Hallo damdam,
wenn Insulin tief ist, lässt's sich leichter abnehmen. Daher nicht rund um die Uhr KH essen, sondern bestenfalls eine KH-haltige Mahlzeit, vlt. auch zwei - je nach Frequenz - und danach nur noch Fett und Eiweiß, damit der Körper ans eigene Fett gehen kann. Länger nichts essen hat den gleichen Effekt (mit dem Vorteil, dass das Nahrungsfett nicht noch verbrannt werden muss).

Also KH-Input -> Insulin hoch -> verringerte Fettoxidation
demnach:
keine KH (sondern Fett, Eiweiß oder nichts) -> Insulin tief, u.U. Glucagon hoch -> Leerung der Glykogenspeicher in der Leber und Fettabbau

Ich hoffe, das war verständlich.
 
Hallo Kinderreich,

ja, danke, jetzt verstehe ich. Das mache ich dann ja sogar fast: morgens Haferflocken mit Apfel, mittags und abends kaum KH (nur, was im Gemüse ist). Nur hab ich manchmal noch Obst dazwischen. Allerdings gehts bei mir nicht ums Abnehmen (ok, hätt ich auch nichts dagegen), sondern eher um den Blutzucker (die Haferflocken sind mehr aus pragmatischen Gründen, und na ja, ich liebe Haferflocken).

Wenn man Eiweiß isst, wird Glykogen aufgebraucht? Ich dachte immer, Eiweiß wird bei KH-Mangel auch in Glucose umgewandelt? (weswegen man bei zuviel Eiweiß auch nicht in Ketose sein kann).

Viele Grüße
 
Ich kopiere mal etwas hier rein, was ich dazu gelesen habe:
Das Hormon Glukagon ist der Gegenspieler des Insulins.
Es wird auch von Inselzellen der Bauchspeicheldrüse hergestellt.
Glukagon sorgt in erster Linie dafür, dass der Blutzuckerspiegel ansteigt.
Daher wird es ausgeschüttet, wenn der Blutzuckerspiegel zu niedrig wird. Auch bei proteinreichen Mahlzeiten, bei akutem Stress und körperlicher Anstrengung wird Glukagon ausgeschüttet.
Anstrengung wirkt als Auslöser für die Glukagonausschüttung, weil man durch körperliche Belastung Energie verbraucht und den Blutzucker dadurch senkt. Der Blutzucker muss daher wieder erhöht werden.
Akuter Stress war ursprünglich meistens mit erhöhter körperlicher Leistung verbunden, weil man entweder kämpfen oder schnell flüchten musste. Daher ist es nachvollziehbar, dass auch bei Stress Glukagon ausgeschüttet wird.

Bei erhöhtem Glukagonspiegel werden die Glykogenvorräte in der Leber abgebaut und als Glukose ans Blut abgegeben.
Außerdem werden nach proteinreichen Mahlzeiten mithilfe des Glukagons die im Protein enthaltenen Aminosäuren in Glukose umgewandelt. Bei dieser Umwandlung entsteht Harnstoff, der über die Nieren mithilfe von reichlich Wasser ausgeschieden werden muss. Daher sollte man viel trinken, wenn man viele Proteine zu sich nimmt.

Indirekt werden durch das Glukagon auch die Fettzellen ermuntert, Fett ans Blut abzugeben, mit dem Ziel, es durch Umbau zur Blutzuckersteigerung zu nutzen.

Dies ist wohl der Grund dafür, dass Glukagon manchmal als Schlankmacher-Hormon bezeichnet wird.

Doch das bedeutet nicht, dass es sinnvoll wäre, wenn man vermehrt Glukagon im Blut hätte. Bei zu viel Glukagon wäre ein zu hoher Blutzucker die Folge und das ist äußerst ungesund. Die gesundheitlichen Folgen eines zu hohen Blutzuckerspiegels kann man bei der Diabetes-Erkrankung deutlich sehen.

Wichtig für das Abnehmen ist jedoch, dass es nicht zu wenig Glukagon im Körper gibt.

Ein hoher Insulinspiegel hemmt die Ausschüttung des Glukagons. Das ist eigentlich logisch, denn im Normalfall wäre es unsinnig, wenn das Insulin das Glykogen in der Leber aufbauen lässt und das Glukagon es gleichzeitig abbauen lässt.

Doch für Menschen mit einer Insulinresistenz ist diese Hemmwirkung problematisch, weil sie andauernd einen zu hohen Insulinspiegel haben.

