Gliederschmerzen, Tinnitus, keinen Schlaf, ähnlich wie PGAD, usw...

Was folgt für Dich daraus? Dass Du nichts mehr versuchst? Hast Du Dich nicht gerade deshalb hier angemeldet, weil Du nach Anregungen suchst?
Ich habe mich hier vor sehr langer Zeit angemeldet – wegen meiner Depressionen.


Damals habe ich die Antidepressiva abgesetzt, und danach kamen nicht nur sehr schlimme Depressionen zurück, sondern noch vieles mehr.


Ich habe dann sehr viel recherchiert, und überall stand genau das, was ich heute auch vermittle.
Woher hätte ich das alles vor 14 Jahren wissen sollen?


Wenn ich damals alles gewusst hätte, wäre ich vielleicht bei einer sehr kleinen Dosis Antidepressiva geblieben.
Dann hätte ich vielleicht einfach weiter funktioniert.


Wie auch immer – ich habe lange gearbeitet, eine Ausbildung gemacht und konnte damals noch normal das Haus verlassen.


Jetzt bin ich ein Wrack, ich kann gar nichts mehr.
Das ist die ganze Geschichte.


Schuldig bin ich niemandem, außer mir selbst.
Ich trage allein die Verantwortung für mein Leben – das ist mir klar.
 
Neu hier? Dann ein herzliches Willkommen!
Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
Als Gast kannst du mitlesen und dich orientieren.
Als Mitglied kannst du Fragen stellen, antworten und dich aktiv einbringen.
Deine Wegweiser:
Benzodiazepine würde ich jetzt nicht unbedingt mit Johanniskraut kombinieren, weil Johanniskraut zu vielen Wechselwirkungen neigt. Eine Idee wäre dann Hypericum homöopathisch C30, als Akutmittel und mal sehen, ob sich was tut. Ignatia C30 wäre auch noch eine Idee. Falls dies infrage kommt, diese Mittel nicht kombinieren.
 
Ich wollte hier kurz auf die Auslöser von PGAD eingehen, da ich jetzt die ganze Seite abonniere – nicht alles ist frei zugänglich.
Das Schlüsselwort dabei ist, dass PGAD häufig nach dem Absetzen von Medikamenten auftritt.
Zuerst kommt es zu einer Aktivierung des gesamten zentralen Nervensystems (ZNS), und es scheint zunächst, als wären die Depressionen endlich dauerhaft verschwunden.
Doch dann kehren sie zurück – mit enorm zerstörerischer Wucht.

1997 wurde Finasterid zur Behandlung von männlichem Haarausfall zugelassen, doch die ersten Berichte über anhaltende sexuelle Funktionsstörungen erschienen erst 2011. Im selben Jahr aktualisierte die FDA die Produktinformationen und warnte vor erektiler Dysfunktion nach dem Absetzen von Proscar und Propecia. Ein Jahr später wurde eine verminderte Libido als mögliche Nebenwirkung nach dem Absetzen von Proscar und Propecia sowie Libido-, Ejakulations- und Orgasmusstörungen als Risiko nach dem Absetzen von Propecia aufgeführt. Schließlich dokumentierte ein Bericht aus dem Jahr 1994 über Ejakulationsstörungen infolge von Isotretinoin mehr als 150 Fälle von sexueller Funktionsstörung bei Männern.
Komisch ist, dass sogar das Mittel, das gegen Haarausfall helfen soll, so selbst auslöst. Ich kenne sogar eine Person persönlich, bei der das passiert ist. Das Wort Absetzen liest man ständig – tja.

Im Jahr 2011 warnte die US-amerikanische Produktinformation für Prozac (Fluoxetin): „Symptome sexueller Funktionsstörungen bleiben gelegentlich auch nach Absetzen der Fluoxetin-Behandlung bestehen.“ Zwei Jahre später wurden in der fünften Ausgabe des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5) ähnliche Warnungen veröffentlicht, in denen darauf hingewiesen wurde, dass sexuelle Funktionsstörungen „in einigen Fällen“ auch nach Absetzen von SSRIs bestehen bleiben können.
"Gelegentlich", ha ha ha, das ist sehr milde ausgedrückt.

