Hiobsbotschaft Polyneuropathie

  • Themenstarter Themenstarter Naoko
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15.07.24
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Hallo Alle
Habe mich gerade angemeldet. Letzten Donnerstag die Hiobsbotschaft Polyneutopathie erhalten. Kann Diagnose gerade nicht fassen. Akzeptanz fehlt. Habe 7/24 fürchterliche Schmerzen als liege ich zugedeckt in einem Brennesselbeet und esse Brennesseln dazu. Medi; Pregabalin 25mg erhalten, order abends einnehmen. Nach einer Woche auch morgens eine. Was meint Ihr?
 
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Hallo Naoko,

Polyneuropathie scheint eine häufige Diagnose zu sein. Was ich ganz wichtig dabei finde: hat man auch die Ursache(n) heraus gefunden? Denn je nach Ursache wäre auch die Therapie unterschiedlich.

...
Die Ursachen der Polyneuropathien sind vielfältig. Mögliche Ursachen sind:
  • Diabetes mellitus (häufigste Ursache),
  • Alkoholkrankheit
  • Engstelle im Bereich der Lendenwirbelsäule (Spinalkanalstenose)
  • Lebererkrankungen
  • Mangelernährung: Beriberi, Pellagra, Zöliakie, Vitaminmangel (B1, B6, B12, Folsäure)
  • Giftige Substanzen, z.B. Schwermetalle
  • Unerwünschte Wirkungen von Medikamenten
  • Infektionen: z.B. Borreliose, Syphilis, Varizella-Zoster-Viren, HIV
  • Hormonelle Ursachen: Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose),
  • Autoimmunerkrankungen: z.B. Guillan-Barre-Syndrom, chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP), Sarkoidose, rheumatoide Arthritis
  • Krebserkrankungen: Bronchialkarzinom, Mammakarzinom, Leukämie
  • Erbkrankheit: hereditäre motorisch-sensible Neuropathie ...

NImmst Du regelmässig irgendwelche Medikamente?
Weißt Du von einer Borreliose oder anderen „Belastungen“?
Gibt es in Deiner Familie ähnliche Probleme?
Ist Deine Wirbelsäule ok?
Wie sieht es mit Allergien bzw. Intoleranzen aus?
...
Grüsse,
Oregano
 
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Und noch eine Frage: Ist das Brennen urplötzlich aufgetreten oder über wie lange Zeit hat es sich entwickelt?
 
Hallo zusammen,

hat man bei dir ein erhöhtes Serum-Homocystein festgestellt?
Das wäre in Zusammenhang mit Polyneuropathie definitiv relevant – denn ein Mangel an bioaktiven B-Vitaminen (insbesondere B6, B12 und Folat in ihren aktiven Formen) kann hier mitverantwortlich sein oder Beschwerden verstärken.

Würde mich persönlich eine Polyneuropathie betreffen, würde ich begleitend auf einen hochwertigen B-Komplex mit ausschließlich bioaktiven Formen setzen – also Methylcobalamin, P-5-P, 5-MTHF usw.
Das Ganze natürlich immer in Verbindung mit laborgestützter Begleitung (z. B. MMA, Holo-TC, Homocystein).

Ich habe in meinem E-Book ein ganzes Kapitel dem Thema Polyneuropathie gewidmet – auch in Bezug auf diabetische Neuropathien, Ursachenforschung, Mikronährstofftherapie, neuroprotektive Ansätze und antioxidative Strategien. Ein ergänzendes Video ist ebenfalls integriert, das auf die Rolle spezifischer Mikronährstoffe bei Autoimmun- und Nervenerkrankungen eingeht.

Mir ist wichtig, Menschen dazu zu motivieren, sich selbst zu befähigen, ihre Gesundheit mitzugestalten – insbesondere wenn es um begleitende, komplementäre Ansätze geht.

Bei Fragen oder Interesse am Thema tausche ich mich gern aus.