Wenn bei Menschen mit Insulinresistenz der Blutzucker absinkt, wird zu wenig Glukagon ausgeschüttet. Daher wird das Glykogen in der Leber nicht abgebaut und in Glukose verwandelt. Der Blutzuckerspiegel bleibt niedrig und wird möglicherweise immer niedriger. So kann es zur reaktiven Hypoglykämie kommen.
Quelle: https://erfolgreich-abnehmen-durch-hintergrundwissen.de/buch/glukagon.htm

Vielleicht ist der letzte Absatz der Grund für meine Schlappheit der letzten Tage?!
 
Gestern Schlafprobleme, heute noch schlimmer. ABER:

Ich hab's gerafft. Eine Erkenntnislawine hat mich erfasst. Schönes Bild übrigens. :) Vielfach gelesen, aber den Gesamtzusammenhang nicht verstanden. Jetzt ist der Groschen gefallen.

Was haben
  • exzessiver Sport
  • ketogene Ernährung
  • Fasten und
  • Eiweißdiät / Leberfasten / Formuladiät / Strunz' Geheimplan
gemeinsam?

Also davon abgesehen, dass diese glorreichen Vier gegen Insulinresistenz helfen, erhöhen sie Glucagon und verringern dadurch Insulin und die Insulinresistenz löst sich mit der Zeit auf. Außerdem stoßen diese vier (und damit Glucagon) die Autophagie an (zelluläre Müllabfuhr).

Ursache einer Ketose ab dem Kleinkindalter ist entweder ein länger andauernder Hungerzustand, etwa beim Fasten, oder eine länger anhaltend niedrige Zufuhr von Kohlenhydraten von weniger als 50 Gramm pro Tag beim Erwachsenen[1], bei beabsichtigter Restriktion (zumeist in Kombination mit deutlich erhöhtem Fettanteil) als ketogene Diät bezeichnet. Hierbei kommt es unter Glucagon-Einfluss zur Deckung des benötigten Energiebedarfs zu erhöhtem Abbau von Fettsäuren zu Ketonkörpern in der Leber als Alternative zur Bereitstellung von Glucose aus dem Abbau von Kohlenhydraten.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ketose_(Stoffwechsel)

Folgender Gedankengang:
Angenommen, die Leber ist insulinresistent. Dann ist der Insulinspiegel zu hoch. Und weil Glucagon der Gegenspieler ist, Glucagon automatisch zu niedrig. Denn sonst wäre Insulin nicht zu hoch, sondern die beiden würden im wechselseitigem Auf und Ab im Prinzip einen Gleichgewichtszustand herstellen. Je nachdem, was gebraucht wird. Das klappt aber nicht. Also handelt es sich um eine hormonelle Fehlregulation. Das ist logisch! Die Insulinresistenz mit erhöhtem Insulin sorgt für eine Anhäufung von Leberfett, was die Leber als Entgiftungsorgan (auch Hormone müssen abgebaut werden!) ziemlich ausknipst. Das führt dann wohl zu niedrigem T3 bzw. hohem rT3 und Androgenen, die da in der Menge nicht sein sollten mit all den beschriebenen Folgen hier im Strang.

Ich habe die ganze Zeit, wenn es um Insulinresistenz ging, nur auf Insulin gestarrt, sodass ich den Wald vor lauten Bäumen nicht erkennen konnte. Zu nah dran. Wuah, jetzt bin ich ganz hibbelig, weil das die Lösung ist. Das erklärt auch, warum ich kognitiv ganz gut drauf bin, aber der Nebel trotzdem da ist. Es ist gar kein Gehirnproblem, sondern die Leber ist's. Das behaupte ich jetzt solange bis auf Widerruf.

Also esse ich jetzt bis Freitag meine Gelüste weg (außerdem steht mal wieder eine Feier ins Haus) und ab Samstag nächster Woche mache ich bis Ende März Leberfasten mittels Eiweißshakes und NEMs, weil ich alles da habe und das Original mir zu teuer ist. Da bin ich ja mal gespannt.