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Geht es Dir um mögliche Ideen und Ansätze, wie Du Deine Situation vielleicht verbessern kannst? Oder möchtest Du nur Kummer & Wut loswerden? Das letztere wäre ja auch ok, nur brauchen wir uns dann auch nicht mehr mit Lösungsansätzen auseinander zu setzen.
Ja, ja… besser, als Suizid zu begehen.
Es kann sein, dass ich wieder mit Antidepressiva versuchen würden sollte – sie zerstören zwar fast sofort die Sexualität, aber genau das brauche ich sicher. Außerdem betäuben sie diese absolut unerträgliche Verzweiflung, wenn man sich innerlich wie gerädert fühlt, keine Kraft hat aufzustehen und sich nicht einmal die Zähne putzen kann.


Ich lebe sowieso jeden Tag, als wäre es der letzte, und ich weiß nicht, was mich noch erwartet.
Ich brauche keine Antwort.


Ich wollte niemanden provozieren, aber das sind meine Gedanken und Ansätze.
Ich sehe sowieso keine andere Option.


PGAD ist nicht heilbar. Die Dunkelziffer von Selbstmorden kann man kaum herausfinden – das habe ich in einem Papier gelesen, das nur für Fachpersonal bestimmt ist. Und selbst dort steht, dass es nur mit Psychopharmaka behandelbar ist.


Ich habe alles Mögliche im Netz und anderswo durchstöbert – keine Chance.
Einige lassen Operationen durchführen, aber die Symptomatik bleibt trotzdem bestehen.


Ich mache Übungen, und es gibt ein gutes Buch namens „Hinter der Gürtellinie“, aber es hilft kaum.
Das allein kann sogar sehr schwere Depressionen auslösen, denn die betroffene Person leidet immens und hat Angst, darüber zu sprechen.


Ich glaube absolut nicht, dass diese Krankheit heilbar ist. Und es steht auch überall. Unheilbar. Punkt.
Das ist das Bösartigste und Entsetzlichste, was einem überhaupt passieren kann. Die Auslöser sind sehr verschieden, aber der Zusammenhang mit modernen Antidepressiva steht fest.


Haha… Wenn manche über die ‚dunkle Seite des Kundalini-Erwachens‘ reden, kann ich nur lachen – völliger Unsinn, das prallt an mir ab...
 
Benzodiazepine würde ich jetzt nicht unbedingt mit Johanniskraut kombinieren
Dieses /J/-Kraut wirkt wie etwas ein MAO-Hemmer, deshalb steht in der Fachliteratur, dass es absolut verträglich und denkbar ist.
So habe ich auch vor langen Zeit getan. Kein Problem!
Außer der Depressionen. Die waren geblieben. LG.
 
PGAD ist nicht heilbar.
Ich denke, da hast du was mißverstanden. Nur weil eine Krankheit schlecht erforscht ist und die Medizin (noch) keine Therapie kennt, heißt das überhaupt nicht, daß sie prinzipiell nicht heilbar ist.

PGAD hat verschiedene Ursachen, und je nach Ursache müßte die Forschung erstmal die (patho-)physiologischen Abläufe herausfinden, um dann überlegen zu können, welche Maßnahmen helfen können.

Ich bin fast sicher, daß jede Verbesserung deiner anderen SSRI-Nachwirkungen auch das PGAD verbessert.

Wie sieht es eigentlich mit deiner Ernährung aus? Denkst du nicht, daß du eine Menge Nährstoffmängel haben könntest? Kocht jemand für dich? Leider führen Depressionen wie eine Spirale zu immer mehr Gesundheitsproblemen, weil man nicht mehr die Kraft für einen gesunden Alltag hat (zu wenig Bewegung, schlechter Schlaf, schlechte Ernährung), und Ärzte haben logischerweise nicht die Zeit, sich auch um all das bei ihren Patienten zu kümmern.
 