Beste Grüße und viel Erfolg auf deinem Weg
ENDOGEN
 
Schade, daß sich Naoko nicht mehr gemeldet hat. - Dann geht es jetzt trotzdem mit dem Thema weiter :)...
... Nervenschmerzen und Muskelschmerzen verstärken sich gegenseitig
In sehr vielen Fällen kommen zu den Schmerzen, die die beschädigten Nerven bei Polyneuropathie verursachen noch Schmerzen aus den Muskeln hinzu. Man nennt das das Myofasziale Schmerzsyndrom und es ist der häufigste Grund für Schmerzen am Bewegungsapparat überhaupt.

Dabei kommt es zu kleinen Krämpfen an bestimmten Stellen in den Muskelfasern, die sich von alleine nicht mehr auflösen können. Diese Minikrämpfe stören die Arbeit des Muskels und der Nerven. Sie können ein unglaubliches Maß an Schmerzen verursachen und bis hin zu Gelenkblockaden führen. ... Wenn man die Muskelverkrampfungen allerdings behandelt, erreicht man häufig Verbesserungen der Schmerzen. Ich hatte sogar mehrere Patienten, bei denen die Schmerzen nach einer Behandlung der Muskulatur ganz verschwanden. In diesen Fällen war die Schmerzursache also nicht die Polyneuropathie, sondern die Verkrampfung der Muskulatur. ... VIDEOs mit Übungen ...


Von Übungen mit so einem kleinen Igelball wird übrigens abgeraten.
Es lohnt, diese Seiten und die Videos anzuschauen !

Grüsse,
Oregano
 
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... Hiobsbotschaft Polyneutopathie erhalten. Kann Diagnose gerade nicht fassen. Akzeptanz fehlt. Habe 7/24 fürchterliche Schmerzen als liege ich zugedeckt in einem Brennesselbeet und esse Brennesseln dazu. Medi; Pregabalin 25mg erhalten, order abends einnehmen. Nach einer Woche auch morgens eine. Was meint Ihr?
Diese Diagnose ist eine echte Epidemie, ob Covid damit zu tun hat? Impfung? Es beginnt eine Odyssee, sicher zuerst B12 Vitamine die nicht helfen werden. Keine Wundermittel kaufen sie bringen nichts.
 
Guten Morgen,
da ich hier kaum noch aktiv bin, wollte ich meinen Account löschen.
Allerdings stieß ich zufällig auf diesen Beitrag und werde noch hier bleiben.
Mit der Seite von Herrn Blitzer werde ich mich näher befassen.

Ich habe seit ca. 5 Jahren Symptome einer Polyneuropathie, die allerdings in 2 neurologischen Praxen nicht festellbar waren.

Vermuten tu ich eine Nebenwirkung bzw. Nachwirkung meiner Therapie eines SD Karzinoms.

Mit meinen 44 Jahren ist es nicht alterstypisch, sagen die Ärzte.

Therapiert wird bei mir daher nicht.

Ich bin dann wieder selbst gefragt.

Allen Frohe Weihnachten und besinnliche Tage sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr.
 
Hallo @Brocken ,
schau mal hier hin
Vor ner Weile bin ich mit einem ähnlichen Thema hier wieder mal aufgeschlagen, nachdem mir dieses tolle Forum gedanklich abhanden gekommen war.
Es gibt diese Studie in USA/Kanada, bei der ein Wirkstoff für topische Anwendung getestet werden soll.
Das alles hört sich vielversprechend an, für dich allemal, weil du eine Zulassung in DE/Europa sicher noch erleben wirst, im Gegensatz zu mir, ich bin Mitte 75.
Zumal sich das dort alles etwas hinzieht, es scheint, als wär von Pharma damit nicht das große Geld zu machen.

