Fundamentalismus

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Ein Thema, das in den letzten Jahren immer mehr Bedeutung gewonnen hat. Ich meine damit religiösen Fundamentalismus jeglicher Coleur!

Ich frage mich: Was bewegt Menschen dazu? Oder anders herum gefragt: Was ist gut daran? Was ist der (psychische) Gewinn.
Und Achtung: Nicht nur Terroristen/ Selbstmordattentäter sind Fundamentalisten.
 
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Hallo Leon

Denke es wäre richtig, wenn du zuerst Definierst, wer dazu gehört oder noch besser, wen Du als Fundamentalist bezeichnest.
Mein Vorschlag kennst Du ja, richtet sich nach dem Wortstamm. Das wären Personen, die Ihr Leben, Ihre Taten, Ihre Ansichten und Ihre Meinungen auf einem klaren (Glaubens-) Fundement ausrichten.
 
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Da hast Du recht, Beat! Also ich interpretiere den Begriff genauso, wie du ihn dargestellt hast: Jemand der sich auf die Fundamente seiner Religion bezieht.
Was so ja noch in Ordnung wäre, wenn nicht problematische
a) tradierte Starrheit
b) zur Tugend erhobene Intoleranz
c) individuell und gesellschaftlich schädigende Verhaltensweisen dazukämen.

So, das wäre jetzt meine Definition.

Vielleicht hat ja noch jemand eine andere?
 
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Hier eine "wissenschaftliche" Beschreibung aus

http://de.wikipedia.org/wiki/Fundamentalismus

Sprachgebrauch
In seiner ursprünglichen Bedeutung geht der Begriff Fundamentalismus auf die Protestbewegung gegen "modernistische" Tendenzen innerhalb des US-amerikanischen Protestantismus zurück und wurde in diesem Zusammenhang erstmals verwendet. Christen (siehe Christlicher Fundamentalismus).

Der Begriff ist seit 1920 belegt und entstand durch die Schriftreihe "The Fundamentals" bzw. "The Fundamentals of Truth", welche Anfang des 20. Jahrhunderts (1915-1919) in den Vereinigten Staaten erschien. Sie richtete sich gegen die moderne Theologie, bzw. insbesondere gegen die historisch-kritische Betrachtung der Bibel und die Rezeption der Evolutionslehre. Die hinter der Schriftenreihe stehende Bewegung stammt aus der amerikanischen Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts und verband mit der Verbreitung konservativ-protestantischen Schrifttums eine durch fromme Industrielle unterstützte öffentliche Propagandatätigkeit. Deren Höhepunkt war der sogenannte "Affenprozess" (in ihm ging es um die Lehre der Abstammung des Menschen vom Affen) 1925 in Dayton, Tennessee.

Die transreligiöse Verwendung verdankt der Begriff des "Fundamentalismus" der islamischen Revolution im Iran 1979. Unter dem Einfluss des Ayatollah Khomeini (s.u.), der auf Grund einer wörtlichen Auslegung des Korans Körperstrafen wie Auspeitschen, Handabhacken und Steinigungen wieder einführte, griffen Publizisten auf diesen Begriff zurück, weil sich auch der protestantische Fundamentalismus auf eine wörtliche Auslegung ihrer heiligen Schrift bezog. Das gemeinsame "Fundament" der Fundamentalisten ist also ursprünglich jeweils ein wörtlich verstandener religiöser Basistext gewesen. Und es ist zu fragen, ob man nicht angesichts des späteren, inflationären Gebrauches zu seiner engeren Ursprungsbedeutung (von Fundamentalisten als 'Textfetischisten') zurückkehren soll. Im Bezug auf den Islam könnte so eine Differenzierung verschiedener Strömungen und Ursachen aufgedeckt werden, die durch den mittlerweile instrumentalisierten Begriff des Fundamentalismus eher verdeckt werden.

Im populären Sprachgebrauch werden unter dem Begriff Fundamentalismus zuweilen unterschiedslos konservative religiöse Gruppen, gewalttätige Mitglieder einiger Volksgruppen mit mehr oder weniger religiöser Motivation oder Terroristen zusammengefasst, was diesen Begriff heute problematisch macht. Während es unbestreitbar unter diesen Gruppentypen Überschneidungen gibt, lassen sie sich nicht prinzipiell gleichsetzen. Fundamentalisten charakterisiert man im allgemeinen dadurch, dass sie sich auf bestimmte konkrete Grundlagen (oder dem, was sie darunter verstehen) ihrer Religion (oder auch im politischen Sinne: ihrer Partei) beziehen und darüber keine Diskussion zulassen.

Der Begriff Fundamentalismus hat sich im Allgemeingebrauch stark aufgefächert, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA und in der europäischen Presse besonders nach der iranischen Revolution 1979, als nun auch von einem islamischen Fundamentalismus gesprochen wurde.

