Corona - Österreich (Maßnahmen, Zahlen...

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wundermittel
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Ein ganz aktuelles spannendes Interview in der "Presse mit Virologen Florian Krammer":


Wesentlich ist folgende Passage aus dem Interview:

Die Presse: In unserem letzten Interview Mitte Dezember 2021 haben Sie die geplante allgemeine Impfpflicht in Österreich vehement verteidigt. Tun Sie das immer noch?

Florian Krammer:
Die Impfpflicht war damals eine gute Idee, ließ sich aber nicht durchsetzen. Man kann die Menschen nicht zwingen. Mittlerweile gibt es auch keinen politischen Willen mehr, daher ist Ihre Frage leider hinfällig.
Hier das ganze Interview:
Virologe Florian Krammer, Professor für Impfstoffkunde an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York, spricht über die Sinnhaftigkeit einer Impfpflicht, mögliche neue Varianten im Herbst und über die Faktoren, die die Evolution des Coronavirus antreiben.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass es erneut zu hohen Infektionswellen mit vielen Todesopfern kommt. Die Pandemie pendelt sich ein, Sars-CoV-2 wird zu einem saisonalen Virus“, sagt Virologe Florian Krammer, Professor für Impfstoffkunde an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York und Leiter einer der Arbeitsgruppen eines neuen Expertennetzwerks, um schnell einschätzen zu können, wie gefährlich neu entstehende Varianten sind. „Die Frage, die sich nun stellt: Wird es ein saisonales Virus wie Influenza mit immer noch vielen schweren und manchmal tödlichen Verläufen, oder wird es eines wie die schon vorhandenen vier humanen Coronaviren, die eher milde Erkrankungen verursachen?“


Wer sich im Herbst ein viertes Mal gegen Sars-CoV-2 impfen lassen will, werde das höchstwahrscheinlich schon mit den an Omikron angepassten Impftstoffen machen – „in der Hoffnung, dass sich auch der Schutz vor Ansteckungen verbessert, und nicht nur vor schweren Verläufen.“ Allerdings sei alles andere als sicher, dass sich die im Herbst und Winter dominierende Variante aus Omikron entwickeln werde, das die Entstehung von Varianten momentan „sternförmig" erfolge. Florian Krammer im Interview.

Die Presse: In unserem letzten Interview Mitte Dezember 2021 haben Sie die geplante allgemeine Impfpflicht in Österreich vehement verteidigt. Tun Sie das immer noch?

Florian Krammer:
Die Impfpflicht war damals eine gute Idee, ließ sich aber nicht durchsetzen. Man kann die Menschen nicht zwingen. Mittlerweile gibt es auch keinen politischen Willen mehr, daher ist Ihre Frage leider hinfällig.

Warum war die Impfpflicht damals eine gute Idee und heute nicht mehr? Dass es Widerstand in der Bevölkerung geben würde, war ja keine große Überraschung.

Sie ist immer noch eine gute Idee. Das beste Beispiel für die Sinnhaftigkeit der Impfung sind Hongkong und Neuseeland. Beide Länder verfolgten lange Zeit eine Zero-Covid-Strategie. Dann kam Omikron und fegte durch. Während in Hongkong Kühllaster notwendig waren, um die vielen Leichen abzutransportieren, gab es in Neuseeland wenige Todesopfer. Der Grund: In Neuseeland waren fast 100 Prozent der Personen ab 80 Jahren geimpft, in Hongkong nur 30 Prozent. Diese Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Aber wenn weder die Bevölkerung noch die Politik eine allgemeine Impfpflicht umsetzen will, werden Debatten darüber obsolet. Für Gesundheitspersonal hingegen sollte die Impfpflicht selbstverständlich sein.

Dann reden wir über die vierte Impfung. Wer sollte sich wann ein zweites Mal boostern lassen?

Ich schließe mich den Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums an. Sechs Monate nach der dritten Impfung, frühestens vier Monate danach, sollten sich alle Menschen ab 80 Jahren, alle über 65-Jährigen mit relevanten Vorerkrankungen wie etwa Bluthochdruck, Diabetes, Adipositas und COPD sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem ein viertes Mal impfen lassen. In letztere Gruppe fallen beispielsweise bestimmte Krebspatienten. Für den Rest der Bevölkerung sehe ich momentan keinen großen Vorteil in einer vierten Impfung mit den momentanen, nicht an Varianten angepassten Impfstoffen.