Dieser Leberfasten-Plan sieht vor:
  • 3 Shakes à 30g Pulver in 350ml fettarmer (1,5%iger) Milch
    (3x 262kcal, 7g Fett, 19g KH, 27g Eiweiß)
  • 2x pro Tag dazu Gemüse und Salat (fettfrei)
  • bei insgesamt max. 1.000 kcal

Mit 1,5%iger Milch (300ml) und meinem Whey (30g) komme ich auf 264kcal, 7g Fett, 16g KH und 35g Eiweiß, was ich sehr gut finde. Die NEMs wie Multi, Carnitin, Taurin, Magnesium, Omega 3 und Cholin kommen dann noch dazu. Ich bin ziemlich euphorisch, denn dieses ganze Problemkonstrukt beweist auch, dass meine Fasterei auf Anhieb gar nicht klappen konnte. Es musste so kommen. Das rehabilitiert mein Ego durchaus. ;) Wobei 5 Tage für den Erstfaster ja nicht peinlich sind, ich bin trotzdem stolz. Aber diese Schlappheit hätte nicht sein müssen. Der Körper hätte sich schon noch irgendwann umgestellt - aber zu welchem Preis?
Derzeit bin ich jedenfalls sehr überzeugt davon, dass es mir Ende März deutlich besser gehen wird. Und ich sehe mich auch schon im Sommer mit top Figur und neuem Bikini herumlaufen. Nicht wichtig, pusht aber Dopamin noch zusätzlich. :D

Und bis dahin diniere ich KH+EW und Fett+EW getrennt voneinander und freue mich meines Lebens. Alkoholfreies zum Wohl auf das, was noch kommt. :bier:
 
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Hallo Kinderreich,
Fasten ist bei mir auch keine tolle Sache, da es auch zu enormer Schlappheit kommt.
:wave:
 
Danke damdam!
Welche Fastenvariante ist denn nun die Richtige?
Meine Antwort: Die Variante, bei der der Fastenstoffwechsel erreicht wird. Das kann natürlich sehr rasch mit einem reinen Wasserfasten (also nur noch Wasser trinken) erreicht werden. Davon rate ich aber heute den allermeisten Patienten ab, denn die Menschen sind das gar nicht mehr gewöhnt.
DAS kann ich bestätigen. :D

Im Übrigen habe ich über meinen nächtlichen Einfall nachgedacht. Finde ich immer noch gut, allerdings kann natürlich folgendes eintreten:
  • Die zwei Wochen reichen nicht, weil der Stoffwechsel sehr im Argen liegt und die Leber vollfett ist. Ich muss dann also u.U. noch etwas Zeit anhängen, wird aber optional entschieden.
  • Der Schaden ist bereits irreversibel (geht ja auch schon beinahe 2 Jahrzehnte) -> mein persönlicher worst case, bei dem Gedanken hat's mich höllisch durchgeschüttelt heute früh. Allerdings habe ich auch keine Leberzirrhosesymptome, das ist entlastend.
  • Lösung und Problem gehören nicht zusammen

Interessant ist ja auch, dass die Leber eine Riesenrolle bei der Erregerabwehr spielt.
Vorsicht These: Ich kann mir gut vorstellen, dass Darmprobleme ursprünglich Leberprobleme sind, die sich dann weiter ausdehnen (man sagt ja: Die Leber leidet still.). Das ist allerdings reine Spekulation und nur ein Gefühl. Hab's auch nicht weiter recherchiert, ob dieser Zusammenhang tatsächlich besteht.

Ich habe gerade 250g Himbeer-Skyr mit einer Nektarine und zwei Kiwi verspeist und fühle mich als hätte ich ein ganzes Schwein intus. Hunger hatte ich bis kurz vor dem Essen auch nicht. Insofern war das Fasten auch schon hilfreich, ich muss jetzt nicht mehr so oft essen, das entspannt die Psyche ungemein.

Heute Abend versuche ich in Richtung low carb (aber nicht zwingend high fat) zu essen. Bin ich ja gespannt.

Viele Grüße und ein schönes WE :wave:
 
Huhu,
Kinderreich, gratuliere zur ersten Fastenetappe!

Fasten ist bei mir auch keine tolle Sache, da es auch zu enormer Schlappheit kommt.
Geht mir genau so - bzw. geht bei mir gar nicht mehr (Nebennieren).

In "jungen Jahren" hab ich aber alles durchprobiert - 3 Wochen Semmel/Milch (Mayr Kur, so richtig mit Doc), Saftfasten, Teefasten, Wochenendfasten usw...
Hach, waren das noch Zeiten - von nur Obst hin zu 1-2 Wochen Eiweißdiät, hin zu jeder Diät die irgendwie modern war und egal was ich meinem Körper zugemutet hab, er hat kaum gemurrt.

War schon ein interessantes Erlebnis. :idee:

Jetzt schaff ich nur mehr die Schummel-Variante (lchf).
Ich trau mich gar nicht schreiben, wie man da völlern kann :eek:)
Sehr kurios - ein Herr Namens Skaldemann hat entdeckt, dass er immer weiter abgenommen hat, solang ein bestimmtes Verhältnis Fett/Eiweiß/KH eingehalten wurde. Bzw. je "höher" der Skalemann, desto besser.

