kommt es sogar vor, dass ich Engegefühle und stärkere Schmerzen habe, fast krampfartig.
Ich mache seit einigen Wochen täglich eine halbe Stunde Krafttraining und gehe Joggen, das hilft mir und ich habe eine - eigentlich sogar bessere - Kondition als vorher und es ist eben, um den Symptomen entgegenzuwirken. Glaube, ohne das würde es mir wesentlich schlechter gehen.
Was mir noch aufgefallen ist, ist ein gelegentlicher ganz leichter Geschmack/Geruch von Blut im Mund. Meine Weisheitszähne wachsen allerdings gerade und das ist wohl der wahrscheinlichste Grund, ansonsten huste ich kein Blut oder so, habe aber ein bisschen mehr Hustenreiz als früher, aber auch das ist „noch normal“.
Auch wenn ich keine Verdickungen spüren kann und die Schmerzen sich wie gesagt nicht auf eine Stelle beschränken. Aber was für Krebs könnte das sein? Ich bin keine Frau, also Brustkrebs scheidet aus, Lunge ist auch noch OK, die Darmgeschichte kann zudem Parasiten oder eine Entzündung sein (deswegen wahrscheinlich auch die Benommenheit...?), sie werden jedenfalls im Moment besser seit ich Oreganoöl nehme. Ich werde nä. Woche zum Arzt gehen. Was mir wirkliche Angst macht, ist, dass er etwas in dieser Art diagnostizieren könnte. In meiner Familie gab es soweit ich weiss keinen Krebsfall, aber es geht ja „ auch trotzdem“, wie ich gelesen habe.
Dennoch denke ich (und „hoffe“ schon fast), dass es „trotzdem“ nur irgendwie eine Entzündung ist, Rippenfell/Brustkorb o.ä. - auch wenn das auch ganz schön ernst werden kann, wenn es die Lunge in Mitleidenschaft zieht. Oder vielleicht „nur“ Arthrose bzw. was arthritisches/rheumatisches…

Meine Ernährung ist denke ich sehr gesund und die Lebensumstände nicht besonders stressreich. Ich bin Single, nicht adipös, nur in ein wenig im „eher normalem Rahmen“ übergewichtig (Bauch).

Ich hoffe, hier ein paar Ratschläge oder neue Hinweise von euch bekommen zu können und bedanke mich schon mal im Voraus an alle!

Liebe Grüsse
Art (Herr Kulles)
 
wundermittel
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Hallo Herr Kulles,

Krise vor 11 Jahren
Was waren die äußeren Umstände vor 11 Jahren?:
- Umzug, Medikamente, Renovierung, Arbeit mit giftigen Substanzen ....-

* Ist bei Dir schon einmal eine Magen-Darm-Spiegelung gemacht worden?
* Weißt Du etwas von Nahrungsmittel-Allergien bzw. -Intoleranzen? (Nur zur Information: Nahrungsmittel-Allergien werden von den Allergologen/Dermatologen [vorher fragen] getestet. Intoleranzen werden von Gastroenterologen getestet.)
* Ist in Deiner Wohnung evtl. Schimmel (gewesen) oder andere Wohngifte?

Ich finde es bewundernswert, wie Du versuchst, selbst mit Deinen Beschwerden zurecht zu kommen und etwas dagegen zu tun! Es könnte ja sein, daß Du Dir irgendwie etwas "verhoben" hast und jetzt durch den Kraftsport evtl. immer in diese Fehlstellung hinein trainiert wird, was auf Dauer nicht gut tut.
Mein LIeblingstherapeut in einer solchen Situation ist zunächst ein guter OsteopathIn, nicht der Orthopäde.

Willkommen | Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD e.V.)

Grüsse,
Oregano
 
Themenstarter
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09.07.17
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Hallo Oregano (guter Name übrigens, ich schwör auf das Zeug :) ...) - danke für deine Antwort!
Nein, keine Allergie (jedenfalls weiss ich davon nichts...), kein Schimmel und keine Magen-Darmspiegelung bisher gemacht.
Das Krafttraining mache ich erst seit 2 Wochen :)), davor habe ich nur gejoggt, also daran kann es auch nicht liegen.
Danke für deinen Tipp mit dem Osteopathen, das habe ich auch in Betracht gezogen! Ich war vor ca. 2 Jahren schon mal bei einem guten in Stuttgart, als ich wieder stärkere Rückenschmerzen hatte, der hat mich dann mal kurz zurechtgebogen und der Schmerz war weg - fantastisch! Wir haben hier bei uns in der Nähe einen guten, den auch mein Vater besucht, den wollte ich auch schon aufsuchen, das mache ich jetzt dann auch gleich Montag, dank auch nochmals der Bestätigung aus deiner Richtung.

Die beiden "Beschwerdeherde" Darm und Brust fühlen sich für mich beide auch an wie Entzündungen. Zwischen den Schmerzen kann ich irgendwie auch "Brennen" und "Hitze" fühlen. Vielleicht ist auch die Bauchspeicheldrüse betroffen, die Ortung im Oberbauch variiert auch da.


Jedenfalls, meine allgemeine Frage war auch darauf gerichtet, ob es nicht auch evtl. Krebs sein könnte. Was meint ihr? Sehen so Krebssymptome aus oder eher weniger??
 
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Hallo Herr Kulles,

von einem Forum aus zu sagen, ob es Krebs sein könnte oder nicht, halte ich für verwegen ...
Deshalb würde ich diese Frage jetzt erst einmal auf die Seite schieben und abwarten, was der Arztbesuch bringt.

Grüsse,
Oregano
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Themenstarter
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OK, danke. Noch kurz zu der Sache vor 11 Jahren: Allgemeine starke Schwäche, wahrscheinlich Stoffwechsel, Mangelernährung oder sowas, Vitaminschwäche vielleicht. Starkes Benommensein, Atemnot, starke Schwäche über Wochen oder gar Monate hinweg. Weniger geortete Symptome, wenn auch was mit dem Darm auch damals schon. Tippe auf Pilze oder Parasiten. Ich habe davor 5 Tage gefastet (Saftfasten) und davor 1,5 Jahre vegetarisch gelebt, als ich dann wieder mehr Fleisch und Fisch zu mir nahm, ging es bergauf, tippe deswegen auf Proteinmangel.
 
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