Ich denke, da hast du was mißverstanden. Nur weil eine Krankheit schlecht erforscht ist und die Medizin (noch) keine Therapie kennt, heißt das überhaupt nicht, daß sie prinzipiell nicht heilbar ist.
Doch! Es gibt keine Heilung. Das weiß ich sicher.
Ich bin fast sicher, daß jede Verbesserung deiner anderen SSRI-Nachwirkungen auch das PGAD verbessert.

Stimmt nicht. Man kann alles finden.

Wie sieht es eigentlich mit deiner Ernährung aus? Denkst du nicht, daß du eine Menge Nährstoffmängel haben könntest? Kocht jemand für dich? Leider führen Depressionen wie eine Spirale zu immer mehr Gesundheitsproblemen, weil man nicht mehr die Kraft für einen gesunden Alltag hat (zu wenig Bewegung, schlechter Schlaf, schlechte Ernährung), und Ärzte haben logischerweise nicht die Zeit, sich auch um all das bei ihren Patienten zu kümmern.
Danke, es geht noch.
Ich lebe doch nicht alleine.
Mit der Willenskraft ist es leider nicht möglich, so schwere Depressionen zu besiegen.
Ich mache immer Yoga, wenn ich nur kann.
LG.
 
Doch! Es gibt keine Heilung. Das weiß ich sicher.
Woher weißt du das so sicher?

Mit der Willenskraft ist es leider nicht möglich, so schwere Depressionen zu besiegen.
Das weiß ich, und das habe ich auch nicht gemeint. Aber Ernährungsfehler und Nährstoffmängel sind der Boden, auf dem viele Krankheiten gedeihen. Und kein Arzt mißt die Vitamin- und sonstigen wichtigen Blutspiegel.
 
Das weiß ich, und das habe ich auch nicht gemeint. Aber Ernährungsfehler und Nährstoffmängel sind der Boden, auf dem viele Krankheiten gedeihen. Und kein Arzt mißt die Vitamin- und sonstigen wichtigen Blutspiegel.
Das weiß ich auch.
Ich überlege, DMAE zu kaufen, bin mir aber nicht sicher, wie sicher dieser Stoff ist.

Schaue mal:


Nur der Himmel weiß, was das ist – aber ich habe es früher anstelle von Ritalin benutzt, allerdings von einem anderen Hersteller.
Woher weißt du das so sicher?

Von den betroffenen Personen. Es kann auch wie PSSD fast ewig andauern. Das sind zwei Seiten derselben Medaille.
 
Von den betroffenen Personen. Es kann auch wie PSSD fast ewig andauern. Das sind zwei Seiten derselben Medaille.
Naja, ich kenne sogar eine Frau, die nur einmal ein Mittel gegen Haarausfall eingenommen hat – und danach sofort PSSD bekam. Andere leiden manchmal mehr als 15 Jahre daran, da kann man leider nichts machen. Tja..
 
Nur weil niemand weiß, wie etwas behandelt wird, heißt das doch noch lange nicht, daß es unheilbar ist! Unheilbar sind Krankheiten, für die der Körper keine Mechanismen hat, ihnen entgegenzuwirken, aber das hier ist ziemlich sicher eine epigenetische Sache und deswegen korrigierbar. Man hat nur den Hebel noch nicht gefunden.
 
@Malvegil .

Diese rein philosophischen Spitzfindigkeiten spielen für alle betroffenen Personen keine Rolle.
Die meisten sind zutiefst verzweifelt, und die Ärzte schieben das Ganze auf Depressionen oder etwas anderes.
Ein Mensch/ Med. Beruf/ wollte den Arzt verklagen – keine Chance, sagten gleich drei Rechtsanwälte.
Nicht in Deutschland.
 