Ich habe vor ein paar Tagen Ihren Kollegen Hendrik Streeck aus Deutschland interviewt, er nannte die Omikron-Varianten BA2.12.1 aus New York und BA.4 bzw. BA.5 als mögliche Kandidaten, die im Herbst dominieren könnten. Stimmen Sie ihm zu?

Das ist sehr gut möglich, ja. Aber auf der Südhalbkugel beginnt gerade erst der Winter. Bis zum Herbst auf der Nordhalbkugel kann noch viel passieren.

Lässt sich generell ein bisschen abschätzen, wie es mit den Varianten weitergehen wird? Oder ist alles möglich? Also von einer Variante, die Omikron sehr ähnlich ist, bis hin zu einer Variante, die dem Wildtyp aus Wuhan gleicht?

Tatsächlich ist alles möglich, weil die Entstehung von Varianten momentan sternförmig erfolgt – ausgehend vom ursprünglichen Virus. Omikron zum Beispiel ist ja nicht aus Delta, und Delta nicht aus Alpha hervorgegangen, sondern beide aus dem Wildtyp, dem ursprünglichen Sars-CoV-2. Grundsätzlich vermuten wir, dass neue Varianten mit zahlreichen Mutationen zumeist in immungeschwächten Personen entstehen, in denen sie sich über Monate hinweg vermehren können und somit viel Zeit haben, sich zu verändern. Eine neue Variante kann also genauso gut in einer Person entstehen, die mit Delta infiziert ist.

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"Eine große Gruppe an Menschen ist von der Notwendigkeit der Maßnahmen wie etwa dem Tragen von Masken und der Impfung unter keinen Umständen zu überzeugen. Das ist eine bittere Erkenntnis für mich", sagt der in New York tätige österreichische Virologe Florian Krammer. Sebastian Krammer
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Was will dieses Virus eigentlich? Will es immer ansteckender werden oder immer gefährlicher, also pathogener?

Einen „Willen“ hat das Virus natürlich nicht, aber angetrieben wird seine Evolution von zwei Faktoren: Wie leicht ist es übertragbar? Und wie gut kann es sich der Immunantwort entziehen? Vor diesen beiden ständigen Herausforderungen steht Sars-CoV-2. Die Pathogenität hingegen spielt keine große Rolle. Nun könnte man als Laie annehmen, dass sich das Virus vor allem dann rasch ausbreitet, wenn es seinen Wirt am Leben hält. Aber bekanntermaßen können Infizierte schon vor Beginn der Symptome ansteckend sein. Einem Virus, das sich so früh in der Infektion überträgt, ist es egal, ob der Wirt zwei Wochen später stirbt. In diesem Zusammenhang will ich erneut Neuseeland als Beispiel anführen. Omikron ist ja keine harmlose Variante, wie von vielen fälschlicherweise behauptet wird. Sie ist zwar etwas harmloser als Delta, aber immer noch ähnlich pathogen wie Alpha. Dass in Neuseeland dennoch wenige Menschen daran gestorben sind, ist darauf zurückzuführen, dass durch die Impfungen viel Basisimmunität in der Bevölkerung aufgebaut wurde. Worauf ich hinaus will: Selbst dann, wenn die nächste Variante deutlich pathogener sein sollte als Omikron, wird sie nicht auf eine immunologisch naive Bevölkerung treffen und sich der Schaden daher in Grenzen halten.

Was genau bedeutet das? Die Frage, die derzeit alle am meisten interessiert, lautet ja: Was erwartet uns im Herbst? Ist es möglich, dass wieder Maßnahmen zur Kontaktreduktion notwendig sein werden oder ist die Zeit der starken Beschränkungen bis hin zu einem Lockdown endgültig vorbei?