Der Begriff Fundamentalismus wird heute im allgemeinen Sprachgebrauch oft als diskursiver Allgemeinplatz verwendet. Im sprachpsychologischen Gebrauch wird der Begriff Fundamentalismus auch zum Ausdrücken eines Diskussionsabschlusswunsches verwendet, in dem eine andere Meinung als Fundamentalismus etikettiert und abqualifiziert wird.


und

Allgemeines
Fundamentalismus, der als eine grundsätzliche Gegenbewegung gegen die Moderne gesehen werden kann, sieht die grundlegenden Prinzipien einer Religion durch Relativismus, sexuelle Selbstbestimmung, Pluralismus, Historismus, Toleranz und das Fehlen von Autorität gefährdet. Er propagiert die Rückkehr zu traditionellen Werten, striktes Festhalten an religiösen Dogmen. Ein Mittel dazu sieht er im politischen Engagement. Typisch für ihn ist, dass er die in westlichen Ländern übliche Trennung von Kirche und Staat aufgibt, um seine Ziele auch mit politischen Mitteln durchsetzen zu können. - Eine einleitende Auflistung findet sich unter Liste fundamentalistischer Bewegungen

Die fundamentalistische Weltanschauung ist in der Regel durch ein dualistisches Konzept des Niedergangs, nach dem die Anhänger des Wahren und Guten im Kampf gegen die Schlechten, das "Böse", anders Denkenden und anders Gläubigen begriffen sind, geprägt. Dazu vertreten sie eine Lehre, der zufolge Sünde weniger das persönliche Fehlverhalten, sondern eine gesellschaftliche Kraft darstellt. Dieser politisch verstandenen Sünde kann in der Konsequenz nur mit der Errichtung einer Theokratie entgegengewirkt werden.

Strittig ist insbesondere die Abgrenzung zu Anhängern konservativer oder orthodoxer Richtungen von Religionen oder Ideologien. Diese stehen ebenfalls gegenwärtigen Entwicklungen kritisch oder ablehnend gegenüber, nehmen dabei aber eine eher moderate Haltung ein. Konservative und Orthodoxe wollen auch eher die real existierenden Traditionen ihrer unmittelbaren Vorfahren fortsetzen, während Fundamentalisten zu einem angenommenen "Urzustand" vergangener Zeiten zurücklenken zu können meinen.

Charakteristisch für den Fundamentalismus ist ferner die unkritische Rezeption heiliger Texte bzw. die Ablehnung kritischer, wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit religiösen Texten (siehe Verbalinspiration).

Typisch ist auch die "Annahme einer in baldiger Zukunft bevorstehenden Weltwende", etwa durch die - buchstäblich vorgestellte - Wiederkunft Christi (christlich), die Ankunft des 12. Imam (schiitisch), den apokalyptische Endschlacht zwischen Gut und Böse oder den Beginn des Jüngsten Gerichts.

Religionssoziologisch bilden die Fundamentalisten oft kleinere Gruppen innerhalb großer Religionen, die sich von der Mehrheit absetzt, weil diese die grundlegenden Prinzipien der Religion verraten habe. Versteht man Fundamentalismus als eine Bewegung zurück zu den Quellen der Religion, so waren die Reformatoren in vergröberter Sicht ebenfalls eine Art Fundamentalisten. Islamwissenschaftler wie zum Beispiel Oliver Roy unterschieden im Islamismus unter anderem einen militanten Islamismus (oder islamistischen Terrorismus) und einen Neofundamentalismus.

Das wesentliche Charakteristikum totalitärer religiöser Gruppierungen ist eine vollständige Einbindung der Mitglieder bezüglich aller Lebensbereiche, die sich derart umfassend und dominant auf Betroffene auswirkt, dass kritischen Gedanken keinen Freiraum bleibt. Solche Gruppen können theologisch Fundamentalisten sein, aber sie kommen ebenso unter neuen religiösen Bewegungen vor. (siehe auch: Totalitarismus)

Terroristische Gruppen üben Gewalt undifferenziert gegen Unbeteiligte aus, um ihre, gewöhnlich politischen, Ziele zu erreichen. Die Motivation kann ganz oder teilweise aus einer religiösen oder ideologischen Überzeugung stammen; diese ist aber nicht notwendigerweise fundamentalistisch.
 
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Und hier differenziertere Betrachtungen zum Fundamentalismus der drei großen Buchreligionen.

Christlicher Fundamentalismus
Der christliche Fundamentalismus ist zu sehen als ein Teil der evangelischen Erweckungsbewegung in den USA, die besonders im 19. Jahrhundert stark war. Gegen die moderne Bibelkritik auf den Kanzeln der protestantischen Hauptkonfessionen in den USA wuchs zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschiedener Widerstand, der zunächst unorganisiert war.

Eine lose Schriftenreihe "The Fundamentals - A Testimony to the Truth" erschien von 1910-1915 in einer Auflage von je 175'000-300'000, welcher verschiedene wertkonservative christliche Gedanken umfasste und eher ökumenisch und nicht separatistisch gedacht war. Finanziert wurden die Traktate von den kalifornischen Ölmagnaten Lyman und Milton Stewart.

