Mikronährstoffe (Befund + Frage)

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Hallo zusammen.

Wusste absolut nicht, in welche Rubrik ich es stellen sollte. Hoffe doch mal, dass es hier ganz gut aufgehoben ist.

Wäre nett, wenn mir jemand von euch was dazu schreiben könnte. Habe ein Mikronährstoffprofil machen lassen und dabei kam in der Gesamtbeurteilung rum, dass eine Indikation für ernährungsmedizinische Therapie bezüglich

- Kalium (1800 mg/l Ref.: 1505 - 1870)
- Magnesium (33,6 mg/l Ref.: 31,0 - 38,8)
- Kupfer (0,73 mg/l Ref.: 0,69 - 0,94)
- Zink (6,45 mg/l Ref.: 5,1 - 7,0)
- Selen ( 105 ug/l Ref.: 92,0 - 149,8)

gibt.


Für mich aber irgendwie nicht ganz ersichtlich. Im ersten Blick sieht alles ganz okay aus, da alles schön noch im grünen Bereich ist.

Sie schreiben:

Kalium im Vollblut:

Der Kaliumspiegel liegt direkt unterhalb des Mittelwertes in einem suboptimalen Bereich und sollte deshalb beobachtet werden. Es gilt zu klären, ob eine unzureichende alimentäre Versorgung oder erhöhte Verluste dafür verantwortlich sind. ......


Magnesium:

Der Magnesiumspiegel liegt direkt unterhalb des Mittelwertes in einem subopimalen Bereich und sollte deshalb beobachtet werden. .....


Kupfer im Vollblut:

Der Kupferspiegel liegt gleichermaßen direkt unterhalb des Mittelwertes in einem suboptimalen Bereich und sollte ebenfalls beobachtet werden. .....


Zink:

Der Zinkspiegel im Vollblut liegt nicht in den wünschswerten Bereichen, die zwischen 10% und 20% oberhalb des Mittelwertes liegen. Insbesondere in Stressphasen oder im Rahmen einer Infektabwehr kann es zu Beeinträchtigungen zinkabhängiger Regulationsvorgänge kommen. Dies kann beispielsweise im Sinne einer reduzierten Immunleistung zum Ausdruck kommen. Um eine ungünstige Entwicklung der Zinkversorgung zu vermeiden, sollte der Zinkspiegel über den Medianwert angehoben werden. Der tägliche Zinkbedarf liegt je nach Lebenssituation, Alter und Geschlecht zwischen 10 und 25 mg pro Tag, was auch in etwa als therapeutisch sinnvolle Dosis gelten kann.


Selen:

Auch der Selenspiegel liegt unterhalb des Mittelwertes in einem grenzwertigen Bereich. Ein Selenspiegel direkt unterhalb des Medians ist zwar nicht unmittelbar als Unterversorung zu interpretieren, dennoch sollten aufgrund der besonderen Bedeutung von Selen die Aktivität der Entgiftungsenzyms Glutathionperoxydase (GPX) die Werte oberhalb des Mittelwertes liegen. Die selenhaltige Glutathionperoxidase ist als Bestandteil der zellulären Abwehr gegen die Folgen von oxidativem Stress von übergeordneter Bedeutung. Um eine maximale GPX-Aktivität zu erreichen, sind Selenwerte anzustreben, die ca. 20% oberhalb des Medians liegen.

Freue mich, wenn mich jemand aufklären könnte. Möchte nicht direkt wieder zum Therapeuten rennen.

Danke.

Gruß
 
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Hallo shoky,

ich nehme an, dass das die Untersuchungsergebnisse von Ganzimmun sind.
Hast du die Kopien von dem Untersuchungsergebnissen zu Hause?

Darauf kann man erkennen, dass alle Werte auf einer Linie angegeben werden, die von zu niedrig bis Mittelwert und zu hoch liegen. Ganzimmun geht davon aus, dass eine gute Versorgung dann gegeben ist, wenn die Vitamine und Mineralien 10 Prozent über dem Mittelwert liegen. Wenn sie knapp unter dem Mittelwert liegen ist das noch kein direkter Mangel, aber man kann die Stoffe, wie sie in einem Therapie-Vorschlag angeben, für einen gewissen Zeitraum substituieren, um die 10 Prozent über dem Mittelwert zu erreichen.