Nachdem davon auszugehen ist, dass bei starken Beschränkungen wie Lockdowns wohl niemand mehr mitmachen würde, ist ihre Zeit vorbei, ja. Ich kann mir aber ohnehin nicht vorstellen, dass es erneut zu hohen Infektionswellen mit vielen Todesopfern kommt. Die Pandemie pendelt sich ein, Sars-CoV-2 wird zu einem saisonalen Virus. Die Frage, die sich nun stellt: Wird es ein saisonales Virus wie Influenza mit immer noch vielen schweren und manchmal tödlichen Verläufen, oder wird es eines wie die schon vorhandenen vier humanen Coronaviren, die eher milde Erkrankungen verursachen? Wobei das, was ich jetzt gesagt habe, nur für immunkompetente Personen gilt. Immungeschwächte Personen, also sehr alte oder vorerkrankte Menschen, werden weiterhin gefährdet sein. Für sie müssen spezielle Vorkehrungen getroffen werden – mit Medikamenten wie etwa der Tablette Paxlovid, die innerhalb von fünf Tagen nach der Ansteckung eingenommen werden muss, um ihre Wirkung voll zu entfalten. Hier sind Ärzte ebenso gefragt wie ihre Patienten, die nach einer Infektion rasch reagieren sollten, um keine Zeit zu verlieren. Große Hoffnungen werden auch in prophylaktischen Behandlungen mit monoklonalen Antikörpern gesetzt, deren Effekt mehrere Monate anhält und die Infektionen und damit schwere Verläufe zu einem Großteil verhindern können. Ein anderes Problem ist Long Covid. Darauf habe ich aber keine Antwort. Darüber wissen wir noch zu wenig, weil die Symptome und ihre Ursachen vielschichtig sind. Daher ist es umso wichtiger, alles zu versuchen, um nicht nur schwere Verläufe zu verhindern, sondern auch Infektionen. Eine Möglichkeit dafür sind adaptierte Impfstoffe.

Was wurde denn aus den an Omikron angepassten Impfstoffen? Eigentlich sollten sie Ende April verfügbar sein. Haben sie sich als Rohrkrepierer herausgestellt?

Nein, zu Rohrkrepierer wurden sie nicht, sie kommen schon noch. Pfizer rechnet mit neuen Daten im Sommer, Moderna auch. Das Hauptproblem dürfte das Zulassungsverfahren sein. Entwickelt wurden die adaptierten Impfstoffe ja recht schnell, aber für eine Zulassung braucht es erneute klinische Studien. Bei den Grippe-Impfungen zum Beispiel ist das nicht erforderlich, sie werden jedes Jahr an die dominierenden Stämme angepasst – ohne klinische Studien. Ein rascheres und einfacheres Zulassungsverfahren wird auch bei Sars-CoV-2 notwendig werden, hier sehe ich hinsichtlich der schnelleren Verfügbarkeit von adaptierten Impfstoffen die größte Herausforderung für die kommenden Jahre.

Werden diejenigen, die sich im Herbst zum vierten Mal impfen lassen, das noch mit den „alten“ oder schon mit den adaptierten Impfstoffen machen?

Mit den adaptierten, glaube ich. In der Hoffnung, dass sich auch der Schutz vor Ansteckungen verbessert, und nicht nur vor schweren Verläufen.

Haben wenigstens dreifach Geimpfte plus Infektion einen lang anhaltenden Schutz vor erneuten Ansteckungen?

Das kommt darauf an, mit welcher Variante sie sich infiziert haben. Wenn es BA.1 oder BA.2 war und sie davor schon geimpft waren, sind sie wohl auch gegen BA.2.12.1, BA.4 und BA.5 ganz gut geschützt, zu BA.4 und BA.5 gibts da auch schon Labor-Daten aus Südafrika. Mit ganz anderen zukünftigen Varianten sieht es schon wieder anders aus, hier ist möglicherweise mit keinem einigermaßen verlässlichen Schutz vor Infektionen zu rechnen.

Eine letzte persönliche Frage: Wie lautet nach zweieinhalb Jahren Pandemie Ihre wichtigste Erkenntnis?