Als Erfinder des Begriffes "Fundamentalismus" gilt Curtis Lee Laws (1858-1946) in der Zeitschrift "Watchman Examiner" in der Ausgabe vom 1. Juli 1920. Mit Fundamentalisten bezeichnete Laws eine Gruppe innerhalb der Northern Baptists, die an der Irrtumslosigkeit der Bibel festhielt.

1919 wurde eine unbedeutend gebliebene World's Christian Fundamentals Association WCFA gegründet.

Als Klassik des christlichen Fundamentalismus in den USA kann man die ökumenisch-pazifistische Grundausrichtung von 1910-1918 ansehen.

Durch die russische Revolution und die Angst vor dem Kommunismus wurde die amerikanische und die westliche Gesellschaft stark verändert. Diese Angstkultur war der Nährboden für die spätere fundamentalistische kirchliche Splitterbewegung in den USA, die vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg lauter wurde und einen rigorosen konfessionellen Separatismus umzusetzen begann, als innerkirchliches Pendant zum Kalten Krieg.

Viele fundamentalistische Gruppen sehen den Evangelikalismus als zu verweltlicht und zu ökumenisch an. Die neuzeitlichen amerikanischen Fundamentalisten zeichnen sich durch eine Argumentationsführung aus, die von Kritikern als „lieblos“ bezeichnet wird, oder als „nicht christlich“. In Fragen von Ökonomie und Politik besteht eine starke Affinität zu ultraliberalen oder rechtsradikalen Auffassungen. So wird die Todesstrafe befürwortet im Unterschied zu den Evangelikalen, die hier gespalten sind und ein sehr breites politisches Spektrum aufweisen.

In der evangelischen Welt ausserhalb der USA gibt es nur wenige Entsprechungen der fundamentalistischen Bewegung. Es ist ein typisch US-amerikanisches Phänomen, welches durch die typische kommunikatorische Radikalität entstanden ist, welche durch die Grösse der US-Gesellschaft (heute 300 Mio. Einwohner/innen) vorgegeben ist und in allen Lebensbereichen wahrzunehmen ist.

Filialen der US-amerikanischen Missionsgesellschaften fundamentalistischer Prägung wurden in Europa durch den pietistisch geprägten Evangelikalismus gezähmt und kulturspezifisch umgeformt. In Südamerika ist die fundamentalistische Mission erfolglos geblieben, wo die charismatisch-pfingstlerische Bewegung sehr erfolgreich ist.

Bei der Berichterstattung über die evangelische Erweckungsbewegung wird in der allgemeinen Presse der Begriff Fundamentalismus auch als Oberbegriff für die ganze Bewegung verwendet, was religionshistorisch und -soziologisch jedoch nicht haltbar ist.

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Islamischer Fundamentalismus
Der islamische Fundamentalismus, oft auch als Islamismus bezeichnet, versteht sich als ein kritischer Moment am vermeintlichen Niedergang des Islam in der islamischen Welt und der Diaspora.

Sowohl im Glaubenssystem als auch in den Handlungsanweisungen stellt er Abweichung von den wörtlich verstandenen Texten aus Koran und Hadith fest, und macht sie als ideen- und sozialkritische Bewegung für Unmoral, Korruption und andere politische Übel der islamischen Länder ihre "Verwestlichung" verantwortlich. Sayed Qutb (1906 - 1966), Mitglied und Vordenker der Muslimbruderschaft, später von den Gedanken der Muslimbruderschaft abgewichen, propagierte einen islamischen Staat als Garant sozialer Gerechtigkeit. Hierbei unterscheiden sich Fundamentalisten von "Konservativen" in der Verwerfung der historischen, bis an die Gegenwart gewachsenen islamischen Traditionen als "degeneriert".

Der islamische Fundamentalismus ist eine Reaktion auf den Identitätsverlust, den viele arabische Länder durch die Kolonisierung erlebten, und auf eine durch den Westen dominierte Globalisierung, die westliche Werte wie Individualismus oder Säkularismus absolut setze und traditionelle orientalische Werte, wie Gemeinschaftssinn und Familie, verdrängen wolle.

Im Islam bildeten sich fundamentalistische Bewegungen im engeren Sinne in den 1930er Jahren, gleichwohl hatte es in der Geschichte des Islam immer wieder radikale religiöse Bewegungen gegeben, so beispielsweise die Wahhabiten im 18. Jahrhundert, die später den heutigen Staat Saudi-Arabien prägten. Ein wichtiger "geistiger Ahne" ist der Damaszener Rechtsgelehrte Ibn Taimiya (1263-1328). Bis heute maßgeblich ist zum einen die 1928 vom Lehrer Hasan al-Banna (1906-1949) in Ägypten gegründete Muslimbruderschaft (Al-Ikhwan al-muslimun). Der zweite wichtige Vordenker ist der in Indien und (ab 1947) in Pakistan wirkende Sayyid Abu l-A'la Maududi (1903-1979) mit seiner 1941 gegründeten Kaderpartei Jama'at-e islami. In Iran entstand eine von der schiitischen Imamatslehre geprägte Sonderform des islamischen Fundamentalismus. Unter der Führung des Ayatollah Ruhollah Musawi Khomeini (1906-1989) errang sie in der islamischen Revolution 1979 nach dem Sturz des Schahs die Macht.