Der Wirkstoff, um den es geht, heißt Pirenzepin, wurde vor vielen Jahren von Böhringer entwickelt als Magenmedikament und soll jetzt von https://www.winsantor.com/ weiterentwickelt werden für den neuen Anwendungsbereich. Der Name in der Studie ist WST-057
Hab eben mal ne KI gefragt nach "Pirenzepin 4% topisch" und u.a. diese Aussage erhalten:
  • Forschungsgebiet: Präklinische Studien und klinische Phase-2b/3-Studien haben gezeigt, dass topisches Pirenzepin das Potenzial hat, Taubheit und Schmerzen im Zusammenhang mit diabetischer Neuropathie (Nervenschäden, die häufig bei Diabetes, HIV oder als Nebenwirkung einer Chemotherapie auftreten) zu lindern und sogar die Nervenheilung zu fördern.
  • Vorteile: Die Anwendung auf der Haut ermöglicht eine hohe lokale Wirkstoffkonzentration in den betroffenen Bereichen (z.B. Füße und Unterschenkel), während die systemische Aufnahme und damit verbundene Nebenwirkungen (wie Sehstörungen oder Mundtrockenheit, die bei oraler Einnahme auftreten können) minimiert werden.
  • Verfügbarkeit: Die 4 %-Lösung (oft als WST-057 bezeichnet) wird derzeit in diesen Studien getestet und ist verschreibungspflichtig. Sie ist kein standardmäßig in Apotheken verfügbares Produkt, kann jedoch unter Umständen von spezialisierten Compoundier-Apotheken auf ärztliche Verschreibung hin hergestellt werden, sofern eine medizinische Indikation und die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Jetzt meine Frage in die Runde, wie komme ich an diesen Wirkstoff ran in der 4% Zubereitung?
wenn das irgendwann normal in Apotheken verfügbar ist, guck ich mir das von unten/oben an bei meinem Alter....
 
Interessant, Silena.

An den Wirkstoff heranzukommen, wird sicherlich nicht einfach zu sein.

Für mich selbst werde ich die Seite des Dr. Bitzer näher sichten. Empfohlene Übungen lernen und schauen, ob eine positive Veränderung eintritt.

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Habe versehentlich den Namen falsch geschrieben.
 
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R-alpha-Liponsäure (ALA) kann immens gegen Neuropathien helfen.
Die weltweit einzig als Arzneimittel zugelassene ALA (racemisch) zur Infusion gibt es in Deutschland. Kostet ab €9 per Infusionsampulle in Apotheken. Amerikanische Ärzte benutzen darum tatsächlich auch diese aus Europa importiert.
Die formale Zulassungsindikation bei i.v. ALA ist diabetische Neurophatie.
Aber ALA wirkt günstig nicht nur bei diabetisch bedingten Nervenschmerzen sondern auch bei Trigeminus-Neuralgie und anderen Arten neuropathischer Schmerzen und Schädigungen der Nervenenden.

Möchte man systemische und peripher wirksame Konzentrationen ALA näherungsweise auch ohne Infusion erreichen: Das Natriumsalz der R(+) Alpha-Liponsäure ist hervorragend wasserlöslich, ohne dabei mit sich selbst zu polymerisieren. Diese Form übergeht auch die überwiegende Verstoffwechslung in den Geweben ihres Erstkontaktes; sie bleibt also nicht in den Schleimhäuten und dem Leberstoffwechsel hängen sondern verteilt sich systemisch überall im Körper bis in die Hautschichten.
Eine orale Einnahme von 300mg Na-R-ALA, gefolgt von weiteren 300mg Na-R-ALA nach 15-30 Minuten, gefolgt von weiteren 300mg Na-R-ALA nach 15-30 Minuten soll hinsichtlich Cmax und AUC ungefähr den Wirkstoffspiegeln des R-Enantiomers einer 20-minütigen i.v. Infusion mit 600mg racemischem R-S-ALA entsprechen.