Wir können zur Eindämmung der Pandemie alle möglichen Maßnahmen entwickeln und einsetzen, aber wenn sie nicht vom Großteil der Bevölkerung mitgetragen werden, bringen sie allesamt nichts. In den USA sind die Motive für die Nichteinhaltung von Corona-Regeln sehr stark politisch motiviert. Eine große Gruppe an Menschen ist von der Notwendigkeit der Maßnahmen wie etwa dem Tragen von Masken und der Impfung unter keinen Umständen zu überzeugen. Das ist eine bittere Erkenntnis für mich.
 
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Der VfGH hat entschieden: der zweite Lockdown für Ungeimpfte war verfassungskonform:


Auch der zweite "Lockdown für Ungeimpfte" hat vor dem Höchstgericht standgehalten. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat die Beschwerde einer Oberösterreicherin als inhaltlich nicht begründet abgewiesen. Argumentiert wird, dass die verhängten Maßnahmen angesichts der Infektionszulage zulässig waren.

Der VfGH sieht zwar einen intensiven Eingriff in die Grundrechte, diese aber nicht verletzt. Die Zahl an Corona-Patienten auf den Intensivstationen sei Ende Jänner 2022 zwar rückläufig gewesen, die Behörde habe aber zutreffenderweise die Verfügbarkeit weiterer Ressourcen und Kapazitäten im Gesundheitssystem in die Beurteilung einbezogen, ob eine Überlastung des Gesundheitssystems drohe.
 
regulat-pro-immune
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Der VfGH hat entschieden: der zweite Lockdown für Ungeimpfte war verfassungskonform:

Daran erkennt man nur, dass die Rechtssprechung in Österreich (wie auch in Deutschland) befangen ist und tendenziöse Urteile fällt. Alles (Journalismus, Rechtssprechung, usw.) untersteht einer neuen Doktrin, die hier m.E. recht gut beschrieben wird: (Dabei geht es nicht nur ums Klima...)

 
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Und auch in Indien kippt der Oberste Gerichtshof die verpflichtende Covid-19-Impfung:


Keine Beschränkungen für ungeimpfte Personen, niemand kann gezwungen werden, sich impfen zu lassen, so urteilt der Oberster Gerichtshof der größten Demokratie der Welt. Der Oberste Gerichtshof betonte, dass die körperliche Autonomie und Integrität durch Artikel 21 der Verfassung geschützt sind

Der Oberste Gerichtshof Indiens erklärte am Montag, dass niemand gezwungen werden kann, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen, und wies die Zentralregierung an, die negativen Auswirkungen der Impfung zu veröffentlichen. Das berichten indische Medien.
 
Themenstarter
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Ergebnisse der Volksbegehren:
"Nein zur Impfpflicht" - 3,88% (der Stimmberechtigten)
"Impfpflichtabstimmung: NEIN respektieren!" - 3,87%

Beide haben ca. 250.000 Stimmen. Für alle nicht-Ösis: 100.000 sind die "Hürde". Da sie die genommen haben, müssen sie im Parlament diskutiert werden.
Letzteres ist natürlich erfreulich. Allerdings hätte ich mir doch mehr Resonanz (ergo Unterschriften) gewünscht...


Spannend finde ich weitere Volksbegehren, die aktuell noch in der "Unterstützungsphase" sind.
Da gibt es noch:
Impfpflicht: JA
Impfpflicht: NEIN

Bin gespannt, wie sich "Impfpflicht: JA" entwickeln wird... 🤔

Auch nach 2 Jahren Kasperletheater - immer noch unfassbar für mich, dass ein paar "handvoll" PolitikerInnen, da so übers Volk drübergefahren sind, und sich NICHT die Meinung des Volks bei so einer wichtigen Frage eingeholt haben...

lg togi
 
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Wuhu,
Ergebnisse der Volksbegehren: ... Beide haben ca. 250.000 Stimmen. Für alle nicht-Ösis: 100.000 sind die "Hürde". Da sie die genommen haben, müssen sie im Parlament diskutiert werden.
Letzteres ist natürlich erfreulich.
naja, solange es nur Volks-Begehren (= Petition aka Bittschrift) sind/bleiben, wird sich nichts ändern - als "gelernter Ö" weiß man, dass das zwar tatsächlich kurz, weniger oder mehr öffentlich im Parlament besprochen wird - dann wird das Thema an diese und jene Ausschüsse zugewiesen, wo wieder hinter verschlossener Tür diskutiert bzw ev Lösungen erörtert werden (falls überhaupt), und irgendwann liegts halt auch nur wieder in den berühmten Schubladen...