Die islamischen Fundamentalisten opponieren dem säkularen Staatsmodell und fordern die Einführung des islamischen Rechts, da in ihrem Verständnis die Einheit von Religion, Gesellschaft, Familie, und Staat integral zum Islam gehört. Die Parallelen ihres Staatsmodells zu totalitären Systemen säkularer Prägung sind offensichtlich. Verschwörungstheorien sind ein zentrales Element der islamisch-fundamentalistischen Ideologie.

Besonderen Zustrom findet der islamische Fundamentalismus durch die soziale Situation: wegen der Landflucht gibt es in den Slums der Riesenstädte von Kairo und Ghaza-Stadt, Jakarta und Islamabad entwurzelte Massen, die beim Islamismus nicht nur einen geistigen Halt sondern auch soziale Hilfe finden. Islamistische Organisationen predigen nicht nur in den Moscheen, sie führen auch Spitäler und Schulen, die den Ärmsten offen stehen - ein wichtiger Faktor in Ländern mit hoher Analphabetenrate. Die Stärke des islamischen Fundamentalismus in Saudi-Arabien und den wohlhabenden Golfstaaten zeigt jedoch, dass die Entstehung des islamischen Fundamentalismus nicht einseitig durch sozio-ökonomische Faktoren erklärt werden kann.

Fundamentalistische Gruppen des Islams werden nicht durch eine hierarchische Organisation zusammengehalten, sondern sie treten quer durch die islamische Welt in einzelnen, hierarchisch strukturierten Gruppen auf. Viele davon erhalten finanzielle Unterstützung vom Staat Saudi-Arabien beziehungsweise Iran.

In Deutschland wird im aktuellen Verfassungsschutzbericht berichtet, dass es derzeit 24 aktive islamistische Organisationen im Bundesgebiet gibt. Sie hatten im Jahr 2003 nach Schätzungen der Behörden insgesamt 30 950 Mitglieder. Davon sind 27 300 türkischer und 3300 arabischer Herkunft. Insgesamt entspricht dies nur einem Prozent der über drei Millionen hier lebenden Muslime. Deutschland gilt vor allem als "Ruheraum" für potenzielle islamische Terroristen.

Die wichtigsten islamistischen Gruppierungen in Deutschland im Überblick:

Die türkische "Islamische Gemeinschaft Milli Görüs e.V." (IGMG) ist mit rund 26 500 Mitgliedern die größte islamistische Organisation in Deutschland. Der 1985 in Köln gegründete Verein steht islamistischen Parteien in der Türkei nahe, z.B. der "Partei der Glückseligkeit" (SP). Bundesweit unterhält die Vereinigung mehr als 300 Einrichtungen. Sie fördert laut Verfassungsschutz "die Entstehung und Ausbreitung islamistischer Milieus in Deutschland".
Extrem gewaltbereit sind die 200 Mitglieder der Islamisten-Partei "Hisb el Tahrir el Islami" (Partei der islamischen Befreiung). Die straff organisierte Gruppe strebt eine Vereinigung aller Moslems in einem Gottesstaat an. Hauptfeind ist Israel. 2003 wurde die Organisation in Deutschland verboten.
Die 800 Mitglieder starke libanesische "Hisbollah" und die 300 Anhänger der palästinensischen "Islamische Widerstandsbewegung" (Hamas) sind gewaltbereit und unterstützen von Deutschland aus den Terror im Libanon und in Palästina.
Die rund 800 Anhänger des Ende 2001 verbotenen "Kalifatstaats" von Metin Kaplan bekämpfen die freiheitlich demokratische Grundordnung und streben die weltweite Herrschaft des Islam an.
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Jüdischer Fundamentalismus
Auch im Judentum ist zwischen liberalen, konservativen, orthodoxen und fundamentalistischen Richtungen zu unterscheiden (letztere werden oft auch als ultra-orthodox bezeichnet), die das gesamte Spektrum von engerer oder weiterer Auslegung des Religionsgesetzes, des so genannten "Zauns um die Tora" abdecken.