Und das funktioniert wirklich :eek: (sinngemäß: im "Notfall" mehr Fett drauf und schon wird es eine "Diätmahlzeit" bzw. Ketomahlzeit (solang KH niedrig genug sind))

Ich hab den edubily Artikel gelesen. Vieles klingt plausibel (Cholesterin geht hoch - ja, aber die non-sticky particles). ft3 runter, auch klar - da bin ich gespannt, wie sich das längerfristig auswirkt bzw. am schauen, ob sich da was ändert im Laufe der Monate/sobald man wirklich keto-adaptiert ist. (Ist ja unlogisch - Energie ohne Ende und "am Papier" eine niedrige SD Funktion? Das passt irgendwie nicht zusammen).

Und was hab ich Depp 20 Jahre Fett gemieden wie die Pest :rolleyes: (und immer mehr zugenommen, Gallenblase opfern müssen usw..)

Egal. Besser spät, also nie :popcorn:

Und nein - bin noch weit entfernt von "meinem Ziel" - aktuell ist die Energie konstant/gemächlich, aber bei kurzfristig hohen Belastung merke ich, dass mir die Energie fehlt/sehr schnell ausgeht (bin dann müde, spüre Brainfog - klar, Glucose fehlt und Hirn kann Ketonkörper noch nicht ausreichend nutzen).

Haut ist zum Glück wieder viel besser (nicht mehr so trocken).

Gewicht tut sich interessanter Weise bei mir gar nichts - am Anfang 4kg Wassergewicht und seit dem nix!.
Aber bin ca. 1,5 Kleidergrößen los, also baut der Körper grad kräftig um.

Bin am Beobachten, wie meine Nebennieren das packen.... Meine letzten Versuche waren ja nicht so berauschend (aber ich denk mir bei den Inuit gehts ja auch, also warum sollte es bei mir nicht gehen...)

Bleigefühl in der Früh spricht eher für NN Belastung. Allerdings hatte ich schon Tage dazwischen, in denen ich vor dem Wecker und total frisch und gut gelaunt aufgewacht bin. Es ist leider noch nicht ganz reproduzierbar für mich, wovon das abhängt.

Infos im Netz sind leider auch sehr widersprüchlich... Ich stelle immer wieder fest, dass Atkins vor 50 Jahren tlw. mehr Durchblick hatte, also die "neuen" Varianten. (Wirklich irre - er schrieb schon damals, dass SD nach Symptomatik therapiert werden muss und nicht nach Bluttest. Rolle, Nebenniere, Hormone, Notwendigkeit Elektrolyte nachzufüllen - unglaublich, was der an Infos zusammengetragen hat! :eek:)
Meine neue "Bibel"

Kinderreich, ich bewundere Deinen Elan mit voller Mannschaft daheim zu fasten und finde alles logisch, was Du da zusammengetragen hast.
Aber so wirklich verstehen kann ich nicht, was sich da im Körper bei den verschiedenen Varianten tut. Grad über die Variante ohne Eiweiß würde ich mich aus meinen damaligen Erfahrungen nicht mehr drübertrauen, solang "Alltag" angesagt ist und Du Deinem Ruhebedürfnis nicht nachgeben kannst.
Muss mich da aber noch mal hinter die verschiedenen Kreisläufe dahinterklemmen/besser einlesen..

Bin gespannt, wie es bei uns beiden weitergeht!

lg togi :)
 
Hallo togi,
hallo an alle,

ich kann mir vorstellen, dass die Dauerketo/-fasten die Schilddrüsenhormone "sich verabschieden" (wie edubily schreibt), aber die Energie und der Fokus daher kommen, dass die Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin (und damit auch iwie Cortisol) hochgehen. Evolutionär hat das ja Sinn gemacht: Kein Essen -> Aufmerksamkeit und Fokus, um wieder an Essen zu kommen.
Die wichtigsten gegenregulatorischen Hormone sind die Aktivierung des sympathischen Nervensystems, Adrenalin und Noradrenalin, Cortisol und das Wachstumshormon. Das sympathische Nervensystem steuert die sogenannte „Kampf- oder Fluchtreaktion“. Wenn Sie zum Beispiel plötzlich vor einem hungrigen Löwen stehen, aktiviert Ihr Körper das sympathische Nervensystem, um Ihren Körper auf den Kampf vorzubereiten oder richtig, richtig schnell zu laufen.