Besser wären Volks-Abstimmungen, aber nach Zwentendorf (Ös 1. und letztes Atom-Kraftwerk, welches nach Bau nie in Betrieb ging, weil die Volks-Abstimmung negativ ausging) machens das nur noch in Ausnahmefällen (zB EU-Beitritt, was aber auch mit einer massiven Propaganda einher positiv ausging)... 😟

Auch nach 2 Jahren Kasperletheater - immer noch unfassbar für mich, dass ein paar "handvoll" PolitikerInnen, da so übers Volk drübergefahren sind, und sich NICHT die Meinung des Volks bei so einer wichtigen Frage eingeholt haben...
Das Schauspiel muss wohl weiter so lange aufgeführt werden, bis vermutlich wirklich alle (der größte Teil?) klar sehen/hören können, dass es nicht um Menschen oder Politiker geht, sondern um das eigentliche System - und das kann nur überwunden werden, wenn dessen Fassade Risse bekommt, bis der Kaiser nackt äh die Fassade ganz wegbricht - und es sich letztlich jede/r nicht nur eingesteht, sondern auch laut ausspricht (so wie das Kind vorm nackten Kaiser)...
 
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naja, solange es nur Volks-Begehren (= Petition aka Bittschrift) sind/bleiben, wird sich nichts ändern - als "gelernter Ö" weiß man, dass das zwar tatsächlich kurz, weniger oder mehr öffentlich im Parlament besprochen wird - dann wird das Thema an diese und jene Ausschüsse zugewiesen, wo wieder hinter verschlossener Tür diskutiert bzw ev Lösungen erörtert werden (falls überhaupt), und irgendwann liegts halt auch nur wieder in den berühmten Schubladen...
Hallo Orangerl, hallo Togi,

Kenne ich auch so von (Nichtimpfer)Bekannten: "Bringt ja eh nichts, weil die Politik trotzdem macht, was sie will". Für mich ist das kein Argument und die Aussage ärgert mich, denn wenn 1 Mio. unterzeichnen würde, täte sich die Politik schon schwerer, es einfach zu übergehen. Soviele Österreicher haben sich für das Volksbegehren stark gemacht, sie hätten sich auch mehr Unterstützung verdient.
Besser wären Volks-Abstimmungen, aber nach Zwentendorf (Ös 1. und letztes Atom-Kraftwerk, welches nach Bau nie in Betrieb ging, weil die Volks-Abstimmung negativ ausging) machens das nur noch in Ausnahmefällen (zB EU-Beitritt, was aber auch mit einer massiven Propaganda einher positiv ausging)... 😟
Ja, und womöglich käme es dann zu einer Volksabstimmung, wenn 1 Mio. unterzeichnet hätten.
Das Schauspiel muss wohl weiter so lange aufgeführt werden, bis vermutlich wirklich alle (der größte Teil?) klar sehen/hören können, dass es nicht um Menschen oder Politiker geht, sondern um das eigentliche System - und das kann nur überwunden werden, wenn dessen Fassade Risse bekommt, bis der Kaiser nackt äh die Fassade ganz wegbricht - und es sich letztlich jede/r nicht nur eingesteht, sondern auch laut ausspricht (so wie das Kind vorm nackten Kaiser)...
Das kann funktionieren, wenn möglichst viele lange drangbleiben. Der Autor Matthias Nikolaidis bringt es auf den Punkt: wir brauchen direkte Demokratie:
 
regulat-pro-immune
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Wuhu Eva,
bitte nicht falsch verstehen, das
kann funktionieren, wenn möglichst viele lange drangbleiben.
setze ich ja voraus - und das tun ja auch rel viele... :cool:

Nur, wie wir ja (nicht nur in den letzten 2 Jahren) offensichtlich vorgemacht bekamen, läuft dieses "verkehrte" System schon viel zu lange, inkl dessen die bisherigen div Proteste (wie sinnvoll respektive friedvoll die auch immer sein mochten) nichts brachten, weil weiterhin zu viele dachten / der Meinung waren gemacht wurden, es geht ja doch nur so (wie diktiert)...