Ich überlege, DMAE zu kaufen, bin mir aber nicht sicher, wie sicher dieser Stoff ist.
Kann man auch probieren, scheint mir:

Der
DHEAS/Cortisol-Quotient korreliert positiv mit der Neurogeneserate im Hippocampus. Wegen seines Glutamat- und Dopamin-fördernden Effekts hat DHEA in hoher Dosis günstige Wirkungen bei der Schizophrenie gezeigt.
Ähnlich Estradiol stimuliert DHEA (nicht DHEAS) die Synthese von Stickoxid und fördert die Hirndurchblutung und Kognition. Schließlich moduliert DHEA das Serotoninsystem, hemmt den 5HT-Abbau und steigert die 5HT-Rezeptorwirkung, was seine antidepressive Wirksamkeit und seinen synergistischen Effekt mitAntidepressiva erklärt. Im GABA-System wirkt DHEA überwiegend hemmend, verstärkt jedoch zum Teil auch GABA-Effekte. Orale DHEA-Gabe wirkt im Unterschied zu Estradiol angstlösend.
Insgesamt wirkt DHEA/S im Gehirn neuroprotektiv, stimuliert die Neurogeneseund das Wachstum von Neuriten und hemmt gleichzeitig den Untergang von Nervenzellen (Apoptose). Es wirkt leicht antioxidativ, bremst die Amyloidaggregation (Alzheimer) und hemmt die Glucocortikoidtoxizität. Als Neuromodulator fördert DHEA die Motivation, wirkt stimmungsaufhellend, angstlösend und antidepressiv und steigert die kognitive Leistungsfähigkeit. Verschiedene psychiatrische Erkrankungen sind mit niedrigem DHEA bzw.
erniedrigtem DHEA/Cortisol-Quotienten assoziiert: Depressionen, Angststörungen, PTSD, Schizophrenie und Demenz
(Manninger, 2008)

Besser als Megagift Ritalin.

Den ganzen Faden durchzulesen macht mir keinen Spaß. Da bleibt nur, es auszuprobieren.

Apropos: Die Benzodiazepine nehme ich in minimalen Dosierungen, seit über 25 Jahren denselben Wirkstoff.

Aber Ritalin triggert das Ganze – es wirkt schließlich auf Dopamin, und das spielt überall eine Rolle.

Mal sehen, vielleicht fällt mir noch etwas ein.

Die Hoffnung stirbt... ja , genau.

Gute Seite:

https://www.histaminintoleranz.ch/de/einleitung.html
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Diese rein philosophischen Spitzfindigkeiten spielen für alle betroffenen Personen keine Rolle.
Das ist keine Spitzfindigkeit, sondern die persönliche Entscheidung, ob ich mich als unheilbar ansehe oder ob ich mich selbst auf den Weg mache, meine Krankheit zu erforschen und mögliche unkonventionelle Therapieansätze auszuprobieren.

Dieses Forum hat grundsätzlich die zweite Philosophie. Daß man von der offiziellen Medizin dabei überwiegend im Stich gelassen wird, bestreitet niemand.
 
Das ist keine Spitzfindigkeit, sondern die persönliche Entscheidung, ob ich mich als unheilbar ansehe oder ob ich mich selbst auf den Weg mache, meine Krankheit zu erforschen und mögliche unkonventionelle Therapieansätze auszuprobieren.
Der erste Einwand.


Alles ist vergänglich; man wird älter, wird krank und stirbt — das ist der Lauf der Natur.


Und es ist möglich, diesen Prozess nur zu verlangsamen, aber nicht zu stoppen. Niemals!


Wenn ich mit anderen Leuten kommuniziere, die alles Mögliche ausprobiert haben und denen es nichts absolut geholfen hat, dann weiß ich Tod -sicher, auch mit einigen ich persönlich gesprochen habe: das ist die Wahrheit.


Rosa Brillen helfen nichts.