Ihre Pupillen erweitern sich, Ihre Herzfrequenz steigt, und Ihr Körper treibt Glukose ins Blut, um sie als Energiequelle zu nutzen. Dies ist ein extremes Beispiel, aber eine mildere Form der Aktivierung des sympathischen Nervensystems tritt während der frühen Fastenzeit auf. Die Hormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin werden im Rahmen der allgemeinen Aktivierung des Körpers an das Blut abgegeben.

Entgegen den Erwartungen vieler Menschen verursacht das Fasten, auch über einen längeren Zeitraum, keine Abschaltung des Körpers, sondern ein Hochfahren und die Bereitschaft zum Einsatz. Dies ist auf die energetisierende Wirkung dieser gegenregulatorischen Hormone zurückzuführen. Schon bis zu 4 Tage Fasten führen zu einem Anstieg des Ruheenergiebedarfs (oder des Grundumsatzes). Dies ist die Energie, die zur Erzeugung von Körperwärme durch Gehirn, Herz, Leber, Nieren und andere Organe verwendet wird. Bei der Messung der für den Stoffwechsel verwendeten Energie zeigen Studien, dass der Körper nach vier Tagen Fasten 10% mehr Energie verbraucht als zu Beginn der Fastenzeit. Die meisten Menschen glauben fälschlicherweise, dass sich der Körper während des Fastens abschaltet, aber das Gegenteil ist der Fall. Fasten macht die Menschen nicht müde, es gibt ihnen mehr Energie.
Quelle: https://lchf-deutschland.de/verbrennt-das-fasten-muskeln/

Zu den Inuit hab ich auf edubily auch schon was gelesen, was Strunz' keto-These auf den Kopf stellt: https://genetisches-maximum.de/ketogen/die-keto-diaet-der-inuit-die-es-nie-gab/

Togi, klasse, dass das so gut voran geht bei dir. Bei trockener Haut hilft auch Vit. A (nicht Beta C.).


Ich habe mich jetzt so eingerichtet bis Freitag/Samstag:
Mittags: Kohlenhydrate und Eiweiß
Abends: Fett und Eiweiß
später: 200g Eiweißshake (180g Milch 1,5% + 20g Whey)

Gestern hab ich am späten Nachmittag total Lust auf schokolierte Nüsse bekommen (und mich auch bedient), dafür dann das Abendessen ausfallen lassen, abends den Shake und heute auf der Waage hatte ich das gleiche Ergebnis wie gestern. Ist okay, und lecker war's auch. :)

Heute Vormittag hatte ich dann ein wahres Energiehoch. Gewuselt und offene Aufgaben erledigt und ich hatte immer noch Zeit. Zeit ist sonst tendenziell Mangelware und oft schaffe ich gerade so das, was ich mir vornahm, eher bleibt noch was liegen. Alles hat gut geklappt heute.

Gestern hab ich mal wieder Strunz gelesen, passend zu keto/fasten/Eiweiß-Diät hab ich folgendes gefunden:
Die Sache mit dem Fett
19.11.2018

Einfache Frage: Wenn man abnehmen möchte, sollte man dann Fett essen? Antwort scheint einfach, ist es aber nicht. Es gibt drei mögliche Antworten, die manchen von Ihnen verblüffen werden:

Mein Weg: No carb ohne Fett. Wirkt nachweislich (persönlich 2% Körperfett).
No carb plus reichlich Fett ermöglicht Ketose. Starker Gewichtsverlust.
No carb plus zu viel Fett: Sie nehmen wieder zu.

Das Ganze noch einmal etwas langsamer aufgeschlüsselt.

No carb ist die Bedingung für Fettverbrennung. Einverstanden. Daher Professor Ditschuneit: Die intelligenteste Form der Nulldiät ist Eiweißpulver plus Vitamine. Also auch kein Fett. Denn es würde ja – bei jetzt gesteigerter Fettverbrennung – auch erst das gegessene Fett verbrannt werden müssen, bevor es an das „eingemachte“ geht. Fett beim Abnehmen zu essen, scheint also unsinnig.

Wenn da nicht der Begriff Ketose wäre. Wenn dieser „Hungerzustand“ nicht unbedingt reichlich Fett benötigte. Reichlich heißt etwa 80%. Heißt: „… fast alles!“ Und tatsächlich kann man in der Ketose noch rascher abnehmen als mit „intelligenter Nulldiät“. Die bringt etwa 70%, Ketose 100% Gewichtsabnahme. Deutlich effektiver.