Es genügt Anscheins nicht, dass immer nur ein rel kleiner Teil dieses "spirituelle Immunsystem" hat/te, es muss wohl tatsächlich alles und jede/r "vorgeführt" werden; Und das kriegt mittlerweile tatsächlich jede/r mit, auch wenn es sich noch nicht jede/r offen/öffentlich einzugestehen traut... :coffee:🍵
 
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20.08.09
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Noch wichtiger ist aber der Plan der WHO für globale verpflichtende Impfungen und für internationale Gesundheitsvorschriften. Die WHO hat angekündigt, zwei Tage öffentliche Kommentare zuzulassen und zwar am 16. und 17. Juni 2022:


Ich weiß, dass viele von Ihnen wie Professor Clancy keine Chance hatten, sich Gehör zu verschaffen. Nun, die gute Nachricht ist, dass wir eine weitere Gelegenheit haben. Laut WHO findet die nächste Runde der schriftlichen und Video-Öffentlichkeitsbeteiligung am Pandemie-Vertrag am 16./17. Juni statt.
Bitte beachten Sie auch die vorgeschlagenen Änderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften, über die im Mai dieses Jahres auf der Weltgesundheitsversammlung abgestimmt werden soll. Wie der Pandemievertrag ist dies ein weiterer Schritt, um größere Befugnisse zu ergreifen und die souveränen Gesetze einzelner Nationen außer Kraft zu setzen. Einige sagen, dass dies wichtiger ist als der Pandemievertrag: Wenn er angenommen wird, bedeutet dies den Verlust unserer Souveränität ab diesem November. James Roguski hat auf seinem Substack ausführlich darüber geschrieben .
Man kann sich jetzt schon für den WM-Newsletter anmelden, um informiert zu werden:
 
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09.09.08
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Wuhu,
Noch wichtiger ist aber der Plan der WHO für globale verpflichtende Impfungen und für internationale Gesundheitsvorschriften...
am Besten wärs, aus diesem (System-) Klub einfach auszutreten - und einen neuen, sinnvollen zu gründen, der nicht auch "privat" unterwandert werden kann... 😁
 
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Wuhu,
solche und ähnliche "Schlag"-Zeilen, vermehrt, tun da wohl auch das ihre dazu...

heute.at/s/geimpft-drei-mal-corona-wienerin-jetzt-reichts-100205963
10.05.2022, 05:34 Geimpft, drei Mal Corona – Wienerin: "Jetzt reicht's" ...
...
"Das erste Mal war im November, wohl mit Delta, das zweite Mal Mitte März und jetzt erst wieder vor zwei Wochen. Ich schätze mal, das waren die Omikron-Varianten."
Trotz Impfung das volle Programm
Damit liegen zwischen ihrer zweiten und dritten Infektion tatsächlich nur 39 Tage. Dabei war Sarah B. bereits im November zweimal geimpft und holte sich den Booster im Jänner. Am schlimmsten wären dabei die Verläufe beim ersten und dritten Mal gewesen. ...
 
Themenstarter
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28.06.21
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Hallihallo,
Kenne ich auch so von (Nichtimpfer)Bekannten: "Bringt ja eh nichts, weil die Politik trotzdem macht, was sie will".
ich hab heute ein Gespräch mitgehört (einige Eltern vor der Schule), das mir doch ein wenig Hoffnung gab.
Es ging um die VB Ergebnisse und drum, dass einige meinten, sie hätten das absolut nicht mitbekommen. Wenn sie es gewusst hätten, hätten sie unterschrieben.

Und ja, ich bin auch der Meinung: je mehr, desto wirksamer. Nicht unbedingt, dass sich durch die parlamentarische Diskussion darüber gleich was ändert.
Aber es geht ja um die wichtigste "Währung" für PolitikerInnen - die Wählerstimmen.
Knapp 4% werden ihnen nicht weh tun/sie nicht unbedingt motivieren ihre Meinung zu ändern (vA wenn sie sich einreden können, dass die Mehrheit die Impfpflicht und das "entschlossene Vorgehen" seitens Politik gut findet).
Aber 10%, 20% wären schon ein deutliches Signal.