So genau bekommt man das in der Regel selten hin, aber bei manchen Werten kann man schon etwas einnehmen. Bei Selen würde ich aber darauf achten, dass er nicht über die 10 Prozent hinaus geht, weil ein zuviel auch Probleme bereiten kann.

Grüsse von Juliette
 

Kate

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Ich danke erstmal Juliette für Ihre Erläuterungen. Ich kenne den Median als Bezugspunkt auch vom medizinischen Labor Rostock bzw. von Herrn Dr. Kuklinski, der dieses Labor für Mikronährstoffe nutzt(e) bzw. empfiehlt (empfahl).

Eigentlich müsste der Median in Deinem Befund auch angegeben sein, choky. Beim Kalium erscheint mir die Befundinterpretation so erstmal nicht plausibel, denn Dein Wert ist ja recht hoch innerhalb des Referenzbereiches - da müsste der Median ja auch ziemlich hoch sein. Eine Frage wäre noch, ob es sich um Vollblutwerte handelte und eine HK (Hämatokrit-)Korrektur durchgeführt wurde, die wieder ganz andere Werte liefern kann. Der Befund bezieht sich dann - so kenne ich es zumindest von einer Untersuchung her - auf die korrigierten Werte (die Du uns hier evtl. nicht genannt hast?).

Nun zur gewählten Rubrik: Wo siehst Du den Bezug zum Neurostress? Deine Beschwerden? Falls es keinen gibt, sollte der Thread aus meiner Sicht in die Rubrik Nahrungsergänzungen verschoben werden. Oder aber - falls es da einen Bezug gibt - in die Rubrik Oxidativer/Nitrosativer Stress.

Gruß
Kate
 
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Dank Kate fällt mir noch ein weiterer Aspekt ein, auch zu dem Kaliumwert. Es gibt Personen, bei denen der Wert im Vollblut recht hoch ist und in der Zelle dann zu niedrig. Leider empfiehlt das Labor gerne Kalium einzunehmen, was ich persönlich nicht für richtig halte. Gerade beim Kalium kann es schnell passieren, dass der Wert in der Zelle zu niedrig ist, wenn z.B. der Arm abgebunden ist und man pumpen muss, die Spritze ein hohes Vakuum erzeugt usw.

Blutabnahmefehler bei Kalium? [Archiv] - Autoimmune Schilddrüsenerkrankungen

Grüsse von Juliette
 
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Eine Frage wäre noch, ob es sich um Vollblutwerte handelte und eine HK (Hämatokrit-)Korrektur durchgeführt wurde, die wieder ganz andere Werte liefern kann. Der Befund bezieht sich dann - so kenne ich es zumindest von einer Untersuchung her - auf die korrigierten Werte (die Du uns hier evtl. nicht genannt hast?).
Habe mich noch mal informiert.

Kalium ( Hämatokrit-korreliert ) -5% Unterhalb des Median
Magnesium ( Hämatokrit-korreliert ) -5% Unterhalb des Median
Kupfer ( Hämatokrit-korreliert ) -6% Unterhalb des Median
Zink ( Hämatokrit-korreliert ) -2% Unterhalb des Median
Selen ( Hämatokrit-korreliert ) -18% Unterhalb des Median


Nun zur gewählten Rubrik: Wo siehst Du den Bezug zum Neurostress? Deine Beschwerden? Falls es keinen gibt, sollte der Thread aus meiner Sicht in die Rubrik Nahrungsergänzungen verschoben werden. Oder aber - falls es da einen Bezug gibt - in die Rubrik Oxidativer/Nitrosativer Stress.
Wie gesagt habe ich im Forum nichts passendes gefunden. Auch in Nahrungsergänzungen fand ich das Thema nicht passend. Bei Neurostress bzw. aber auch Oxidativer/Nitrosativer Stress fand ich wenigstens mal den Begriff "Mikronährstoffprofil". Habe jedoch auch ein altes ( mein erstes ) Thema hier in dieser Rubrik.


Auch vielen Dank an Juliette fürs Antworten.