Krebs-Patienten sollten sich in der Ketose befinden. Einverstanden. Die sollten aber nicht verhungern. Auch einverstanden. Tatsächlich nehmen die zu in der Ketose dann, wenn sie den Fettkonsum weiter steigern. Eigentlich logisch. Zwar ist deren Ernährung immer noch 80% Fett, in Gramm ausgedrückt aber nicht, sagen wir 100g, sondern 400g. Und dann nimmt man wieder zu.

Hinter diesen Worten steckt ein geniales Experiment bereits 1956. Von Kekwick und Pawan. Berühmt geworden. Die haben sich einmal 4 Diäten ausgedacht. Jede präzise 1000 Kalorien. Davon jeweils

90% Kohlenhydrate
90% Eiweiß
90% Fett
Übliche Mischkost

Und haben gefunden, dass bei den gleichen 1000 Kalorien (aufpassen, Ihr deutschen Kaloriengläubigen!) bei also gleicher Kalorienzahl von 1000 verbrannt wurden

Mit Kohlenhydraten: Gewichtszunahme 100g pro Tag.
Mit Eiweiß: 270g pro Tag Gewichtsabnahme
Mit Fett: 400g pro Tag Gewichtsabnahme

Mit Mischkost: 150g pro Tag Gewichtsabnahme

Genial. Wirft alles Kalorienzählen über den Haufen. Hat jede übergewichtige Hausfrau, jeder vollschlanke Manager längst gewusst: Das mit den Kalorien hat nie gestimmt.
Das Experiment wurde übrigens wiederholt mit 2000 Kalorien. Gleiche Aussage.

1964 (schon damals!) wurde daraufhin gezeigt, dass eine fettreiche Ernährung wirksamer ist als überhaupt nichts zu essen. Fettreich hieß hier erneut 1000 Kalorien am Tag, davon 90% Fett, also 100g, dazu 15g Eiweiß und 10g KH.

Mit Fett wurden 12,5 Pfund Körperfett, im Fastenmodus nur 6,5 Pfund Körperfett abgenommen innerhalb von 10 Tagen. Klarer kann man´s nicht zeigen:

Fett hilft beim Abnehmen

Aber natürlich kommt es ein bisschen auf die absolute Menge an. Jeder kann sich leicht vorstellen, dass man mit 2kg Fett täglich eben nicht abnimmt. Wie gesagt: Diese Tatsache erlaubt dem Krebs-Patienten, das erlaubt selbstverständlich auch dem Sportler die Ketose. Beide wollen keinesfalls Gewicht verlieren.

Quelle: THE LANCET, July 28, 1956. p 6935
Quelle: https://www.strunz.com/de/news/die-sache-mit-dem-fett.html

Vielleicht überdenke ich nun meinen Argwohn gegenüber der keto-Diät noch mal. Die Zahlen sprechen ja für sich. Und es ist ja keine Ernährung auf Dauer für mich, sondern eher ein Experiment von - sagen wir - 14 tägiger Dauer. :idee: Auch wenn mir klar ist, dass man da wohl von total Ketoadaption nicht sprechen kann. Allerdings:
Es dauert circa 4-10 Tage bei Gesunden, bis das Enzym, welches Ketonkörper zurück in Acetyl-COA und somit in Energie im Gehirn umwandelt, gebildet wird. Dieses Enzym heisst Ketoacyl-Coenzym-A-Transferase. Ist dieses Enzym einmal da, so kann unser Gehirn mit Ketonkörpern arbeiten und diese werden immer dann produziert wenn wir nüchtern sind – also immer dann, wenn wir länger als 5,6 Stunden nichts gegessen haben oder zumindest keine Kohlenhydrate verzehrt haben.
Hatte ich wohl schon mal zitiert die Tage.
Quelle: https://www.strengthfirst.de/ketoge...-ernaehrung-des-menschen-by-chris-eikelmeier/

Vom 16.-31.3. mach ich nun erstmal Eiweißdiät und bin gespannt, was sich tut. Danach esse ich erstmal wieder 1-2 Wochen normal, dann wäre in der zweiten Aprilhälfte noch Luft für einen keto-Trip. Kulinarisch ja ein Highlight. :D

Bis bald, liebe Grüße
👋
 
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das mit den tanzenden Punkten im Auge hat mich lange beschäftigt....hatte dann Cdl u auch Dmso (stark verdünnt)mit Erfolg wegen "Sand"im Auge angewand...aber die tanzenden schwarzen Punkte sind jetzt "fix", ich seh sie zb mit geschlossenen Augenlidern. Bewegt sich mein Augapfel, drehen sie mit.......hast du dazu Worte Kinderreich? übrigens danke zu deinen tollen Beiträgen!!
 