Was man austesten könnte wäre außerdem die topische Auftragung wässrig gelöster Na-R-ALA auf betroffene Körperbereiche. Oder von in Öl gelöster R-ALA bzw. racemischer R-S-ALA.
Interessant ist auch die systemische Einnahme entweder per i.v. oder p.o. kombiniert mit topisch aufgetragener rotes Kupferoxid Salbe: Das Kupfer ist enorm wichtig für die Synthese der Myelinscheiden von Nerven und auch für die Durchblutung, also Gewebe- und Nervenversorgung. ALA komplexiert außerdem hervorragend mit Kupfer, um dieses über Gewebe- und Zellschranken zu führen. Tatsächlich zeigt sich ALA selbst bei Morbus Wilson als mit deutlichem Abstand besserer Chelator von Kupfer als die pharmazeutischen Penicillamin etc. Außerdem haben die Cu-ALA Komplexe in sich selbst bereits biologisch wirksame, katalytische Effekte ähnlich den Enzymen Katalase und Superoxiddismutase.

Wichtig zu wissen wenn man ALA mehrmals nimmt ist, dass es in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang merklich ein paar Kofaktoren des Pyruvatdehydrogenase-Komplexes (PDHc) im mitochondrialen Energiestoffwechsel verwendet;
Per 300mg R-ALA Einnahmezyklus bedarf es grob über den Daumen gepeilt ein paar weniger Milligramm Thiamin (B1), ein paar weniger Milligramm Riboflavin (B2), um die 100 Mikrogramm Biotin (B7), ein paar weniger Milligramm Pantothen (B5) und vor Allem üppigere ca. 50-100 Milligramm Niacin (B3).​
Unmittelbar egal sind dagegen B6, B9 und B12.​
Manche wenige Leute können mit ALA spontan in einen Unterzucker geraten; Diabetiker sollten auf diese Möglichkeit bedacht sein.​


Peace out.
 
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Vitamin B6 ist ein ganz besonderer Stoff, der nicht immer gut tut:

... Was Ärzte dabei teilweise übersehen, ist eine chronische Überdosierung von Vitamin B6, sprich Pyridoxin. Obwohl dieser Zusammenhang mit Neuropathien seit Jahrzehnten bekannt ist, spielt er im klinischen Alltag bislang eine erstaunlich geringe Rolle, augenscheinlich zu Unrecht. Im Journal of Neurosciences in Rural Practice haben Neurologen Fallberichte über acht ältere Patienten zusammengestellt, die innerhalb von vier Jahren in ihrer Ambulanz behandelt wurden. Sieben von ihnen entwickelten eine sensorimotorische Polyneuropathie ausschließlich infolge erhöhter Vitamin-B6-Supplementationen. Bei einem weiteren Patienten verschlechterte Vitamin B6 eine bestehende Nervenerkrankung erheblich.

Allen Fällen gemeinsam waren typische neurologische Symptome: ein gestörtes Vibrationsempfinden, symmetrische Sensibilitätsausfälle an den Füßen, aber auch Gangunsicherheit. Elektrophysiologische Untersuchungen zeigten ausgeprägte Schädigungen der sensiblen Nerven, in mehreren Fällen auch eine motorische Beteiligung. Drei Beispiele: ...

Das sind zwar nur wenige Fälle, sollten aber dennoch nachdenklich machen.

Grüsse,
Oregano
 
Fallberichte über acht ältere Patienten zusammengestellt, die innerhalb von vier Jahren in ihrer Ambulanz behandelt wurden.

…. Das ist ja jetzt nicht soooo gewaltig.
 
Wenn B6 im Serum als "zu hoch" gemessen wird, sollte man auch nochmal das "bioaktive B6" messen (wohl nur beim IMD Berlin mit der einzig richtigen Methode, nämlich über B6-verstoffwechselnde Bakterien). Ich sehe bei z.B. HPU oft, dass die Patienten zwar B6 "erhöht" haben, bioaktiv aber zu niedrig sowie Homocystein erhöht --> Verwertungsstörung! Sie müssen P5P supplementieren, damit die Zellen es aufnehmen können.
Aber ja, auch eine Überdosierung kann eine PNP machen - und wenn die Supplementierung beendet wird, hört verschwindet die PNP i.d.R. nach einigen Tagen wieder.
 

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