R-alpha-Liponsäure (ALA) kann immens gegen Neuropathien helfen.
Die weltweit einzig als Arzneimittel zugelassene ALA (racemisch) zur Infusion gibt es in Deutschland. Kostet ab €9 per Infusionsampulle in Apotheken. Amerikanische Ärzte benutzen darum tatsächlich auch diese aus Europa importiert.
Die formale Zulassungsindikation bei i.v. ALA ist diabetische Neurophatie.
Aber ALA wirkt günstig nicht nur bei diabetisch bedingten Nervenschmerzen sondern auch bei Trigeminus-Neuralgie und anderen Arten neuropathischer Schmerzen und Schädigungen der Nervenenden.
Möchte man systemische und peripher wirksame Konzentrationen ALA näherungsweise auch ohne Infusion erreichen: Das Natriumsalz der R(+) Alpha-Liponsäure ist hervorragend wasserlöslich, ohne dabei mit sich selbst zu polymerisieren. Diese Form übergeht auch die überwiegende Verstoffwechslung in den Geweben ihres Erstkontaktes; sie bleibt also nicht in den Schleimhäuten und dem Leberstoffwechsel hängen sondern verteilt sich systemisch überall im Körper bis in die Hautschichten.
Eine orale Einnahme von 300mg Na-R-ALA, gefolgt von weiteren 300mg Na-R-ALA nach 15-30 Minuten, gefolgt von weiteren 300mg Na-R-ALA nach 15-30 Minuten soll hinsichtlich Cmax und AUC ungefähr den Wirkstoffspiegeln des R-Enantiomers einer 20-minütigen i.v. Infusion mit 600mg racemischem R-S-ALA entsprechen.
Was man austesten könnte wäre außerdem die topische Auftragung wässrig gelöster Na-R-ALA auf betroffene Körperbereiche. Oder von in Öl gelöster R-ALA bzw. racemischer R-S-ALA.
Interessant ist auch die systemische Einnahme entweder per i.v. oder p.o. kombiniert mit topisch aufgetragener rotes Kupferoxid Salbe: Das Kupfer ist enorm wichtig für die Synthese der Myelinscheiden von Nerven und auch für die Durchblutung, also Gewebe- und Nervenversorgung. ALA komplexiert außerdem hervorragend mit Kupfer, um dieses über Gewebe- und Zellschranken zu führen. Tatsächlich zeigt sich ALA selbst bei Morbus Wilson als mit deutlichem Abstand besserer Chelator von Kupfer als die pharmazeutischen Penicillamin etc. Außerdem haben die Cu-ALA Komplexe in sich selbst bereits biologisch wirksame, katalytische Effekte ähnlich den Enzymen Katalase und Superoxiddismutase.
Wichtig zu wissen wenn man ALA mehrmals nimmt ist, dass es in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang merklich ein paar Kofaktoren des Pyruvatdehydrogenase-Komplexes (PDHc) im mitochondrialen Energiestoffwechsel verwendet;
Per 300mg R-ALA Einnahmezyklus bedarf es grob über den Daumen gepeilt ein paar weniger Milligramm Thiamin (B1), ein paar weniger Milligramm Riboflavin (B2), um die 100 Mikrogramm Biotin (B7), ein paar weniger Milligramm Pantothen (B5) und vor Allem üppigere ca. 50-100 Milligramm Niacin (B3).
Unmittelbar egal sind dagegen B6, B9 und B12.
Manche wenige Leute können mit ALA spontan in einen Unterzucker geraten; Diabetiker sollten auf diese Möglichkeit bedacht sein.
Peace out.