Hallo pon,
vielen Dank für die Blumen. Unter der Prämisse, dass ich nicht beraten kann und darf und du im Zweifel einen Arzt aufsuchen solltest (kennt man ja), halte ich bei mouches volantes bzw. Glaskörpertrübung Vitamin C (ab 1g, z.B. 3x1g) und Taurin (3x1g) für hilfreich. Die beiden Stoffe findet man im Auge konzentriert, sie gelten als starke Antioxidantien. Ansonsten helfen Vitamin A oder Beta Carotin (Umwandlung erfolgt nur zum Bruchteil), Omega 3 und Vitamin E schreibt man auch eine Wirkung zu. Dabei fällt mir auf, dass ich das schon ewig nicht mehr hatte. Gute Besserung!
 
passt.da muss ich wohl fleißig C nachhelfen ,alle weiteren Vit noch nie genommen.Bei Vit A bin ich mega vorsichtig: hab aber ein gutes "Möhrenrezept" gelesen , Morsch'se Suppe ....die soll der Leber nichts anhaben.....
 
Ohne Lebervorschädigung und gerade bei Vit. D - Ergänzung macht Vit. A bis 10.000 IE nichts. Bei entsprechender Vorsicht sind 5.000 iE ein guter Kompromiss - und das muss ja auch nicht für immer sein, aber vlt. mal einen Monat?! Oder 1x wöchentlich Leber (für einige Wochen), ca. 100g, wenn man den Geschmack mag Die Umwandlung von Beta Carotin in Vit. A funktioniert nicht zuverlässig (braucht bspw. Zink als Cofaktor und Zink ist meist ohnehin Mangelware). Eher wird die Haut vom BC orange. ;) Gegen zusätzliche Möhrensuppe (Rezept jüngst erst gelesen) ist natürlich nichts einzuwenden, schmeckt ja auch gut.
 
Guten Abend allerseits!
Ich habe einen dunklen Fleck in einem Auge, der mMn immer dunkler und größer wird. Beeinträchtigt mich zwar nicht, aber ist auch nicht schön. Könnte da auch VA helfen? In dem gleichen Auge habe ich auch seit kurzem immer mal wieder so weiße Flöckchen drin...?

Liebe Grüße
Piratin
 
bei flecken, pünktchen oder sonstwas neues im auge sollte man unbedingt immer sofort zum augenarzt gehen. ist zwar oft völlig harmlos, aber halt nicht immer. und wenn z.b. netzhautrisse usw. vorliegen, merkt man das leider selbst erst, wenn es zu spät ist.
wenn der augenarzt nicht gründlich untersucht, u.a. mit weittropfen um den augenhintergrund untersuchen zu können, sollte man zu einem anderen gehen.
bei mir waren früher mal netzhautrisse übersehen worden und nur durch einen zufall und weil ich das gefühl hatte, daß ich zu einem bestimmten augenarzt gehen sollte, der weit entfernt und schwer erreichbar war, wurden netzhautrisse und -löcher gerade noch rechtzeitig entdeckt.

lg
sunny
 
bei flecken, pünktchen oder sonstwas neues im auge sollte man unbedingt immer sofort zum augenarzt gehen. ist zwar oft völlig harmlos, aber halt nicht immer. und wenn z.b. netzhautrisse usw. vorliegen, merkt man das leider selbst erst, wenn es zu spät ist.
wenn der augenarzt nicht gründlich untersucht, u.a. mit weittropfen um den augenhintergrund untersuchen zu können, sollte man zu einem anderen gehen.
bei mir waren früher mal netzhautrisse übersehen worden und nur durch einen zufall und weil ich das gefühl hatte, daß ich zu einem bestimmten augenarzt gehen sollte, der weit entfernt und schwer erreichbar war, wurden netzhautrisse und -löcher gerade noch rechtzeitig entdeckt.

lg
sunny

ich würd ebenso den Arzt reinschauen lassen. Ich hab aber 5 Tr. distill.Wasser und drei Tr. Dmso (auf dem Keramiklöffel gemischt) und in beide Augen gegeben: das war ok ,hat den "Sand" (Konjunktivitis?)in einem mal (!)gelöst......ich versuch jetzt die Emofehl.von Kinderreich einmal länger einzubauen, dmso zwischendrin aber immer, wär mir sicher dass auch H.Fischer dazu gute Anwendungen beschreibt....
 