Wie Dr. Healy schrieb: Nach der ersten Tablette kann die genitale Taubheit sehr lange bestehen bleiben — das ist Mega -Gift und extrem schädlich. Wirkt sofort.


Das hatte ich verlinkt; schau bitte nach.

Dieses Forum hat grundsätzlich die zweite Philosophie. Daß man von der offiziellen Medizin dabei überwiegend im Stich gelassen wird, bestreitet niemand.
Der zweite Einwand


Die offizielle Medizin hat meinen Vater nach einem Schlaganfall gerettet, und meine Mutter hat dank ihr eine künstliche Hüfte bekommen.
In akuten Notsituationen – wenn ich zum Beispiel von einem Auto überfahren würde – kann nur die Schulmedizin helfen.


Ich habe jahrelang Antidepressiva genommen; sie haben mir immerhin geholfen, weiterzuleben.
Alles hat seine Grenzen.


Der letzte Einwand


Egal, welche Philosophie man vertritt – keine würde je bestreiten, dass der Tod das Sicherste ist, was es überhaupt gibt.
Das ist nichts anderes als gesunder Realismus, mehr nicht.
Was ist hier nicht klar, bitte?
 
Das hatte ich verlinkt; schau bitte nach.
Das passt zum Thema:

Slide 26: SSRIs genitally numb you and mute orgasms and over time your libido falls. You expect things to return to normal when you stop treatment but they may get worse and you may not function for decades – this is Post SSRI Sexual Dysfunction (PSSD).


In terms of people on meds with no background in Healthcare telling experts what the meds really do, this PSSD podcast featuring Roy, Bryn and Simon is worth more than close to the entire medical literature on these drugs.


Bryn: Getting PSSD undermines your faith in the medical establishment and the whole system of science as we have it – the fact that none of these professionals understand this condition or know anything about it when we know we have it – it’s not some vague feeling. Losing you libido is equivalent to going blind or deaf, it’s that level of sensory impairment


Roy: The same can be said for losing your emotions – I felt I lost two senses – my sexuality and my emotions


Bryn: If we want to be believed we have to remember just how incredible our story sounds … It’s a hard thing to wrap your head around… My Dad says it’s not possible a drug could cause these effects, it wouldn’t be on the market
Folie 26: SSRIs betäuben den Genitalbereich und dämpfen Orgasmen. Mit der Zeit sinkt die Libido. Man erwartet, dass sich die Situation nach Absetzen der Behandlung wieder normalisiert, aber die Situation kann sich verschlimmern und man kann jahrzehntelang nicht mehr funktionieren – das ist die Post-SSRI-Sexuelle Dysfunktion (PSSD).

Was Menschen angeht, die Medikamente einnehmen und keine medizinische Ausbildung haben und Experten erklären, was die Medikamente wirklich bewirken, ist dieser PSSD-Podcast mit Roy, Bryn und Simon mehr wert als fast die gesamte medizinische Literatur zu diesen Medikamenten.

Bryn: Eine PSSD zu bekommen, untergräbt das Vertrauen in das medizinische Establishment und das gesamte wissenschaftliche System, so wie wir es kennen – die Tatsache, dass keiner dieser Fachleute diese Krankheit versteht oder etwas darüber weiß, obwohl wir wissen, dass wir sie haben – es ist kein vages Gefühl. Der Verlust der Libido ist vergleichbar mit Blindheit oder Taubheit, es ist eine Art Sinnesbeeinträchtigung.

Roy: Dasselbe gilt für den Verlust der Emotionen – ich hatte das Gefühl, zwei Sinne verloren zu haben – meine Sexualität und meine Emotionen.