In der Beziehung zum Staat Israel gibt es unter den ultra-orthodoxen Juden zwei diametral Media:entgegengesetzte Sichtweisen:

Gewisse chassidische Strömungen lehnen den Zionismus als Ketzerei ab und nehmen eine militant feindselige Haltung zum Staat Israel und zu allen sich mit Israel identifizierenden Juden ein, da die Existenz Israels die Ankunft des Messias verhindere. Auch die Neuhebräische Sprache lehnen sie strikt ab und sprechen stattdessen weiter Jiddisch.
Der religiöse Zionismus hingegen, mit dem geistigen Vater Abraham Isaak Kook (1865-1935), sieht im Staat Israel den Anbruch der messianischen Zeit und interpretiert Ereignisse wie den Sechs-Tage-Krieg als Zeichen der Bestätigung. Politisch bedeutsam ist der von jüdischen Fundamentalisten, beispielsweise der Bewegung Gush Emunim (Block der Gläubigen), vertretene göttliche Anspruch der Juden auf Eretz Israel, das heilige Land. Territoriale Zugeständnisse werten sie als Sakrileg, was 1995 zur Ermordung Jitzhak Rabins führte.
 
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Hallo Leon

Interessant die verschiedenen Definitionen, die suich wie erwähnt sogar widersprechen.

OK, der Begriff hätten wir für uns definiert.

Was ich nicht sehe, wie man aufgrund der Bibel problematischen Dinge ableiten kann, konkret
a) tradierte Starrheit
b) zur Tugend erhobene Intoleranz
c) individuell und gesellschaftlich schädigende Verhaltensweisen dazukämen

insbesondere c ist ein Widerspruch zur christlichen Lehre
 
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Hallo, Beat,

wie sie das hinkriegen, die einen wie die anderen weiß ich nicht! Sie kriegen es hin. Un daraus resultieren die Probleme. Wie zum Beispiel gegenseitige Ablehnung, bis Feindschaft, Schweigsamkeit - das heißt keine Dialogbereitschaft, gegenseitige Vorurteile, Angst ... und wer weiß was noch alles!
Und wenn Christen es nicht mal hinkreigen, die glerichen Wurzeln zu akzeptieren und das Verbindende zu betrachten statt den Focus ständig auf die (geringen) Unterschiede zu legen, dann sehe ich ohnehin dunkellila!

Gruß von

Leòn
 
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Hallo,

also ich bin auch schon als christlicher Fundamentalist beschimpft worden, fand das zuerst gar nicht nett (war zu Beginn meiner Glaubenszeit), als ich mich aber erkundigte, was genau das bedeutet - ja dann bin ich wohl ein christlicher Fundamentalist.
Ich sehe es aber auch so wie Beat, dadurch das mein Fundament die Bibel und mein Glaube an Gott und Jesus laut Bibel ist - schade ich ja niemanden.
Es wäre sehr schön, wenn diejenigen, die sich als Christen bezeichnen sich auch dementsprechend verhalten würden, dann gäbe es dies Probleme nicht!

Viele Grüße
 
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Hallo, Sternenfee,

ja, wenn man das zu Dir gesagt hat, dann war das ja auch nicht nett gemeint, nicht im Sinne Deiner Umdeutung. Sondern es war negativ gemeint. Wo kommt denn Deiner Ansicht nach diese Negativbesetzung her?

Grfuß von Leòn
 
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Hallo

Wie wer was hinkriegt meinst Du?

Gegenseitige Ablehung etc beruhen auf einem freien Entscheid, nicht auf der Lehre des Christentums, ganz im Gegenteil. So wie zu schnelles Fahren auch auf einem freien Entscheid beruht und daran nicht die Strassengesetzgebung schuld trägt

Christen können sehr wohl das gemeinsame Betrachten, so gibt es zB sehr enge Freundschaften zwischen Juden und Christen.
Aber die Unterschiede zb zwischen Islam und Christentum sind wie erwähnt nicht gering, sondern riesengross und entscheidend!
Christen: Jesus ist Gottes Sohn und Gott zugleich, DER Einzige Weg. Gott ist Liebe. Gott ist Mensch geworden, willl Beziehung von uns, möchte das wir IHM unser Herz schenken, wie er seines auch uns geschenkt hat. Er will mit jedem persönlich auch kommunizieren.
Gott hat aus Liebe zu uns seinen eigenen Sohn geopfert, damit unsere Sünden getragen, dafür bezahlt, weshalb wir von der Sünde und deren Strafe freigekauft sind, wenn wir sein Opfer annehmen.
Taten zählen nicht, Heil kann man sich nicht erarbeiten noch durch gute Taten verdienen. Die guten Taten sind das Resultat des Heils nicht die Voraussetzung.
Da eine Herzensbeziehung nur auf einem freien Entscheid beruhen kann, lässt er uns auch unseren Willen.
Kampf muss gegen die geistliche welt nicht gegen Menschen hier geführt werden, Gewalt wegen glaubensdifferenzen wird klar abgelehnt