Und wir haben ja noch eine Chance - mit der kommenden VB:
"Impfpflicht: NEIN" - müssen wir alle unbedingt mehr mobilisieren (in den Leitmedien geht diese Themen unter/werden kaum gestreift).
Wenn nur jeder 1 Person... dann kann es ein sehr deutliches Signal für den Herbst werden.
(und überzeugen kann man ja relativ leicht - das eine ist die Impfung. Jeder der mag, kann... Das andere die PFLICHT. Und PFLICHTEN mögen wir Ösis doch so überhaupt nicht...)
Selbst im Standardforum sind kaum mehr Leute die für eine PFLICHT sind.

Wenn wir JETZT mobilisieren, hat jeder der interessiert ist, noch die Möglichkeit sich eine Handysignatur/Bürgerkarte Zugang zu organisieren. (mach ich jetzt auch - auf ihre Bitte hin - für meine Mutter). Damit ist ja die Unterschrift super easy geworden.

lg togi
 
regulat-pro-immune
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09.09.08
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Wuhu,
... sie hätten das absolut nicht mitbekommen. Wenn sie es gewusst hätten, hätten sie unterschrieben.
... in den Leitmedien geht diese Themen unter/werden kaum gestreift)...
ja, das ist ja auch schon wieder so eine "nette" Taktik - und ja, eben, deshalb wissen die meisten Leut nicht, ob bzw was für welche demokratischen Beteiligungs-Prozesse in dem Land ablaufen - dabei müssten viele nicht Mal zur Gemeinde / ins Magistrat pilgern und öffentlich unterschreiben, geht ja auch elektronisch am PC/Handy...
 
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09.09.08
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Wuhu,
... ob bzw was für welche demokratischen ... Prozesse in dem Land ablaufen ...
- also angebliche... ;)

Aktueller Brüller: heute.at/s/kanzler-nehammer-sorgt-mit-viren-sager-fuer-aufregung-100207116
15.05.2022, 20:00 ... [VIDEO] "So viele in so einem kleinen Raum heißt auch: so viele Viren aber jetzt kümmert es uns nicht mehr, schön dass ihr da seid", begrüßte Nehammer [Ö Bundeskanzler] die Delegierten am Sonntag. Viele sehen darin die Verharmlosung der Pandemie, die entgegen aller Beteuerungen noch nicht vorbei ist. Auch Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) appellierte zuletzt etwa noch an Impfungs-Auffrischungen im August. Der Sager Nehammers sorgte beim Parteitag selbst allenfalls nur für kurze Irritationen, stimmten doch sämtliche Delegierten für ihn als (offiziellen) Parteichef. ...

😆😅😂🤣
 

Maheeta

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18.01.14
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Zu #1.195

Moin, AO, vielleicht hat euer Herr Nehammer ja begriffen, daß auch eine lokale Überbevölkerung, wie sie in Lokalen und bei Versammlungen vorkommen kann, der Auslöser für eine Epidemie sein kann. Aber da alle Delegierten mehrfach gepiekst und damit mehrfach geschützt sind, muß man sich wegen dem Virus keine Sorgen machen, oder?

"So viele in so einem kleinen Raum heißt auch: so viele Viren aber jetzt kümmert es uns nicht mehr, schön dass ihr da seid", begrüßte Nehammer [Ö Bundeskanzler] die Delegierten am Sonntag.

Der Spruch hat ihm offensichtlich nicht geschadet, "stimmten doch sämtliche Delegierten für ihn als (offiziellen) Parteichef."

Wenn die Viren ihn nicht mehr kümmern, kann auch das gemeine Volk aufatmen und gelassener der Virusgefahr ins Auge schauen. Felix Austria!