Hallo zusammen,

bei Schlieren und Pünktchen im Auge würde ich an den Prozess einer Glaskörperablösung denken https://www.netdoktor.de/krankheiten/glaskoerpertruebung/; diese Phänomene sind nicht in der Hornhaut, sondern im Innenauge und haben in der Regel nichts mit Konjuntivitis zu tun.
Wenn sie plötzlich mehr werden, dann sollte man den Augenarzt aufsuchen.

Ein dunkler Fleck im Auge - der von außen sichtbar ist, wie ich verstanden habe - und der immer größer wird, wäre ebenso Grund für eine ärztliche Überprüfung. Hier könnte das Äußere des Auges betroffen sein, also möglicherweise die Hornhaut.

Gruß
Malve
 
Hallo zusammen,

ich schalte mich mal dazu. Habe selbst super starken Brain Fog und bisher noch nicht die Lösung gefunden. Bin jetzt seit ca. einem Monat umgestellt auf ketogene Ernährung. Dauert ja aber wohl ein paar Monate bis der Körper sich richtig umgestellt hat. Ich hatte hier die Konversation darüber ein wenig verfolgt.

Zusammen mit meinen anderen Behandlungsversuchen erhoffe ich mir doch irgendwann den Durchbruch. Leider werde ich die Ernährungsform nicht durchhalten können sobald ich in Reha bin (Anfang Mai).

Generell habe ich aber ein gutes Bauchgefühl bei der Ernährungsform. Es fühlt sich gut an. Man ist nicht so abhängig vom Essen wie mit einer kohlenhydratreichen Ernährung.

Naja ich werde weiter berichten, was es auf Dauer für Auswirkungen hat.

LG
 
Hallo Tobee,
hallo togi,
hallo an alle anderen,

ich möchte als erstes Tobee begrüßen: Schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Berichte gern, was sich bei dir tut, ob du Veränderungen an dir bemerkst usw. Das ist sehr interessant!

Togi, wie geht es dir? Was macht die Energie? Erzähl gern mal, wie es dir die letzten zwei Wochen so erging. :)

Ja, ich bin volles Rohr gegen die Wand gelaufen. Nur ein paar schokolierte Nüsse. Jaja... Danach habe ich ständig um mich herum gefr***en und kam überhaupt nicht mehr klar, heißt: Von diesem Trip herunter. Also hatte ich meinen Gewichtsverlust vom Fasten direkt wieder drauf +1kg. :rolleyes:
Ich wollte Leberfasten (nur Eiweißshakes und NEMs). Hab ich abgebrochen, weil der Appetit immer wieder heftig war und ich nicht widerstehen konnte (letzteres war das Hauptproblem). Dann wollte ich so eine Art Kaloriencycling betreiben (quasi mal mehr, mal weniger essen, um in der Summe das Gewicht zunächst zu halten). Hab ich nicht gepackt, Fazit war: ganztags futtern wie ein Staubsauger. :D
Aber (Achtung, Erfolgsmeldung!): Am Sonntag (also vor 2 Tagen) habe ich mit ADF angefangen (einen Tag fasten, einen Tag all you can eat, möglichst gesund). Sonntag fiel es mir noch schwer (Laune im Sinkflug), aber heute war's super. Ich hab Sport gemacht (laufen und bisschen Kraft) und hatte teilweise das Gefühl, dass es besser wird. Von "weg" reden wir noch nicht.
Ansonsten fühle ich mich aber wohl damit, das ist ein Konzept, mit dem ich gut kann. Fasten, aber nicht so lange, dass es wirklich schwer fällt, weil es bis zum nächsten Tag nicht so weit hin ist. Außerdem gibt's am Esstag ein anaboles Signal, das ist wohl sehr wichtig und an den Fastentagen werden verstärkt neue Mitochondrien gebaut (Zellschalter mTOR und AMPK).

Außerdem habe ich letzte Woche angefangen, Cholin (als Bitartrat) zu ergänzen, davon hab ich sehr real geträumt, jede Nacht. Allerdings waren die Ausdünstungen bei der Dosierung (mal wieder etwas höher) unschön, weil fischig. Hab's massiv heruntergefahren, damit ich mein Umfeld nicht belästige. Hab genommen 1-2x tgl. 1g Carnitin, 1g Taurin, 2,5g Cholinbitartrat (=1g Cholin).

Ich lese hin und wieder auf edubily und hab mal bei Ray Peat reingeschaut. Natrium werde ich mittels Kochsalz an Esstagen wieder bewusst zuführen. Stichwort: Natrium-Kalium-Pumpe und Tinnitus und degenerative Erkrankungen. Östrogen spielt wohl auch mit rein.

Viele Grüße und bis bald :wave:
 
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