Islam (in etwa, nicht 100%ig korrekt): Allah ist unnahbar und streng, hat keine und strebt keine persönliche Beziehung zu jedem Menschen an. Menschwerdung Gottes ist unvollstellbar. Er gibt Gebote vor und je nach dem wie gut man diese einhält, kommt man in den Himmel. Die Herzenshaltung ist unwesentlich, bzw reicht alleine nicht aus. Das Heil muss erarbeitet werden. Geistige Gnade für Mörder etc gibt es nicht, ist auch nicht möglich, da niemand die Strafe dafür getragen hat. Allah hat nicht aus Liebe sich für uns geopfert, die Last unserer Sünden nicht getragen, uns nicht davon befreit. Der freie Wille muss bestraft werden, wenn er nicht der Wille Allahs ist (Konvertitation ist verboten). Gewalt gegen Menschen wegen nicht aus geistlicher Sicht Koran-falschem Verhalten ist möglich. So müssen Menschen, die Allahs oder Mohammed beleidigen hier auch mit Gewalt bestraft werden.
 
Themenstarter
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19.03.06
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So, jetzt doch noch eine kurze Antwort, bevor ich in das Wochenende verschwinde. Also Allah hat im Islam über 100 Namen, einer davon ist der "Allbarmherzige" oder der "Allerbarmer". Der persönliche Dialog - der persönliche Kontakt, über den Salad hinaus ist geboten.

Du schmeißt mir zu viel durcheinander, Beat.

Es wird im Islam klar zwischen WELTLICHEN und JENSEITIGEN Strafen unterschieden.

Beat, tu dir bitte einen Gefallen und lies eines der von mir empfohlenen Hofmann - Bücher. Dann unterhalten wir uns weiter.
So kriege ich als Nicht-Christ, Nicht-Jude und Nicht-Muslim ständig den Job Dir etwas erklären zu müssen, so als wolöle ic h es verteidigen. Das einzige was ich verteidigen will ist die Glaubensfreiheit. Und das brauche ich ja gar nicht!

Außerdem habe ich augenblicklich ein bißchen das Gefühl, als wenn Du im Haar in der Suppe des Islams suchst.
Das kriegt in "meinen Augen" einen unappetitlichen Beigeschmack.

So, ein schönes Wochenende

Leòn
 

Wolfgang Jensen

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Vor dem dogmatisch/gewalttäigen christlichen Fundamentalismus brauchen wir "Freidenker" uns offensichtlich nicht mehr zu fürchten - vor dem moslemischen auch nicht?

Allerdings wage ich mal eine Hypothese: müßten wir uns vor dem Moslemischen Fundamentalismus überhaupt fürchten, wenn es nicht den Christlichen Fundamentalismus gäbe? Liegt die Wurzel des "Phänomens Fundamentalismus" nicht ganz woanders?

Gruß Wolfgang
 
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Jesus sagt:
Liebe deine Feinde.
Also tut der wahre Christ auch den moslemisch-fundamentalistischen Terroristen lieben.
Außerdem:
Wenn dich einer auf die linke Backe schlägt, halte ihm die rechte hin.
Der wahre Christ lässt sich mit Freuden von Terroristen in die Luft sprengen.
Eine Diskussion, ob das "Christentum" oder der "Moslem" die bessere Religion sind, ist Blödsinn.
Wenn die "christliche" USA unter vorgeschobenen Argumenten eine Angriffskrieg gegen den Irak führen, irakische Muslime in Folterkellern zum entwürdigenden Onanieren zwingen oder totschlagen - dann muss man sich zu Tode schämen, sich jemals als Christ bezeichnet zu haben.
 
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21.04.05
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Also - das war ein Gothicforum, in dem ich da schrieb von Gott - dort gibt es nicht so viele Gläubige - und dieser Mensch, der das zu mir schrieb, wollte mich beleidigen ja - weil ich einen festen Glauben habe
 
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14.01.04
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Hallo

Wie Matthias hat klar das Fundament des Christentums dargelegt. So ein Fundament ist absolut ungefährlich. Werr was anderes sagt, kann ich nicht begreiffen
 
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19.03.06
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Rohi schrieb:
Also tut der wahre Christ auch den moslemisch-fundamentalistischen Terroristen lieben.
Außerdem:

Eine Diskussion, ob das "Christentum" oder der "Moslem" die bessere Religion sind, ist Blödsinn.
Insbesondere dieser Aussage von Rohi möchte ich mich voll und ganz anschließen!

Wie man auch aus dem Beitrag des klugen Herrn Jensen herausdeuten kann, sind gerade die Auseinandersetzungen zwischen z.B. christlichen und zum Beispiel muslimischen und zum Beispiel jüdischen Gläubigen, im Sinne der Suche nach Trennendem, bis hin zur Feindschaft, die wirklich gefährlichen Phäönomene. Was wir brauchen, ist eine Bereitschaft zum Dialog, die viele Muslime, Juden und auch Christen haben. Ich selbst bin schon bei solchen Gesprächen dabei gewesen.
Und diese Dialoge müssen mehr werden, müssen oft und regelmäßig geführt und in der Öffentlichkeit weiter verbreitet werden.
Dazu gehört auch, dass Muslime über das Christentum lernen und dazu gehört auch, dass Christen bereit sind, über den Islam zu lernen. Gleiches gilt meiner Ansicht nach auch für den Dialog mit anderen Religionsgemeinschaften.
Und es gehört dazu, dass alle die Bereitschaft entwickeln, Vorurteile abzubauen.
Um Feindschaft in der Welt abzubauen, müssen wir über die Anderen lernen und ins Gespräch kommen und bleiben.