Bryn: Wenn wir geglaubt werden wollen, müssen wir uns daran erinnern, wie unglaublich unsere Geschichte klingt … Es ist schwer zu begreifen … Mein Vater sagt, es sei unmöglich, dass ein Medikament diese Wirkungen hervorrufen könnte, es wäre nicht auf dem Markt.
Ich habe diese Medikamente seit 2001 geschluckt – zuerst SSRI, dann SSNRI. Es reicht schon eine einzige Pille, wie an anderer Stelle in diesem Faden beschrieben wurde. ❗❗❗


Früher hatte ich nie etwas von mitochondrialen Schäden gelesen, aber ich habe schon irgendwo aufgeschnappt, dass diese Medikamente auf zellulärer Ebene Schaden anrichten können. Jeder kann das alles finden.


Da kann man wirklich nur davon träumen, dass irgendwann wieder alles gut wird. Wie viel „Megagift“ sich in all den Jahren im Körper angesammelt hat! Hm???


Jetzt lese ich im (geschlossenen) PSSD-Forum, dass Leute über Ritalin diskutieren, um ihre Sexualität wiederzuerlangen. Ich kann dort aber nicht einfach sagen, dass es auch ein „Megagift“ ist – selbst wenn es kurzfristig die Sexualität und Libido ankurbelt. Es wirkt wie Speed oder Kokain: zuerst macht high, alles erscheint intensiv und grell, die Lust steigt. Wie dem auch sei...


Aber alles hat seinen Preis.


Einige nehmen sogar Neuroleptika – da schweige ich lieber. Diese Mittel sind regelrechte „Sex-Killer“.


Welche Wissenschaft soll da noch etwas herausfinden, wenn Menschen wie ich über so viele Jahre giftige Substanzen geschluckt haben – und sich dann wundern, dass der Körper, besonders da unten, nicht mehr funktioniert? Und sich total taub anfühlt? Entsetzlich!


Komischerweise wollte ich bestimmt mit ihnen tauschen. Ha ha ha..

Das ist die Quelle:




PSSD-Podcast-768x572.png
 
Alles ist vergänglich; man wird älter, wird krank und stirbt — das ist der Lauf der Natur.
Und es ist möglich, diesen Prozess nur zu verlangsamen, aber nicht zu stoppen. Niemals!
Das habe ich auch nicht behauptet. Normalerweise ist man in der Lage zu unterscheiden, was ein "gesunder" Alterungsprozeß ist und was eine Krankheit ist. Krankheit und Alter ist nicht dasselbe, auch wenn man früher gedacht hat, es sei normal, mit 70 Diabetes zu haben. Der (Alters-)Diabetes wäre heilbar, das Altern an sich natürlich nicht.

Daher: Daß Krankheiten deswegen nicht heilbar sind, weil der Mensch älter wird und sterben muß, das ist ein klarer Fehlschluß.

Dein wortreiches Jammern über deinen Zustand spricht auch sehr dafür, daß es sich um eine Krankheit handelt und nicht um das normale Altwerden.

Ich glaube auch jedes Wort über PSSD. Du mußt nicht immer wieder mir zu beweisen versuchen, daß es das gibt. Ich versuche weiterzudenken und habe dir jemanden genannt, der auf physiologischer Ebene den Wirkungen und Nachwirkungen von SSRI nachgegangen ist. Denn erst dann kann man über Therapien der Neben- und Nachwirkungen nachdenken.
 
Dein wortreiches Jammern über deinen Zustand spricht auch sehr dafür, daß es sich um eine Krankheit handelt und nicht um das normale Altwerden.
Wie du willst. Danke für das Kompliment.


Daher: Daß Krankheiten deswegen nicht heilbar sind, weil der Mensch älter wird und sterben muß, das ist ein klarer Fehlschluß.
Da solltest du bitte Arthur Schopenhauer lesen, denn der blinde Wille zum Leben durchzieht jedes lebendige Wesen.


Die Leute mit solchen Problemen wollen oft nicht mehr leben.


Mehr werde ich auf deine Beiträge nicht reagieren — das ist mir zu viel. Sorry.
LG.
 
Hallo Igor,

mir fällt auf, dass Du oft absolute Formulierungen ("niemals", "Tod-sicher", "nichts absolut geholfen") gebrauchst und mir scheint Deine Denkweise recht starr und schwarz-weiß.