Gruß
 

Kate

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Hallo choky,

dann bleibt es eben hier. Wäre aber schön, wenn Du den erwähnten anderen Thread aus dieser Rubrik mal verlinken würdest, soweit dieser evtl. auch etwas zu Deinen Beschwerden sagt. Dann wird das Gesamtbild runder und die Laborwerte schweben nicht so im luftleeren Raum.

Mit den HK-korrigierten Werten passt das Ganze doch schon besser :)

Zu Kupfer schau bitte mal ins Wiki. Dies würde ich niemals aufgrund eines zu niedrigen Vollblut- oder Serumwertes allein einnehmen, sondern immer auch das freie Kupfer vorher bestimmen lassen. Bei meiner Untersuchung hatte Biovis seinerzeit sogar einen entsprechenden Warnhinweis im Befund. Allerdings wird in Deinem Befund ja (wohl?) auch keine Einnahme empfohlen, sieh es also nur als Hinweis, falls Du selbst das erwägst.

Grüße :wave:
Kate
 
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Wäre aber schön, wenn Du den erwähnten anderen Thread aus dieser Rubrik mal verlinken würdest, soweit dieser evtl. auch etwas zu Deinen Beschwerden sagt. Dann wird das Gesamtbild runder und die Laborwerte schweben nicht so im luftleeren Raum.

Mit den HK-korrigierten Werten passt das Ganze doch schon besser :)

Zu Kupfer schau bitte mal ins Wiki. Dies würde ich niemals aufgrund eines zu niedrigen Vollblut- oder Serumwertes allein einnehmen, sondern immer auch das freie Kupfer vorher bestimmen lassen. Bei meiner Untersuchung hatte Biovis seinerzeit sogar einen entsprechenden Warnhinweis im Befund. Allerdings wird in Deinem Befund ja (wohl?) auch keine Einnahme empfohlen, sieh es also nur als Hinweis, falls Du selbst das erwägst.
Hallo Kate,

das Thread ist recht alt aber ich schau mal. Mir geht es bei der Sache auch darum, dass ich es selbst verstehe. Nach Therapeut z.B. soll ich Magnesium und Zink nehmen. Wenn ich selbst aber jetzt so Werte sehe wie Zink (6,45 mg/l Ref.: 5,1 - 7,0) da versteh ich das nicht ganz. Denn danach lieg ich doch gut dazwischen. Aber dann kommt noch das mit dem HK-korrigierten Werten dazu. Da lieg ich dann bei Zink z.B. in einem nicht wünschswerten Bereich.

Bei Kalium z.B. versteh ich es überhaupt nicht. Kalium (1800 mg/l Ref.: 1505 - 1870) da komm ich ja schon fast am oberen Referenzbereich dran. Mit den HK-korrigierten Werten liegen ich aber scheinbei eher im Mangel.

Mal einfach so gefragt: die HK-korrigierten Werten, sind das die Werte, die tatsächlich im Vollblut da sind? Oder wie könnte man einfach erklären?

Wegen dem Kupfer noch; nein ich selbst nehme sowieso nichts ohne das irgendwie vorher abzusprechen. Mir geht es gerade darum, diese Werte bzw. diesen Test einfach nur zu verstehen.

Gruß
 
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Kate

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Hallo choky

Aber dann kommt noch das mit dem HK-korrigierten Werten dazu. Da lieg ich dann bei Zink z.B. in einem nicht wünschswerten Bereich.
Das wird der Punkt sein.

Mal einfach so gefragt: die HK-korrigierten Werten, sind das die Werte, die tatsächlich im Vollblut da sind? Oder wie könnte man einfach erklären?
Schau dazu mal hier: http://www.symptome.ch/vbboard/oxid...yse-hk-korrektur.html?highlight=HK-Korrektur+. Von dort ist ein weiterer Thread verlinkt, wo ich öffentlich gerechnet habe ;) Das ist nämlich ein rechnerischer Wert, ähnlich wie wenn man bei Urin-Untersuchungen nicht pro Mengeneinheit Urin (z.B. in ml gemessen) misst, sondern auf Kreatinin (z.B. in mg Krea gemessen) bezogen. Da geht es darum, die "Dicke" des Urins zu berücksichtigen, bei den HK-korrigierten Untersuchungen quasi darum die "Dicke" des Blutes zu berücksichtigen. Aber das jetzt nur aus dem Gedächtnis, schau mal in die Threads...

Gruß
Kate
 
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