Herzliche Grüße von
Leòn
 
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19.03.06
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Sternenfee schrieb:
Also - das war ein Gothicforum, in dem ich da schrieb von Gott - dort gibt es nicht so viele Gläubige - und dieser Mensch, der das zu mir schrieb, wollte mich beleidigen ja - weil ich einen festen Glauben habe
Danke für De3ine Antwort, Sternenfee. Aber reicht es nicht, sich als Christ zu bezeichnen? Warum nimmst Du diese Fundamentalismus - Zuschreibung an?
Und dann würde mich Deiner Meinung zu der Frage nmoch interessieren, woher diese Negativ - Besetzung kommt!

Grüße von

Leòn
 

Wolfgang Jensen

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16.03.06
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Fundamentalismus

Warum habe ich mit Muslimen keine Probleme? Und warum die mit mir nicht?

Als einen Grund führe ich an, daß mich die "Heilige Dreifaltigkeit", die Idee ist fundamentalistischer Natur, überhaupt nicht berührt. Wenn die "Kirche" meint, dieses Dogma als Grundlage für ein Bekenntnis zur Nächstenliebe (Jesus) gebrauchen zu müssen - ich brauche das nicht. Liebe kann alleine stehen, wenn es denn eine Liebe ist, zu der man steht! Insofern behaupte ich: Liebe hat ihren eigenen Geist.

Rohi, Dein Beitrag entspricht auch ganz meiner Meinung, hatte nur vergessen, das zum Ausdruck zu bringen.

León: Um Feindschaft in der Welt abzubauen, müssen wir über die Anderen lernen und ins Gespräch kommen und bleiben.

Der Feind steckt in uns, darüber sollten wir im Gespräch bleiben, ihn aufzuspüren und in bitten, uns nicht weiter unsere Liebesfähigkeit zu beschneiden. Vielleicht sollten wir mal alles das überprüfen, was unserer Liebe im Innen im Wege steht. Erst wenn störende Vorstellungen verschwunden sind, hat man ein stabiles Fundament in sich gefunden. Eiferer, die dogmatisch/fundamentalistisch agieren, stehen meiner Meinung nach auf keinem sicheren Fundament.

Gruß Wolfgang
 
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19.03.06
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Sure 9, Vers 29

Hallo, Beat,
Du hast mir im Thread "Selbsterfüllernde Prophezeihung" eine Frage gestellt, die wohl eher hier her gehört.
Zum Verständnis habe ich den "Wortwechsel" herauskopiert und stelle ihn meiner Antwort voran:


Du schriebst:
"Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott und den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Gott und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angehören - von denen, die die Schrift erhalten haben - kämpft gegen sie, bis sie ergeben aus der eigener Hand Tribut entrichten!" (Sure 9:29)
Was Mohammed ja auch selber getan hat.“


Ich schrieb:
Und, Beat, der Abschnitt, den Du zitierst ist falsch/ ungenau übersetzt. Ich empfehle Dir Bobzien, Helmut: "Der Koran", darin ist auch eine Übersetzungsgeschichte enthalten.

Du schriebst:
Nebenbei, wie ist die genaue Übersetzung DER ERWÄHNTEN kORANSTELLE UND auf was berufen sich den die Personen die dem "Islamischer Fundamentalismus" anhängen, wenn sie Terroranschläge machen?

Zunächst:
Nach dem Koran - Forscher Hartmut Bobzin (siehe z.B.: www.phil.uni-erlangen.de/~p2orient/dozenten/Bobzin/schriften.shtml .

Ich weiß nicht, welche Übersetzung Du verwendet hast, ich nehme jetzt die von Max Henning, in der Bearbeitung durch Dr. Wilfried Murad Hofmann, Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/ München, 2003, Seite: 163:

Sure 29, Vers 9

Bekämpft jene der Schriftbesitzer, die nicht an Allah und den Jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben, und nicht dem wahren Glauben folgen, bis sie, sich unterwerfend, die Steuer freiwillig entrichten."

Nach Meinung von Orientalisten, wie z.B. Annemarie Schimmel www2.uni-jena.de/journal/schlaglicht/essay.ht, hat dieser Vers das friedliche Zusammenleben der Muslime mit anderen Buchbesitzern, zum Beispiel im Osmanischen Reich und im maurischen Andalusien, ermöglicht. So wurden Juden und Christen weder bekehrt noch zwangsbekehrt, sondern aufgrund dieses Verses zu dhimmi (Schutzbefohlenen), die eine saogenannte Kopfsteuer zu entrichten hatten, also damit steuerpflichtig waren und unter dem Schutz des Staates standen!