Gruß
Maheeta
 
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09.09.08
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Wuhu,
... Aber da alle Delegierten mehrfach gepiekst und damit mehrfach geschützt sind, muß man sich wegen dem Virus keine Sorgen machen, oder?
das ist eine gute Frage - wobei, Viren weitergeben können die Geschlumpften doch auch... ;)

Der Spruch hat ihm offensichtlich nicht geschadet, "stimmten doch sämtliche Delegierten für ihn als (offiziellen) Parteichef."
Die Wahl war ja vorher, der "Viren-Sager" kam erst danach... 😁

Wenn die Viren ihn nicht mehr kümmern, kann auch das gemeine Volk aufatmen und gelassener der Virusgefahr ins Auge schauen. Felix Austria!
Ja, hoffentlich freuen wir uns da nicht zu früh... :cautious:
 
Zuletzt bearbeitet:
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09.09.08
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Wuhu,
Aktueller Brüller: heute.at/s/kanzler-nehammer-sorgt-mit-viren-sager-fuer-aufregung-100207116

selbstverständlich folgen diese Schlag-Zeilen: krone.at/2709422
16.05.2022 18:06 | Nachrichten > Politik
„Absolut unwürdig“
Nehammers Virus-Sager sorgt für Kopfschütteln
...


und via Boulevard-Medium wird auch gleich noch bissi besser/weiter "politisiert": krone.at/2709550
17.05.2022 05:59 | Nachrichten > Politik
Ist Corona vorbei?
Nach Nehammer-Sager: Wo uns die Viren noch kümmern
...


Wenns nicht so traurig wär...
 
regulat-pro-immune
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Hallihallo,
wir sind beim "Maske-entwöhnen":
Kind braucht sie in der Schule ja schon länger nicht mehr. Im Supermarkt (und einer Handvoll anderer Institutionen) müsste er sie dennoch tragen.
Da mittlerweile etliche Kinder ohne Maske in Supermärkten unterwegs sind (und wir meist seine vergessen), will ich auch Klein-Togi "entwöhnen". Gestaltet sich gar nicht so leicht. Ist ihm wirklich unangenehm da die "Regeln zu übertreten".
Macht ihn nervös, und er zieht sich tlw. T-Shirt über die Nase (was ja konform - als Mund-/Nasenbedeckung - für Kinder ist)
Zum Glück ist er bestechlich - wenn er es ohne Maske durch den Supermarkt schafft, bekommt er ein Eis.
Er ist gut im Eis verdienen 😜😅. (aber ich merk, was es in ihm auslöst/mit ihm macht, DIESE Regel zu brechen. Bei anderen Regeln inkl. Hausübungen machen (oder eben nicht) nimmt er es sehr locker...)

Ich hab sehr gut gelebt mit Maske am Ohr oder unterm Kinn. Tu mir aber richtig schwer sie "ganz wegzulassen". Komme mir so "nackt" vor. Echt komisch. Geh jetzt bewusst wegen Kind "oben ohne" rein. Wenn ich allein bin, eher mit Maske an Ohr/unter Kinn. In beiden Fällen hat in letzter Zeit kaum einer was gesagt. Im Zug (in den Öffis brauchen wir auch welche), wurde ich drauf aufmerksam gemacht. Hab sie dann auch während Fahrkartenkontrolle brav vom Kinn unter die Nase gezogen und nach Kontrolle dann ganz runter getan. Damit hat es für alle gepasst. Es waren einige ohne Masken. Mir kommt vor jüngere (v.A. "halbstarke" Jungs) und Ältere (so ab 50, 60) sind öfter ohne Maske unterwegs als die Gruppe 30-50. 🤔.

Lustig fand ich den Schaffner - Maske am vordersten Nasenspitzel, dass Aerosole nur so vorbeigepfiffen haben, aber "Furschrift is Furfschrift" (Österr. für Vorschrift 😉) mässig alle ohne ermahnt...

lg togi
 
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Das gefällt mir:
Es wird ein Ende der Maskenpflicht im Behindertenbereich gefordert, da
Menschen mit Beeinträchtigung würden aus einem Schutzbedürfnis heraus „überbehütet“ und dadurch diskriminiert, so die Lebenshilfe.
Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3156867/

Ich find dieses Narrativ sollten wir füttern (Diskriminierung durch Überfürsorglichkeit - aka gut gemeint, ist nicht immer gut gemacht...). Das spaltet imho nicht, sondern lässt beide Seiten stehen.

lg togi
 
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