Dass Deine Erfahrungen mit Krankheit und Behandlungen Enttäuschung und Misstrauen hinterlassen haben, finde ich verständlich, ebenso wie Deine deutlich spürbare Wut und Gereiztheit ("Rosa Brillen helfen nichts", "Was ist hier nicht klar, bitte?").

Natürlich ist Vergänglichkeit Teil des Lebens und der Tod ist gewiss. Aber das bedeutet ja nicht, dass Du keinen Einfluss und keine Gestaltungsmöglichkeiten mehr hast. Zwischen Hilflosigkeit und Allmachtsphantasien gibt es Abstufungen und selbst wenn Du Grenzen akzeptieren musst, musst Du Dich nicht aufgeben und kannst Dich als lebendigen, denkenden, entscheidenden Menschen erleben. Das hat für mich nichts mit
zu tun. Hier zitierst Du ja selbst eine nicht ganz so absolute Formulierung (Hervorhebung von mir):
Wie Dr. Healy schrieb: Nach der ersten Tablette kann die genitale Taubheit sehr lange bestehen bleiben...
"Sehr lange" ist nicht das gleiche wie dauerhaft oder irreversibel.

Das ist keinesfalls respektlos oder gar bevormundend gemeint, sondern stellt nur meinen Blickwinkel dar. Es fühlt sich einfach besser an, wenn man sich (wenigstens in einem gewissen Maß) als selbstbestimmt und selbstwirksam erlebt. Vielleicht kannst Du doch versuchen, die konstruktiven Momente - die Du ja hast! - gegenüber der Resignation ein wenig auszubauen?
 
"Sehr lange" ist nicht das gleiche wie dauerhaft oder irreversibel.
@Kate Eine Betroffene leidet seit mehr! als 15 Jahren, ein anderer vermutlich genauso – ohne jede Hoffnung. Die Beziehungen gehen daran kaputt, und selbst das, was ich in Fachtexten( Intern!) gelesen habe, macht keine Hoffnung. Null!


Schon eine schwere Depression allein ist mehr als genug.


Da brauche ich keine weiteren Belehrungen. Ich tue wirklich alles, was ich kann.


Aber es gibt eben bestimmte Grenzen.
Irgendwann sagt der Körper einfach, dass es nicht mehr weiter-funktionert. Punkt.


Das ist das Ende der Diskussion.


Wie gesagt, ich wurde wegen der ganzen Geschichte schon an anderer Stelle gemobbt.
Mehr kann ich dazu nicht sagen.

LG.

Da wollte ich noch hinzufügen: Ein junger Mann( wegen "das") wollte tatsächlich Suizid begehen. Ich musste all meine buddhistische Weisheit aufbringen, um ihm zu helfen, einen anderen Blick auf die Dinge zu entdecken.


Dass alle bedingten oder abhängigen Phänomene vergänglich – also letztlich tödlich – sind, kann ich an anderer Stelle auslassen ...


Es spielt keine Rolle, ob ein Mensch jung oder alt ist – wie es der Existenzialismus deutlich macht, ist das Problem des Selbstmords dort ein zentrales Thema. Ich kann also schreiben, was ich will, solange ich damit nicht gegen die Forenregeln verstoße.


Mikrodosierung – wenn sie kein Betrug echt gäbe – passt ausgezeichnet zu meinem Yoga, den ich seit Jahren praktiziere.


Ein Forscherteam hatte bei mir anhand von Fragebögen eine Kundalini-Aktivierung festgestellt. Auch U. O. hatte mir Psychedelika empfohlen – doch das brauche ich ganz bestimmt nicht.


Bei der Mikrodosierung kann man ein wenig experimentieren.
Tja: Manchmal es ist bessser jeden möglichen „Dreck“ zu schlucken, aber keine Psychopharmaka.

Das war’s.
 
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