Dass sich ausgerechnet hierauf gewalttätige Islamisten beziehen, ist den Muslimen, die ich kenne, unbegreiflich.

Ich hoffe, Dir weitergeholfen zu haben, Beat.
Gruß von Leòn
 
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Hallo Leon und andere:

Bin der Meinung dass man hier 2 Sachen vermischt, die man klar trennen muss:
1. Die (differenten) Lehre
2. Die Menschen und den Dialog und den Umgang mit Ihnen

1. Und wenn man sich auf den Kopf stellt, der Glaube nach dem Koran widerspricht elementar dem christlichen Glauben, auch wenn er in gewissen Bereichen ähnlich ist. Habe in mehreren Stellen hier und in anderen Treats das unvereinbare an Beispielen erwähnt. Frieden kann nur auf Wahrheit aufbauen und die elementaren Unterschiede zu verdecken wären deshalb mittel- und langfristig kontraproduktiv.
Dazu muss gesagt werden, dass Lehren und Glauben wenn sie noch so different sind, absolut keine Gewalt hervorbringen, ausser Menschen wenden aufgrund dieser Lehre oder fälschlicherweise angeblich aufgrund dieser Lehre Gewalt an.
Die Christliche Lehre predigt dabei sicherlich keine Gewalt an Andersgläubige, da habt Ihr mir so wie ich es verstehe zugestimmt. Also kann jemand der sein Fundament auf der chrsitlichenn Grundlage aufbaut, keine Gewalt gegen andersgläubige anwenden, also gerade FÜR friedliches verhalten ist. Wenn er trotzdem anwendet, dann weicht er von der Grundlage seines Glaubens ab, dh nicht das Fundament, sondern derjenige ist zu verurteilen. Was für eine verblendung muss schon herrschen (siehe Paulus) wenn christliches Fundament als gewaltfördernd taxiert wird!

2. Der Mensch X kann uns soll friedlich mit dem Mensch Y sich abgeben. Dies ist unabhängig von der obigen lehre möglich, dh es wird höchstens für den schweirig, dessen Glaubensgrundlage zu Gewalt gegen den Anderen aufruft.
Gehe sogar noch einen schritt weiter. Es sollte da ja gar keine Feindschaft bestehen, weiss zB nicht, wieso ein Christ feindlich gegen einen Muslim gesinnt ist, welcher keine Gewalt gegen ihn anwenden will.
Zu beachten ist einfach, dass der Dialog zwischen 2 solchen Menschen nicht in einen Konsens führen kann, da die Frau eben nicht gleichzeitig Schwanger von nur einem Buben und genau zwei Mädchen sein kann, um es bildlich auszudrücken. Ein Konsens wäre eine Abkehr des eigenen Glaubens durch beiden. In der Welt haben wir ZB politisch, geschmacklich (Farbe, Auto) etc etc in vielen Bereichen keinen Konsens mit anderen. Trotzdem haben wir deswegen mit dem Anderen keinen Krieg oder so.

Zu Der Sure "Auslegung"
Das die Worte "bekämpft" und "unterwerfen" Anderer, die nicht dem "wahren" Glauben folgen, friedliches Zusammenleben bzw Schutz für andere heissen soll, kann ich nicht nachvollziehen. Habe kaum einen Satz gelesen, welcher praktisch angeblich das gegenteil dessen heissen soll, wie dieser. Dabei wurde der Koran angeblich wörtlich von Allah diktiert und war und ist auch für den einfachen Menschen geschrieben. Wenn Allah Gott ist, dann ist er ja nicht blöde und würde doch nicht Ausdrücke wählen, die über 99% aller Leser mit Gewalt in Verbindung bringen, statt mit dem angebliche friedlichen zusammenleben. Dies könnte nämlich relativ einfach so ähnlich gesagt werden, wie Du es formuliert hast, wenn es so gemeint ist.
Praktisches Beispiel gefällig? Sag mir einen einzigen (streng) islamischen Staat, wo dies so gehandhabt wird, wie es Du geschrieben hast. Ich kenne nur Staaten wo es mindestens ansatzweise genau so gehandhabt wird, wie die Worte ein normaler Mensch versteht, sei es der Iran, oder sogar ÄGYPTEN

Empfehle da das Buch "Islam und Teorrismus" des Muslim und ehemaligen Islamproffessor für islamische Geschichte der berühmtesten islamischen Kaderschmiede der Universität Kairo, das fast dasselbe wie der Vadikan des Katholizismuses ist.
Diese Buch wirkt nicht nur glaubwürdig da es von einem Kenner vor Ort geschrieben wurde, sondern auch, weil es voll auch mit der praktischen (politischen) Situation in allen Ländern wo es Muslime hat übereinstimmt
 
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